In Oberhausen finden momentan zwei sehr unterschiedliche Ausstellungen statt, die für einen Museumssonntag mit anschließendem Kaffeetrinken bestens geeignet sind.
Da wäre zuerst:
Tilly, der inzwischen weltweit bekannte Wagenbauer des Düsseldorfer Karnevals, zeigt u.a. seine Konstruktionspläne für einzelne Wagen sowie 3 D Modelle der Wagenfiguren aus verschiedenen Jahren. Hingucker sind einige Originalteile der letzten Karnevalswagen.
Wenn Sie mehr über Tilly wissen möchten, dann beachten Sie bitte auch unter „Related Posts“ den Link zu meiner Buchbesprechung.
Die Galerie im Schloss widmet sich den Bildern der Fotografin Linda McCartney. Die Beschreibung des Flyers ist schon recht ausführlich. Unter „Roadworks“ werden u.a. auch Fotos gezeigt, die sie aus fahrenden Autos gemacht hat. Diese gefielen mir besonders gut. Auffällig sind die Sun Prints, bei denen Fotopapier der Sonne ausgesetzt und noch bearbeitet wurden. Ich habe versucht, die besondere Ausdruckskraft solcher Fotos mit einem Fotobearbeitungsprogramm nachzuempfinden.
Gestern kündigte ich unseren Besuch der Ausstellung „Couturissime“ in der Kunsthalle von Rotterdam an. Unter sechs Themen wurden ca. 150 Kleidungsstücke gezeigt, die der Modedesigner Thierry Mugler von ca. 1977 bis 2014 entworfen hat. Hier ein paar Eindrücke:
Das rote Ensemble entsprang aus der Zeit, in dem er für Stars Kleidung entworfen hat, die anderen stammen aus einer späteren Periode, in der sich Mugler die Tierwelt zum Vorbild genommen hat.
Autos mit ihrem Chrom oder Roboter standen ebenfalls Pate bei neuen Ideen. Links unten wieder eine Ausnahme=Ein „Burger de Luxe „ als Accessoire an einem Kleid. Man beachte auch rechts unten das Viertel Autoreifen als Handtasche
Vieles war atemberaubend üppig, aber mir gefielen die „Kleinen Schwarzen“ am besten, denn sie waren teilweise hochgradig raffiniert geschnitten.
Präsentation als Schwarzweissfoto musste hier sein.
Uns hat diese Ausstellung viel Vergnügen bereitet, da neben den Modellen auch noch Videos (z.B. von Modeschauen) und viele Fotos gezeigt wurden. Kaum ein bekannter Fotograf hat es sich nehmen lassen, Muglers Kreationen ins richtige Bild zu setzen und bekannte Mannequins oder Pop Stars posieren zu lassen. Vielleicht führt es Sie ja nächstes Jahr nach München? Eine Idee: Ihr Mann sieht sich am 9. Mai 2020 das MSV Spiel gegen Bayern II an und Sie lassen sich währenddessen von Muglers Modewelt in der Münchener Kunsthalle verzaubern…
Morgen komme ich noch einmal auf Rotterdam zurück.
Am Donnerstag verbrachten wir in Düsseldorf einen Abend mit Meret Becker. Sie trat mit ihrer Band Tiny Teeth im Capitol Theater auf und zeigte ihre „Le Grand Ordinaire“ Show. Auf You Tube gibt es einen Videoausschnitt der Show, der die Qualität dieses Auftritts allerdings nur unzureichend zeigt, deshalb habe ich drei Lieder ausgewählt, die die Vielfältigkeit von Merets Gesang zumindest andeuten. Ich bin restlos begeistert, denn hier macht eine Frau „Ihr Ding“, hat viel Spaß und schert sich nicht um den Mainstream.
Sie beflügelte mich an dem Abend so sehr, dass ich auf der Rückfahrt nach Hause vom Beifahrersitz aus Regenfotos machte. Und dann kam mir noch die Idee, diese als Doppelbelichtung mit anderen Motiven zusammenzufügen. Das kam dabei heraus:
Dieses Lied passt zu Regentropfen Man sieht sich! Oder liest sich?
