Herbsteinstimmung mit Haikus

Heute beginnt für Meteorologen der Herbst. Ich möchte Sie mit ein paar herbstlichen Haikufotos darauf einstimmen.

Wer Lust auf mehr Haikus hat: Bis Ende Oktober gibt es in den Fenstern des AWO BBZ auf der Friedrich-Ebert-Str. in Rheinhausen eine kleine Fotoausstellung von mir.

Mein kleiner Wahlkampf hat begonnen

Alle Eltern und Großeltern, die seelenruhig oder gleichgültig sind, wenn es um die Frage geht, wie die Zukunft ihrer Kinder/ Enkel auf dieser Erde aussieht, beneide ich sehr. Mein Seelenfrieden ist angeschlagen.
Ich habe weder Enkel noch Kinder, aber ich gehöre zu der Generation, die diese Klimaveränderungen mit verursacht hat und da ist es für mich das Mindeste, die Personen zu unterstützen, die versuchen, noch Schlimmeres zu verhindern.

Dieser Zettel klebt an der Scheibe meines Autos und an ein paar anderen Plätzen. Ob er ein Elternpaar oder Großeltern zum Nachdenken bringt?

Am letzten Samstag (21.8.) erschien in der Rheinischen Post dieser „Sommerartikel“.

Der Sommer wird zur Bedrohung

ESSAY Er war die Jahreszeit, in der man nach draußen ging und das Leben leicht nahm. Das ist vorbei. Durch den Klimawandel hat sich die Natur gegen uns gewendet. Der Sommer ist nun Hochrisikogebiet. Ein Abgesang.VON PHILIPP HOLSTEIN

Dieser Sommer fühlt sich anders an. Vielleicht, weil vielen Menschen bewusst wird, dass diese Jahreszeit sich verändert hat. Dass sie womöglich nicht länger Anlass ist, sich zu freuen. Es könnte sogar sein, dass wir Abschied nehmen müssen vom Sommer, wie wir ihn kannten. Die Sonne hat sich gegen uns gewendet. „Wann kommt die Flut“ statt „Walking On Sunshine“.

Bisher war der Sommer ein Fluchtpunkt, ein Sehnsuchtsraum. Er war die Zeit der großen Ferien, in denen man frei von Verpflichtungen des Alltags an ferne Orte reiste. Im Sommer begab man sich zumeist in die Natur. Außerhalb der gewohnten Zusammenhänge bot sich die Gelegenheit, man selbst zu sein. Im Sommer fanden Hochzeiten statt, die Menschen kamen bei Sportturnieren und Kulturfestivals zusammen, sie verbrachten ganze Tage im Freibad, dufteten nach Chlor und Wassermelone. So viele Lieder, Bücher und Filme spielen in den Monaten Juli und August. „Stand By Me“ und „Call Me By Your Name“ erzählen vom Erwachsenwerden in der Sonne. „Summertime, when the livin’ is easy“, sang Billie Holiday.

Dieses Jahr zeigt uns, dass das Leben nicht mehr unbeschwert ist. Dabei sah es zunächst so aus, als würde das ein Spitzen-Sommer werden. Einen „Hot Vax Summer“ prognostizierten amerikanische Medien. Das Gros der Menschen würde geimpft sein, man könnte einander ohne Masken begegnen und den Wiedereintritt ins Leben feiern, hieß es. Renaissance in Badelatschen. Es kam anders: Hochrisikogebiet Sommer.

Die Delta-Variante sorgte dafür, dass viele Menschen Urlaubsreisen absagen mussten, weil ihr Ziel zum Virusvariantengebiet erklärt wurde. Zu Hause konnten sie nicht mehr einfach so ins Freibad gehen, sondern mussten Zeitfenster buchen. Und dann schlug das Wetter zu. 

In Deutschland, England, Belgien, China, Jemen, Indonesien und Indien gab es Starkregen und heftige Überschwemmungen. In Tschechien Tornados. In Italien, Sibirien, der Türkei, in Griechenland, Bulgarien und den USA brannte der Wald. Jeden Tag wurde der Wortschatz um einen katastrophalen Begriff erweitert: „Bootleg-Fire“, „Dixie-Brand“, „Hitzedom“. Die Folgen waren indes nicht mehr in Begriffe zu fassen. Viele Menschen starben. Viele verloren ihre Existenz. „Die deutsche Sprache kennt kaum Worte für die Verwüstung, die hier angerichtet ist“, sagte Angela Merkel im Ahrtal.

