„Leserbriefe“

Zu meinem Beitrag zum Thema Plastikvermeidung (siehe Link unten) habe ich einige direkte Mails von Lesern und Leserinnen bekommen. Vielen Dank dafür, ich freue mich, dass ich ein Thema gefunden habe, das anscheinend immer mehr Menschen interessiert. Einige von Ihnen haben mir weitere Produkte genannt, mit denen man ebenfalls im Haushalt die Umwelt schonen kann ohne viel ausgeben zu müssen. Ich habe diese Tipps beherzigt und werde sie jetzt ausprobieren.

Die Zahncreme gibt es bei Edeka, die wiederverwertbaren Beutel für Obst-und Gemüseeinkäufe bei Rewe, alle anderen Mittel habe ich bei Rossmann gekauft. (Keine bezahlte Werbung!)

Morgen ist mal wieder ein Werkstattbesuch fällig.

„Meine“ Instrumentenmischung

Zwei Lieder, die mit einer Trommel und einem Klavier gespielt werden, diese muss ich einfach gut finden…Dieses ist ein schönes Stück für eine Miniauszeit.

Nummer zwei ist eher etwas, um aufgepeppt zu werden, wenn man einen Durchhänger hat.

Morgen präsentiere ich Ihnen das Resultat einiger „Leserbriefe“.

Die Phrasendreschmaschine

Noch aus Buchhhandelszeiten besitze ich dieses Utensil:

Es war das Geschenk eines Verlages anlässlich einer Bundestagswahl. Schon damals hatte ich viel Spaß daran, auf beiden Seiten oben an den drei Rädchen zu drehen und immer neue  Phrasen zu entdecken.

Finden Sie auch welche? Hier ein paar Wörter, die man bestens kombinieren kann: Unerschütterliche, Phase, Identifikation,Zukunfts, konstruktive, Flexibilität,ambivalent,Problematik,kreative,Koalitions,Konzeption

Wer kombiniert am besten?

Montag geht es weiter, weiß noch nicht mit welchem Thema.

 

 

Alt, aber nicht zu alt

Dieses Buch fand ich im Bücherschrank auf der Kaldenhauser Liebigstraße. Da ich dieses Jahr einen 0-Geburtstag vor mir habe, war der Titel für mich so etwas wie der Wink mit dem Zaunpfahl.

In dem Buch finden sich 15 Thesen für unsere heutige Gesellschaft, wobei die Mehrzahl der Aussagen sich auf das Älterwerden bezieht, es aber auch provokante Aussagen gibt, wie z.B. zur niedrigen Geburtenrate (Autoren sehen das als sehr positiv an), Verteilung der Bildungsausgaben ( es muss mehr für die Bildung der Alten getan werden) oder Terrorismus (zu hohe Geburtenraten in Entwicklungsstaaten fördern Gewalttaten dieser Art).

Zum Thema Altwerden:

Die jetzt älter werdenden Babyboomer stehen vor einer noch nie dagewesenen Situation. Früher bestand das Leben aus Kindheit und Jugend-Erwachsensein-Altsein, wobei das Altsein Zeit ließ, sich etwas um seine Briefmarkensammlung zu kümmern bis man starb. Heute, wo alle Menschen sehr viel älter werden, ist die Zeit von 60-80 Jahren ein neues Zwischenleben, das es mit sinnvollem Zeitverbringen zu füllen gilt. Dafür gibt es noch keine wirklich guten Rezepte und so sind die Erfahrungen dieser Generation für die Zukunft äußerst wichtig.

Ehrenämter auszufüllen ist gut und schön, aber die Autoren regen beispielsweise auch an, Möglichkeiten für bezahlte Arbeit zu schaffen, die altersentsprechend sind und gibt dafür mehrere Beispiele. Die Erfahrung und die Zeit der Älteren gepaart mit der Neugierde und dem Enthusiasmus der Jüngeren wären für die Zukunft der Gesellschaft so sehr gewinnbringend.

