Herzliche Arbeit

Heute ist der „Internationale Tag der älteren Menschen“. Dieser Tag wurde 1990 durch die UNO initiiert, um die Leistungen der Älteren und den Gewinn, den sie für das gesellschaftliche Zusammenleben darstellen, zu würdigen. Auf meiner Arbeitsstelle im AWO-BBZ Rheinhausen bringen wir das mit Herzen zum Ausdruck.

Auf den Herzen sind Gedichte und Sprüche zu lesen, die ausdrücken, dass das Älterwerden auch viele schöne Seiten hat. Diese Texte sind uns zugeschickt worden, nachdem wir über verschiedene Kanäle dazu aufgerufen hatten. Hier ein paar Beispiele:

Noch bis Mitte nächster Woche kann man sich an den Sprüchen erfreuen. Adresse: Friedrich-Ebert- Straße 147.

Älter werden in Duisburg

Seit ein paar Tagen gibt es die 10.völlig neu überarbeitete Auflage dieser kostenlose Broschüre:

Mit 340 Seiten ist der Ratgeber allumfassend, wenn es um das Thema „Besser älter werden in Duisburg“ geht. Man findet viele nützliche Adressen, Ansprechpartner bei verschiedenen Problemen, Tipps für eine aktive Freizeitgestaltung und Informationen über rechtliche Bestimmungen.

Zu den üblichen Orten, an denen man sich bisher die Broschüre mitnehmen konnte, wie z.B. in den Bezirksämtern oder teilweise in den Büchereien, sind dieses Mal noch die Mayersche Bücherinsel in Rheinhausen und Edeka Laudage in Rumeln-Kaldenhausen hinzugekommen.

Die neunte Auflage von 2017 war schnell vergriffen, sollten Sie Interesse an der Neuauflage haben, zögern Sie nicht zu lange, sich ein Exemplar zu sichern.

Plauschfreudiger Weihnachtsmarkt

Am Samstag bot ich am Stand der AWO BBZ auf dem Weihnachtsmarkt des Seniorenzentrums Lene Reklat in Rheinhausen meine Papierperlenketten und Briefkarten an.

Der Markt war gut besucht und das Interesse an den Papierperlen war groß. Ich wurde fast schon ein bisschen gelöchert mit Fragen zur Herstellung oder der Wasserdichtheit. Noch mehr Interesse weckten allerdings diese Bilder von Frau Ilse Heines:

Wie macht man denn sowas? Die kann man ja drehen, wie man will, man hat immer ein neues Bild! Die besten beiden Sprüche: Platz für Kunst ist in der kleinsten Hütte und noch besser: Tiny Art for Tiny Houses….Der Stand animierte jedenfalls zum gemütlichen Plauschen.

Ich hatte aber auch Gelegenheit, unseren Nachbarstand zu beobachten, an dem u.a. Kosmetika verkauft wurde. Die Inhaberin verstand es bestens, ältere Damen davon zu überzeugen, sich ein bisschen schminken zu lassen, d.h. Augenringe, Fältchen und geplatzte Äderchen abdecken, ein bisschen Rouge auftragen und ein Hauch von Lippenstift aufzulegen. Das Ergebnis war bei fast allen Gesichtern wirklich verblüffend und besonders schön zu beobachten war es, wie sich das wohlbefinden der Geschminkten sichtbar verbesserte.

Ich bin ja keine so große Sichschminkende, aber das gab mir doch zu denken…

Gedächtnistraining Lösungen und neue Aufgaben

Hier die Lösungen vom letzten Samstag:

gelb-Kamm-satt-Salz-jung-Duft-voll-Durst-schwer-Kunst oder Knast

sauer-gerade-langsam-geschlossen-hart-dumm-wach-schwer

S-50-F-40-V / 38-42-41-43 /264-341-429-528

Alles richtig oder hat sich doch der ein oder andere kleine Fehler eingeschlichen? Das macht gar nichts- hier ein paar neue Aufgaben:

Zum Punkt 1: Gemeint sind nicht nur Wörter, die auf Bein enden, somdern auch Wörter, wie z.B. mein, Wein, Rhein usw.

Viel Spaß und ein schönes Wochenende!

Woche der Demenz (Demenz im Alltag Nr.4)

Für eine Woche wird das Thema Demenz bundesweit mit vielen besonderen Veranstaltungen und Vorträgen der Öffentlichkeit näher gebracht. Ein bisschen möchte ich dazu beitragen.

