Mach mal eine Pause…

… das sagt gerade mein Bauch zu mir. Ich schreibe seit einigen Wochen die Blogbeiträge nur noch zwischen Tür und Angel, da mein Leben momentan recht trubelig ist und für interessante Blogbeiträge die Zeit und Muße fehlt. Ich bin mit den Inhalten nicht mehr richtig zufrieden und lege deshalb eine Schreibpause ein. Wie lange die Pause dauern wird, das kann ich nicht voraussagen. Vielleicht nur bis nächste Woche, eventuell den ganzen Sommer? Ich weiß es noch nicht. Um diese Auszeit aber etwas abwechslungsreicher zu gestalten, werde ich Bilder für mich sprechen lassen, quasi nach dem Motto“Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“.

„Bis bald“ und halten Sie sich tapfer!

Ein bisschen „Blogalltag“: Das Heimwegtelefon

In letzter Zeit bekomme ich zunehmend Mails von meinen Leserinnen und Lesern, in denen sie mir Tipps geben, über was ich schreiben könnte. Darüber freue ich mich immer sehr, denn es bedeutet, dass mein Blog mit Interesse gelesen wird. Manche Tipps stoßen mich an, mich mit einem Thema zu befassen, das bisher noch nicht „auf meinem Bildschirm“ war. Allerdings kann das schon etwas dauern, denn ich muss Lust dazu haben oder es nimmt Zeit in Anspruch, bis aus einem Tipp einen Blogbeitrag wird. Dazu heute und am Donnerstag ein Beispiel.

Da ich nicht weiß, ob die Tippgeberinnen namentlich genannt werden möchten, lasse ich die Namen weg.


Tipp Nr. 1: Das Heimwegtelefon

Wenn man im Dunkeln alleine zu Fuß unterwegs ist und dabei ein mulmiges Gefühl bekommt, kann man deutschlandweit diese Telefonnummer anrufen

030/ 12074182

und wird auf seinem Weg begleitet. Dieses Video klärt auf:


Tipp Nr. 2 hat das Motto: Seifen Sie sich mal richtig ein! Bis übermorgen…

Mein Blog hat Geburtstag

Heute vor fünf Jahren fing ich an, für diesen Blog zu schreiben. Ich habe einmal aus Spaß nachgesehen, wie viele Beiträge sich in dieser Zeit angesammelt haben und daraus ergibt sich das Samstagsrätsel: Schätzen Sie, wie hoch die Zahl meiner Beiträge ist! Sind es 564, 873, 1022, 1373 oder 1619 (Stand 20.3.2021)?

Zum Frühlingsanfang habe ich noch ein Foto für Sie. Im März und April hängen in meinem Büro Piepmätze mit Frühlingsgedichten.

Letzte Woche schrieb ich von diversen „Beinen“ im menschlichen Skelett und wollte wissen, zu welchen Körperteilen diese Beine gehören. Hier die Auflösung:

Das Würfelbein gehört zum Fuß, Sesambeinknochen gehören zum Fuß und zur Hand, das Mondbein findet man ebenfalls in der Hand, das Pflugscharbein ist Teil des Gesichtsschädels, das Kopfbein ist auch in der Hand vertreten und das Siebbein gehört zum Gehirnschädel.

Passwörter sind nicht tabu

Kennen Ihre Angehörigen Ihre Passwörter oder wissen sie, wo sie nachsehen können, wie diese lauten? Ein Familienmitglied muss plötzlich ins Krankenhaus und ist dort erst einmal nicht ansprechbar…Jemand aus der Familie stirbt und Konten, Mitgliedschaften usw. müssen aufgelöst werden.
Ich habe es bei einer weitläufigen Bekannten miterlebt, deren Mann gestorben war. Er hatte zwar eine Mappe mit Anweisungen vorbereitet, es fehlten aber die Passwörter. Das war für die Ehefrau sehr belastend und zeitaufwendig. Hätte nicht sein müssen.
Auf der Arbeit fiel mir zu diesem Thema eine Aufstellung von dem Verein ZWAR in die Hände. Vielleicht eine Anregung für Sie?

Um seinen digitalen Nachlass zu regeln, gibt es im Internet auch noch andere Checklisten oder auch ein Formular, in dem man alles eintragen kann:

https://www.wonder.legal/de/modele/testament-fur-digitalen-nachlass

Dieses Formular ist insofern hilfreich, weil man eine Übersicht an die Hand bekommt, wo heute theoretisch überall Passwörter gefordert werden.

Sich impfen lassen?

Am letzten Samstag, dem 2.1.2021, wurde ich im Rahmen meiner Tätigkeit in einem Seniorenzentrum gegen Covid 19 geimpft.
Als vor Weihnachten davon die Rede war, dass ab Januar die Impfungen beginnen, motivierte mich die Aussicht, u.U. zu den ersten Impfpatienten zu gehören, nicht übermäßig und ich fragte mich, warum das so ist. Der Gedanke, dass man nichts über mögliche Spätfolgen der Impfung weiß, erzeugte bei mir ein mulmiges Gefühl. Da ich allerdings immer versuche, gegen mulmige Gefühle anzugehen, fing ich an, mich mit dem Thema noch mehr zu befassen. Dabei las ich u.a. ein Interview mit den beiden Besitzern des Impfstoff-Firma Biontech, ein paar Tage später sah ich noch ein Interview mit ihnen im Fernsehen. Ich bekam dabei den Eindruck, dass hier ein Mann und eine Frau etwas nach bestem Wissen und Gewissen tun und ihre Aussagen glaubwürdig sind. Das gab mir schon ein etwas besseres Gefühl. Ausschlaggebend, dass ich mich dann habe impfen lassen, war aber ein Interview im Radio. Eine 47jährige Frau, die an Corona erkrankt war und jetzt als genesen gilt, erzählte, wie die Krankheit bei ihr verlaufen ist. Das wohl Schrecklichste war für sie die Tatsache, keine oder nur noch schwer Luft zu bekommen und künstlich beatmet werden zu müssen. Da ich selbst Asthma habe, konnte ich mich sehr gut in ihre Ängste hineinversetzen.Darüberhinaus schilderte sie ihren jetzigen Alltag. Sie hat weiterhin noch Herzprobleme und kann noch nicht wieder voll arbeiten, da sie sich immer wieder schlapp fühlt.
Sich impfen lassen? Auf der einen Seite eine nicht bestätigte Gefahr, irgendwann einmal an irgendeiner Spätfolge zu leiden, auf der anderen Seite aktuell die konkrete Möglichkeit, schwer zu erkranken, das war von mir abzuwägen und das fiel mir jetzt nicht mehr schwer.
Das Impfen dauerte nicht lange. Zuerst musste ich einen Schnelltest machen und das ging wirklich schnell, denn nach ca. 10 Minuten konnte ich schon in die Impfkabine. Linker Arm, Pikser, fertig.
Wie ich mich danach fühlte? Gut! Die Atmosphäre im Seniorenzentrum war positiv aufgeladen ( habe lange nach den Wörtern gesucht). Es schien so, als wären alle Anwesenden froh und erleichtert, dass ein langes Unwetter endlich vorbei und man selbst heil davongekommen ist. Diese Stimmung übertrug sich auf mich und mein silberner Horizontstreifen ist jetzt um Einiges dicker.
Abgesehen von dem Eindruck, im Arm ein bisschen Muskelkater zu haben, hatte ich keine Nebenwirkungen.

Am 23.1. ist meine zweite Impfung und ich freue mich jetzt schon auf baldige Drückerchen, den ersten Konzertbesuch, ein Essen in einem Restaurant und auf eine neue Reise.

Keine Glückskäfer oder Glücksschweinchen für das neue Jahr 2021

Ich verzichte dieses Jahr auf o.g. Glückssymbole, denn wenn das mit 2021 nix wird, dann haben Käfer und Schweinchen ein Problem: Wer glaubt ihnen dann noch, dass sie Glück bringen? Ihr Ruf ist ruiniert und sie müssen umschulen, das will ich den beiden nicht zumuten. Auch das Glücksklee bekommt von mir Urlaub.
Stattdessen möchte ich Sie mit diesem Foto ins neue Jahr schicken:

Das neue Jahr soll für Sie so fröhlich und bunt werden wie dieses Puzzle. Möge Ihr Leben aus vielen abwechslungsreichen Puzzlesteinen bestehen, so dass Sie am 31.12.2021 sagen können:“ Das war ein schönes Jahr!“

Ein großes Dankeschön an alle treuen Leserinnen und Leser für Kommentare und Mails. Ich werde weiterhin versuchen, mit meinem Blog zu unterhalten und zu überraschen und ein Puzzlesteinchen in Ihrem bunten Leben zu sein. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Ein Nachmittag im Lauflabor

Vorgestern schrieb ich eine Besprechung zu einem Buch, in dem es u.a. darum geht, was unser Körper alles für uns tut. Heute nun ein Beispiel aus der Praxis.

