Bienen- auch im Winter ein Thema

Dieses Buch bekam ich vor einiger Zeit von einer Freundin geschenkt. Sie weiß, dass ich im Sommer gerne „stundenlang“ Bienen im Garten beobachte und deshalb freute ich mich sehr über den Titel.

Nicht so erfreut war ich über den Anfang des Buches, denn ich hatte den Eindruck, dass es sich mehr um die Beschreibung einer Selbstfindung handelt. Autor Dube hat Zweifel an seinem alten Beruf (Texter), erzählt vom Ausprobieren, etwas Anderes zu machen und kommt schließlich zu dem Schluss, dass das Imkern das Richtige für ihn sei. „Learning by Doing“ ist seine Devise, von alten Imkerprofis nimmt er viele Ratschläge an.

Jetzt kommen endlich die Bienen ins Spiel und das Buch wird von Seite zu Seite spannender. Was in einem Bienenstock alles passiert, was Bienen können und tun- ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auch wie sich die Persönlichkeit von Dube durch den täglichen Umgang mit Bienen ändert war ebenfalls interessant zu lesen. Besonders gefallen hat mir das Kapitel, wie er seine Honig auf einem Markt anbietet und er dabei die ganz eigenen Gesetze eines Markttages entdeckt. Auch seine Informationen über die gesetzlichen Regeln des Honigverkaufs waren neu für mich.

Am Ende war ich so begeistert von diesem Buch, dass ich am folgenden Wochenende direkt in unser Duisburger Bienenmuseum gegangen bin. Für 2,50 Euro kann man an einer 1-2 stündigen Führung teilnehmen. Ich sah mich dieses Mal nur ein bisschen um und hebe mir den Vortrag für nächstes Jahr im Februar auf, dann bin ich für die anstehende Bienensaison bestens gerüstet.

Buch und Duft- bei diesem Titel kein Problem, wenn man beim Lesen eine Bienenwachskerze anzündet…

Keine Ausrede mehr für Steingärten

Letzte Woche war ich nach längerer Zeit mal wieder in der Hildener Gärtnerei von Peter Janke. (In der Vergangenheit berichtete ich schon über diesen wunderbaren Ort- siehe „Toskana“Link unten) Inzwischen hat sich Einiges getan, denn es gibt noch mehr Schaugärten, in denen gezeigt wird, wie man einen Garten trotz Trockenheit und Hitze grün bepflanzen kann, ohne viel Pflegearbeit zu haben. Ich habe eine paar Fotos gemacht:

Viele Pflanzen kommen aus Südafrika, dem Mittelmeerraum oder Südamerika. Bei der Bepflanzung wird sehr auf Insektenfreundlichkeit geachtet. Die Preise der Pflanzen bewegen sich je nach Größe und Seltenheit zwischen 3,50 und ca. 30 Euro. Das Café ist noch da, was also hält Sie von einem Besuch ab?

Dieser Beitrag ist keine bezahlte Werbung.

Gartenarbeit im Winter

Letzte Woche gab ich schon ein paar Ideen weiter, wie man die Winterzeit ein bisschen optimistischer verbringen kann. Nun brachte mich eine Gartenpflanze auf eine weitere Idee.

Ich saß auf diesem Stuhl am Tisch und erneut kitzelte mich das Gras hinter mir am Hals. Das war der Auslöser für meinen Plan, im Winter ein Fotobuch drucken zu lassen mit Bildern aus meinem Garten während der verschiedenen Jahreszeiten. Ich habe schon genügend Bilder, aber dieses Jahr gibt es im Garten einige Premieren. Zum ersten Mal seit über 30 Jahren zeigen sich Rohrkolben und ein Fingerhut hat sich freiwillig angesiedelt. Mohnblüten gaben sich die Ehre, Duftnelken habe ich im April zum ersten Mal gepflanzt. Die Stockrose und die Malve blühen um die Wette. Also werde ich in den nächsten Wochen noch ein bisschen Bildmaterial sammeln und dann geht es im November los.

Von oben links: Gartenklee, Mädesüß, Fingerhut, Duftnelke

Morgen erzähle ich, warum Frankfurt in meinem persönlichen Städteranking jetzt ziemlich weit oben steht.

Gartenstunden mit der Dosenöffnerin (MB)

Hallo, hier meldet sich wieder Minky, der Kater der Bloggerin. Wer es noch nicht weiß: Ich bin jetzt Co-Autor und gebe auch ein bisschen Senf (Ich würde ja eher Sahne sagen anstatt Senf…) zum Blog dazu.

