Augen-und Ohrenausflüge

Gestern gab ich Ihnen zwei Tipps für hilfreiche Telefonnummern bei Computerproblemen und bei traurigen Momenten, heute habe ich vier Links für Sie.

Genießen Sie auf https://360.schnurstracks.de/

360 Grad Panoramablicke von schönen Landschaften oder in interessanten Gebäuden.

Besuchen Sie am Wochenende ein Museum

https://www.museum-digital.de/

Sie haben die Auswahl aus 629 Museen, darunter auch diverse Spezialmuseen. Ich habe dabei z.B. das Kreismuseum in Zons entdeckt. Hier kann man über 250 Kacheln betrachten, alle aus der Jugendstilzeit, eine Kachel schöner als die andere.

Wenn Sie Lust auf Hörgenuss haben, hier geht es zu einer Seite, die komplette Opernaufführungen zeigt:

https://operavision.eu/en

oder hier können klassische Musik genießen

http://www.radio-cafezimmermann.de/

Da sind doch schöne Aussichten fürs Wochenende oder?

Düsseldorfer Nordfriedhof

Vor dem neuen Beitrag eine kurze Anmerkung: Seit einigen Tagen habe ich manchmal Schwierigkeiten, Verbesserungen an Texten abzuspeichern. Der Support von Word Press hat sich noch nicht gemeldet. Ich entschuldige mich deshalb für fehlerhafte Sätze.

Dieses Buch stand schon lange ungelesen in meinem Buchregal.

Am vorletzten Wochenende führte es uns nun erstmals zum 70 Hektar großen Düsseldorfer Nordfriedhof. Nur wenige Besucher waren dort und diese kamen sich dank der breiten Wege nicht in die Quere.

Der Friedhof wurde 1884 eingeweiht und es finden sich dort ca. 50000 Gräber. Diese Karte kann man sich im Internet herunterladen. Sie erleichtert es, bestimmte Gräber zu finden, die durch ihre Geschichte oder auch durch die Gestaltung bekannt geworden sind.

Besonders die Felder Nr. 61 bis 64 sind berühmt und werden auch „Millionenhügel“ genannt. Hier sieht man die größten und prächtigsten Gräber großer Industriefamilien wie z.B. von Henkel, Haniel, Grillo oder Zapp. Aber auch in den anderen Feldern findet man sehenswerte Erinnerungsstätten. Die Gräber prominenter Düsseldorfer wurden und werden auch noch heute von bekannten Künstlern gestaltet, der Einfluss der Düsseldorfer Kunstakademie ist nicht zu übersehen.

Wenn Sie sich den Friedhof ansehen möchten, bringen Sie viel Zeit mit oder besuchen Sie ihn in dem Bewusstsein, nicht jedes Kunstdenkmal zu sehen. In dem Buch werden zwei Spaziergänge von 2 oder 3 Stunden (auf der Karte von mir grün eingezeichnet) vorgeschlagen und die Bedeutung der auf den Wegen liegenden Gräber erörtert. Folgen Sie diesen Wegbeschreibungen, werden Sie zusätzlich außergewöhnliche Gräber entdecken, die das Buch nicht erwähnt, so dass aus den 2-3 Stunden auch schnell 4-5 Stunden werden können.

Oder Sie vergessen alle Hinweise und Beschreibungen und entdecken selbst. (Bitte klicken Sie die Bilder an, dann vergrößern sie sich).

Äthiopien und Eritrea in Duisburg

Seit einem Jahr gibt es in Duisburg ein Restaurant, das typische Speisen aus Äthiopien und Eritrea anbietet. Sein Name ist „Simon‘s“ und es liegt auf der Steinschen Gasse fast neben dem Gebäude der Duisburger Zentralbibliothek, bzw. VHS.

Wir gönnten uns am Montag eine kleine afrikanische Auszeit und gingen zu viert dort essen. Es war richtig lecker!

Rechts oben gut schmeckendes Bier aus Eritrea

Um das angebotene Essen etwas näher zu erklären, ziehe ich einen Wikipedia-Text in Auszügen heran:

Grundnahrungsmittel der Küche in Äthiopien und Eritrea bildet ein spezielles SauerteigFladenbrot namens Injera (Links unten und als Unterlage auf dem großen Bild). Dieses wird idealtypisch hergestellt aus dem einheimischen äthiopischen Getreide Teff. Dazu werden verschiedene Saucen, Wot genannt, serviert, die es in verschiedenen vegetarischen und fleischhaltigen Ausführungen gibt. Die äthiopische Kirche verbietet, wie die meisten orthodoxen Kirchen, mittwochs und freitags sowie während der vorösterlichen Fastenzeit den Genuss von allen tierischen Produkten, so dass von Christen an diesen Tagen Linsenbrei oder Kichererbsenbrei verspeist wird. ( Auf dem großen Bild die rechte Schale- köstlich!). In Restaurants gibt es an diesen Tagen rein vegetarische bzw. vegane Gerichte, bei denen verschiedene Bohnen / Erbsen / Linsensorten in unterschiedlichsten Kombinationen zubereitet werden. Typische Speisen sind etwa der Gemüseeintopf Ye Zom Alitscha Wot [Zom -> fasten, Alitscha -> mild, Wot -> Sauce] (vor den beiden Schalen auf dem großen Bild) oder der Sh‘ro Wot eine Sauce, die aus Saubohnen erzeugt wird. Gegessen wird mit der rechten Hand. Dabei ersetzt das Injera das Besteck und stellt zugleich die Beilage dar, bzw. das Brot. Man reißt einfach kleine Teile des Fladens ab, ergreift damit ein Stück der Fleisch- oder Gemüsezubereitungen und führt es zum Mund. (Man bekommt aber auf Wunsch auch Messer und Gabel, auf Teller haben wir verzichtet). Generell ist das äthiopische Essen scharf, meist durch das Gewürz Berbere oder Mit Mita. In den meisten äthiopischen Restaurants in Europa kann man aber auch mildere Varianten bestellen; eine scharfe, kalt verrührte Berbere-Soße wird dazu oft gesondert in kleinen Schälchen gereicht. So war es auch bei uns.

In dem Restaurant war früher eine Kneipe, so dass jetzt ein Einrichtungsstilmix geboten wird.

Vielleicht wundern Sie sich auch ein bisschen über das Plakat mit Fotos aus der Hauptstadt Eritreas? Die Architektur erinnert an Bauhaus und in der Tat ist Asmara durch die italienische Kolonialzeit ein „Hotspot“ für Architekturfreunde. Neben Bauhausgebäuden gibt es z.B. auch diverse Jugendstilhäuser.

Zurück zum Essen: Als „Gruß des Hauses“ gab es einen Schnaps, der an einen milden Ouzo erinnerte. Wir wollten noch äthiopischen Kaffee bestellen, was aber nicht ging. Der Grund: Da die Zubereitung länger dauert (inkl. frischer Röstung), muss man einen Tag vorher Bescheid sagen, dann kommt die Ehefrau des Besitzers und führt eine Kaffeezeremonie durch.

Während des Essens kam in angenehmer Lautstärke Musik wie diese vom Band:

Wer eine Speisekarte mit riesiger Auswahl braucht, ist hier nicht richtig. Das Angebot umfasst ca. 15 Speisen. (Diese kosten zwischen 10 und 15 Euro.) Auch sollte man ein bisschen Zeit mitbringen, denn alles wird frisch zubereitet.

Ich hoffe, das ist kein frommer Wunsch: Möge dieses Restaurant Duisburg lange erhalten bleiben!

Zum Schluss der gesetzlich vorgeschriebene Satz: Dies ist keine bezahlte Werbung.

Dirigentin gefunden

Hier nun mein letzter Parisbeitrag. Erstmalig besuchten wir die Pariser Philharmonie.

Ein weiteres architektonisches Prunkstück in Frankreichs Hauptstadt, das 2015 erst eröffnet wurde. Es liegt im „Musikerviertel“ direkt neben dem Parc du Villette im Nordosten von Paris. Früher eher eine Gegend, in der die Menschen arm waren, ist das Viertel heute dank der musischen Ausrichtung mit vielen Musikschulen und anderen Gebäuden prosperierend.

Der Besuch hielt zwei sehr positive Überraschungen für uns parat. Für mich war es das erste Konzert mit klassischer Musik, bei dem ich das Gefühl hatte, dass die Menschen wegen der Musik kamen und nicht um gesehen zu werden oder weil ein Besuch in den Kreisen „dazugehört“. Das konnte man an der Kleidung ausmachen, aber auch an den Einkaufstaschen, Rucksäcken oder Aktenkoffer, die in den Konzertsaal mitgebracht wurden. Die Eintrittspreise von 8 Euro bis 50 Euro ermöglichten einer viel größeren Zahl an Musikinteressierten, sich auch ein Ticket leisten zu können.

Wir hörten Musik von Sibelius und Schostakowich, dirigiert von Karina Canellakis, einer knapp vierzig jährigen Amerikanerin. Ihr gefühlvoller Stil des Dirigierens macht Musik sichtbar und noch besser erlebbar- nichts für Anhänger des minimalistischen Dirigierens. Möchten Sie einen Eindruck gewinnen?

Wer sie live erleben möchte, der hat vom 24.-26.Mai in der Kölner Philharmonie die Möglichkeit. Weil wir so begeistert waren, haben wir dann Karten für Sitze hinter dem Orchester, um ihr beim Dirigieren von vorne zusehen zu können.

Paris- bis 2100 immer wieder

Mir ist momentan so futuristisch zumute, und das hat mehrere Gründe: Ich war letzte Woche in Paris, habe am Wochenende das Hörbuch „Factfullness“ beendet und gestern einen Bericht über den Städteplaner Vincent Callebaut gesehen. Über alle drei „Zukunftskomponenten“ werde ich im Laufe der nächsten Tage berichten.

Paris: Kennen Sie den Parc de la Villette? Er liegt im Nordosten von Paris und wurde ab 1984 Stück für Stück auf dem Gelände der Pariser Schlachthöfe gestaltet. Drei der Schlachthöfe ließ man stehen und gab ihnen andere Funktionen, die anderen riss man ab und errichtete neue Gebäude sowie die „Folies“, alle umgeben von viel Grün mit diversen Themengärten und Kanälen.

Wir besuchten diesen Park, weil am Rande auch die neue Pariser Philharmonie steht und wir uns dort ein Konzert anhören wollten. (Bericht folgt). Bis zur Metrostation „Stalingrad“ fahren und dann erst einmal am „Bassin de la Villette“ entlangschlendern (oben rechts), das war der Touranfang. Jetzt im Januar befand sich alles im Winterschlaf, wie z.B. die diversen Restaurant- oder Caféboote (sieht man auf dem Foto nicht, es zeigt aber auch nur einen Teil des Bassins). Auch die vielen Bänke an den Boulebahnen waren leer- in wärmeren Jahreszeiten muss es sich hier gut leben lassen. Aber ein kleines maritimes Gefühl kam trotzdem auf, denn die Möwen schrieen, das Wasser plätscherte und Fahnen schlugen im Wind an ihre Masten.

Der Eintritt in den sehr großzügig angelegten Park ist kostenlos. Es gibt diverse Museen und Ausstellungen innen und außen, Spielplätze, Restaurants oder 10 Themengärten. Hier ein paar Schnappschüsse:

Oben links ist eins der „Folies“- 26 zumeist unterschiedliche rote Gebäude, bzw. Landmarken, die bestiegen, innen besucht oder auch gerne fotografiert werden können. Unter dem Folie eine der vielen Skulpturen, die zu einer Ausstellung gehörten. Rechts oben eine große „Zauberkugel“, ein 1985 eröffnetes Kino, darunter eins der alten Gebäude, heute als großer Veranstaltungssaal genutzt. Die jetzige Jahreszeit brachte es mit sich, dass wir von den Themengärten nicht viel gesehen haben, aber der Garten der Spiegel konnte dann doch beeindrucken. (unten rechts)

Der Park würde auch bei wärmeren Temperaturen nicht mein Lieblingspark, denn ich ziehe Verwinkeltes dem Reißbrettartigem vor. Aber man kann sich, obwohl die meisten Gebäude aus den 80er Jahren stammen, schon ein bisschen wie in einem Science Fiction Film fühlen und wirklich viel Zeit im Park angenehm verbringen. Deshalb ist er von mir eine Empfehlung für alle, die das typische Paris bereits gut kennen.

Warum die Jahreszahl 2100 im Titel? Das verrate ich Ihnen im nächsten Beitrag.

Besuch bei einem Papiertheater

Am Sonntag waren mein Mann und ich im St. Laurentius Museum in der Rheinhauser Eisenbahnsiedlung. Wir hatten eine Einladung zu Papirniks Papiertheater bekommen. Es sollte die Oper „Abu Hassan“ von Carl Maria von Weber aufgeführt werden. Ich war sofort Feuer und Flamme, denn in Spielzeugmuseen haben mich alte Papiertheater schon immer fasziniert.

