Nur eine Rose als Stütze

Rosenhand

Diese Foto habe ich gestern aufgenommen und mir kam direkt der Titel eines Gedichtes von Hilde Domin in den Sinn:

Ich richte mir ein Zimmer ein in der Luft
unter den Akrobaten und Vögeln:
mein Bett auf dem Trapez des Gefühls
wie ein Nest im Wind
auf der äußersten Spitze des Zweigs.

Ich kaufe mir eine Decke aus der zartesten Wolle
der sanftgescheitelten Schafe die
im Mondlicht
wie schimmernde Wolken
über die feste Erde ziehen.

Ich schließe die Augen und hülle mich ein
in das Vlies der verläßlichen Tiere.
Ich will den Sand unter den kleinen Hufen spüren
und das Klicken des Riegels hören,
der die Stalltür am Abend schließt.

Aber ich liege in Vogelfedern, hoch ins Leere gewiegt.
Mir schwindelt. Ich schlafe nicht ein.
Meine Hand
greift nach einem Halt und findet
nur eine Rose als Stütze.

Ist das nicht schön?

 

 

Ein geschichtlicher Roman, der einem zum Forschen animiert

Euphoria

Lily King Euphoria C.H.Beck 19,95
Neuguinea in den 30er Jahren: Das Ehepaar Nell und Fen, beide Völkerkundler, erforschen dort Lebensgewohnheiten mehrerer Stämme. Bei der Suche nach einem neuen Stamm lernen Sie den Ethnologen Andrew kennen. Er führt sie zu dem Stamm der „Tam“, bei dem die Frauen dominant sind und außergewöhnliche Rituale pflegen. Während Nell den Alltag der Frauen empirisch erforscht, versucht Fen ein Stammesangehöriger zu werden. Alte Probleme des Ehepaars tauchen dabei wieder auf. Nell findet jetzt allerdings in Andrew einen Seelenverwandten, während Fen versucht, durch eine größenwahnsinnige Tat zu Ruhm zu kommen. Damit stürzt er alle ins Unglück.
Ein vielschichtiger Roman, bei dem z.T. das Leben der umstrittenen Wissenschaftlerin Margaret Mead als Vorlage diente. Das Buch macht Lust, sich intensiver mit Mead und der Geschichte de Völkerkunde zu beschäftigen.

Es lebe Baba Dunja!

image Was würde ich darum geben, in  25 Jahren eine so starke Persönlichkeit wie Baba Dunja  zu sein…Sie ist über 80, als sie nach Tschernobyl in ihr Häuschen mit Garten zurückkehrt und sich um alle Warnungen nicht schert. Ihr und mit ihr noch einigen anderen Rückkehrern geht es dort gut, es wird gelacht, gestritten, geliebt, ach ja, und ein Mord geschieht auch, eben alles wie im „richtigen Leben“. Baba Dunja beklagt sich nie, hat ein großes Gerechtigkeitsgefühl und ein noch größeres Herz. Wie man heute so schön sagt: Sie ist einfach nur cool. Christine Westermann liebt dieses Buch, aber ob sie auch das Hörbuch genossen hat? Dann hätte sie bei ihrer Besprechung bestimmt noch mehr gelobt und gejubelt. Gesprochen wird es von Sophie Rois, die in diesem Jahr für dieses Hörbuch mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet wurde. Höre ich bestimmt bald noch einmal.

Man müsste sich trennen können…

Aufbewahren oder wegwerfen?
Aufbewahren oder wegwerfen?

Gestern Abend habe ich versucht, bei meinen Hobbysachen etwas aufzuräumen, bzw. auszumisten. Immer wieder habe ich Bilder in jeglicher Form (s.o.), die nach dem Bauchgefühl noch nicht fertig sind oder wo etwas fehlt. Oder ich denke, dass man da noch einmal etwas anderes mit machen könnte. Also hebe ich auf. Nach Monaten immer noch keine neuen Ideen zu den alten Sachen. Wegwerfen? Oder noch länger aufbewahren? Haben Sie ähnliche „Probleme“ und wie gehen Sie damit um? Vielleicht wäre es ja mal eine Idee, man packt alles ( auch Materialien, die man nicht mehr braucht) in eine Kiste, trifft sich zum Kaffee und tauscht einfach mal. Ein ander Blickwinkel hilft u.U.

Eine Dosis Niederrhein

Ich hatte in Rheinberg zu tun und konnte nach dem Termin noch ein bisschen Zeit freischaufeln für eine kleine Radtour.(Rad fährt bei mir in dem Sommermonaten hinten im Berlingo immer mit und der Fotoapparat ist sowieso dabei).

Kurz vor den Rheinberger Solvay-Werken geht rechts die Werftstr. ab. Die fuhr ich durch, vorbei an Ossenberg, bis die Straße sich gabelte. Da ich zum Rhein wollte, fuhr ich rechts, kam aber nicht sehr weit, da das Gelände am Rhein einer Firma gehört. Also zurück nach links. Hier fährt man auf dem alten Damm entlang vorbei an einem alten Rheinarm- wunderschön! So sah ich meinen ersten Storch in diesem Jahr, meine erste Schwalbe, eine Blumenwiese, die toll duftete und viel Landschaft.

