AC/DC, Iron Maiden, Metallica

Momentan freuen sich viele Heavy Metal Fans über die neue CD von AC/DC. Ich habe ein paar Stücke gehört, doch wie bei anderen Scheiben in der Vergangenheit oder auch bei Konzerten von Heavy Metal Bands wird mir bei dieser Musik schnell langweilig, musikalische Überraschungen gibt es eher selten. Deshalb war ich positiv überrascht, ein AC/DC Stück auch mal in einer anderen Interpretation zu hören. Diese gefällt mir weitaus besser! Die Musikgruppe aus Finnland nimmt sich auch Lieder von Iron Maiden oder Metallica vor und scheut auch nicht zurück vor Stücken aus der Punkszene. Lassen Sie jetzt die Post abgehen!

Wer zum Vergleich das AC/DC Stück hören möchte:

Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, der kann sich noch eine dritte Variante anhören:

Bis Donnerstag!

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Irgendwann werden wir wieder in den Urlaub fahren können, da bin ich einfach mal optimistisch. Nachdem nun unser Aufenthalt im Hunsrück so gelungen war, eignet sich der Winter doch sehr gut dazu, neue Pläne zu schmieden, um Deutschland ein bisschen weiter zu entdecken.

Welche nicht so überlaufenden Urlaubsregionen gibt es? Setzen Sie die folgenden Silben richtig zusammen und Sie bekommen elf Anregungen, wo man in Deutschland Urlaub machen kann.

MARK- BIR – SCHE – MEER – HOL – MÜHL – FRAN – GE – SART – LAND – BREIS – OBER – BURG – SPES – STEIN – BRAN – GAU – NUS – ERZ – DER – ALT – STEIN – TAU – DEN – SAAR – TAL – GE – SCHWEIZ – KEN – UCKER – HU

Letzte Woche wollte ich von Ihnen die Namen dieser Bilder- und Kinderbuchfiguren wissen:

Links unten: Na klar, Pippi Langstrumpf und Herr Nilsson, daneben Karlsson vom Dach mit seinem Freund Lillebror, alle vier erdacht von Astrid Lindgren

Links oben: Katze Findus mit Freund Pettersson von Sven Nordqvist, daneben von Jujja Wieslander die coole Mama Muh mit ihrer trotzigen und motzigen Freundin, die Krähe.

Vielleicht haben Sie noch irgendwo alte Kinderbücher und fangen am Wochenende beim Entstauben mit dem Schmökern an?

Bei mir geht es weiter am Dienstag.

Geheimnisvoller Glan (Hunsrück Urlaub Nr.7)

Unter diesem Motto zeigte im Mai 2020 der SWR eine 45 minütige Sendung über den Hunsrücker Fluss „Glan“.
https://www.ardmediathek.de/swr/video/expedition-in-die-heimat/geheimnisvoller-glan/swr-fernsehen/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzExMjAzNjI/

Als wir im Hunsrück Urlaub machten, kannten wir diese Sendung noch nicht, doch war unsere Begegnung mit dem Glan ein Highlight für mich.

Seit Jahren gab es einen Running Gag zwischen meinem Mann und mir: Ich wünschte mir schon so lange, einen Eisvogel in natura zu sehen und bei jedem Fluss, in dessen Nähe wir kamen, brachte ich meinen Spruch an:„Ich finde, dass das hier ein typischer Eisvogel-Fluss ist!“ Mein Mann nahm mich dementsprechend nicht wirklich ernst, als ich meinen Spruch dieses Mal aufsagte. Und dann sah ich ein schillerndes Blau….

