Was Sie bei Regen nicht tun sollten und besonders nicht an einem Sonntag: Auf Platz 1 der touristischen Ziele in Palermo steht der Normannenpalast. Sehr groß und beeindruckend, aber am Sonntag nur bis mittags geöffnet. (Stand März 2026), so dass viele Touristen versuchen, mal eben eine Besichtigung in ihr Programm „reinzuschieben“. Lange Warteschlangen an einem Tickethäuschen mit einer Person und bei der Taschen-und Personendurchleuchtung. Gehen Sie lieber an einem Montagmorgen in den Palast, keine Wartezeiten und Ruhe.
Dieses Foto vom Normannenpalast ist nur eine Teilansicht.
Hat man es durch die Kontrolle geschafft, geht ma in einen Innenhof, von dem ein imposantes Treppenhaus abgeht. Mich erinnerte es sofort an Treppenbilder von MC Escher…Hier eine Fotomontage von mir:
Oben rechts: Im Palast ist das Regionalparlament Siziliens untergebracht. Links oben und rechts unten Teilansichten zwei repräsentativen Räume, links unten Goldmosaiken der „Capella Palatina“.
Wir fuhren am Sonntag stattdessen etwas Richtung Mondello. Auf dem Weg liegen die „Palazzina Cinese“ und das „Museo Etnografico Giuseppe Pitrè“. Der Palast war leider ausnahmsweise geschlossen, aber in dem Museum wurden wir freundlich empfangen. Liebevoll sind hier ca. 4000 Exponate zusammengetragen worden, die Einblicke in das vergangene Alltagsleben auf Sizilien geben.
Oben das Museum, ehemalig ein Nebengebäude des Palastes (unten Mitte). Beide Gebäude sind von einem schönen Park umgeben.
Altes Kasperletheater, einer von vielen schönen Holzwagen, Töpfereien in einer alten Küche oder ein alter Wagen, der zum jährlichen Umzug zu Ehren der heiligen Rosalie, Schutzheilige von Palermo, genommen wurde
Handarbeiten hatte auf Sizilien einen großen Stellenwert
Eine andere Möglichkeit, dem Regen zu entfliehen, ist die Besichtigung des „Teatro Massimo“. Es gibt Führungen in deutscher Sprache und man darf z.B. in der Königsloge Platz nehmen, wo schon viele berühmte Menschen saßen (und, wie ich fand, keine dolle Sicht auf die Bühne hatten) und u.a. Räume besichtigen, in denen Szenen der Pate-Triologie gedreht wurden.
Sie möchten es moderner? Im Museum der Illusionen kann man in Palermo viel Spaß haben:
Unten rechts: Man kann mich nicht hypnotisieren, das dachte ich zumindest bisher. Aber bei diesem sich bewegenden Muster kamen mir erste Zweifel. Links: Man geht von A nach B über diese Brücke-kein Problem! Wenn allerdings die Wand anfängt, gegen den Uhrzeiger zu rotieren, dann schlägt das Gehirn Alarm. Der Körper presst sich vehement an die das rechte Gitter und nur mit sehr viel Konzentration kann man wieder langsam nach vorne gehen.
Was fallen Ihnen noch für Ziele für Regentage ein? Richtig- Kirchen! Dem Thema Religion in und bei Palermo möchte ich aber einen eigenen Beitrag widmen. Nächste Woche sehen wir uns wieder!
Bevor wir nach Sizilien geflogen sind, las ich zur Einstimmung drei Bücher.
Diesen sehr atmosphärischen Krimi konnte ich in Palermo lebendig werden lassen, denn das Hotel „Grand Hotel des Palmes“ , in dem die Geschichte meistens spielt, gibt es noch heute. Berühmt wurde es u.a. deshalb, weil Richard Wagner hier seine Oper „Parzival“ zu Ende geschrieben hat.
Unten Mitte: In der Empfangshalle hat Richard Wagner seinen Platz gefunden. Links unten: In dieser „Lounge“ tranken wir Kaffee und aßen jeweils ein großes Stück leckeren Orangenkuchen. Rechts daneben eine beeindruckende Bar.