Der Jetstream, der Wetterquirl also, ist schwächer geworden. Das bedeutet, dass Hoch- und Tiefdruckgebiete länger an einem Ort bleiben und extreme Wetterlagen begünstigen. Zwischen 1952 und 2011 habe sich die Dauer des Sommers von 78 auf 95 Tage verlängert, las man. Und dass die Atmosphäre in den vergangenen 100 Jahren um ein Grad wärmer geworden sei. Ein Grad Erwärmung bedeutet einerseits eine um 20 Prozent höhere Waldbrandgefahr; anderseits sieben Prozent mehr Wasser in der Atmosphäre. Und dieses Wasser will abregnen. Überall auf der Welt waren die Folgen des Klimawandels geballt und zur gleichen Zeit zu spüren.

Es gab Temperaturen bis 49 Grad. In den USA durften an Orten wie Kennewick keine Schulbusse mehr fahren, weil man es Kindern nicht zumuten konnte, darin zu sitzen. Feriencamps in der Natur wurden wegen der Hitze in Turnhallen verlegt. Im Sommer draußen zu sein, ist gefährlich geworden. Könnte sein, dass Sommer künftig gleichzusetzen ist mit sozialer Isolation, wie wir sie aus den Lockdowns kennen.

Früher habe man von „historischen Wetterphänomenen“ gesprochen oder von „Hitze ungekannten Ausmaßes,“ schreibt die „L. A. Times“. Heute sei es „das neue Normal“. Die BBC prognostiziert, der Sommer werde zu heiß für die Menschen. Und die „New York Times“ betrauert den Abschied vom bisherigen Verständnis des Sommers. Die geochronologische Epoche, in der wir leben, wird Anthropozän genannt. Der Begriff bezeichnet das Zeitalter, in dem der Mensch zum wichtigsten Einflussfaktor auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Nun wirkt es so, als könne der Mensch die Eingriffe in die Erde weder rückgängig machen noch mit ihren Folgen leben.

Die 24 Jahre alte Popsängerin Lorde hat soeben ein Album über den Sommer veröffentlicht. Es trägt den Namen „Solar Power“ und klingt wehmütig und trotzig zugleich. Im Interview mit dem „Spiegel“ beschreibt Lorde die Sonne als lebenspendende Kraft, die uns alle umbringen werde. Sie habe sich nostalgische Vorbilder für ihre Musik gesucht, die Eagles sowie Crosby, Stills & Nash etwa. Angesichts von Klimawandel, gesellschaftlichen Kluften und politischen Krisen falle es ihr sehr schwer, hoffnungsvoll in die Zukunft ihrer Generation zu blicken.

Aber vielleicht gibt es ja doch noch Anlass zur Hoffnung. Dann nämlich, wenn dieser Sommer auch von denen, die bisher skeptisch waren, als handfester Beweis gewertet wird, dass Klimawandel nichts Abstraktes ist. Wenn jetzt sofort und nicht vielleicht irgendwann mit größter Kraft und nicht bloß mit guter Absicht der Lebensstil verändert wird, der zu den Phänomenen führte, die nun mit Macht auftreten. Und wenn zudem schon praktisch für den Alltag der Zukunft vorgesorgt wird und etwa Städte mehr Parks bekommen, Bäche und Schatten und so weiter.

Die Verse aus dem Sommerhit von Mungo Jerry haben jedenfalls eine andere Bedeutung bekommen: „You can stretch right up and touch the sky / When the weather’s right.“

INFO49,6 Grad Celsius in British Columbia 

Prognose Bei einem sofortigen Stopp aller klimarelevanten Emissionen würde sich die Erde allein in diesem Jahrhundert um etwa 1,1 Grad erwärmen. Das zeigt eine Studie von Thorsten Mauritsen vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie und seinem Kollegen Robert Pincus, Wissenschaftler der University of Colorado, aus dem Jahr 2017.

Hitze 49,6 Grad Celsius zeigte das Thermometer Ende Juni in Lytton (Provinz British Columbia). Die örtliche Wetterbehörde teilte mit, der Wert sei der „Allzeit-Temperaturrekord“ für Kanada.

Hochwasser Bei der Flutkatastrophe dieses Sommers in Deutschland starben mehr als 180 Menschen. Betroffen sind Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Das Hochwasser gilt gemessen an der Opferzahl als schwerste Naturkatastrophe in Deutschland seit der Sturmflut 1962.

