Der neue Lesehafen

Gestern warf die Buchhandlung Scheuermann ihren Anker im Duisburger Innenhafen, sprich sie eröffnete ihre neuen Räume.

Als Mitarbeiterin hatte ich das große Glück, mit dabei sein zu dürfen. Um es auf den Punkt zu bringen: Es war …

Hier ein kurzes Video, das die Stimmung an diesem Tag ganz gut einfängt. Eine Kollegin ist mit ihrem Handy durch die Räume gegangen.

Punkt 10 Uhr öffneten zwei Musikerinnen der Duisburger Philharmoniker mit einem Ständchen den Lesehafen. Zu jeder vollen Stunde gab es dann eine musikalische Einlage mit Gesang-Klavier -Violoncello. Besonders die Liebeserklärung an Duisburg von Anke Johannsen ging vielen Zuhörern zu Herzen.

Menschen kamen nicht nur aus Duisburg, sondern auch aus anderen Städten in die neue Buchhandlung und entdeckten viele schöne Bücher, die man anderswo nicht so schnell findet. Unsere neuen passenden Geschenkideen zu Büchern trafen auch den Geschmack der Besucher.

Oben rechts: Nur sehr selten waren diese beiden Lieblingsplätze in der Buchhandlung leer. Mitte: Eine unserer „Kombigeschenkideen“, unten die „Zwischengalerie“. Die Buchhandlung besteht aus zwei Räumen, mit Kunst werden sie verbunden.

Mit dem Kauf zufrieden, gönnten sich unsere Kunden Kaffee und Kuchen und suchten sich ein Plätzchen auf „unserem“ Flachsmarkt. Wie fremde Menschen sich friedlich miteinander unterhalten und es sich gut gehen lassen, das hat mich sehr bewegt. Menschen aus der Nachbarschaft bedankten sich, dass die Buchhandlung ein großer Gewinn sei, denn sie würde sicherlich ein Treffpunkt für das ganze Quartier.



Eine Kundin nannte diese Stimmung magisch, sie hat nicht übertrieben. Wir alle, die im neuen Lesehafen arbeiten, werden uns bemühen, diese Magie der Begegnung in einer Bücherwelt aufrecht zu erhalten. Viele Veranstaltungen werden in den nächsten Monaten bei uns stattfinden und unsere „Ideenkiste“ für Neues ist noch bis oben hin gefüllt.

Da sind zwei Frauen stolz und glücklich: Rechts die Inhaberin Elisabeth Evertz, daneben Anke Johannsen, stellvertretende Geschäftsführerin.

Sich eine kleine Auszeit nehmen und es sich gutgehen lassen- dafür ist der Lesehafen ab sofort für Menschen an Rhein und Ruhr eine gute Adresse.

Hier geht es zu der Übersicht unserer Veranstaltungen. Eine Anmeldung empfiehlt sich:

https://www.scheuermann.de/veranstaltungen

Zu einem Beitrag über eine Buchhandlung gehört für mich noch eine Buchempfehlung. Hier ist sie:

Ein wunderschön illustriertes Büchlein mit 33 ungewöhnlichen Anfängen, die die Fantasie beflügeln. Man möchte sofort Papier und Stift zur Hand nehmen, sich bei einer Tasse Tee hinsetzen und seine Gedanken zu einem Anfang niederschreiben!

Meine Duisburger Vorfreude im September

In den letzte Monaten hat es sich so ergeben, dass ich montags und donnerstags einen neuen Beitrag in meinem Blog veröffentlicht habe. Diese Regelmäßigkeit wird im September voraussichtlich unterbrochen werden, da in den nächsten Wochen mein Augenmerk auf der Arbeit liegt.
Ich arbeite mehrere Tage pro Monat in der Duisburger Buchhandlung Scheuermann. Wer in Duisburg oder den anliegenden Städten wohnt, hat durch Zeitungs- oder Fernsehbeiträge in den letzten Monaten u.U. mitbekommen, dass die Buchhandlung wegziehen wird, da die Situation auf der Einkaufsstraße „Sonnenwall“ sich in den letzten fünf Jahren zunehmend verschlechtert hat. Ich bin darauf in meinem Blog kaum eingegangen, da in den Medienbeiträgen dazu schon alles geschrieben, bzw. gesagt wurde. Stattdessen möchte ich Sie lieber mit an den neuen Standort nehmen. Hier werde ich ab dem 12. September arbeiten:

Oben links: Der Anleger der „Weißen Flotte“, daneben Spaziergang an der Stadtmauer, rechts Herbststimmung beim Archivturm des „Landesarchiv NRW“
Mitte: Ein anderer Blick auf den Hafen
Unten: Links: Turmspitze vom Rathaus, daneben: ein weiterer Blick auf das Landesarchiv, rechts die Seilscheibe von Schacht V in Duisburg-Walsum. Sie steht auf dem Flachsmarkt.


“Flachsmarkt Nr. 12“ ist die neue Adresse und hier kann man in Duisburg tatsächlich ein bisschen Urlaubs- oder zumindest Entspannungsgefühle bekommen. Und das nicht nur wegen der Nähe zum Wasser und zu den Grünflächen.
Meine Kolleginnen und ich trafen uns am letzten Freitag vor der neuen Buchhandlung zu einem abendliche Pizzaessen um 18.30 Uhr. Zuerst haben wir gegessen und erzählt…

Doch dann wurde es langsamer dunkler, der Ort wurde stiller und auch wir hingen schweigend halb liegend in unseren Sitzsäcken und guckten in den Sonnenuntergangshimmel.

War das da gerade eben ein Turmfalke? Ja, wir sind uns sicher! Und dann huschten Fledermäuse am Himmel vorbei…Fledermäuse in der Duisburger Innenstadt ?! Und dann ein Sonnenuntergang…Wir sind wirklich in Duisburg?
Drei von uns fuhren nach Hause, meine beiden Chefinnen blieben noch und zeigten mir am anderen Tag dieses Foto von der Duisburger Marina, keine hundert Schritte von der Buchhandlung entfernt:

Elisabeth Evertz genießt die abendliche Stimmung.

Meine Vorfreude auf die Eröffnung am 12. September wächst von Tag zu Tag, wenn ich daran denke, wo ich überall im Innenhafen meine Pause verbringen kann. Im Sommer ist es sogar möglich, hier zu schwimmen und an nicht so schönen Tagen könnte ich auch in eins der beiden nahen Museen gehen:

Oben und Mitte die Küppersmühle- ein Museum, das für mich ein Stück Heimat bedeutet. Unten das stadthistorische Museum, in das ich auch immer mal wieder gerne gehe, um mein Wissen über Duisburg aufzufrischen. Auch gibt es hier, wie in der Küppersmühle, großartige Wechselausstellungen.

Als ich am Freitag vor der Buchhandlung saß und auf meine Kolleginnen wartete, kamen einige Touristen an mir vorbei. Es ist sicherlich eine der interessantesten Ecken von Duisburg und ich wünsche mir sehr, dass nicht nur Touristen, sondern auch viele Duisburger diese Ecke ihrer Heimatstadt noch besser kennen und schätzen lernen.

So, jetzt habe ich vielleicht ein bisschen weit ausgeholt…Der Umzug steht vor der Tür und auch nach dem 12. September wird es noch viel zu tun geben, bis in den neuen Räumen alles passt. Sie wissen jetzt, wo mein Gedanken im September sein werden, mal sehen, wie viele Blogbeiträge da noch „rausspringen“😉
Donnerstag habe ich aber schon eine neue Buchbesprechung für Sie vorbereitet!

Beinahe hätte ich noch etwas vergessen…

Hier noch ein vereinfachter Stadtplan:

Es gibt diverse Parkmöglichkeiten, beispielsweise auf dem Rathausparkplatz, vor dem B&B Hotel und in den kleinen Seitenstraßen. (Alle mit Parkgebühren, zwischen 1 und 2 Euro/Stunde). Die nächste Bushaltestelle ist „Rathaus“.

Sie sind neugierig auf die Buchhandlung geworden? Hier geht es zu einer Bildergalerie:

https://www.scheuermann.de/umzug

Der Tu was- Abend

Gestern fand der Tu was- Abend in der Duisburger Buchhandlung Scheuermann statt.

Nach einer Vorstellung meiner Person berichtete ich über meine Versuche seit September 24, mich politisch zu engagieren, beispielsweise auf Instagram, im Schreiben von Leserbriefen oder mit der Teilnahme an Treffen der Gruppe Klimaentscheid Duisburg. Danach wurde über Möglichkeiten diskutiert, wie man sich auch noch anders einbringen kann.
Bei der Diskussion wurden einige meiner Gedanken bestätigt und ich habe wieder Neues dazugelernt:
-Wenn man anfangen möchte, sich zu engagieren, ist dies ein Prozess, in dem man ausprobiert, bei welchem Thema man sich wohl fühlt und was eine Herzensangelegenheit werden könnte.
-Eine Besucherin erzählte, dass es ihr, nachdem sie angefangen hat, sich zu engagieren, mental besser geht. Das Selbstbewusstsein steigt und man fühlt sich nicht mehr so hilflos bei schlechten Nachrichten. Da kann ich nur zustimmen.
-Duisburg hat ein Kommunikationsproblem. Es gibt ein Klimaprogramm, mit dem Duisburg bis 2035 klimaneutral werden soll. Den Fahrplan, die sogenannte „Roadmap“, kannte niemand, ebenso war die Duisburger „Grüne Aktie“ völlig unbekannt.
-Ich gehöre mit Jahrgang 1959 zu der Generation, deren Eltern und Großeltern als Erwachsene den Krieg miterlebt haben. Sie erzählten mir viel vom Krieg und das kann ich weitergeben und damit Behauptungen der AfD entkräften.
-Wie kann man Jugendliche in der TikTok Blase, in der sie sehr oft AfD Propaganda ausgesetzt sind, aus dieser Blase herausholen und überzeugen, eine andere Partei zu wählen? Dies wurde an dem Abend als großes Problem angesehen.
-Es ist eine gute Sache, wenn Orte wie die Buchhandlung für einen Meinungsaustausch zur Verfügung gestellt werden und man damit das Gemeinschaftsgefühl stärkt.

-Am Ende der Veranstaltung stellte ich mein Kronkorken-Sammelprojekt vor und – gute Nachricht! – die Buchhandlung Scheuermann macht mit und ist ab sofort offizielle Sammelstelle! Jeder war an diesem Abend von der Idee begeistert.
-Eine zweite Idee ist mein „Leserbriefpool“. Gerne würde ich öfter zu einem Thema ein fundierten und gut formulierten Brief zu einem bestimmten Thema schreiben ( zur Zeitung, zu einer Partei oder an die Stadtverwaltung), doch fehlt mir oft das Know How und auch die Zeit. Könnte man gute Brief von mehreren Menschen sammeln, könnten diese Schreiben, inhaltlich etwas abgeändert, von mehreren Menschen verschickt werden und so würde Schritt für Schritt eine Meinung mehr Gehör bekommen.

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich am Ende des Abends darauf angesprochen wurde, ob ich meinen Vortrag auch an anderer Stelle halten würde. Gerne- schreiben Sie mich an: linda.broszeit@gmx.de.

Zum Schluss noch eine Liste, auf denen die Bücher aufgeführt sind, die ich in letzter Zeit gelesen habe, sowie ein paar Tipps für Internetseiten und Instagramkonten, die Informationen und Aufklärung bieten.


BÜCHER:
Philipp Blom: Hoffnung
Rudger Bregman: Moralische Ambition
Volker Busch: Kopf hoch!
Martin Hecht: Die Einsamkeit des modernen Menschen
Miriam Junge: Kleine Schritte mit großer Wirkung
Heidrun Deborah Kämper: Die Sprache der Rechten
Elsa Koester: Im Land der Wölfe
Marcel Lewandowsky: Was Populisten wollen
Ruprecht Polenz: Tu was!
Jonas Schaible: Demokratie im Feuer
Tanjev Schultz (Hrsg.): Was darf man sagen?
Arne Semsrott: Machtübernahme
Ronja von Wurmb-Seibel: Wie wir die Welt sehen
Paula Brandt: Die Zukunft ist besser als gedacht
WEBSITES:
🔗 bundestag.de
🔗 bpb.de (Bundeszentrale für politische Bildung)
🔗 demokratie-leben.de
🔗 demokratie-in-aktion.de (DemokratieKreis Duisburg)
🔗 mehr-demokratie.de
🔗 statistischesbundesamt.de
🔗 gesichtzeigen.de
🔗 abgeordnetenwatch.de
🔗 fragdenstaat.de
🔗 brandnewbundestag.de
🔗 campact.de
🔗 uebermedien.de
🔗 correctiv.org
🔗 duisburg.de
INSTAGRAM:
politikverstanden
mark_raschke
politikschau.de
team.recherche
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hopp_stagram
amadeuantoniofoundation
rechtsschreiber
tim_acht
die.insider


Frankfurt kann auch schön sein

Während meiner Zeit als Buchhändlerin war ich bedingt durch die Frankfurter Buchmesse häufig in Frankfurt. Unter den deutschen Städten rangierte dieses Stadt bei mir ganz weit unten, denn die Wolkenkratzer hatten nicht das Beeindruckende von denen in New York und die Zeil fand ich als Einkaufsstraße nicht überzeugend. Mehr kannte ich aber auch nicht…

Das Ansehen stieg ein bisschen, als wir dann vor einigen Jahren in einer Noldeausstellung im Städelmuseum waren, anschließend noch den Palmengarten besuchten, ein paar Schritte durch Sachsenhausen gingen und am Main entlang flanierten.

In diesem Jahr machte Frankfurt bei mir nun einen großen Sprung nach vorne, denn wir hatten an einem Wochenende eine sachkundige Führerin, die uns weitere schöne und interessante Ecken zeigte.

Wir verbrachten einige Zeit in Bockenheim, nahe an der Messe gelegen, aber auch das Univiertel mit historischen Gebäuden und alternativer Szene. Die Leipziger Straße ist ein guter Mix aus Läden, Restaurants, Kneipen und kulturellen Veranstaltungsorten.

Das Brückenviertel in Sachsenhausen und Bornheim sind zwei weitere Ziele, die Architekurleckerbissen und interessante Läden anbieten. Drei Beispiele:

Oben rechts: Buchhandlung „Die Wendeltreppe“-1989 als erste Krimibuchhandlung auf dem europäischen Kontinent gegründet. Der Besuch ist ein Muss- nicht nur für Krimifreunde, denn es gibt auch sehr viele handsignierte Bücher und andere Raritäten.
Unten rechts: Ca. 120 verschiedene Müslis &Co werden hier angeboten. Man kann sie beliebig mischen, mit Milchshakes kombinieren und oben aus 30 verschiedenen „Toppings“ wählen.
Links: Ob die beiden in dem Laden mal einkaufen werden?

Verhungern und verdursten muss man auch nicht, Besuche in einer Apfelweinwirtschaft oder in der Kleinmarkthalle sind lecker und launig.

Am Ebbelwoi scheiden sich die Geister, aber probieren sollte man ihn schon- am besten zusammen mit „Grüner Sauce und Ei“.

Auf unseren Spaziergängen an den beiden Tagen konnte man viele Kleinigkeiten entdecken und das steht bei mir bei der Bewertung einer Stadt ganz hoch im Kurs.

Der Blaue Bock war oft zugegen.

Na ja, und wenn ich ehrlich bin, die von mir verschmähten Wolkenkratzer sehen ja abends doch ganz gut aus…

Freue mich auf den nächsten Besuch…

Und nicht weit entfernt von Frankfurt liegt Eltville, dahin nehme ich Sie morgen mit.

Fünf auf einen Streich

Heute biete ich Ihnen fünf Kurzbesprechungen von Büchern an, die ich in letzter Zeit gelesen oder gehört habe. Kurzbesprechungen deshalb, weil ich entweder nicht zuviel verraten möchte oder die Inhalte aus verschiedenen Gründen mich letztendlich nicht so sehr beeindruckt haben, um ausführlich zu berichten.

 Für Liebhaber schottischer Krimis gibt es Nachschub und zwar ziemlich guten. In diesem Buch ist ein Meeresbiologe der „Held“. Er verfolgt per Computersimulation die Meeresströmungen und kann dadurch u.a. Herkunftsorte von Strandgut bestimmen, in diesem Fall zwei Frauenfüße. Während der Hauptkommissar gar nicht gut mit ihm kann, ist dessen Assistentin pfiffig genug, sich die Hilfe des Spezialisten zu holen. Die beiden lösen den Fall, der Kommissar ist zum Schluss der Dumme. Fazit: 4 von 5 Sternchen wegen Thema Meeresforschung, Held mit Ecken und Kanten und die ein oder andere Prise Humor.

In einem kleinen Ort in der Bretagne gibt es eine Bibliothek der von den Verlagen abgelehnten Buch- Manuskripte. Eine Pariser Lektorin besucht in diesem Ort ihre Eltern und aus Neugierde mehrmals auch die Bibliothek. Die Inhalte der Manuskripte sind z.T. sehr speziell und doch stößt sie auf ein Buch, dessen Liebesgeschichte ein Bestseller werden könnte. Angeblich soll es der verstorbene Ortsbewohner Monsieur Pick geschrieben haben, doch klaffen Buchinhalt und das tatsächliche Leben von Pick derart weit auseinander, da muss ein Geheimnis hinterstecken, doch welches? Fazit: 3 von 5 Sternchen. Leichter Unterhaltungsroman mit anfänglich witziger Idee, doch mit nahendem Buchende wurde es mir zu konstruiert.

Schon lange habe ich mich nicht mehr bei einem Hörbuch so gut amüsiert. Schottische Highlands, tiefer Winter: eine Londoner Bankergruppe verbringt ein langes Wochenende auf dem Grundstück eines etwas heruntergekommenen Herrenhauses. Dieser Aufenthalt soll das Zusammengehörigkeitsgefühl des Bankerteams stärken, doch steht das Wochenende unter keinem guten Stern. Auslöser ist einer der von Lord und Lady geliebten Pfauen, der bei der Farbe Blau rot sieht und auf alles und jeden einhackt. Chaos, Krankheit, Liebe, Kameradschaft, Neid, Mord- ja, das wird alles an einem Wochenende geboten. Fazit: 4 von 5 Sternchen, weil…  teilweise very british, als Ergänzung dazu Zicken– bzw. Männerkriege innerhalb der Bankergruppe und das Hörbuch mit Christoph Maria Herbst als Sprecher.

In San Francisco nimmt der Ich-Erzähler Clay einen Aushilfsjob in Penumbras Buchhandlung an. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass es kaum kaufende Kunden gibt, da nur sehr wenige aktuelle Bücher angeboten werden, die meisten  Besucher leihen sich Bücher in einer besonderen Abteilung aus. Diese Bücher beinhalten Rätsel und Codes, die aufgedröselt werden müssen, um ein noch größeres Rätsel lösen zu können. Der Inhaber, Mr. Penumbra, hält sich mit Erklärungen sehr zurück und Clay muss sich selbst einen Reim auf alles machen. Dann verschwindet Penumbra eines Tages. Clay ahnt Böses und zusammen mit einigen Freunden macht er sich auf, den Buchhändler zu finden und dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Fazit: 3 von 5 Sternchen. Leicht zu lesen, ein paar Einblicke in die Firma Google, die auch beim Lösen des Rätsels involviert ist, waren nett, aber alles in allem hat die Geschichte keinen großen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Nach den Lobeshymnen in diversen Literaturbeilagen hatte ich mir von diesem Buch viel Lesevergnügen erhofft, es aber leider nicht bekommen. Ein Bartforscher träumt vom Fremdgehen seiner Frau und reist daraufhin halsüberkopf nach Japan. Dort trifft er auf einen jungen Mann, der sich das Leben nehmen will und der Bartforscher bemüht sich mehrmals, ihn davon abzuhalten. Sie folgen dabei u.a. der Beschreibung einer Pilgerreise des berühmten Haiku-Dichters Bashu und das Endziel sind die Kieferninseln.

Wenn Sie Lust auf ein Buch haben, in dem sehr viel in der Waage bleibt, wie es in Japan oft üblich ist, dann lege ich Ihnen dieses Buch sehr ans Herz. Dies gelingt der Autorin vorzüglich und insofern verdient das Buch dann 5 Sternchen. Aber persönlich fand ich es sehr unbefriedigend, da sie mit vielen Bildern und Vergleichen arbeitet, die ich z.T. nicht passend fand. Das Buch bietet anfänglich ein gewissen skurilen Humor, aber der bleibt ab Mitte des Buches auf der Strecke, leider. Fazit: 2 von 5 Sternchen.