Dieses Foto habe ich nicht selbst gemacht, es wurde mir von Herrn Takashi Yanagisawa zur Verfügung gestellt

Auch mein Mann konnte sich gar nicht von dem Anblick lösen. Erst sonnte der Vogel sich, dann tauchte er, ordentliches Federputzen folgte…wunderschön!
So wird der Glan in meinem Herz für Flüsse immer einen ganz besonderen Platz einnehmen. Dass ich damit nicht alleine bin sieht und hört man auch in der Fernsehdokumentation. Menschen aus ganz unterschiedlichen Regionen hat es an den Glan verschlagen, um hier etwas Neues auszuprobieren oder einfach so zu leben, wie man immer schon wollte. Schöne Lebensgeschichten findet man hier.
An den Glan kamen wir bei einem Spaziergang durch Meisenheim. Durch dieses Städtchen weht noch mittelalterliche Geschichte, denn es wurden nur wenige Gebäude zerstört. Wer in die Stadtgeschichte eintauchen möchte, sollte mindestens einen halben Tag einplanen.

Die evangelische Schloßkirche mit einer Orgel aus dem 18. Jahrhundert der Brüder Stumm. (Rechts oben). Sehr empfehlenswert ist das „Café Meisentörtchen“ mit köstlichem Kuchen. (Mitte). In Meisenheim fielen mir diverse originelle Blumenbepflanzungen auf.(Unten rechts).

Eigentlich wollte ich mit dem Glan-Beitrag die Hunsrück-Reihe enden lassen. Doch es gibt noch ein P.S., weil ich mich unwohl fühle, wenn ich nicht noch kurz auf dieses Hunsrücker Kleinod eingehe:

Einfach nur schnuckelig…

Alles Wissenswerte zu diesem besonderen Ort können Sie hier lesen:

Ich habe es ja schon gesagt: „Hunsrücker packen es an!“

Übermorgen gibt es wieder ein Rätsel, das Thema verrate ich Ihnen heute schon: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!

Ungestüm und doch ganz zart (Hunsrück Urlaub Nr. 6)

Während unseres Urlaubs im Hunsrück kamen wir natürlich auch nicht an dem Thema Wein vorbei. Zum ersten Mal probierte ich einen „Blanc et Noir“, einen Weißwein, der wie ein Rotwein mundet. Eine Neuentdeckung war für mich auch die „Faberrebe“. Der Wein gilt zwar als trocken, doch nicht im Sinne von staubtrocken, sondern süffig trocken.

Eine Art Jagdfieber packte mich, als ich in der ersten Straußenwirtschaft auf einer Weinkarte zwei Beschreibungen von Weinen entdeckte, an die ich sofort ein Kreativsternchen verteilte:
“Aromenpingpong- charmant GEREIFT“
“Eine Sonate für die Seele und die Kehle“

Animiert von diesen beiden verbalen Lustmachern auf Wein suchte ich ab sofort weitere weinsprachliche Schätze und wurde auch fündig. Hier meine besten:

“KULTVERDÄCHTIG, ohne Allüren“
Die Zunge im Rebensaft planscht
Ein Hohepriester unter den Roten
Sublime Tropfen höhlen den Gaumen
Der Rote Simpel-cooler Typ
WIRBELWIND, pure Lust am Leben
Ein Geschmacksknospenstreichler par excellence
Ein roter Wonneproppen
Strotzt vor Kraft, mit viel WUMMS
Eine Kusshand aus dem Weinhimmel
Druckvoll, geradliniger Fluss

Fluss….einen besseren Übergang gibt es nicht zu meinem nächsten Blogbeitrag am Freitag, in dem ich über den Glanfluss schreibe.

Helden aus der Kindheit

Gestern nahm ich Sie mit in das PuK Museum in Bad Kreuznach. Während unseres Besuchs liefen zwei Sonderausstellungen, die eine zeigte berühmte Puppen im Fernsehen, die andere widmete sich Bilder- und Kinderbuchhelden. Dies ist mein Rätsel zum Wochenende: Welche Buchfiguren erkennen Sie auf den Fotos?

Federleicht, lammfromm, spottbillig, schnurstracks, blitzsauber oder blitzgescheit, klammheimlich, hundsgemein, zappenduster, bleischwer, sternhagelvoll, knüppeldick, mutterseelenallein

Sind das nicht schöne Wörter? Sie sind die Lösungen meines letzten Samstagsrätsels.

Wünsche Ihnen ein gemütliches Wochenende!

Kennste eins, kennste alle- nicht bei Puppenmuseen (Hunsrück-Urlaub Nr.5)

Vor einigen Jahren entdeckten mein Mann und ich unsere Liebe zu Puppen- und Spielzeugmuseen und haben seitdem schon einige besucht. Die Museumskonzepte sind dabei recht unterschiedlich, so dass es nie langweilig wird, diese Art von Museen aufzusuchen. Da gibt es z.B. das Museum in Lübeck, dessen Schwerpunkt das Sammeln alter Puppen aus allen Erdteilen ist.

Oder in Lyon widmet man sich den einheimischen Puppenfiguren, sowie berühmten stationären Puppentheatern.

Beim Besuch des Museums für Puppentheaterkultur, kurz PuK genannt, in Bad Kreuznach, erfuhren wir nun viel über deutsche historische Puppentheater.

Displays erklärten sehr anschaulich die Unterschiede zwischen den Puppenarten und welche Besonderheiten man in der Handhabung beachten muss, wenn man mit ihnen auftreten will.

Auch wird gezeigt, wie man eine Puppe schnitzt oder welche anderen Materialien geeignet sind, eine Puppe zu erschaffen.

Unten links: Verschiedene Materialien kommen hier zum Einsatz, z.B. Wellpappe oder Seile. Mitte: Charles de Gaulle und Konrad Adenauer trafen sich 1958 in Bad Kreuznach, mit Pappmaché-Puppen erinnert man an diese besondere Zusammenkunft, denn es war das erste deutsch-französische Treffen nach dem 2. Weltkrieg.
Rechts: Miss Marple, geformt aus einer alten Plastikflasche.

Während die Räume der meisten von uns besuchten Puppenmuseen eher eine schummrige Beleuchtung hatten und dadurch eine Atmosphäre geschaffen wurde, als betrete man eine Puppenschatzkiste, ist das PuK weitläufig und hell und es gibt genügend Platz für Sonderausstellungen. Momentan bietet das Museum einen wunderbaren Überblick über alle Puppen, die nach dem zweiten Weltkrieg im Fernsehen aufgetreten sind und Besucher lernen dabei auch die Sprecher und Sprecherinnen dieser Puppen kennen.
Erinnern Sie sich noch an ihn? Bittttteschööööön:

Der Hase Cäsar war einer meiner Lieblinge, weil er immer ein bisschen frech war. Er trat von 1964 bis 1984 in verschiedenen Sendungen auf und hatte dann 2001 und 2004 noch zwei „Comebacks“.

Natürlich fehlten auch nicht die Stars der Augsburger Puppenkiste, aber über sie schreibe ich ein anderes Mal. Figuren aus der Sesamstraße waren ebenso vertreten wie die Akteure aus der „Sendung mit der Maus“.
Nach zwei Stunden waren wir auch von diesem Puppenmuseum sehr angetan. Es kamen wieder schöne Kindheitserinnerungen hoch, die lange verschüttet waren und der Vorsatz, öfter mal in ein Puppentheater zu gehen, wenn es wieder möglich ist, wurde bekräftigt.
Über die zweite Sonderausstellung im PuK schreibe ich morgen, denn da bietet es sich geradezu an, ein Wochenendrätsel einzubinden.

