In diesem Monat nehme ich an einer neuen Veranstaltung in der Buchhandlung Scheuermann teil:
Es geht um Einsamkeit, Verbundenheit, das Erschaffen von neuen Räumen, in denen sich die unterschiedlichsten Menschen annähern und treffen können und um die Möglichkeit, gemeinsame Ideen zu finden und umzusetzen. Ich mache mit, weil ich glaube, dass ohne das Zusammenrücken innerhalb der Gesellschaft die Zukunft in Deutschland noch schwieriger wird.
Nach unseren Tagen in London verbrachten wir noch zwei Tage in Brighton und Umgebung. Auf der Fahrt legten wir zwei kurze Pausen ein, um uns das neue Wembley-Stadion von außen und den hinduistischen „Neasden Tempel“ anzusehen.
Fotocollage: Oben links eine Ansicht des Stadions, die drei anderen Fotos geben Eindrücke der Außenanlage des Tempels wieder. Es ist der größte Hindutempel außerhalb Indiens.Innen durfte man nicht fotografieren. Die Rückseite des Prospekts gibt nicht annähernd die Pracht der Räume wieder.
In Brighton erwartete uns Kälte und strahlender Sonnenschein und wir machten einen Bummel auf dem Pier und am Strand.
Fotocollage mit Bildern vom königlichen Palast, dem Strand und dem Pier im Abendlicht.
Auf der Suche nach einem gemütlichen Café kamen wir am Royal Pavilion vorbei. Da wir ihn während eines früheren Aufenthalts schon besichtigt hatten, verbrachten wir etwas mehr Zeit in diesem Puzzlecafé.
Das Foto zeigt, dass schon die Außenfront des Cafés einladend war
Neben leckerem Kaffee, Tee und Muffins bekam jeder Gast ein 80teiliges Puzzle mit Ansichten von Brighton. Die Stimmung in dem Café war so entspannt: Kein Handy, wenn überhaupt nur leises Gemurmel und höchste Konzentration. Hätte ich auch gerne hier in Duisburg!
Ausgiebig stromerte ich durch die Lanes und die North Laine, zwei Viertel mit vielen kleinen Straßen und noch mehr individuellen Geschäften und Streetart.
Oben links: Ein Restaurant, das aus mehreren kleinen Glaskuppeln bestand. Die anderen Fotos geben ein bisschen das bunte Shoppingerlebnis wieder.
Fotocollage mit vier Wandbemalungen:Oben rechts: Ist Brighton eine Puzzlestadt?
Am späten Nachmittag erwartete uns noch ein besonderes Schauspiel. Tausende Stare kehren jeden Abend vom Inland nach Brighton zurück, um dort auf dem Skelett eines ausgebrannten Piers zu übernachten. Dies beobachten zu dürfen, empfand ich als ein Geschenk.
Brighton hat auch noch mehrere interessante Museen und Galerien, doch weil das Wetter „ein Träumchen“ war, machten wir am nächsten Tag von Brighton aus einen Ausflug in die South Downs, wo man wunderbar wandern oder spazieren gehen kann.
Fotocollage: Der Leuchtturm von Beachy Head“, dem höchsten Kreidefelsen Englands (Foto rechts).
Möchte man sich aufwärmen, gibt es am Beachy Head direkt ein Restaurant mit gutem Cream Tea oder man fährt weiter bis nach Eastbourne und sucht dort eine der Teestuben auf.
Fotocollage:Diesen kleinen Tearoom entdeckten wir in einer Seitenstraße- very british! Unten: Zwei Ansichten vom alten Pier in Eastbourne.
In einer Woche nehme ich sie mit in eine Stadt, die es nicht geben soll. Sie wissen schon…
Wir waren erstaunt, wie vielfältig das Thema „Film im Ruhrgebiet“ präsentiert wurde.
Fotocollage: Oben links: Ein Beispiel von vielen Originalplakaten, daneben ein Kassenhäuschen für den Ticketkauf. „Rex“ hießen im Ruhrgebiet einige Kinos. Links unten: Gesammelte Filmrollen der Vorfilme. Rechts unten: In dem Buch „Häkel dir dein Revier“ taucht auch Schimanski auf.