In Duisburg gibt es viele Stellen, die Ansprechpartner für dieses Thema sind. Hier nur eine kleine Auswahl an Informationsmaterial, das in meiner neuen Arbeitsstelle, der Rheinhauser AWO BBZ auf der Friedrich-Ebert-Str. ausliegt und das sich jeder holen kann.

Dieser Blog wird anders

Vor ein paar Tagen schrieb ich über meine Bedenken, die ich nach der Lektüre dieses Buches

bekommen habe, was die Benutzung von facebook, Google und anderen Plattformen angeht. Auch stellte ich meinen Blog in Frage. Ob ich aufhöre oder weitermache, diese Entscheidung ist mir nun abgenommen worden. Ich mache weiter, aber anders.

Ab August bin ich wieder berufstätig. Ich werde nicht mehr so viel zum Schreiben kommen, auf der anderen Seite könnte meine neue Aufgabe diverse Themen mit sich bringen, die es wert sind, dass ich über sie berichte. Meine Blogbeiträge werden deshalb unregelmäßiger erscheinen.

In der Vergangenheit wurde ich schon mehrmals gefragt, ob ich nicht einen Newsletter verschicken könne, wenn ein Beitrag neu eingestellt sei. Ich hatte bisher keinen Newsletterverteiler gefunden, der einfach zu bedienen und auch datenschutzsicher ist. Nun, das Problem ist gelöst und ich biete Ihnen gerne an, Sie in den Newsletterverteiler mit aufzunehmen. Wenn Sie Interesse haben, senden Sie mir bitte Ihre Mailadresse an: linda.broszeit@gmx.de .

Sie können Ihre Adresse jederzeit wieder löschen lassen. Ich achte darauf, dass Ihr Postfach nicht mit meinen Newsletter überfrachtet wird, mal wird es eine Benachrichtigung zu einem Beitrag geben, mal werde ich mehrere Themen in einem Mail zusammenfassen.

Ist das ein guter Kompromiss?

Nicht überzeugend

Vor ein paar Wochen besprach ich das Buch „Glücksfall Alter“ aus dem Herder Verlag und war von angetan. Nun bekam ich dieses Buch geschenkt, das sich auch mit dem Thema Alter beschäftigt.

Das Buch erschien letztes Jahr und schaffte es auf Platz 1 der Bestsellerliste. Ich mag Herrn Hirschhausen ganz gerne, Herrn Esch kannte ich nicht. Gespannt fing ich mit der Lektüre an, die als Dialog zwischen den beiden gestaltet ist. Leider war ich aber bald schon skeptisch, denn Herr Esch zog für meinen Geschmack zu viele Statistiken und Befragungsergebnisse heran, um die Theorie von Glücks-Typ A,B und C zu untermauern. Demnach ist man z. B. in den mittleren Jahren (ca. 30-60) im „Tal der Tränen“ und muss sich mit Glückstyp B begnügen, d.h. alles ist eigentlich im Leben schrecklich und nur, wenn wir dem Schrecklichen entfliehen können, verspüren wir den Glückstyp B. Im Alter sind wir dann reif für Glückstyp C, sprich, wir werden gelassen, zufrieden, lassen los. Einwende, dass z.B. im Alter Krankheiten zunehmen, viele Menschen einsam sind oder durch den Tod des Partners einsam werden oder auch finanzielle Probleme haben, werden mit weiteren Befragungsresultaten entkräftet. Menschen sind im Alter zufrieden. Punkt.

Die beiden Autoren geben dann noch Tipps für ein noch zufriedeneres Leben im Alter, u.a. sollte man Sport treiben, ein Musikinstrument spielen, mehr in der Natur sein, meditieren, sich ehrenamtlich engagieren. Das ist nichts Neues und das lese ich auch in der Zeitschrift beim Friseur.

Jedes Buch, das bei einem Leser Lebensangst entkräftet und Mut macht, hat seine Berechtigung. Persönlich fand ich diesen Titel aber nicht überzeugend und bleibe lieber bei „Glücksfall Alter“.

Morgen gibt es wieder ein Rätsel zum Wochenende, fällt unter die Rubrik „Buchstabensalat“.

Alt, aber nicht zu alt

Dieses Buch fand ich im Bücherschrank auf der Kaldenhauser Liebigstraße. Da ich dieses Jahr einen 0-Geburtstag vor mir habe, war der Titel für mich so etwas wie der Wink mit dem Zaunpfahl.

In dem Buch finden sich 15 Thesen für unsere heutige Gesellschaft, wobei die Mehrzahl der Aussagen sich auf das Älterwerden bezieht, es aber auch provokante Aussagen gibt, wie z.B. zur niedrigen Geburtenrate (Autoren sehen das als sehr positiv an), Verteilung der Bildungsausgaben ( es muss mehr für die Bildung der Alten getan werden) oder Terrorismus (zu hohe Geburtenraten in Entwicklungsstaaten fördern Gewalttaten dieser Art).

Zum Thema Altwerden:

Die jetzt älter werdenden Babyboomer stehen vor einer noch nie dagewesenen Situation. Früher bestand das Leben aus Kindheit und Jugend-Erwachsensein-Altsein, wobei das Altsein Zeit ließ, sich etwas um seine Briefmarkensammlung zu kümmern bis man starb. Heute, wo alle Menschen sehr viel älter werden, ist die Zeit von 60-80 Jahren ein neues Zwischenleben, das es mit sinnvollem Zeitverbringen zu füllen gilt. Dafür gibt es noch keine wirklich guten Rezepte und so sind die Erfahrungen dieser Generation für die Zukunft äußerst wichtig.

Ehrenämter auszufüllen ist gut und schön, aber die Autoren regen beispielsweise auch an, Möglichkeiten für bezahlte Arbeit zu schaffen, die altersentsprechend sind und gibt dafür mehrere Beispiele. Die Erfahrung und die Zeit der Älteren gepaart mit der Neugierde und dem Enthusiasmus der Jüngeren wären für die Zukunft der Gesellschaft so sehr gewinnbringend.

Wenn man sich in diesem „Zwischenleben“ befindet, sollte man nicht einem schnell lächerlich wirkenden Jugendwahn verfallen und abnehmendes Verlangen nach Sex nicht mit dem Verlust von Liebe gleichsetzen. Auch muss gut überlegt sein, ob Träume, die man seit langer Zeit hegte, jetzt wirklich noch erfüllt werden müssen, selbst, wenn das Bauchgefühl eigentlich etwas Anderes sagt. Ganz wichtig deshalb: Das Loslassen von alten Vorstellungen und auch von überflüssigem Besitz. Nur so kann man offen sein für viele neue Erfahrungen in dieser Lebensphase.

Ich bejahe nicht jede Aussage dieses Buches und doch könnte ich noch so viel mehr schreiben. Aber eigentlich wäre es besser, wenn Sie das Buch selber lesen. So gibt es auch noch bemerkenswerte Gedanken über Einsamkeit und Alleinsein, das Kranksein im Alter und auch über den Tod.

Und sei es auch nur im tiefsten Inneren, so hat jeder zeitweise Angst vor dem Alter und vor dem Sterben. Wie der Untertitel des Buches andeutet, muss diese Angst nicht sein, wenn man einige Wahrheiten und bisher eher noch unkonventionelle Ideen beherzt. 

Sollten Sie das Buch lesen wollen, stören Sie sich nicht daran, dass es von 2007 ist. Es hat sich seitdem nichts an der Situation der älteren Menschen geändert. Oder doch, eigentlich schon: Die heute 60-80jährigen sind noch jünger im Geiste geworden. Die Affinität zu neuen Technologien ist gewachsen und sie fangen an, sich mehr in politischen Fragen und für die Umwelt zu engagieren. Schließlich hatte diese Generation ihre Jugend in der „Der Jute statt Plastik“ – und „Atomkraft nein danke“-Zeit.

Morgen stelle ich Ihnen die Phrasendreschmaschine vor und verbinde dies mit einem Rätsel.

 

 

Weiterverschenken?

Haben Sie Genusskörbe (Früher sagte man Fresskörbe) geschenkt bekommen, in denen sich Ess-oder Trinkbares fand, das Sie nicht mögen? Wenn Sie niemanden haben, an den Sie es weiterverschenken können, Sie es nicht einfach wegwerfen wollen, dann könnten Sie es hier hinbringen und spenden:

Die Kirchengemeinde auf der Schmiede Straße 10 in Rheinhausen/Bergheim hat dieses Häuschen vor einigen Wochen aufgestellt, um Obdachlose oder Menschen, die nur wenig Geld zum Leben haben, zu unterstützen. Das Häuschen ist 24 Stunden geöffnet, so kann man auch abends bei Dunkelheit etwas bringen oder wegnehmen, wenn es einem peinlich ist.

Hier die Liste, was gebraucht wird:

 

Vielleicht haben Sie ja auch zu Weihnachten zuviel eingekauft und Überhänge stehen im Weg herum? Oder Sie haben eine supergünstige 10erPackung eines Artikels gekauft, brauchen auf längere Sicht aber eigentlich nur fünf davon?

Vom Häuschen aus ist es nicht sehr weit zum Toeppersee, man könnte Nützliches und einen schönen Spaziergang miteinander verbinden.