Dieses Buch sollte mich auf das Thema „Palermo und die Mafia“ einstimmen. Auch im ersten Buch spielt die Mafia eine Rolle, aber in diesem Krimi geht es um eine Staatsanwältin, die gegen einen Minister vorgeht, weil er über Jahre hinweg mit der Mafia zusammen gearbeitet hat. Ein deutscher Journalist erlebt dies mit und gerät zwischen die Fronten. Ein unterhaltender Krimi, in dem manche Vorgänge überzeichnet wurden, um die Spannung zu erhöhen. Allerdings geht es auch darum, dass es bei der Mafia kein Schwarz-Weiss gibt, sondern durchaus auch Grautöne, die durch die Abwesenheit oder das Desinteresse der Staatsmacht erzeugt werden. Das Buch erschien 2015. Seitdem ist auf Sizilien viel passiert. Immer mehr Politiker, aber vor allen Dingen immer mehr Bürger beziehen eindeutig Position gegen die Mafia. An mehreren Stellen sahen wir Erinnerungsschilder oder Plaketten, die an von der Mafia ermordete Menschen erinnern.
Diese Gedenktafel hat ein für Sizilien ikonisches Foto als Vorbild: Die Richter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino im Gespräch. Sie wurden 1992 in Palermo bei Bombenattentaten ermordet. Ich spreche kein Italienisch und habe versucht, mit Hilfe mehrerer Sprach-KIs, die sich in der Übersetzung teilweise unterscheidet haben, den Texte unterhalb des Wandtafel zu übertragen: „In Sizilien“ „So intelligent und fleißig man auch sein mag, es ist nicht gesagt, dass man Karriere macht und es ist auch nicht gesagt, dass man es schafft, zu überleben. Sizilien hat den Klientelismus zu einer Lebensregel gemacht. In diesem Umfeld ist es schwierig, reine und einfache berufliche Fähigkeiten zu haben. Was zählt, ist der Freund oder die Bekanntschaft, die einem einen kleinen Schubs gibt. Und die Mafia, die für die Übertreibung sizilianischer Werte steht, was letztendlich dazu führt dass das, was eigentlich das Recht jedes Bürgers ist, als Gefallen erscheint.“ Glovanni Falcone Dinge der Cosa Nostra 1991 GIOVANNI FALCONE UND PAOLO BORSELLINO
In Palermo gibt es inzwischen sogar touristische Führungen unter dem Motto „No Mafia“, denen ich aber zwiespältig gegenüber stehe, da hier auch Orte gezeigt werden, wo Attentate stattgefunden haben. Palermo war 2019 die sicherste Stadt in Italien und auch heute liegt sie noch vor Mailand, Rom oder Florenz. Die Mafia ist nicht verschwunden, Drogenhandel oder Erpressung gibt es noch immer. Aber die „Cosa Nostra“ agiert nun mehr stärker im Hintergrund und versucht, in den einzelnen Vierteln staatliche Aufgaben zu übernehmen, in dem sie Armen hilft oder „Ordnung schafft“. Tourismus als Einnahmequelle wurde inzwischen entdeckt und es wird viel dafür getan, dass Besucher ein sicheres Gefühl haben.
Dieses Buch gefiel mir am besten. Drei Kurzgeschichten zeigen das Leben der Leute, die hart für ein kleines Glück arbeiten und gelernt haben, sich zu gedulden und mit ihrem Schicksal nicht zu sehr zu hadern. In den Vierteln dieser Menschen spielt sich das wahre Leben ab, es wird gestritten, man versöhnt sich, es wird geklatscht oder man hegt Umsturzgedanken. Dabei ist Essen und Trinken oft der Kitt oder auch Trost, wenn die Melancholie zu groß wird. Besonders beim Besuch der Märkte in Palermo, auf den Fotos ist es der „Mercato di Ballarò“, musste ich öfter an diese Geschichten denken.
Zum Schluss noch ein Tipp: Unten rechts sehen Sie einen Street Food Stand auf dem Markt. Das Angebot an Köstlichkeiten ist riesig (und war uns zumeist unbekannt) und ich bedauere es ein wenig, hier nicht an einer geführten Tour teilgenommen zu haben, bei der man an mehreren Ständen hält und das Street Food erklärt bekommt. Sitzplatzgelegenheiten gibt es genügend, man kann also in Ruhe genießen.
Was tun, bzw. nicht tun, wenn es in Palermo regnet? Dazu schreibe ich etwas in der nächsten Woche.
In Catania übernachteten wir in einem Hotel nahe dem Teatro Massimo Bellini, der Oper von Catania von 1890. Sie war unser erstes Ziel und unsere erste Begegnung mit der sehr üppigen Bauweise, die man in Siziliens Städten oft antrifft. Auf dem Platz vor der Oper ( auf dem Foto oben links) frühstückten wir gegen 11 Uhr, hier herrschte eine angenehm ruhige Atmosphäre.
Unser nächstes Ziel war die Kathedrale von Catania (Foto oben rechts), in der sich normannische und barocke Baustile mischen. Innen wird die Schutzpatronin von Catania, die Heilige Agathe, gefeiert. Leider fing es nach dem Besuch zu regnen an und wir entschieden uns, an einer einstündigen Bustour teilzunehmen. Das sollte so sein, denn wir merkten schnell, dass die Strecken zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten „nicht mal eben“ zu Fuß abgegangen werden können, wie es in manchen Reiseführern steht. Allein die Via Etnea mit prachtvollen Palästen und diversen teuren Geschäften ist knapp 3 Km lang, an einem Ende liegt der botanische Garten von Catania (Foto rechts unten), am anderen Ende das große Amphitheater (Foto unten links).
Die Busfahrt führte uns auch aus Catania heraus und wir steuerten den Ort Aci Castello an. Der Ätna ist nicht weit und nach mehreren Vulkanausbrüchen sind in dieser Gegend mehrere bizarre Felsformationen entstanden.
Fotocollage: Oben rechts die Burg von Aci Castello, rechts daneben der Ätna., darunter Zeugen der Ätnaausbrüche.
In Hinterhöfen in Catania und auf der Fahrt sahen wir auch mehrere Skulpturen (oft aus Lavastein) und Wandgemälde. Kunst scheint für Catania wichtig zu sein.
Die oben gezeigte Lavaküste heißt auch „Zyklopenküste“, so verwunderte es nicht,ein Zyklopenwandbild an einem Küstenhaus zu finden. Rechts daneben die Skulptur „Die Gerechte“ vor dem Justizpalast. Die Waage der Justitia wurde durch zwei Männer ersetzt, die Augen sind nicht verbunden, das Schwert fehlt. Links unten: Seit dem 13. Jahrhundert ist der Elefant das Wahrzeichen von Catania. Rechts unten eine Sirene, der Seefahrer widerstehen müssen.
Nach der Busfahrt zeigte sich wieder die Sonne und wir besuchten noch den Fischmarkt und die Altstadt.
Hier werden die Gassen eng und verwinkelt und man lässt seiner Neugierde am besten freien Lauf und lässt sich treiben.
Wir waren nur eine Nacht in Catania und fuhren dann nach Taormina weiter. Im Rückblick ist Catania für mich ein guter Einstieg für die Besichtigung von Palermo gewesen. Catania ist übersichtlicher und entspannter und hat für mich einen etwas moderneren Anstrich. Mit dem „aufgeräumten“ Taormina die perfekte Mischung für ein langes Wochenende.
Taormina liegt oberhalb des Meeres und 5-Sterne-Aussichten werden an vielen Punkten geboten.
Mitte März sind noch nicht viele Touristen unterwegs und so war die Haupteinkaufsstraße „Corso Umberto“ (rechts oben) noch nicht überlaufen. Hier sind teure Mode- oder hochwertige Juweliergeschäfte Nachbarn von Souvenirshops und Cafés. Verlässt man den Corso, trifft man auf diverse römische Ausgraben (oben links), lauschige Ecken und kann mehrere Kirchen besichtigen.
Auch hat Taormina einen botanischen Garten, die „Villa Communale“, angelegt Ende des 19. jahrhunderts von der schottischen Adelige Florence Trevelyan.
Um diese Jahreszeit blüht es bereits üppig und auch kleinste Fleckchen werden aufgehübscht. Und überall ein Duft von Zitronen und Orangen…
Frisch gepressten Orangensaft gibt es hier überall für wenig Geld. Oder darf es Orangenkuchen sein? Auch viele sizilianische Stoffmuster zeigen die beiden Früchte.
Nächste Woche nehme ich Sie mit nach Palermo- Ciao!
In den nächsten Beiträgen erzähle ich Ihnen von unseren Aufenthalten in Catania, Taormina und Palermo. Das ausführliche Abarbeiten und Bewerten der üblichen Sehenswürdigkeiten überlasse ich anderen Internetseiten, bei mir gibt es Appetithäppchen, die Ihnen Lust machen sollen, diese Städte zu besuchen. Wir flogen direkt von Düsseldorf nach Catania (ca. 2 1/2 Stunden) und nahmen uns ein Mietauto. Tipp Nr. 1: Sparen Sie in Sizilien nicht am Mietauto! Wir hatten die Firma „Automania“ ausgesucht, da sie es kostengünstig ermöglichte, den Wagen in einer anderen Stadt, nämlich Palermo, abzugeben. Großer Fehler! Die Schalter und Autos dieser Firma liegen weitab von den anderen Vermietfirmen und ich könnte einen einzelnen Beitrag nur über die Erlebnisse mit Automania schreiben. Lasse ich aber und stimme sie lieber mit ein paar Fotos auf Sizilien ein. Keine Touristenfotos, sondern „Mosaiksteinchen“: Details, Spiegelungen, Farbe. Die Zahl von Motiven in den Städten erfreute mein Fotoherz sehr und es gibt jetzt noch viel zum Sortieren und Bearbeiten.
Fünf Fotos, die zeigen sollen, dass ein genaues Hinsehen immer lohnenswert ist.Wir haben in Catania und Palermo kleine Busrundfahrten unternommen. Diese Motive fand ich in den Fenstern der Busse.Ob auf den Märkten, am Meer , in den Gärten, in den Straßen oder in den Cafés und Restaurants- es lebe die Farbe!
Catania und das nicht weit davon entfernte Taormina als Ziele für ein langes Wochenende- darüber schreibe ich nächste Woche.
Fotocollage oben links: Zu heißer Sambamusik bewegen sich verschiedene Tanzgruppen im Karneval von Rio. Rechts daneben Las Vegas bei Nacht. Unten rechts: Eisig das Wetter, eisig der Blick auf die Elbphilharmonie. Links daneben: So sieht es innen in der Elbphilharmonie aus.
Wir waren nach ca. zehn Jahren mal wieder im Miniatur Wunderland in Hamburg. Es hat sich seitdem vieles getan, denn die Besitzer nutzen inzwischen ein zweites Haus in der Hamburger Speicherstadt. Rio de Janeiro und Patagonien sind hier neu zu bewundern, die Anden, der Regenwald und die Atacama-Wüste warten auf die Fertigstellung.
Ich weiß nicht, was ich mehr liebe…Sind es die atemberaubenden Entwürfe der Themenwelten oder die witzigen Situationen, die man entdecken kann, wenn man sich Szenen genau ansieht?
Von oben nach unten: Monaco während des Formel 1 Rennens Ein Konzert von DJ Bobo Ein kleiner Abschnitt der Schweiz-Landschaft Der Hamburger Dom- das berühmte Volksfest
Links: Rom mit Petersdom, darunter nehmen Mönche das Auto vom Papst, das Papamobil, auseinander. Rechts: Der Markusplatz in Venedig. Touristen können sich dort malen lassen, welche Qualität die Werke haben sei dahingestellt…
Links oben: Eine Demonstration für „Rente ab 30!“ Rechts daneben: Wird Superman den Absturz des Autos verhindern? Unten links: Ups, ein Raumschiff landet auf dem Münchener Flughafen, rechts unten: Zwei Seehunde als Haustiere auf einer Dachterrasse
Wir waren ca. 3 Stunden dort und haben nicht alles gesehen. Ein Besuch lohnt sich immer wieder. Wer das Wunderland noch nicht kennt oder sein Wissen auffrischen möchte, zum Schluss ein paar Informationen:
Als wir vor zwei Wochen in Berlin waren, besuchten wir u.a. auch das „Rote Rathaus“ und das „Museum für Kommunikation“ nahe „Checkpoint Charlie“. Von außen sind beide Gebäude schon sehr eindrucksvoll und man könnte sich länger mit den Details der Fassaden beschäftigen. Doch war das Wetter sehr schlecht und so flüchteten wir schnell nach innen.
Im Roten Rathaus wurden wir von mehreren Wachmännern freundlich begrüßt, einer kostenlosen Besichtigung stand nichts im Wege. Schon der Aufgang zu den repräsentativen Räumen in der ersten Etage war beeindruckend.
Überrascht wurden wir zudem von einer Ausstellung, die seit dem 11. Dezember 2025 in den verschiedenen Räumen des Rathauses gezeigt wird. Hier ein Ausschnitt aus dem Flyer:
Noch ein paar Ansichten aus anderen Räumen:
Auch die anderen Räume waren sehenswert, die Gestaltung der Fenster ist abwechslungsreich (Foto links unten). Rechts oben eine Büste zu Ehren Margot Friedländers.
Unser Besuch fiel dementsprechend länger aus als geplant, zumal es dann auch noch diese Lego-Sehenswürdigkeit zu bestaunen gab.
Ca. 78000 Legosteine wurden in ca. 200 Stunden verbaut von René Hoffmeister, dem einzig zertifizierten Legobaumeister Deutschlands. Sah man genau hin, entdeckte man beispielsweise einen kleinen Superman, der am Turm entlang kraxelt, ein Pinguin ging auf der Straße spazieren oder auf dem Dach arbeitete ein Imker. Im Hintergrund des Fotos drei Vitrinen mit Gastgeschenken.
