Küchenmusik

Ich warte schon darauf, dass mein Mann seine alten Pfannen und Kochtöpfe mal ausrangiert, dann mache ich auch eine „Session“. ( Am besten mit den Nachbarn zusammen, sonst könnte es Geräuschpegelärger geben). Alte Farbeimer haben wir noch vom Tapezieren im Juli.

Morgen zeige ich Ihnen, mit welchem Krimi ich mir einen schönen Gartenabend gemacht habe.

Romantische Loreley

Am vorletzten Freitag war ich zum ersten Mal an der Loreley auf einem Musikfestival. Am Tag des Ferienanfangs dorthin zu fahren, war nicht optimal, allerdings das letzte Stück Fahrt entlang am Rhein ließ die Staus vergessen. Nach Koblenz immer schön am Rhein entlang durch Dörfchen und Städtchen, ideal für einen Pausenstopp zum Kaffeetrinken. Die letzten 2 Kilometer ging es in Serpentinen nach oben, großzügige Parkplätze erwarteten einen bereits. Von dort muss man noch ca. 300 m laufen und dann hat man diese beiden Aussichten.

Die Aufschriften der T-Shirts, die von den Zuhörern mit Durchschnittsalter 40-60 getragen wurden, signalisierten alle einen Geschmack mit großem gemeinsamen Nenner: Yes, Led Zeppelin, Marillion, Muse, IQ, Genesis, um nur einige zu nennen. (Einige dieser Gruppen wurden auch schon in diesem Blog erwähnt). 

Wir waren wegen der Gruppen „Riverside“ gekommen (stellte ich Ihnen vor Kurzem vor) und „Big Big Train“, einer Gruppe aus England, die zum allerstenmal auf dem europäischen Festland auftrat.  

Die längere Anfahrt hatte sich gelohnt. Die Atmosphäre war sehr entspannt, fürs Auge wurde etwas geboten und Big Big Train war live noch stimmgewaltiger als auf CD.

Die Bühne zwischen 18 und 24 Uhr

Musikhören auf der Loreley? Gerne wieder!

Morgen bespreche ich ein Buch über Künstlerateliers. Es hat mich in den letzten Wochen nicht ohne Grund begleitet.

Ein Radiotipp

Mein Mann und ich hatten im Juni das Glück, dieses Konzert in der Essener Philharmonie live mitzuerleben.

An dem Abend wurde das Konzert auch live aufgezeichnet und wird jetzt am Mittwoch auf WDR 3 ab 20.04 Uhr gesendet. Falls Sie Zeit und Lust auf klassische Musik haben…

Wir werden uns das Konzert voraussichtlich auch noch einmal anhören. Unsere Plätze waren für diese Art von Konzert nicht die besten (saßen im Chor direkt über den Trommeln und Bläsern und da nahm man manchmal das Klavierspiel kaum noch wahr). Deshalb ist es interessant, die Musikstücke quasi von einer anderen Warte aus noch einmal zu hören.

Morgen mache ich grüne Geschenke!

Addicted

Hat keinen Bezug zu einem Blog-Eintrag, ist bei mir nur Vorfreude, da ich die polnische Gruppe auf dem Loreley-Konzert im Juli zum ersten Mal live sehen werde. Obwohl…Addicted heißt ja u.a. süchtig, verfallen. Gibt es unter meinen Lesern und Leserinnen süchtige Fußballspielgucker?

Ich  wünsche Ihnen ein schönes Wochenende- bis Montag!

Ob Mendelssohn, Jazz, Samba oder…

…das Vision String Quartet ist da ganz offen. Im Rahmen des Fantastivals kommen die Berliner Musiker nach Dinslaken  und treten am 24.7. im Burgtheaterhof auf. Dort ist immer eine sehr schöne Atmosphäre, letztes Jahr berichtete ich schon darüber. Siehe unter „Related Posts“.

Hier ein „Appetitanreger“:

Wer mehr über die Gruppe wissen möchte:

https://www.fantastival.de/programm/vision-string-quartet/

Morgen wartet ein Fotorätsel auf Sie!

Mal wieder Chilli…

Am Freitag fand in Paris ein ganz besonderes Konzert statt. Chilli Gonzales, den ich ja immer mal wieder gerne wegen seiner Klaviermusik an dieser Stelle erwähne, hatte sieben junge Musiker aus sieben Ländern für eine Woche bei sich zu Gast. Unter dem Motto „The Gonzervatory“ machte er mit ihnen zusammen Musik, bzw. leitete sie an, eigene musikalische Themen zu finden und zu komponieren. Am Ende stand das Konzert, in dem die jungen Musiker ihre Kompositionen präsentierten.  Wir sahen es uns via Livestream an- eine Sternstunde! So abwechslungsreich, so sympathisch die jungen Musiker! Jeder von ihnen beherrschte mehrere Instrumente und so reichte das Spektrum von Rap, Jazz über Funk bis zum Chanson.