Fotocollage: Oben links: Auch Filmrequisiten werden gezeigt wie beispielsweise eine original Schimanskijacke. Darunter Kostümentwürfe für den Film „Die roten Schuhe“. Rechts oben: Der Grimmepreis darf natürlich nicht fehlen. Rechts unten ein Erinnerungsstück an die Zeiten der Videotheken.
Neben Unterhaltungsfilmen werden bis heute auch viele Dokumentarfilme im Ruhrgebiet gedreht. Hier wurde ich kalt erwischt, als plötzlich Theo Steegmann groß vor mir auf einer Leinwand auftauchte. Er war einer der Wortführer während des Arbeitskampfes in Rheinhausen.
Fotocollage: Oben eine Filmsequenz mit Theo Steegmann, der 2023 viel zu früh verstarb. Unten: Auch in der permanenten Ausstellung des Ruhr Museums widmet sich dem Rheinhauser Arbeitskampf.
Es gibt neben der Hauptausstellung auch kleinere Räume zu verschiedenen Themen wie z.B. Filme aus der Zeit des Nationalsozialismus, erotische Filme oder Filmfestivals. Das Sterben der alten Kinos wird mit Filmen und Fotos dokumentiert.
Fotocollage: Oben: In den 50er Jahren gab es über 500 Kinos im Ruhrgebiet, viele waren architektonische Schmuckstückchen wie dieser Saal. Unten: In den 80er Jahren hat Oliver Ehlert das Kinosterben im Ruhrgebiet in mehreren Fotoalben dokumentiert.
Wir verbrachten einen Nachmittag in dieser Ausstellung und sahen uns anschließend noch das Brandenburger Tor an:
Ach ja, Sie warten auf die Auflösung meines Fotorätsels?
Es handelt sich um eine:
Weiter geht es am Donnerstag mit zwei Tagen an der Südküste Englands.
Zum Wochenende habe ich ein kleines Fotorätsel für Sie als Einstimmung auf meinen nächsten Eintrag. Ich erzähle dann von dem Besuch einer schönen und interessanten Ausstellung im Ruhrgebiet. Wissen Sie, was das ist?
Im ersten Teil zum „Tu was- Abend“ schrieb ich u.a. : Wie kann man Jugendliche in der TikTok Blase, in der sie sehr oft AfD Propaganda ausgesetzt sind, aus dieser Blase herausholen und überzeugen, eine andere Partei zu wählen? Dies wurde an dem Abend als großes Problem angesehen.
Foto von Pixabay- Junger Mensch mit Laptop
Dieses Thema treibt mich noch um, da ich danach auch noch mit zwei betroffenen Müttern gesprochen habe. Ich kam auf die Idee, Chat GPT zu fragen ( Wie argumentiere ich gegenüber Jugendlichen, dass sie nicht die AfD wählen). Und hier die KI-Antwort:
1. Werte ansprechen, die Jugendlichen wichtig sind
Jugendliche legen oft Wert auf Themen wie Toleranz, Vielfalt, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit. Zeige, wie die AfD diese Werte nicht unterstützt:
• Toleranz und Vielfalt: Die AfD vertritt oft Positionen, die gegen gesellschaftliche Vielfalt gerichtet sind. Sie lehnt z. B. die Unterstützung von LGBTQ+-Rechten oder die Gleichstellung von Frauen in vielen Bereichen ab. Frage: „Willst du in einer Gesellschaft leben, in der Menschen ausgeschlossen werden, nur weil sie anders sind?“
• Umweltschutz: Die AfD leugnet oder relativiert den Klimawandel und blockiert konsequente Klimaschutzmaßnahmen. Für Jugendliche, die sich für Nachhaltigkeit und die Zukunft unseres Planeten einsetzen, ist das oft ein Widerspruch.
