Wer nicht neugierig bleibt, wird nur noch älter (Marianne Frauchiger)
Kategorie: Ausflüge in und um NRW herum
Kurze Ausflüge und Reisetipps- hier ist die Seite für Auszeiten. Und natürlich dürfen Museums- oder Konzertbesuche nicht fehlen! Oder geschmackliche Ablenkungen…
Die Duisburger Volkshochschule bietet seit mehreren Jahren diese Fahrt an.
In diesem Frühling waren wir dabei und fuhren nach Brüssel.
Nach drei Stunden Busfahrt erreichten wir das EU-Viertel und nach unserer Legitimation als Besucher wurden wir von einer Dame empfangen, die uns eine einstündige Einführung rund um das Thema EU geben wollte. Fragen waren von Seiten des Publikums jederzeit möglich.
Bereits die ersten Grafiken ihrer vorbereiteten Powerpointpräsentation lösten Fragen und Diskussionen aus. Die Gastgeberin stand sehr engagiert Rede und Antwort, bei kritischen Fragen versuchte sie mit geschulter Rhetorik Schwierigkeiten bei der Durchsetzung von Gesetzen und Missstände zu erklären und gab an einigen Stellen auch Handlungsbedarf zu. Nach 60 Minuten hatten wir ca. nur ein Drittel der Grafiken gesehen, waren aber trotzdem um einiges klüger, wenn es um Arbeitsabläufe, Zuständigkeiten, Fraktionszusammensetzungen oder Abstimmungen ging. Wir suchte danach den Plenarsaal auf, der mich mit seiner Größe beeindruckte. Hier bekamen wir noch Erklärungen zu der Sitzordnung der 720 Abgeordneten und das Thema Dolmetschen wurde ausführlich erläutert. Nach der Besichtigung machten wir noch einen kurzen Spaziergang im EU-Viertel und fuhren anschließend in die Brüsseler Innenstadt zum „Grand Place“. Hier hatten wir zwei Stunden zur freien Verfügung.
Oben rechts der „Grand Place“, darunter eine Passage, in der es u.a. mehrere berühmte Schokoladengeschäfte gibt. Links Mitte und unten eine alte Markthalle, die jetzt für Veranstaltungen genutzt wird.
Rechts die Kathedrale St. Michael und St. Gudula, links zwei Beispiele, für die Präsenz von Comicfiguren in Brüssel. Der Hinweis in der Mitte gefiel mir.
Mein Resümee: Ich bin froh, dass ich an dieser Fahrt teilgenommen habe. Meine Einstellung zur EU war vorher „positiv mit Abstrichen“, jetzt sind es ein paar Abstriche weniger und ich weiß die Leistungen der EU in den vergangenen Jahrzehnten mehr zu schätzen. Gefreut hat mich, dass wir zahlreiche Schulklassen in dem Parlamentsgebäude getroffen haben. Sie kamen beispielsweise aus Thüringen, Spanien, aus der Schweiz und auch aus England! Schade war, dass kein Parlamentsmitglied die Zeit fand, unsere Gruppe zu empfangen und einen persönlichen Einblick in seine Arbeit zu geben. So wünsche ich mir nun noch mehr, dass in den Medien öfter über die Arbeit der EU geschrieben wird, um die Transparenz und das Verständnis für die EU und ihren Leistungen zu erhöhen.
Bisher verband ich mit der Stadt Hilden nur eine der schönsten Gärtnereien, die ich bisher besucht habe. Seit letzter Woche kenne ich nun auch die Innenstadt und sie ist ein Nachmittagsausflug wert. Es gibt einen gute Rundwegbeschreibung, die man sich herunterladen kann:
Lauschige Ecken, interessante Architektur, Kirchen, ein Park und dazu zahlreiche Cafés und Fachgeschäfte, man bekommt den Eindruck, dass man in Hilden gut leben kann. Hier ein paar Eindrücke:
Manches entdeckte man erst auf den zweiten Blick…
Unten links das ehemalige Rathaus
Wir kamen an zwei Kirchen vorbei und mehreren Plastiken. Oben rechts „Die eilige Einkäuferin“, darunter „Pandora“.