Dieses Konzert wird nun auf der Homepage von ARTE gezeigt.

https://www.arte.tv/de/videos/081276-002-A/chilly-gonzales-the-graduation/

Tippen Sie oben auf der Seite nicht den Pfeil an, sondern ziehen Sie den Punkt links darunter ein bisschen nach rechts und drücken dann den Pfeil. So ersparen Sie sich einige Minuten Wartezeit, bis das Konzert tatsächlich anfängt. Der Abend beginnt mit drei neuen Stücken von Chilli Gonzales, aber dann sind die jungen Musiker die Hauptpersonen.

Sollte diese Gruppe mal auf Tour gehen- wir sind dabei! Bitte bringt wenigstens eine CD mit Euren Liedern heraus!

 

Feengleiche Klänge

Dieses Stücke lernte ich in einem Konzert der Berliner Philharmoniker kennen. Ich kannte den Komponist Paul Dukas nicht. Im Programmheft wurde das Stück so beschrieben:

Lassen Sie sich nicht von den ersten Fanfarenklängen irritieren, diese erinnern eher an die Begleitmusik zum Filmepos Ben Hur. Die Musik wird dann tatsächlich schillernd, transparent, vibrierend und der neue Dirigent der Philharmoniker, Kirill Petrenko, machte dies zu einem Hörgenuss. In dem Video kommt dies nicht optimal heraus, wenn möglich, hören Sie das Stück mit Kopfhörern.

 

BH-C/O-THF in Berlin

Hinter den Abkürzungen versteckt sich ein Teil unseres Besichtigungsprogramm am vorletzten Wochenende in Berlin. Vielleicht ist auch etwas für Ihren nächsten Berlinaufenthalt dabei?

BH= Das Bikinihaus in Berlin oder auch nur Bikini Berlin genannt. Wer gerne ausgefallene Kleidung kauft, seltene Marken sucht, schönen Kleinkram liebt, Kunstausstellungen besucht oder beim Essen auch mal gerne etwas Neues probiert, der ist im Bikini richtig. Ein ausgefallenes Einkaufszentrum, in dem mir am besten die Boxen gefallen, die von kleinen Unternehmen zeitlich begrenzt gemietet werden können, um ihre außergewöhnlichen Produkte zu verkaufen. Das Bikini Berlin liegt zwischen am Berliner Zoo. (Von der Dachterasse hat man einen schönen Blick in den Zoo).

Bilder und Infos zu Bikini Berlin unter: https://www.bikiniberlin.de/de/home/

C/O= C/O Berlin  im Berliner Amerika Haus, ein tolles Fotomuseum. Noch bis zum 1.Juli läuft dort eine Ausstellung zum hundertjährigen Geburtstag von Irving Penn. Irving Penn ist bekannt geworden mit seinen Porträts (z.B. von Picasso oder Marlene Dietrich), seiner Modefotografie, seinen Stillleben oder auch Bildern von Zigarettenkippen. Ein wirkliches Muss für alle, die gerne fotografieren! 

Die Ausstellung war sehr gut besucht, hier hatte ich kurz die Gelegenheit, ein paar Fotos ohne Betrachter zu fotografieren
Dieses Bild nenne ich „Öffnungen“- links ein Teil des Ausstellungsplakates, das draußen hing, davor ein Baum

Wer mehr über C/O wissen möchte: https://de.wikipedia.org/wiki/C/O_Berlin

THF= Flughafen Tempelhof. 2008 stillgelegt, um den Bau des neuen Flughafens zu rechtfertigen (die meist verbreitete Erklärung in Berlin), ist der Flughafen z.Zt. das größte Denkmal der Welt. Von Hitler in Auftrag gegeben, um den geplanten Flugverkehr der „Welthauptstadt“ Berlin von 80000 Passagieren auf 6 Millionen hochschrauben zu können, wurde hier ein gigantischer Flughafen errichtet.

Die heutige Nutzung der stillgelegten 9000 Räume, dem Vorfeld vor den Gebäuden oder der Landebahnen ist vielfältig. Büros, Filmkulisse, Messen, Konzerte-hier nur einige Baeianten. Es werden auch Führungen angeboten, um Wissenswertes und Geschichtliches über die früheren Abfertigungshallen zu erfahren oder um verborgene Orte auf dem Gelände zu entdecken. Letztere Führung machten wir mit. Einige Themen, die bei der Führung angesprochen wurden: Der Flughafen als Airbase der amerikanischen Besatzung (Foto 1+2), ein Konzentrationlager auf dem Flughafen, auf das heute nur noch eine kleine Gedenktafel hinweist, ein geheimes Bildarchiv (zuletzt niedergebrannt)mit tausenden von Luftbildern aus ganz Europa (Google Earth ist also nichts Neues) (Foto 7+8), Luftschutzbunker und ihre Luftversorgung (Foto 4+5),der Bau von 2000 Stuka-Flugzeugen unterhalb des Flughafens.(Foto 6- Tunnel mit Eisenbahnschienen, die unter den Flughafen führten).

Dazu ein paar passende Bilder:

Foto 3: Blaues Licht= Tageslichtschcht für die 5. Etage unter dem Flughafen

Foto 9: Tempelhof war der erste Flughafen der Welt mit einer eigenen Gepäckhalle.

Keine Abkürzung hat der Wannsee, wo wir in einem Biergarten die Sonne genossen. Urlaubsstimmung leicht gemacht.

Am Abend waren wir in der Berliner Philharmonie und lernten den zukünftigen Chefdirigenten Kirill Petrenko kennen. U.a. wurde das Stück „Le Peri“ von Paul Fukas aufgeführt. Das möchte ich Ihnen morgen vorstellen.

Ich liebe Spotify

An manchen Abenden bin ich zu müde, um meine Nase noch in eine Buch zu stecken. Musikhören geht dann aber immer noch und da gehe ich dann auch mal gerne auf Entdeckungsreise.

Diese Zeitung findet man kostenlos in manchen Kneipen oder Museen. (z.B. Duisburger Finkenkrug). Neue CDs werden vorgestellt oder auf anstehende Tourneen hingewiesen. Hier lese ich immer wieder Namen von Bands oder Einzelmusikern, die ich zuvor noch nie gehört habe. Und da kommt Spotify ins Spiel. Spotify ist im Internet eine Plattform, auf der man sehr viele (nicht alle) Musiker und ihre Lieder findet. Man kann das teilweise kostenlos tun oder 9,99 Euro im Monat bezahlen und dann ohne Grenzen Musik hören oder sich eigene Musiklisten zusammen stellen. Meine Playlists heißen z.B. „Guten Morgen“, sehr gut geeignet für Putz-oder Bügelstunden, „Zum Träumen“- Begleitmusik im meiner Hobbywerkstatt, oder “Musik bei schlechter Laune“- wenn diese erklingt, sollte man mich besser nicht ansprechen. Darüberhinaus gibt es auch Musikempfehlungen von anderen Benutzern, bzw. werden bei einem Künstler direkt Musiker mit ähnlicher Musik genannt.

Zurück zu der Zeitung. Hier drei Entdeckungen, die ich im Februarheft gemacht habe. Die Musik gefiel mir auf Anhieb. Es sind drei Sängerinnen, die mir bisher unbekannt waren. Ihnen vielleicht auch?

Unfreiwillige Erfahrung

Mein Mann und ich besuchen ab und zu auch klassische Konzerte. In der Vergangenheit berichtete ich auch schon über einige, doch vorgestern erlebten wir ein Konzert, das mich wohl so schnell nicht wieder loslässt.

Wir gingen in ein Klavierkonzert in der Düsseldorfer Tonhalle mit Daniil Trifonov und dem London Philharmonic Orchestra. Karten hatten wir für die dritte Reihe ergattert, als wir ankamen, war allerdings aus der dritten Reihe die erste geworden, da das Orchester außergewöhnlich groß war und man die ersten beiden Reihen deshalb entfernt hatte.

 Einige Karteninhaber waren gar nicht erfreut und verlangten andere Plätze. Mein Platz war direkt vor dem Pianisten, also, dachte ich mir, guckst du ihm mal ganz nah bei der Arbeit quasi über die Schulter.

Meine Sicht auf die Bühne

Das Konzert begann mit Tschaikovskys Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23. Unsere Befürchtungen, dass die Akustik auf diesen Plätzen schlechter sei, waren unbegründet. Die Sicht auf das Orchester war eingeschränkt, was besonders beim zweiten Stück (Der Kuss der Fee von Strawinsky) schade war, Bläser, Flötisten und Cellisten spielen bei dieser Komposition eine wichtige Rolle. (Dafür hatten wir eine interessante Sicht auf das Schuhwerk der Musiker, aus den Fotos hätte man eine nette Collage machen können- aber ich schweife ab…). 

Daniil Trifonov spielte grandios, wie nicht anders zu erwarten war, doch ich  konnte mich nicht richtig an der Musik erfreuen, beobachtete ich doch eher unfreiwillig seine Mimik beim Spielen. Die berühmte Pianistin Martha Argerich hat über den Anschlag Trifonovs gesagt: „Hinzu kommt sein Anschlag – er hat Zartheit und auch das dämonische Element. Ich habe so etwas noch nie gehört.“ Das ist vielleicht auch eine ungefähre Beschreibung seiner vielen Gesichtsausdrücke während des Spielens. Ich musste immer wieder wegsehen, weil ich das Gefühl hatte, seine Privatshäre zu verletzen, ja, fast eine Voyeuristin zu sein. 

Das hatte ich am Anfang des Abends nicht erwartet und ich möchte so einen Platz nicht ein zweites Mal haben. Es gibt Momente…

Wer einen kleinen Einblick in die Virtuosität Daniil Trifonovs bekommen möchte, hier ein ca. 15 minütiges Video: