Eine Ausstellung für schlechte Laune und Regenwetter

Noch bis zum 5.2.2023 läuft im Düsseldorfer NRW-Forum die Ausstellung „Wonderwalls“. Wir besuchten sie an einem trüben Donnerstag, sie ist an diesem Tag bis 21 Uhr geöffnet. In der Ausstellung werden eine Auswahl von Spielzeugen gezeigt, die von Künstlern gestaltet wurden, sogenannte „Designer Toys“ und man bekommt einen Überblick über die Geschichte der „Street Art“. Die Exponate stammen aus der Sammlung des Düsseldorfers Selim Varol, der in den 70er Jahren zu sammeln begann und inzwischen über 10000 Stücke besitzt.
Schon der erste Raum bietet mit unzähligen Figuren ein Farbspektakel. Figuren in Schaukästen erinnern an Wimmelbilder, andere werden wie eine Ahnengalerie präsentiert.

Für den nächsten Raum braucht man eine Extraportion Zeit, denn hier sind die „Be@rbricks“ von Tatsushiko Akashi und Kunst-Skateboards von Craig R. Stecyk III zu entdecken.

Links oben: Be@rbricks Coco Chanel und Karl Lagerfeld (vor seiner Diät um die Jahrtausenwende)

Diese Kunstszene habe ich bisher nicht als solche wahrgenommen und ich lernte einige neue Künstler kennen und schätzen.

Der zweite Teil der Ausstellung zeigte die breite Palette von bekannten Street Art Künstlern wie z.B. Werke Banksy, JR, Swoon, Shepard Fairey oder Blek le Rat.

Oben ein Werk von Banksi, darunter links „Woodstock“ von Stefan Marx, in der Mitte „Ohne Titel“ von Phil Frost und rechts Teilansicht des Fußbodens im dritten Ausstellungsraum

„Wonderwalls““ bietet die Chance, von der Vielfältigkeit der künstlerischen Ausdrucksweise bei Street Art überrascht zu werden, sich am Witz von Werken zu erfreuen und über unseren Alltag nachzudenken.
Wer sich mehr mit dieser Kunstszene beschäftigen möchte, dem kann ich den Ausstellungskatalog aus dem Kettler Verlag wärmstens empfehlen:

Die Kreativmaschine

Am 22.Januar fing ich mit meinem 365 Tage Projekt an, bei dem ich jeden Tag ein eigenes Bild an dieser Stelle veröffentliche. Heute ist die Zahl 100 erreicht, für mich ein Anlass, eine kleine Rückschau zu halten.
Ich habe mich bei diesem Prozess selbst beobachtet und war immer wieder verwundert, woher plötzlich die Ideen kamen. Nur sehr wenige Bilder sind geplant gewesen, die meisten entstanden spontan. Was geht da in meinem Kopf vor?
Keine Beschränkung bei der Themenauswahl und jede Freiheit der Gestaltung, so sind unter den 100 Bildern mit der Hand Gemaltes, Gezeichnetes, Gestempeltes, reine digitale Motive und am Computer bearbeitete Fotografien. Der größte Teil der Bilder ist aber eine Mischform aus Hand und Computer.
Der schönste Moment bei jeden Bild ist, wenn mein Bauchgefühl mir sagt: „Jetzt ist es fertig!“- sehr befriedigend.
Ich sehe mir immer mal wieder die ersten Bilder an, an jedem hängt auch die Erinnerung, unter welchen Umständen es entstanden ist. So kann ich sagen, dass die letzten 100 Tage durch dieses Projekt für mich etwas Besonderes sind.

Um die 100 Tage aber noch besser zu verstehen, las ich in den letzten Tagen dieses Buch:

Die beiden Autoren sind Zwillinge und kommen aus Bayern, wo sie in ihrem Atelier als freie Künstler arbeiten. Eines Tages hatte einer von ihnen die Idee, seinen Kopf mit Bleistift zu zeichnen. Dieses Bild werden die beiden im Laufe der nächsten Monate so häufig verändern, dass über 1000 Varianten entstehen. Sie nannten das Projekt „Nea Machina“. Auch mit den Buchstaben von „Nea Machina“ experimentieren sie und erfinden zig neue Schriften.
Beide wollten wissen, wie der Kopf, der Bauch, die Hand und der Computer zusammenarbeiten, um diese Vielfalt an Ideen produzieren zu können und analysieren bei jedem Bild die Entstehung physisch und psychisch.
In dem Buch wechseln sich Kapitel über theoretische Erkenntnisse mit Kapiteln über kreative Möglichkeiten ab. Ich erkannte meine Gedanken und den Entstehungsprozess bei einem Bild öfter wieder.
Hirn aus-MACHEN! steht an jedem Anfang. Lass den Bauch zuerst spielen, dann den Kopf als Kaffeesatzleser arbeiten, das bringt dir immer ein Ergebnis. Wechsle ab zwischen Hand und Computer, zwischen Anstrengung und Erholung, mixe wild die Arbeitstechniken und neue Ideen fliegen dir nur so zu!

Alternative zum Weihnachtsmarkt?

Am Samstag waren mein Mann und ich in Köln zum “Holy Shit Shopping” in den altehrwürdigen Sartory Sälen ( zu diesem Veranstaltungsort gibt es Interessantes zu lesen https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sartory-Säle ). Es  wird damit geworben, dass junge Designer ihre Produkte ausstellen, für uns hieß das: Chance, außergewöhnliche Weihnachtsgeschenke zu finden oder etwas, mit dem man sich selbst mal belohnen kann.

Satoriushallen

Um 12 Uhr ging es los, um 13 Uhr waren wir wieder draußen. Nicht weil die Ausstellfläche klein war, nein, es waren quasi drei Hallen, aber das Angebot war doch eher enttäuschend. Was gab es? Kleidung, Schmuck, Taschen, Flüssiges und Essbares, Dekorationsartikel, Stempel, Karten und Kunst. Alles nett, aber nicht so pfiffig, dass man an einem Stand staunend länger verweilte. Also keine überzeugende Alternative zu den üblichen Weihnachtsmarktangeboten.

Wir wollten aber nicht mit leeren Händen wegfahren und so kaufte ich mir einen Ministempel und diese Flasche:

Dinkelbrot

 

Man muss den Inhalt in eine Schüssel mit 600 ml lauwarmes Wasser schütten und aus der Masse einen Teig kneten. Diesen eine Stunde stehen lassen, dann daraus kleine Brote formen und aufbacken. Das werde ich übernächste Woche ausprobieren.

 

Das war es fast für dieses Jahr

Meinen Kalender musste ich in letzte Woche ganz schön aufräumen und diverse Vorhaben auf 2017 verschieben. Geburtstagseinladungen, zwei Konzerte, ein Theaterbesuch, alles immer freitags…Aber wenn jetzt demnächst die dunklen Wintermonate kommen, wird mir dann der Blick auf den Kalender bestimmt gute Laune und Vorfreude bescheren.

Einen “Wintertermin” an einem Samstag im November habe ich noch hinzugefügt. Schon mal was von HOLY.SHIT.SHOPPING in Köln gehört?