Revival-Urlaub in England 4 – London

Unser Urlaub endete in London, genauer gesagt im Stadtteil Islington. Dort wollten wir ein Konzert besuchen. Da wir mit unserem alten Berlingo unterwegs waren, durften wir mit unserem Auto nicht in die Innenstadt von London. So fuhren wir bis nach Cheshunt, parkten dort und setzten uns in den Zug, sieben Stationen später wechselten wir in die U-Bahn, nach zwei Stops später waren wir im Herzen von Islington. (Die Fahrt dauerte insgesamt ca. eine Stunde).
Nach Islington kommen nicht viele Touristen, denn der Stadtteil bietet keine Superhighlights. Aber wir fühlten uns dort sofort sehr wohl. Hier geht es quirlig zu und anzugucken git es auch Einiges.

Bilder rechts: Die Camden Passage- hier findet am Wochenende ein kleiner feiner Flohmarkt statt. Bilder links: Eins von mehreren Museen in Islington: Das Estorick Museum mit Werken italienischer Künstler, darunter der Cafégarten des Museums.

Gefallen haben uns auch die kleinen Parks als Ruheoasen und die Möglichkeit, am Regents Canal zu flanieren. Das Wetter war gut und viele Londoner nutzten dies aus und machten am Canal ein Picknick.

Die Auswahl ein Restaurants, Cafés, Pubs (mehrere sehr altehrwürdige) und kleinen Geschäften ist groß, da gibt es nichts zu meckern. Da wir nur für eine Nacht in London waren, blieben wir in Islington. Man ist aber von hier aus schnell im Herzen der City, da Islington nur zwei U-Bahnstationen von „Kings Cross“ entfernt ist. So kann man von diesem Viertel aus gut die ganz Stadt erkunden.

P.S. Wir besuchten ein Konzert der Gruppe „IQ“. Die Musiker habe ich früher schon zweimal vorgestellt, deshalb halte ich mich jetzt mit meinen Lobeshymnen zurück.

Revival-Urlaub in England 3- Eastbourne und Dungerness

Der erste Ausflug von Hastings ging in die Nachbarstadt Eastbourne. Hier kann man noch altes Pierambiente bewundern.

Links unten: Die Feierlichkeiten zu dem 70. Thronjubiläum der Queen waren gerade vorbei. Rechts- Ein Creamtea muss sein!

Auch in Eastbourne dominiert ein Einkaufszentrum die Stadtmitte. Das Ladenangebot ist etwas besser, um die Shoppingmall gruppieren sich diverse Geschäfte der Wohlfahrtsorganisationen.
Wir fuhren etwas weiter zum Beachy Head, einem berühmten Leuchtturm.

Links oben noch ein Bild vom Strand in Eastbourne, darunter die „South Downs“, ein perfektes Wandergebiet, Kreidefelsen dürfen natürlich nicht fehlen, unten der besagte Leuchtturm.

Der zweite Ausflug führte uns nach Dungerness.

Hier lasse ich erst einmal auszugsweise Wikipedea sprechen:

Dungeness besitzt einen der längsten Kiesstrände der Welt. Die Wildflora umfasst 600 verschiedene Pflanzenarten (ein Drittel aller in England existierenden Pflanzenarten), Insekten, Motten, Wildbienen, Spinnen und Käfer, viele davon sind sehr selten, einige finden sich nur hier auf den britischen Inseln. Von der Flut gefüllte Kiesmulden, die mit frischem und Brackwasser gefüllt sind, bilden ein Rückzugsgebiet für Zug- und einheimische Vögel. Auch eine Anzahl seltener Flechten kommt auf der Halbinsel vor. Die Landschaft steht unter der Beobachtung des National Nature Reserve (NNR) und ist eine “Site of Special Scientific Interest“, SSSI. 

Die Küste von Dungeness wurde im Laufe der Jahre von fünf Leuchttürmen geschützt. 1615 wurde der erste Leuchtturm errichtet und 1635 durch einen neuen ersetzt, als die Küstenlinie sich verlagerte. Als mehr Kies aufgeschwemmt war, wurde 1792 ein weiterer Leuchtturm gebaut. 1901 folgte der vierte Leuchtturm; dieser wurde stillgelegt, als 1961 der fünfte erbaut und als The Old Lighthouse zu einer Touristenattraktion wurde.An der Küste befinden sich zahlreiche Wracks, darunter ein deutsches Unterseeboot[3].

Es gibt zwei Kernkraftwerke in Dungeness, das erste wurde 1965 errichtet, das zweite 1983. Beide liegen mitten in einem Naturschutzgebiet, der Bau erfolgte mit einer Ausnahmegenehmigung.

In Dungerness gibt es die Künstlergemeinschaft „Village“. Dungeness ist ein Weiler, eine verstreute Ansammlung einzelner Wohnhäuser. Bei den meisten handelt es sich um kleine Holzhäuser, viele entlang einer bis heute im Regelbetrieb befahrenen Schmalspurbahn-Strecke, der Romney, Hythe and Dymchurch Railway. Die Häuser waren von Fischern, später von Künstlern und Ruhe Suchenden bewohnt. Der bekannteste Bewohner war der 1994 verstorbene Künstler und Regisseur Derek Jarman. Nachdem im Jahr 1986 eine AIDS-Erkrankung festgestellt worden war, zog er sich in das Haus Prospect Cottage zurück, dessen Garten er unter Verwendung von Steinen, Treibholz und Rostobjekten künstlerisch gestaltete.
Ein Bunker vom Typ Pluto dient heute als Kapelle, in der Erntedank- und Weihnachtsgottesdienste gefeiert werden.

Auch bei unseren früheren Aufenthalten durfte nie ein Ausflug nach Dungerness fehlen. Diese Landschaft war unwirklich, hier schien alles und nichts möglich. Nur selten sah man eine andere Person, manchmal fühlte ich mich wie in einem Science Fiction Roman.
Bei unserem jetzigen Besuch mussten wir feststellen, dass es inzwischen wohl chic geworden ist, sich ein Luxusfischerhaus an den Strand zu stellen. (Thema Naturschutz?).
Wir besuchten den Künstler Paddy Hamilton. Er lebt hier seit 22 Jahren und aus einem Nebensatz war herauszuhören, dass er über die neuen Zuzüge auch nicht so glücklich ist.

Links unten ein Teil seines Ateliers, rechts eins seiner drei Galeriehäuschen. Oben ein Gesamtblick, Paddy verkauft auch Gartenpflanzen.
Das ist mein Urlaubssouvenir: Ein Druck von Paddy Hamilton. Er erzählte mir, dass die Möwe ihn über 20 Jahre lang besucht hätte und nannte mir auch ihren Namen. Diesen habe ich leider vergessen, aber ich nenne sie Gertrud.

Wer nicht nach Dungerness kommt, aber Interesse an der Kunst von Paddy Hamilton hat, hier geht es zu seiner Online-Galerie:

https://www.paintings-for-sale.net/

Revival-Urlaub in England 2-Hastings

Die englische Stadt Hastings ist in Deutschland hauptsächlich als Zielort für Schüler bekannt, die eine Sprachreise unternehmen. Vielleicht kennt man auch noch die Schlacht bei Hastings 1066. Aber sonst die Stadt wohl eher ein unbeschriebenes Blatt.
Eine bedeutende Musikszene in den 70er und 80er Jahre machte Hastings in England zum Hotspot für berühmte Musikgruppen wie Pink Floyd, Rolling Stones oder Genesis und brachte der Stadt ein besonderen Ruf. Dann aber führten die hohe Quote der Arbeitslosigkeit und überdurchschnittliche Kriminalität zum Abstieg der Stadt. Einer der Tiefpunkte war schließlich der Brand des alten Piers. Vor zehn Jahren jedoch wurde in der Innenstadt ein Gebäudekomplex als Ableger der Brightoner Universität eröffnet und es sollte mit Hastings wieder aufwärts gehen. Wir wollten wissen, was sich in den letzten Jahren in Hastings getan hat.

Immer noch ein Besuchermagnet sind die alten Fischerhäuser mit anliegendem Museum für moderne Kunst.(Oben rechts). Täglich fahren noch mehrere Boote zum Fischfang hinaus aufs Meer und in diesem Viertel findet man mehrere Fischrestaurants und Fischverkaufsstellen. Nicht weit entfernt sind die Spielhallen, in und aus denen man beschallt wird. (Unten links). Auch nur einen Katzensprung entfernt ist die Altstadt von Hastings, in der sich in den letzten Jahren einige neue Geschäfte etabliert haben und die 68er Atmosphäre verabschiedet sich merklich.
Die Einkaufsstraßen von Hastings mit einem Shoppingcenter kann man getrost links liegen lassen, ein Spaziergang am Meer auf der großzügigen Promenade macht mehr Spaß. Ziel ist der neue Pier, eine moderne Seebrücke mit mehreren Büdchen, einem großen Biergarten und einer Bühne. (Foto links oben).
Eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art versteckt sich im Stadtteil Sankt Leonards. Es ist ein B&B in einem alten viktorianischen Haus aus dem 19.Jahrhundert.

