Rückenschmuck in Hanau (Wochenende in Aschaffenburg 2)

Vorgestern kündigte ich unseren Besuch in diesem Hanauer Fachwerkhaus an.

Hier befindet sich das Deutsche Goldschmiedehaus. In dem Museum wird alles Wissenswertes zu dem Handwerk des Goldschmieds vermittelt und mit ca. 800 Schmuck-und Tafelgerätausstellungsstücken, die ab 1945 hergestellt wurden, bekommt man einen Überblick über die vielfältigen Ausdrucks-und Herstellungsmöglichkeiten nach dem Zweiten Weltkrieg.
Bei unserem Besuch machten uns, wie schon in Aschaffenburg, Umbauarbeiten einen Strich durch die Rechnung und wir sahen diese Hauptausstellung nicht. Aber es gab zusätzlich noch zwei Sonderausstellungen.

Eine Ausstellung zeigte traditionellen asiatischen Schmuck. Wer gerne SW-Fotos macht, kam hier auf seine Kosten. Aber noch interessanter fand ich einige Schmuckstücke und Utensilien, deren Art mir bislang unbekannt waren.

Links: Behältnis für Nähutensilien, Mitte: Kettenanhänger mit Reinigungsbesteck, darunter Glücksamulette für Haustiere (aus der zweiten Ausstellung zum Thema Talismänner), rechts oben Betelblattbehälter (Pedant zu kostbaren Zigarettenetuis) und Steckkamm mit rotem Pompom, als Symbol für Reichtum und Schönheit.
Oben rechts:An dieser Kette hängen alte Blumenmünzen aus Thailand. Viele der gezeigten Ketten waren sehr pompös und schwer.

Zwei Sehenswürdigkeiten von Hanau liegen etwas außerhalb der Innenstadt. Da ist einmal das prächtige Schloss Philippsruhe, das man sich ansehen kann und in dem zwei Museen integriert sind. Der „Running Gag“ setzte sich auch hier fort:

Also fuhren wir weiter zum Wilhelmsbad, einem Gelände mit Burgruine, schönem Park und großen alten Wirtschaftsgebäuden, die heute teilweise noch benutzt werden.

Die Anlage erinnerte mich ein bisschen an das Wiener Schloss Schönbrunn

Hier gibt es u.a. ein Museum zu besichtigen, dessen Slogan mich direkt zum Fan machte.

Die Tasse gab es im zugehörigen Museumscafés, wo wir uns erst einmal stärkten, bevor wir uns das

ansahen. Wie schon im Goldschmiedehaus begegnete uns Exotisches, aber auch viele Kindheitserinnerungen wurden wach und selbst ein Teil der Museumsbesucherinnen trugen zur guten Laune bei. (Kleinen Mädchen zwischen 3 und 10 stand ein Kleiderfundus zur Verfügung und dieser wurde begeistert angenommen. So wuselten viele kleine Prinzessinnen um unsere Beine…).
Bevor es am Montag mit dem Besuch im Spielzeugwunderland weitergeht, habe ich morgen für Sie einen Buchtipp.

Ein langes Wochenende in Aschaffenburg

Aschaffenburg ist die Stadt der Parkhäuser…Das nahmen wir als Erstes wahr, als wir Ende Januar erstmalig in diesem Teil von Franken waren. Der Grund des Besuches waren zwei Konzerte mit unterschiedlichen Setlists unserer Lieblingsgruppe IQ . Da die Konzerte abends stattfanden, nahmen wir uns tagsüber Zeit für eine Stadtbesichtigung. Ich hatte mich vorher etwas kundig gemacht, was man sich ansehen kann. Dummerweise waren mehrere Sehenswürdigkeiten geschlossen, sei es wegen Renovierungsarbeiten, wegen der Jahreszeit oder weil in Museen gerade neue Ausstellungen vorbereitet wurden. Trotzdem hat uns Aschaffenburg selbst an einem grauen und kalten Tag gefallen.
Wir besuchten zuerst die Altstadt von Aschaffenburg mit lauschigen Ecken, kleinen Fachgeschäften und Kneipen.

Rechts oben: Das berühmte Brauhaus Schlappeseppel. Dazu eine Erklärung, gelesen auf der Internetseite des Wirtshauses:

Man schreibt das Jahr 1631. König Gustav Adolf von Schweden nimmt Aschaffenburg ein. Während im Schloss Johannisburg Vorbereitungen für die königliche Hofhaltung getroffen werden, muss man feststellen: In den Fässern ist kein einziger Tropfen Bier. Mitten im 30-jährigen Krieg sind auch die letzten Quellen versiegt. Rasch ist ein Heermann gefunden, der die Kunst des Brauens versteht. Von höchster Stelle erhält er die Order, für seine Majestät Bier zu brauen. Soldat Lögler, wegen seines lahmen Fußes »der schlappe Seppel« genannt, löst seine Aufgabe meisterhaft. Dies war die Geburtsstunde des Schlappeseppel, einer Traditionsgaststätte, die sich diesem Erbe verpflichtet fühlt.

P.S. Das Essen war gut, das Faust Bier hat geschmeckt

In der Altstadt befindet sich auch die Stiftsbasilika Sankt Peter und Alexander mit Werken von Mathias Grünewald und Lukas Cranach d.Ä..

Wahrzeichen von Aschaffenburg ist das Schloss Johannisburg. Die Haupträume werden momentan saniert, deshalb sahen wir es uns nur von außen an. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf den Main, an dem eine Promenade entlangführt, auf der man einen Spaziergang oder eine Radtour machen kann.

Auch gibt es in Aschaffenburg einige großzügige Grünanlagen, die wir bei dem bescheidenen Wetter allerdings nur im Vorbeigehen wahrnahmen.

Uns war mehr nach warmen Museen und so fuhren wir in das nahe gelegene Hanau.
Die alte Innenstadt von Hanau ist 1945 zerbombt worden.

Nur einige wenige alte Häuser sind erhalten geblieben, die Architektur der heutigen Innenstadt mit überdimensionierten Einkaufszentren und Bausünden aus dem 60er und 70er Jahren ist so trostlos wie in viele anderen Städten auch. Das konnte auch der lebendige Wochenmarkt nicht abfedern.
Eines der alten Häuser besuchten wir und was wir uns hier ansahen, ließ uns ganz schnell in eine andere Welt abtauchen. Warum? Verrate ich am Donnerstag!

Besuch im Kolumba in Köln

Im Jahr 2013 wurde das Kolumba zum schönsten Museum Deutschlands gewählt. Ich kenne die offiziellen Begründungen nicht, aber mir fallen einige Gründe ein, warum dieses Museum etwas Besonderes ist.

Das Kolumba ist das Diözesanmuseum des Kölner Erzbistums und steht in der Nähe der Schildergasse, genauer gesagt dort, wo sich früher die Kirche St. Kolumba befand, bevor sie im 2.Weltkrieg zerstört wurde. Auf dem Gelände von St.Kolumba errichtete man nach der Zerstörung einem Gedenkkapelle, die 2007 ein Teil des neuen Museums wurde.

Man wird beim Eingang als Besucher von einem warmen, mit Holz getäfelten Raum empfangen, danach geht es im nackten „Betonstyle“ weiter.
Die 21 Ausstellungsräume erstrecken sich über das Erdgeschoss und zwei weiteren Etagen. Wir fingen oben an:

Hier wurde schnell deutlich, was das Besondere an Kolumba ist. Religiöse Kunst wird zusammen mit moderner Kunst präsentiert. Es gibt keine Beschriftungen, denn Besucher sollen unvoreingenommen ein Kunstwerk auf sich wirken lassen und selbst Beziehungen zu anderen Werken knüpfen. Informationen bekommt man auf andere Weise, beim Kauf der Eintrittskarte erhält man ein ca. 70 Seiten starkes Büchlein (siehe oben), in dem zu jedem Kunstwerk entsprechende Angaben gemacht werden.
Geht man durch die Räume, hat man dank großer Fenster immer wieder einen Blick in die Kölner Innenstadt, wodurch das Museum an Lebendigkeit und Verbundenheit zu der Stadt gewinnt.

Im Kolumba räumt man den einzelnen Werken Platz ein. Die Wirkung des Kunstwerks ist dadurch viel größer und intensiver. Hier ein Beispiel.

Die Pingsdorfer Madonna aus dem 12. Jahrhundert. Im Gegensatz zu vielen anderen Madonnendarstellungen wenden sie und das Kind sich dem Gegenüber zu und beide strahlen damit eine große Liebenswürdigkeit, aber auch Verletzlichkeit aus. Bei mir erweckte diese Skulptur eine Art Beschützerinstinkt.

Unsere Besichtigung schlossen wir mit dem Besuch der St.Kolumba Sakristei ab.

