Für ein Stündchen in Afrika

Diese Woche wird sehr musikalisch- Ihre Ohren werden staunen! Ich fange aber mit etwas musikalisch leicht Verdaulichem an.

In einem französischen Radiosender hörte ich vor ein paar Tagen dieses Lied und in meinem Hobbyraum machte sich gleich gute Laune breit. Da musste ich doch gleich das passende Video heraussuchen:

Ob von der Musik inspiriert oder als karnevalistische Nachwirkung produzierte ich an diesem Nachmittag noch einige Maskencollagen. Als Untergrund nahm ich wie letzte Woche schon ein Foto, die Gesichter sind gemalt, aufs Foto geritzt oder mit Müllschnipseln gestaltet.

Morgen reise ich musikalisch vom tiefen Süden in den ganz hohen Norden.

Fotoübermalung

Ich habe eine ganze Kiste voller Fotos, die sich in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen angesammelt haben. Urlaubsbilder, bei denen ich selbst nicht mehr weiß, wo sie aufgenommen wurden, Ferienfotos von Bekannten, Schnappschüsse von Feiern und viele andere Motive. Wegwerfen kam nicht in Frage, aber neu gestalten, das war eine Option. So fing ich an, die Fotos zu übermalen, mit Mustern zu versehen oder zu bestempeln. Die Fotos wurden von mir quasi „weitergedacht“. Hier ein paar Beispiele:

Aus dem Niederrhein wird das Mittelgebirge


Die Zielperson ist…


Munch-Stimmung


Remake des Films „Wenn die Gondeln Trauer tragen“.

Den morgigen Beitrag widme ich dem Dirigenten Kent Nagano.

Stoffliches

Jetzt beginnt wieder die Zeit der Stoffmärkte. Vorletzten Freitag war ich erneut in Bochum. Von diesem Markt berichtete ich schon einmal vor zwei Jahren (siehe unten) und wusste deshalb, dass es dort auch einen Stand mit japanischen Stoffen gab. In diese hatte ich mich damals sofort verliebt aber keine gekauft, da ich noch keine konkreten Pläne hatte, was ich überhaupt nähen wollte. Das war jetzt anders, denn seit ich den Nähkurs besuche, begleitet mich auch dieses Buch.

Hier schreibe ich alles zum Thema Nähen auf, sei es das im Kurs Gelernte, Tipps von anderen Teilnehmerinnen oder aus Büchern oder eben auch Ideen, was ich alles nähen möchte. Neben den Bezeichnungen Hose, Kleid, Bluse usw. stehen dann direkt auch immer die benötigten Stoffmengen und auch die Stoffarten, die sich für das einzelne Projekt eignen.

Was die japanischen Stoffe angeht, so war am Freitag der Stand nicht da und ich war ein bisschen frustriert, was sich dann in sogenannten Frustkäufen äußerte.

Passen zu keinem meiner geplanten Nähprojekte, aber ganz ohne etwas Stoffliches wollte ich aus Bochum nicht weg.

Wieder zuhause, nahm ich mir ein paar Nähbücher vor, die ich mir irgendwann einmal zugelegt oder jetzt aus der Bücherei ausgeliehen hatte, um für die gekauften Stoffe passende Schnittmuster zu finden.

Ich wurde nicht fündig, aber die investierte Zeit war trotzdem nicht umsonst. Hier vier Kurzbesprechungen der Nähbücher:

Ich habe noch kein Nähbuch gefunden, das alle Themen beinhaltet und diese so erklärt, dass man es als Anfänger auch versteht. Aber der Titel oben links kommt dem schon recht nahe. Von der Grundausstatung über Stoffarten und deren möglichen Anwendungsgebiete, der Auflistung aller Saumvarianten, Abnähermöglichkeiten oder Nähstichmustern findet man sehr viele Fragen zum Thema Nähen beantwortet und dank vieler Bilder versteht man auch die Anleitungen recht gut.