Zwei inzwischen pensionierte Lehrer kauften vor 20 Jahren dieses Haus und machten es sich zur Lebensaufgabe, dieses Haus passend zu seinem Entstehungsdatum um 1880 einzurichten. Nicht nur im Haus konnte ich mich an den vielen Details nicht sattsehen, auch der Garten war wunderschön

Links eins der floralen Fenstern im Haus, rechts oben eine kleine Privatkirche

Wer Interesse an einer Übernachtung hat:http://victorianbedandbreakfast.co.uk/

In ca. zehn Minuten zu Fuß findet man drei gute Restaurants (indisch, italienisch und philippinisch) und zwei Pubs.

Von Hastings aus kann man viel unternehmen. Zwei Ausflugsziele stelle ich Ihnen in der nächsten Woche noch ausführlicher vor. Setzen Sie sich in den Zug, sind sie in einer Stunde in Brighton und in gut 1 1/2 Stunden in London City. Für Gartenfreunde sind ca. zehn bekannte Gärten gut zu erreichen, auf Platz 1 dabei Sissinghurst Garden.

Revival-Urlaub in England 1- Rye

Meine England „Vorgeschichte“: Seit Mitte der 90er Jahre waren mein Mann und ich mindestens einmal pro Jahr in England, weil wir Land und Leute sehr schätzten und dort auch Freunde gefunden hatten. Seit 2013 waren dann unterschiedliche Gründe dafür verantwortlich, dass wir England nicht mehr besuchen konnten. Wir nannten es schlechtes Karma. Um dieses Karma zu durchbrechen, starteten wir jetzt einen neuen Versuch- mit Erfolg! Wir waren nur 3 Tage dort und zwar unten an der Südküste und in London, doch fühlten wir uns gleich wieder „wie Zuhause“.

Im Vorfeld hatten wir uns natürlich gefragt, wie sehr merkt man den Brexit? Das kann schnell beantwortet werden: An der Fähre in Dünkirchen mussten wir insgesamt fünfmal unsere Reisepässe zeigen und zweimal hinten den Kofferraum öffnen. Alles ging sehr schnell, alle Kontrolleure waren freundlich und entspannt. Auf der Rückfahrt wollten die Zöllner nur den Reisepass sehen.
Den ersten Tag verbrachten wir in Rye und Umgebung. Mehrmals sah man Schilder dieser Art:

Das waren die einzigen Brexiterfahrungen, die wir gemacht haben.
Rye ist ein Städtchen mit vielen malerischen Ecken.

Die Stadt und seine Einwohner kann man eher als wohlhabend bezeichnen, was sich auf den Einkaufsstraßen widerspiegelt. Kaum Filialen von Ketten, stattdessen schicke Boutiquen, Einrichtungsläden, Galerien und Antiquitätengeschäfte. Nicht zu vergessen diverse Cafés,Tearooms und Restaurants.
Der besondere Charme von Rye liegt darin, dass es neben seiner Innenstadt, in der viele Gebäude aus dem 15.-18. Jahrhundert stammen, auch einen Hafen besitzt, man also auch „maritimes Flair“ findet. Darüberhinaus befindet sich nur einen Steinwurf das „Rye Harbour Nature Reserve“. Das bietet mehrere Lebensräume für Flora und Fauna und in ihm kommt man auf seine Kosten, wenn man sich mit der Natur verbunden fühlt. Mehrere markierte Wege ermöglichen schöne Spaziergänge.

In den Salzwiesen (oben) kann man besonders gut Vögel beobachten.

Über den zweiten Tag in Hastings berichte ich nächste Woche.

Grünes Flanieren

Ich könnte natürlich auch „wandern“ oder „spazierengehen“ schreiben, wenn ich vom Schlosspark von Lütetsburg und dem Neuenburger Urwald erzähle, doch beide Male passt „flanieren“ besser.
Der Schlosspark (nicht weit von Emden gelegen) ist ein ca. 30 ha großer englischer Landschaftspark, der im 18. Jahrhundert angelegt wurde. Theodor Fontane beschrieb ihn 1882 so:

„Ein uraltes Schloss am Meeresstrand;
ein herrlicher Park im baumlosen Land…”

Das Schloß kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden, gegen einen kleinen Obolus darf man aber in einigen Teilen des Parks lustwandeln. Mehrere Wege schlängeln sich durch Wiesen, an mannshohen Rhododendrenbüschen, über Brücken und an eindrucksvollen Bäumen vorbei. Immer wieder gibt es neue Sichtachsen, die man auf sich einwirken lassen kann.

Die Rhododendrenblüte hatte gerade erst begonnen, aber jetzt war der Park schon prächtig.

Zu dem Park gehören ein Café und ein Laden, dessen Angebot mich sehr an Läden des englischen National Trusts erinnerte, so we had a splendid afternoon!

Zwei Fotos mit mehreren Überbelichtungen

Der Neuenburger Urwald…So sieht er nicht aus. Aber als ich zum ersten Mal davon gehört hatte, stellte ich ihn mir so vor. Bereits 1630 erließ der damalige Besitzer des Landes, Graf Anton Günter, Anordnungen, die diesen Wald schützen sollten und nahm damit den Gedanken des Naturschutzgebietes vorweg. Kein aufgeräumter Wald, 600 bis 800 Jahre alte Eichen, riesige Hainbuchen, eine abwechslungsreiche Flora auf dem Boden, so ist in diversen Beschreibungen im Internet zu lesen.
Meine Fantasie war mit mir etwas durchgegangen, denn ganz so wild war es dann doch nicht. Doch ich fand diesen Wald trotzdem sehenswert, denn es gibt immer etwas zu entdecken.

Links oben: Viele Waldgeister beobachteten uns, Mitte: Alte Wurzeln machen Skulpturen von Künstlern Konkurrenz, unten: Die Buschwindröschen blühten um die Wette

Noch mehr Unaufgeräumtes, aber jetzt mal in „Mono“:

Ein Tipp zum Schluss: Sollten Sie den Urwald besuchen, parken Sie beim Urwaldcafé (sehr gemütlich) in Neuenburg und gehen Sie auf dieser Seite der Bundesstraße spazieren. Die Wege zu den Knotenpunkten 12 und 17 sind besonders ursprünglich.

Ich wünsche mir die Herrlichkeit von Emden!

Dieses Zitat findet sich in einer Faust-Bearbeitung des englischen Dichters Christopher Marlowe. Verbinden Sie Emden mit Herrlichkeit? Ich tat es nicht. Für mich war Emden Otto, Karl Dall, die Emdener Kunsthalle und das VW-Werk.
Aber nach einer Stadtführung mit Gila Engelhard sieht das jetzt schon ein bisschen anders aus. Die Geschichte der Stadt ist sehr spannend und wir bekamen u.a. auch die Erklärung zu dem Zitat. Im 16. Jahrhundert wurde Emden zur reichen Stadt, weil die kluge Fürstin Anna für alle Einwohner Religionsfreiheit versprach. Viele wohlhabende holländische Reformationsanhänger flüchteten daraufhin nach Emden, weil in Holland der Katholizismus mit Gewalt gegen Andersgläubige verteidigt wurde. Die Holländer bauten prächtige Häuser und waren gewitzte Kaufmänner, Emden wurde so reich und so gut geschützt, dass die Oberen der Stadt es nicht für nötig hielten, dem Hanseverbund beizutreten.
Zurück zur Neuzeit: In Emden gibt es zwar eine „Altstadt“, hier stehen aber nur noch zwei dieser herrschaftlichen Häuser.


Alle anderen Gebäude wurden im zweiten Weltkrieg zerbombt. Ca. 90% der Stadt Emden lagen in Schutt und Asche. Dreißig Bunker hielten stand und erinnern heute noch an die schreckliche Zeit. Sie werden sehr unterschiedlich genutzt und gehören zum Stadtbild von Emden.

Ein Museum

Thema Emdener Museen: Im alten Hafen gibt es mehrere Museumsschiffe, die man besuchen kann, auf einem alten Feuerschiff ist ein gutes Restaurant untergebracht.

Gebäude im Hintergrund ist das alte Rathaus mit dem Ostfriesischen Landesmuseum

In einem kleinen maritimen Museen arbeiten ehrenamtlich alte Seebären und erklären bei einem Pott Kaffee die Ausstellungsstücke und erzählen auch gerne mal ein bisschen Seemannsgarn.
Das Ottohuus: Ein Wallfahrtsort für Fans. Hier sind die ersten Bartstoppeln von Otto oder auch ein von Otto gekautes Kaugummi ausgestellt. Für mich war eine Vitrine das Highlight, in der man sich viele Medienpreise im Original ansehen kann, wie z.B. den Grimme-Preis, das Bambi usw. Otto hat sie alle! Für Menschen mit Platzangst ist das Museum nicht zu empfehlen, denn die Räumlichkeiten sind eigentlich zu klein für die vielen Memorabilia.