Nach dem Stadtrundgang besuchten wir noch das Wilhelm Fabry Museum. Wer war Wilhelm Fabry?
In dem Museum läuft z.Zt die Ausstellung „Die Augen der Frida Kahlo“. Der Fotograf Bert Loewenherz hat Bilder von Frida Kahlo nachgestellt, bzw. sich Szenen ausgedacht, die der Welt der Frida Kahlo entspringen könnten.
Daneben werden Repliken von medizinischen Geräten und Heilmittel von Wilhelm Fabry gezeigt und erklärt, wie sie bei Frieda Kahlos Unfallverletzungen eingesetzt wurden.
Gegenüber des Museums befindet sich das Gebäude der alten Kornbrennerei Vogelsang. Auch sie kann man besichtigen.
Oben rechts: Hier wurde das Getreide gemahlen, Mitte Etiketten für diverse verschiedene Kornflaschen, unten links der „Geschmackschrank“, u.a mit Pfefferminze, Ysop ,Wacholder oder Bergamotte, unten Teilansicht der Destillerie
Am Ende des Ausflugs stärkten wir uns in einem Café auf dem schönen Marktplatz:
Am Samstag nahmen wir in Düsseldorf an einer besonderen Führung teil. So wurde sie beworben: Sie möchten während Ihres Schlossbesuchs nicht nur die Prunkräume besichtigen, sondern auch die Dienergänge, Keller und Kanäle sehen? Unser Vermittlerinnen-Team gewährt in dieser Führung Einblick in das Alltagsleben und die Wege der Dienerschaft. Welche Wege musste man nehmen, um von Ost nach West zu kommen? Wo waren die Räume für den praktischen Bedarf? Außerdem erfahren Sie Interessantes über das unterirdische Wasserleitsystem: was hat das alles mit der Itter zu tun und wie gelangte das Abwasser mit den Fäkalien nach draußen? Kluge Verbindungen und verzweigte Gänge sorgen für Erstaunen darüber, was sich der Architekt beim Bau des Schlosses so alles hat einfallen lassen… Auch echte Schlosskenner:innen dürfen sich hier noch überraschen lassen.
Unten links: Warum gibt es über den Kleiderschränken eine Luke, hinter der sich ein Gang befand? Hier mussten Bedienstete mit einer Kerze hinein krabbeln und den Fußboden der Etage über ihnen kontrollieren, denn es bestand die Gefahr, dass der Holzboden schimmelte. Unten rechts: Wohin führt diese steile Treppe- die Auflösung findet sich am Ende des Textes.
Auszug aus Wikipedia: Denn hinter den Fassaden verbirgt sich in vier Geschossen (plus Keller) ein raffiniert durchkomponiertes System von 80 Räumen, zwei Lichthöfen und sieben Treppenhäusern. Dies erzeugte einen Überraschungseffekt, wie er in der barocken Bau- und Gartenkunst schon vorher beliebt war: Besucher sollten erst im Innern die Geräumigkeit bemerken.
Wir stiegen aber nicht nur Stufen rauf und runter, um den Wegen der Dienerschaft und den Abwasserkanälen unter dem Schloss zu folgen, sondern wir besuchten auch die Gästezimmer, die der Kurfürst für seine Gäste eingerichtet hatte.
Die Einrichtungen der vier Gästezimmer, waren unterschiedlich üppig. Wichtige Gäste kamen pompöser unter als Gäste, die der Kurfürst nicht so mochte. Man achte auf die empfindlichen Holzböden, darunter krochen die Diener entlang.
Blicke über das Schlossdach wurden uns auch gestattet. Hier sah man die beiden Lichthöfe, die möglichst viel Sonnenlicht in die Räume leiten sollten, um Taler für Kerzenlicht zu sparen.
Haben Sie geraten, welches Schloss wir besuchten?
Diese Tour (75 Minuten) wird in Schloss Benrath angeboten. Anschließend sahen wir uns noch die Prunkräume des Schlosses an und wärmten uns danach im Schlosscafé auf.
Oben der prachtvolle Tanzsaal. Doch wo sitzt das Orchester? Unten: Auch die anderen Räume waren sehenswert.
Oben : Das Foto zeigt die Decke des Tanzsaals. In der Mitte ein helles „Loch“. (Links unten) Rechts unten: Die Pfeile zeigen an, wo die Musiker rund um das Loch gesessen haben.
Einen weiteren Regentag an der Mosel verbrachten wir in zwei außergewöhnlichen Museen. In Traben-Trabach eröffnete 2019 Peter Rogoz sein Museum, um die Geschichte des Schuhputzens zu dokumentieren und einen Teil seiner Sammlung historischer und besonderer Schuhe zu zeigen. Das „Schuh-Styling-Museum“ ist ein Teil der Räumlichkeiten seines Ladens „Rares für Bares“, in dem Menschen fündig werden, die auf der Suche nach ausgefallenen Objekten sind. Wir hatten Glück, dass Herr Rogoz Zeit für uns hatte, denn er gab uns eine ca. 45 Minuten dauernde Führung durch seine Sammlung – ich hätte ihm gerne noch viel länger zugehört! Das Kunsthandwerk des Schuhputzens – nach dieser Führung weiß ich, dass es wirklich ein edles Handwerk ist – gibt es seit ca. Mitte des 17. Jahrhundert. Bis dahin waren alle Schuhe matt und reiche Menschen versuchten, ihre Schuhe durch besonders kostbare Schnallen zu verschönern und drückten damit auch ihren Stand innerhalb der Gesellschaft aus.
Zwei sehr wertvolle Schuhschnallen aus dem 17. Jahrhundert
Als nun die Idee aufkam, die matten Schuhe zum Glänzen zu bringen, war die Begeisterung groß und gute Schuhputzer waren in den nächsten Jahrhunderten angesehen und wurden gut bezahlt.
Künstler nahmen Schuhputzer gerne als Motiv für ihre Werke
In mehreren Vitrinen wurden historische Schuhe gezeigt, um zu verdeutlichen, wie die Schuhmode sich verändert hat, bzw. welche „Schuhspezialitäten“ es gab.
Fotocollage oben links: Schuhe wurden gerne bestickt und es wurden die unterschiedlichsten Lederarten (Foto oben rechts) und andere Materialien benutzt. Foto unten rechts: Schuhe aus Silber, entworfen von Salvator Faragammo für Marlene Dietrich. Foto unten links: Hush Puppies, eine von vielen bekannten Schuhmarken.
Herr Rogoz war viele Jahre lang auch professioneller Schuhputzer und begegnete auf offiziellen Anlässen vielen berühmten Persönlichkeiten. Alle saßen auf diesem historischen Holzstuhl aus Salamanca. In diesem Moment waren sie Menschen wie du und ich (so Peter Rogoz), sahen geduldig zu und erfreuten sich an dem Können des Schuhputzmeisters.
Fotocollage:Fotos oben: „Wellness“- Zubehör für Schuhe Unten links: Achten Sie auf den Pinsel! Eine japanische Tradition: Der Pinsel wurde in Rosenwasser getränkt und damit wurde der Rand der Geta Holzschuhe bestrichen, um beim Gehen einen Rosenduft zu verstömen. Rechts unten: Sehen Sie den Damenschuh in der Mitte des Bildes und den vor dem Schild liegenden Schlüssel? Der Pfennigabsatz des Schuhs war in einem Kugellager verankert. So brach er nicht so schnell ab, die Trägerin musste nur manchmal das Kugellager mit dem Schlüssel nachziehen.
Ca. 200 Exponate geben einen Einblick in die Kultur des Schuhputzens. Ein Exponat fehlte mir allerdings (oder habe ich es übersehen?). Eine Vitrine widmet sich der Werbung rund um dieses Thema. Mecki habe ich gesehen, aber mir fehlte Lurchi, der Salamander von den Kinder- Salamander-Schuhen…Ihn und seine Abenteuergeschichten habe ich als kleines Mädchen geliebt. Vielleicht sieht Herr Rogoz noch einmal in seinem Privatbestand nach ( es besitzt ca. 1000 potentielle Ausstellungsstücke) und findet für Lurchi noch ein Plätzchen im Museum?😉
Das zweite Museum war das Zylinderhaus in Bernkastel-Kues, eröffnet 2017.
Das Gebäude ist neu, erinnert aber an Fabrikhallen aus der Gründerzeit.
Wir haben uns schon öfter Oldtimer angesehen, doch in diesem Museum werden die ca. 300 alte Autos und Zweiräder umrahmt von passenden Geschäften aus der selben Zeit. Das gab einen „Atmosphärenkick“ und war abwechslungsreicher als ein Besuch in reinen Automuseen.
„Weißt du noch?“ Diese Frage hörte man häufig.
Bei den Fahrzeugen gab es Schönheiten und Raritäten wie diese beiden Beispiele zeigen:
Aber es wurden auch Autos in ihrem „Habitat“ gezeigt:
Campingglück auf kleinstem Raum/ Nachbildung eines berühmten Autoschrottplatzes in der Schweiz. Wer mehr darüber wissen möchte:
Um die Herbstfarben in der Natur auszukosten, fuhren wir für ein paar Tage an die Mosel. Wir übernachteten in Beilstein, einem kleinen Ort in der Nähe von Cochem. Das war eine gute Wahl, denn abends, wenn die vielen Tagestouristen wieder weg waren, hatten wir den Ort fast für uns alleine.
Romantisches Beilstein, in der Mitte die Fähre, rechts oben Beilstein am Abend.
Am erste Tag durften wir direkt „in Farben baden“.
Die Weinberge legen sich ins Zeug…Unten rechts der heilige Castor von Karden.
Wir machten eine kleine Landpartie und schlenderten durch Bruttig, besuchten das Kloster Maria Engelport und aßen in Treis-Karden zu Mittag.
Bruttig hat lauschige Ecken und ist ein Ort für Menschen, die die Ruhe bevorzugen.
Oben links der Klostergarten, rechts daneben das 800 Jahre alte Kloster Maria Engelport. Unten: In Karden kann man die eindrucksvolle Kirche St. Castor besichtigen (habe schlichtweg vergessen, ein Foto zu machen). Aber wenn man in Karden mit wachem Auge durch die Straßen streift, kann man an Häusern oder in Ladenlokalen auch kleine Besonderheiten entdecken. Auch scheinen die Menschen „entschleunigt“.
Service der Deutschen Bundesbahn
Am Nachmittag sahen wir uns die Weinberge von der Mosel aus an, eine Bootsfahrt von Beilstein nach Cochem dauert ca. 50 Minuten.
Das Wahrzeichen von Cochem, die Reichsburg.
Kleiner Stadtspaziergang in Cochem
Hier merkte man, dass die Herbstferien in NRW begonnen hatten. Viele Familien waren unterwegs, an den Ufern lagen mehrere Flusskreuzfahrtschiffe.
„Souvenirs“ eines abgefahrenen Kreuzfahrtschiffes…
Manche Kneipen würden auch gut zum Ballermann-Abschnitt auf Mallorca passen, wir fanden glücklicherweise eine Weinbar, die nicht so überlaufen war und probierten ein paar Moselweine.
Tag 2 und 3 waren dann leider Nebel- und Regentage. Wir waren vorbereitet und besuchten in Cochem den Bundesbank Bunker, der gebaut wurde, um eine Ersatzwährung für die D-Mark zu lagern. Klingt wie ein Agententhriller? Hier die Geschichte: In der Vergangenheit war versucht worden, die Wirtschaft von Großbritannien und Portugal durch sogenannte Falschgeldteppiche zu destabilisieren. Die BRD hatte in den 50er Jahren Befürchtungen, dass der Ostblock dies auch bei uns versuchen würde und so wuchs der Plan, eine Ersatzwährung zu erschaffen, die im Notfall eingesetzt werden könnte. Zu einem Tag X wäre die alte D-Mark für ungültig erklärt worden und die neue Währung hätte man in Umlauf gebracht.