Zuerst erzählte uns Herr Papirnik (er heißt wirklich so und seine Familie hat seit mehreren Generationen immer etwas mit Papier zu tun) über seinen Werdegang als Betreiber eines Papiertheaters, dann gab er uns einen kurzen Überblick über den Inhalt der Oper, die er auf ca. 30 Minuten gekürzt und mit ein paar Texten versehen hatte.

Sobald das Licht aus und der Vorhang hochgezogen war, befand man sich in einer Welt aus 1001er Nacht. Die nach alten Vorbildern neu gedruckten Puppen und Bühnenbilder waren zauberhaft. Die Texte der einzelnen Personen hatten zuvor Arbeitskollegen von Herrn Papirnik auf Band gesprochen. Sie hatten einen Hauch von Ruhrpottambiente und machte die an sich schon lustige Oper noch ein bisschen witziger. Die Opernarien kamen ebenfalls vom Band.

Die Aufführung war viel zu schnell vorbei, es gab viel Applaus mit mehrere Vorhängen. Nach der Vorstellung hatte man dann noch die Gelegenheit, hinter die Bühne zu gucken und Herr Papirnik beantwortete geduldig alle Fragen zur Geschichte und der Technik des Papiertheaters.

Haarlem im Dezember

Wie vorgestern versprochen, nun noch ein Tipp für einen Dezember City-Trip.

Der große Markt. Auf ihn treffen zehn Straßen, er ist der „Nabel“ von Haarlem. Der Herr, der uns den Rücken zudreht, ist übrigens L.J.Costers. Er ist ein Zeitgenosse Gutenbergs und ihm wird, zumindest in den Niederlanden, die Erfindung des Buchdrucks zugeschrieben.

Wir waren im späten Herbst in Haarlem und es war ein reichlich verregnetes Wochenende. Aber trotzdem fiel die gute Laune nicht aus, denn es gibt genügend Möglichkeiten, um sich ins Trockene zu retten.

Haarlem gilt mit seinen vielen kleinen Geschäften als die schönste Einkaufsstadt in den Niederlanden. Viele Straßen sind für Fußgänger reserviert und ein Bummel durch die Läden ist abwechslungsreich. Für Pausen zwischendurch findet man urige Kneipen oder schnuckelige Cafés.

Das kulturelle Angebot kann sich auch sehen lassen. Besonders beeindruckt waren wir von der Müller-Orgel, die von 1735 bis 1738 erbaut wurde und auf der schon Mozart und Händel gespielt haben. Um 12 Uhr mittags gibt es in der „Grote Kerk“ immer ein halbstündiges Konzert, das man ohne Eintrittskarte besuchen kann.

Museen gibt es mehrere (z.B. Frans-Hals-Museum und Teylers Museum), die Eintrittspreise sind allerdings teilweise recht sportlich.

Wir bildeten uns weiter, in dem wir in einer als Museum ausgebaute Mühle ein Führung mitmachten.

Und das ist der letzte Tipp: Machen sie bei trockenem Wetter einen Hofje-Spaziergang. Diverse Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert haben schöne Innenhöfe.

Bis morgen zum Gedächtnistraining!

Rotterdam macht es vor

Vorgestern schrieb ich, dass Rotterdam mit seiner Architektur und seinem innovationsfreudigem Alltagsleben zukunftsweisend ist. Nach der Architektur vorgestern heute nun das Alltagsleben als Thema.

Ausleihbare Räder und E-Roller sind auch in deutschen Städten angekommen- hier nun die Weiterentwicklung: Das ausleihbare E-Auto.

Dachbegrünungen gibt es auch bei uns, in Rotterdam ist man insofern schon weiter, dass Restaurants und Cafés ihren eigenen Kräutergarten vor Ort haben wie hier z.B. in der 6. Etage.

Oben links Garten, oben rechts Spielwiese und Infotafeln für die Besucher.

Ganz neu ist ein Projekt, bei dem Plastikmüll aus dem Hafen gefischt wird und in bepflanzbare Inseln umgewandelt werden.

Was mich aber auch beeindruckt hat, sind die findigen Kleinigkeiten, die das Leben erleichtern. Das ist nicht nur in Rotterdam so, sondern im ganzen Land. Hier ist die Devise: Mal ausprobieren und einfach mal machen, bei uns gibt es zuerst immer viele Bedenken, die dann erst viel später oder gar nicht zu etwas Neuem führen.

Ein paar kleine Beispiele: Im Museum gab es verschließbare Schränke für Taschen und Jacken. Bei uns muss man fast immer eine Münze einwerfen, da es entweder etwas kostet oder durch den Münzeinwurf der Schlüssel erst abschließt. Nicht so in Rotterdam: Hier stand an den Schränken einfach eine große Schüssel mit kostenlosen Plastikchips. Chip nehmen, Sachen verstauen, einwerfen, abschließen, fertig.

Im Bürgersteig eine Möglichkeit, auf Sehenswürdigkeiten oder Veranstaltungen hinzuweisen- die Handygeneration dankt es.

Und was ist das? Stellen Sie sich vor, Ihr Haus hat außen Ecken, auf die es keine freie Sicht gibt… Gerne können Sie mir Ihre Vorschläge schreiben.

Vielleicht warten jetzt noch einige von Ihnen auf das Thema Weihnachtsmarkt, weil ich in den beiden Jahren zuvor bei den Städtetouren immer darauf eingegangen bin.

In Rotterdam selbst stehen verteilt ein paar Büdchen herum, das könnten sie auch bleiben lassen. Der Grund dafür liegt wohl in der Tatsache, dass im ca. 25 km von Rotterdam entfernten Dordrecht der größte Weihnachtsmarkt in den Niederlanden stattfindet. An die 200 Stände auf 2,5 km Wegstrecke warten auf Besucher.

Rotterdam also ein Dezember-Reiseziel? Ganz ehrlich, fahren Sie lieber in einer wärmeren Jahreszeit. In den Hochhausschluchten kann der Wind sehr unangenehm werden und außerdem können Sie bei höheren Temperaturen auch schöne Radtouren unternehmen.

Ich habe aber noch einen Tipp für eine holländische Stadt im Dezember. Mehr am Freitag.

Amsterdam oder Rotterdam?

Kurz vor Weihnachten gebe ich Ihnen wie schon in den letzten beiden Jahren einen Tipp für eine Städtetour.

Seit einigen Jahren debattieren Niederländer und Touristen, welche Stadt, Amsterdam oder Rotterdam, die attraktivere sei. Dazu gibt es sogar schon Tassen-Statements:

Gesehen in Rotterdam…

Wir wählten dieses Jahr Rotterdam, denn die Touristenfluten in Amsterdam waren ja in den letzten Monaten mehrmals Thema in den Zeitungen. Außerdem ist Amsterdam viel „Altes Holland“, das man auch in anderen Städten sehen kann.

Noch vor ca. 40 Jahren hatte Rotterdam einen denkbar schlechten Ruf, inzwischen ist es die Stadt, die für Experimentierlust und Innovationen steht. Das zeigt sich in der Architektur und im Alltagsleben und davon bekamen wir selbst an einem Wochenende Einiges mit.

Zuerst besuchten wir die Kubushäuser. In einem der 38 Häuser ist ein kleines Museum eingerichtet, so dass man auch einen Eindruck bekommt, wie es innen aussieht. Jedes Haus hat eine Wohnfläche von 100qm, die sich über drei Etagen verteilen.

Schräg gegenüber wurde 2014 die imposante Markthalle eröffnet. Hier kann man eine kulinarische Weltreise unternehmen. Auf mehreren Etagen gibt es Verkaufsstände und kleine Restaurants.

Wer noch mehr architektonische Zukunft sehen möchte, der stromert durch die anliegenden Straßen mit vielen Einkaufsmöglichkeiten

oder geht über die in der Nähe liegende Erasmusbrücke.

An vielen Stellen Rotterdams präsentieren sich Gebäude der berühmtesten Architekten. Da wir nur ein paar Stunden Zeit hatten, überquerten wir nicht die Maas, sondern gingen in den Museumspark.

Ein noch nicht fertiger Neubau des Boijmans Van Beuningen Museums. Die Skyline von Rotterdam spiegelt sich in der Fassade.

Wir wollten uns eine Ausstellung in der Rotterdamer Kunsthalle ansehen. Thema: Alternativen zur legeren Bekleidung während der Weihnachtstage…

Dieses Plakat weist schon auf die Tatsache hin, dass die Ausstellung ab April in München zu sehen ist.

Morgen zeige ich Ihnen ein paar Fotos von dieser Ausstellung, die Modelle werde ich alles im nächsten Jahr „nachnähen“ 😉