Karambolage (Französischstunde Nr.26)

Wenn Sie die Sendung „Karambolage“ auf ARTE kennen, wenn Sie wie ich Fan dieser Sendung sind und dazu noch in Duisburg und Umgebung wohnen, dann interessiert Sie vielleicht folgende Veranstaltung der Duisburger VHS:

Für alle, die die Sendung „Karambolage“ nicht kennen, hier die Kurzdefinition aus Wikipedia:
Karambolage ist eine Fernsehsendung auf Arte, konzipiert von der französischen Filmemacherin Claire Doutriaux, in der wöchentlich deutsch-französische Eigenheiten und Kuriositäten auf künstlerische, humorvolle und experimentelle Art und Weise vorgestellt und erklärt werden. Seit September 2018 wird die Sendung in Deutschland sonntags um 18.55 Uhr auf Arte im Mehrkanalton (deutsch/französisch) ausgestrahlt, in Frankreich um 20.35 Uhr. Sie dauert ungefähr 11 Minuten. 

Für alle, die Karambolage kennen und der französischen Sprache zugeneigt sind, hier ein Hinweis: Es gibt über 300 der kurzen Erklärungsfilme auf YouTube auch in französischer Sprache. Sehr schön, um Französisch zu üben. Zwei Beispiele, passend zu den heißen Tagen:

Für alle, die wissen wollen, woher ich das weiß, dass man sich diese Filme auf YouTube ansehen kann:

Ich habe im Newsletter von

darüber gelesen. Jedes Mal ist es eine Freude, den Newsletter von der deutsch-französischen Gesellschaft zu lesen. Die Artikel sind mal in deutscher, mal in französischer Sprache geschrieben und bieten Informationen für alle „Frankophile oder Frankophone.

Alors, nous nous voyons chez Madame Doutriaux?

Erstaunlich und erstaunlich

Seit Anfang der Woche bietet die Duisburger VHS jeweils um 19 Uhr ein „Webinar“ an. Es wird zu ganz verschiedenen Themen via Internet ein Vortrag von ca. 20 Minuten gehalten, danach kann man an den Moderator und den Referenten Fragen stellen. Ich nahm vorgestern und gestern teil und bin begeistert. Endlich mal eine etwas andere Art von Kulturimput! Vorgestern befasste sich Axel Voss mit dem Bild „Melencolia I“ von Albrecht Dürer, gestern nahm Wolfgang Schwarzer die Besucher mit auf eine Fahrt durch Paris mit der Metro Ligne Nr. 1. Die Endstation war das Château de Vincennes, von dem ich bisher noch nie gehört hatte. Zwei erstaunliche Abende, die sehr viel Lust auf weitere Vorträge machten. (Nächste Woche geht es weiter, am Mittwoch gibt es z.B. einen Rundgang durch Berlin. Jeder kann sich beteiligen, man muss sich vorher nur über die Seite der der VHS Duisburg anmelden.)

Als ganz anders erstaunlich empfand ich folgende Momente:

Erstaunlich…. wenn ein solches Horoskop jetzt erscheint:

Zwillinge 21.5. – 21.6.

Sie verspüren im Augenblick große Reiselust. Setzen Sie diese doch einfach einmal in die Tat um.

oder

…wenn in einer Apotheke eine Kundin zwei Masken kauft und dabei erzählt, dass im Radio gerade verkündet wurde, dass ab Montag in NRW das Tragen von Masken zur Pflicht wird. Eine andere Kundin meint daraufhin: „Das ist aber auch vernünftig!“ Pause „Aber ich werde keine tragen.“

Schade.

Das Quiz zum Quiz

Diese Woche waren wir bei einem Vortrag in der Duisburger Volkshochschule zum Thema „Quiz“. Der Redner war Sebastian Jacoby aus Duisburg, den einige von Ihnen vielleicht von der Quizsendung „Gefragt, gejagt“ kennen.

Das waren die Themen, dazu gab es noch ein bisschen Geschichte. Deshalb gibt es heute ein kleines Quiz über das Quiz.

Aber erst noch die Auflösungen vom letzten Samstag, die da lauten:

  1. Autor eines Vogelbestimmungsbuches
  2. Wattenscheid
  3. dreimal
  4. Das Auto, das sich sieben Mal überschlug
  5. 60

Und hier sind die neuen Fragen. Diesmal gibt es kein Multiple Choice Verfahren, es geht um reines Wissen.

Wie heißt in der deutschen Sprache die Mehrzahl von Quiz?

Welches ist (alle deutschen Sender sollen berücksichtigt werden) die älteste Quizzshow, die bis heute noch läuft?

Setzen Sie aus diesen Silben die Titel von sechs Quizzshows zusammen:

Schätzen Sie die Mitgliederzahl des „Deutschen Quizvereins“! (Stand Dezember 2019).

Und zum Schluss eine „normale“ Quizfrage:

Was ist im botanischen Sinne keine Beere? Banane-Blaubeere-Holunderbeere-Melone-Gurke

Bis zum nächsten Gehirnjogging!

Venlo- Des Tanzes wegen

Letzte Woche hatte ich das Glück, bei der Duisburger VHS einen Platz für eine Fahrt zum Tanztheater nach Venlo zu ergattern. Diese Fahrt wird schon seit mehreren Jahren angeboten und es gibt eine große Gruppe „Stammbesucher“, die jedes Mal mitfahren.

In den 70er Jahren hatte ich mehrere Balletts von Pina Bausch in Wuppertal mit großer Begeisterung gesehen, aber dann war bei mir, aus welchen Gründen auch immer, die Ballettluft heraus und so war dieser Abend nach Jahrzehnten erstmals wieder ein Begegnung mit dem Tanz. Besonders reizvoll fand ich, dass vier kürzere Stücke (20-35 Minuten) von vier verschieden Choreographen unter dem Titel „Settle for More“ aufgeführt wurden. Die Tanztruppe war das „Nederlands Dans Theater“ mit z.T. noch sehr jungen Akteuren (17-23 Jahre).

Ein verantwortlicher Choreograph war der Grandseigneur der niederländischen Tanzszene Hans van Manen. In seinem Stück fanden sich die meisten Elemente aus dem klassischen Tanztheater. Schön, aber nicht so hinreißend wie die Vorführungen von Marco Goecke und Felix Landerer. Beim Ballett von Marco Goecke wurde indische Musik von Ravi Shankar als Grundlage genommen und die Bewegungen der Tänzer erinnerten an Bilder indischer Götter mit vielen Armen und Beinen. Ich konnte es beim Zusehen nicht fassen, welche Bewegungen man mit seinen Beinen und Händen machen kann. Das Stück von Felix Landerer war ebenso erstaunlich ob der Bewegungsabläufe, aber hier kam noch die Musik von Christoph Littmann dazu. Tanz und Musik erinnerten an Huxleys „Schöne neue Welt“ und waren faszinierend unheimlich. Bleibt noch der Tanz von Bryan Arias zu erwähnen, der von der Modernität an den Landerers erinnerte, auch sehr gut, aber verursachte keine Gänsehaut.

Die beiden folgenden Videos sind beide wirklich nur ein Eindrucksschnipsel vom gezeigten Können an diesem Abend. NDT, so die Abkürzung der Tanzformation, tritt in vielen holländischen Städten auf, hier geht es zu der Homepage:

https://www.ndt.nl/en/tickets/events.html

Nächste Woche werde ich das Thema Ballett noch einmal aufgreifen. Morgen mache ich aber erst einmal eine Pause, zum Wochenende gibt es dann wieder etwas Knobeliges.

Fotokünstler?

Bevor ich loslege, möchte ich mich noch für die gestrige Panne entschuldigen. Bis ca. morgens um 6 Uhr wurde nicht der komplette Text angezeigt. Wie dies passieren konnte, ist mir noch unklar, aber ich forsche.

Aber nun das eigentliche Thema:

Vorletzte Woche war ich bei einem Vortrag in der Duisburger VHS über die Fotografin Gisèle Freund. (Langsam „arbeite“ ich mich durch diesen Bildband…).

Gisèle Freund (1908-2000) ist hauptsächlich bekannt durch Portraits prominenter Menschen und besonders ihre Fotos von Virginia Woolf, Frida Kahlo und James Joyce werden immer wieder in passenden Zusammenhängen gezeigt. Sie hatte ein sehr bewegtes Leben, das sich vor allen Dingen dadurch auszeichnete, dass sie bereits als Sechzehnjährige auf Konventionen pfiff, aus dem gutbürgerlichen Elternhaus auszog und, wie man heute so schön sagt “ihr eigenes Ding“ machte. Freund wurde 92 Jahre alt und war bis im hohen Alter sehr aktiv. Im Arche Verlag gibt es eine Biografie über sie, diese werde ich sicherlich später noch einmal lesen.

Ein Bekannter brachte mir vor einiger Zeit dieses Sonderheft mit.

Ich hatte es schon einmal kurz durchgeblättert, aber noch nicht in Ruhe angesehen. Das tat ich jetzt, denn der Vortrag hatte mich zum Nachdenken gebracht. Die Prominentenfotos von Gisèle Freund bewegten nichts in mir, doch ihre eher unbekannten Fotos vom Alltagsleben im Paris der 30er Jahre sprachen mich sehr an. Warum war das so? Beim Durchblättern der SZ-Heftes ging es mir ähnlich und ich fragte mich: Was ist für mich ein Fotokünstler?

Dieses Heft stellt gut 50 Fotokünstler/innen mit einer ihrer Auftragsarbeiten vor. Dazu gibt es kurze Informationen zu der Person mit Lebenslauf und über das Thema, auf das sie sich spezialisiert hat. Porträts, Kriegs-und Alltagsfotografie, Studioarbeiten. Wenn man viele benutzte Lippenstifte oder Gesichter von Boxern fotografiert- ist das Kunst? Oder Sammelleidenschaft? Oder Dokumentation? Wenn man eine Bierbank nimmt und darauf ganz viele verschiedene Menschen, Tiere oder Sachen platziert und dann ablichtet, sind die Bilder dann Fotokunst oder ist es nicht eher Ideenkunst? Wenn man am 11.September 2001 im Schrecken erstarrte Gesichter fotografiert, Kunst oder zur richtigen Zeit am wichtigen Ort?

Ich habe in diesem Heft viele neue Namen kennengelernt, darunter auch ein paar Fotografen, die für mich wahre Künstler sind: Michael Wesely, der mit einer Langzeitbelichtung das Verblühen eines Blumenstraußes sichtbar macht. Maurizio Di lorio, in dessen Fotos immer wieder der Schalk durchblitzt, weil an dem Motiv irgendetwas nicht stimmt. Armin Smailovic, der Menschen porträtiert, die den Bosnienkrieg überlebt haben. Auf den Bildern sieht man zumeist nur einen Teil des Gesichts, dieser drückt aber so viel aus. Und dann noch Rinko Kawauchi, die Japan im Frühjahr 2011 nach einem Erdbeben fotografiert. Es sind keine Bilder der Zerstörung, sondern „flüsternde Fotos“, die leise das Weitergehen des Lebens nach der Katastrophe zeigen.

Ich bleibe morgen noch bei dem Thema Foto. „Fotos und wie man sie weiterdenken kann.“

Kein Töpferkurs in der Toskana

Töpfern auf der  Drehscheibe- sieht doch leicht aus, oder? Hahaha…

Am vorletzten Wochenende besuchte ich einen Sa./So Kurs bei der Krefelder VHS, ich wollte es einfach wissen… Am ersten Tag ging es darum, zylindrische Schalen mit dünnen Wänden auf der Scheibe zu fabrizieren. Der erste Schritt dazu ist das Zentrieren eines handflächengroßen Tonballs auf der Scheibe und das bei 200 Umdrehungen/ Minute und viel Wasser. Gelingt das Zentrieren nicht, muss man gar nicht erst weitermachen.

Der Kurs fing um 10 Uhr an, um ca. 12 Uhr hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass der Tonklumpen wirklich nicht mehr eierte und wie der obere Teil eines Steinpilzes aussah. Natürlich hatte ich vorher schon mit halbwegs gut zentriertem Ton weitergemacht, aber das war letztendlich nur, um ein Schalenerfolgserlebnis zu haben, egal wie sie aussieht.

Ausbeute bis zum Mittag- der rechte Becher ist nicht von mir, das war das Demonstrationsobjekt der Lehrerin.

Schritt 2 ist das Aufbrechen des Tons, d.h. man muss nun, bei drehender Scheibe, in der Mitte des Tons ein Loch nach unten drücken. Auch hier ist viel Gefühl gefragt. Gegen 15 Uhr war ich erstmalig mit dem Ergebnis wirklich zufrieden. Das kam daher, dass es verschiedene Methoden des Aufbrechens gibt und die von unserer Lehrerin ( eine sehr nette und höchst motivierende Dame aus Japan) gezeigte Methode war für micht nicht die richtige. Ich entdeckte auf YouTube während der Mittagspause eine andere und mit der kam ich besser zurecht.

Schritt 3- das Hochziehen der Wände: Was habe ich innerlich geflucht! Die Wände gingen bei mir nach der ersten Methode von Schritt 2 nicht richtig hoch und wenn sie hochgingen, sackten sie plötzlich zusammen, weil der Ton an einer Stelle zu dünn geworden war. Nicht mehr zu retten. Hier habe ich das meiste Lehrgeld, bzw. den meisten Lehrton bezahlt. Immer wieder von vorne anfangen… Aber trotzdem hatte ich letztendlich am Ende des ersten Tages ein gutes Gefühl. 2 Schalen, deren Wände zwar nicht hauchzart, die aber schön gleichmäßig waren, versöhnten mich.

Der erste Tag erforderte sehr viel Konzentration und ich empfand es körperlich als recht anstrengend. Nichts blieb vom nassen Ton verschont, so dass ausführliches Danach-Putzen mit zum Kurs gehörte. Hier zwei Beispiele:

“Verzierungen“ an Kleidung und Kaffeebecher

Der zweite Tag war dem „Abdrehen“ und dem Dekorieren der Schalen gewidmet. 

Die etwas angetrocknete Schale wird nun umgekehrt auf die sich drehende Töpferscheibe gestellt, um dann den Boden zu glätten und herauszuarbeiten und an den Wänden Unebenheiten zu beseitigen. Auch hier muss man sich konzentrieren, denn wenn man mit dem Hobel für den überflüssigen Ton abrutscht, kann u.U. die ganze Schale verdorben sein. (Bei mir musste eine dran glauben). So war dieser Tag sehr ruhig. Die sechs Teilnehmerinnen blühten sprachlich erst wieder in der Mittagspause auf. 

Das Abdrehen dauerte relativ lange, so war nicht mehr allzu viel Zeit fürs Dekorieren übrig. Deshalb schreibe ich jetzt auch nichts dazu, lassen Sie sich überraschen. In der nächsten Woche fahre ich noch einmal nach Krefeld, um dann die Schalen, die bis dahin zum ersten mal gebrannt wurden, zu glasieren. Eine Woche später stehen dann die zum zweiten Mal gebrannten Schalen zum Abholen bereit. Mitte Dezember, so hoffe ich zumindest, kann ich Ihnen einige fertige Stücke zeigen.

Resümee:

Am Ende war ich stolz, dass ich mich dazu aufgerafft hatte, endlich mal so einen Kurs zu besuchen. Gleichzeitig weiß ich jetzt aber auch, dass ich ein für mich bisher verlockendes Angebot, eine Woche mit Drehscheibentöpfern in der Toskana zu verbringen, dankend ablehnen würde. 

Ich habe schon einige Kurse besucht, am besten gefiel mir bisher ein Workshop zum Thema Fusing. (Wird auch in Krefeld angeboten). Auch hier kann man Schalen entstehen lassen, aber auch z.B. Schmuck, Windspiele, Bilder. Das Rohmaterial ist Glas, das geschmolzen wird. Besondere Handfertigkeiten sind nicht erforderlich. Hier ein paar Beispiele:

Links oben eine Brosche, rechts oben eine Schale, unten drei Ringe

Wenn Sie also Lust haben, an einem Wochenende eine kreative Auszeit zu nehmen, empfehle ich Ihnen einen Fusing-Kurs. Vielleicht können Sie sich ja zu Weihnachten einen VHS-Gutschein schenken lassen?

 

November = VHS Duisburg Kurse-Monat

In diesem Monat besuche ich vier VHS Veranstaltungen in Duisburg. Vielleicht haben sie auch schon mit dem ein oder anderen Kurs geliebäugelt, deshalb werde ich sie alle kurz besprechen.

AUGEN

Am Samstag nahm ich an einen Kurs zum Thema Augen- und Sehtraining teil. Ich hatte mich vor einigen Jahren damit schon einmal mit Augentraining beschäftigt und ein Buch durchgearbeitet, aber wie das so im Berufsleben oft ist, hielt die Übungsperiode nicht lange an. Doch damals hatte ich schon gemerkt, dass es den Augen sehr gut tat.

Die Kursleiter Renate Weiß und Michael Mahler haben vor 10 Jahren eine Ausbildung zum Sehtrainer gemacht und bieten seitdem Seminare an. Nach einigen Auflockerungs-und Entspannungsübungen waren die ersten zwei Stunden den Themen “Wie funktioniert ein Auge”, “Das richtige Licht für unsere Augen” und “Was gibt es für Augenkrankheiten?” gewidmet. Man lernte viel dabei und diese Ausführungen waren u.a. der theoretische Unterbau für die Übungen zum Augentraining, die wir nach der Pause gezeigt bekamen. Diese machten viel Spaß und ich muss nun sehen, wie ich sie in den täglichen Alltag einbaue. Ergänzt wurde der Vortrag noch mit den Fragen, wie sieht ein für die Augen und den Nacken guter PC-Arbeitsplatz aus und was kann ich bei der Ernährung tun, um meine Augen zu kräftigen.

Der Kurs ging von 10 bis 14.30 Uhr. Er war lebendig und es wurden viele Fragen von den Teilnehmern gestellt, die von den Dozenten alle kompetent beantwortet wurden. Sie wiesen u.a. darauf hin, dass das Training nicht die Dioptrienzahl der Brille extrem verringern kann, doch kräftige Augen werden weniger müde, man bekommt mit trainierten Augen seltener Kopfschmerzen und der Geist bleibt wacher. Man sollte regelmäßig zum Augenarzt zum Innendruckmessen gehen, von vielen anderen Untersuchungen rieten sie hingegen ab, da die Bezahlung dieser eher für die Geldbeutel der Ärzte bestimmt sind.

Zum Schluss einen Test, den man alle 3 Monate schnell selbst machen kann (dauert nur ca. eine halbe Minute!)

http://www.dbsv.org/infothek/augenerkrankungen/amd/amsler-gitter-test/