Gut versorgt in Duisburg

„Tu Gutes und rede darüber“- ich habe manchmal den Eindruck, dass Duisburger Entscheidungsträger diesen Satz auch mal vergessen. Ein Beispiel: Die App „Gut versorgt in …“.

Als „helfende Hand“ deckt die App sämtliche Bereiche rund um das Leben im Alter ab, und zwar sowohl die Schwerpunkte Betreuung und Pflege als auch das aktive Älterwerden. Dazu gibt es allgemeine Infos und Artikel etwa zu Reisen, Gesundheit, Ernährung, Freizeitgestaltung oder Leben mit den neuen Medien. Auch als Angehörige(r) einer älteren Person findet man viele Tipps.

Die App „Gut versorgt in…“ gibt es seit 2020 und kann im Google Play Store oder Apple Store heruntergeladen werden. Als Ort kann man sich dann Duisburg auswählen.

Wann war…?

Zum Wochenende ein Rätsel mit einer kleinen Reise in die Vergangenheit: Welche Aussage passt zu welchem Jahrzehnt? Zur Auswahl stehen die 30er, die 40er, die 50er, die 60er, die 70er, die 80er und die 90er Jahre

Der durchschnittliche Preis von 1 Liter Milch betrug 38 Pfennig.
Die Musik CD kommt auf den Markt.
Die Mehrwertsteuer beträgt in Deutschland 11 %.
Der erste Film mit Margaret Rutherford als Miss Marple erscheint.
Das Empire State Building wird in New York eröffnet.
Das Porto für einen Standardbrief kostet 1 DM.
Die beliebtesten Vornamen sind u.a. Karin, Helga, Hans und Uwe.

Letzte Woche habe ich Ihnen ein Fotorätsel angeboten.

Abgebildet ist ein Teil einer Wendeltreppe, fotografiert von unten aus.

Im Duisburger Binnenschifffahrtsmuseum

Dazu noch ein Ausschnitt aus einem WAZ Zeitungsartikel von Dezember 2017:

In diesem Jahr ist das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt um eine Attraktion reicher geworden. Die Sammlung von Schiffspostkarten, die Dorothée Bouchard dem Museum geschenkt hatte, wurde nach eingehender Vorbereitung am 2. April in einem Kabinett des Museums offiziell eröffnet. 1978 radierte die Düsseldorfer Künstlerin für den Düsseldorfer Kunstverein eine Jahresgabe, die einen Briefkasten darstellte. Der Radierung beigefügt war eine Schiffspostkarte mit der Bitte, eine andere Schiffspostkarte zurückzuschicken. Die Resonanz war überraschend groß. Das Ergebnis ist eine Schiffspostkartensammlung von Einsendern und Künstlern aus aller Welt, die in die Tausende geht. Ozeanriesen, Segelschiffe, Ruderboote, Eisbrecher, Kriegsschiffe, Flöße, Dschunken, Jollen, Wracks und Untergänge, eine Entdeckungsreise durch die Schifffahrtsgeschichte. Aus den Einsendungen entstand das Musée maritime de Balsièges in einer alten Mühle im französischen Zentralmassiv, die Dorothée Bouchard nach Duisburg gegeben hat.

Wissen Sie, was die UPD ist und kennen Sie Ihre Patientenrechte?

In dieser Woche bekamen wir auf meiner Arbeitsstelle Informationen über die UPD. Ich wusste bisher nicht, dass es eine „Unabhängige Patientenberatung Deutschland“ gibt und falls es Ihnen auch so geht, sind diese Informationen vielleicht interessant für Sie oder für Ihre Angehörigen und Freunde. Hier eine Kurzfassung der Aufgabenfelder (ein Textauszug):

Im gesetzlichen Auftrag beraten wir Patientinnen und Patienten zu gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragestellungen. Wir unterstützen Ratsuchende dabei, sich im deutschen Gesundheitssystem besser zurechtzufinden und Entscheidungen im Hinblick auf medizinische oder gesundheitsrechtliche Fragen informiert, selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu treffen. Unsere Beratung ist professionell, fachlich qualifiziert, verständlich und kostenfrei – egal, ob die Ratsuchenden gesetzlich, privat oder nicht krankenversichert sind.
Die geschulten Berater stehen per Telefon, über eine Online-Plattform und per Post zur Verfügung. Die Beratung in den bundesweit 30 regionalen Beratungsstellen statt. Eine unserer Vor-Ort-Beratungsstellen befindet sich in der Bismarckstraße 142, 47057 Duisburg
Phone:    +49162 4082149
E-Mail: Tina.deBoer@patientenberatung.de

Bundesweites Beratungstelefon: 0800 011 77 22 (auch tageweise in türkischer, russischer uns ägyptische Sprache!)