Ein kleiner Appetitmacher auf die Tour
Ein kleiner Appetitmacher auf die Tour

Zwei Bänke wurden in meine Sammlung „Lieblingsbänke“ aufgenommen. Sehen vielleicht nicht so doll aus, aber die Aussichten waren schön.

Nicht das Fernglas vergessen, es gibt unzählige Vögel zu beobachten
Nicht das Fernglas vergessen, es gibt unzählige Vögel zu beobachten

 

Nichts als Gegend?
Nichts als Gegend?

Zurück fuhr ich dann über Niederwallach und Borth und gönnte mir in Rheinberg auf dem Marktplatz als Abschluss ein Eis.( Zeit mit kurzen Bankpausen, Fotografieren und Eisessen 2 Stunden).

Ein goldener Abend

Gestern Abend habe ich mit unechtem Blattgold ein bisschen experimentiert. Es ist ganz einfach: Man bemalt die Fläche, auf der man das Blattgold auftragen möchte mit sogenannter Anlegemilch. Diese muss ca. 20 Minuten trocknen, dann kann man die Goldflakes auflegen und glattstreichen.  Tipp: Nicht irgendwo im Durchzug sitzen, sei das Windchen auch noch so leicht, das Blattgold fliegt weg. Besser ist es, bei Tageslicht zu arbeiten, da man dann leichter die kleinen Stellen erkennt, an denen noch kein Blattgold klebt.

Was man so alles vergolden kann
Was man so alles vergolden kann

Hier auf dem Bild sieht man ( im Uhrzeigersinn) oben zwei Wachsbilder, dann drei bemalte Steine, ein vergoldetes Blatt, ein Bild auf Packpapier, links davon einen verrosteten Flaschendeckel neben einem verrosteten Boden einer Katzenfutterdose und auf 10 Uhr Stellung ein kleines Glasobjekt und einen Ring (versilbert). In der Mitte ist das Material Holz. Ich habe für diese Teile ca. 2 Stunden gebraucht, da das Auftragen des Blattgoldes manchmal ziemlich fisselig ist, wie man hier so schön sagt. Mit einem Schutzlack habe ich die Teile nicht überzogen, kann man aber machen.

Der Ring im Detail
Der Ring im Detail
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Glasobjekt im Detail

Hmmm- es duftet (fast immer)

Der heutige Tag bekam heute früh ungeplant das Motto“Düfte“. Ich roch vormittags eine frisch gemähte Wiese- was für ein toller Duft nach langen Wintermonaten! Noch ganz beschwingt musste ich mich dann allerdings kurze Zeit später bei einem Kunden mit dem Geruch „Kalter Zigarrenrauch“ auseinander setzen. Nicht sehr schön. Mittags wurde ich getröstet mit dem Duft von Tomatensauce und frischem Basilikum.

Urlaub!
Urlaub!

Ein Film über Italienurlaube lief beim Essen in meinem Kopf ab. Und dann war plötzlich die Idee da: Eine Sammlung von Düften anlegen, mit denen man schöne Erinnerungen verbindet. Also werde ich jetzt mal bewusster die Nase in den Wind halten und in Erinnerungen kramen. Wenn noch mehr Düfte zusammen kommen, gibt es eine eigene Kategorie (die ich übrigens auch gerne mit Erinnerungsdüften von Lesern fülle!) Dann hat man alle schönen Düfte zukünftig immer parat.

Was ist eigentlich evangelisch?

Evangelisch

Okko Herlyn Was ist eigentlich evangelisch? Neukirchener Verlagsgesellschaft 14,99

Sind sie evangelisch, katholisch oder „nichts“? Egal, denn das neue Buch des Duisburger Autors Okko Herlyn bietet für jeden, der sich mit dem Thema Religion aktiv auseinander setzen möchte eine Menge Stoff zum Nachdenken . In siebzehn unterhaltsam geschriebenen Kapiteln widmet er sich der Frage, was heutzutage „evangelisch“ bedeutet bzw. bedeuten könnte (!). Kritisch betrachtet er z.B. dabei im Vergleich die katholische Kirche oder die Auswüchse evangelischer Regularien. Auch warnt er davor, sich für neue Kirchenmitglieder bei der Spaßgesellschaft anzubiedern. Ermutigend sind die Texte, wenn es z.B. um kirchliches politisches oder soziales Engagement geht. Das Beste an allem: Seine Thesen unterfüttert er mit Bibelzitaten und kommt so dem evangelischen Kerngedanken nach: „Allein die Schrift. Evangelisch sein geht nicht ohne Aufschlagen der Bibel“! Ein Buch, das aufrüttelt und neugierig macht.

Immer für eine Überraschung gut

Wenn mir selbst nichts beim Bearbeiten meiner Fotos einfällt, nehme ich mein IPad und verwende das Programm PicsArt. Dort gibt eine Kategorie „künstlerisch“. Hier werden Fotos z.B. in Aquarellbilder oder in Cartoons umgewandelt. Dabei erlebt man dann manchmal sehr positive Überraschungen. Zwei Beispiele:

Bergheimer Wasserturm gezeichnet
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Kirche St.Joseph in Friemersheim als Gouachebild