Letztlich besuchte ich mal wieder Ruhrort mit meiner Kamera. Für eine Bekannte war es die erste Fotoexpedition in diesem Stadtteil, ich schweifte mit ihr herum und war einmal mehr erstaunt, was ich in Ruhrort noch alles entdeckt habe.
Links ein wunderbares altes Backsteingebäude von 1901, heute eine Schule, rechts ein für Ruhrort standesgemäßes „Seefahrerhaus“.
Die Friedrich-Ebert-Brücke ist immer wieder ein lohnendes Fotomotiv
Ich hatte aber auch Lust, die Fotos weiter zu bearbeiten und da kam dann Schrilles oder ein bisschen Verwunschenes bzw. Märchenhaftes heraus.
Durch das Fenster in einen Barber-Shop hinein fotografiert. Ich vermute allerdings, dass in der Jack-Daniels-Flasche Wasser ist und nicht Whisky als Duft für Bärte versprüht wird.
Kunst in einer Galerie oder eine reparierte Schaufensterscheibe?Ein verwunschener Garten?
Am Sonntagnachmittag war ich mal wieder in Düsseldorf, um die Retrospektive des britischen Fotografen Martin Parr zu besuchen. Es ist schon lange her, dass ich so oft in einer Ausstellung schmunzeln musste. Da ich aus Copyrightgründen keine Fotos von Parr zeigen darf, füge ich in diesen Beitrag ein paar Fotos von mir ein und versuche damit, ein bisschen die Atmosphäre der Ausstellung wiederzugeben.
Hauptthema der Ausstellung sind Fotos von Kleingartenbesitzern in Düsseldorf und Krefeld. In jedem Foto stecken Details, die obskur, anheimelnd oder auch überraschend sind. Wo und wie lassen sich die Besitzer in ihrem Garten fotografieren? Das zu sehen ist sehr aufschlussreich.
Aber genauso gelungen sind Parrs Bilder von Menschen in englischen und belgischen Seebädern- da kamen bei mir viele eigene Urlaubserinnerungen und Sommergefühle auf.
Engländer- das Volk der Hardcore-Picknicker Des einen Leid, des anderen Freud…
Auch seine farbenfrohen Bilder aus Mexiko stimmten mich noch einmal sommerlich.
Was in den nächsten Monaten auf uns zukommt, nämliche graue Regentage, war für Parr aber auch Grund genug, mit seiner Kamera loszuziehen. Schwarzweiße Fotos, trübe, grau und dann entdeckt man plötzlich wieder ein Augenzwinkern des Fotografen. Herrlich!
Und was kann man noch im Winter machen, wenn man sich mit dem Fotografieren beschäftigen will? Parr hat über Jahrzehnte Fotostudios besucht und wünschte dort, dass man von ihm ein Porträt in ungewöhnlicher Umgebung. anfertigen. So sehen wir Herrn Parr z.B. zusammen mit Herrn Putin, er ist Astronaut oder schwebt in einer Schneekugel.
Die Ausstellung geht noch bis zum 10.November. Gönnen Sie sich den Spaß und schaufeln Sie sich zwei Stunden Zeit für die Ausstellung frei. Weitere Infos finden Sie hier:
Und noch ein Tipp: Wenn Sie an einem Sonntag die Ausstellung besuchen, parken Sie auf der Emmericher Straße kostenlos und gehen Sie dann über den alten Golzheimer Friedhof zum Museum. Oder Sie kommen wegen des Friedhofs noch einmal extra, denn hier gibt es auch Einiges zu entdecken.
Heute erschienen in der Tageszeitung WAZ zwei Artikel über Duisburg, deren Thematik gut zusammenpassten:
In dem Artikel über meine Fotoausstellung wird darauf hingewiesen, dass ich neben der offiziellen Führung am 26.9. auch bereit bin, an anderen Terminen etwas über meine Bilder zu erzählen. Da ich schon drei Anfragen habe, hier der Hinweis, dass mehrere Spätnachmittage an verschiedenen Dienstagen in Frage kämen oder der letzte Samstag im Oktober.
