Ahorre energia!

…ist das Motto einer spanischen Briefmarke, die 1979 dazu aufruft, im Haus Energie zu sparen. Aber auch in Deutschland widmet man sich schon in den 60er Jahren dem Umweltschutz und der Frage der Energie.

Bei Umweltbriefmarken geht es um den Schutz der Meere und des Wassers generell, um die Vermeidung von Müll, um das Problem Lärm und um die Wichtigkeit von Naturschutzgebieten. (Serie oben rechts). Aber auch der Tierschutz ist schon vor 50 Jahren ein Thema gewesen, wie die Briefmarken im unteren Teil beweisen.

50 Jahre sind eine lange Zeit. Die Probleme und die Gefahren waren bekannt, was hätte man alles erreichen können…

Schreib mal wieder!

Diese Idee finde ich sehr schön, Sie vielleicht auch? Der Artikel stand heute in der WAZ.

Buchholzer Seniorenzentrum Altenbrucher Damm startet Briefaktion gegen die Einsamkeit

Briefe können glücklich machen.                                               <b>Franziska Langhammer</b>                                              dpa

Briefe können glücklich machen.  Franziska Langhammer dpa

Buchholz Es können ein paar aufmunternde Zeilen sein, ein tröstendes Gedicht, ein Lieblingslied oder ein selbst gemaltes Bild. Wie alle anderen Einrichtungen ist auch das Seniorenzentrum Altenbrucher Damm in Buchholz wegen der Corona-Krise momentan für Besucher geschlossen. Kein Grund, völlig auf Außenkontakte zu verzichten, heißt es aus der Einrichtung. Im Haus des Evangelischen Christophoruswerks hat man aktuell das gute alte Briefe schreiben wieder entdeckt. Ein Aufruf an alle Nachbarn und andere nette Menschen.

Unter dem Motto „Post für Dich!“ lädt das Seniorenzentrum ab sofort zur Schreibeaktion. Alle Buchholzer Bürger sind aufgerufen, Briefe an die Bewohner des Seniorenzentrums zu verfassen. Ein Mittel gegen Isolation und Einsamkeit – ein einfacher Weg, um in diesen traurigen Zeiten doch ein wenig Verbindung zur Umgebung halten zu können – auch, um Verbundenheit und Miteinander zu fühlen. Briefe muntern auf, trösten und können Freude schenken, so die Idee, die dahintersteckt.

Also nichts wie ran an den Stift. Man kann an Menschen schreiben, die man kennt oder ganz allgemein an alle Bewohner und Bewohnerinnen. Die Briefe können in den hauseigenen Briefkasten im Eingang des Seniorenzentrums eingeworfen werden oder per Post geschickt werden. Adresse: Ev. Christophoruswerk, Seniorenzentrum Altenbrucher Damm, Altenbrucher Damm 8, 47249 Duisburg. Sie werden den Bewohnern dann persönlich übermittelt oder vorgelesen.

Gehen Sie auf den Friedhof?

Letzte Woche war ich auf dem Friedhof und mir fiel auf, dass Blumen auf einigen Gräbern, die sonst immer sehr gepflegt sind, die Köpfe hingen ließen oder schon vertrocknet waren. Da ich so etwas schlecht ignorieren kann, holte ich ein paar Kannen Wasser und verteilte es auf die bedürftigen Pflanzen. Heute war ich wieder dort und ich entdeckte zwei weitere immer besuchte Gräber, die nun etwas verwahrlost aussahen. Die Gründe können verschiedene sein, aber ich habe beschlossen, bis auf Weiteres ein paar Grabpatenschaften zu übernehmen. Mir fällt dabei kein Zacken aus der Krone und die Vorstellung, dass vielleicht jemand irgendwann wiederkommt und sieht, dass sein Grab gut gepflegt wurde und diese Person sich dann sehr freut, ist für mich Motivation genug.

Wer Hilfe braucht-wichtige Telefonnummern

Gestern erhielt ich einen Newsletter von nebenan.de. Hier ein Teil des Textes, den viele Menschen kennen sollten, da es um mögliche Hilfsangebote gibt.

Diese Hilfsangebote wurden gestern in der WAZ veröffentlicht:

Die komplette Mailadresse lautet unten: hallo@du-bist-Rheinhausen.de !

Weitere Rettungen alter Kleidungsschätzchen

Diesen Pullover besitze ich seit über 20 Jahren. Er ist schön weich, warm und sehr pflegeleicht, da man ihn nicht bügeln muss. Im Laufe der Zeit waren die Bündchen sehr ausgeleiert und ausgefranst, so dass er selbst für Zuhause nicht mehr tragbar war. Die Bündchen haben diese Makel nun behoben und ich hoffe auf ein sich fortsetzendes langes Zusammenleben.