Hinter mir liegen schon einige nette Stunden im Garten. Vorzugsweise betrete ich ihn nachts, dann ist es ruhiger und die Mäuseausbeute ist besser. Tagsüber leiste ich Linda Gesellschaft. Das ist eine Win-Win-Situation für uns beide. Ihre Anwesenheit beschützt mich zumeist vor den nervigen Besuchen der Nachbarkatze, mein relaxtes Verhalten erinnert Linda daran, nicht so viel zu arbeiten, sondern auch mal den Garten zu genießen.

Neben Sonnenbaden besuche ich auch sehr gerne die Katzenminze und nehme ein Näschen voll betörenden Duft oder fange die ein oder andere Schnake oder Fliege. Unser Garten hat keinen Rasen, aber Gräser versuchen immer wieder, in den Blumembeeten durchzukommen. Ich sorge dafür, dass diese Halme kurz bleiben (allerdings mit mäßigem Erfolg, das gebe ich zu, wie man oben auf dem Bild sieht).

Der Regen in den letzten Tagen macht mir nichts aus, bin nicht so ein Weichei wie manch anderer Kater. Lindas Meinung ist da wohl etwas differenzierter. Sie freut sich über Gießpausen und gute Luft, allerdings sehe ich sie am späten Abend oder nachts mit der Taschenlampe im Garten Blumen inspizieren und ab und zu flucht sie- ich sage nur „Schnecken“…

Fällt mir noch etwas zu dem Thema ein? Ja, vielleicht noch ein Wort zu anderen Tieren im Garten. Mäuse und Nachbarkatze erwähnte ich ja bereits, aber da sind noch andere Zwei-und Vierbeiner, die mir gehörig auf den Keks gehen. „Herr Fasan“, mit ihm habe ich ein Gentlemanˋs agreement: Ich lasse ihn die Körner picken, er bleibt auf Distanz, wenn ich im Garten bin. Die kleinen Vögel interessieren mich nicht, sind ein bisschen wuselig, aber ich sag nur „Lävve un lävve lasse“. Aber Eichhörnchen und Tauben, die in mein Heiligstes ( den Wintergarten) eindringen- da werde ich sehr ungemütlich. Die können von Glück sagen, dass Linda sich immer dazwischenwirft und mich dann abgedrängt. Tut meiner Katzenseele nicht gerade gut, das kann nur mit doppelten Streicheleinheiten wieder ausgeglichen werden.

Ich soll ausrichten, dass Linda morgen etwas zum Thema „ Das Eichhörnchen hilft bei Winterblues“ schreibt. Sorry, aber das finde ich mir gegenüber nicht sehr loyal, aber ich bin ja hier auch bloß die Katze.

Ein Gartenexperiment

In diesem Frühling hatte mein Sommerflieder überdurchschnittlich viele Blattläuse. Ich suchte meinen Garten nach Marienkäfern ab, um sie umzusetzen, fand aber keine. So bestellte ich Marienkäferlarven, die laut einer Gartenzeitung auch sehr wirksam sind.

Die Lieferung kam schnell:

In der Box krabbelten die Larven munter zwischen Papierschnipseln herum.

In beigelegten Tüten sollte man die Papierschnipsel hineinlegen und danach die Tüten an den von Blattläusen befallenen Teilen aufhängen. Nach ein paar Tagen wären die Blattläuse Geschichte, so der Beipackzettel, wenn…das Wetter stimmt! Es sollte möglichst nicht regnen und Wind sei auch nicht gut. Am Aufhängtag war das Wetter optimal, am nächsten Tag stürmte es, danach fing es dann noch zu regen an.

Ich hatte einige Papierschnipsel noch in eine durchsichtige Zellophantüte getan, um die Larven beobachten zu können. Das war nicht so gut, denn in der Tüte sammelte sich schnell Feuchtigkeit. Also kamen diese Papierschnipsel schnell zurück in die weißen Tüten.

Nach ca. einer Woche waren zwei der drei Tütenäste nicht mehr so blattlausschwarz, also schienen zumindest ein paar Larven das Wetter überstanden zu haben.

Diese Wetterabhängigkeit stand nicht auf der Internetseite der Firma, sonst hätte ich vor dem Bestellen den Wetterbericht befragt. Die Dose mit den Larven sollte man möglichst sofort nach Ankunft öffnen und die Larven in die Tüten packen, langes Aufbewahren geht nicht.

Ich hatte gehofft, dass ich mit den 30 Larven eine Marienkäferminifarm im Garten eröffnen könnte, doch es sieht schlecht aus. Die Larven fressen 2 Wochen, danach verpuppen sie sich und nach ca. 10 Tagen schlüpfen dann kleine Marienkäfer aus der Raupe. Aber bei diesem Wetter…

Nächstes Jahr werde ich es noch einmal probieren, aber nur dann, wenn mein Garten in einem konstanten Hochdruckgebiet liegt.

Am Donnerstag geht es weiter!

Piccolöchen de luxe

Eine Bekannte von mir erzählte begeistert von einem selbst fabrizierten Rosenwasser, von dem man ein bisschen in einen Piccolo tut, danach würde das Sektchen traumhaft schmecken. Da diese Bekannte bald Geburtstag hat, gab ich im Internet „“Rosenwasser“, bzw. „Rosenlikör“ ein und diverse Aufsetz-Rezepte wurden angezeigt.

Nun bin ich keine große Freundin von essbaren Blüten oder Blumensträußen, mir gefallen Blumen am besten eingepflanzt in der Erde, aber der Regen der letzten Tage hatte einigen Blüten meiner historischen Duftrose „Madame Alfred Carrière“ ziemlich zugesetzt und diese nahm ich für mein Rosenlikör-Experiment.

Das Rezept, das ich auswählte, hat als Grundlage drei händevoll Blütenblätter von unbehandelten Duftrosen. (Gekaufte Rosen also besser nicht nehmen). Nicht waschen, sondern nur auf einem Tuch von eventuellen Besuchern befreien. Für den ersten Schritt braucht man zusätzlich 200 g feinen Zucker, 250ml trockenen Weißwein und eine Vanilleschote. (Hatte ich nicht parat, nahm ein Tütchen Vanillezucker).

Zuerst erhitzt man den Wein und lässt ihn dann wieder abkühlen. Wein, Zucker und Vanille in ein 1 Liter Gefäß (Flasche mit großer Öffnung, verschließbaren Topf oder großes Einmachglas) geben, alles umrühren, danach mit Blütenblättern auffüllen.

Diese Mischung lässt man drei Tage ruhen (abgesehen von ein paar Durchschüttlern), danach füllt man den Sud (duftet sehr rosig!) entweder mit Weinbrand, weißen Rum, Korn oder Cognac auf.

Ich entschied mich für Cognac, da ich bei anderen Rezepten gelesen hatte, dass bei den anderen alkoholischen Zutaten der Likör beim Trinken öfter „gebrannt“ hätte, sprich, man schmeckt evtl. den Alkohol noch zu sehr durch. Wenn man allerdings rosafarbene Rosenblüten nimmt und dazu durchsichtigen Alkohol wählt, hat man am Ende noch einen Likör, der schön aussieht.

Und jetzt? 6-7 Wochen warten. Eine Rezeptschreiberin meinte, wenn man sich ab und zu den Duft des zukünftigen Rosenlikörs vorstellt, würde dieser noch intensiver. Werde ich dann mal machen, wenn ich meine Nase in die verbleibenden Rosenblüten stecke.

Morgen heißt der Titel meines Beitrags „Fünf Tage im Mai“.


So ändern sich die Zeiten

Am Wochenende habe ich mir nach längerer Zeit mal wieder das Notizbuch mit meinen ersten Haikus angesehen. Das Buch ist 21 Jahre alt und beim Lesen wurde ich dann bei einigen Haikus doch nachdenklich.

Diese beiden Haikus habe ich damals Ende Mai geschrieben. In diesem Jahr ist Ende April die Kirschblüte schon fast vorbei und die Veilchenblüten sind auch schon schrumpelig. Greta demonstriere weiter!

Als ich diesen Haiku las, kam mir bei dem Wort Mondlandschaft direkt so ein Bild in den Kopf

Trostlose Mondlandschaften werden heute freiwillig von Menschen vor der eigenen Haustür gestaltet. (In einem Zeitungsartikel las ich vor kurzem, dass man sich über die Inhaber von Steingärten nicht aufregen soll, man müsse sie eher bemitleiden. Der Steinharten sei ein Indiz dafür, dass sie mit der Bewältigung des Alltags überfordert seien und der Steingarten dann eine Belastung weniger ist und gleichzeitig auch ein Ort der Ordnung und damit Erholung für die Inhaber. Nur blöd und inkonsequent, wenn man auf die Steine bepflanzte Kübel stellt oder Sträucher/Bäume eingräbt, die man auch pflegen muss-siehe auch unten den Beitrag Karneval in Düsseldorf/Köln)

Es gibt aber jederzeit einen Weg der Besinnung und Rückkehr, wie dieser Exsteingarten mitten in Wien beweist…

Morgen biete ich Ihnen einen passenden Musikbeitrag zum Tag der Arbeit.

Hat es bei Ihnen am Wochenende auch ein bisschen geschneit?

Am Samstag im Garten aufgenommen. Dazu ein Haiku:
Etwas Frühlingsschnee,
ein leichter Wind trägt sie fort-
die Kirschbaumblätter

Ich hätte stundenlang zusehen können, wie der Frühlingsschnee in den Garten fällt und überall der rosa Schimmer der Blätter zunahm. Aber ich hatte im Garten zu tun. Unter den Blättern der vielen verblühten Schneeglöckchen und winterresistenten Bodendeckern warteten andere Pflanzen darauf, endlich mehr Licht zu bekommen und so war die Gartenschere gefragt. Ich werkelte also vor mich hin, bis ich mich aufrichtete und ich in diese Augen sah:

Glücklicherweise war die Kamera nicht weit und ich machte meine erste Pause.

Die zweite ließ nicht lange auf sich warten, denn es brummte, summte und piepte um meine Ohren.

Die Nachbarkatze war „interessiert“, der Frosch sonnte sich.

Ich verschob daraufhin meine Gartenarbeit und machte aber noch ein paar Fotos. Dabei probierte ich zum ersten Mal diesen Overall aus (5 Euro).

Bilder aus der Bodenperspektive zu machen, das wollte ich schon lange ausprobieren. Dieser Anzug schützt die eigentliche Kleidung bestens vor Staub oder Schmutz. Mal sehen, bei welcher Fotoexkursion er zum Einsatz kommen wird.

Morgen werde ich Sie mal so richtig einseifen…

Gartenmomente im Februar

Ich sah in einem Garten eine Bank stehen, darüber hing eine Gitarre in einem Baum. Hier wohnen romantische Leute, dachte ich mir. Einen Moment später sah ich, dass die Gitarre lebhaft als Vogelhäuschen frequentiert wurde. Leide hatte ich keinen Fotoapparat dabei.

Und dann habe ich noch ein paar Haikus:



Im Herbst schrieb ich von meinem geplanten „blauen Bändchen“- siehe unten. Hier die ersten „Bändchen-Elemente“:

Über unsere Gärten ziehen jetzt auch wieder die ersten Vogelschwärme. Damit beschäftigt sich mein Rätsel am Samstag.

Hier wächst nichts

Wenn Sie vermuten, dass es in diesem Buch um Gartentipps geht, was man an den Plätzen in Ihrem Garten pflanzen kann, an denen Sie sich schon mehrmals die Haare gerauft und viel Geld für immer wieder neu gekaufte Pflanzen ausgegeben haben, so vermuten Sie nur zu einem Achtel richtig.

Kennen Sie zufällig die Känguru- Chroniken von Marc-Uwe Kling? Falls ja, dann stellen Sie sich vor, das Känguru hätte sich in einem „Special“ mal des Themas Garten angenommen. Dann wissen Sie auch, wie dieses Buch ist und müssen eigentlich nicht mehr weiterlesen.

Falls sie das Känguru nicht kennen, dann kommt jetzt die Besprechung zu diesem Gartenbuch. Also…

Von „Der richtige Spaten“ und „ Mein Kind soll auch gärtnern“ über „Traurige Verkehrsinselbepflanzung“ und „Vorurteile über japanische Gärten“ bis zu „Jammertal der Gartenzeitschriften“ und „ Diese Gesellschaft verdient Steinvorgärten“ reicht die Themenpalette dieses Buches. Kurze, knackige Kapitel mit passenden Bildern und einem Autor, der kein Blatt vor den Mund nimmt: Kritisch, etwas subversiv und manchmal herrlich sarkastisch. Dazwischen dann Interviews mit anderen Gartenfachleuten und überzeugende Tipps für Sträucher, Stauden und Rosen. (Der Autor hasst eigentlich Rosen, gibt dann aber doch Namen von 12 Rosen preis, die eigentlich in keinem Garten fehlen sollten. Seltene Namen, die ich alle nicht kannte, obwohl ich letztes Jahr Rosenbücher aus der Bücherei abtransportiert habe, um die richtige Rambler-Rose für meinen Garten zu finden- Ich hätte vorher dieses Buch lesen sollen).

Darf man so ein despektierliches Gartenbuch schreiben? Der Autor darf, denn in einem Kapitel schreibt er auch über seinen Werdegang als Gartenplaner und Journalist für Gartenfragen. Er fing bereits mit sechs Jahren an, Gärten auf dem Papier zu gestalten und kurz danach, einen Teich anzulegen.

Die Känguru-Chroniken höre ich inzwischen zum dritten Mal, bei diesem Buch könnte es auch sein, dass es zu einer Dauerleseschleife kommt.

Morgen kommt ein Beitrag zum Thema Duft, nicht im Garten, sondern im Haus.

Ach ja, hier übrigens mein erstes Gartenfoto in diesem Jahr (von Freitag):

Ach ja Nr. 2: Sie ist aus ihrem Winterquartier zurück: