Die blaue Stunde in einem Garten

Ein Fisch wartete am Eingang.

„Willkommen mein Herr, schön, dass Sie uns beehren! Genießen Sie unseren Garten zur blauen Stunde! Der Eintritt ist frei. Sie können Äpfel pflücken, Beeren sammeln, an jeder Blume riechen und sich an ihrem Duft ergötzen, fotografieren, telefonieren, sich überall ausruhen, nur eins dürfen Sie nicht: Setzen Sie sich nicht auf den Zeitstuhl! Tun Sie es trotz meiner Warnung, kann ich Ihnen nicht versprechen, dass Sie Ihre Lieben wiedersehen!“
Der Mann nickte ohne ein Wort zu sagen.
“Unser Personal steht Ihnen jederzeit zur Verfügung. Wenn Sie Fragen haben, scheuen Sie nicht, es anzusprechen.“

Hortus gehörte mit zum Personal. Er wedelte freundlich mit dem Schwanz, sagte aber nichts.

Ich wünsche Ihnen nun einen verzauberten Aufenthalt, genießen Sie die Stille und das Licht. Fangen Sie Ihren Rundgang am besten gegen den Uhrzeigersinn an und gehen Sie dort durch das Tor. Die erste Station wird der See sein. Sollten Sie das Gefühl einer Berührung haben, fürchten Sie sich nicht. Es sind die verspielten Seefeechen, die sich einen kleinen Spaß erlauben.
Bitte entschuldigen Sie, dass ich soviel rede, aber es verirrt sich sehr selten jemand in unseren Garten und ich kann mich nicht erinnern, wann das letzte Mal jemand zur blauen Stunde bei uns war.“

Der Mann bedankte sich bei dem Fisch und ging, wie empfohlen, durch das Tor.

Nach ein paar Schritten sah er diesen Stein, doch er konnte die Inschrift nicht entziffern.

Am See kam der Mann an einem Boot vorbei, auf dem ein Buch lag. Der Umschlag war verwittert, die Seiten wellig, doch es sah so aus, als hätte gerade noch jemand in dem Buch gelesen.

Neben dem Boot stand eine Bank, auf die er sich setzte. Über den See flogen ein paar Libellen, merkwürdig vibrierte die Luft.

Anscheinend waren auch viele Seefeechen unterwegs. Erst kitzelte etwas an der Wange des Mannes, dann spürte er eine leichte Berührung auf seiner rechten Hand. Er lächelte.

Nach einer Weile stand er auf und ging weiter. Niemand war gekommen, um das Buch zu holen. Links am Weg ragte das Zepter des Königs Majutan II in den Himmel, ein kleines Schild am Boden machte darauf aufmerksam.

Eine Steinmöwe näherte sich diensteifrig und erzählte dem Mann mit krächzender Stimme:

„Der Garten war früher ein Teil eines Parks, der zum Schloss von König Majutan II gehörte. Hierhin zog sich der König zurück, wenn er müde vom Regieren war. Er las, hörte den Vögeln beim Singen zu oder ließ sich von der Hofechse unterhalten. Dann geschah ein Unglück. Eines Tages kehrte der König aus dem Park nicht in sein Schloss zurück und man hat ihn nie wiedergesehen. Da König Majutan II keine Nachkommen hatte, verfielen Schloss und Park und nur wir erinnern uns noch an den König. Sein Zepter konnten wir noch retten und diesen Baldachin des Sommerhauses.“

„Wenn Sie weitergehen, werden Sie bei Guaya und Genio vorbeikommen. Guaya weint immer noch um den König, Genio ist ein harmloser Baumgeist und brabbelt den ganzen Tag vor sich hin, kümmern Sie sich nicht um die beiden.“

Der Mann setzte seinen Weg fort. Blumen, die er noch nie zuvor gesehen hatte, verströmten einen betörenden Duft.

Dann hörte er das leise Weinen. Es war herzzerreißend.

Guaya sah nicht auf, der Mann ging an ihr vorbei. Es fiel ihm schwer, sie nicht anzusprechen.

Genio brabbelte tatsächlich ohne Pause

Unterwegs pflückte der Mann einen Apfel und biss hinein. Hatte er jemals einen so süßen und saftigen Apfel gegessen?

Der Rundweg durch den Garten war länger als der Mann erwartet hatte. Er merkte, dass er müde wurde, vielleicht sollte er noch einmal eine kleine Pause machen, dort stand ja ein Stuhl. Er war etwas verrostet und sah wackelig aus, aber er wollte sich ja auch nur kurz ausruhen.

„SETZEN SIE SICH NICHT HIN!“, warnte ihn die Hofechse.

„Entschuldigen Sie, ist mein Mann eventuell hier vorbeigekommen?“
Eine junge Frau sah den Fisch fragend an.
„ Wir verbringen hier in der Nähe unseren Urlaub und wohnen in dem kleinen roten Ferienhaus, vielleicht kennen Sie es ja. Mein Mann wollte sich ein bisschen die Füße vertreten und einen Spaziergang machen, aber ist immer noch nicht zurück. Jetzt ist es schon fast dunkel, ich mache mir Sorgen. Haben Sie ihn gesehen?“

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Dieser Garten gehörte zu unserem Ferienhaus in Ostfriesland. Jeden Tag, wenn ich in ihm umherlief, fiel mir eine andere Geschichte ein. Eine wollte ich wenigstens aufschreiben.

Die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort

Warum es sich lohnt, zur diesjährigen Landesgartenschau nach Kamp-Lintfort zu fahren:

1.

Wer einen Balkon oder Garten besitzt, bekommt z.T. ausgefallene Anregungen, wie man Kästen, Töpfe oder Beete bepflanzen kann. Bekannte Stauden sind mit unbekannteren kombiniert, ungewöhnliche Farbkombinationen werden geboten, dazu summt und brummt es und der ein oder andere schöne Duft weht einem um die Nase. Hinweis: Tipps für Schattengärten sind rar.

2.

Das Informationsangebot ist groß an diversen Ständen oder in der großen Blumenhalle, die Einrichtungsideen mit Blumen bietet. Sei es beispielsweise am Stand der Landfrauen oder am Stand für Gartenzäune, überall bekam man freundliche und fachkundige Auskünfte. Ein Schwerpunkt der Landesgartenschau sind Naturschutzthemen. Auch hier gibt es Anlaufstellen, um sich mündlich Rat zu holen oder konkrete Beispiele zum Ansehen:

Links: Renaturierter Bachlauf auch als Anregung für einen Gartenteich, oben „Zutaten“ für einen schmetterlingsfreundlichen Garten, unten ein „pflegeleichter“ Steinvorgarten, ein halbes Jahr nach der Neuanlage.

3.

Hingucker gibt es viele:

Blumen aus Abfall, beispielsweise aus Plastikflaschen und Plastiktüten


4.

Nicht zu vergessen, die Anlagen für beispielhafte Gärten. Sei es ein formaler Garten, ein Garten, in dem Wasser die Hauptrolle spielt, eine hitzeresistenter Garten, ein japanischer Garten und noch einige andere.

Oben: 2 Fotos aus dem „Geheimnisvollen Garten“, den man nicht betreten konnte, in der Mitte eine Ansicht vom Wassergarten mit großem Bienenhaus. Unten Bilder vom Kloster Kamp, das mit in die Gartenschau einbezogen ist. Links der Weinberg am Kloster, den Wein kann man vor Ort verkosten.

Fazit: Wir kamen am Samstag um 9.30 Uhr an und es war noch angenehm leer. Gegen 14.30 Uhr fuhren wir wieder nach Hause, inzwischen waren viele Besucher unterwegs. Wir machten in diesen 5 Stunden zwei Pausen. Im Restaurant „Polster“ aßen wir vorzüglich. (Haben Sie schon einmal Nudeln +Kirschtomaten+ Ruccolasalat+Gemüsechipse gegessen? Nudeln und Chipse-genial!). In der zweiten Pause tranken wir im Park von Kloster Kamp einen Kaffee. Ca. 3 1/2 Stunden sind wir also gelaufen, gesehen haben wir ungefähr die Hälfte.
Wir sind gespannt auf die Herbstbepflanzung und werden Ende September noch einmal zur Gartenschau fahren. Dann bringen wir auch noch ein bisschen mehr Zeit mit für die tierischen Attraktionen.

