Wer nicht neugierig bleibt, wird nur noch älter (Marianne Frauchiger)
Kategorie: Museumsbesuche
Eine Museumsreise „rund um die Welt“. Hier stelle ich aus vielen Museen Ausstellungsstücke vor, die ich faszinierend finde und gebe Tipps für Museumsbesuche.
Unter diesem Motto läuft Im Duisburger Museum Küppersmühle z.Zt. eine Ausstellung mit ca. 400 Werken des Künstlers Martin Assig. Mich interessierten seine Bilder und Installationen, da er u.a. mit Wachs arbeitet, was ich vor einigen Jahren eine Zeit lang auch gemacht habe. Seine Aussagen in den Bildern und Installationen betreffen seine Alltagsbeobachtungen und seine Gedanken dazu. Das ist mal poetisch, mal humorvoll, er legt aber auch Finger in Alltagswunden.
Besonders gefiel mir die Installation „Vorräte“. Pappschachteln wurden komplett mit Wachs überzogen und mit Baumwollstoff dekoriert.
Welche Vorräte wurden da gesammelt? Warum waren die Schachteln versiegelt? War es ein Schutz für den Inhalt? Man konnte viel spekulieren und das brachte mich auf folgende Idee:
Mit Wachs verschlossene Streichholzschachteln, in denen sich etwas zum Entdecken befindet. Wahre Entdecker müssen sich allerdings die Mühe machen, den Wachs zu entfernen. Insgesamt 10 dieser Schachteln verteilte ich am Wochenende im Duisburger Westen.
Auch bei meinem heutigen 365 Tage-Projekt habe ich mich von Martin Assig inspirieren lassen. Die Ausstellung ist noch bis Anfang März im Museum Küppersmühle zu sehen.
In diesem Jahr feiert das Deutsche Glasmalerei-Museum in Linnich sein 25jähriges Jubiläum. Noch bis zum 22.1.2023 läuft eine Sonderausstellung, die die Entwicklung dieser Kunst über mehrere Jahrhunderte zeigt.
Oben rechts: Das Museum befindet sich in einer alten Getreidemühle aus dem 17.Jahrhundert. Dazu gehört noch ein Museumsgarten.(Unten links). Oben links: Kopie eines Fensters aus dem Freiburger Münster. Das Original wurde um 1300 hergestellt, die Kopie zwischen 1917 und 1927. Unten rechts eine Arbeit von Hella de Santarossa aus dem Jahr 1972 mit dem Titel „Sprechende Lippen“.
Die Ausstellung erstreckt sich auf sieben Ebenen. Neben Werken von bekannten Glaskünstlern finden sich auch Exponate von Künstlern, die durch andere Kunstrichtungen bekannt geworden sind.
Unten links ein Glasbild von Jean Cocteau mit dem Titel „Die Rose“, daneben ein Glasbild aus der Reihe „Kosovo“ von Markus Lüppertz Obere Reihe: Neben den künstlerischen und historischen Aspekten werden im Museum auch die verschiedenen handwerklichen Möglichkeiten dargestellt, wie man Glas verarbeiten kann. Hier zweimal Bleiglas, rechts eine Schiebetür, links ein Ausschnitt aus einem Fenster.
Abgesehen von den Kunstwerken lassen sich auch sehr schön Spiegelungen fotografieren.
Oben links: Ausschnitt aus einem Fusing Glaskunstwerk Rechts: Blick auf Linnich durch ein besonderes Fenster Links unten: Spiegelungen zweier Kunstwerke
In dem Museum gibt es noch einen Museumsshop und es werden diverse Aktivitäten angeboten wie z.B. Workshops, in denen man sich in der Herstellung eines Kunstobjektes aus Glas selber versuchen kann. Wir waren zu viert in dem Museum und waren alle begeistert. Eine solche besondere Ausstellung erwartet man nicht in so einem relativ kleinen Ort, doch ist in Linnich seit 1857 die älteste Glasmalerei Werkstatt Deutschlands, die Dr. H. Oidtmann GmbH, ansässig und die Linnicher Bürger sind diesem Thema sehr verbunden. Wer mehr über das Museum wissen möchte: https://www.glasmalerei-museum.de/
Das Krefelder Textilmuseum widmet sich z.Zt prähistorischen Stoffen aus Peru.
Für einen grauen Wintertag ist das Betrachten der Farbenpracht genau das Richtige, darüber hinaus erfährt man eine Menge über das Alltagsleben in Peru und in seinen Nachbarländern zu den Zeiten, die man bei uns das Mittelalter nennt. Letztendlich lernt man eine außergewöhnliche Frau kennen, die diese Ausstellung ermöglicht hat. Aber der Reihe nach…
Die gezeigten Stoffexponate stammen zumeist aus geräuberten Gräbern. Die Räuber waren zumeist nur an Gold interessiert und nahmen selten Stoffliches mit, sodass Stoffe auch später noch von Forschern in Gräbern gefunden wurden. Man versuchte herauszubekommen, aus welchen Materialien die Stoffe hergestellt waren, wie man sie färbte und was auf den Stoffen dargestellt wurde. Oft erkennt man Tiere (Vögel, Katzen, Fische) oder Figuren, die in den Religionen der Andenvölker eine Rolle spielten. Mein „Lieblingsstück“ war dieses Hemd aus der Wari Kultur (700-1000 n.Chr.), dessen Bilderwelt einer Geheimsprache glich, die nur wenige entschlüsseln konnten.
Eine Ausnahmestellung unter den Stoffen stellten diese Gaze-und Jourgewebe dar.
Die Tücher, hauptsächlich trugen sie Frauen über ihrem Haar, erinnern entfernt an geklöppelte Spitze, ihre Fragilität und Leichtigkeit sind beeindruckend.
Die Stoffe dienten zu verschiedenen Zwecken. Neben Kleidung stellte man auch Dinge für religiöse Handlungen oder für den Alltag her.
Links oben eine Stoffpuppe und daneben Wickelkreuze, beides Grabbeigaben. Rechts oben eine Kopfbedeckung, links unten ein Lendenschurz. Rechts unten verschiedene Steinschleudern.
Wer hat diese Ausstellung ermöglicht? Folgenden kurzen Text übernahm ich von der Internetseite des Textilmuseums:
Lange geschah der Ankauf präkolumbischer Textilien für die Sammlung nicht unter kulturhistorischen Gesichtspunkten, sondern war auf technische und motivische Aspekte begrenzt. Frau Dr. Renate Jaques, zwischen 1946 bis 1974 Leiterin der Gewebesammlung, bereicherte mit ihrer Forschungsarbeit und zwei Studienreisen nach Peru die Kenntnisse über die bei archäologischen Grabungen geborgenen Textilien. Sie war eine wichtige Akteurin in der Nachkriegsgeschichte des Museums, die sowohl in der Ausstellung als auch im Katalog vorgestellt wird.
In der Ausstellung wird ausführlich auf das Leben und die Forschungsarbeiten von Frau Dr. Jaques eingegangen. Sie war eine beeindruckende Persönlichkeit, die in den 60er Jahren gegen Widerstände ihrer männlichen Kollegen ihre Forschungen oft alleine durchführte und die Entwicklung der Gewebesammlung vorantrieb.
Zum Schluss ein kurzes Video, dass noch einen kurzen Einblick in die Vorarbeiten zu dieser Ausstellung gibt:
Nach einem Museumsbesuch empfiehlt sich der Besuch des Cafés vom Burgmuseum ganz in der Nähe. Meine Freundin und ich genossen Spekulatiuskäsekuchen! (Das Café hat bis 17 Uhr geöffnet).
In Aachen gibt es einige kleine und feine Museen, die sich als Ausflugsziel bestens eignen. Eins davon stelle ich Ihnen heute vor.
Wie oben im Text zu lesen ist, gibt es u.a. Zeitungsraritäten im Original oder als Duplikat. Hier einige Beispiele:
In vielen Schubläden lassen sich weitere Zeitungsschätze entdecken.
Neben Zeitungsgeschichte gibt es aber auch eine Reihe von Schaukästen und interaktive Bildschirme, die sich mit aktuellen Fragen zum Zeitungswesen beschäftigen.
Oben:Der Codex für guten und glaubwürdigen Journalismus gerät nach meinem Eindruck immer öfter in Vergessenheit. Unten: Links: Wie veränderte sich die deutsche Zeitungslandschaft nach dem 2. Weltkrieg mit dem Aufkommen neuer Medien? Mitte: Auf einem Bildschirm trudelten permanent dpa Nachrichten ein- Welche schaffen es in die Printausgabe? Rechts: Auf einem Bildschirm sieht man eine Weltkarte. Tippt man ein Land an, ploppen Texte über die größten Zeitungen des Landes auf.
Am meisten beeindruckte mich die Dokumentation über die Manipulation von Pressefotos. Auch hier war der Pressecodex in der Vergangenheit immer wieder Wunschdenken.
Wem die Fülle an Informationen nicht reicht oder wer zu einem Thema noch mehr wissen möchte, dem steht eine Bibliothek zur Verfügung, in denen Publikationen über das Zeitungswesen gesammelt werden.
Zum Museum gehört noch ein kleines Café, das rundet den Museumsbesuch ab.
Noch bis zum 5.2.2023 läuft im Düsseldorfer NRW-Forum die Ausstellung „Wonderwalls“. Wir besuchten sie an einem trüben Donnerstag, sie ist an diesem Tag bis 21 Uhr geöffnet. In der Ausstellung werden eine Auswahl von Spielzeugen gezeigt, die von Künstlern gestaltet wurden, sogenannte „Designer Toys“ und man bekommt einen Überblick über die Geschichte der „Street Art“. Die Exponate stammen aus der Sammlung des Düsseldorfers Selim Varol, der in den 70er Jahren zu sammeln begann und inzwischen über 10000 Stücke besitzt. Schon der erste Raum bietet mit unzähligen Figuren ein Farbspektakel. Figuren in Schaukästen erinnern an Wimmelbilder, andere werden wie eine Ahnengalerie präsentiert.
Für den nächsten Raum braucht man eine Extraportion Zeit, denn hier sind die „Be@rbricks“ von Tatsushiko Akashi und Kunst-Skateboards von Craig R. Stecyk III zu entdecken.
Links oben: Be@rbricks Coco Chanel und Karl Lagerfeld (vor seiner Diät um die Jahrtausenwende)
Diese Kunstszene habe ich bisher nicht als solche wahrgenommen und ich lernte einige neue Künstler kennen und schätzen.
Der zweite Teil der Ausstellung zeigte die breite Palette von bekannten Street Art Künstlern wie z.B. Werke Banksy, JR, Swoon, Shepard Fairey oder Blek le Rat.
Oben ein Werk von Banksi, darunter links „Woodstock“ von Stefan Marx, in der Mitte „Ohne Titel“ von Phil Frost und rechts Teilansicht des Fußbodens im dritten Ausstellungsraum
„Wonderwalls““ bietet die Chance, von der Vielfältigkeit der künstlerischen Ausdrucksweise bei Street Art überrascht zu werden, sich am Witz von Werken zu erfreuen und über unseren Alltag nachzudenken. Wer sich mehr mit dieser Kunstszene beschäftigen möchte, dem kann ich den Ausstellungskatalog aus dem Kettler Verlag wärmstens empfehlen:
Endlich eine französische Skype Sprachfreundin und ein Konzert besuchen, das waren die beiden Antriebsfedern, die uns nach Tours an der Loire führten. Wir waren gespannt, denn Tours ist eine der beliebtesten Städte in Frankreich und ist Partnerstadt der Duisburger Deutsch-Französischen Gesellschaft. (Die Sprachfreundin habe ich durch das Tandemprojekt der Gesellschaft kennengelernt). Der erste Eindruck: Eine weiße Stadt, wie die meisten Städte und Schlösser an der Loire. Bei einem ersten Spaziergang machte es Spaß, weiße Details zu fotografieren:
Die Stadt ist zweigeteilt. Östlich der Hauptteinkaufsstraße, der Rue Nationale, geht es ruhig und beschaulich zu, westlich davon befindet sich die rummelige Altstadt mit der modernen Markthalle, die Kirche St. Martin mit dem Grab des heiligen Sankt Martin und dem schönsten Platz, dem Place Plumerau mit vielen Restaurants. Wir besuchten die verwinkelten Gässchen und erfreuten uns an den alten Holzhäusern aus dem 15. Jahrhundert.
Rechts: Die Basilika Sankt Martin, auf der Kuppel steht der heilige Sankt Martin Links: Der Place Plumerau, darunter Straße in der Nähe der Markthalle.
Die Rue National gefiel uns nicht, wir fanden sie steril in der Architektur und auch in der Auswahl der Geschäfte (Filialen der großen Ketten).
Allerdings gibt es am Anfang der Straße ein Museum, dessen Besuch ich unbedingt empfehle. Es heißt „Musée du Compagnonnage “ und zeigt alte Handwerktraditionen. In einem großen Raum mit diversen Vitrinen kann man sich die Nase platt drücken. Nur ein paar Eindrücke von vielen:
Oben rechts: Zuckerpyramide vom Bäckermeister, darunter ein Beispiel für die Glaskunst. Links: Holz, Leder, Seilkunst
Ein paar Schritte vom Museum entfernt liegt die Loire mit der alten Wilson Brücke. Am Ufer des Flusses lässt es sich schön promenieren.
Der Ostteil der Stadt wird dominiert von der Kathedrale Sankt Gatien. Gotik in Reinform mit wunderbaren alten und modernen Kirchenfenstern.
Ein weiterer Besichtigungspunkt ist in diesem Viertel das Museum der schönen Künste. Dieses Museum wirbt zwar damit, dass man sich dort Bilder von Rembrandt, Monet oder Degas ansehen kann, aber das hat das Museum gar nicht nötig. Es bietet eine spannende Auswahl an nicht so bekannten Künstlern.
Oben links:Beeindruckende Emaillearbeiten von Jean Laudin aus dem 17. Jahrhundert Rechts daneben:Ein Bild von Théodore Chasseriau, gemalt ca. 1846. Der Beginn des Impressionismus wird häufig mit ca. 1860 angegeben, aber hier wurde schon früher nicht gegenständlich gemalt. In der Mitte ein Werk von Jean-Baptiste Carpeaux- seine Köpfe fand ich toll. Links unten: Neben einem ausgestopften Elefanten ist diese alte Libanonzeder, gepflanzt 1804, Wahrzeichen des Museums. Fand ich sehr charmant: Um Museumsbesucher daran zu hindern, sich auf wertvolle Stühle zu setzen, wurde eine trockene Blüte der „Wilden Karde“ drapiert. Sie kratzt ordentlich!
Weitere Entdeckungen waren die Rue de la Scellerie und die Rue Colbert mit kleinen Fachgeschäften und diversen Restaurants und Bars. Am ersten Abend waren wir eingeladen in das „Mao“ Restaurant auf der Avenue de Grammont. Der Name ist zwar chinesisch, die Küche aber thailändisch-französisch. Wir haben sehr gut gegessen.
Am zweiten Abend besuchten wir ein Konzert der Analogues, ein Konzert, das in Deutschland aus verschiedenen Gründen viermal abgesagt worden war und wir nun hier die Chance nutzten unsere alten Tickets einzulösen und die Gruppe zum dritten Mal zu sehen. Wieder ein „Erste Sahne“ Konzert. (Besprechung des ersten Konzerts s.u., dieses Mal spielten die Gruppe u.a. die Platte „Abbey Road“). Das Konzert fand im Centre International de Congrès Vinci statt, einer sehr modernen Halle direkt gegenüber des altehrwürdigen Bahnhofs.
Nach dem Konzert machten wir noch einen kleinen Rundgang und kamen am Rathaus und am Justizpalast vorbei.
Tours bietet sich für ein langes Wochenende oder als Standort für eine Besichtigung des Loiretals bestens an. Da wir unsere Reise abbrechen mussten, kann ich Ihnen am Donnerstag nur einen kleinen Appetithappen für einen Loire-Aufenthalt bieten.
Nach vielen Jahren besuchten wir gestern mal wieder den Duisburger Kantpark. Momentan findet man hier viele Kastanien, verstreut zwischen den berühmten Skulpturen, die immer wieder neue Fotomotive bieten. Vielleicht ein Tipp für ein Ausflug am Wochenende? Hier ein paar Schnappschüsse:
Prophet und Prophetin (Das Kunstwerk heißt „Der Prophet“ und wurde 1961 v0n Kenneth Armitage erschaffen)
Hier, wie auch an diversen anderen Skulpturen, fanden wir leider keine Erklärungstafeln.
Spaß machte es auch, Spiegelungen in den Fenstern des Museums zu fotografieren:
In Güdderath (Stadtteil von Mönchengladbach) steht ein Bunker. Er wurde von dem Künstlerpaar Zdzislawa Worozanska-Sacher und Bernhard Petz vor einigen Jahr gekauft. Nach sieben Jahren Umbauzeit fingen die beiden vor vier Jahren an, ihre Räume der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie laden im August/September zu Konzerten unter dem Motto „Die Herbstzeitlose“ ein
und am Tag der offenen Tür konnte man im August den Konzertsaal, die Museumsräume und den Garten auf dem Bunker besichtigen.
Links der Bunker von außen, rechts oben der Konzertsaal mit Plätzen für ca. 80 Personen. In der Mitte einer der Ausstellungsräume, unten der Garten auf dem Bunker, im Hintergrund das Wohnhaus.
Neben den Werken des Künstlers Hardin Plischki, konnte man auch Skulpturen und Installationen der Bunkereigentümer besichtigen.
Rechts oben ein Beispiel eines Krawattenkunstwerks, eine Spezialität von Frau Worozanska-Sacher , Herr Petz ist Musiker und Bildhauer.
Ab nächstes Jahr soll es offizielle Führungen geben, bei denen das Künstlerpaar dann auch Stellung zu seinen Kunstwerken nimmt. Im Bunker herrscht die konstante Temperatur von 19 Grad. Ein kühler Ort im Sommer 2023…
Wir besuchten im August Kassel für zwei Tage. Wegen der Documenta? Nein. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, das Konzept der diesjährigen Documenta zu verstehen und mir jedes Infofitzelchem im Internet durchgelesen, aber keine Aktion oder Ausstellung weckte mein Interesse. Nein der Hauptgrund war der Bergpark im Stadtteil Bad Wilhelmshöhe. Er gehört seit 2013 zum Unesco Weltkulturerbe.
Der Grund für diese Auszeichnung sind u.a. seine Wasserspiele. Am Mittwochnachmittag und an Wochenenden kann man Zeuge dieses 1 1/2 stündigen nassen Spektakels werden. Um 14.30 Uhr beginnt das Wasser oben auf der Höhe bei der Herkulessäule zu fließen.
Man läuft ca. 2,2 Kilometer zusammen mit vielen anderen Menschen den Berg hinunter und kommt dabei an weiteren vier eindrucksvollen Wasserspielen vorbei.
Oben links die Herkulessäuke, daneben die großen Kaskaden unterhalb der Säule. Unten links die Fontäne am Ende der Wasserspiele, rechts daneben der Äquadukt.
Am Ende des Spaziergangs wird man von der großen Fontäne verabschiedet und kann sich im Café von Schloss Wilhelmshöhe stärken. Wer mag, kann danach den Museumsteil des Schlosses besuchen.
Wir waren aus Zeitgründen nur im Teil für antike Fundstücke. Es gibt z.B. noch Räume, in denen ein Teil der Grafiksammlung gezeigt wird, „Alte Meister“ werden präsentiert und eine Sonderausstellung gehört ebenfalls zum Museumsangebot.
Wenn man den Wasserspielen folgt, sieht man nur von weitem die imposante Löwenburg Ruine. Diese sahen wir uns nach der Kaffeepause noch einmal genauer an, denn sie war schön häufiger Filmkulisse.
Am 2. Tag besuchten wir morgens die Neue Galerie oberhalb der Karlsaue. Ein bisschen Documenta wollten wir dann doch erleben und in diesem Museum wird in einem Flügel die Geschichte der Documenta präsentiert. Man findet Ausstellungsstücke von früher, Modelle von großen Installationen und Beschreibungen über die Intentionen der einzelnen Ausstellungen. Das war sehr interessant, da parallel dazu jeweils eine Fotoreihe verdeutlichte, was in den einzelnen Jahren die Welt politisch und gesellschaftlich bewegte.
Oben links das Gebäude des Museums, unten rechts ein schöner Gang. Kleines Rätsel: Welche Stadt sieht man oben rechts auf dem Bild? Die Lösung steht am Ende des Beitrags!
In dem Museum gibt es dann noch Räume mit Kunst ab 1800 und eine Ausstellung ist dem Gründer der Dokumenta Arnold Bode gewidmet. Er war u.a. auch Künstler.
Kassel als Ferienort? Das können wir uns gut vorstellen! Es gibt in der Stadt noch viele andere Besichtigungspunkte. (Beispielsweise das Gebrüder Grimm Museum, auch toll für Kinder). Die Stadt hat eine Reihe von grünen Ausflugszielen. ( Neben der Wilhelmshöhe gibt es z.B. die Fulda Auen). Was Kassel als Ferienstandort attraktiv macht, ist aber auch sein Umland. Nicht weit liegen Göttingen, Hann.-Münden oder Höxter mit der Klosteranlage Corvey. (Und 2023 mit Landesgartenschau). Wir hatten zwei Ziele außerhalb von Kassel. Zuerst steuerten wir das Schloss Wilhelmsthal an.
Wir machten eine Führung mit, die sehr aufschlussreich war. Das Schloss aus der Rokokozeit wurde durch Kriege nicht beschädigt und war nur sieben Jahre bewohnt. Wer einen Faible für handwerkliches Können auf allerhöchstem Niveau hat, dem sei ein Besuch des Schlosses empfohlen.
Anschließend fuhren wir zur Hansestadt Warburg, die für ihre alten schönen Fachwerkhäuser in der Alt- und Neustadt bekannt ist.
Sie möchten noch mehr Anregungen bekommen? Ich lieh mir diesen Dumontatlas in der Bücherei aus und bekam noch neue Urlaubsideen.
Lösung: Auf dem Bild sieht man die Anfänge von Paris!
„Was gibt es denn in Hamm zu sehen?“ fragten uns schon mehrere Bekannte. Und wenn wir dann anfangen zu erzählen, staunen sie- mal mehr, mal weniger. Nachdem ich Ihnen im ersten Teil den Hindutmpel und den Maximilianpark vorgestellt habe, komme ich heute zu der Kurstadt Hamm. Es gibt einen Stadtteil, der heißt „Bad Hamm“ und hier findet man ein Kurhaus, einen Kurpark und ein Gradierwerk. Daneben noch Häuser, in denen Anwendungen für eine bessere Gesundheit angeboten werden. Bedingt durch fehlenden Regen, hatte der Park schon ein herbstliches Flair, aber die Lage am Datteln-Hamm-Kanal gefiel mir sehr.
Nach einem schönen Spaziergang fuhren wir mit dem Bus zurück zum Hammer Bahnhof.
Dabei machten wir gleichzeitig ein kleine Innenstadt-Rundfahrt und kamen am Marktplatz mit der Pauluskirche oder an der Lutherkirche vorbei. Zwischen den modernen Bauklötzen tauchten immer wieder alte Fachwerkhäuser auf und ein kleines Altstadt-Häuserensemble ist auch zu besichtigen. Wegen der Hitze verzichteten wir allerdings darauf und gingen in das Gustav-Lübcke-Museum, das in der Nähe des Bahnhofs liegt. Das Museum ist eine weitere Perle in der Museumslandschaft des Ruhrgebiets.
Auf zwei Ebenen kann man viel über die Geschichte Hamms erfahren und es werden verschiedene Handwerkskünste vorgestellt.
Innovative Kleidungsstücke aus Papier in historischem Ambiente
Neben regionalen archäologischen Fundstücken widmet man sich in diesem Museum auch ausführlich der ägyptischen Kunst. Eine andere Ebene ist für Wechselausstellungen reserviert. Noch bis zum 23. Januar 2023 werden u.a. Kunstwerke aus Papier gezeigt und diese Exponate sind *****!
Oben links: Raten Sie, was die Grundlage für die Maske ist? Eine Toilettenpapierrolle!Darunter ein sehr großer Scherenschnitt. Rechts oben, ein weiteres Kleidungsstück aus Papier, darunter eine Wandskulptur.
Alles quasi vor der Haustür – ist das nicht toll?
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