Was kann man mit Briefmarken machen?

Hier nun meine beiden ersten Ideen, wie man geerbte Briefmarken verwenden kann.

Idee Nr. 1: Ich mache aus doppelten Briefmarkenmotiven ein Memoryspiel. Dieses Spiel ist ein Unikat und ich werde es nur mit Freunden spielen, die das zu schätzen wissen.😉 Oder ich verschenke es zu einer passenden Gelegenheit.

Idee Nr. 2: Man rahmt Briefmarken. Ich habe die Farbe blau als Thema ausgewählt und versuche gerade, eine Collage zusammenzulegen. Es könnte aber ebenso ein Bild mit Blumenbriefmarken sein, mit Porträts von Frauen und Männern, für ein Kinderzimmer mit Märchenmotiven, mit Briefmarken über eine Sportart oder über das Thema Auto. Es gibt wohl nichts, was nicht schon mal als Briefmarkenmotiv auserwählt wurde.

Deutsche und ausländische Briefmarken, die Motivwahl ist eine wilde Mischung aus Abbildungen von Prominenten, Ereignissen, Gedenktage, berühmten Gebäuden, Gegenständen oder Tieren.

Über weitere Ideen werde ich berichten, wenn das Wetter schöner und wärmer geworden ist.

Mikado Spielchen mit Kiefernnadeln

Während der Weihnachtsfeiertage zeigte ich Ihnen das Bastelgeschenk meiner Freundin. Es beinhaltete u.a. Kiefernnadeln. Ich kündigte damals schon an, dass ich mir auch noch etwas Nichtweihnachtliches ausdenken würde und das möchte ich Ihnen jetzt gerne vorstellen.

Der Blätterfänger

Ich nahm ein bisschen Knetmasse und steckte die Kiefernnadeln hinein. Danach legte und steckte ich die Blätter zwischen die Nadeln ohne sie festzukleben (links). Da das Gebilde sehr leicht und fragil ist, bewegt es sich bei jedem kleinen Luftzug und die Schatten an der Decke ändern sich dabei. Manchmal fällt ein Blatt ab, dann muss ich beweisen, dass ich noch eine ruhige Hand habe, um es wieder einzufügen.

Ein bisschen „Landsart“ im Garten

Auch für Ikebana sind Kiefernnadeln tolles Arbeitsmaterial. Hier werde ich noch mehr ausprobieren, wenn der Garten wieder blüht.

Und dann kam ich wieder ans Tüfteln. Zuerst machte ich „Rheinblau“.

Das Pendant zur „Rheinorange“ in Duisburg. Fundstücke vom Rheinufer+Kiefernnadel+feines Stroh+Knetmasse

Auch andere Fundstücke verarbeitete ich noch weiter.

Oben: Schattenschmetterling – Mitte: Der falsche Schlüssel – Unten – Federschwer
Konstellationen

Mein neues kreatives Thema? Demnächst erwecke ich meinen Kasten mit Aquarellfarben aus dem Dornröschenschlaf.

Lieblingsstücke-gerettet

Nach dem gestrigen Ausflug in die Haute Couture kommt auch noch ein bisschen Mode, aber aus den Niederungen kaputter Kleidung.

Da war z.B. meine alte Strickjacke, an der viele Erinnerungen hängen. Sie sah schon ziemlich angetragen aus, aber wegwerfen war keine Option. Da ich Fan von ausgefallenen Knöpfen war, fing ich an, Knöpfe zu sammeln. Von jeder Sorte einen. Das ist der Zwischenstand:

Ich bekam schon einige positive Rückmeldungen, auf jeden Fall habe ich den Eindruck, dass die Knöpfe von nicht so schönen Stellen ablenken.

Projekt 2: Ich habe eine Lieblingsjeans, die es seit Jahren irgendwie schafft, auch dann noch zu passen, wenn z.B. nach den Feiertagen die Waage eine höhere Zahl anzeigt. Doch letzten Monat bekam sie bedingt durch Materialermüdung den ersten Riss vorne in einem Bein. Ich grummelte sehr. Mit Loch tragen, wie viele junge Leute es heute tun? Da fühlte ich mich nicht wohl. Beim Aufräumen meines Stoffvorrats fand ich dann ein paar Reste eines Stoffes, von dem ich mir einen Rock genäht hatte.

Damit kann ich leben, zumal es noch einen passenden Schal gibt. Wenn es zukünftig weitere Risse gibt, bin ich gut gerüstet.

Bauklötze-Feeling

Als kleines Mädchen gehörte ich nicht zu der Puppenwagen-Pferde-Fraktion, sondern war mehr für Bauklötze/Lego und später für Eisenbahnen. Da konnte ich mich stundenlang beschäftigen und immer wieder etwas Neues erschaffen.

Dieses Gefühl hatte ich gestern, als ich das Geschenk einer Freundin auspackte.

Sie schenkte mir Bauklötzchen- bzw. Bastelzeit, indem sie mir diverse Utensilien dafür schickte. Ich war überrascht, nahm die „Herausforderung“ aber sofort an, denn schließlich sollte ja noch etwas Weihnachtliches entstehen. Ich musste nicht lange nachdenken, denn für mich haben Kiefernnadeln immer etwas Japanisches an sich. Und so war dieses weihnachtliche Ensemble schnell auf unserem Tisch:

Und so sieht es mit Kerzen aus:

Ich fand diese Geschenkidee super, vielleicht inspiriert sie Sie fürs nächste Jahr?

Ein bisschen schmunzeln musste ich allerdings, als ich mir auf der Seite meiner Freundin ihre Kiefernnadelwerke ansah- eine ganz andere Richtung…

https://ilse-heines.de/2019/12/19/kiefernnadeln-engelsleiter/

Ich habe auch noch eine nichtweihnachtliche Idee für die Nadeln, mal sehen, ob ich in den nächsten Tagen dazu komme.

Eine Bluse zum Wundern

Wie finden Sie meine neue Bluse? War ruckzuck genäht.

Bei dieser Art von Strickjacken ziehe ich meistens darunter ein T-Shirt an, eine passende Kette dazu, fertig. Aber im Winter ist mir das am Hals ein bisschen zu frisch. Schal herumwickeln ist mir dann in Räumen öfter zu warm oder er ist zu dick, Bluse unterziehen ist auch nicht optimal, da der Hals dann nicht richtig bedeckt ist und es unter der Jacke wurschtelig wird. Also nähte ich mir diese „Schein-Bluse“.

Sie besteht aus diesen Teilen und hat sich beim Tragen über dem T-Shirt schon sehr bewährt.

Bei Held-Stoffe in Krefeld-Bockum gibt es drei Stoffreste zum Preis von zwei Resten. (Keine bezahlte Werbung). Demnächst liegen dann noch zwei weitere „Blusen“ in der Schublade.

Wieder auf einem Weihnachtsmarkt

Wie schon im letzten Jahr, biete ich meine Unikat-Karten auf einem Weihnachtsmarkt an. Allerdings jetzt bei meinem neuen Arbeitsplatz:

Hinzu kommt dieses Mal noch meine Ketten mit Papierperlen. Da bin ich z.Zt. fleißig am Auffädeln.

Freue mich schon sehr darauf. Wenn Sie vielleicht auch da sind, sagen Sie doch einfach mal Hallo am BBZ-Stand.

Stoffmix

Ein Grund, mich auf den Winter zu freuen, ist mein neues Shirt.

Der blaue Jersey-Stoff ist dank seiner Fleece-Rückseite sehr kuschelig. Um dem einfachen Shirt aber noch ein bisschen mehr Pfiff zu verleihen, nähte ich die Ärmel aus groben schwarzen Leinen und nahm für die Bündchen oben am Kragen und unten glatten Bündchenstoff. Das Bündchen unten ist recht eng, so daß ich den Pullover kurz oder auch lang tragen kann. Das Shirt ist schnell genäht und ich glaube, dass ich auf einem „Shirtbein“ nicht stehen kann. Mal sehen, ob ich auf den kommenden Stoffmärkten noch einen anderen schönen Winterstoff finde.

Tomatenflecken & Co

Leider schaffe ich es trotz aller Vorsicht (sogar mit im Halsausschnitt eingestecktem Handtuch) beim Spaghettiessen jedes Mal Tomatenflecken auf der Kleidung zu hinterlassen. Sofortiges Rausreiben hilft nicht hundertprozentig und so besitze ich eine Reihe von T-Shirts, die vorne immer etwas schmuddelig aussehen. Einige färbte ich schon ein, aber es sind noch weitere da. Um sie nicht als Putzlappen verarbeiten zu müssen (davon habe ich inzwischen auch genügend) habe ich mein erstes Fleckweg-Oberteil genäht. Man kann es natürlich auch ohne T-Shirt anziehen, aber dann ist es recht weit. Es ist aus ganz leichten Stoff und viele T-Shirts passen farblich dazu.

Zu nähen war es leicht, sieht man vielleicht von dem orangen Schrägband einmal ab. Das war eine Premiere für mich, die ich dann dank einiger Youtube-Videos aber halbwegs gemeistert habe.

Ich fühle mich darin sehr wohl, denn beidseitige Speckröllchen werden auch kaschiert. Bald fängt wieder die Saison der Stoffmärkte an, dann finde ich hoffentlich noch ein paar andere Stoffe, die zu weiteren Fleckweg-Oberteilen werden.

Kunst oder nicht Kunst?

Gestern schrieb ich, dass ich beim Besuch der aktuellen Ausstellung im Krefelder Textilmuseum an meinen Urlaub in Lettland und Litauen erinnert wurde. So hieß beispielsweise ein Kunstwerk „Riga“:

Es bestand aus vielen Papierperlen und sollte Riga darstellen. Nach einer alten Sage lässt der Teufel Riga untergehen, sobald es fertig gebaut ist. Dieses Kunstwerk kann immer erweitert werden.

Von Krefeld aus geht die Ausstellung nach Dänemark, anschließend nach Litauen. Ich musste sofort an das Museum für moderne Kunst in Vilnius denken. Hier hatten wir eine Ausstellung gesehen, die mich immer noch beschäftigt.

Ist diese Skulptur für Sie Kunst? Überlegen Sie einen Moment, bevor Sie weiterlesen.

Man kam in dem Museum in einen großen hellen Raum, der dem japanischen Künstler Yuji Agematsu gewidmet war. Er ist in den USA ein gefeierter Künstler und hat sich spezialisiert auf Skulpturen und Erfindungen von Landschaften aus Fundstücken, die er in den Straßenschluchten von New York entdeckt. Auf dem Schild wird der Sammelzeitraum angegeben 1-31.Mai 2014.

In dem Raum hing eine lange schmale Glasplatte, auf der verschiedene Zellophantütchen standen.

Ging man näher heran, sah man z.B. dieses Gebilde.

Hatten Sie sich oben bei der Frage entschieden, dass es Kunst ist?

Es ist ca. 3 cm groß und besteht aus einem kleinen Stück Draht, einem alten Bonbon und einem Zigarettenstummel.

Hier ein anderes Beispiel:

Ich wusste bis Montag nicht, ob ich es einfach nur ekelig finden oder die Ideen, die Achtsamkeit und Fantasie des Künstlers bewundern sollte. Um es herauszufinden, versuchte ich, mir eigene Miniskulpturen auszudenken. Hier die Ergebnisse:



Mir hat das viel Spaß gemacht und meine Fundstücke (alle auch unter 5 cm groß) waren auch nicht ekelig. Die Achtsamkeit, aus kleinsten Mülldingen etwas Besonderes zu machen, das manchmal den Eindruck erweckt, es könnte von einem anderen Stern kommen, lässt mich jetzt Yuji Agematsu als Künstler sehr schätzen.

Tiny Houses sind ja stark im Kommen, da passt dann TinyArt bestens zu.

Zum Auftakt ins Wochenende schwinge ich mit Ihnen morgen das Tanzbein.

Raffen wie man rafft

Bei meinem aktuellen Nähteil lernte ich wieder etwas Neues, nämlich, wie man Stoff näht, so dass man ihn nachher raffen kann.

Einmal gemacht, ist es wieder ganz einfach. An das glatte Oberteil nähte ich eine zweite Stoffbahn aus zwei Teilen an. Diese beiden Teile versäumte ich zuerst oben und unten, danach nähte ich etwas unterhalb der Säume jeweils zwei Bahnen mit einem weiten Gradstich. Die Fadenenden blieben lang, denn an diesen zog ich danach, um den Stoff zu kräuseln. Ich raffte ihn auf die Breite zusammen, die ich brauchte, um danach jeweils ein Teil vorne und hinten an das glatte Teil anzunähen. Fertig.

Praktisch bei diesem Schnittmuster war, dass man nicht extra Ärmel annähen musste. Als Stoff nahm ich weichfallende Viskose- knüddelt nicht, ist also ein Teil, das ich gerne auf Reisen mitnehmen werde.

Und da wir beim Thema Reisen sind: Litauen und Lettland „verfolgen“ mich, letzte Woche wurde ich in Krefeld mit künstlerischen Urlaubserinnerungen konfrontiert, von denen ich in meinem Blog noch nicht geschrieben habe. Morgen mehr.