Flusslandschaften Nr. 1 (Hunsrück-Urlaub Nr. 4)


Während unseres Urlaubs haben wir Teile der Nahe und ihres Nebenflusses Glan kennengelernt. Was wir von der Nahe gesehen haben, gefiel uns gut, geschockt waren wir allerdings von der Tatsache, dass sie in einem Ort völlig verschwunden ist.
Ende der siebziger Jahre besuchten wir Idar-Oberstein, weil ich zu der damaligen Zeit eine fleißige Mineraliensammlerin war und diese Stadt als deutsches Mekka für Steininteressierte galt. Es gibt dort zu diesem Thema mehrere sehenswerte Ausstellungen und diverse Geschäfte, die Edelsteine und Mineralien anbieten. Damals alles in einem schönen Ambiente, sprich Altstadtflair.
2020: Als ich nunmehr zum zweiten Mal in Idar-Oberstein war, traute ich meinen Augen nicht. Habe ich schon einmal eine so trostlose Stadt gesehen? Mir fällt spontan keine ein. Der Hauptgrund:

Unter der vierspurigen Bundesstraße, die Sie in dieser Filmeinstellung sehen, fließt die Nahe, man verpasste dem Fluss einen Deckel. Ein zweiter Grund: Mitten in der Stadt wurden in den letzten Jahren mehrere hässliche Betonklötze hochgezogen. U.a. ein Einkaufszentrum, das die Fußgängerzone ausbluten lässt. Wenn Sie sich also nicht für Mineralien und Edelsteine interessieren, ersparen Sie sich die Fahrt nach Idar-Oberstein. Oder machen Sie einen Bogen um die Innenstadt und besuchen Sie nur das Schloss Oberstein.

Links unten sehen Sie die Ruine des Schlosses. Auch hier arbeiteten tatkräftige Hunsrücker zusammen und restaurierten das Anwesen in den 80er Jahren. Oben der Rittersaal, links daneben ein Fenster mit Achat-Splittern. Unten die Aussicht auf Idar-Oberstein.

In Kirn kamen wir zum ersten Mal mit der Nahe in Berührung. Hier darf sie noch durch die Innenstadt fließen und ein kleiner Bummel lohnt sich auf jeden Fall:

Die Ruine der Kyrburg (oben links) und Gebäude aus fünf Jahrhunderten (darunter einige der Fürstenfamilie Salm Kyrburg) machen Kirn zu einem interessanten Ausflugsziel.


Bad Münster war der zweite „Nahe“-Ort, hier hat der Fluss ein ganz anderes Erscheinungsbild:

Man kann am Fluss spazieren gehen, Rad fahren oder ein Paddelboot mieten. Das Ziel ist das nicht weit entfernte Bad Kreuznach. Aber vorher sollte man noch ein bisschen in Bad Münster flanieren, denn hier ist noch ein Hauch der Jahrhundertwende zu spüren, als die Bäderkultur ihren Aufschwung nahm.

Unten rechts ein Plakat, wie es damals in Bad Münster aussah. Unten links ein Blick in die Brunnentrinkhalle, wo man noch heute etwas für seine Gesundheit tun kann.

Auch in Bad Kreuznach prägt die Nahe das Stadtbild. Wenn Sie sich an meinem „Hunsrück-Abitur“ am vorletzten Samstag beteiligt haben, kennen Sie ja schon die berühmten Brückenhäuser von Bad Kreuznach.

Neben der Postkartenansicht der Brückenhäuser oben links gibt es noch weitere Häuser, z. B. unten links. Oben rechts der Marktplatz von Bad Kreuznach, unten rechts die Teilansicht des kleinen Museumviertels, in dem auch das Puppenmuseum liegt.

Wir haben nicht so viel von Bad Kreuznach gesehen, wie wir eigentlich wollten und machten nur einen kurzen Spaziergang durch die Altstadt und den Schlosspark. Schuld daran war das Puppenmuseum, das uns verzauberte…

Warum das so war, darüber schreibe ich am Freitag, nächste Woche geht es dann mit dem Glan-Fluss weiter.

Spindellebendig oder quickdürr?

Diese vier Fotorätsel standen am letzten Samstag „zur Debatte“. Haben Sie erkannt, was auf den Fotos zu sehen ist? Fangen wir oben links an: Abgebildet ist ein Ausschnitt von einer Saline, die in Bad Münster steht.

Weiter geht es im Uhrzeigersinn. Hier sehen Sie die Rückseite einer Orgel ähnlich wie diese hier:

Begrüßen Sie mit mir den Herrn aus dem Puppenmuseum in Bad Kreuznach. (Bericht folgt noch).

Beim Foto unten links sage ich schließlich „Prost!“, ein guter Wein von der Nahe.

Heute nun geht es um Adjektive und Adverbien, die aus zwei Teilen zusammengesetzt sind. Ein Teil fehlt jeweils, erraten Sie, welche Wörter gemeint sind? Ein Beispiel: felsen……= felsenfest (Es kann durchaus mehrere Lösungen pro Wort geben!)

feder…….., ………fromm, spott…….., ……….stracks, blitz…….., ………..heimlich, ……..gemein, ………duster, blei………, ……….voll, knüppel………., . ………allein

Schönes Wochenende, genießen Sie die Sonne!

Ein Tattoo zum 75. Geburtstag

Um Sie auf die Buchbesprechung einzustimmen, vorab noch zwei Bilder aus dem Steinskulpturenpark, über den ich vorgestern geschrieben habe. So viele Bücher hatte ich in diesem Urlaub nicht mit…

Nur jemand, der an Abibliophobie (= die fürchterliche und lähmende Angst, dass der Lesestoff ausgeht) leidet, würde so einen Stapel mitnehmen:

Sind die verschiedenen Steinarten nicht herrlich?

Meine Urlaubslektüre hatte nichts mit Kunst zu tun, sondern war ein Hohelied auf den Optimismus.

Kurz vor ihrem 75. Geburtstag stürzt Morayo da Silva in ihrer Wohnung und bricht sich eine Hüfte. Sie kommt zuerst ins Krankenhaus, danach in die Reha. Dort hat sie viel Zeit, sich an ihr früheres Leben zu erinnern. Sie war in jungen Jahren die Frau eines nigerianischen Diplomaten, die von der Welt viel sah und ein luxuriöses Leben führte. Doch irgendwann hatte sie genug von der Treulosigkeit ihres Mannes und wollte nicht mehr länger die Rolle der Vorzeigefrau spielen. Sie verlässt ihn und wird Literaturprofessorin. Viele glückliche Jahre folgten.
Seit vielen Jahren lebt sie jetzt schon alleine und sehnt sich öfter nach ihrem Heimatland Nigeria zurück. Doch lässt sich Morayo von diesen manchmal traurigen Momenten nicht unterkriegen, denn sie ist eine wahre Lebenskünstlerin. Sie fährt beispielsweise noch ein schickes Sportcoupé mit dem Namen „Buttercup“, will auch zum anstehenden Geburtstag wieder etwas Neues ausprobieren, dieses Mal soll es das Tattoostechen sein, und knüpft immer wieder neue Bekanntschaften. So lernt sie in der Reha auch Reggie kennen. Er besucht jeden Tag seine demente Frau und Morayo und Reggie schwimmen bald auf der selben Wellenlänge.
Als Morayo entlassen wird, ist sie voller Lebensfreude und Neugierde auf das, was die Zukunft noch für sie bereit hält.
Morayos Geschichte wird nicht nur von ihr selbst erzählt, sondern es kommen auch Freunde, Nachbarn und ihr Ex-Ehemann zu Wort. Deren Beziehungen zu Morayo zeigen noch einmal andere Wesenszüge dieser tollen Frau und ich wünschte mir, zum Bekanntenkreis Morayos zu gehören.

Bis Samstag!

Abwechslungsreiche Museen im Hunsrück (Urlaub Nr. 3)

Waren Sie schon einmal in einem Motorsägemuseum oder wollten Sie immer schon einmal ein Telefonmuseum besuchen? Gibt es im Hunsrück! Die Museumslandschaft ist hier vielfältig und drei Sammlungen möchte ich Ihnen heute kurz vorstellen. Sie sind auf Initiative einzelner Bürger entstanden, meine ersten „Beweise“ für unseren Eindruck, dass im Hunsrück öfter gesagt wird:“Geht nicht, gibts nicht!“

Pfiffig fand ich die Idee, ein Restaurant mit einer Art Oldtimerausstellung zu kombinieren. (Wer speist und trinkt darf kostenlos sehen und staunen).