Links die Ersatzwährung, rechts die damals gültigen D-Mark Scheine
So der Plan. Aber wohin mit den Scheinen im Wert von 15 Milliarden? In Cochem, strategisch gut in einem Tal gelegen, nahe bei Bonn und mit Schienen und Möglichkeiten des Schiffsverkehrs ausgestattet, fand man ein ideales Gelände inmitten eines Wohngebietes. Offiziell wurde ein Schulungsgebäude bzw. Urlaubsunterkunft für Angestellte der Bundesbank eingerichtet. Dass man bei dem Bau über zwei Jahre so viele Sprengungen im Fels vornehmen musste erklärte man den Anwohnern damit, dass ein Bunker Vorschrift bei offiziellen Gebäuden sei und sie im Notfall auch im Bunker Schutz finden würden. Als die Anlage fertig war, wurde das Geld in Kleintransportern angeliefert und ab 1964 arbeiteten nur drei Menschen an dem Ort mit dem großen Geheimnis. Sie waren hauptsächlich dafür zuständig, dass die Haustechnik funktionierte und die Geldscheine damit geschützt waren, sei es vor Zugriff von außen oder klimatischen Einflüssen. Bei einer Besichtigung begeht man fast alle Räume und kann seiner Fantasie freien Lauf lassen.
Oben links: Im Bunker auf dem Weg zu den Lagerungsstätten (oben rechts). Unten links: Die Anlieferung der Geldscheinpakete, rechts ein Beispiel für ein Paket.
Die Ersatzwährung kam nie zum Einsatz und in den 80er Jahren wurde den Verantwortlichen nach und nach klar, dass diese Idee gar nicht durchführbar war. 15 Milliarden waren inzwischen viel zu wenig, dank wachsender Bevölkerung und Inflation. Auch war die Logistik des Verteilens nicht bis zu Ende durchdacht worden. So wurde der Bunker 1988 geschlossen und die Ersatzwährung vernichtet. 1994 eröffnete die Volksbank einen Tresorraum für ihre Kunden. Ein Misserfolg, sodass schließlich ein privater Busunternehmer die Anlage kaufte und ein Museum mit einer kleinen Theaterbühne daraus machte.
Links sieht man noch einen Teil der Schließfächer der Vereinsbank.
In einer Woche folgt ein zweiter Moselbeitrag, in dem ich Ihnen von zwei weiteren sehenswerten Museen erzähle.
21 Museen im Ruhrgebiet hatten eine schöne Idee für eine gemeinsame Ausstellung: Jedes Museum sucht ein Bild/Skulptur/Installation aus seinem Bestand aus und die anderen 20 Museen müssen dann zu dem Thema des ausgesuchten Kunstwerkes aus ihrem Bestand etwas thematisch Passendes finden. So gibt es seit letzten November eine digitale Ausstellung mit 21 x 21 Kunstwerken unter https://21×21.de/ .
In der Villa Hügel kann man noch bis zum 25. Juli 2025 eine Auswahl mit ca. 100 Werken aus der 21 x 21 Ausstellungsidee besichtigen. Wir waren letzte Woche dort und waren sehr angetan von dem Zusammenwirken moderner Kunst und altehrwürdigen Räumen mit viel Marmor und Holz.
Das sind die zehn Themen der Ausstellungsräume:
Gleich im ersten Raum „Bild der Frau“ trifft man auf Kunstwerke von Gerhard Richter, Paula Modersohn-Becker oder Wilhelm Lehmbruck. Diese exquisite Auswahl setzt sich auch in den anderen Räumen fort. Besonders freute ich mich, mal ein Bild von Edgar Ende im Original zu sehen.
Edgar Ende ist der Vater des bekannten Autors Michael Ende und er gilt als der wichtigste deutsche Surrealist. Von seinen ca. 1200 Werken sind allerdings die meisten im Zweiten Weltkrieg zerstört worden und dieser Verlust ist wohl mit der Hauptgrund, dass er heute weitgehend unbekannt ist. Edgar Ende starb 1965 und mehrere Künstler, deren Hauptschaffenszeit nach dem Krieg begann, wurden von ihm beeinflusst (z.B. Ernst Fuchs).
Teilweise musste ich in der Ausstellung auch lächeln. Besonders dieses „Kunstwerk“ in dem Raum „Kauflust“ weckte Erinnerungen. Erkennen Sie, was es ist? (Auflösung am Ende des Textes).
Welcher Titel fällt Ihnen hierzu ein?
Ein Besuch des Gartens von Villa Hügel lohnt sich immer.
Fotocollage: Oben links. Der Landschaftsgarten der Villa Hügel ist ca. 150 Jahre alt. So sind viele alte Bäume zu bewundern. Links unten: Ein Beispiel für alte Skulpturen.
Nach unserem Besuch suchten wir das Restaurant „Südtiroler Stuben“ auf, das unterhalb der Villa Hügel direkt am Baldeneysee liegt.
Das Restaurant hat mehrere stufenförmige Terrassen und diesen schönen Blick genossen wir von der Mitte aus. Die Speisekarte bietet Südtiroler Spezialitäten und andere bodenständige Speisen, die von freundlichem Personal serviert werden. Wir verbrachten noch ein paar urlaubsmäßige Stunden- ein Hoch auf das Ruhrgebiet!
(Keine bezahlte Werbung)
Auflösungen: Die beiden Objekte gehören zu der Wandverschalung eines ehemaligen Horten Kaufhauses. Der offizielle Titel des Beines heißt: „Sparstrumpf“. Der Künstler Victor Bonato schredderte 1000 D-Mark Scheine im Jahr 2000 und füllte sie in das Strumpfbein.
“Krumme Brücke“ oder auch liebevoll „Brüggli“ heißt eine Gaststätte, deren Wirt Rousseau Tagebuch schreibt. Er erzählt von seinem Alltag, seiner Sammlung von Klosprüchen, seinen Kolleginnen und Kollegen, den Gästen und philosophiert gerne. So lesen wir beispielsweise von der plötzlich verschwundenen Köchin Jackie. Nun muss Rousseau selbst ran. Er versucht gar nicht, Jackies Gerichte zu kopieren, sondern probiert Neues aus. Die Polizei wird eingeschaltet, Jackie bleibt verschwunden. Dann sind da noch die beiden Geschichtslehrer, die zum Schachspielen kommen und sich mit den Schachfiguren auch andere Spiele ausdenken. Lukas, ehemaliger Journalist, ist ein Stammgast, dessen Passion es ist, über den Verbleib von Gasp , einer berühmten Skifahrerin, die vor einigen Jahren verunglückt ist, zu spekulieren. Natürlich gibt es auch einen Stinkstiefel, Heiner, dem es nicht gut geht, wenn er nicht meckert.
Beim Lesen taucht man in diesen Mikrokosmos ein, freut sich und leidet mit bei den großen und kleinen Geschichten des Brüggli-Teams und der Gäste.
Ich habe das Buch gerne gelesen und bekam dann durch Zufall noch visuelle Unterstützung, als wir in Duisburg Bissingheim die Gaststätte Seitenhorst besuchten.
Fotocollage mit Bildern von der Einrichtung der Gaststätte
Die Gaststätte Seitenhorst ist für ihre Schnitzel berühmt. Man muss sich vorher allerdings telefonisch anmelden und auch direkt die Bestellung durchgeben, da der Chef und gleichzeitig Koch 85 Jahre alt ist und sich seine Zeit und Kraft einteilen muss. Kommt man mit der Kellnerin Christiane ins Gespräch, erlebt man ein Bissingheimer Urgestein.
Uns war mal wieder nach Abwechslung zumute. Wie wäre es mit ein bisschen Alaska, da waren wir noch nie? Gedacht, getan!
Fotocollage, u.a. mit einem Bild von einer Trapperbehausung, einem Alaskarestaurant und einem Totempfahl.
Alaska ist für seine tollen Landschaften und seine vielfältige Tierwelt bekannt. Wir hatten Glück und bekamen eine Idee vom „Wildlife of Alaska“.
Fotocollage mit einem Landschaftsbild und jeweils einem Foto mit einer Schneeeule, einem Rentier, einem weißen Wolf und zwei Seeottern.
Na und wenn wir schon einmal da sind, warum sollen wir nicht noch einen Abstecher nach Afrika machen?
Zwei Fotos mit einer Savannenlandschaft und zwei Holzhütten.
Auch hier schlug uns die Stunde des Fotografenglücks und es gelangen einige schöne Tierporträts.
Collage mit Fotos von einem Erdmännchen, einem Watussirind, einem Giraffenkopf und einem Löwen.
Wir mussten nicht fliegen, von Duisburg ist man mit dem Auto in 40 Minuten da. Wo? Im der Zoom Erlebniswelt von Gelsenkirchen, einem sehr weitläufigen Zoo mit ca. 900 Tieren (100 Arten) und liebevoll ausstaffierten Landschaften. Wir lernten auch uns bis dahin unbekannte Tiere kennen
Drei Tiere werden anhand von Informationstafeln beschrieben.Rechts Mitte: die beiden frühlingsmüden Baumstachler stehen stellvertretend für viele Tiere, die bei der Sonne von einer gewissem Frühjahrsmüdigkeit erfasst wurden.
Uns hat es dort gut gefallen und wir haben uns „Asien“ und den „Grimberger Hof“ für den nächsten Besuch aufgehoben. Einen Kritikpunkt muss ich allerdings loswerden: Es war warm und sonnig. Auf den beiden Rundwegen (2 und 2,4 km) gab es keine Möglichkeit, sich etwas zu trinken zu kaufen. Alle Buden und Cafés waren noch geschlossen, da die Hauptsaison noch nicht begonnen hat. (Die einzige Trink- und Essensausgabe lag abseits beim Spielplatz am Ausgang). Wenn jemand mit einem Rad mit einem Getränkeangebot durch die Anlage gefahren wäre, hätte er bestimmt ein gutes Geschäft gemacht.
Die Flußpferddame Rupia macht auch ein Schläfchen…
Wer sich für Fotografie interessiert, findet z.Zt. im Schloss Moyland zwei sehenswerte Ausstellungen. Wir waren zu viert dort und alle waren sehr angetan.
Den Besuch kann man mit einem Besuch im Schlosspark verbinden und sich dann im Café für die „geistige Arbeit“ belohnen und schwupps verbringt man einen schönen Nachmittag!
Gestern machten wir einen Ausflug in eine Stadt im Ruhrgebiet. Wissen Sie, wo wir waren? (Es ist nicht Hattingen!)
Wir besuchten die Altstadt, links ein Denkmal für den Nachtwächter Hieronimus.
Auslöser unseres Besuchs war diese Veranstaltungswoche:
Wir hatten bisher nicht gewusst, dass Mülheim eine so schnuckelige Altstadt hat und der Spaziergang durch die Gässchen war bei dem schönen Herbstwetter etwas Feines. Allerdings waren fast alle Geschäfte, die Restaurants und auch die Künstlerhäuser mit ihren Gärten entgegen der Ankündigung in der WAZ an diesem Dienstag geschlossen. Sehr schade und auch unverständlich, wenn man für offene Häuser während einer ganzen Woche wirbt. Wir trösteten uns mit einem Besuch auf dem nachgelegenen alten Friedhof und fuhren dann zum Kloster Saarn, wo es ein am Dienstag geöffnetes Café mit guten Kuchen gibt.
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