Oben rechts sehen Sie ein Buch, das Ihnen aus der Klemme hilft und das nicht nur, wenn der Knopf ab ist, sondern z.B. auch bei Löchen im Stoff, zu eng gewordenen Hosen, offenen Säumen oder eingeklemmten Reißverschlüssen.

Links unten wird das Nähen von Basics gelehrt, aber nicht mit Schnittmustern, sondern anhand von jeweils ca. 20 Bildern. Dazu werden zu jedem Basic noch zig verschiedene Variationsmöglichkeiten vorgestellt. Diese gehören z.T. schon etwas einem älteren Modegeschmack an, aber da kann man ja auch selber noch kreativ werden.( Was ich momentan allerdings nicht bin, aber da kann das Buch ja nichts für)

Im letzten Buch fand ich die besten Erklärungen für alle Grundbegriffe beim Nähen und gute Tipps für das Kopieren von Lieblingsstücken. Es werden aber auch konkrete Nähprojekte vorgestellt, deren Anleitungen fand ich allerdings eher mäßig.

Morgen und übermorgen wird mal wieder die Kategorie „Fotostunden“ gefüttert.

Porzellan selbst gemacht

Letzten Montag schrieb ich etwas über Porzellan aus Delft, heute erzähle ich ein bisschen über meinen Versuch, Porzellanmasse selbst herzustellen.

Ich finde Schmuck aus weißem Porzellan sehr edel und wollte mir Kaolin bestellen, um selbst etwas zu entwerfen. Doch gibt es das nur in großer Menge und zu recht hohem Preis. Beim Stöbern im Internet hatte ich aber auch eine Anleitung gefunden, wie man selbst Porzellanmasse herstellen kann. Also dann mal ran-dachte ich mir. Über Zutaten und Mischung gibt Ihnen die Seite Auskunft, zu der ich unten einen Link eingesetzt habe. Auch finden Sie dort einen euphorischen Erfahrungsbericht, den ich aber etwas ergänzen möchte.

Nachdem ich die Zutaten alle vermischt hatte, knetete ich und knetete bis eine halbwegs glatte Kugel entstand. Im o.g. Bericht wird Wasserzugabe verboten, ich tat trotzdem ein paar Tropfen dazu, da sonst die Masse viel zu krümmelig gewesen wäre, um einen glatten Teig zu bekommen.

Man kann den Porzellanteig sehr dünn ausrollen, allerdings zerbricht dann später auch leicht der Kettenanhänger, der Knopf, die Brosche oder was immer man daraus machen möchte. Also lieber etwas dicker auswälzen.

Nach dem Formen muss man die Stücke trocknen lassen, je nach Umfang ein paar Stunden bis ein paar Tage. Nach dem Trocknungsprozess hatte ich eine Phase der Ernüchterung, denn das „Porzellan“ sieht wie weißer Salzteig aus. Also musste Schleifpapier her, um alle kleinen Hügelchen und Vertiefungen auszumerzen. Das dauerte und gelang nicht immer hundertprozentig.

Ich war immer noch ernüchtert, also kaufte ich farblosen Nagellack, um die Stücke zum Glänzen zu bringen und wasserfest zu machen. Das brachte viel. Ich arbeitete dann mit unechtem Blattgold und Perlen weiter et voilà, das sind meine besten Stücke:

Mache ich es noch einmal? Nein. Den Teig, den man übrig hat, soll man, luftdicht verpackt, länger aufbewahren können. Das hat bei mir nicht funktioniert. (Teig war in Tupperdose). Mir gefällt außerdem die Verarbeitung von Ton besser. Fazit: Ein Versuch war es wert.

Link zum Rezept und weiteren Erfahrungsbericht

https://www.filizity.com/diy/kaltporzellan-herstellen-rezept-ohne-kochen

Morgen wird es krass, wie mehrere Personen meinten…

Meine neuen Perlen

Papierperlen-Ketten zu entwerfen macht mir nach wie vor viel Spaß, aber ich suche auch noch nach Möglichkeiten, Perlen aus anderen Materialien herzustellen.

Umwickelte Garnrollen
Die durchsichtigen Perlen sind geschmolzene Teile aus Plastikverpackungen von Obst, die anderen größeren Perlen sind aus Papier
Zeitungspapierrollen umwickelt mit Washi Tapes


Zum Aufziehen habe ich bei dieser Kette verschiedene Geschenkbänder genommen und mit Schleifen geschlossen.

Verschiedene Bänder kann man schön kombinieren

Morgen erzähle ich Ihnen das Blaue vom Himmel…

Delfter Blau

Diese Kette ist aus Porzellanperlen gemacht oder doch nicht? Nein, sie ist aus Papier und dieses schöne Papier-Dekor habe ich in Delft gefunden.

Vor Weihnachten waren wir einen Tag dort. Zuerst besuchten wir die Porzellanfabrik „Royal Delft“. Dort staunten wir über Porzellankreationen aus verschiedenen Jahrhunderten, lernten viel über die Geschichte des Porzellans und dessen besonderes Blau und sahen zu, wie Rohlinge gegossen werden. Danach färbt man diese entweder mit Schablonen ein oder bemalt sie mit der Hand.

Die rechts zu sehende Tulpenvase war handbemalt und kostete 16000 Euro- nur, um mal eine Hausnummer zu nennen. Das Papier für meine Kette bekam ich im dortigen Geschenkeshop. (Eintritt ins Museum 13 Euro, Museumscafé vorhanden).

Es war sehr kalt und so suchten wir zwei weitere Gebäude auf, nämlich die alte und die neue Kirche. Beide werden noch als Kirchen genutzt, sind aber gleichzeitig auch Museen. In der alten Kirche, dessen Kirchtum auch in Pisa stehen könnte, findet man Gräber berühmter Menschen, wie z.B. das Grab von Johannes Vermeer und Gedenktafeln, die von Berühmtheiten berichten. Besonders sind auch die Fenster dieser Kirche.

Unter der neuen Kirche liegt das Mausoleum der königlichen Familie der Niederlande und mitten in der Kirche geht eine Treppe in das Mausoleum hinunter. In der Kirche selbst wird die Geschichte der Familie mit vielen Schautafeln und Animationen erzählt. Sehr interessant, da es ja auch immer wieder Bezüge zu deutschen Adelsfamilien gibt.- Für beide Kirchen zusammen bezahlten wir einen Eintritt von 5 Euro.

Man kann sich noch weitere Museen ansehen, wie z.B. das Vermeer Haus. Doch wir wärmten uns nach den Kirchenbesuchen lieber noch einmal ordentlich auf und bummelten dann durch die Gassen mit schönen Grachten. Delft hat keinen Weihnachtsmarkt, nur an einem Wochenende im Dezember wird die Stadt besonders beleuchtet. (Nicht hinfahren, in der übersichtlichen Delfter Altstadt knubbeln sich dann bis zu 40000 Besucher!)

Es gibt auch sehr nette Geschäfte, wie z.B. den LP-Laden, siehe oben links.

Das Angebot an Cafés und Restaurants ist vielfältig. Besonders erwähnen möchte ich, dass Bewohner aus Delft sehr freundlich und aufgeschlossen sind. Wir hatten an nur einem Tag mehrmals die Gelegenheit zu netten Gesprächen.

Von Delft aus machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Leiden, wo es an diesem Sonntag aber sehr nebelig und noch usseliger war.

Unten links: Eine von vielen Hauswänden, an denen Gedichte verewigt sind. Kann man sich auch besser im Sommer ansehen.

Ich wollte unbedingt den auf der Welt einzigartigen schwimmenden Weihnachtsmarkt sehen. Enttäuschend. In einer Gracht sind auf einem sehr großen Ponton Häuschen installiert. Soweit nett, aber das Warenangebot überzeugte ganz und gar nicht. Massagesessel, Gartenzwerge, Räucherstäbchen…Wenn Sie Leiden besuchen möchten, dann lieber im Sommer.