Im August hatte ich mir beim Stolpern linkes Knie und Schulter verknackst und konnte nur noch mit Schmerzen gehen. Es wurde nur sehr langsam besser und so entschied ich mich, ein Lauflabor aufzusuchen, um mein Laufen analysieren zu lassen. Den Tipp hatte ich von einer Physiotherapeutin bekommen, die mit dem Labor schon gute Erfahrung gemacht hatte.
Die Analyse im Lauflabor ( dauert ca. 1 1/2 bis 2 Stunden) wird von der Firma Luttermann in Essen angeboten. Begonnen wird mit einem Gespräch, in dem frühere Verletzungen und Schwierigkeiten beim Gehen besprochen werden. Schritt 2 hängt davon ab, für welches Analyse-Paket man sich entscheidet. Ich wählte das Vollpaket, sprich, bekleidet mit kurzer Hose und Sport-BH, wurden Füße und Beine bis zur Hüfte vermessen und meine Gliedmaßen wurden immer mehr zu Kunstwerken, dank diverser Markierungen. Eine sehr nette Sportmedizinerin machte Fotos von mir, danach schickte man mich auf das Laufband. Hier ging ich ca. 5 Minuten erst barfuß langsam, dann mit zügigen Schritten. Dabei wurde ich wieder fotografiert und auch gefilmt. Schritt 3: Laufband, aber dieses Mal mit Schuhen. Anschließend durfte ich mich wieder anziehen (Körperzeichen gehen unter der Dusche gut ab).
Ich war froh, dass ich saß, denn nun zeigte man mir die Fotos und die Filmchen. Schock Nr. 1: Sah ich wirklich so aus, als hätte ich 20 Kilogramm mehr auf den Hüften? Als die Beraterin mein entsetztes Gesicht sah, beruhigte sie mich. Durch Beleuchtung und Winkel, aus denen die Aufnahmen gemacht werden, sieht niemand auf dem Laufband vorteilhaft aus. Ich versuchte, ihr das ganz schnell zu glauben…Schock Nr. 2: Ich machte dem Turm von Pisa Konkurrenz. Von einer geraden Haltung war ich von Fuß bis Kopf weit entfernt, meine linken Knie- und Schulterprobleme hatten nunmehr einen sichtbaren Grund. Ein weiteres unerfreuliches Ergebnis war, dass meine rechte Hüfte versucht, die linken Fehler auszugleichen und damit auch schon angeschlagen ist.
Was nun tun, wie den Prozess aufhalten? Ich ließ mir ein paar Einlagen für die Schuhe anfertigen. Diese waren nach einer Woche abholbereit. Sie passten perfekt und ich konnte sofort ohne Probleme längere Zeit mit ihnen laufen.
Das Beste aber ist diese Mappe, die ich ausgehändigt bekam:

Jederzeit kann ich mir nunmehr meine Horrorfotos ansehen und werde an eine gerade Haltung erinnert. Zudem sind in der Mappe diverse Übungen beschrieben, die ich als morgendliche Gymnastik durchführen kann. (Bevor ich die Mappe bekam, wurde jede Übung ausführlich besprochen).

Diese Analyse hat 120 Euro gekostet. Gut ausgegebenes Geld, denn ich weiß jetzt, wie ich bei meinem Körper wieder etwas gutmachen kann.

Wer mehr zum Thema Lauflabor wissen möchte:

https://www.luttermann.de/leistungen/themenschwerpunkte/lauflabor/

Dieser Beitrag ist keine bezahlte Werbung!

ZOOM Zeit

Videokonferenzen, digitaler Unterricht- besonders in diesem Jahr gehören beide technischen Errungenschaften immer mehr zum beruflichen oder schulischen Alltag. Was ich sehr schade finde: Bei der Gestaltung der Freizeit wird die Hilfe dieser Technik bei Menschen, die nicht täglich mit dem Computer zu tun haben, erst selten in Anspruch genommen, obwohl es so viele Möglichkeiten gibt, auf diese Weise gemeinsam mit Freunden und Bekannten Treffen zu arrangieren und etwas zu unternehmen. (z. B. Spiele- oder Quizzabende, gemeinsames Turnen, Vorlesestunden oder einfach nur klönen).
Ich freue mich deshalb sehr, dass wir auf meiner Arbeitsstelle, dem Rheinhauser AWO BBZ, mit dem „Digitalen Engel“ zusammenarbeiten und gemeinsam zu einer Veranstaltung einladen, die mit Hilfe eines Programms für Videokonferenzen, genannt ZOOM, abgehalten wird.
Als Teilnehmer bekommt man per Mail einen Link zugeschickt, den man anklicken muss und dann kann es mit ZOOM losgehen. Ist wirklich nicht schwer.

Hier alle offiziellen Informationen:

Online: Digitaler Engel in Duisburg

Mo., 7. Dezember 2020, 15:00 – 16:30

Gemeinsam mit dem Begegnungs- und Beratungszentrum Rheinhausen der AWO-Duisburg e. V. trifft der Digitale Engel via ZOOM ältere Menschen, um ihnen verschiedene Funktionalitäten von Videokonferenzsystemen vorzustellen und auszuprobieren.

Diese Veranstaltung wird mit geschlossenem Teilnehmer-Kreis durchgeführt. Kontaktieren Sie uns gerne, falls Sie Interesse an der Teilnahme haben unter info@digitaler-engel.org

Bei technischen Fragen zur Teilnahme an der Online-Veranstaltung mit Zoom hilft Ihnen das Team des Digitalen Engel gern telefonisch unter: +49 (0) 30 76 7581 530 (Mo-Fr 9-17 Uhr)

So verschaffen Sie sich Gehör

In Kopenhagen sind bereits mehr E-Autos unterwegs als in deutschen Städten und so passierte es mir dort zum ersten Mal, dass ich ein E-Auto erst im letzten Moment gehört habe, als ich eine kleine Straße überqueren wollte. Diese Erfahrung fand ich bedenklich und so kam es mir sehr entgegen, dass ich am Wochenende folgende Telefonnummer fand:

Ich habe diesen Test für beide Ohren gemacht. Um durch den Lärm die Zahlen zu hören, musste ich mich teilweise sehr konzentrieren und es ist wichtig, dass man durch nichts im Raum abgelenkt wird.
Das Ergebnis war für mich noch beruhigend, eine andere Bekannte hat sich danach einen Termin beim Ohrenarzt geben lassen.

Könnten Sie das, könnte ich das?

Moth und Raynor Winn sind ein Ehepaar Mitte 50 aus Wales, das den West Coast Path (1014 km) fast komplett erwandert. Der Grund: Sie beide besitzen nichts mehr und müssen von 48 Pfund (ca. 53 Euro) staatlicher Unterstützung pro Woche leben. Wegen eines unrechtmäßigen aber endgültigen Gerichtsurteils wurde ihre Farm komplett gepfändet, sie haben kein Zuhause mehr. Ihre Kinder sind Studenten mit wenig Geld, Freunden wollen sie nicht zur Last fallen, während sie auf die Zuteilung einer Sozialwohnung warten. Moth und Raynor hoffen, dass die Wanderung ihnen helfen wird, den Schock über den Verlust zu überwinden, den Kopf klar zu bekommen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Abgesehen von dem wenigen Geld, das sie bekommen, ist die unheilbare Krankheit von Moth ein weiteres Damoklesschwert, das über dem Paar hängt. Oft kann Moth wegen seiner Schmerzen nicht laufen. Das Alter der beiden macht das Wandern bei großer Hitze, das Übernachten auf Beton, kaum geschützt von ihrem Zelt, und die unterschätzten Steigerungen des Küstenwegs nicht leichter. Doch die beiden geben nicht auf und lernen die Vorzüge des völligen Ungebundenseins und des Lebens in der Natur kennen. Die Menschen, denen das Paar begegnet, sind zumeist freundlich, aufgeschlossen und auch hilfsbereit, so dass am Ende der Geschichte ein Neuanfang in Cornwall in Aussicht steht.

Ich fand das Buch manchmal etwas langatmig, auch störten mich einige Details. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Was dieses Ehepaar körperlich, aber vor allen Dingen mental geleistet hat, machte mich beim Lesen oftmals sprachlos.

Der nächste Beitrag am Donnerstag wird herzig.