Oben rechts: Die Mauerreste der alten Kirche, daneben einige alte Fliesen.
Unten rechts: Die umbaute Gedenkkapelle, daneben ein Blick nach außen mit einer Skulptur von Richard Serra.

Bis auf wenige Ausnahmen werden jährlich die modernen Kunstwerke durch andere ersetzt und unter einem neuen Motto mit den alten Ausstellungsstücken zusammengestellt. Dabei bekommen dann die meisten der alten Kunstwerke einen neuen Platz innerhalb des Gebäudes zugewiesen und erhalten dadurch u.U. wieder eine ganz andere Wirkung. Damit will ich sagen: Er lohnt sich, jedes Jahr mindestens 1x das Kolumba zu besuchen!

Um Sie passend zu Kolumba in eine etwas meditative Stimmung zu versetzen, hier ein kurzes Video zu der Installation von Terry Fox mit dem Titel „Site Pendulum“. In einem großen leeren Raum wird 2x am Tag zur vollen Stunde die Bleikugel, die in der Mitte des Raumes an einer Klaviersaite von der Decke hängt, außen an einer der Wände in Umlauf gebracht. Ein mit Wasser gefülltes Glas steht auf dem Boden in der Raummitte. Im Laufe der Stunde werden die Bahnen, die die Bleikugel um das Wasserglas zieht, immer enger. War der Anstoß der Kugel zu Anfang exakt, berührt die Kugel am Ende der Stunde das Glas ohne es umzuwerfen und sie erzeugt Töne.

Uns blieben die Töne leider verwehrt, irgendwann blieb die Kugel stehen. Aber trotzdem waren wir fasziniert, denn jede Sekunde hätte das Glas ja vielleicht doch umfallen können…

Was braucht man für Garageband (3)

Letzte Woche kündigte ich an, Ihnen meinen „Arbeitsplatz“ für die Musiksoftware Garageband vorzustellen.

Die Schriftfarben haben folgenden Sinn:

Gelb= Ohne dem geht es nicht: PC, IPAD, Laptop oder Handy müssen vorhanden sein. Garageband wurde von der Firma Apple entwickelt und besitzt man ein Gerät dieser Firma, ist diese Software entweder von Anfang an auf dem Gerät installiert oder man kann es kostenlos herunterladen. Hat man Windows 8,9 oder 10 auf dem PC oder dem Laptop, kann man Garageband ebenfalls aufspielen, dann es allerdings nicht kostenlos. Ich mache keine Preisangaben, da diese schwanken, bzw. es auch immer wieder Preisaktionen gibt. Für Androidhandys soll es angeblich seit 2021 ebenfalls eine Möglichkeit geben, Garageband zu installieren, aber die Aussagen in Internet widersprechen sich teilweise. Abgesehen davon ist ein größerer Bildschirm von Vorteil, wenn man Musik mit Garageband machen möchte.
Der Zettelkasten (oder ein Notizbuch): Beherzigen Sie meinen Rat und schreiben Sie von Anfang an auf, wenn Sie Ideen haben, in Garageband eine Tonfolge entdecken, die Sie für später vielleicht benutzen wollen. Notieren Sie sich jeden erfolgreichen Arbeitsschritt. Wenn man nicht täglich mit der Software arbeitet, vergisst man schnell einzelne Programmfolgen und muss neu mit dem Lernen anfangen.

Grün: Kopfhörer und Mikrofon kamen nach zwei Wochen dazu, weil ich auch gerne singen und dies aufnehmen wollte. (Auf dem Mikrofon sitzt ein Popschutz, der Atemgeräusche beim Singen oder Sprechen unterdrückt). Ein Paar Lautsprecher gönnte ich mir, weil die eigene Musik besser klingt, als wenn sie nur aus dem IPAD kommt.

Rot: Mein letzter Neuzugang, den ich geschenkt bekommen habe: Ein Audio Interfacegerät mit vier Ein-bzw.Ausgängen. Wollte ich eigentlich nicht haben, aber jetzt möchte ich es nicht mehr missen.
Wenn Sie nicht nur Musik am Bildschirm machen möchten, sondern auch singen oder ein Instrument, das sie spielen, mit einbinden wollen, sollten Sie sich diese Anschaffung überlegen. Die Tonqualität bei Mikrophonaufnahmen wird so viel besser. Bei meinem E-Piano hatte ich zuvor die Bluetooth Midi Funktion benutzt, um das Spielen in Garageband einzubinden. Jetzt geht ein Midikabel von meinem Klavier in das Interfacegerät und die Tonqualität in Garageband ist voller und klarer.

„Ich bin nicht musikalisch, das ist nichts für mich!“ Vielleicht aber doch…Garageband bietet unzählige Tonfolgen an, die man kreativ kombinieren kann, so dass am Ende ein Lied zu hören ist, das Ihnen gefällt. Das Programm übernimmt dabei auf Wunsch die Angleichung der verschiedenen Tonspuren bezüglich Tonart und Takt. Auch gibt es eine Funktion, die sie anklicken können, so dass das Programm für Sie eine passende Tonfolge zu Ihrer eigenen Auswahl vorschlägt.

Hier ein Beispiel für ein kleines Lied, Erinnerung an einen Tag am Meer:

Benutzt habe ich in Garageband:
Das Grandpiano, die Musicbox,Neon Koto,Kindergarten Bass , Acoustic Guitar, Kontrabass Upright und Femail Choir Morph.
Die Wellengeräusche am Ende des Liedes habe ich von der Seite Freesound.org heruntergeladen. Bei der Auswahl muss man beachten, ob eine Tonfolge frei bearbeitet werden darf oder ob Einschränkungen vorliegen.

Motivation zur Musik

Gestern hörte ich einen Radiobeitrag im Deutschlandfunk. Es geht darum, wie Musik bei jungen und älteren Menschen das Gehirn positiv beeinflusst, beispielsweise bei Gedächtnisleistungen, dem Hören oder der Motorik. Nehmen Sie sich sieben Minuten Zeit, es lohnt sich!

https://www.deutschlandfunkkultur.de/musizieren-singen-hoeren-musik-wirkt-wie-medizin-reihe-neue-kraft-tanken-dlf-kultur-9380fe9c-100.html

Für mich war dieser Beitrag Bestätigung und Motivation, meine Versuche mit Garageband fortzuführen. Am Montag zeige ich Ihnen deshalb, wie mein „Arbeitsplatz“ für Garageband aussieht. Man braucht kein Instrument, um Musik zu machen und viel Spaß zu haben!

Auszeit im Dschungel und in der Wüste

Waren Sie schon einmal im Terra Zoo in Rheinberg? Wir füllten diese Wissenslücke in der letzten Woche und verbrachten dort zwei Stunden in wohliger Wärme bei eisiger Kälte draußen.
An dieser Stelle möchte ich für alle Arachnophobiker darauf hinweisen, dass es in der dritten Fotocollage ein Bild mit einer Spinne zu sehen gibt.

Empfangen wurden wir u.a. von Kattas und Schildkröten, genauer gesagt, Kattas auf Schildkröten.

„Buddha“ Katta auf Schildkröte unten links, ein Albino Alligator mit Kumpel

In den nächsten Glashäusern begrüßten uns Schlangen, Leguane, Frösche und Spinnen.

Wer ist in der Wildbahn das gefährlichste Tier auf diesem Bild? Es ist der kleine gelbe Frosch, ein Pfeilgiftfrosch, unten rechts. Die Rotknie Vogelspinne oben links hingegen erzeugt nur ein quallenähnliches Brennen auf der Haut, wenn man sie reizt.

Rund 400 Tiere (von 100 Arten) sind in dem Zoo zu entdecken, wobei ich die Betonung auf das Wort „entdecken“ lege. Beim ersten Rundgang dachten wir bei einigen Glashäusern, dass sie leer seien. Man muss manchmal sehr genau gucken, weil die Tiere auch mal recht klein sein können, sich verstecken oder sich der Umgebung sehr gut angepasst haben.

Links: Diese Echsen sind nur so groß wie ein Daumen. Rechts oben: Das braune „Blatt“ ist ein Skorpion.

Mit etwas Geduld kann man tolle Porträtfotos machen. Ich hatte nur mein Handy dabei, mit einem Teleobjektiv wäre meine Motivausbeute noch größer gewesen.

Oben links eine Echse, in der Mitte ein Piranha, darunter ein Chamäleon.
Rechts der Blockwart, der alles unter Kontrolle hat.

Der Zoo hat auch ein Außengehege, das in der Winterzeit aber geschlossen ist. Besondere Aktivitäten werden für Kinder angeboten. Wir besuchten den Zoo an einem Wochennachmittag und mehrere Großeltern nutzten die Zeit zusammen mit ihren Enkeln . Es war schön zu beobachten, wie sehr die Kinder von den Tieren fasziniert waren und mit welcher großen Ausdauer sie vor jedem Terrarium standen und den Großeltern Löcher in den Bauch fragten. Zum Glück gab es an jedem Terrarium eine Infotafel wie diese zum Beispiel:

Wer mehr wissen möchte über den Terra Zoo Rheinberg: https://www.terrazoo.de

Achtung: Auf der Webseite befinden sich Informationen zu den Zoos in Rheinberg und in Sontra! Man muss darauf achten, dass man nicht aus Versehen die Informationen über Sontra auf Rheinberg überträgt.

Lob auf die Pfütze

Pfützen finde ich als Fotomotiv immer interessant und in den letzten Tagen war ich bei den Minusgraden wieder fündig:

Eiswurm
Scream
Blue Monday

Schmunzeln musste ich, als ich dann am Freitag abends zufällig dieses Gedicht entdeckte:

Ich fand den Text in:

Dieses Buch kann ich allen empfehlen, die einen gewissen schrägen oder auch schwarzen Humor nicht verschmähen. Darüber hinaus bieten die Gedichte von Bernstein auch einen geschichtlichen Rückblick. Der Autor veröffentlichte u.a. in den Zeitungen „Titanic“ und in „Pardon“ seine Gedichte und nahm Politiker und gesellschaftliche Fragwürdigkeiten in den 70er Jahren aufs Korn. Besonders interessant sind die Gedichte, die selbst „Titanic“ nicht veröffentlichte, weil sie zu brisant waren.
Ja, Herr Bernstein hatte es nicht immer leicht…

Ende des 365 Tage Projekts

Bild 365 von 365

Heute beende ich das „ 365 Tage Projekt“, bei dem ich in den letzten zwölf Monaten jeden Tag ein neues Bild von mir vorgestellt habe, das ich kurz zuvor gestaltet hatte. Was bedeutet dieses Jahr für mich?

Ich gebe zu, dass ich stolz darauf bin, ein Jahr lang durchgehalten zu haben. Ich fühlte schon einen gewissen Druck, etwas produzieren zu müssen, besonders als ich noch gearbeitet habe oder ich im Urlaub oder auch krank war. Aber nur einmal war es wirklich „brenzlig“: Noch um 23 Uhr hatte ich keine Ahnung, was ich am nächsten Tag veröffentlichen sollte. Doch beim Lesen eines Buches im Bett kam mir eine Idee und ich war gerettet. Ansonsten inspirierten mich Tagesgeschehnisse, eigene Sorgen, Besuche in Museen und besonders die deutsche Sprache. Ich sammle seit einigen Jahren in diesem kleinen Heft Wörter, die mir in Texten auffallen, weil ich sie schon lange nicht mehr gehört bzw. gelesen habe.

Ich entdeckte auch neue Wortschöpfungen von Autoren, bei denen Bilder in meinem Kopf auftauchten, die ich dann umsetzte.
Wenn ich das Jahr Revue passiere lasse hätte ich mir gewünscht, dass ich noch häufiger verschiedene künstlerische Techniken ausprobiere. Doch fehlte mir da die Muse und ich arbeitete mit meinen Fotos, die ich dann mit den Apps Pics Art, Photoleap, Distressed FX oder Snapseed bearbeitete. Sehr zu schätzen gelernt habe ich die App Adobe Fresco. Mit ihr malte ich z.B. im Aquarell-, Kohle- oder Bleistiftstil.
Was mich beeindruckte, war mein Unterbewusstsein. Mehrmals begann ich ein Foto zu bearbeiten, ohne dass ich wusste, wohin es mich führt und dann war plötzlich ein Titel in meinem Kopf. Ein Beispiel: Bild Nr. 358 „Paralleluniversum“

Die Sammlung dieser Bilder werde ich in meinem Blog unter „Bildergalerie“ weiter zeigen und es kommen im Laufe der Zeit sicherlich auch noch neue Bilder dazu. Einige Leser und Leserinnen haben sich über die Kommentarfunktion oder via Mail zu diesem Projekt geäußert, was mich besonders freute. Manche Bilder brachten sie zum Schmunzeln, drückten eigenen Gefühle aus oder inspirierten zu eigenen Bildern.
Am Montag kommt der nächste Beitrag- schönes Wochenende!