Snooker live erleben-Wettkämpfe und „Zaubertricks“

Bevor ich mit dem neuen Beitrag starte: Letzte Woche hatte ich leider plötzlich technische Probleme und konnte den Artikel „Bretagne 2“ nicht beenden. Sollten Sie sich also gewundert haben, dass der Beitrag strubbelig war… Er ist inzwischen vollständig und ich habe ihn noch ergänzt. Vielleicht lesen Sie ihn ein zweites Mal?

Thema Snooker:

Am Samstag besuchten mein Mann und ich diese Veranstaltung in Hamm:

Durch Zufall sahen wir im Fernsehen Anfang Mai die Snooker-WM in Sheffield. Die Kämpfe waren so spannend, dass wir die Gelegenheit wahrnahmen, Akteure live zu erleben. Und es waren besondere Spieler! Jeder von ihnen war einmal oder mehrmals Weltmeister, ganz besonders Steve Davis (der Herr unter dem E) dominierte den Snookersport in den 80er Jahren.
Ca. drei Stunden tauchten wir ein in die Welt des Snookers. Ralf Kalb moderierte die Veranstaltung und er und auch die Spieler erzählten einige Anekdoten aus ihrem ereignisreichen Snookerleben.
In der ersten Runde, Frame genannt, spielten die vier gegeneinander. Besonders die beiden älteren Spieler, Steve Davis und Dennis Taylor, garnierten ihre Beiträge mit viel englischem Humor. Bei allen Teilnehmern blitzte immer wieder ihr großes Können auf und das Publikum hatte hier schon mehrmals Grund, frenetisch zu klatschen.


Im zweiten Frame stellten Davis und Taylor ihr legendäres Endspiel von 1985 nach, in dem Taylor den bis dahin unangefochtenen Weltmeister Davis vom Thron stieß.
Nach der Pause wurde es dann ernst, die beiden „Youngster“ Ken Doherty und Stephen Hendry spielten ernsthaft eine Partie, bei der an diesem Nachmittag Hendry beeindruckend dominierte – 108 zu 15 war das Ergebnis für den Schotten.

Ken Doherty hatte an diesem Nachmittag keine Chance
Stephen Hendry war ehrgeizig…Er hat auf YouTube übrigens einen eigenen Kanal zum Thema Snooker.

Bis zu diesem Zeitpunkt agierte die in der Snookerwelt berühmte Michaela Tabb als Schiedsrichterin. Sie war die erste Frau, die 2009 und 2012 das Endspiel einer Snooker-Weltmeisterschaft leitete, erst 2025 wurde zum dritten Mal wieder eine Frau eingesetzt. (Die auf dem Plakat zu sehende Maike Kessler war nicht dabei).


Im vierten Frame stellte ich mir schließlich die Frage, ob ich eine neue Brille brauche. Davis und Taylor zeigten sogenannte Trick Shots, bei denen die wahre Meisterschaft noch einmal besonders zur Geltung kam. Manchmal wurden dabei physikalische Gesetze in Frage gestellt.

Steve Davis versucht à là Dartsweltmeister Luke Littler mit einer Hand einen spektakulären Stoß.
Dennis Taylor bereitet seinen ersten Trick Shot vor.
Was hat Dennis Taylor hier vor? Sehen Sie sich dieses Video an:

https://youtube.com/shorts/VVuyjN3WD8M?si=CDC3Nr5XVR8fDls-

Wir verlebten einen sehr schönen Nachmittag, was die Veranstaltung angeht und ich würde sie jederzeit ein zweites Mal besuchen. Allerdings nicht in Hamm, denn hier ging es teilweise recht unprofessionell zu und man musste sich anstrengen, nicht die gute Laune zu verlieren.



Kurstadt Hamm (Teil 2)

„Was gibt es denn in Hamm zu sehen?“ fragten uns schon mehrere Bekannte. Und wenn wir dann anfangen zu erzählen, staunen sie- mal mehr, mal weniger.
Nachdem ich Ihnen im ersten Teil den Hindutempel und den Maximilianpark vorgestellt habe, komme ich heute zu der Kurstadt Hamm. Es gibt einen Stadtteil, der heißt „Bad Hamm“ und hier findet man ein Kurhaus, einen Kurpark und ein Gradierwerk. Daneben noch Häuser, in denen Anwendungen für eine bessere Gesundheit angeboten werden. Bedingt durch fehlenden Regen, hatte der Park schon ein herbstliches Flair, aber die Lage am Datteln-Hamm-Kanal gefiel mir sehr.

Nach einem schönen Spaziergang fuhren wir mit dem Bus zurück zum Hammer Bahnhof.

Dabei machten wir gleichzeitig ein kleine Innenstadt-Rundfahrt und kamen am Marktplatz mit der Pauluskirche oder an der Lutherkirche vorbei. Zwischen den modernen Bauklötzen tauchten immer wieder alte Fachwerkhäuser auf und ein kleines Altstadt-Häuserensemble ist auch zu besichtigen. Wegen der Hitze verzichteten wir allerdings darauf und gingen in das Gustav-Lübcke-Museum, das in der Nähe des Bahnhofs liegt.
Das Museum ist eine weitere Perle in der Museumslandschaft des Ruhrgebiets.

Auf zwei Ebenen kann man viel über die Geschichte Hamms erfahren und es werden verschiedene Handwerkskünste vorgestellt.

Innovative Kleidungsstücke aus Papier in historischem Ambiente

Neben regionalen archäologischen Fundstücken widmet man sich in diesem Museum auch ausführlich der ägyptischen Kunst. Eine andere Ebene ist für Wechselausstellungen reserviert. Noch bis zum 23. Januar 2023 werden u.a. Kunstwerke aus Papier gezeigt und diese Exponate sind *****!

Oben links: Raten Sie, was die Grundlage für die Maske ist? Eine Toilettenpapierrolle!Darunter ein sehr großer Scherenschnitt. Rechts oben, ein weiteres Kleidungsstück aus Papier, darunter eine Wandskulptur.

Alles quasi vor der Haustür – ist das nicht toll?

Ein Hammer Tag- Ausflug Teil 1

Das Wortspiel ist zu verführerisch, um es nicht zu verwenden, zumal wenn es Ausflug nach Hamm wirklich großartig war.
Wir fuhren von Duisburg aus mit der Bahn zum Hammer Hauptbahnhof und von dort mit dem Bus zur Endhaltestelle Uentrop. Hier erwartete uns ein dörflicher Stadtteil, der ein bisschen etwas von „Lost Place“ hatte. (Keine öffentliche Toilette, falls Sie suchen sollten).

Viel Industrie und plötzlich…

steht man vor dem Sri Kamadchi Ampal Tempel. Er ist der zweitgrößte hinduistische Tempel Europas. Die Besichtigung (bis 13 Uhr) katapultierte uns sofort ganz weit weg vom schnöden Alltag.

Wer mehr über den Tempel und Hinduismus in Deutschland erfahren möchte, dem empfehle ich diese Fernsehsendung:

https://www.zdf.de/gesellschaft/sonntags/deutschlands-groesster-hindutempel—spurensuche-in-hamm-100.html

Auf dem Weg zurück in die Hammer Innenstadt legten wir einen Halt im Maximilianpark ein. Sein Markenzeichen ist der gläserne Elefant. Ihn besuchten wir zuerst.

Ist man im Elefant, kann man mit einem Fahrstuhl nach oben fahren und hat von oben eine gute Aussicht. Im Inneren befinden sich eine Kunstgalerie, ein Café und diverse Figuren, die sich auf Knopfdruck bewegen, wie beispielsweise unten der Palmenputzer und oben das durstige Huhn.

Ein zweites Highlight ist das Schmetterlingshaus.

Für Kinder ist dieser Park besonders attraktiv, denn es gibt ganz unterschiedliche Spielplätze, die großzügig angelegt sind. Wer Blumen liebt, wird hier mit beeindruckenden Blumenbeeten ( alle gut beschriftet!) verwöhnt.

Oben links: Ein Herbstbeet, u.a. mit insektenfreundlichen Köcherblume, Staubdenlobelie, Feuer-und Mehlsalbei.
Links unten: Ein kleiner Ausschnitte eines 2000qm großen Areals, in denen 70 verschiedene Stauden und Gräser von dem bekannten holländischen Gartenarchitekten Piet Oudolf gepflanzt wurden.
Rechts daneben: Ebenfalls nur ein kleiner Ausschnitt des großen Rosengartens.
Es gibt außerdem noch einen Kräuter,- Apotheker- und. garten.

Da wir in Hamm noch zwei andere Besichtigungspunkte ansteuern wollten, sahen wir im Park nicht alles. Nicht schlimm, denn eine Fahrt im nächsten Frühjahr ist schon vorgemerkt. Vielleicht verbinden wir diese dann auch noch mit der Besichtigung einer besonderen Ausstellung oder dem Besuch einer Veranstaltung im Park. Hier ist immer etwas los. (Momentan läuft z.B. eine Playmobilausstellung und eine Freilichtausstellung zum Thema „Leben in der Arktis).

Fortsetzung folgt nächst Woche!