Wie sehen NRW-Städte aus?

Dies sind die Umrisse von einigen deutschen Städten. Erkennen Sie unter ihnen Duisburg, Essen, Dortmund, Düsseldorf, Krefeld und Bielefeld? Die Lösung gibts am nächsten Samstag.

Auf meine Frage hin am letzten Samstag, was man mit diesen Schaumstoffwürfeln anfangen kann, bekam ich zwei Vorschläge via Mail:

Petra K. schlug vor, ein paar Würfel wie Perlen aufzuziehen, die Würfel mit Duftöl zu tränken und die Würfelschnur dann in ein Zimmer zu hängen. So bekäme man einen länger wirksamen Raumbedufter. Dazu fiel mir dann ein, dass man einen Würfel ja mit Lavendelöl beträufeln und diesen dann in einen Schrank legen könnte, um Motten abzuschrecken.

Heinrich M. ist Hobbygärtner und meinte, dass man im Winter die Würfel zwischen Blumentopf und Blumenübertopf klemmen könnte, quasi als Frostschutz, sie wären gutes Material zum Dämmen.

Mal sehen, ob es in den nächsten Tagen noch weitere Vorschläge gibt…

Was schreibt man über seinen Garten? (Französischstunde Nr. 25)

Bei unserem Französischspaziergang überlegen meine Bekannte und ich uns ab und zu ein Thema, zu dem wir uns ein paar Sätze ausdenken und dadurch dann auch neue Vokabeln lernen. Letzte Woche war der Garten als Thema dran. Was soll ich über meinen Garten schreiben? Ich ging hinaus und ließ mich inspirieren. Hier ein paar Sätze, die aktuelle Momente in meinem Garten wiederspiegeln: (Für die französische Übersetzung übernehme ich keine Garantie auf Richtigkeit!)

Oft vergesse ich die Rosenschere im Blumenbeet, danach suche ich sie stundenlang. – Souvent j‘oublie la sécateur dans la platebande de fleur. Après il me faut la chercher longtemps.

Meine Spezialität ist der verschlungene Gartenschlauch. – Ma spécialité est le tuyau d‘arrosage embrouillé.

Die Probleme mit Häuschenschnecken und Nacktschnecken haben angefangen. Um zu vermeiden, dass sie die Pflanzen abfressen, habe ich Eierschalen auf der Erde gleichmäßig verteilt. – Les problèmes avec les escargots et les limaces ont commencé. Pour éviter, qu‘ils broutent les plantes, je bien repartis les coquilles d‘œuf sur le sol.

Jetzt ist der Garten voller Düfte. Verantwortlich dafür sind der Holunder, der Sommerjasmin, der Lavendel, Vanilleblumen und die Rosen. – Maintenant le jardin est plein des odeurs. Le sureau, le jasmin d‘été, les plantes de lavande, les plantes de vanilles et des roses sont résponsables.

Wir haben keine Gartenzwerge, aber ein paar andere kleine Skulpturen. Zum Beispiel einen kleinen Teufel, der liest oder, als Souvenir, einen Pilz, den wir in den Cotswolds gekauft haben, wo diese Dekoration sehr beliebt ist. – Nous n‘avons pas des nains de jardin, mais quelques autres petites sculptures. Par example un petit diable, qui lit ou, comme souvenir, un champignon, que nous avons acheté au Cotswolds, ou cette décoration est très en vogue.

Beim Suchen nach Sätzen hatte ich plötzlich noch ein anderen Gedanken im Kopf. Ich sah eine Mohnblüte an und dachte an Gina Lollobrigida.

Da fragt man sich doch, wie das Gehirn funktioniert… Aber die Idee, welche prominente Person mir zu welcher Blume einfällt, gefiel mir und ich guckte mich noch einmal im Garten um.

Oben links: Catherine Deneuve, daneben Nina Hagen, David Niven. Unten links: Frida Kahlo, Audrey Hepburn und die Kessler Zwillinge 😉

Ich sehe für meinen Garten schwarz….und weiß

Prachtvoll, atemberaubend, wunderschön- ja so sind die prallen Farbfotos, die wir in unserem Garten oder in öffentlichen Parkanlagen machen. Ich suchte andere Sichtweisen meines Gartens und fand bisher zwei, die ich Ihnen heute und nächste Woche vorstelle.

Gartenbilder in schwarzweiß ist das erste Thema. Diese Bilder sind nur ein Anfang, sicherlich werde ich zukünftig nicht mehr nur in Farbe denken. Vielleicht versuchen Sie es auch einmal?

Neue Gartenbewohner

Seit Samstag haben wir neue Gartenbewohner. Sie sind sehr scheu und ich habe den ganzen Samstag mit der Kamera auf der Lauer gelegen, um diese vier Motive zu ergattern. Ob es noch weitere Besucher gibt, das weiß ich nicht, ob sie bleiben oder weiterziehen, ich werde sehen. Unsere Katze ignoriert sie, auch die Spatzen und Meisen haben keine Angst vor ihnen. Weiß jemand mehr über sie? Hat jemand auch schon einmal solchen Besuch gehabt? Von was ernähren sie sich? Wo schlafen sie? Ich habe keine Geräusche gehört, wie kommunizieren sie untereinander? Wünsche einen schönen Wochenanfang!

Der Akazienkavalier

„Von Menschen und Gärten“ ist der Untertitel dieses Buches und ich fing bereits im Januar an, es zu lesen, weil ich mich in den Gärten andere Menschen „umsehen“ wollte. Das ging ziemlich schief, denn in den meisten Kapiteln ist entweder nur eine Pflanze das Thema (z.B. ein Ficus in einer Küche oder der Seidelbast als Pflanze der Bettler) oder es geht um einen Garten, dieser dient aber eher nur als Schauplatz für Begegnungen mit Menschen.

Ich war deshalb von diesem Buch enttäuscht und legte es wieder weg. Jetzt, wo ich meinen eigenen blühenden Garten habe, gab ich dem Buch aber eine zweite Chance. Die Autorin erzählt von Begegnungen mit Menschen in mehreren Ländern Europas, deren Leben zeitweise oder ganz vom Leben im Garten oder mit einer Pflanze geprägt wurde. Beeindruckend das Kapitel, in dem sie von einem Treffen mit einer blinden Gärtnerin erzählt. Zu Herzen gehend ist die Familiengeschichte von vier Schwestern, die sich regelmäßig unter einem alten Birnbaum treffen. Der Autorin Colette wird eine Geschichte gewidmet, wie sie im zweiten Weltkrieg aus ihrer Wohnung den Garten des Palais Royal sieht und den Alltag unter der deutschen Besatzung beschreibt. Ja und dann ist da noch der bekannte deutsche Schauspieler Walter Sittler, der auf einer Fensterbank einen Wüstengarten pflegt oder ein Wolkengarten über dem Memelland, den man entdecken kann.

Ich mag die achtzehn Geschichten dieses Buches inzwischen sehr. Es sind z.T. ergreifende Schicksale, von denen die Autorin erzählt, aber auch ihre Gabe, Details und Stimmungen zu beschreiben, hat mir gut gefallen.

Gartenkribbeln in den Fingern

Das schöne Wetter führt mich sehr in Versuchung, schon im Garten zu buddeln oder zu schnippeln. Da ich aber weiß, dass es noch zu früh ist, versuche ich mich abzulenken.

Gartenarbeit fängt bei mir in der Küche an. Höchstwahrscheinlich werden sich demnächst wieder Schnecken ein fröhliches Stelldichein im Garten geben und deshalb fange ich jetzt schon an, Eierschalen zu sammeln. Diese habe ich letztes Jahr um gefährdete Pflanzen verteilt und die scharfen Kanten der Schalen hielten Schnecken fern. Außerdem sind Eierschalen noch ein guter Dünger

Ich probiere den Garten- z.B. mit dieser Schokolade. Hatte ich eigentlich als Geschenk gedacht, bin aber schwach geworden- Köstlich!

Diese Bücher liegen z.Zt in Reichweite. Es wäre doch zu schön, ein paar Insekten oder Bienen demnächst ohne Buch bestimmen zu können.

Ich habe letztes Jahr irgendwo diese Karte mitgenommen. Auf ihr sind über Gärten verzeichnet. Viele kenne ich, aber einige eben noch nicht und da eignet sich die jetzige Zeit wunderbar, Besuchspläne zu schmieden und den Kalender monatlich mit Ausflugsideen zu füllen.

Und dann ist da noch mein altes Gartentagebuch. Vor acht Jahren habe ich angefangen, mir Notizen zu machen, was ich alles gut oder auch schlecht im Garten gemacht habe und was ich im neuen Jahr ausprobieren kann.

Außen vielleicht ein bisschen pfui, aber innen dafür ganz schön hui.

Wenn man das Buch durchblättert, kommen schöne Gartenerinnerungen von ganz alleine und die Vorfreude auf kommende Gartentage

wird noch größer.

Federlesen im Winter

Bücher mit passendem Equipment im Winter zu lesen ist eine feine Sache, aber ich wollte meinen Horizont erweitern, was das Lesen angeht und wählte dazu dieses Buch aus.

Die Autorin ist gebürtige Duisburgerin und erzählt, wie sie zusammen mit ihren Eltern im Meidericher Stadtpark und am linken Niederrhein die ersten Vögel kennengelernt hat. Ihre Eltern wanderten sehr gerne, das Töchterchen nicht, also mussten sie sich etwas ausdenken, dass die Tochter ablenkt. Bald war das Buch „Was fliegt denn da?“ ihr Lieblingsbuch und begleitete sie auf ihrem Lebensweg.

Johanna Romberg ist inzwischen eine Vogelexpertin, doch sie ist nicht wie viele andere ausschließlich auf der Jagd nach seltenen Vogelarten, sondern hat sich nach über 50 Jahren ihre kindliche Freude erhalten, morgens in ihrem Garten „normale“ Vögel begrüßen zu dürfen. So schreibt sie sehr sympathisch z.B. über ihre eher unübliche Liebe zu Tauben, ihren Favoriten, den Goldhähnchen oder Heckenbraunellen. Nebenbei vermittelt sie viel Wissenswertes über die Möglichkeiten, Vogelarten zu bestimmen. Es gibt aber auch Kapitel in diesem Buch, die einem aufs Gemüt gehen können, nämlich dann, wenn sie aufzeigt, wie gefährdet die einheimische Vogelwelt ist, sei es durch die Agrarwirtschaft, Windräder oder auch Versiegelungen von Häusern oder monotonen Gärten.

Ich finde es oft schade, dass ich meine Begeisterung für ein Buch nicht in die Worte fassen kann, die den Funken auf Leser überspringen lässt. Natürlich kann ich „toll“, „einzigartig“ oder „ein Muss“ schreiben, aber das ist alles so abgegriffen. Ein Versuch: Bei diesem Buch merkte ich, wie mir für meine verbleibende Lebenszeit eine Tür aufgestoßen wurde für eine Tätigkeit, die inneren Frieden und Freude bringt und mich immer wieder anstößt, mich mit geschärften „Vogelsinnen“ auf den Weg zu machen. Das hört sich jetzt vielleicht pathetisch an, aber es ist so.

Um mit dem Vögelbeobachten anzufangen, ist der Winter eine gute Zeit, denn das Verdecken durch Blätter fällt weg und wer qualitativ gutes Vogelfutter anbietet, wird mit häufigen Besuchen belohnt.

Letztes Jahr wurden meine Meisenknödel nur widerwillig angenommen. Vielleicht war das bei Ihnen auch so? Deshalb dieser Tipp: Ich habe letzte Woche anscheinend sehr leckere Meisenknödel gekauft ( vom Futterhof aus Linz -keine bezahlte Werbung). Die beiden Knödelhalter sind immer umkämpft, aber nicht nur von Blau-und Kohlmeisen. Eine „Gang“ Schwanzmeisen findet sich zweimal am Tag ein, Sperlinge sind sehr interessiert und auch zwei Buntspechte lassen es sich bekommen…

Als ich am Donnerstag diesen Beitrag schrieb, erschien in der Zeitung ein Artikel, dessen letzte Sätze wunderbar passten:

Ich habe noch ein Vogelthema, aber der Beitrag wird zu lang. Also dann bis morgen!