2. Fakten und Widersprüche aufzeigen
• Populismus statt Lösungen: Die AfD bietet oft einfache Antworten auf komplexe Probleme, hat aber selten konkrete oder umsetzbare Lösungen. Frage: „Hast du dir mal überlegt, wie die AfD ihre Versprechen umsetzen will?“
• Wirtschaftliche Konsequenzen: Die AfD vertritt Positionen, die langfristig Arbeitsplätze gefährden könnten, z. B. durch Isolation von der EU oder die Rückkehr zu alten Energiesystemen. Frage: „Wie sieht deine Zukunft aus, wenn Deutschland international isoliert ist?“
3. Gefahren für die Demokratie erklären
• Radikale Ansichten: Teile der AfD stehen unter Beobachtung des Verfassungsschutzes wegen verfassungsfeindlicher Tendenzen. Frage: „Wollen wir wirklich eine Partei unterstützen, die demokratische Grundwerte in Frage stellt?“
• Manipulation und Hetze: Die AfD nutzt oft gezielte Desinformation oder hetzt gegen bestimmte Gruppen, um Stimmen zu gewinnen. Zeige Beispiele von Hassreden oder Fake News auf.
4. Emotionale Ebene ansprechen
• Zukunftsängste thematisieren: Jugendliche wollen in einer sicheren, friedlichen und offenen Welt leben. Zeige, wie die AfD mit Abschottung und Misstrauen eine solche Zukunft gefährdet.
• Persönliche Fragen stellen: „Wie würdest du dich fühlen, wenn jemand dich oder deine Freunde wegen ihrer Herkunft oder Meinung ausgrenzt?“
5. Alternative Parteien vorstellen
• Stelle positive Alternativen dar: Parteien, die sich für Bildung, Klima, Vielfalt und Innovation einsetzen, bieten Jugendlichen oft mehr Perspektiven. Frage: „Warum nicht eine Partei wählen, die sich für deine Träume und Ziele stark macht?“
6. Dialog statt Konfrontation
• Höre zu, warum sie die AfD in Betracht ziehen, und hinterfrage ihre Gründe behutsam. Oft basieren solche Meinungen auf Unsicherheiten, Angst oder Desinformation.
• Biete respektvolle Gegenargumente und vermeide Vorwürfe oder Belehrungen – das erzeugt nur Widerstand.
Kurz vor Weihnachten wurde bekannt gegeben, dass es fünf neue Bilder im Großraum London von dem Graffitikünstler Banksy gibt. Einmal ein Banksybild „live“ sehen, das war für uns die Motivation, Richtung East End zu fahren. Zuerst besuchten wir den Old Spitalfield Market, wo man überdacht zwischen Gemüse, Kunsthandwerk, Kleidung und Essensständen bummeln kann. Bei nasskaltem Wetter war das genau richtig.
Nicht weit entfernt liegt die Brick Lane, eine Straße, bekannt durch Vintageläden, Märkte und Graffitis. Hier sollte ein neuer Banksy entstanden sein und in der Tat, wir haben ihn entdeckt. Aber…
Die drei Affen, die sich unterhalb einer Bahnlinie entlang hangeln, wurden bereits zwei Tage später von Bahnbediensteten übermalt unter dem Motto „Wehret den Anfängen-Nulltoleranz bei Graffitischmiererreien auf dem Gelände der Bahn!“. Wie ich später las, war der Aufschrei in der englischen Presse, bzw. Kunstwelt groß, zumal ein anderes Banksybild zuvor auch schon wieder übermalt worden war.
Nun denn…Wir sahen viele andere Wandbilder, aber noch mehr gefiel mir der unterirdische Kellermarkt mit Vintagekleidungsstücken und viel „Gedöns“.
Vier Fotos: Graffitis noch und nöcher…Interessant fand ich, dass wir uns anscheinend in der Karl Marx Gegend bewegten.
Vier Fotos. Oben links: Wer kennt noch Hugo die Schnecke aus der alten Kinderfernsehserie „Das Zauberkarussell“? Rechts daneben und unten links: Das zufällige Nebeneinander von Alltagsbildern und Gegenständen ist manchmal skurril. Unten rechts: Ein typischer Laden auf der Brick Lane.
Um dem schlechten Wetter zu entfliehen, besuchten wir danach das Tate Museum. Der Eintritt in das Kunstmuseum ist umsonst und man kann sich hier zig Stunden aufhalten.
Fotocollage: Bild oben: Ansicht des Tate Museums, einem umgebauten Kraftwerk, Bild unten: Momentaufnahme einer Museumsbesucherin mit einem Tatebeutel
Es gibt eine permanente Ausstellung und mehrere Sonderausstellungen, zwei gut bestückte Museumsshops, ein Café und schöne Ausblicke auf London.
Minivideo: 2 Schnappschüsse, eine Buchentdeckung mit einem 1A Titel und eine Collage aus einem Bild und einem Schnappschuss.
Fotocollage mit drei Ansichten von London, u.a.sieht man die St.Paul’s Cathedral, die Millennium Bridge und die London Bridge.
Von London aus fuhren wir noch zwei Tage an die Südküste nach Brighton, das quasi das Seebad der Londoner genannt wird. (Ca. 1 1/2 Stunde Fahrt mit dem Zug). Wir hatten sehr schönes Wetter und gerne möchte ich Sie nächste Woche auf den Geschmack bringen, dort vielleicht mal ein langes Wochenende zu verbringen.
Gestern fand der Tu was- Abend in der Duisburger Buchhandlung Scheuermann statt.
Nach einer Vorstellung meiner Person berichtete ich über meine Versuche seit September 24, mich politisch zu engagieren, beispielsweise auf Instagram, im Schreiben von Leserbriefen oder mit der Teilnahme an Treffen der Gruppe Klimaentscheid Duisburg. Danach wurde über Möglichkeiten diskutiert, wie man sich auch noch anders einbringen kann. Bei der Diskussion wurden einige meiner Gedanken bestätigt und ich habe wieder Neues dazugelernt: -Wenn man anfangen möchte, sich zu engagieren, ist dies ein Prozess, in dem man ausprobiert, bei welchem Thema man sich wohl fühlt und was eine Herzensangelegenheit werden könnte. -Eine Besucherin erzählte, dass es ihr, nachdem sie angefangen hat, sich zu engagieren, mental besser geht. Das Selbstbewusstsein steigt und man fühlt sich nicht mehr so hilflos bei schlechten Nachrichten. Da kann ich nur zustimmen. -Duisburg hat ein Kommunikationsproblem. Es gibt ein Klimaprogramm, mit dem Duisburg bis 2035 klimaneutral werden soll. Den Fahrplan, die sogenannte „Roadmap“, kannte niemand, ebenso war die Duisburger „Grüne Aktie“ völlig unbekannt. -Ich gehöre mit Jahrgang 1959 zu der Generation, deren Eltern und Großeltern als Erwachsene den Krieg miterlebt haben. Sie erzählten mir viel vom Krieg und das kann ich weitergeben und damit Behauptungen der AfD entkräften. -Wie kann man Jugendliche in der TikTok Blase, in der sie sehr oft AfD Propaganda ausgesetzt sind, aus dieser Blase herausholen und überzeugen, eine andere Partei zu wählen? Dies wurde an dem Abend als großes Problem angesehen. -Es ist eine gute Sache, wenn Orte wie die Buchhandlung für einen Meinungsaustausch zur Verfügung gestellt werden und man damit das Gemeinschaftsgefühl stärkt.
-Am Ende der Veranstaltung stellte ich mein Kronkorken-Sammelprojekt vor und – gute Nachricht! – die Buchhandlung Scheuermann macht mit und ist ab sofort offizielle Sammelstelle! Jeder war an diesem Abend von der Idee begeistert. -Eine zweite Idee ist mein „Leserbriefpool“. Gerne würde ich öfter zu einem Thema ein fundierten und gut formulierten Brief zu einem bestimmten Thema schreiben ( zur Zeitung, zu einer Partei oder an die Stadtverwaltung), doch fehlt mir oft das Know How und auch die Zeit. Könnte man gute Brief von mehreren Menschen sammeln, könnten diese Schreiben, inhaltlich etwas abgeändert, von mehreren Menschen verschickt werden und so würde Schritt für Schritt eine Meinung mehr Gehör bekommen.
Ich habe mich sehr gefreut, dass ich am Ende des Abends darauf angesprochen wurde, ob ich meinen Vortrag auch an anderer Stelle halten würde. Gerne- schreiben Sie mich an: linda.broszeit@gmx.de.
Zum Schluss noch eine Liste, auf denen die Bücher aufgeführt sind, die ich in letzter Zeit gelesen habe, sowie ein paar Tipps für Internetseiten und Instagramkonten, die Informationen und Aufklärung bieten.
BÜCHER: Philipp Blom: Hoffnung Rudger Bregman: Moralische Ambition Volker Busch: Kopf hoch! Martin Hecht: Die Einsamkeit des modernen Menschen Miriam Junge: Kleine Schritte mit großer Wirkung Heidrun Deborah Kämper: Die Sprache der Rechten Elsa Koester: Im Land der Wölfe Marcel Lewandowsky: Was Populisten wollen Ruprecht Polenz: Tu was! Jonas Schaible: Demokratie im Feuer Tanjev Schultz (Hrsg.): Was darf man sagen? Arne Semsrott: Machtübernahme Ronja von Wurmb-Seibel: Wie wir die Welt sehen Paula Brandt: Die Zukunft ist besser als gedacht WEBSITES: 🔗 bundestag.de 🔗 bpb.de (Bundeszentrale für politische Bildung) 🔗 demokratie-leben.de 🔗 demokratie-in-aktion.de (DemokratieKreis Duisburg) 🔗 mehr-demokratie.de 🔗 statistischesbundesamt.de 🔗 gesichtzeigen.de 🔗 abgeordnetenwatch.de 🔗 fragdenstaat.de 🔗 brandnewbundestag.de 🔗 campact.de 🔗 uebermedien.de 🔗 correctiv.org 🔗 duisburg.de INSTAGRAM: politikverstanden mark_raschke politikschau.de team.recherche omas-gegenrechts_buehl_achern monitor.wdr hopp_stagram amadeuantoniofoundation rechtsschreiber tim_acht die.insider
Wenn Sie die Top 10 in London kennen oder mal eine besondere Halbtagestour unternehmen möchten, wäre der Regent‘s Canal der erste Tipp von mir.
In London, in der Nähe des Kings Cross Bahnhofs, befindet sich das Londoner Canalmuseum. Hier wird auf zwei Etagen die Geschichte des Kanals erzählt und mit vielen Ausstellungsstücken lebendig gemacht. Der Kanal, Anfang des 19. Jahrhunderts in Betrieb genommen, war für London eine Lebensader, denn hier wurden auf sogenannten „Narrowboats“ Lebensmittel, Brennmaterial oder andere wichtige Dinge für das Alltagsleben transportiert.
Fotocollage: Oben links: Ein altes restauriertes Narrowboat kann auch von innen besichtigt werden. Darunter: Neben den Narrowboats gab es auch noch andere Schiffstypen auf dem Kanal. Mitte: In dem Haus des Museums wurde früher u.a. Eis eingelagert und Carlo Gatti aus dem Tessin war hier der erste, der in England Speiseeis verkaufte. Auf dem Foto unten sieht man einige Beispiele der schön bemalten Töpfe und Kannen der Bootsbesitzer. Jeder hatte sein eigenes Blumenmuster, mit dem er auch sein Boot schmückte.
Ab den 50er Jahren wurde die Schifffahrt eingestellt und der Kanal mit seinen Booten verfiel.
Ab den 80er Jahren besann man sich dann darauf, den Kanal wieder zu beleben und heute sind das Leben in einem Narrowboat auf dem Kanal und das Wohnen in einem Haus am Kanal sehr beliebt (und teuer) und die Spazierwege entlang am Kanal sind für Londoner und Touristen ein schönes Ausflugsziel. Seit ein paar Jahren kann man auf einem alten Narrowboat auch eine geführte Bootstour machen und diese Gelegenheit nahmen wir wahr.
Fotocollage: Oben: Wir fuhren u.a. auch durch den ca. 800 m langen Islington Tunnel und sahen, siehe unten, Schleusen und Brücken. Mitte rechts: Zwei bewohnte Narrowboats, links daneben ein Rettungsboot. Auf den Fotos sieht man auch die Wege, die früher Treidelpfade für Pferde waren, die die Boote gezogen haben.
Fotocollage: Zwei Männer fahren mit ihrem Boot durch den Tunnel, mit ihren Füßen hangeln sie sich an der Tunnelwand entlang, um vorwärts zu kommen. Darunter ein altes Wohnhaus des Kanalmeisters, der Gebühren für die Benutzung eintrieb. Links daneben die Erklärung des „Horse Boating“.
Die Bootsfahrt hat uns gut gefallen. Bei Cream Tea erfuhren wir einiges über die Geschichte Londons und es war schön, mal einen Teil von London „von hinten“ zu entdecken.
Nächste Woche nehme ich Sie mit in einen anderen Stadtteil Londons, wo wir uns auf die Suche nach einem Banksy Bild machen.
Vor Weihnachten berichtete ich darüber, dass ich auf der Plattform nebenan.de dazu aufgerufen habe, über die Feiertage Kronkorken zu sammeln. (Für den Duisburger Verein Herzenswärme, der sich um Obdachlose kümmert und die Kronkorken an einen Metallhändler verkaufen kann). Hier nun ein erstes Resümee: Die Resonanz war großartig und Stand gestern (12. 1. 25) wurden bisher bei mir ca. 22 KG Kronkorken abgegeben!
Foto Große Kiste, gefüllt mit Kronkorken
Die bisherigen Teilnehmer werden weiter sammeln, aber es wäre schön, wenn noch mehr Menschen sich daran beteiligen würden. Ob 2025 ein Kronkorkenjahr wird? Vielleicht ist diese Aktion auch eine Anregung für Ihren Stadtteil?
Stand 13.1.,11 Uhr: Gerade hat es wieder „geprasselt“…Das Ergebnis einer Feier zu einem runden Geburtstag…
Foto mit einer weiteren Wanne voller Kronkorken
P.S. Nachtrag April 2026: Im gesamten Jahr 2025 wurden über eine Tonne Kronkorken für den Verein für Herzenswärme gesammelt. Auch 2026 geht das Sammeln weiter und wir sind optimistisch, dass wir in diesem Jahr bereits im Mai die Tonne erreichen werden! Zur Erinnerung: Gerne können Sie Ihre gesammelten Kronkorken an diesen Duisburger Stellen abgeben: Duisburg Unverpackt, Finkenkrug, Brauküche, Buchhandlung Scheuermann und bei mir, Darwinstr. 58 in Rumeln-Kaldenhausen.
Zwei Hände, die sich gegenseitig zeichnen…Immer, wenn ich dieses Bild von M.C.Escher sehe, stellt sich eine unbestimmbare Verunsicherung ein und ich frage mich, ist eine Hand dominant und welche Hand hat angefangen ?
Diese Verwirrung merkte ich am Anfang auch bei dem neuen Buch von Wolf Haas, das gestern erschienen ist.
Franz Escher ist Single, professioneller Trauerredenschreiber und passionierter Puzzleleger. Er hat in seiner Wohnung ein Stromproblem und ruft einen Elektriker an. Dieser ist sehr sympathisch und vertrauensvoll und Escher lässt ihn in seiner Wohnung werkeln. In der Zeit liest Escher ein Buch über den Mafiosi Elio. Er sitzt in Italien im Gefängnis und soll als Kronzeuge in ein Zeugenschutzprogramm. Nach Deutschland möchte er und sein deutscher Gefängniskumpel bringt ihm mit Hilfe eines Buches die deutsche Sprache bei. In dem Buch wird die Geschichte von Franz Escher erzählt, in dessen Wohnung ein Elektriker durch eine Unachtsamkeit von Escher stirbt.
Sie ahnen, wie der Roman weitergeht?
Im Laufe der Geschichte lesen Escher und Elio immer wieder in ihren Büchern und so erfährt man bei der Lektüre von Escher, wie Elio nach Deutschland geht und in Duisburg sesshaft wird. Bis zum Sommer 2007, als Duisburg durch mehrere Mafiamorde erschüttert wird und Elio flüchten und ein Leben mit neuer Identität in Berlin beginnen muss. Er gründet mit Gabi eine Familie und sie bekommen ihre Tochter Ala. Doch auch hier kommt Elio, der inzwischen als Elektriker arbeitet und Marko Steiner heißt, nicht zur Ruhe. Steiner liest, dass Franz Escher von der Polizei nicht verdächtigt wird, mit dem Tod des Elektrikers etwas zu tun zu haben. Doch Escher plagt das schlechte Gewissen und das möchte er mit einer besonderen Trauerrede beruhigen. Er kontaktiert die Witwe. Sie heißt Gabi…
Wolf Haas hat sich mit diesem Buch selbst übertroffen. Er bietet ein Feuerwerk an Ideen. Das Buch ist leicht zu lesen, Haas schreibt rasant und humorvoll und die Geschichte hat ein geniales Ende.
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