Ist es Ihnen auch aufgefallen, dass in diesem Sommer wieder mehr Hüte und andere Kopfbedeckungen getragen wurden? Bei den Temperaturen ist das ja auch vernünftig. Allerdings gibt es solchen und solchen modischen Kopfsonnenschutz und manche Modelle fand ich schon ein bisschen… Hier ein Beispiel:
Spontan fiel mir ein:
Gab es bei einer Aldi Sonderaktion zum Thema „Ab in die Tropen“. Da muss man zuschlagen!
Laut Knigge trägt der Mann von Welt eine standesgemäße Kopfbedeckung ab einer Außentemperatur von 35 Grad Celsius
Was tut man nicht alles, um als Komparse für das Film-Remake „Jenseits von Afrika“ entdeckt zu werden…
Fällt Ihnen vielleicht auch noch ein anderer Untertitel zu diesem Foto ein? Freue mich sehr über passende Kommentare!
Morgen gibt es zu diesem Bild noch eine Buchbesprechung, die ein bisschen dazu passt, spielt der Roman doch in Kenia.
Letzte Woche gab ich schon ein paar Ideen weiter, wie man die Winterzeit ein bisschen optimistischer verbringen kann. Nun brachte mich eine Gartenpflanze auf eine weitere Idee.
Ich saß auf diesem Stuhl am Tisch und erneut kitzelte mich das Gras hinter mir am Hals. Das war der Auslöser für meinen Plan, im Winter ein Fotobuch drucken zu lassen mit Bildern aus meinem Garten während der verschiedenen Jahreszeiten. Ich habe schon genügend Bilder, aber dieses Jahr gibt es im Garten einige Premieren. Zum ersten Mal seit über 30 Jahren zeigen sich Rohrkolben und ein Fingerhut hat sich freiwillig angesiedelt. Mohnblüten gaben sich die Ehre, Duftnelken habe ich im April zum ersten Mal gepflanzt. Die Stockrose und die Malve blühen um die Wette. Also werde ich in den nächsten Wochen noch ein bisschen Bildmaterial sammeln und dann geht es im November los.
Von oben links: Gartenklee, Mädesüß, Fingerhut, Duftnelke
Morgen erzähle ich, warum Frankfurt in meinem persönlichen Städteranking jetzt ziemlich weit oben steht.
Vor ein paar Jahren besuchte ich eine Fotoausstellung mit Mode- und Porträtbildern von Edward Steichen. Dieser Fotograf, gebürtig in Luxemburg, später wurde er US-Bürger, lebte von 1879 bis 1973 und hatte großen Einfluss auf andere Fotografen.
Die Ausstellung war sehr beeindruckend und ich kaufte mir damals diese beiden Bildbände.
Allerdings hatte ich dann nicht die Zeit, mich noch mehr mit Steichen zu beschäftigen, so standen die Bücher im Regal und warteten auf Wiederentdeckung. Diese kam jetzt, denn Steichen war eng befreundet mit der Tänzerin Isadora Duncan und über ihre Autobiografie schrieb ich vorletzte Woche. Zudem sah ich letzte Woche in einer anderen Ausstellung zum Thema „Die Nacht in der Kunst“ noch ein paar andere Fotos von ihm.
Schnell fand ich in dem Bildband mit Porträts auch Fotos, die I.Duncan zeigten. Doch interessierte mich jetzt noch mehr der andere Bildband, denn er zeigt frühe Bilder mit Landschaften (auch nächtliche) und Stilleben. Sie alle haben eine verzaubernde Ausstrahlung auf mich, bedingt durch die Motivauswahl, aber auch durch die damals vorhandenen Ablichtungs- und Entwicklungsmöglichkeiten eines Fotos. Beim Betrachten der Bilder bekam ich den Wunsch, ähnliche Fotos zu erschaffen. Nicht mit den alten Methoden, sondern mit den mir zur Verfügung stehenden Bearbeitungsprogrammen. So habe ich in den letzten Tagen experimentiert und dies sind die ersten Ergebnisse:
Garten in Lissabon
Kurpark in KleveKloster in FrankreichLeuchtturm in Holland
Musée Beaux Arts in Nizza
Morgen ist bei mir Basteltag.
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