Sie sehen die Jacke meines Lieblingsschlafanzuges. Auch ihn besitze ich schon diverse Jahre. Er machte den Winter mit seiner Flauschigkeit und dem großzügigen Schnitt immer etwas weniger ungemütlich bis….er eines Tages plötzlich nach dem Waschen eingelaufen war. Dass sich die Länge der Hosenbeine verkürzt hatte, damit konnte ich noch leben, aber das Oberteil war zur Zwangsjacke geworden. Auch hier gab ich mich nicht geschlagen:

Passt und kuschelt wieder!

Entdeckung des Waschballs

Durch Zufall entdeckte ich in einem Regal der Rheinhauser Mayerschen Buchhandlung im Januar eine Packung mit einem Waschball. Von Waschbällen hatte ich schon gelesen und entschloss mich deshalb spontan, einen zu kaufen, wenngleich ich dem Gelesenen skeptisch gegenüberstand. Waschen ohne Waschmittel, sollte das tatsächlich funktionieren?

So sieht er aus:

Ich habe inzwischen acht Maschinen Wäsche mit dem Ball gewaschen und bin sehr angetan. Um herauszufinden, ob er tatsächlich den Schmutz herauswäscht, habe ich u.a. weiße T-Shirts und Hemden mit angegrauten Halsausschnitten getestet, sowie verschmutzte Putzlappen, geschnitten aus alten T-Shirts. Die Kleidung war nach dem Waschen wieder weiß, die Putzlappen deutlich sauberer als vorher. Welche Konsequenzen hat der Einsatz eines Waschballs?

Den Waschball soll man für ca. 1000 (!) Waschladungen nehmen können. Selbst, wenn es nur 500 wären, würde der Gebrauch des Balls viel Verpackungsmüll einsparen. Auch das Portemonnaie freut sich, denn ein Waschball kostet ca. zwischen 15 und 20 Euro, rechnen Sie selbst aus, wieviel Sie für Waschpulver oder Waschflüssigkeit ausgeben müssten, um 1000mal waschen zu können. Man spart aber nicht nur durch den Wegfall des Waschmittels, sondern auch beim Energie- und Wasserverbrauch. Sie können jede Wäsche, also auch Kochwäsche, bei 30 Grad waschen! Also ist ihre Maschine kürzer in Gebrauch und Sie benötigen weniger Wasser. Das macht die Tatsache, dass man die Maschine nicht zu voll machen soll (bis ca. 6 kg), wieder wett.

Weitere Vorteile: Der Waschball kommt ohne Chemikalien aus, er ist geruchsneutral und antibakteriell. Für Allergiker also besonders gut geeignet.

Und sollte man einmal sehr stark verschmutze Wäsche haben, so kann man diese mit Kernseife etwas vorbehandeln und dann mit dem Waschball waschen. Die Umwelt freut sich dann trotzdem.

Stiftung Warentest hat 11 Waschbälle im Februar getestet. Meiner von der Firma Virtual Trading ist baugleich mit dem der Firma Heldengrün und schneidet gut ab. Hier geht es zu den Testergebnissen:

https://www.vergleich.org/waschkugel/?msclkid=f66f7213c90f13946c972c4ae7a43a20&tr_source=bing&tr_medium=cpc Waschkugel Test & Vergleich » Top 11 im Februar 2020

Keine bezahlte Werbung!

Briefmarkendilemma

Etwas Sammeln, um daran Spaß zu haben, aber auch, um eine Wertanlage zu schaffen, das war bis vor einigen Jahren als Hobby noch weit verbreitet. Doch die Zeiten haben sich geändert und Sammlungen, die vor 10, 15 Jahren noch einen Wert darstellten, sind momentan für die nachfolgende Generation uninteressant. Besonders betroffen scheinen mir Inhaber von Briefmarkensammlungen zu sein. Dank der Briefmarkenalben meines verstorbenen Großvaters gehöre ich auch zu dieser Gruppe, die in einem Briefmarkendilemma steckt. Die Sammlung behalten als Erinnerung an einen lieben Menschen? Oder doch probieren, die Alben zu verkaufen, wenngleich immer gesagt wird, der Briefmarkenmarkt sei tot? Ich wollte es wenigstens einmal versuchen, „Bares für Rares“ zu bekommen.

