Ein bisschen Bob Marley, ein bisschen Jimi Hendrix

Heute habe ich mal wieder eine Musikempfehlung, die unter die Rubrik fällt: Wie punkte ich bei meinen Kindern oder Enkelkindern (wenn diese zwischen 15 und 30 Jahren sind). Tash Sultana hat eine große Anhängerschaft in der besagten Altersgruppe. Mich erinnert ihre Musik an die Lieder von Marley und Hendrix, aber hören Sie selbst:

Morgen nehme ich Sie mit nach Ikea in Duisburg, aber nur zum Parken.

Wieder mehr Konzertgenuss

Im März waren mein Mann und ich im Colosseum in Essen. Nicht jauchzend, denn unsere beiden ersten Konzerte in diesem Saal waren, was die Akustik angeht, nur ausreichend bis unterirdisch. Aber die Musikgruppe, die jetzt kam, wollten wir unbedingt ein zweites Mal sehen. Es waren die „Analogues“. Über das letzte Konzert der Niederländer in Köln berichtete ich bereits- „The Analogues“ spielen Lieder der Beatles auf Instrumenten, die aus der Zeit der Beatles stammen. Das Besondere dieses Mal: Die Gruppe nahm sich das weiße Album vor, das von den Beatles selbst niemals auf der Bühne aufgeführt wurde! Und die Musiker taten es erneut auf brillante Weise. Bei „While My Guitar Gently Weeps“ blieb die Gänsehaut nicht aus.

Die Beatles waren vier Musiker, aber um ihre Lieder mit den so unterschiedlichen Instrumenten auf der Bühne spielen zu können braucht man bis zu 18 Personen


Bei der Aufnahme im Studio war zufällig Eric Clapton zugegen und spielte im hinteren Teil des Liedes das Solo

Das weiße Album besteht aus 2 CDs. Die Akustik beim Spielen der CD Nr. 1-Lieder war gut und wir dachten schon „Geht doch!“. Nach der Pause wurde es dann wieder unangenehm, wie ich bei meiner Sitznachbarschaft am Nesteln an den Ohren bemerkte. Bei mir selbst war es auch so. Nahm ich bisher immer Ohropax und dachte dann bei der dumpfen Geräuschsuppe, warum ich überhaupt ins Konzert gehe, probierte ich dieses Mal neue Ohrstöpsel aus. Jetzt kommt keine bezahlte Werbung:

In den Stöpsel steckt man ein kleines Röhrchen, das die Lautstärke regelt. Es gibt drei Röhrchenvarianten für verschiedene Frequenzen, sprich für laute, sehr laute und bekloppt laute Musik. Es funktioniert. Trotz geschütztem Trommelfell hört man die Musik differenziert, die Investition von 17 Euro lohnt sich.

Morgen kommt ein zweiter Super easy Beitrag.

Ein Co-Autor stellt sich vor (MB)

Miau!

Mein Name ist Minky und ich bin ab jetzt Co-Autor in diesem Blog. Meine Superkatze Linda hat mich dazu eingeladen, quasi als Wiedergutmachung, denn die ganzen Stunden, die sie an diesem Blog schreibt, gehen mir von meiner Kuschelzeit flöten. Bin also nicht gerade der größte Fan von diesem Blog. Aber wenn ich jetzt ab und zu auch mal meine Krallen in die Tasten schlagen und meine Meinung sagen kann bin ich etwas versöhnt.

Kurz zu mir: Bin 16 Jahre alter Kater und nicht einfach. Ja, das gebe ich zu, aber wer ist hier der Chef? Sicherlich nicht Superkatzen Linda und Michael (so nennen sie sich selbst, ich nenne sie eher Lakaien oder Dosenöffner, deren Ausbildung mir nicht optimal gelungen ist. (Auf dieses Thema komme ich später noch einmal zurück).) Als reinrassige europäische Mischmaschkatze bin ich nicht verzüchtet und deshalb gesundheitlich für mein Alter noch recht fit. Durchs Haus rasen, Mäuse jagen, mit Gänsefedern kämpfen- klappt alles noch tiptop. Natürlich sind die Pausen dazwischen jetzt länger als vor 10 Jahren, aber wen juckt das?

Apropos Pause. Habe ich jetzt mehr Lust drauf, als hier weiterzuschreiben. Verziehe mich.

Linda macht morgen weiter, mit welchem Thema- ich habe keine Ahnung.

P.S. Das ich hier zukünftig schreibe ist übrigens kein Aprilscherz.

P.S.2. Vielleicht noch kurz eine Anmerkung zu meinem blöden Namen. Den muss ich auf meine Kappe nehmen. Eigentlich sollte ich Mink heißen nach einer Musikgruppe, für die Linda damals schwärmte. Mink ist elegant, aber ein Name für unnahbare Herrenkatzen. Als ich als junge Katze ins Haus kam musste ich mich für eine Rolle entscheiden: Entweder stolzer und arroganter Kater oder armes kleines Katerchen. Beschloss den Weg der armen kleinen verkannten Katze zu gehen und da passte Mink nicht mehr. Schnell wurde ich zum Minky-Schätzchen, dem man fast jeden Wunsch von den Augen ablas.

Habe Linda mal was von Mink DeVille raussuchen lassen ( Augenaufschlag Nr. 17 reichte dazu), können Sie sich ja morgen am Pausentag anhören.

PS 3: Wenn Sie Katzenhasser sind und sich meine Beiträge nicht antun wollen, achten Sie im Titel auf das MB. Das ist quasi meine Signatur und Sie wissen dann, mit wen Sie es zu tun haben.

Morgentlicher Vogelgesang

„Angesichts so vieler entgegengesetzter Schulen, überlebter Stile und sich widersprechender Schreibweisen gibt es keine humane Musik, die dem Verzweifelten Vertrauen einflößen könnte. Da greifen die Stimmen der unendlichen Natur ein.“ Das sagte der Komponist Olivier Messiaen und erstellte eine musikalischen „Vögelkatalog“.

Da man morgens jetzt schon wieder früh die ersten Vogelstimmen hört, fand ich diesen Musikbeitrag passend. Hier zwei Beispiele aus Messiaens Werk:

Morgen erzähle ich ein bisschen von einem Ballettabend, ein bisschen Musik kommt da auch noch vor. Aber dann ist für diese Woche Schluss Klang und Gesang.

Für ein Stündchen in Afrika

Diese Woche wird sehr musikalisch- Ihre Ohren werden staunen! Ich fange aber mit etwas musikalisch leicht Verdaulichem an.

In einem französischen Radiosender hörte ich vor ein paar Tagen dieses Lied und in meinem Hobbyraum machte sich gleich gute Laune breit. Da musste ich doch gleich das passende Video heraussuchen:

Ob von der Musik inspiriert oder als karnevalistische Nachwirkung produzierte ich an diesem Nachmittag noch einige Maskencollagen. Als Untergrund nahm ich wie letzte Woche schon ein Foto, die Gesichter sind gemalt, aufs Foto geritzt oder mit Müllschnipseln gestaltet.

Morgen reise ich musikalisch vom tiefen Süden in den ganz hohen Norden.

Erwarten Sie Wunder!

In den letzten Wochen habe ich meine Kaffeepause am Nachmittag mit diesem Buch verbracht, da wir am Montag Karten für ein Konzert mit Kent Nagano in Düsseldorf hatten.

In einer Fernsehsendung über Dirigenten hatte ich vor ein paar Jahren zum ersten Mal von Herrn Nagano gehört und ihn während des Dirigierens auch gesehen. Für mich hatte er damals eine besondere Ausstrahlung und seitdem wollte ich ihn gerne einmal live erleben.

Das Buch diente als Vorbereitung zum Konzert und war eine wunderbare Lektüre. Nagano erzählt von seinem musikalischen Leben, das schon früh in seiner Kindheit begann. Sein Elternhaus in Kalifornien war ein Haus der Musik, aber auch sein charismatischer Musiklehrer hatte großen Einfluss auf ihn. Zwischen den Texten zu seinem Leben finden sich mitreißende Kapitel zu einzelnen Komponisten. Bach und Bruckner sind für Nagano die Lichtgestalten, aber auch die Werke von Schönberg und Beethoven fordern ihn immer wieder heraus, sie neu zu interpretieren. Naganos Begeisterung ist hier schon ansteckend, das erfährt aber noch eine Steigerung, wenn er über die Bedeutung von klassischer Musik für jeden Einzelnen, für eine Gesellschaft, ja für die ganze Welt schreibt. Er besucht beispielsweise einen Hirnforscher, der die neusten Ergebnisse vorstellt, inwieweit klassiche Musik sich auf das Befinden eines Menschen auswirkt. Er schreibt über Projekte, bei denen Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten gemeinsam klassische Musik hören. Die Musik wird zum verbindenen, Frieden stiftenden Element.

Nagano hat große Befürchtungen, dass die klassiche Musik immer mehr ins Abseits gerät und dadurch viele Menschen das Wohltun dieser Musik nicht mehr kennenlernen. Er hasst „Grauköpfe“ Konzerte, bei denen die Haarfarbe vom Alter der meisten Besucher zeugt und tut sehr viel, um besonders jungen Menschen klassiche Musik näher zu bringen.

Nach der Lektüre war ich wie beseelt und dankbar, die Chance zu haben, noch so viele musikalische Entdeckungen machen zu können. Bei seinen Konzert zusammen mit dem Montrealer Symphonieorchester war dies dann auch direkt der Fall. Es wurden Stücke von Debussy, Mozart, Strawinsky und Ravel gespielt. Das „schwächste“ war sicherlich das von Mozart, aber es war auch eine Atempause zwischen Debussys „Jeux“ und der berühmten Ballettmusik „Sacre du Printemps“.


Ich kannte das Strawinsky-Stück schon aus einem anderen Konzert. Damals hatte ich beim Hören die Bilder im Kopf, die zu der Geschichte des Balletts gehören (Beschreibung eines heidnischen Rituals mit einem Menschenopfer) und war schon sehr beeindruckt, doch dieses Mal nahm ich die Anregung von Konrad Beikircher auf, das Musikstück als Ausdruck des 20.Jahrhunderts zu hören und war wie elektrisiert. Wenn man mal so richtigen Weltschmerz hat, dann ist dieses Stück bestens geeignet, Dampf abzulassen, um es mal salopp auszudrücken. Wild, schräg, laut, aggressiv, verstörend, nur manchmal kleine Einsprengsel harmonischer Klänge. Schließen Sie die Augen und hören sie selbst:

Bestens dazu passte dann auch Zugabe dieses besonderen Walzers von Ravel:

Und alles von Kent Nagano dirigiert…was für ein Abend! Wenn Sie keine Zeit oder Lust haben, das Buch zu lesen, hier ein kurzer Film über den Dirigenten:

P.S. Im Konzert in Düsseldorf waren die Haarfarbenvariationen übrigens erfreulich vielfältig.

Morgen habe ich wieder eine Hörbuch/Leseempfehlung für Sie.

Diskohits aus den 70er Jahren

Passend zum gestrigen Blogbeitrag hier nun noch ein paar musikalische Höhepunkte aus den „Golden Seventies“

So, jetzt höre ich mal auf, wenngleich es mir ein bisschen schwer fällt.

Morgen möchte ich ein Bestseller-Buch zuende lesen, um es übermorgen zu besprechen. Also morgen hier: Sorry, we‘re closed!

Kein blauer Montag, ein blauer Mittwoch

Inspiriert von dem Delfter Blau, sorge ich heute für blaue Stimmung.

Zuerst ein Fotofundstück von letzter Woche:

Der Putzlappen von Yves Klein?

Dieses Gedicht von Georg Heym sprach mich auch sehr an:

Alle Landschaften haben  
Sich mit Blau gefüllt.  
Alle Büsche und Bäume des Stromes,  
Der weit in den Norden schwillt. 

Blaue Länder der Wolken,  
Weiße Segel dicht,  
Die Gestade des Himmels in Fernen  
Zergehen in Wind und Licht. 

Wenn die Abende sinken  
Und wir schlafen ein,  
Gehen die Träume, die schönen,  
Mit leichten Füßen herein. 

Zymbeln lassen sie klingen  
In den Händen licht.  
Manche flüstern, und halten  
Kerzen vor ihr Gesicht.

Natürlich darf ein musikalischer Beitrag nicht fehlen:


Und dann waren da noch die blauen Redewendungen:

 “blau machen” (von der Arbeit fernbleiben)   
 “der blaue Planet” (unsere Erde aus dem Weltall betrachtet)   
 “blau sein” (betrunken sein)   
 “das Blaue vom Himmel herunter versprechen” (Unmögliches versprechen)   
 “das Blaue vom Himmel herunterlügen” (lügen)   
 “das Blaue vom Himmel herunterreden” (viel reden)   
 “ins Blaue hinein gehen” (ohne klare Zielvorstellung etwas machen)   
 “sich grün und blau ärgern” (sich furchtbar ärgern)   
 “grün und blau schlagen” (gehörig verprügeln)   
 “grün und blau vor den Augen werden” (übel werden, Seekrankheit)   
 “mit einem blauen Auge davonkommen” (glimpflich davonkommen)   
 “blaues Blut in den Adern haben” (adlige Herkunft)   
 “blauen Dunst vormachen” (etwas vorgaukeln)   
  “sein blaues Wunder erleben” (große, unangenehme Überraschung)

Morgen mache ich bei mir einen kleinen Gartenrundgang.