Worüber schreibt Erich Kästner?

Bei dem heutigen Wochenendrätsel hat der Gedichtband von Erich Kästner seinen Auftritt.

Ich möchte gerne wissen, worüber Erich Kästner in diesen beiden Gedichten schreibt:

Gedicht Nr. 1

Gedicht Nr.2


Morgen Abend verrate ich es Ihnen, falls das nicht doch eine zu einfache Frage gewesen ist ???!

Der Stellvertreter

Unter diesem Titel wurde 1963 erstmals ein Theaterstück von Rolf Hochhuth aufgeführt. Von Anfang an gab es große Diskussionen um dieses Werk, denn es thematisiert u.a. die Schuldfrage des Vatikans während des 2.Weltkriegs. Noch Ende der 70er Jahre war dieses Stück für manche Menschen ein rotes Tuch. Ich erinnere mich deshalb so genau daran, da es damals als Schullektüre von einigen Lehrern ausgewählt wurde und Eltern dagegen protestierten.

2002 wurde das Theaterstück verfilmt und diesen Film sah ich mir an.

Ulrich Tukur spielt den hochrangigen SS-Mann Kurt Gerstein, dessen Treue zu Hitler ins Wanken gerät, als er in einem Konzentrationslager mit ansehen muss, zu welchem Zweck tatsächlich das Gift, das er immer besorgen muss, verwendet wird. Er versucht unter großer Gefahr, schwedische und amerikanische Gesandte zum Eingreifen zu bewegen, doch vergeblich. Mengele, gespielt von Ulrich Mühe, ist dabei sein Gegenspieler .

Wenn der Papst Hitler wegen dieser Greueltaten verurteilt, dann werden der Welt die Augen geöffnet, so der nächster Gedanke Gersteins und er findet mit Pater Fontana, der im Vatikan lebt, einen großen Unterstützer. Doch der Papst schweigt, selbst dann noch, als in Rom Juden abtransportiert werden und viele versuchen, im Vatikan Schutz zu finden.

Gerstein, dessen Aufzeichnungen den Autor dazu brachten, das Theaterstück zu schreiben, nimmt sich nach dem Krieg in der Gefängniszelle das Leben. Er ist als Kriegsverbrecher verurteilt worden und niemand mehr konnte oder wollte seine Aussagen bezeugen.

Mein Wunsch: Buch und/oder Film sofort wieder mehr in Theatern spielen, in Schulen oder auch bei der VHS als Kursthema beachten. Dabei nicht beschränken auf die Frage nach der Schuld der Kirche, sondern auch die Aktualität der andere Themen dieses Stückes aufzeigen.

Die Lieblingsgedichte der Deutschen

Diese CD hatte ich noch in meinem Bestand. Ich habe sie seit vielen, vielen Jahren nicht mehr angehört, also war jetzt nach der Lektüre des gestrigen Buches der richtige Zeitpunkt gekommen, sie aufzulegen. 48 Gedichte, von ihnen kamen mir Zweidrittel wie „alte Bekannte“ vor, die man endlich einmal wieder traf und hörte. Schön! Dank des Könnens der sechs Vortragenen bekamen die Gedichte teilweise noch ein anderes Gewicht. Hervorheben möchte ich da Ulrich Mühe, wie er die schillersche „Bürgschaft“ rezitiert, das ist gänsehautwürdig.

Dank dieser CD werde ich mir nun einige Gedichtbände vornehmen. Dabei fange ich mit Erich Kästner an. Fortsetzung folgt.

Ulrich Mühe und seine Gedichtvorträge gingen mir nicht aus dem Kopf und ich wollte mehr über diesen Schauspieler wissen. In „Das Leben der Anderen“ hatte ich ihn schon gesehen, aber dann las ich, dass er auch eine der beiden Hauptrollen in einem Film hatte, den ich immer schon einmal sehen wollte. Diesen Film stelle ich Ihnen morgen vor.

Lyrik nervt

Vor knapp zwei Jahren besprach ich bereits ein Buch zum Thema Gedichtinterpretation. Da ich dieses Buch (Link siehe unten) damals als nicht gerade leichte Kost empfand und meine Lust an den Lyrikbänden in meinem Buchregal sich nicht so vergrößerte, wie ich es mir wünschte, griff ich jetzt zu diesem Buch, um mich neu zu motivieren. 

Der Untertitel “Hilfe für gestresste Leser“ vermittelt den Eindruck, dass das Buch Erwachsene im Visier hat. Dem ist nicht so, denn in dem Buch wird der Leser geduzt und es sind wohl eher Oberschüler und Germanistikstudenten, die ihren Lyrikabneigung verlieren sollen. Auf 104 Seiten werden zuerst die Gedichtformen vorgestellt, natürlich immer mit einem Beispiel, dann greift der Autor die Angst vor der Falschinterpretation eines Gedichtes auf, darin sieht er den Hauptgrund für die Lyrikverdrossenheit. Fünf Personen interpretieren das Gedicht „Augsburg“ von B.Brecht und haben fünf verschiedene Sichtweisen. Das ist schon spannend zu lesen, denn es zeigt auch, was man aus einem Gedicht „herausholen“ kann, wenn man sich auf den Text einlässt und ein bisschen Zeit investiert. Ist quasi auch eine Art Denksportaufgabe. Darüberhinaus soll das Buch  auch Mut machen, selbst Gedichte oder Balladen zu schreiben und der Autor stellt ein paar Sprachspiele vor, die dazu animieren sollen.

„Lyrik nervt“ ist mit viel Begeisterung geschrieben, mich hat der Enthusiasmus angesteckt. Morgen gibt es deshalb noch eine  eine passende Hörbuchempfehlung.

Davon müssen wir noch ein bisschen zehren

Waren Sie gestern auch spazieren? War das nicht toll? Ich habe ein paar Fotos gemacht für die grauen Tage, die uns in den nächsten Wochen sicherlich noch weiter begleiten werden. Wenn Sie also mal eine kleine sonnige Aufmunterung brauchen, klicken Sie diesen Beitrag an…

Dieses Blau ist nicht getürkt!
Der wei(s)se Weg…


Und dann noch der tolle Duft der Lonicera am Hauseingang

Den geplanten Gedicht-Beitrag habe ich auf Dienstag verschoben.

Mohn,Kornblumen und Kamille- was hat das mit Europa zu tun?

Für mich sind diese drei Pflanzen Kindheitserinnerungen, wie alle drei wild durcheinander an den Felderrändern standen und ich Blumensträuße gepflückt habe. Ist heute kaum noch möglich, kann aber geändert werden.

Im Mai ist Europawahl und jetzt kann jeder Wähler und jede Wählerin schon etwas tun, um die eher umweltunfreundliche EU-Agrarpolitik zu ändern. Jeder Bundesbürger hat 114 Euro „zur Verfügung“, um sie in der Landwirtschaft zu investieren. Was mit diesem Geld getan bzw. nicht getan werden soll, können Sie den Politikern in Brüssel sagen. Das geht ganz schnell.

https://mitmachen.nabu.de/meine114euro

Momentan habe ich keine Ideen für ein Wochenendrätsel. Deshalb verabschiede ich mich bis Montag. Dann erwartet Sie ein kleines Buch zum Thema Gedichte, zubereitet wie die leckersten Sonntags-Gerichte.

Mal alltäglich, mal edel

Wie schon vorletzte Woche angekündigt, stelle ich nun auch ab und zu mal ein selbstgenähtes Stück vor. Ich bin kein Naturtalent, sondern muss jeden Schritt entweder erlernen oder solange selbst ausprobieren, bis es passt. Aber diese Herausforderung macht mir viel Spaß und vielleicht sprinkt mein Nähfunke ja über oder Sie finden eine Anregung.

Das erste Stück ist dieser Loop.

Da er aus zwei ganz unterschiedlichen Stoffen genäht wurde, kann man ihn mit der Spitze nach vorne als „edlen“ Schal tragen oder als „alltäglichen“, mit dem grauen Stoff. Die Stoffe sind sehr leicht, so passt er auch gut zu einer Sommerbekleidung.

Morgen wartet mein erster Beitrag zur Europawahl auf Sie.


Noch ein aufgewecktes „Mädchen“

Gestern stellte ich Ihnen ein Buch mit einem besonderen Kind als Romanheldin vor. Heute möchte ich Sie mit einem musikalisches Pendant erfreuen. Ihr Name ist ZAZ. Sie kommt aus Frankreich, und immer wenn ich ihre Lieder höre, bin ich ein bisschen im Urlaub.

Morgen stelle ich Ihnen mein erstes Näh-Lieblingsstück vor.

Das besondere Mädchen

Dieses Buch hatte ich letzte Woche als Urlaubslektüre dabei- es war ein Glücksgriff!

Das Mädchen ohne Namen erzählt Episoden aus seinen oftmals turbulenten und dramatischen Alltag. Am Anfang des Romans ist sie in der dritten Klasse, am Ende „fast erwachsen“, nämlich dreizehn Jahre. Sie lebt mit ihrer Familie (Vater, Mutter,jüngerer Bruder und verhasste Tante Millie) in gutbürgerlichen Verhältnissen, da ihr Vater eine Fabrik besitzt, wenngleich die Auswirkungen des ersten Weltkrieges auch ihm zu schaffen machen.

Das Mädchen bringt alle Erwachsene immer wieder zur Verzweiflung, da sie nach deren Meinung, freundlich ausgedrückt, nur Blödsinn im Kopf hat. Das stimmt aber nur teilweise, denn oftmals handelt das Mädchen konsequent so, wie Erwachsene es auch tun oder wie sie meint, dass es Erwachsene tun würden. Nur als Kind darf man noch lange nicht alles und so prasseln Tadel über Tadel auf das Mädchen ein und es nimmt sich immer wieder vor, absolut artig zu werden. Doch dann schleicht sich die Wut wieder in den Kopf, wenn es sieht, wie inkonsequent und ungerecht Erwachsene sind. Auch spielt es nun mal lieber im Wald mit den Freunden Ottchen Weber und Hänschen Lachs, als dass es brav am Tisch sitzt, wenn die Mutter ihre Freundinnen zum Kaffee einlädt.

Schon lange nicht mehr habe ich meinem Mann ganze Passagen eines Buches erzählt, weil ich mich so amüsiert habe. Das Mädchen ist ein neugieriges und angepasstes Kind mit dem Herz auf dem rechten Fleck, großem Wahrheits-und Gerechtigkeitssinn, Liebe zu Tieren und großer Hilfsbereitschaft. Eine Kölner Pippi, die den Erwachsenen den Spiegel vors Gesicht hält-wunderbar!