Ich bleibe morgen noch bei dem Thema Ketten und übermorgen ein bisschen bei der Farbe Blau.

Super easy?

Weihnachten bescherte mir die alljährlichen Plusse auf der Waage und so beschloss ich, mir einen einfachen Wickelrock zu nähen, der mich zukünftig jegliche Schwankungen meines Gewichts nicht spüren lassen würde. Zuerst suchte ich im Internet nach einer passenden Anleitung, fand aber keine. Als Frau mit minimalen Kenntnissen beim Thema Nähen wählte ich dann, nachdem mir zwei Nähprofis Burda-Schnittmuster empfohlen hatten, dieses aus.

SUPER EASY? HaHaHa!

Hätte ich diesen Rock alleine zuhause genäht, wären daraus höchstwahrscheinlich Hotpants geworden oder ich hätte den Stoff entnervt in die Ecke geschleudert.

Stichworte: Gürtel nähen, ohne dass man Nähte sieht/Gürtelschlaufen nähen/Rückweriger Besatz/ Vlies einarbeiten/Gürtelloch versäubern

Glücklicherweise bin ich jetzt in einem Nähkurs und meine Lehrerin erklärte mir alles geduldig. Ich habe bisher 10 Stunden gehabt, ziehe ich Erklärzeit, nettes Quatschen mit den anderen Kursteilnehmerinnen und Kaffeepausen ab, brauchte ich ca. 6 Stunden für diesen Rock. Unter Super Easy stelle ich mir was für die Zeit zwischen Kaffeetrinken und Abendessen vor. Meinte meine Lehrerin übrigens auch.

Mein nächstes Projekt: Ein Super Easy Kleid. (Erwarb direkt vier Schnittmuster von Burda…).

Morgen kommt mir was spanisch vor.

Mal alltäglich, mal edel

Wie schon vorletzte Woche angekündigt, stelle ich nun auch ab und zu mal ein selbstgenähtes Stück vor. Ich bin kein Naturtalent, sondern muss jeden Schritt entweder erlernen oder solange selbst ausprobieren, bis es passt. Aber diese Herausforderung macht mir viel Spaß und vielleicht sprinkt mein Nähfunke ja über oder Sie finden eine Anregung.

Das erste Stück ist dieser Loop.

Da er aus zwei ganz unterschiedlichen Stoffen genäht wurde, kann man ihn mit der Spitze nach vorne als „edlen“ Schal tragen oder als „alltäglichen“, mit dem grauen Stoff. Die Stoffe sind sehr leicht, so passt er auch gut zu einer Sommerbekleidung.

Morgen wartet mein erster Beitrag zur Europawahl auf Sie.


Neue Lesezeichen für neue Bücher

Diese Lesezeichen entdeckte ich beim Aufräumen. Ich hatte sie mal vor Jahren blanko gekauft und dann angefangen, sie zu bestempeln und zu bekleben. Sie waren aber alle nicht fertig, anscheinend war die Arbeit dann wieder wichtiger geworden und irgendwann verschwanden die Lesezeichen in der jetzt von mir geöffneten Schachtel. 

Ich war entzückt, hatte Zeit und beendete alle. Jetzt habe ich einen schönen Lesezeichenfundus für die 2019er Bücher.

Morgen lesen Sie eine Buchbesprechung, die Ihnen evtl. bekannt vorkommt, ich gebe aber noch meinen eigenen Senf dazu.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel…

…ist eine Redewendung, die man ab und zu beim Fußball hört. Bei mir ist es „Nach dem Kartenbasar im Tierheim ist vor dem Basar in…?“Mal sehen, was dieses Jahr mich diesbezüglich anlachen wird. In den vergangenen Tagen hatte ich schon ein paar Ideen, was man mit meinen Quadrat-Unikaten noch machen könnte:

Kühlschrankmagnete

Themenbilder

Vielleicht auch als Brosche?

Morgen gibt es eine Krimibesprechung zum Auffrischen von Urlaubserinnerungen.