Zu kopflastig-Die Antwort

Der Vo-Autor dieses Blogs, Minky, mein Kater, warf mir gestern vor, der Blog sei zu kopflastig und ich sollte mal mehr Spässchen machen und mehr Witze erzählen. Mein Talent hält sich dabei sehr in Grenzen, da ich gehörte Witze schnell wieder vergesse. Aber ich will moch ka nicht lumpen lassen:

„Herr Ober, in meiner Suppe liegt ein Hörgerät!“ „Wie bitte?“

Ich lache gerne über Alltagssituationen und habe da ja auch schon einige wiedergegeben, ich sage nur Schwimmbadgespräche. Aber ich kann auch mit einer neuen kleinen Geschichte aufwarten: Wir sind im Café von Heino in Bad Münstereifel und essen die berühmte Nusstorte. Auf jedem Stück findet sich oben ein weißes Schokoladenblättchen, auf dem das Konterfei von Heino zu sehen ist. Das Handy klingelt, eine Freundin ist dran. Fragt u.a., wo wir wären, worauf mein Mann ihr über Whats App ein Foto des Tortenstücks schickt. Antwort der Freundin: Seid ihr im Café von Karl Lagerfeld?

Schluss mit lustig! Morgen gibt es die Besprechung eines Buches der Sängerin Patti Smith.

Nasse Momente

Häufiges Regnen kombiniert mit Hallenbadbesuche und dem Lesen ergibt „Nasse Momente“. Nach dem gestrigen regnerischen Sonntag passen diese Momente heute ganz gut.

Hier ein paar Vorschläge für innovativen Regenschutz (gesehen auf „Pinterest“):

 

 

Im Hallenbad sah ich eine Frau, die vier verschiedene Dusch-und Haarshampoo-Flaschen mit unter die Dusche nahm. Eine Flasche hatte den Titel „stressfrei“…

Innerlich verteile ich jetzt immer rot-gelbe Karten, wenn Frauen beim Verlassen des Duschraums ihre Dusche einfach weiterlaufen lassen, weil diese ja irgendwann mal selbst ausgeht. Selbst wenn es draußen aus Eimern schüttet, kann man trotzdem ein bisschen Wasser einsparen- tut nicht weh.

Das Highlight des Monats im Schwimmbad: Nachbarkabine, Mutter mit kleiner Tochter (zwischen 4 bis 8 Jahre, da um 15 Uhr der Mini-Schwimmkurs anfängt). Es gab schon einiges Genörgel, da das Töchterchen eigentlich gar keine Lust zum Schwimmen hat. Mutter sprach ein Machtwort, dann war Stille. Plötzlich die Tochter:“ Mama, findest Du nicht, das Schwimmen total überbewertet wird?“ Wieder Stille….

Zum Schluss noch ein literarischer Beitrag. Diese Nieselregen-Passage aus dem Buch „Die Stadt-Entdeckungen im Inneren von Wien von Gerhard Roth gefällt mir sehr gut:

Morgen ist Maurice Ravel das Thema meines Blogs.

Davon müssen wir noch ein bisschen zehren

Waren Sie gestern auch spazieren? War das nicht toll? Ich habe ein paar Fotos gemacht für die grauen Tage, die uns in den nächsten Wochen sicherlich noch weiter begleiten werden. Wenn Sie also mal eine kleine sonnige Aufmunterung brauchen, klicken Sie diesen Beitrag an…

Dieses Blau ist nicht getürkt!
Der wei(s)se Weg…


Und dann noch der tolle Duft der Lonicera am Hauseingang

Den geplanten Gedicht-Beitrag habe ich auf Dienstag verschoben.

Ein außergewöhnlicher Grabschmuck

Letztes Jahr sah ich auf dem Trompeter Friedhof dieses Grab.

Am Stein angelehnt war eine LP von Jimi Hendrix. Ein ungewöhnlicher „Grabschmuck“ zwischen den vielen Engeln und Herzen auf anderen Gräbern. Der Titel der LP ist „Rainbow Bridge“, ob sie deswegen dort hingestellt wurde? Oder war ein Lied oder die ganze LP für den Verstorbenen bedeutend?

Gestern hörte ich mir einige der LP-Lieder an. Mein Musikherz flog keinem Lied entgegen, aber an Jimi Hendrix zu erinnern, diese Idee gefiel mir. Deshalb mein Lieblingslied  heute für Sie:

Morgen zeige ich Ihnen ein paar Duisburger Fotospielereien.

Neulich im Schwimmbad

Im Schwimmbad ein kleines Mädchen in der Umkleidekabine, die neben meiner Kabine lag: „Mama, …..Du bist ganz schön dick!“ STILLE…

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Mama sich für 2019 eventuell etwas vornimmt. Haben Sie auch ein Ziel? Wenn ja, dann denken Sie aber bitte an Erich Kästners Worte:

Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.
 
Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!
 
Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos!

Ich wünsche Ihnen heute Abend und heute Nacht schöne Stunden- kommen Sie gut ins neue Jahr. Bis morgen!

Kellerfunde

Wenn es momentan so früh dunkel wird, dann ist die Zeit für Buch+Tee+Sofa optimal, aber nach ein paar Tagen bekomme ich dann doch das Gefühl, mich aus der Genusszone etwas herausbewegen zu müssen. So steige ich jetzt ab und zu auch in die Dunkelzone des Hauses, sprich Keller, und erwecke staubige Aufbewahrungskisten aus ihrem Dornröschenschlaf. Gleich die erste Kiste hielt für mich schöne Erinnerungen bereit:

LTU- Eine Fluglinie, mit der ich in den 80er Jahren ein paar Mal in den Urlaub geflogen bin. Hier zu sehen ein Täschchen mit Stoff-Schläppchen für lange Flugreisen. 

Internationaler Führerschein, ausgestellt 1980. Rechnen Sie mir bitte hoch an, dass ich Ihnen so ein Foto von mir zeige. Aber es soll ja auch lustig auf meiner Homepage zugehen.

“Die Wunderblume“- mein Lieblingsmärchenbuch. Mein Lieblingsroman war lange „ Das Geheimnis der 13 Häuser“. Kennt es noch jemand?

Die Single: Wir wohnten in den 60er Jahren in einem Haus, in dem im Erdgeschoss u.a. ein Schallplattenproduzent sein Büro hatte. Diese Probesingels bekam ich von ihm immer geschenkt.

Das Büchlein mit den Kinderzeichnungen wurde vom Rheinhauser Krupp-Gymnasium anlässlich der Krupp-Schließung herausgegeben. Kinder malten, was sie sich für die Zukunft wünschen.

So machen Kellernachmittage Spaß. Morgen zeige ich Ihnen ein Fund, bei dem ich nicht weiß, was es ist. Kann mir jemand einen Tipp geben? (Ist kein Wochenenderätsel!)

 

Klein, fein,mein…

… ist mein diesjähriger Adventskalender, den mir eine Freundin geschenkt hat. Er ist interaktiv, aber lesen Sie selbst:

Der morgentliche Mini-Smartie zum letzten Schluck vom Frühstückskaffee wird mir ab dem 25.12. fehlen. Aber ich werde keine neues Smarties kaufen, es soll etwas Besonderes bleiben.

Morgen pflege ich meinen Smartiesbauch und pausiere, am Samstag gibts ein Quiz, das der Freundin, meiner treuen Leserin I.H., gewidmet ist.

Es gibt solche und solche Melancholie

Bei dieser CD werde ich melancholisch, aber auf eine schöne Art. Wenn ich die Musik höre, dann denke ich beispielsweise an

– einen Spaziergang auf einem Nordseedeich bei rauher See

– einem Fischerboot, das alleine ohne großen Fang in den Hafen zurückkehrt

– eine einsame Möwe am Himmel
 
– an eine warme Kate, in der ich am Fenster sitze und Schneeflocken zugucke
 
oder auch an einen Krimi, der an der Nordsee spielt.
 
Musiker von Sardinen und aus Schweden und Frankreich spielen gemeinsam sehr gefühlvollen Jazz, der dem Meer gewidmet ist. Genau richtig für einen Novembertag, egal, ob schönes oder schlechtes Wetter. Hier eine kleine Einstimmung
 
 
 
Morgen mache ich eine Pause, am Wochenende gibt es was? Genau, ein Rätsel! Oder vielleicht auch zwei. Oder drei.
 

Wie war Ihr Wochenende?

Lustig,lehrreich, philosophisch,obskur humorvoll,ratlos, überraschend, larifari, nervig, amüsant, erinnerungsträchtig, heimatverbunden, berührend, lecker, nass, gemütlich.

Das wäre meine Antwort.

Drösele ich das mal auf: Die ersten vier Adjektive beziehen sich auf den Freitagabend. Wir waren in Neukirchen-Vluyn in der Kulturhalle, in der diese beiden auftraten.

Es gab kein festes Programm, aus dem Stehgreif beantworteten die beiden Fragen, die die Zuschauer zuvor auf Karten geschrieben haben.  Es war teilweise zum Schreien komisch, dank sehr seltsamer Fragen oder dank der schlagfertigen Antworten der Künstler. Manche Fragen kamen philosophisch daher (Warum vergeht die Zeit schneller, je älter man wird?) oder waren verblüffende Wissensfragen. (Warum haben Frösche keine Haare?). Obwohl sehr professionell und mit viel Bühnenerfahrung ausgestattet, überraschte manche Frage die beiden so sehr, dass sie in der Pause googelten und in der zweiten Hälfte darauf eingingen. Und zur Not schwadronierte Boning so vor sich hin bis ihm eine obskure Idee zu einer Beantwortung kam, das waren für mich die Höhepunkte. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ für diesen Abend. Ginge immer wieder dorthin, denn jeder Abend ist ja anders. 

Adjektive Nummer 5-9: Samstagnachmittag Eröffnung der Ausstellung „Vor Ort“ im Duisburger Lehmbruckmuseum

34 Duisburger Künstler (von 122, die sich für die Ausstellung beworben hatten) zeigen Werke aus ihrer aktuellen Schaffensphase. Sehr großer Andrang, daher kaum die Möglichkeit, in Ruhe die Bilder, Skulpturen usw. anzusehen = nervig. So entstand ein eher negativer Eindruck bei mir, den ich durch einen erneuten Besuch verbessern möchte. ⭐️⭐️ für die Tatsache, dass es sich um Duisburger Kultur handelt und für den  Abwechslungsreichtum der Werke-das konnte ich schon erkennen.

Adjektive amüsant bis berührend beziehen sich auf einen Samstagabend mit Wolfgang Trepper, der in Gelsenkirchen in der „Kaue“ auftrat.

Meine erste Veranstaltung mit ihm. Aus dem Fernsehen wusste ich, was mich erwartet: ehrlicher, manchmal grobschlächtiger Ruhrpott-Humor, so ist das hier eben. Und seine Anmerkungen beispielsweise zu heutigen Kindern und ihren Eltern, Fernsehprogrammen, Politikern waren wie erwartet: direkt, übertrieben und richtig. Er machte dann einen Erinnerungs-Ausflug in seine Kindheit nach Rheinhausen, die Friedrich-Alfred-Straße, „meine“Bücherinselstraße war unverkennbar. So war datt damals, kannich beschwören.

Sehr berührten mich die Erinnerungen an seine Eltern. Sein Vater wäre gestern 90 Jahre alt geworden. Er schickte Dankesworte an ihn und seine Mutter gen Himmel. Hier stand am Samstag ein Mann auf der Bühne, der seine Eltern immer noch liebt, weiß, was er ihnen zu verdanken hat und dies ausdrückt.

Ja, dann hatte er noch so eine rote Handtasche mit. Fast schon ein Markenzeichen, denn er sammelt am Ende seines Auftritts immer für einen guten Zweck und Zuschauer können Geldscheine aus ihrem Portemonnaie in besagte rote Tasche transportieren. Dieses Mal sammelte er für die Dirk Bach-Stiftung, die sich um alte Menschen kümmert, die an HIV oder Krebs erkrankt sind.

Schön, jemanden wie Wolfgang Trepper zu kennen, wenn auch nur aus der Ferne. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Lecker war es an jedem Tag. In der Kulturhalle kann man gut essen (Unbedingt Tisch reservieren). Gegenüber von der Kaue gibt es ein kleines italienisches Restaurant, gestern gab es eine leckere Spitzkohl Quiche. Nass wurde ich bei einem gestrigen Spaziergang, aber ich begrüße z. Zt. jeden Regentropfen gerne persönlich. Und danach habe ich es mir dann gemütlich gemacht, mit einem Buch, das ich ihnen morgen vorstelle.

So war das mit meiner Antwort.