Nun aber zur Emdener Kunsthalle, erbaut vom Sternherausgeber Henri Nannen Mitte der 80er Jahre. Ihr Ruf ist international, auch sie gilt als Wallfahrtsort…für Kunstfreunde.

Diese Kunstsammlung hat seit 1987 immer wieder herausragende Ausstellungen gezeigt zum Thema moderne Kunst. Wir sahen „Ein Bild der Zeit- Expressionismus in Film und Kunst“. Werken von beispielsweise Heckel, Dix, Goetz, Kirchner oder Pechstein wurden Sequenzen von Filmen aus den 20er Jahren wie „Das Cabinet des Dr. Calgari“, „Nosferatu“ oder „Metropolis“ gegenübergestellt. Die Auswirkungen des ersten Weltkriegs und die Erforschung der Psyche des Menschen waren dabei prägend.- Eine Ausstellung, die mir nahe ging, denn offensichtlich sind die aktuellen Bezüge.

Emden als Ziel für ein langes Wochenende? Neben unseren Aktivitäten an einem Tag kann man noch eine Grachtenfahrt machen, sich selbst ein Böotchen mieten oder sich den großen modernen Hafen vom Wasser aus ansehen. Mehrere Einkaufsstraßen sind überdeckt, so dass man trocken bummeln kann. In Emden ist eigentlich immer etwas los, vielleicht kombinieren Sie den Besuch mit einem Konzert? Und schließlich bietet das Umland von Emden auch noch schöne Ziele. Eins davon zeige ich Ihnen nächste Woche.

Der japanische Garten in Leverkusen

Umgeben von den Anlagen des Chemparks (ehemalig Bayer AG) liegt der Carl Duisberg Park, der Anfang des 20.Jahrhunderts angelegt wurde. Er ist für die Leverkuser Bevölkerung ein beliebtes Ausflugsziel, um dort ihre Freizeit zu verbringen.

In dem Park liegt auf einer Insel ein japanischer Garten und dieser Garten ist ein kleines Juwel. Wir besuchten ihn am Ostermontag und wurden von Farben und Formen überwältigt.

Wer gerne fotografiert, sollte entweder früh aufstehen oder Zeit mitbringen, denn Bilder ohne viele Menschen zu machen braucht eine Portion Geduld.
Der Eintritt zu dem Park ist frei, eine Möglichkeit zum Kaffeetrinken gibt es z.Zt. nicht.
Während wir durch den Garten flanierten, hatten wir Glück, denn es wurde Hanpan Musik gespielt. Hier ein kleiner Ausschnitt:

Auf die nachfolgenden Hinweise auf andere Videos habe ich keinen Einfluss!

Nicht weit von Leverkusen entfernt liegt der Altenberger Dom. Wir haben ihn schon mehrmals besucht, doch fahren wir immer wieder gerne dorthin, weil man auch schön spazieren gehen kann und es mehrere Cafés gibt.


Zurückgefahren sind wir nicht über die Autobahn, sondern nahmen die Landstraße. So konnten wir noch die schöne Landschaft des Bergischen Landes genießen, wie z.B. die blühenden Obstwiesen bei Leichlingen.

Brüssel- Drei Tage sind zu wenig!

Letzte Woche erzählte ich Ihnen von unserem Besuch des Hergé Museums in Brüssel, heute möchte ich Ihnen nun die Brüsseler Innenstadt schmackhaft machen. Diese drei Sehenswürdigkeiten, die die meisten kennen, haken wir schnell ab:

Das Atomium links kann man gut auf der Rückfahrt nach Deutschland besichtigen, da es etwas außerhalb von Brüssel in einem schönen Park steht, Männeken Pis, mal wieder angezogen in der Nähe vom Grand Place, hier knubbeln sich die Touristen

Wir wohnten in dem Stadtteil Saint-Gilles, ca. 15 Minuten entfernt von o.g. Touristenmagneten. Das war eine gute Wahl, denn hier gibt es kleine Geschäfte und Restaurants mit vielen unterschiedlichen Nationalitäten. ( Wenn man tagsüber die leckeren Pommes Frites gegessen hat, ist das genau richtig). Die U-Bahn Anbindung ist sehr gut und Saint- Gilles ist nicht weit entfernt von den Straßen der Antiquitätenhändler und Galerien, sowie vom Place du Jeu de Balle, wo täglich ein großer Trödelmarkt stattfindet.

Ein Eldorado zum Staunen und Fotografieren

Setzen sie sich in ein Café am Platz und beobachten Sie die Leute beim Stöbern auf dem Markt oder wie sie stolz ein Schnäppchen nach Hause tragen. Oder schlendern Sie durch die umliegenden Gassen und entdecken Wandmalereien

oder, wenn Sie Richtung Altstadt gehen, die vielen schönen Häuser und Passagen.

Im rechten Art Deco Gebäude ist ein Musikmuseum untergebracht, links unten sieht man eine der Passagen, in der sich u.a. mehrere Schokoladengeschäfte befinden.

Spannende Museen gibt es in Brüssel wirklich viele, wir besuchten u.a. das königliche Museum der schönen Künste (in diesem Gebäudekomplex ist auch das Magritte Museum untergebracht) und den Coudenberg Palast mit seinen Katakomben.

Auch nach Einbruch der Dunkelheit ist Brüssel sehenswert, egal ob es Parkanlagen, Plätze, Gebäude, kleine Gassen oder interessante Schaufenster sind.

Das war der Schnelldurchgang eines langen Wochenendes. Drei Tage sind für Brüssel zu wenig. Uns fehlen beispielsweise noch das Europaviertel, das afrikanische Quartier, das „In“-Viertel oder auch zwei sehr schöne Parks. Also mindestens noch einmal hin!

Eindrücke aus Graz- Österreichtour Nr. 7

War Linz 2009 europäische Kulturhauptstadt, konnte sich Graz bereits 2003 mit diesem Titel schmücken. Aus dieser Zeit stammt noch diese Insel auf dem Fluss „Mur“.

Auf der Murinsel gibt es ein Café und einen kleinen Laden mit ausgewählten innovativen Geschenkideen aus handwerklichen Betrieben der Steiermark.

Ebenfalls seit 2003 „wohnt“ in Graz „The Friendly Alien“.

Was die „Denkschmiede Steiermark“ in den letzten Jahren auf den Weg gebracht hat, konnten wir in einer faszinierenden Ausstellung in diesem Museum bestaunen. Auf diese Ausstellung komme ich noch einmal in einem späteren Beitrag zurück..

Die Altstadt von Graz gehört zum Weltkulturerbe. Dank diverser Häuser aus der Renaissance haben einige Straßen fast italienisches Flair. Meine Blicke wanderten unstetig immer wieder von unten nach oben und wieder zurück. Oben: Die schönen Häuser, unten die schönen Geschäfte:

Mein Lieblingsladen war „Samen Köller“, rechts oben sehen Sie eine Teilansicht. Neben besonderen Blumensamen und Zwiebeln gab es auch eine Vielzahl von schönen Dingen, die das Garten-oder Naturherz erfreute.
Das rechte untere Bild zeigt einen Teil des Treppenhauses von dem aus dem 19. Jahrhundert stammenden und frisch restaurierten Kaufhaus „Kastner & Öhler“. Edles Ambiente, schöne (zumeist sehr volle) Dachterrasse mit Café. Links daneben das Schaufenster eines Ladens für Tannenbaumdekoration. Der Friseursalon links auf dem Foto steht stellvertretend für das Lendviertel. Graz ist die erste österreichische Stadt, die den UNESCO Titel „City of Design“ verliehen bekommen hat und im Lend- und Griesviertel trifft man auf überraschende Läden, (die ich nicht fotografierte, weil es in Strömen geregnet hat).

Ja und mittendrin dann der Schloßberg mit dem Wahrzeichen von Graz:

Wie in Linz kamen wir auch in Graz in den Genuss einer steilen Bergbahnfahrt.

Auf dem Schlossberg kann man einige Zeit mit der Besichtigung geschichtsträchtiger Orte verbringen oder einfach nur die Aussicht genießen und in einem Gartenlokal es sich gutgehen lassen.

Wir waren nur einen Tag in Graz, ich kann aber bedenkenlos sagen, dass Graz für ein langes Wochenende ein „heißer Tipp“ist.

Das ist das Ende der Österreichtour. Mit dem Auto fuhren wir zurück, in den Koffern viele schöne Erinnerungen.