Wenn man sich in diesem „Zwischenleben“ befindet, sollte man nicht einem schnell lächerlich wirkenden Jugendwahn verfallen und abnehmendes Verlangen nach Sex nicht mit dem Verlust von Liebe gleichsetzen. Auch muss gut überlegt sein, ob Träume, die man seit langer Zeit hegte, jetzt wirklich noch erfüllt werden müssen, selbst, wenn das Bauchgefühl eigentlich etwas Anderes sagt. Ganz wichtig deshalb: Das Loslassen von alten Vorstellungen und auch von überflüssigem Besitz. Nur so kann man offen sein für viele neue Erfahrungen in dieser Lebensphase.

Ich bejahe nicht jede Aussage dieses Buches und doch könnte ich noch so viel mehr schreiben. Aber eigentlich wäre es besser, wenn Sie das Buch selber lesen. So gibt es auch noch bemerkenswerte Gedanken über Einsamkeit und Alleinsein, das Kranksein im Alter und auch über den Tod.

Und sei es auch nur im tiefsten Inneren, so hat jeder zeitweise Angst vor dem Alter und vor dem Sterben. Wie der Untertitel des Buches andeutet, muss diese Angst nicht sein, wenn man einige Wahrheiten und bisher eher noch unkonventionelle Ideen beherzt. 

Sollten Sie das Buch lesen wollen, stören Sie sich nicht daran, dass es von 2007 ist. Es hat sich seitdem nichts an der Situation der älteren Menschen geändert. Oder doch, eigentlich schon: Die heute 60-80jährigen sind noch jünger im Geiste geworden. Die Affinität zu neuen Technologien ist gewachsen und sie fangen an, sich mehr in politischen Fragen und für die Umwelt zu engagieren. Schließlich hatte diese Generation ihre Jugend in der „Der Jute statt Plastik“ – und „Atomkraft nein danke“-Zeit.

Morgen stelle ich Ihnen die Phrasendreschmaschine vor und verbinde dies mit einem Rätsel.

 

 

Vergangenheit und Zukunft in Duisburg

Ich habe mir ein neues Fotobearbeitungsprogramm heruntergeladen und da musste ich gleich erst einmal ein bisschen experimentieren.

Die Geister der Vergangenheit wird man nicht mehr los.
Die Erderwärmung kommt auch nach Duisburg
Duisburger im Jahr 2436?

Morgen lege ich eine Pause ein (damit ich noch mehr „herumspielen“ kann), am Freitag gibt es eine Buchbesprechung.

Ein außergewöhnlicher Grabschmuck

Letztes Jahr sah ich auf dem Trompeter Friedhof dieses Grab.

Am Stein angelehnt war eine LP von Jimi Hendrix. Ein ungewöhnlicher „Grabschmuck“ zwischen den vielen Engeln und Herzen auf anderen Gräbern. Der Titel der LP ist „Rainbow Bridge“, ob sie deswegen dort hingestellt wurde? Oder war ein Lied oder die ganze LP für den Verstorbenen bedeutend?

Gestern hörte ich mir einige der LP-Lieder an. Mein Musikherz flog keinem Lied entgegen, aber an Jimi Hendrix zu erinnern, diese Idee gefiel mir. Deshalb mein Lieblingslied  heute für Sie:

Morgen zeige ich Ihnen ein paar Duisburger Fotospielereien.

Habe unsere Spatzen „verpfiffen“

Gestern nahm ich zum ersten Mal an der Vogelzählung vom NABU teil. Eine Stunde lang den Garten mit den zwei Futterstellen und den alten Bäumen beobachten und Vögel zählen. War gar nicht so einfach. Eine Stunde nichts machen, nur gucken und nichts passiert. (Und im Rücken wartet die Bügelwäsche-soll ich aufgeben? Nein, so schnell nicht). Dann fällt plötzlich unser Spatzenclan ein, Chaos am Futterplatz. Waren es fünf, waren es sechs Vögel? Die Strichliste ist nicht mehr jungfräulich. Es nähert sich eine Elster und schwupp sind alle Spatzen weg. Ein Auto fährt vorbei, nichts für die Elster, sie türmt und wieder ist der Garten leer. Minuten vergehen, kein Tier zum Zählen da. Höre ich da Buchfinken? Jaaa, zwei kommen zu der unteren Futterstelle angehüpft. Inzwischen sitzt eine dicke Taube in einem Baum und gemächlich kommt unser Dauergast den Gartenweg entlang…

Kennen Sie mich noch aus einem früheren Blogbeitrag?

Nach einer Stunde standen auf der Liste 6 Spatzen, 2 Blaumeisen, eine Kohlmeise, drei Elstern, zwei Krähen, zwei Tauben, drei Buchfinken, eine Amsel, ein Rotkehlchen und drei Fasane ( die beiden Damen wollten nicht mit aufs Foto). 

Ich zolle ab sofort allen Tierfotografen und Tierfilmen noch höheren Respekt. Ich habe nur eine Stunde beobachtet, sie beobachten geduldig Tage, Wochen, Monate. Dazu bin ich nicht zu geboren.

Auf der Homepage des NABUS kann man schnell seine Zahlen eintragen und melden. Die Zählung begann am Freitag und endete gestern, wenn man die Seite zwischendurch besucht, wird man über den letzten Stand informiert und lernt auch noch Einiges nebenbei, so z.B. warum es momentan relativ wenige Meisen in unseren Gärten gibt, dafür aber mehr Spatzen.

https://www.nabu.de/news/2019/01/25699.html

Morgen gibt es einen Musikbeitrag. Den Anstoß dazu bekam ich auf eine ganz besondere Weise.

Weniger Plastik im Haushalt- das geht immer leichter

Über die Feiertage suchte ich im Internet nach einem Tipp, wie man schwarze Schuhcreme aus einer Jeanshose entfernt. (Lösung:Den Fleck mit Zahncreme einreiben, einwirken lassen, auswaschen). Auf der Seite mit dem Tipp war eine Werbung für wiederverwertbare Küchentücher aus Bambus. Das machte mich neugierig, denn unseren Küchenrollenverbrauch empfinde ich schon länger als zu hoch, hatte bisher aber noch keine praktikable Idee, ihn zu reduzieren. Mit dem Anklicken auf diese Werbung machte ich bei mir ein Fass auf, denn ich kam,wie man so schön sagt, von Höcksken auf Stöcksken was das Thema Vermeidung von Plastik und besonders auch Mikroplastik im Haushalt angeht.

Was ich jetzt schreibe, ist vielleicht schon für viele meiner Leser und Leserinnen ein alter Hut und sie denken sich, was ich doch für ein ignoranter Mensch bin. Denen sage ich: Besser spät, als nie. Es gibt aber bestimmt auch einige, die meinen Blog verfolgen, für die meine Gedanken Anregungen sind.

Ich besuchte zig Internetseiten und Foren, wo das Thema Plastik ausgiebig diskutiert wurde. Dabei fielen mir vier Dinge auf:

1. Als völlig unsinnig empfand ich es in Umweltblogs, Alternativen zu Plastik aufzuzeigen (z.B. bei Tupperdosen, Zahnbürste, Kugelschreiber) und dann zu schreiben, dass man bei sich die Plastikteile durch Nichtplastik ersetzt hätte. (Es ging ums Prinzip, nicht um gesundheitliche Vorbehalte). Da wird meiner Meinung nach übers Ziel hinausgeschossen, denn wenn ich noch funktionierende Tupperdosen habe, behalte ich diese und werfe sie nicht weg, nur um mein „Plastiklevel“ zu senken.

2. Komme auf die Bambus-Küchentücher zurück: 100 Stück werden in einer Rolle für ca. 13 Euro angeboten, jedes Tuch soll bei 90 Grad ausgewaschen und bis zu 100x wiederverwertet werden. 90 Grad??? Wenn ich dreimal/Jahr eine volle Maschine mit 90 Grad wasche, dann höchstens nur dann, wenn meine Gartenkluft es nötig hat, weil ich auf der Erde herumgekrochen bin. Aber sonst sind 60 Grad völlig genug. Wie sieht es dann mit der Umweltverträglichkeit bei diesen Küchenrollen (oder Abschminkpads oder Slipeinlagen aus?) Was ist besser? Küchentücher kompostieren und Plastikumhüllung wegwerfen oder 100×100 bei 90 Grad waschen+1xPlastikumhüllung wegwerfen?

3.Wenn ich Bioprodukte kaufe, hatte ich im Hinterkopf bisher immer noch etwas die heile Welt-Vorstellung, auch „kleine“ Firmen zu unterstützen. Davon bin ich geheilt oder zumindest schaue ich jetzt genauer hin. So gehört z.B. die Naturkosmetikmarke Santé zu L‘Oréal und L‘Oréal gehört zu 23% Nestlé. Und das geht eigentlich gar nicht. (Das wäre noch ein anderes Thema, aber da verweise ich auf diesen Linkhttps://utopia.de/ratgeber/nestle-marken-diese-produkte-gehoeren-zum-unternehmen/ )

4. Es gibt preisgünstige Produkte bei dm oder Rossmann, die mikroplastikfrei sind und von Öko-Test mit „Sehr gut“ bewertet werden. Damit kann sich niemand herausreden, dass diese Produkte zu teuer sind und man sie deshalb nicht kauft. Doch wenn ich beispielsweise bei Rossmann vor dem Regal mit Duschbädern stehe, werde ich von dem Angebot überfordert und wüsste ich nicht, was ich suche, ich nähme entnervt irgendein Duschgel, nur um weiterzukommen. Was ich damit sagen will: Die Werbung für diese guten Dinge, die in den Regalen stehen, ist entweder dezent oder gar nicht vorhanden. Eine Unterstützung des Verbrauchers, der sich umstellen möchte, gibt es von Seiten der Drogerieketten kaum. Das finde ich sehr bedauernswert. Liegt es vielleicht daran, dass dort ein Einflussnahme der großen Kosmetikfirmen stattfindet?

So, jetzt aber Butter bei die Fische- was wird es ab sofort in unserem Haushalt geben?

Gibt es wie die Bodylotion auch in anderen Duftvarianten. Das Duschgel koster 1,49 Euro, die Lotion 5,85 Euro.

Kostet 1,35 Euro

Es ist nur ein kleiner Schritt, aber besser klein als gar keiner.

Wer mehr über Alternativen zu herkömmlicher Kosmetik wissen möchte:

https://utopia.de/ratgeber/naturkosmetik-marken-dekorative-kosmetik

Über Möglichkeiten, Putz- und Waschmittel für Geschirr und Wäsche selbst herzustellen- siehe unter „Related Posts“- chemische Keulen“.

Übrigens: Dieser Beitrag ist keine bezahlte Werbung.

Ich lasse Sie diesen „Plastikkram“ jetzt erst einmal verdauen und melde mich am Montag wieder.

 

Provenzialische Verwicklungen

 

Pierre Durand ist Dorfpolizist. Er hat sich aus Paris versetzen lassen, um dortigen politischen Ränkespielen seines ungeliebten Chefs zu entgehen. Hätte seine Freundin ihn nicht gerade verlassen, würde Durand ein zufriedenes Leben führen. Ein sehr markabrer Mord bringt ihn dann aber auf andere Gedanken. Man hat eine männliche verschnürte Leiche in einem Weinfass gefunden und um deren Hals hängt ein Kräutersträußchen, an der Außenwand des Weinfasses ist dazu ein Rezept für „ Coq au Vin“ angebracht. Der Ermordete war ein Frauenherzenbrecher und einige gehörnte Ehemänner stehen unter Verdacht. Dann passiert ein zweiter ähnlicher Mord an einer jungen Frau, wieder gibt es ein passendes Rezept, und eine Reihe anderer Tatverdächtige kommen hinzu. Da ist z.B. die sympathische Kochlehrerin, von der die Rezepte stammen oder Durands bester Freund. Der Polizist hat es nicht leicht, zumal der alte Chef im fernen Paris seine Verbindungen spielen lässt, um Durand eins auszuwischen und seine Ermittlungen zu stören. Aber es gibt Happy Ends…

Man merkt, dass die Autorin die Provence liebt, denn es ist alles stimmig, vielleicht etwas zu perfekt. Ihr gelingt es, mehrere Spuren auszulegen und das Kaninchen, das manche Autoren für die Lösung am Ende eines Krimis aus dem Hut ziehen und das mich immer sehr ärgert, taucht hier nicht auf. Was mich gestört hat, ist das übertriebene Fluchen von Durand. Hier benutzt die deutsche Autorin die französischen Ausdrücke und das wirkt aufgesetzt. Nette Lesekost, aber wirklich nur dann, wenn man in der Provence Urlaub macht oder Erinnerungen auffrischen möchte.

In den unendlichen Weiten des Internets verloren und was daraus werden kann- darüber schreibe ich morgen.