Im Internet entdeckte ich das Auktionshaus Felzmann für Briefmarken und Münzen in Düsseldorf, das damit wirbt, dass es Briefmarkensammlungen schätzt und aufkauft. Das hört sich doch gut an, dachte ich. Schnell ein Mail geschrieben und schon bekam ich auch eine Antwort. Man bat mich, die Alben als Stapel zu fotografieren (bei mir waren es 25) und weiterhin von jedem Album Fotos der ersten drei Seiten zu senden. So sahen meine 77 Fotos so in etwas aus:

Schwerpunkte der Sammlung sind Briefmarken, gestempelt und ungestempelt, der BRD ab 1950, BRD-Berlin und DDR. Dazu kommen drei Alben mit ausländischen Marken aus aller Welt. Eine Kiste Ersttagsbriefe war völlig uninteressant, ebenso ein Album mit besonderen Stempeln.

Nach dem Fotoversenden kam erneut eine schnelle Reaktion. In Düsseldorf schätzte man den Wert der Sammlung im dreistelligen Bereich und man schlug mir vor, einen Termin zu machen, damit die Alben noch eingehender untersucht werden könnten.

Diesen Termin hatte ich vor ca. 2 Wochen. Der Besuch war eine große Enttäuschung, denn der Sachvollständige blätterte zehn Minuten die Alben rasant durch und verabschiedete mich dann mit einem „Das ist nichts für uns- versuchen Sie es doch mal bei Ebay.“

Also karrte ich die Alben wieder nach Hause, trank erst einmal einen Beruhigungskaffee (ich ärgerte mich immer noch über den Wortlaut des letzten Mails, der mir suggeriert hatte, es käme zu einem Verkauf) und sah mir bei Ebay die Briefmarkenangebote an. Nach der dreißigsten Seite gab ich auf, auch hier machte sich Frustration breit: Zig Gebote, keine Kaufangebote. In den folgenden Tagen reifte dann so langsam der Entschluss heran, die Briefmarken Bethel zu spenden,

https://www.briefmarken-bethel.de/gemeinsam-sammeln.html

aber vorher mir die Alben noch einmal genau anzusehen. Ich hatte inzwischen ein paar Ideen, was ich mit einzelnen Briefmarken machen könnte…

Das ist jetzt mein Brett für Briefmarken, die ich für verschiedene Ideen vorsortiere.

Zwei von diesen Ideen stelle ich Ihnen morgen vor.

Rotterdam macht es vor

Vorgestern schrieb ich, dass Rotterdam mit seiner Architektur und seinem innovationsfreudigem Alltagsleben zukunftsweisend ist. Nach der Architektur vorgestern heute nun das Alltagsleben als Thema.

Ausleihbare Räder und E-Roller sind auch in deutschen Städten angekommen- hier nun die Weiterentwicklung: Das ausleihbare E-Auto.

Dachbegrünungen gibt es auch bei uns, in Rotterdam ist man insofern schon weiter, dass Restaurants und Cafés ihren eigenen Kräutergarten vor Ort haben wie hier z.B. in der 6. Etage.

Oben links Garten, oben rechts Spielwiese und Infotafeln für die Besucher.

Ganz neu ist ein Projekt, bei dem Plastikmüll aus dem Hafen gefischt wird und in bepflanzbare Inseln umgewandelt werden.

Was mich aber auch beeindruckt hat, sind die findigen Kleinigkeiten, die das Leben erleichtern. Das ist nicht nur in Rotterdam so, sondern im ganzen Land. Hier ist die Devise: Mal ausprobieren und einfach mal machen, bei uns gibt es zuerst immer viele Bedenken, die dann erst viel später oder gar nicht zu etwas Neuem führen.

Ein paar kleine Beispiele: Im Museum gab es verschließbare Schränke für Taschen und Jacken. Bei uns muss man fast immer eine Münze einwerfen, da es entweder etwas kostet oder durch den Münzeinwurf der Schlüssel erst abschließt. Nicht so in Rotterdam: Hier stand an den Schränken einfach eine große Schüssel mit kostenlosen Plastikchips. Chip nehmen, Sachen verstauen, einwerfen, abschließen, fertig.

Im Bürgersteig eine Möglichkeit, auf Sehenswürdigkeiten oder Veranstaltungen hinzuweisen- die Handygeneration dankt es.

Und was ist das? Stellen Sie sich vor, Ihr Haus hat außen Ecken, auf die es keine freie Sicht gibt… Gerne können Sie mir Ihre Vorschläge schreiben.

Vielleicht warten jetzt noch einige von Ihnen auf das Thema Weihnachtsmarkt, weil ich in den beiden Jahren zuvor bei den Städtetouren immer darauf eingegangen bin.

In Rotterdam selbst stehen verteilt ein paar Büdchen herum, das könnten sie auch bleiben lassen. Der Grund dafür liegt wohl in der Tatsache, dass im ca. 25 km von Rotterdam entfernten Dordrecht der größte Weihnachtsmarkt in den Niederlanden stattfindet. An die 200 Stände auf 2,5 km Wegstrecke warten auf Besucher.

Rotterdam also ein Dezember-Reiseziel? Ganz ehrlich, fahren Sie lieber in einer wärmeren Jahreszeit. In den Hochhausschluchten kann der Wind sehr unangenehm werden und außerdem können Sie bei höheren Temperaturen auch schöne Radtouren unternehmen.

Ich habe aber noch einen Tipp für eine holländische Stadt im Dezember. Mehr am Freitag.

Fleischersatzprodukte

Seit ca. einem Jahr greife ich auch mal zu den sogenannten Fleischersatzprodukten. Mit wachsender Begeisterung, denn der Fleischsalat oder das Cordon Bleu von „ Rügenwalder Mühle“ (Keine bezahlte Werbung) sind einfach lecker. Jetzt entdeckte ich dieses Video auf You Tube

Das finde ich genial, denn es geht hier nicht um ethische Aspekte, sondern rein um wirtschaftliche. Und es räumt mit der Aussage auf, ( die man in den letzten Wochen leider wieder vermehrt in den Zeitungen lesen kann) dass man als einzelne Person kaum etwas gegen die Klimakrise tun kann. Jeder kann durch sein Verhalten als Verbraucher dazu beitragen, dass die Industrie etwas für die Umwelt tut, denn die Industrie will Geld verdienen!

Falls Sie dieses Thema nicht interessiert, möchte ich Sie aber trotzdem ermutigen, sich andere Videos von „Wahn & Sinn“ anzusehen. Die Filme werden von der GLS Bank produziert. (Keine bezahlte Werbung). Jeden Mittwoch erscheint einer zu einem Wirtschaftsthema. Leicht erklärt und auf den Punkt gebracht. Und dauern nicht länger als eine Kaffeepause. Hier ein anderes Beispiel:

Joghurt selber machen

Ich esse gerne Joghurt, besonders an heißen Tagen. Allerdings aß ich in letzter Zeit die Fruchtjoghurts mit immer weniger Appetit, da mir der daraus resultierende Plastikabfall bitter aufstieß. Also machte ich mich kundig, wie man Joghurt selber produzieren kann.

Im Internet gibt es dazu verschiedene Vorschläge. Extra eine Joghurtmaschine kaufen wollte ich nicht, neuer Plastikmüll und Stromverbrauch sollten es nicht sein. Auch der Vorschlag, den Joghurt im Backofen 10 Stunden gehen zu lassen, überzeugte mich nicht, wieder Stromverbrauch. Letztendlich fand ich aber eine Herangehensweise, die mir zusagte. Dazu braucht man einen größeren Kochtopf mit Deckel, eine Decke, mehrere verschraubbare Gläser, 1 Liter pasteurisierte Milch (egal welcher Fettgehalt, es geht auch H-Milch, ich nahm eine Glasflasche Milch von „Landliebe“), 150ml Naturjoghurt (Ein Glas von Alnatura) und Milchpulver.

Möglichkeit Nr. 1: Milch und Joghurt werden gut vermischt, danach wird die Flüssigkeit in die Gläser abgefüllt. Die Gläser stellt man in den Kochtopf und füllt ihn mit kochendem Wasser auf. Deckel drauf, danach das ganze Ensemble in eine Decke einhüllen (damit das Wasser möglichst lange warm bleibt).

12 Stunden warten, dann schauen, ob der Joghurt festgeworden ist. Ist er noch zu flüssig, das inzwischen abgekühlte Wasser durch neues kochendes Wasser ersetzen und noch einmal 12 Stunden warten. (Wasser kann man noch zum Blumengießen benutzen).

Das war mein erster Versuch. Im Gegensatz zu einigen anderen Joghurt DIY-Menschen, die das Ergebnis zufrieden stellte, war ich noch nicht einverstanden. Mir war der Joghurt nach 24 Stunden immer noch zu flüssig. (das ist aber auch Geschmackssache). Also probierte ich

Möglichkeit Nr.2: Zu dem Milch- Joghurt -Mix gab ich 3 Esslöffel Milchpulver dazu. Das weitere Procedere blieb gleich. Nach 12 Stunden war der Joghurt schon merklich fester, nach 24 Stunden war er für mich perfekt. (Im Kühlschrank wird er dann noch etwas fester). Ob mit selbstgemachter Marmelade oder frischen Früchten angereichert oder als Grundlage für eine herzhafte Joghurtsuppe, es schmeckte mir immer.

Dieser Weg hat neben der größeren Umweltverträglichkeit und der Geldersparniss noch den Vorteil, dass man keinen besonderen Joghurtpilz benötigt. Hat man einmal eigenen Joghurt angesetzt, nimmt man von diesem 150ml und setzt damit neuen Joghurt an.

Das Erwähnen der Produktnamen stellen keine bezahlte Werbung dar.