Apps für Garageband (2)

Anfang Januar beschrieb ich Ihnen meine Anfänge mit der Musiksoftware Garageband. Dieser Artikel wurde überdurchschnittlich oft angeklickt und das ermutigt mich, einen weiteren Artikel zu diesem Thema zu verfassen.
Garageband bietet eine Unmenge von Möglichkeiten, selber Lieder zu komponieren. Aber trotzdem merkt man schon nach kurzer Zeit, dass die ein oder andere Möglichkeit doch fehlt und man macht sich auf die Suche, ob es evtl. Apps gibt, die weiterhelfen und die mit Garageband kompatibel sind. Ich stöberte auf YouTube und in einem deutschen Garageband-Forum und bekam allgemeine Empfehlungen für nützliche Apps. Diese probierte ich aus. Hier ein paar Anwendungen, die alle kostenlos, sehr nützlich oder nützlich sind oder einfach nur Spaß machen.

Sehr nützlich: Die App „Audio Share“: Wenn man in anderen Apps etwas Musikalisches produziert hat, sei es ein Beat, ein Gesang usw., kann man dies als Datei in Audie Share speichern und beim Arbeiten in Garageband darauf zugreifen. Ich habe es teilweise nicht geschafft, solche Dateien direkt in Garageband abzuspeichern und bei Audio Share funktionierte es bisher immer.

Sehr nützlich: Die App AudioKit Synth One. In Garageband gibt es zig vorgefertigte Taktfolgen von Synthesizermusik. Bis ich da das Passende finde, dass zu meinen eigenen Stücken passt, stelle ich mir lieber etwas selber zusammen und das funktioniert mit dieser App wunderbar. Sehr leicht bedienbar.

Nützlich: Die App „Figure“. Diese App habe ich mir auf mein Handy geladen. Wenn man unterwegs ist und man hört eine Tonfolge, die einem gefällt oder man hat plötzlich eine Idee, kann man diese Idee schon in Drums, Bass oder Leads festhalten.

Kostenlose Apps, die Spaß machen und die man auch ausprobieren kann, wenn man sonst nichts mit Musik am Kopf hat:

Bei der App „Cycle“ gibt es nur schwarz oder weiß. Entweder man liebt sie oder man weiß nichts mit ihr anzufangen. Ich zitiere mal die Beschreibung: „Cycle is a time lag accumulator – a musical system that repeats the notes you play over and over until they gradually fade into silence. It’s a simple but very powerful idea, allowing you easily create fascinating and often unexpected sonic textures. Cycle can be a delightful meditative experience.“
Mich hypnotisiert diese Musik und ich finde sie inspirierend.

Mit der App „TC-Performer“kann man ebenfalls Sphärenmusik erschaffen- ein schönes Spielzeug!

Die App „Voice Plus“: Wer mit seiner Stimme spielen möchte, der ist bei dieser App richtig. Man hat ca. 50 Möglichkeiten, seine eigene Stimme zu verzerren oder ihr einen „neuen Look“ zu verpassen und sie beispielsweise wie ein Gespenst, Lord Helmchen oder wie ein Chor klingen zu lassen.

Zum Schluss ein Lied, in dem ich u.a. die App „Voice plus“ benutzt habe. Das Lied heißt „Hamsterrad“, eine Erinnerung an meine Berufstätigkeit. In den Ferien war ich entspannt und voller Optimismus, meine Arbeit gut und gerne zu schaffen, nach dem Urlaub bin ich dann sehr schnell wieder in den alltäglichen Trott gefallen und befand mich im Hamsterrad, aus dem ich nicht heraus kam. Neben „Voice plus“ benutzte ich bei Garageband das Grand Piano, Drums So Cal, Bel Echo Arp, Grimey Funk, Cinematic und Upright bei den Streichern und Speaking in Dreams Reverse Piano 01.

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Bald kommen sie wieder zurück

Im letzten Herbst erzählte ich Ihnen von einem Ausflug zu den Kranich-Rastplätzen in der Umgebung von Diepholz. Mich hat dieser Besuch sehr beeindruckt und ich wollte mehr über Kraniche wissen. In der Stadtbücherei fand ich dieses Buch:

Kraniche leben, abgesehen von der Antarktis und Südamerika, überall auf der Welt. Der Autor Christopher Schmidt hat die Welt bereist und lernte dabei alle 15 Kranicharten kennen und beobachtete sie ausgiebig. Aber anstatt zu fotografieren, brachte er Aquarellbilder von seinen Reisen mit und diese ergänzen seine Texte in diesem Buch auf ganz bezaubernde Weise.

Im ersten Teil des Buches wird Allgemeinwissen über Kraniche vermittelt, wie z.B. Körperbau, Federkleid, Nahrungsaufnahme, Flugverhalten, Paarung, Brutzeit und Aufzucht des Nachwuchses. Auch geht er hier schon auf die allgemeine Bedrohung des Aussterbens der Kraniche ein, wie beispielsweise durch die immer geringer werdende Anzahl von geeigneten Brutplätzen oder dem Wegfall von Nahrungsangeboten. Abgerundet wird der erste Teil durch einen kleinen Ausflug in die Mythologie der Kraniche. Über diese Vögel gibt es unzählige Legenden, Märchen und Überlieferungen, die ein eigenes Buch füllen könnten.

Teil 2 des Buches stellt die fünfzehn Kranicharten im Einzelnen vor. Man erkennt schnell: Kranich ist nicht gleich Kranich. Im Aussehen gibt es Unterscheidungen, die eine Art liebt das Feuchte, die andere lebt in der Steppe. Eine fliegt am liebsten gar nicht, die andere schafft locker mehrere tausend Kilometer an Distanz, Jungfernkraniche fliegen bis in zu 8000 m Höhe, wenn sie den Himalaya überqueren. Bei jeder Kranichart geht der Autor noch einmal detailliert auf die Gefährdung dieser Art ein. Er nennt weitere Gründe, zeigt aber auch auf, welche Gegenmaßnahmen in den letzten Jahren eingeleitet wurden, um das Aussterben aufzuhalten.

Bei Lesen des dritten Teils ist mir das Herz aufgegangen. Christopher Schmidt lebt an der Ostsee in der Nähe von Brutplätzen einiger Graukraniche. Er beschreibt seine Beobachtungen während eines Jahres so liebevoll und man spürt, wie sehr Schmidt der Natur verbunden ist. Er kennt sich auch bei anderen Vogelarten sehr gut aus, weiß Pflanzen und Schmetterlinge zu bestimmen.
Das Lesen und Verweilen in diesem Buch ist genau das Richtige bei winterlichem Schmuddelwetterblues oder wenn man in die Schönheit und die Geheimnisse der Natur versinken möchte.