In dem Flyer wird von einer Wunderkammer gesprochen und das war nicht übertrieben. Eine zweite Wunderkammer bietet Berlin in dem „Museum für Kommunikation“. Betritt man dieses Gebäude ist man auch „very impressed“.
Das Museum hieß zuerst „Reichtspostmuseum“ und wurde 1872 eröffnet. In den 90er Jahren des 20. Jahrhundert wurde es restauriert und das Thema „Kommunikation“ kam dazu. Wir sahen uns erst die Schatzkammer im Keller des Museums an. Hier trifft man im Vorraum auf eine Wechselausstellung von alten größeren Gegenständen, die in irgendeiner Form mit der Post zu tun haben. Besonders schön fand ich dieses alte Schild einer Poststation von 1754.
In der abgedunkelten Schatzkammer haben Besucher die Möglichkeit, eine der auf der Welt seltenen „Blauen Mauritius“ Briefmarken zu sehen.
Fotocollage: Unter der Blauen Mauritius unten links: 1863 erfand der Deutsche Philipp Reis das Telefon. Doch konnte zu dieser Zeit niemand etwas mit seiner Erfindung anfangen, so dass erst 1876 A.G.Bell durch sein Telefongerät bekannt wurde. In der Mitte sieht man Briefe, die mit dem Luftschiff „Hindenburg“ transportiert wurden, rechts Teile der ersten Rohrpost in Deutschland.
Im Erdgeschoss und den beiden oberen Etagen gibt es in Vitrinen viele Gegenstände, die die lange Geschichte der Post erzählen, sei es, dass es um die Zeit 5000 v. Ch. geht, wie es während der Weltkriege war oder dass auch ein Blick in die Zukunft geworfen wird.
Unten links: Wann werden uns Pakete und Briefe per Drohne zugestellt? Rechts: Auch ins Weltall zur ISS wurden bereits Briefe und Pakete geschickt.
An den Wänden findet man diverse Sammlungen, die demonstrieren, wie sich das Erscheinungsbild der Post oder die Kommunikation verändert hat.
Fotocollage aus verschiedenen Plakaten, die für die Post geworben haben.
Schreib mal wieder und benutze Briefmarken anstatt langweilige PC-Frankieraufkleber:
Links unten ein Beispiel für einen Brief, dessen Briefmarkenstempel Werbung machen. Dies war besonders nach dem Zweiten Weltkrieg sehr beliebt.
Die zukünftigen Veränderungen in der Kommunikation wird man weiterhin in diesem Museum dokumentieren, ganz nach dem das Motto:
Zum Schluss noch ein Tipp: Post kann auch Kunst sein. Eine „Mailart“-Ausstellung findet gerade in Duisburg statt:
Letzte Woche waren wir ein paar Tage in Berlin. Der Hauptgrund war der Besuch einer Theatervorstellung: Der Schauspieler Lars Eidinger spielt seit 2008 Shakespeares „Hamlet“ in der Schaubühne auf dem Kurfürstendamm.
Screenshot der Schaubühne- Internetseite
Zweieinhalb Stunden tauchten wir ein in die Hamletwelt Eidingers, der sich die Seele aus dem Leib spielte, besonders als anscheinend wahnsinnig gewordener Prinz von Dänemark. Es war ein denkwürdiger Theaterbesuch, den ich Ihnen sehr empfehle. Wenn Sie in Berlin sind, versuchen Sie Karten zu bekommen, Restkarten werden immer wieder angeboten. Da wir Berlin schon ganz gut kennen, las ich zuvor dieses Buch, um ein paar Anregungen für die anderen Tage zu bekommen.
In 55 ausführlichen Beiträgen werden Besichtigungstipps für Literaturliebhaber gegeben. Sortiert nach Berliner Bezirken (einige Ziele liegen auch in der näheren Umgebung von Berlin), bekommt man beispielsweise Lust, besondere Bibliotheken, Museen, Friedhöfe, Buchhandlungen, Cafés oder Autorenhäuser aufzusuchen und auf Entdeckungsreise zu gehen. Ich lernte durch dieses Buch das „Museum für Kommunikation“ kennen und sehr schätzen. Über den Besuch werde ich demnächst berichten.
Das Wetter war sehr winterlich und grau. Ein paar Erinnerungsfotos wollte ich aber doch gerne mitnehmen und so kamen diese Nachtaufnahmen als Doppelbelichtungen mit nach Duisburg:
Beim Anhalterbahnhof
Am Checkpoint Charlie, abends um 22 Uhr – Wie ausgestorben…
„Welcome to the Smallest City in Britain“! St. Davids, benannt nach dem Schutzheiligen von Wales, ist ein kleiner Ort mit einer eigenen Kathedrale (deswegen City) und den Ruinen eines Bischofpalastes. Das Städtchen verfügt darüber hinaus über einige schöne Einkaufsstraßen, viel Natur und…(Wird später verraten), hat also beste Voraussetzungen, ein Touristenmagnet zu sein. Hier ein paar Eindrücke:
Oben zwei Fotos von der Kathedrale, unten zwei Eindrücke von den Ruinen des Bischofspalasts aus dem 14. Jahrhundert.
„Charakterköpfe“ schmücken die Außenfront der Kathedrale
Die Kathedrale war für uns eine Überraschung, denn wir beide waren uns einig, dass sie eine der schönsten ist, die wir bis da dato gesehen haben. In der Kirche, deren Bau im 11. Jahrhundert begann und die man im 14. und 19. Jahrhundert veränderte, wurde neben Stein auch viel Holz verarbeitet. Die Böden, die Wände und teilweise auch die Fenster streiten um den ersten Preis für das schönste Muster. Das Besondere aber ist die Tatsache, dass innerhalb der Kirche ein Höhenunterschied von 4 Metern ausgeglichen werden musste. So besteht die Kathedrale nicht nur aus einem gradlinigen Schiff, sondern erinnert an einigen Stellen fast an ein Labyrinth mit kleineren Räumen.
Fotocollage aus Bildern mit den schönen Decken, Fenstern, Böden, Bänken und einem Altar.
Vielleicht ist bei mir aber auch die kircheneigene Bibliothek der Grund, dass mich St. David‘s Cathedral so beeindruckt hat.
Rechts oben: Nur über diese Wendeltreppe kam man in die Bibliothek und dort werden die Besucher von Buchschätzen erwartet. Eine sehr nette Bibliothekarin zeigte uns einige besonders ausgefallene Exemplare.
Unser zweites Ziel war der Besuch der Dr. Beynon’s Bug Farm, etwas außerhalb von St.Davids gelegen. Eine Insektenfarm hatten wir noch nie gesehen, bzw. besucht. Es gab dort ein weitläufiges Außengelände, schön geeignet für einen Spaziergang, auf dem man viel über das Leben von Insekten erfuhr. Andere Informationstafeln widmeten sich den Möglichkeiten, gegen das Insektensterben vorzugehen.
In mehreren Räumen bestaunten wir danach viele exotische Insekten. Mag vielleicht abgedroschen klingen, aber es waren Wunder des Natur.
Im Museum waren viele Kinder unterwegs und es war schön zu sehen, wie sehr Kinder noch staunen können.
Von St. Davids fuhren wir nach Tenby quer durch den Pembrokeshire Coast National Park. Wanderer, Camper, Surfer, Landschaftsgenießer- hier kommen alle auf ihre Kosten!
Das Klima meint es gut mit Tenby und dieser Ecke von Südwales und wir bekamen an manchen Stellen mediterrane Gefühle.
Die bunten Häuser können es mit den Farben in der Theke einer Eisdiele aufnehmen.
Habe ich die Fotos vielleicht doch in Nizza gemacht? Nein, es sind „Tenby Originals“.
Tenby wird für mich immer die Stadt der Bänke sein. An keinem anderen Ort habe ich so viele Sitzmöglichkeiten gesehen, von denen man immer eine wunderschöne Aussicht hatte oder auf denen man es sich in einer Nische gemütlich machen konnte.
Wales Nr. 3 nimmt Sie mit nach Cardiff und Bristol. Doch zuerst stelle ich Ihnen noch den Roman „Hannah“ vor und schreibe noch über ein langes Moselwochenende.
Vor einigen Monaten berichtete ich über unseren Urlaub in Nordirland. Nun kommt die Fortsetzung. Von Belfast aus fuhren wir mit der Fähre nach Liverpool zurück und von dort aus ging es direkt nach Südwales. Wir legten zwei Pausen auf dem Weg ein, die Küste von Nordwales empfanden wir teilweise als ein bisschen bizarr.
Zwischen Liverpool und Aberystwyth: Oben ein gekentertes Schiff, das sich dem Verrosten hingab, in der Mitte links ein Theater, das uns eher an ein Teil einer Kernspaltungsanlage erinnerte. Rechts daneben: So sehen viele Ferienhausanlagen aus. Unten : Sechs verschreckte Bäumchen sind auf dem Pier dem Meeressturm ausgesetzt. Rechts unten der alte Uhrturm von Aberystwyth.
Wir hatten für mehrere Tage eine Ferienwohnung in Milford Haven, unser Ausgangspunkt für mehrere Ausflüge. Der erste Ausflug führte uns nach „Skomer Island“. Ich liebe Papageientaucher, auch Puffins genannt, und auf dieser unbewohnten Insel leben ab Mitte April und Ende Juli ca. 40000 Tiere.
Für ein Schwätzchen immer zu haben! Puffins kommen zum Brüten in Höhlen auf die Insel, bevor sie wieder aufs Meer fliegen und die restlichen Monate dort verbringen.
Es gibt nur wenige Bootsfahrten zu der kleinen Insel und wir hatten uns schon im November des Vorjahres um Tickets bemüht. Zu recht, denn bei nochmaligem Besuch der entsprechenden Internetseite waren im Februar schon alle Fahrtmöglichkeiten ausgebucht. Als wir an dem Fähranleger ankamen, erwarteten uns Nebel und Regen, die Stimmung der Besucher war etwas bedrückt. Doch nach ca. 40 Minuten Fahrt empfing uns eine Insel im Sonnenschein.
Die meisten Besucher waren wegen der Puffins da, doch es gibt noch viele andere Vogelarten und auch Seeschildkröten, Wale und Delfine zu beobachten. Auf streng vorgegebenen Wegen kann man die Insel alleine erkunden, eine Einkehrmöglichkeit gibt es nicht.
Vogelbestimmung ohne Gewähr: Links eine Heckenbraunelle, daneben im Felsen Tordalks, darunter eine Heringsmöwe, oben rechts eine Rauchschwalbe, darunter ein Hänfling.
Wir verbrachten fünf Stunden auf Skomer Island, die sehr schnell vorbei gingen, denn neben den Tierbeobachtungen waren auch die Ausblicke aufs Meer sehr abwechslungsreich und wunderschön. Ein wissenschaftliches Forschungsteam und einige Wildhüter leben auf der Insel, letztere freuten sich darüber, wenn man ihnen Fragen stellte.
Uns fiel der Abschied sehr schwer, die Puffins hatten nun endgültig unsere Herzen erobert!
In nächsten Beitrag stelle ich Ihnen zwei kleine malerische Städte vor, die eine „very british“, die andere könnte auch am Mittelmeer liegen.
Bei unserem Besuch der Ausstellung mit japanischen Holzschnitten in München übernachteten wir nicht vor Ort, sondern suchten uns südlich von München eine Bleibe im Blauen Land, der größte Ort ist Murnau. Der Name der Voralpenregion geht auf den Künstler Franz Marc zurück, der sich für die bläulichen Lichtstimmungen in den Bergen rund um den Staffel- und Kochelsee begeisterte. Auch andere Künstler waren angetan und so kaufte Gabriele Münter in Murnau ein Haus und wohnte dort lange Zeit. Wassily Kandinsky lebt dort mit ihr eine Weile und weitere Künstlerfreunde verbrachten hier einen oder mehrere Sommer.
Wir sind eingeschworene Meerliebhaber, mussten aber nach vier Tagen zugeben, dass diese Ecke Deutschlands auch viele Reize hat. Hier ein paar Landschaftsimpressionen rund um Murnau.
Oben links das Murnauer Moor im Vordergrund, dahinter u.a. die Zugspitze. Rechts daneben ein Blick vom Balkon der Ferienwohnung. Links unten die Loisach, in der wir mehrere Fliegenfischer sahen. In der Mitte eine typische kleine Kirche, unten der Staffelsee.
Murnau bietet für Wanderer, Radfahrer, Angler und Naturbeobachter eine große Anzahl an Aktivitäten an, da das Städtchen neben den Bergen auch noch mit dem Murnauer Moor aufwartet. Die Innenstadt ist übersichtlich, verfügt aber über eine Reihe von ausgefallenen kleinen Geschäften, so dass sogar Münchener für „altmodische“ Beratung und ausgefallene Produkte gerne nach Murnau fahren.
Wir bummelten auch ein bisschen und sahen uns das Wohnhaus von Gabriele Münter sowie das Murnauer Schloss an.
Oben rechts das Haus von Gabriele Münter, daneben der Garten. Unten rechts die Esszimmerecke, links daneben ein typisches Hinterglasbild. Neben der Malerei wurde diese Kunstform von der Künstlerin sehr geschätzt.
Das Murnauer Schloss beherbergt eine schöne Kunstsammlung. Hier finden sich Werke von den o.g. Künstlern und ihren Freunden und auch hier hat die Hintergalsmalerei einen besonderen Stellenwert. Links unten ein Hinterglasbild von Gerhard Richter, das in einer Sonderausstellung zu sehen war. Ich fand die Leuchtkraft der Bilder faszinierend und werde dies auch mal ausprobieren.
An einem Tag fuhren wir mit der Seilbahn auf den Laber und genossen die Aussicht. Wunderschöne Blumenwiesen hatte ich nicht erwartet- ich war entzückt!
Nicht weit entfernt liegt Oberammergau. Es ist kein Festspieljahr, aber die „Lüftl“ Malerei an den Häusern
Die Fassaden vieler Oberammergauer Häuser sind mit religiösen oder bäuerlichen Szenen geschmückt.
und die vielen Geschäfte mit außergewöhnlichen Schnitzereien wollten wir uns ansehen. Erwartet hatten wir eine mit Bussen japanischer und amerikanischer Touristen überfüllte Stadt, aber rund um die Kirche St. Peter und Paul empfing uns völlige Ruhe, die fast schon unheimlich war. Keine Touristen, nur ganz wenige Menschen auf der Straße.
Die Kirche war geschlossen, aber auf dem Friedhof finden sich eine Reihe von kunsthandwerklich schönen Kreuzen.
Irgendwann hörten wir einen Lautsprecher und folgten der Stimme. Schließlich kamen wir am Marktplatz von Oberammergau an., dem eigentlichen Zentrum der Stadt. Für einen Hauptsaisonmonat war es moderat belebt. Zwischen diversen Geschäften, die Holzschnitzereien anboten (in einem bekam ich mit, wie ein amerikanisches Ehepaar großzügig Geld ausgab, die Fläche vor der Kasse war bereits von diversen Figuren bevölkert- endlich war mein Vorurteil bestätigt!) entdeckte ich ein Geschäft mit einem „Tim und Struppi“ Equipment- als großer Fan war das meine wahre Oberammergauüberraschung.
“Jetzt sind wir schon mal in dieser Gegend“….Mein Mann wollte einmal im Leben ein König Ludwig Schloss sehen. So fuhren wir zu Schloß Linderhof. Ah, hier waren die Busse, die ich in Oberammergau vermisst hatte. Als Kind besuchte ich mit meinen Großeltern zum ersten Mal das Schloss und damals konnte man sich alle Räume ohne Führung in Ruhe ansehen. Ich liebte es ! Sechzig Jahre später ist das Schloss teilweise gesperrt und man wird in einer großen geführten Gruppe ca. 20 Minuten durch einige Räume gejagt. Und weil das berühmte Kloster Ettal in der Nähe lag, legten wir dort noch eine Kaffeepause ein. Auch wuselig.
Links Teilansichten von Kloster Ettal außen und innen, rechts Linderhof mit Garten
Die Auswahl an interessanten Orten rund um Murnau ist groß und unser letztes Ziel war das Freilichtmuseum Glentleiten. Hier ein Auszug von der Internetseite „Bezirk Oberbayern“:
Das Freilichtmuseum Glentleiten ermöglicht einen umfassenden Einblick in den ländlichen Alltag der Menschen Oberbayerns, in ihre Baukultur und Arbeitswelt vor 50, 100 und 200 Jahren. Fast 70 original erhaltene Gebäude samt ihrer Einrichtungen wurden von ihrem ursprünglichen Standort ins Freilichtmuseum versetzt. Sie sind eingebettet in eine weitläufige, nach historischen Vorbildern gepflegte Kulturlandschaft mit Gärten, Wälder und Weiden. Auf diesen grasen zum Teil vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen wie Murnau-Werdenfelser Rinder oder Brillen- und Steinschafe. Täglich wechselnde Handwerksvorführungen demonstrieren alte oft längst vergessene Techniken. So ist beispielsweise eine Wetzsteinmühle in Betrieb und eine Spinnerin verdrillt in einer Stube Wolle zu Fäden.
Oben: Zwei der geretteten alten Bauernhöfe, unten eine Wohn-und Schlafkammer, rechts ein Handwerksbetrieb. Wir verbrachten hier einen halben Tag, aber das hat nicht gereicht.
Zurück nach Duisburg fuhren wir anfangs auf Landstraßen durch den Pfaffenwinkel und das Allgäu. Kommen auf unsere Urlaubszielliste…
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