Alle Details finden Sie unter: https://www.patientenberatung.de/de

Was heißt schon alt?

An den Fenstern des Rheinhauser AWO-BBZ auf der Friedrich-Ebert-Str. 147 gibt es in diesem Jahr regelmäßige kleine Ausstellungen, nachdem die erste Ausstellung im letzten Jahr auf reges Interesse bei Spaziergängern stieß, die an unserem Büro vorbei kamen. Dieses Mal zeigen Fotos, dass es auf die Betrachtungsweise ankommt, ob jemand oder etwas alt ist oder nicht. Hier habe ich ein paar Beispiele:

Die Bilder sind bis Ende Februar zu sehen. Im März widmen wir uns dem Thema „Frühling“. Wer dazu ein Lieblingsgedicht oder einen schönen Spruch hat, kann gerne teilnehmen und mir den Text ( bitte nicht länger als zehn Zeilen) an folgende Adresse senden: broszeit@awo-duisburg.de. Wenn möglich, bitte den/ die Verfasser/in des Textes nennen.

2021- wir gehen goldenen Zeiten entgegen

Nicht nur, dass mir gestern auf einem kleinem Radausflug klar gemacht wurde, dass goldene Zeiten auf uns zukommen,

Ein Foto aus der hässlichsten Stadt Deutschlands (wie manche Menschen meinen)

Ich fand auch eine Anregung für das erste Samstagrätsel im neuen Jahr und fotografierte ein Schild, auf dem folgende Buchstaben zu lesen waren:

RIVATPAKPATIDERRECHLICABGETELLTFHREUEERENKOTENPFLCHIENFEN!

Ich gebe zu, auf dem Schild fehlten diverse Buchstaben. Wissen Sie trotzdem, was auf dem Schild steht?

Beim letzten Samstagrätsel sollten Sie einen Hund finden. Waren Sie erfolgreich?

Bis Dienstag!

ZOOM Zeit

Videokonferenzen, digitaler Unterricht- besonders in diesem Jahr gehören beide technischen Errungenschaften immer mehr zum beruflichen oder schulischen Alltag. Was ich sehr schade finde: Bei der Gestaltung der Freizeit wird die Hilfe dieser Technik bei Menschen, die nicht täglich mit dem Computer zu tun haben, erst selten in Anspruch genommen, obwohl es so viele Möglichkeiten gibt, auf diese Weise gemeinsam mit Freunden und Bekannten Treffen zu arrangieren und etwas zu unternehmen. (z. B. Spiele- oder Quizzabende, gemeinsames Turnen, Vorlesestunden oder einfach nur klönen).
Ich freue mich deshalb sehr, dass wir auf meiner Arbeitsstelle, dem Rheinhauser AWO BBZ, mit dem „Digitalen Engel“ zusammenarbeiten und gemeinsam zu einer Veranstaltung einladen, die mit Hilfe eines Programms für Videokonferenzen, genannt ZOOM, abgehalten wird.
Als Teilnehmer bekommt man per Mail einen Link zugeschickt, den man anklicken muss und dann kann es mit ZOOM losgehen. Ist wirklich nicht schwer.

Hier alle offiziellen Informationen:

Online: Digitaler Engel in Duisburg

Mo., 7. Dezember 2020, 15:00 – 16:30

Gemeinsam mit dem Begegnungs- und Beratungszentrum Rheinhausen der AWO-Duisburg e. V. trifft der Digitale Engel via ZOOM ältere Menschen, um ihnen verschiedene Funktionalitäten von Videokonferenzsystemen vorzustellen und auszuprobieren.

Diese Veranstaltung wird mit geschlossenem Teilnehmer-Kreis durchgeführt. Kontaktieren Sie uns gerne, falls Sie Interesse an der Teilnahme haben unter info@digitaler-engel.org

Bei technischen Fragen zur Teilnahme an der Online-Veranstaltung mit Zoom hilft Ihnen das Team des Digitalen Engel gern telefonisch unter: +49 (0) 30 76 7581 530 (Mo-Fr 9-17 Uhr)

Leben und arbeiten in einem Auto-zu zweit

Der Autor Fredy Gareis ist freier Journalist und hat für eine Reportage drei Monate mit den Hobos in den USA gelebt. Seitdem geht ihm sein Wunsch nach mehr Unabhängigkeit nicht mehr aus dem Kopf. Auch seine Freundin Patrizia will aus Hamburg weg: Arbeiten, nur um die teure Miete zahlen zu können? Wie Gareis kann sie als Radioreporterin ebenfalls überall arbeiten und ist ungebunden. So geben beide ihre zwei Wohnungen im späten Frühjahr auf, verstauen das Wichtigste in zwölf Bananenkartons und stapeln diese in ihr 21 Jahre altes Auto „Aubergine“. Auf die Kartons kommt eine Matratze zum Schlafen, als Luxus kaufen Sie eine Kühltasche umd eine portable Toilette. Fertig.
Sie fahren quer durch Deutschland, mal um Familie und Freunde zu besuchen, um beruflichen Verpflichtungen nachzugehen oder einfach, um Deutschland besser kennenzulernen- wie z.B. den Duisburger Landschaftspark. Beim Reisen ist die Hauptaufgabe, jeden Tag einen Platz zu finden, wo sie übernachten können, möglichst sicher und in freier Natur. Sie lernen viele Leute kennen, außergewöhnliche Menschen, die entweder aus finanziellem Zwang oder aus Überzeugung nur noch im Auto leben. ( Es gibt in Deutschland die Bewegung, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Sie heißt „Vanlife“, bei Interesse einfach mal googeln).
Das Leben auf so engem Raum ist für beide manchmal nicht leicht und es kracht ab un zu ordentlich zwischen den beiden. Aber sie möchten ihre Ungebundenheit nicht mehr missen, denn bei ihren Besuchen bekommen sie immer wieder vorgeführt, wie der konventionelle Alltag aussieht: Oft vollgestopft mit Dingen, die man nicht braucht, kaum noch Platz für Spontanität. So entscheiden sie sich, im Herbst in die USA zu reisen und dort in einem Van zu überwintern.
Das Buch ist unterhaltend geschrieben. Wer schon einmal mit ähnlichen Gedanken gespielt hat, bekommt einige konkrete Tipps, wie das Leben im Auto besser gelingt. Aber Gareis beschönigt auch nicht. Er gibt zu, dass sie eine Unfreiheit gegen eine andere eingetauscht haben, denn dieses Leben bedeutet große Einschränkungen und auch häufiger Furcht vor Unbekanntem und Sorge vor Unvorhersehbarem.

Musik spielt im Leben der beiden eine wichtige Rolle. So gibt es am Ende des Buches eine Titelliste von Musikstücken, die die Reise begleiteten. Die Liste findet man auf Spotify unter

https://sptfy.com/9brV

Hier noch ein kleiner Film zu dem Buch:


Karambolage (Französischstunde Nr.26)

Wenn Sie die Sendung „Karambolage“ auf ARTE kennen, wenn Sie wie ich Fan dieser Sendung sind und dazu noch in Duisburg und Umgebung wohnen, dann interessiert Sie vielleicht folgende Veranstaltung der Duisburger VHS:

Für alle, die die Sendung „Karambolage“ nicht kennen, hier die Kurzdefinition aus Wikipedia:
Karambolage ist eine Fernsehsendung auf Arte, konzipiert von der französischen Filmemacherin Claire Doutriaux, in der wöchentlich deutsch-französische Eigenheiten und Kuriositäten auf künstlerische, humorvolle und experimentelle Art und Weise vorgestellt und erklärt werden. Seit September 2018 wird die Sendung in Deutschland sonntags um 18.55 Uhr auf Arte im Mehrkanalton (deutsch/französisch) ausgestrahlt, in Frankreich um 20.35 Uhr. Sie dauert ungefähr 11 Minuten. 

Für alle, die Karambolage kennen und der französischen Sprache zugeneigt sind, hier ein Hinweis: Es gibt über 300 der kurzen Erklärungsfilme auf YouTube auch in französischer Sprache. Sehr schön, um Französisch zu üben. Zwei Beispiele, passend zu den heißen Tagen:

Für alle, die wissen wollen, woher ich das weiß, dass man sich diese Filme auf YouTube ansehen kann:

Ich habe im Newsletter von

darüber gelesen. Jedes Mal ist es eine Freude, den Newsletter von der deutsch-französischen Gesellschaft zu lesen. Die Artikel sind mal in deutscher, mal in französischer Sprache geschrieben und bieten Informationen für alle „Frankophile oder Frankophone.

Alors, nous nous voyons chez Madame Doutriaux?