Diese Kombination finden Sie in Grolsheim.“ClassicX“ ist ein amerikanischer Diner (Foto oben links) . Dieser Diner befindet sich in den Räumen von „Classicbid“, einer Auktionsfirma für Oldtimer. Hier können Sie sich ca. 150 Oldtimer ansehen und die meisten von ihnen auch spontan kaufen, wenn das Kleingeldbudget stimmt und Sie Lust auf einen Zweitwagen verspüren. Die Modelle sind mit technischen Angaben und Preisen versehen. Oder Sie warten, bis die nächste Auktion für Oldtimer durchgeführt wird.

In Windesheim, neben dem Gebäude der Orgelbaufirma Oberlinger, wurde 2001 ein Orgel-und Klaviermuseum, genannt „OAM-Orgel Art Museum, eröffnet.

2017 wurden Orgelmusik und Orgelbau als immaterielles Kulturerbe von der UNESCO bestätigt. Erfindungsgeist und handwerkliche Meisterschaft kann man in diesem Museum bewundern. Historische Orgeln und Klaviere stehen neben Instrumenten, die erst vor einigen Jahren von der Firma Oberlinger gebaut wurden. Wir lernten diverse Orgelarten kennen, von denen wir bis dahin noch nie gehört hatten, z.B. ein „Nonnenpositiv“, ein „Regal“ oder ein „Claviorganum“. Sie suchen eine Orgel fürs Wohnzimmer? Kein Problem, auch für kleinere Raummaße gibt es „vollen Orgelsound“.
Mir juckte es regelrecht in den Fingern, mal eine Tastatur anzuschlagen. Für alle Museumsbesucher mit ähnlich kribbelnden Fingern wäre es schön gewesen, wenn man bei einem Instrument etwas hätte spielen dürfen. Auch Orgelmusik als leise Hintergrundmusik würde das Museum noch etwas stimmungsvoller machen.
Hier ein bisschen passende Musik zu meinem Beitrag:

Noch eine positive Anmerkung: In den Räumen finden auch wechselnde Kunstausstellungen statt. An den Wänden kann man z.Zt. von zwei Künstlern Bilder betrachten, die sich alle dem Thema Musik widmeten.

Diese Skulptur gehört zu dem Skulpturenpark in Bad Kreuznach. Zusammen mit einem Museumsgebäude ist die Anlage in der Welt einzigartig, da ausschließlich Skulpturen aus Stein gezeigt werden. Eröffnet wurde sie 2010 von dem Künstlerpaar Kubach-Wilmsen, das vor Ort auch seine Werkstätten hat. Wenn man zwischen den einzelnen Skulpturen lustwandelt (ca. 65 sind es momentan, weitere Kunstwerke sollen noch dazukommen), wird man von einer ganz besonderen Atmosphäre gefangen genommen.

Diese Ausstellung ist auch ein Fest der Haptik. Augen schließen und fühlen… Die Kühle der Steine, das Glatte, das Raue, Kurven, Wellen, Spitzen…Dazu kommen die Farbspiele der Steine, das Glitzernde, das Matte- einfach grandios!

Wer schon einmal in Neuss bei der ehemaligen Raketenstation war und das Museum der Foundation Langen besucht hat (siehe auch Hinweis am Ende) wird vielleicht an seinen dortigen Besuch erinnert, denn beide Museumsgebäude wurden von dem japanischen Architekten Tadao Ando entworfen.

Leider hatte im Museum schon die Winterpause begonnen, so dass wir nur einen kleinen Eindruck von dem Innenhof des Museums bekamen.

Übermorgen zeige ich Ihnen noch weitere Bilder von diesem Urlaubshighlight und kombiniere die Fotos mit der Besprechung meiner Urlaubslektüre.