…fand ich am Strand von Nizza. Sind das beide nicht lustige Typen?
Beide wünschen Ihnen eine schöne Lachfaltenwoche!

Wer nicht neugierig bleibt, wird nur noch älter (Marianne Frauchiger)
…fand ich am Strand von Nizza. Sind das beide nicht lustige Typen?
Beide wünschen Ihnen eine schöne Lachfaltenwoche!

Wenn Sie gerne Museen besuchen, dann müssen Sie sich überhaupt keine Kopfschmerzen machen, wie Sie einen Regentag verbringen können. Nizza hat eine sehr hohe Museumsdichte und rechnet man die Nebenstädte noch dazu, kommt man bestimmt auf 50 oder noch mehr. Für 20 Euro kann man in Nizza ein Ticket kaufen, mit dem man 10 von 11 wichtige Museen besichtigen kann. (Es fehlt das Chagallmuseum). Wir waren z.B. im Musée des Beaux Arts und im Musee Massena.

Beide Museen sind in historischen Palästen alten Adels untergebracht. Beim ersten Museum liegt der Schwerpunkt auf der Präsentation von Künstlern, die irgendeinen Bezug zu Nizza bzw. der Côte d‘Azur haben. Im Massena-Museum nehmen die Geschichte Nizzas und die Leben der Familie Massena und Napoleon Bonapartes einen großen Raum ein. Es gibt dabei aber auch immer interessante Nebenausstellungen. In unserem Fall war es „Geschichte mit Legosteinen dargestellt“- die Besucher von 4-80 hatten viel Spaß daran, uns eingeschlossen. Eine zweite Ausstellung befasste sich mit dem Ehepaar Klasfeld, das berühmt wurde durch das Aufspüren von Naziverbrechern.
Wenn Sie Museen nicht spannend finden, bieten Ihnen mehrere Straßen mit z.T. wunderbar alten Läden und modernen Einkaufspassagen viele Möglichkeiten, Geld auszugeben. (Beim Thema Geld fallen mir auch noch diverse üppige Casinos ein…). Alternative: Sie machen eine Tour durch die Konditoreigemeinde und testen, wer die besten Macarons in Nizza anbietet.

Oder Sie besuchen die Kirchen Nizzas, bewundern den XXL-Barock und zählen mal die Engelchen in der Kathedrale.

Sie nehmen ein Parfüm? Steigen Sie in den Bus, fahren Sie bis Grasse und besuchen dort die Firma Fragonard. Dort kann man sein eigenes Parfum komponieren!
Bei Regen geht Leute beobachten natürlich auch. Stellen Sie sich dabei auf viele sportbegeisterte junge Leute ein und alte Ehepaare, bei dem sie zum 70-80sten Geburtstag ein Facelifting geschenkt bekommen hat, das leider schief ging und das sie jetzt mit brauner Farbe übertüncht und bei dem ihm die lächerlich aussehende Baseballkappe, die verspiegelte Sonnenbrille (bei Regen) und die pastellfarbende Steppjacke anscheinend angewachsen sind.
Das waren ein paar Ideen für einen Kurzurlaub in Nizza. Morgen mache ich eine Pause, dann geht es wieder mit einer bunten Mischung weiter.
Wenn man Glück mit dem Wetter hat, setzt man sich nach einem Spaziergang auf der Meerpromenade an den Strand und lässt es sich gutgehen oder in eins der zig Straßencafés und beobachtet Leute oder erfreut sich am Himmel.

Flanieren durch Parks geht auch gut, die Mimosen blühen frisch, die Bougainville hat noch vom letzten Jahr überlebt und orangenduftgefüllte Windchen umschmeicheln die Nase.

Zum Herumstreichen eignen sich auch die Altstadt mit dem täglichen Markt, der Hausberg, der Hafen und die Stadtviertel mit den pompösen Villen.

Oder Sie setzen sich in den Bus (eine Fahrt kostet 1,50Euro) und besuchen in Cagnes-sur-Mer (40 Minuten Fahrt) beispielsweise das Wohnhaus mit Atelier von Paul Auguste Renoir.

Natürlich können Sie mit dem Bus auch weiterfahren, z.B. nach Cannes, Menton, Monaco oder Antibes. Ob Sie ein langes Wochenende oder längere Zeit in Nizza verbringen, Sie werden sich nicht langweilen.
Was tun bei Regen? Darüber schreibe ich morgen.
Letzte Woche verbrachten mein Mann und ich ein paar Tage in Nizza. Ein perfekter Ort für eine Auszeit im Januar. Die Hotelpreise sind angenehm, denn viele Hotels versuchen in diesem ruhigen Monat, wenigstens kostendeckend zu arbeiten und locken mit besonderen Angeboten. Das nutzten wir wie im letzten Jahr in Rimini aus und übernachteten jetzt im Negresco Hotel.

Hotel ist eigentlich nur halbrichtig, besser man nennt es Museumshotel. Die Inhaberin, Madame Augier, hat über Jahrzehnte Kunstwerke gekauft und diese sind im ganzen Hotel platziert. Jede Etage hat ein eigenes Thema, zusammengestellt aus Antiquitäten und Bildern ab ca. dem 17.Jahrhundert. (Insgesamt sind ca. 6000 Kunstwerke auf das Gebäude verteilt). So wurde das Hotel sehr bekannt und war in der Vergangenheit auch für Prominente eine „gute Adresse“.


Die Zimmerkorridore haben jeweils noch ein eigenes Motto, wie z.B. „Dali“, „Tiere“ oder „Frauenbilder“. Man findet bei den Bildern dann auch schon mal ein Original von Cocteau oder Vasarely.

Die Gästezimmer selbst sind ebenfalls eine Antiquitätenfundgrube.

Das Personal ist sehr nett und zuvorkommend, die Befürchtung, schief angesehen zu werden, weil man nur zum Fußvolk behört, ist unbegründet. Das liegt vielleicht aber auch daran, dass es das Hotel (von 1912) nicht leicht hat, mit sehr modernen Hotels zu konkurrieren und man sich deshalb trotz glamorösem Ruf anstrengen muss. Waschbecken auf Kniehöhe sind z.B. für immer größer werdende Menschen rückenunfreundlich…Aber es wird renoviert und gewerkelt (lautlos) und das Negresco gibt den Kampf nicht auf.
Was nun tun im winterlichen Nizza? Ein paar Tipps gibt es morgen und übermorgen.
Als ich ein Kind war, bekamen wir zweimal im Jahr die dicken Neckermann-und Quellekataloge zugeschickt. Das waren besondere Tage, denn meine Mutter setzte sich dann immer mit einer Tasse Kaffee und einem Schokoladenriegel an den Esszimmertisch und blätterte die Kataloge in aller Ruhe durch. So war ich dann auch einen Moment lang ein bisschen melancholisch, als ich vor Weihnachten las, dass Otto beschlossen hätte, den letzten Katalog auszusenden.
Meine Überraschung war deshalb umso größer, als vorletzte Woche ein Otto-Katalog bei uns im Briefkastenschlitz steckte.(Er war nur halb so dick, wie die Kindheitskataloge, aber immerhin). Wir hatten noch nie etwas bei Otto bestellt, warum bekamen wir den Katalog?
Bei einer Tasse Kaffe und…2 Plätzchen guckte ich mir den Katalog mit dem Motto“Ich bin dann mal App“ an. Schon auf Seite 1 verblüffte mich ein Gewinnspiel, das nur bis zum 31.12.2018 ging. Waren wir eine Ottokatalogresteverwertungsadresse, weil wir zu den Jahrgängen gehörten, die man noch als katalogafin bezeichnen konnte?
Ich blätterte weiter…Junge Frauen zwischen 20 und 35 Jahren stellen Otto-Mode vor. Ich war wieder verwirrt. Alle Frauen sind dünn oder aber zumindestens schlank. Es gibt aber die meisten Modelle auch in 48,50,52,54. Für wen? Für nichtabgebildete ältere Frauen und Männer? Viele Schnitte der Kleidungsstücke sollten in diesen Größen erst gar nicht angeboten werden, man sieht wie eine herumlaufende Pelle aus. Schmeichelnde Hosen und Röcke, kaschierende Blusen-kaum im Angebot. Die Anmutung der Sachen? Da driftet es wieder auseinander. Wirklich pfiffig ist kaum etwas, eher konservativ, um nicht zu sagen hausbacken, was dann eher wieder für ältere Käuferinnen spricht.
Um es auf den Punkt zu bringen: Danke Otto, dass der Katalog einstellt wird. Mit dieser Larifari-Kundenansprache ist er Papierverschwendung. Dann lieber eine App für junge Frauen, die nichts Pfiffiges suchen und für mich einen Nähkurs, in dem ich mir das anfertigen kann, was man in den jugendorientierten oder Silvergenerationabteilungen nicht bekommt.
Sie ahnen schon etwas? Ja, ab und zu werde ich Sie ab jetzt auch mal mit dem Thema Nähen konfrontieren. Vielleicht kommen Sie ja auch auf den Geschmack, wenn Sie ihn nicht schon haben.
Ab morgen erzähle ich ein bisschen darüber, wie man in Nizza ein paar Januartage verbringen kann.
…die täglich im Stau stehen! Sie sind wahre Geduldshelden und deshalb hier zwei Lieder für diejenigen, die entweder den Blues bekommen:
oder sich in Tagträume flüchten:
Den morgigen Blogeintrag widme ich einem berühmten Otto.
Am 3. Januar beendete ich das Buch, morgens am 4.1. erscheint diese Besprechung in der WAZ. Ich versuchte sie beim Schreiben meiner eigenen Besprechung zu ignorieren, kam aber immer wieder auf einzelne Sätze des Zeitungsartikels zurück. Diese Buchbesprechung ist einfach gut, warum also das Rad neu erfinden?

Zwei Anmerkungen habe ich allerdings trotzdem noch: Dieses Buch widmet sich hauptsächlich dem Jazz. Das ist eine Musikrichtung, deren Stücke ich nur dann zum Hören auswähle, wenn ich in Jazzstimmung bin. So kenne ich mich nicht sehr gut bei den einzelnen bekannten Jazzmusikern aus und war deshalb etwas schockiert, als ich las, wie viele hochbegabte Jazzmusiker in den 40er bis 60er Jahren jung gestorben sind. Welchen Stellenwert hätte der Jazz in unseren heutigen Gesellschaft, wenn diese große Zahl an Künstlern lange gelebt hätte und unseren Musikgeschmack viel mehr hätte beeinflussen können?
Das Buch basiert auf Texten und Musik aus zwei Radiosendungen, die Willemsen zu Lebzeiten bestritten hat. Wenn man es liest, will man sofort die Lieder hören, ja muss sie hören, um Willemsens Texte noch besser goutieren zu können. Ich weiß nicht, ob das Buch wirklich so viel teurer geworden wäre, wenn man eine MP3 CD mit den besprochenen Liedern beigelegt hätte. Auf Spotify gibt es eine von einem Privatmann zusammengestellte Playlist mit fast allen Stücken, nur muss man sich bei Spotify anmelden. Wäre eine pfiffige Idee vom Fischer Verlag gewesen, diese Playlist auf der Homepage bereitzustellen, auch gerne gegen eine Gebühr. Die beiden CDs, die mit einigen Texten und Musikstücken. veröffentlicht wurden, haben den Stellenwert zum Buch wie eine Vorspeise zur Hauptspeise.
Ich schicke Sie jetzt in ein langes Wochenende, bin am Dienstag wieder für Sie da. Tschüss!
Diese Lesezeichen entdeckte ich beim Aufräumen. Ich hatte sie mal vor Jahren blanko gekauft und dann angefangen, sie zu bestempeln und zu bekleben. Sie waren aber alle nicht fertig, anscheinend war die Arbeit dann wieder wichtiger geworden und irgendwann verschwanden die Lesezeichen in der jetzt von mir geöffneten Schachtel.
Ich war entzückt, hatte Zeit und beendete alle. Jetzt habe ich einen schönen Lesezeichenfundus für die 2019er Bücher.



Morgen lesen Sie eine Buchbesprechung, die Ihnen evtl. bekannt vorkommt, ich gebe aber noch meinen eigenen Senf dazu.
Zu meinem Beitrag zum Thema Plastikvermeidung (siehe Link unten) habe ich einige direkte Mails von Lesern und Leserinnen bekommen. Vielen Dank dafür, ich freue mich, dass ich ein Thema gefunden habe, das anscheinend immer mehr Menschen interessiert. Einige von Ihnen haben mir weitere Produkte genannt, mit denen man ebenfalls im Haushalt die Umwelt schonen kann ohne viel ausgeben zu müssen. Ich habe diese Tipps beherzigt und werde sie jetzt ausprobieren.

Die Zahncreme gibt es bei Edeka, die wiederverwertbaren Beutel für Obst-und Gemüseeinkäufe bei Rewe, alle anderen Mittel habe ich bei Rossmann gekauft. (Keine bezahlte Werbung!)
Morgen ist mal wieder ein Werkstattbesuch fällig.
Zwei Lieder, die mit einer Trommel und einem Klavier gespielt werden, diese muss ich einfach gut finden…Dieses ist ein schönes Stück für eine Miniauszeit.
Nummer zwei ist eher etwas, um aufgepeppt zu werden, wenn man einen Durchhänger hat.
Morgen präsentiere ich Ihnen das Resultat einiger „Leserbriefe“.