So ändern sich die Zeiten

Am Wochenende habe ich mir nach längerer Zeit mal wieder das Notizbuch mit meinen ersten Haikus angesehen. Das Buch ist 21 Jahre alt und beim Lesen wurde ich dann bei einigen Haikus doch nachdenklich.

Diese beiden Haikus habe ich damals Ende Mai geschrieben. In diesem Jahr ist Ende April die Kirschblüte schon fast vorbei und die Veilchenblüten sind auch schon schrumpelig. Greta demonstriere weiter!

Als ich diesen Haiku las, kam mir bei dem Wort Mondlandschaft direkt so ein Bild in den Kopf

Trostlose Mondlandschaften werden heute freiwillig von Menschen vor der eigenen Haustür gestaltet. (In einem Zeitungsartikel las ich vor kurzem, dass man sich über die Inhaber von Steingärten nicht aufregen soll, man müsse sie eher bemitleiden. Der Steinharten sei ein Indiz dafür, dass sie mit der Bewältigung des Alltags überfordert seien und der Steingarten dann eine Belastung weniger ist und gleichzeitig auch ein Ort der Ordnung und damit Erholung für die Inhaber. Nur blöd und inkonsequent, wenn man auf die Steine bepflanzte Kübel stellt oder Sträucher/Bäume eingräbt, die man auch pflegen muss-siehe auch unten den Beitrag Karneval in Düsseldorf/Köln)

Es gibt aber jederzeit einen Weg der Besinnung und Rückkehr, wie dieser Exsteingarten mitten in Wien beweist…

Morgen biete ich Ihnen einen passenden Musikbeitrag zum Tag der Arbeit.

In Gedanken in meinem Garten-Roussillon Nr. 6

Während des Urlaubs kam mir bei einer Autofahrt plötzlich der Gedanke, mir die Bepflanzungen der Verkehrinseln genauer anzusehen. Schließlich ist es in Südfrankreich jedes Jahr im Sommer so heiß wie dieses Jahr bei uns und man hat Erfahrungen gesammelt, welche Pflanzen Hitze und Trockenheit gut vertragen. Natürlich gibt es erst einmal die üblichen Verdächtigen Lavendel, Oleander und Bougainvillea, aber vielleicht ist ja auch noch eine andere Idee für meinen Garten dabei.

Platz 1: Die  Graslilie in der weißen und pinkfarbenen Variante. Ich habe sie als Kübelpflanze und kann diese Blume nur empfehlen. Sie blüht lange, ist bienenfreundlich und verzeiht Trockenheit

Platz 2: Die Blauraute oder auch Perovskia genannt.  Bienenfreundlich und hart im Nehmen.

Platz 3- siehe Pfeile! Ich vermute, dass es eine Phloxart ist, konnte den Namen bisher im Internet nicht finden. Weiß jemand mehr?

Platz 4: Zistosen. Ein Strauch mit duftenden Blättern und rosa oder weißen Blüten, der gar nicht genug Sonne bekommen kann. Angeblich soll er bis minus 10 Grad aushalten, aber ein eingegangener Strauch lässt mich zweifeln. Deshalb lieber im Topf in Garten pflanzen und später ein Winterquartier anbieten.

Platz 5: Auch bei diesem Strauch bin ich mir, was den Namen angeht, nicht sicher. Ich vermute, dass es ein Senna-Strauch ist. Sieht doch toll aus, oder?

Wieder zuhause, erfreute ich mich im Garten an den vielen blühenden Astern mit ihren kräftigen Farben, an Ringelblumen und Malven, die mir zu dieser späten Jahreszeit wohl das regelmäßige Düngen danken und an diesen beiden Pflanzen- der Hummelschaukel und der Japan-Margerite.

Die Himmelschaukel kaufte ich im Juni und zuerst tat sie sich schwer, doch jetzt ist sie ein weiterer Hingucker und auch viel besucht. Sie mag die Sonne, braucht allerdings ordentlichen Winterschutz. Ich habe 5 Pflanzen, drei werde ich mit hineinnehmen, zwei bleiben draußen.

Die Japan-Margerite besitze ich schon mehrere Jahre, doch blüht sie dieses Jahr zum ersten Mal richtig üppig. Ich habe ihr einen sonnigeren Platz verschafft. Die Pflanze ist immergrün und verdeckt den unteren kahlen Stamm eines Sommerflieders.

Das Gartenjahr ist nun bald vorbei, aber ich freue mich jetzt schon auf das im Jahr 2019!

Morgen pausiere ich, am Wochenende gibt es ein Rätsel, das aufmerksame Leser und Leserinnen der letzten Beiträge bestimmt leichter lösen als der Rest der Welt… Nächste Woche gibt es  noch zwei französische „Absacker“ und dann wende ich mich wieder heimatlichen Themen zu.

 

Freud und Leid von Gartentieren

Letztes Jahr ernannte ich die Astilbe zu meiner „Gartenpflanze des Jahres“, 2018 bekommt die Knautia diese Auszeichnung.

Sie blüht ununterbrochen seit März, vertrug die Hitze gut und begnügt sich mit mittelmäßigem Boden. Schnecken mögen sie nicht, aber dafür wird sie von Bienen geliebt. Ich habe bisher nur eine Pflanze im Garten, aber nächstes Jahr werde ich noch einige neue dazukaufen.

Die Bienen haben Freude, nicht so die Igel. Haben Sie einen Roboterrasenmäher in Ihrem Garten? Wenn ja, wissen Sie, was er mit den Igeln in Ihrem Garten macht? Ach, Sie haben keine Igel mehr in Ihrem Garten? Ich vermeide es, in meinem Blog schlimme Fotos zu zeigen, man bekommt sie auf anderen Plattformen zur Genüge zu sehen. Wenn Sie sich die Auswirkungen von Rasenmäherroboter auf Igel ansehen möchten, dann geben Sie bei Google einfach nur diese beiden Begriffe ein. Würde mich freuen, wenn Sie den Roboter zum Betriebshof bringen und verschrotten lassen.

P.S. Was ich über  Mähroboter geschrieben habe, das gilt übrigens auch für Fadenmäher.

Meine Skepsis ist weg

Warum kann ich eigentlich nicht recht sagen, aber ich hatte bisher immer Vorbehalte bei Blumenkästen mit integriertem Bewässerungssystem. Doch nun bin ich „Fan“.

Diese Blumenkästen stehen bei uns seit 3 Wochen auf der Terrasse in der vollen Mittagssonne. Ich finde, dass die Pflanzen dafür noch sehr frisch aussehen. Im Garten gibt es auch einige Ecken, die eine ähnliche Sonnenbestrahlung haben, doch, obwohl ich zweimal am Tag gieße, sehen dort die Blumen ausgelaugt aus. (Können Pflanzen ausgelaugt aussehen? Mir fällt kein besserer Wort ein, ich hoffe, Sie können sich vorstellen, was ich meine).

Die Blumenkästen hatten wir über das Internet bestellt, da wir Kästen mit den benötigten Maßen bei den hiesigen Anbietern nicht bekamen. Wir hatten bei der Bestellung nicht gesehen, dass es diese besonderen Kästen waren. Zurückschicken kam aber nicht in Frage, auch wegen ihres günstigen Preises. (Ein Kasten kostete knapp 9 Euro!). So bewässerte ich vom ersten Tag nach Anleitung und das Resultat begeistert mich jetzt. (Im Normalfall sollen die Pflanzen für 2 Wochen genügend Wasser bekommen, also ist das auch für Urlaube eine gute Sache.)

Bei Hornbach wollten wir ähnliche Kästen für den Eingang kaufen, allerdings werden hier nur Kästen angeboten, die zwar ein ähnliches System haben und auch etwas edler sind, deren Preise aber zwischen 24,90 und 34,90 liegen. 

Wer noch einfache Kästen besitzt und in den letzten Wochen Gieskannen-Armmuskeln bekommen hat, sollte sich überlegen, ob er investiert und umsteigt. Heiße Wetterperioden und Urlaube kommen immer wieder.

Berlin, Corduba oder Ruhrort

Gestern verbrachten mein Mann und ich einen schönen halben Tag in Ruhrort. Ich habe viel Neues entdeckt, so dass Ruhrort mein roter Faden in den nächsten Tagen wird.

Das Hafenfest wurde gefeiert und wir machten uns direkt morgens auf zum

Man bekam die einmalige Gelegenheit, verborgene Hinterhöfe zu erkunden und es fiel nicht schwer, sich gedanklich ein bisschen nach Berlin

oder Corduba 

Olivenbaum und Oleander, hinter mir stand ein Feigenbaum

zu versetzen.

An den Trödelmarktständen kommen manchmal witzige Nachbarschaften zustande

Getrödelt wurde auch in einem Friseursalon

Wir haben nur nette Menschen getroffen und man kam an den Ständen überall schnell ins Gespräch. Eine schöne lockere Atmosphäre.

Morgen gibt es weitere Ruhrortfotos. Zum Wiedererkennen oder Neugierigwerden.

Romantische Loreley

Am vorletzten Freitag war ich zum ersten Mal an der Loreley auf einem Musikfestival. Am Tag des Ferienanfangs dorthin zu fahren war nicht optimal, allerdings das letzte Stück Fahrt entlang am Rhein ließ die Staus vergessen. Nach Koblenz immer schön am Rhein entlang durch Dörfchen und Städtchen, ideal für einen Pausenstopp zum Kaffeetrinken. Die letzten 2 Kilometer ging es in Serpentinen nach oben, großzügige Parkplätze erwarteten einen bereits. Von dort muss man noch ca. 300 m laufen und dann hat man diese beiden Aussichten.

Die Aufschriften der T-Shirts, die von den Zuhörern mit Durchschnittsalter 40-60 getragen wurden, signalisierten alle einen Geschmack mit großem gemeinsamen Nenner: Yes, Led Zeppelin, Marillion, Muse, IQ, Genesis, um nur einige zu nennen. (Einige dieser Gruppen wurden auch schon in diesem Blog erwähnt). 

Wir waren wegen der Gruppen „Riverside“ gekommen (stellte ich Ihnen vor Kurzem vor) und „Big Big Train“, einer Gruppe aus England, die zum allerstenmal auf dem europäischen Festland auftrat.  

Die längere Anfahrt hatte sich gelohnt. Die Atmosphäre war sehr entspannt, fürs Auge wurde etwas geboten und Big Big Train war live noch stimmgewaltiger als auf CD.

Die Bühne zwischen 18 und 24 Uhr

Musikhören auf der Loreley? Gerne wieder!

Morgen bespreche ich ein Buch über Künstlerateliers. Es hat mich in den letzten Wochen nicht ohne Grund begleitet.

Wieder viele Minis

Momentan ist mein Ablegerkörbchen wieder ziemlich voll.

Links sehen Sie Ableger von diesem Gras- hält Trockenheit gut aus.

Haben Sie im Garten noch eine kahle Stelle? Gerne gebe ich Ableger ab, diese wachsen schnell.

Ein bisschen mehr Geduld muss man mit diesen Kleinen haben.

Der weiße Hibiskus hat sich sehr ausgesät, auch hier verschenke ich Ableger. 

Weiter im Angebot hätte ich noch rosablühenden Storchenschnabel, Waldmeister, Walderdbeeren und  violette Christrosen. Sind noch sehr mini, aber bei Ihrer guten Pflege…

Diese habe ich für mich ausgepflanzt, aber im Garten kann ich noch mehr ausbuddeln.

Bitte melden Sie sich bei Interesse.

Morgen erinnere ich Sie an ein Stück Kindheit…

Nachrichten aus dem Garten

Schon lange habe ich für diese Kategorie nichts mehr geschrieben, aber jetzt haben sich wieder so einige Gedanken angesammelt.

Thema Gartencenter: Letzte Woche bekam ich ein Weihnachtsmann-trifft-Osterhase-Gefühl: Wurde doch tatsächlich am 5.7. schon verstärkt die neue Herbstbepflanzung präsentiert mit neuen Züchtungen! Gut, wenn das Gartencenter meint, es müsste so handeln, dann soll es mir auf der anderen Seite auch recht sein. Große Stauden, die größtenteils schon abgeblüht sind, die aber durchaus auch noch eine zweite Blüte bekommen können und nächstes Jahr wiederkommen, wurden für 3 Euro/Stück verschleudert. Da musste ich mich eindecken, genau mit den Blumen, die mir die Schnecken komplett weggefressen haben. Mal sehen, ob sie diese Pflanzen auch komplett verschlingen.

Thema Schnecken: In meinem Garten wachsen verschiedene Sorten von Storchenschnäbel und diese wurden von Schnecken alle verschont. Nun habe ich Folgendes probiert:

Vor diesen Sonnenhut-Blumen und mitten in den Storchenschnäbel-Pflanzen habe ich verschiede Astern eingebuddelt.

Vielleicht werden diese jetzt vor Schnecken geschützt und haben die Chance, 80 cm hoch zu werden, um später die verblüten Sonnenhut Pflanzen zu verdecken.

Nachtrag vom 2.11.18: Die Astern haben es geschafft!

Thema Geranien: Bienenfreundlich sind sie nicht, diese Blumen. Deshalb kommen auch keine bei mir in den Blumenkasten. Bisher…Es gibt eine Geraniensorte mit Apfelduft und diese hat kleine Blüten. Da brummt es! 

Apropos Bepflanzung von Blumenkästen: Hier mein Vorschlag für Sonne/ Halbschatten mit Lavendel, Salbei, Cosmea, Verbene, Glockenblume und blauem Gänseblümchen. Wird von Bienen, Schmetterlingen und Hummeln auch gerne besucht

 

Morgen erzähle ich etwas darüber, wie ich Stempel selbst geschnitzt habe und so zum Linolschnitt gekommen bin.

Noch mehr heiße Tage…

Es gibt Momente bei 30 Grad im Schatten, da

kommen Buchhändler auf besondere Gedanken:

 

schiebt man die Abfahrt aus einer kühlen Tiefgarage gerne hinaus

sieht man sich den Film „Fargo“ mit eisigen Winterszenen gerne  noch einmal an, selbst wenn man ihn schon mehrmals geguckt hat

behält man nach dem Schwimmen den feuchten Badeanzug an, zieht ein weites Kleid darüber und fährt dann Rad. Das Fahrtwind ist sehr erfrischend!

streicht man eine Decke weiß und bildet sich ein, dass es auf dem Gesicht Schneeflöckchen sind

freut man sich aufs Bügeln im kühlen Keller

oder lässt einfach Fünfe gerade sein

 

 

Bienenprojekt Nr. 2

Inzwischen sind einige Pflanzen dazu gekommen, doch muss ich nicht nur gegen die Brombeeren kämpfen, sondern auch gegen die Schnecken, und bei ihnen ergebe ich mich dem Schicksal. Sonnenhut, Astern, zwei Diestelarten, Ringelblumenpflänzchen-alles weg! Standhaft sind aber bei den neuen Pflanzen die Wilde Karde, Wegwarte, Mädesüß, kalifornischer Mohn, Wiesenknöterich, Nachtkerze und Morade. Deshalb sieht die leere Fläche jetzt schon ein bisschen grüner aus.

Anfang Mai:

Ende Mai: