Ziegelstein ist nicht gleich Ziegelstein (Urlaub im Havelland 5)

Auf Reisen zieht altes Gemäuer unsere Aufmerksamkeit oft auf sich. Ich persönlich finde alte Steine häufig schöner als geleckte Glasfassaden und stelle mir manchmal vor, was diese Steine wohl alles mitgemacht und „gesehen“ haben.
Auch in diesem Urlaub trafen wir auf einige Gebäude, die außergewöhnlich waren.

Oben links die Kirche von Linum, darunter das Rote Rathaus in Berlin. Rechts die Friedrichswerdersche Kirche in Berlin, auf sie komme ich später noch einmal zurück

So nutzten wir die Chance und besuchten den Ziegeleipark in Mildenberg, um einmal zu sehen, wie früher diese Steine hergestellt wurden.
In dem Park kann man sich viele Stunden aufhalten. Mit einer kleinen Lokomotive werden Rundfahrten angeboten oder man mietet sich ein Rad oder ein Go-Kart. Wir machten bei einer der 45 minütigen Rundfahrten mit, um uns einen Überblick über das Gelände zu verschaffen und gingen danach gezielt zu einigen Gebäuden, die uns interessierten.

Anfang des 20. Jahrhunderts war es eine der modernste Ziegeleien Deutschlands, zu Zeiten der DDR verpasste man dann aber den Anschluss, neuere Herstellungsmethoden einzuführen und die Firma wurde 1992 geschlossen. Das Gelände verfiel in einen Dornröschenschlaf, bis es 2003 als „Industriemuseum“ eröffnet wurde und seitdem zur Europäischen Straße der Industriekultur und der Deutschen Tonstaße gehört. Neben dem Besuch von Produktionsgebäuden und den Unterkünften der Arbeiter ist auch der „Alten Hafen“ interessant. Die Ziegel wurden mit Schiffen über die Havel nach Berlin transportiert, in der Marina lässt es sich heute gut essen und entspannen.
Mal selber einen Ziegelstein mit der Hand streichen (so der Fachausdruck)? Auch das wird angeboten und man bekommt einen kleinen Eindruck von der Mühseligkeit, einen Ziegelstein herzustellen.

Rechts oben: Mit den Händen drückt man den nassen Ton in eine Holzform. Danach wird der Ton mit einem Holzschaber in der Form glatt gestrichen. Mitte: Den nassen Ton aus der Holzform zu schlagen, das war am schwierigsten. Unten: Müssen nur noch gebrannt werden… Links: Am Anfang wurden die Ziegel an der Luft getrocknet. Das brauchte Zeit und war wetterabhängig. Das Revolutionäre war die Erfindung einer maschinellen Trocknung, das machte die Firma dann sehr erfolgreich.

Wer mehr über die Geschichte des Ziegeleiparks wissen möchten: https://de.google-info.org/1953357/1/ziegeleipark-mildenberg.html

Mit einer sehenswerten 360 Grad Tour auf der eigenen Webseite vermittelt das Industriemuseum sehr anschaulich, was man in dem Ziegeleipark alles entdecken und tun kann. http://www.ziegeleipark.de

Nächste Woche mache ich eine Havellandpause, aber es gibt eine einstimmende Buchbesprechung auf Berlin.

Geschichtliche Orte (Urlaub im Havelland 3)

Zu diesem Thema möchte ich Ihnen zwei Ausflugsziele vorstellen. Im heutigen Beitrag die Beelitzer Heilstätten.
Wer gerne fotografiert, hat von diesem Ort vielleicht schon einmal gehört, denn er war bis vor einigen Jahren der „Geheimtipp“ für „Lost Places-Fotografie“ und es erschienen Bildbände und hunderte von Bildern auf Instagram. Diese Zeiten sind vorbei. Ein privater Investor hat das Areal gekauft, eingezäunt und ca. ein Viertel des Geländes in eine Art Mini-Disneyland verwandelt. (Der Rest der Fläche wird zu einem neuen Beelitzer Stadtteil umgebaut). Statt Micky Mouse & Co gibt es altes, verwüstetes Gemäuer zu sehen.

Wer dafür nichts übrig hat, sollte trotzdem diesen Ort besuchen und eine Führung mitmachen. Die Beelitzer Heilstätten, gebaut zwischen 1898 und 1930, hatten zeitweise bis zu 1500 Betten und waren damit weltweit das größte Krankenhaus. Warum wurde es gebaut? Wer wurde wie behandelt? Was geschah mit den Gebäuden nach dem zweiten Weltkrieg und warum sehen sie heute so aus? Die Führung war sehr interessant und man erfuhr viel über die Sozialgeschichte Berlins und über die Entwicklung der Medizin in Deutschland.

Macht man eine Führung mit, kann man solche Fotomotive finden.

Es gibt aber noch zwei weitere Gründe für einen Besuch der Beelitzer Heilstätten. Über dem Gelände führt ein Baumwipfelpfad, der ein ganz besonderes Spaziergangsgefühl vermittelt.

Dank der Schautafeln erfährt man noch zusätzlich viel über die einzelnen Baumarten. Teilweise duftete es herrlich nach Tanne.

Wem das zu hoch ist, der kann sich schließlich auf einem Barfußpfad vergnügen.

Ein Fest für alle Sinne…

Auch der zweite geschichtliche Ausflug nach Mildenberg war wieder was für meinen Fotoapparat und für das Allgemeinwissen. Ein paar Fotos gibt es morgen schon als Vorgeschmack.

Seen für die Seele (Havellandurlaub 2)

Die Mecklenburgische Seenplatte ist wohl inzwischen das deutsche Mekka für alle Wassersportler und es ist dementsprechend oft überlaufen. Eine Alternative könnte das Havelland sein. Wir lernten während der einen Woche verschiedene Seen und die Havel an mehreren Stellen kennen.

Der Mühlensee bei Vehlefanz – er erzählt Geschichte. Der Spaziergang dauerte
1 1/2 Stunden und war dank seines ausgebauten Weges besonders geeignet für einen nieseligen Regentag.

Der kleine Ort Linum mit seinem Netz aus Seen steht stellvertretend für alle Gewässer, in und an denen man Störche, Kraniche, Gänse und viele andere Vögel beobachten kann. Auch hier sind die Spazier-und Wanderwege gut ausgebaut, oftmals gibt es Beobachtungsstationen und Informationsschilder oder NABU-Anlaufstellen.

Zu den Seen führen oftmals schöne Alleen. Als Stellvertreter aller Vögel habe ich den kecken Berliner Spatz ausgesucht.

Schließlich gibt es noch ein großes Angebot für Wassersportler und Schwimmer. Im letzten Beitrag zeigte ich Ihnen schon ausleihbare Flöße, aber Kajaks, Kanus, Ruder- und Tretboote, Moto-und Segelschiffe sowie Hausboote stehen ebenfalls an vielen Stellen zur Verfügung. Persönlich war ich von den vielen erlaubten Möglichkeiten angetan, an den Seen in kleinen Buchten schwimmen gehen zu können. (Siehe dazu auch den Beitrag „Begleiter durch den Sommer- ein Buch über 52 Seen in und um Berlin).

Schwimmen im Wannsee, unten ein kleiner Hafen in Werder.

In vielen Orten ist diese maritime Atmosphäre zu spüren, es herrschen „Good Vibrations“, wie man so schön sagt. Was mir übrigens aufgefallen ist: Für Wohnmobile gibt es an den Seen oft schöne Plätze, die nicht überlaufen waren.

Rufus Coates und Jess Smith entdeckt (Urlaub im Havelland 1)

Die letzte Woche verbrachten wir im Nordwesten von Berlin in der Nähe von Oranienburg. In den nächsten Beiträgen möchte ich Ihnen das Havelland schmackhaft für einen Urlaub machen. Das Geniale an dieser Gegend sind die Möglichkeiten, seine Ferien in toller Natur verbringen und jederzeit auch ein kulturelles Angebot zu nutzen, das in seiner Vielfältigkeit in Deutschland wohl einzigartig ist. Berlin und Potsdam liegen vor der Haustür und in vielen kleineren Orten gibt es ebenfalls hochgradige Veranstaltungen.

Heute fange ich an mit dem Thema „Abendaktivitäten“ an. Da wir tagsüber viel unterwegs waren, haben wir abends zumeist dankbar die Füße hochgelegt, doch am letzten Abend besuchten wir ein Konzert. Der Ort des Konzerts:

Dieser Lastkahn liegt auf der Havel in Potsdam in der Schiffbauergasse, wo in den letzten Jahren ein neues kulturelles Zentrum entstanden ist. Hier gibt es z.B. noch ein Fluxus Museum oder auch das Hans Otto Theater. Ergänzend dazu eine Auswahl von Restaurants. (Zu empfehlen: Das Schiffsrestaurant John Barnett).

Das Hans Otto Theater

Auf dem Theaterschiff kann man die Wartezeit in einer kleinen gemütlichen Bar unter Deck oder auf dem Oberdeck verbringen. Die Aussicht von hier ist bei Sonnenuntergang nicht schlecht:

Im Vordergrund viele kleine Flöße, die man tagsüber mieten kann, im Hintergrund der Turm auf der Freundschaftsinsel (Auf diese komme ich in einem anderen Beitrag noch einmal zurück.)

Wir hörten an diesem Abend zum ersten Mal Rufus Coates und Jess Smith. Beide kommen aus Irland und leben seit einiger Zeit in Berlin. Nur mit einer Gitarre begleitet, singen beide zumeist melancholische Balladen oder Bluesstücke. Die Baritonstimme von Rufus Coates erinnert manchmal ein bisschen an die Stimme von Nick Cave, die Stimme seiner Partnerin Jess Smith ist ein wunderbarer Gegenpol. Ich war von dem Konzert begeistert und freue mich sehr über diese musikalische Neuentdeckung.

Mein nächster Beitrag, voraussichtlich am Ende der Woche, befasst sich mit der Havel und den vielen Seen.

Komoot Radtour Neukirchen-Vluyn

Letzten Donnerstagnachmittag machte ich diese schöne Radtour:

https://www.komoot.de/tour/388591337?ref=itd&share_token=aMtFXCSavWvzqXkvOHrCtcTerffOgesIAp7XRP9zxaodrsk52y

Sie ist auf Komoot gut beschrieben und bebildert, ich habe nur ein par Anmerkungen dazu:

Von der Streckenführung her hätte ich auf Punkt 8 und 9 verzichten können. Hier fährt man an den Obstplantagen von Gut Bloemersheim vorbei. Das ist eher im Frühjahr zur Baumblüte oder im Herbst zur Obsternte sehenswert, jetzt im Sommer fand ich es nicht so interessant. Man kommt aber zwischen den Streckenpunkten 13 und 14 am Hofladen des Gutes vorbei und kann sich dort mit Obst eindecken.

Das Seefoto habe ich gegenüber vom Gasthof Samannshof gemacht. Er öffnet z.Zt. erst um 17 Uhr, so dass ich den See für mich alleine hatte. Ein bisschen kam ich mir wie im Amazonasgebiet vor.

Auch steht hier z.Zt dieses Kunstobjekt. Fotografiert man es aus mehreren Perspektiven, kann man daraus neue interessante Motive gestalten.

Da der Samannshof geschlossen war, fuhr ich bei Streckenpunkt 12 weiter nach Schaephuysen und fand dort eine Möglichkeit, eine Eispause einzulegen.


Auf dem Rückweg kam ich noch an diesem Turm vorbei.

Das Fotografieren auf dem Gelände der Zeche erinnerte mich an die ersten Fototouren im Duisburger Landschaftspark. Hat noch ein bisschen „Lost Places“ Ambiente.“

Zum Ende der Tour fährt man durch Neukirchen und Vluyn. Hier gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten, um seinen Durst und/oder Hunger zu stillen.

Wenn der Hals vom Bäumegucken steif wird

Willkommen im Dschungel vor der Haustür! Dschungel? Nein, ich führe Sie auf eine falsche Fährte, die Fotos, die Sie hier sehen, habe ich nicht in einem Dschungel gemacht, sondern auf der Sequoiafarm in Kaldenkirchen. Das Hauptthema dieses Parks sind Mammutbäume, doch findet man auch diverse andere Pflanzenraritäten. Hier ein paar Eindrücke:

Die Sequoriafarm ist von April bis Oktober an Sonn-und Feiertagen geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos, eine Spende ist nur recht und billig. Nach der Besichtigung (eine gute Stunde) gingen wir noch ein bisschen spazieren. Die Farm liegt am Rande des Nettetals, viele schöne Wege standen zur Auswahl. Ganz in der Nähe liegt auch das Waldgasthaus „Galgenvenn“. Hier hatten wir einen Tisch vorbestellt, was angesichts des Besucherandrangs klug war. Wir aßen sehr gut und wurden sehr freundlich und zügig bedient.

Mehr Infos über die Farm:

http://www.sequoiafarm.de/sequoiafarm.html

Tipp: Fahren Sie früh los, am Mittag wurde es voll.

Noch ein kleiner „Fotonachschlag“:


…hier lässt’s sich leben

Korschenbroich wirbt mit diesem Slogan und das habe ich am Mittwoch mal „überprüft“. Meine Bewertung bezieht sich dabei nur auf das merkantile Angebot in der Ortsmitte.

Der Ortskern von Korschenbroich ist übersichtlich. Sofort ins Auge fallen diverse Häuser, die unter Denkmalschutz stehen,

sowie die Kirche Sankt Andreas, die mir mit ihren modernen Fenstern und ihrer Schlichtheit gut gefiel. Sie besitzt die zweitgrößte Orgel im Bistum Aachen und alle zwei Jahre findet ein Orgelfestival statt.

Auf den zweiten Blick, und jetzt wird der Slogan „unterfüttert“, fallen diverse inhabergeführte Läden mit ausgefallenen Sortimenten auf. Ich kam an einem „Feinkosthimmel“ vorbei, in der Nähe lagen ein Käseladen, ein Fischgeschäft und auch eine „Schnapsidee“ war nicht fern. Ergänzt wurde dieses Angebot von mehreren Restaurants und Kneipen, sowie der Eisdiele „Cipriani“, deren sahniges Eis ich empfehlen kann. Geht es nicht um das Hunger-und Durststillen, wartet Korschenbroich mit weiteren schönen Geschäften auf. Für mich die Nummer Eins:

Wer ein Faible für schöne Glückwunschkarten, Kalligraphie und geschmackvoller Dekoration hat, ist hier genau richtig.
Der andere Dekorationsladen „Dördelmann“ war leider geschlossen, die Schaufenster waren aber auch ansprechend.
Natürlich fehlen in Korschenbroich weder Buchhandlung, noch Bekleidungs-oder Schuhgeschäfte, so dass man bei einem Ausflug auch auf diesem Gebiet Anregungen bekommt.

Ein Besuch in Korschenbroich lohnt sich und wem das Beschriebene noch zu wenig ist, der ergänzt seinen Ausflug mit einem Abstecher nach Liedberg und/oder Schloss Dyck, beides liegt in der Nähe.

Dieser Artikel enthält keine bezahlte Werbung!

Ausflug nach Kleinkölndüsseldorf

Kleinkölndüsseldorf? Das ist für mich Monheim am Rhein. 2010 las ich dieses Buch und war beeindruckt. Da war in Monheim ein junger Mann, der anpackte, praktisch dachte und alten Zöpfen den Kampf ansagte.

Daniel Zimmermann ist in Monheim bis heute noch Bürgermeister im Amt. In den letzten Jahren tauchte diese Stadt mit seinen rund 40000 Einwohnern immer wieder positiv und negativ in den Medien auf und ich wollte jetzt endlich einmal mit eigenen Augen sehen, ob Monheim wirklich etwas Besonderes ist dank Daniel Zimmermann.
Bei der Fahrt in die Monheimer Innenstadt erinnerte mich ein Gebäudeensemble etwas an Köln, nur zwei Nummern kleiner.

Das ist in Köln

Dann kamen wir an der neusten mediengehypten Errungenschaft von Monheim vorbei, dem Geysir in der Mitte eines Kreisverkehrs.

Ein Kunstwerk für round about 450000 Euro, das Monheim einen 12 Meter hohen Geysir beschert, wenn die Sonne insgesamt ca. 64 Stunden lang geschienen hat. Wann der nächste Ausbruch voraussichtlich stattfindet, kann man auf dieser Website erfahren:

https://www.monheim.de/freizeit-tourismus/geysir

Die Autos werden dann kurz vor Ausbruch dank roter Ampeln daran gehindert, den Kreisverkehr zu benutzen. Geben Sie in die Suchmaschine Ihres Vertrauens „Monheim“ und „Geysir“ ein und ein vielfältiges Angebot an Filmchen, Informationen und Satire erwartet Sie.

Wir fanden am Rhein einen kostenlosen Parkplatz, wo uns diese Informationstafel empfing. (Nicht mit Graffiti bemalt, was für ein Lesegenuss).

Also gingen wir erst einmal in die Altstadt, vorbei an der Marienburg (ehemaliges Landhaus des Abgeordneten Eugen von Kessler aus dem 19. Jahrhundert, heute ein Tagungszentrum) mit dem kleinen englischen Schlosspark.

Auch kamen wir an diversen älteren Häusern vorbei.

Obwohl in der Altstadt Kneipen und Restaurants noch nicht geöffnet waren, stellte sich ein kleines uriges Gefühl ein à la Düsseldorf oder Köln in besseren Zeiten. Wir schlenderten die Hauptstraße entlang, wo uns besonders stark die Bautätigkeiten auffielen- größer, schöner und moderner scheint das Motto zu sein.
Die Umwelt ist in Monheim ein Thema. Zwei Beispiele: Das Busfahren ist für die Bürger kostenlos, viele Baumscheiben sind so gestaltet:

Insektenfreundlich und mit Tipps für Gärtner auf den Schildern.

Der Weg zurück zum Parkplatz führte auf der Rheinpromenade entlang, vorbei am bis 2004 noch aktiven Aalschokker

und vorbei an einer kleinen Loreley.


Wir waren eigentlich schon beim Parkplatz, doch der Landschaftspark im Rheinbogen mit seinen Ausblicken zum Durchatmen ließ uns noch länger spazieren gehen.

So machten wir noch diese Entdeckung:

Monheim ist ein interessantes Ausflugsziel. (Auch für Kinder, denn es gibt einen schönen Spielplatz und einen Pferdehof am Rhein und es fährt normalerweise auch eine Fähre auf die andere Rheinseite zu einem Ausflugslokal). Das, was wir von Monheim gesehen haben, war proper, aber ob es sich besser in Monheim leben lässt, das kann ich nicht beurteilen.

Neersen: Kinder-Kunst-Kanäle-Kleingartenverein

Neersen, ein Stadtteil von Willich, bietet ein wunderbares Ausflugsziel: Schloss Neersen und dessen Umland. Das Schloss hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich

https://www.stadt-willich.de/de/willichundich/schloss-neersen/

und heute ist dort u.a. das Rathaus von Neersen untergebracht oder es finden im Sommer auch Festspiele statt.


Zu dem Schloss gehört ein schöner Park, in dem Kinder und Kunstliebhaber besonders auf ihre Kosten kommen. Neben einem schönen Spielplatz gibt es ein Labyrinth, eine besondere Schaukelanlage und einen Pfad der Sinne.

In dem Park sind knapp dreißig Skulpturen installiert und es macht Spaß, sie zwischen den z.T. sehr alten Bäumen zu entdecken.

Dabei kommt man dann auch noch an einem Rosarium vorbei

Die Rosen waren noch nicht so weit, aber trotzdem blühte es in Hülle und Fülle.

und in Nichtcoronazeiten hat man die Möglichkeit, an zwei Plätzen einzukehren.

Auf der Internettplattform „Komoot“ fand ich einen schönen Spaziergang, der vom Schloss aus in das Umland der Anlage führte.

Auf Komoot heißt der Spaziergang „Schloss Neersen-Aussichtsplattform am Nierssee Runde“. Er ist knapp 6km lang und wird als „mittelschwer“ angegeben. Wir fanden ihn leicht, die Bewertung „mittelschwer“ basiert auf der Tatsache, dass nicht alle Wege befestigt sind.

Wir kamen vorbei an Kanälen, der Niers und dem Nierssee. Hier ein paar Eindrücke:

Nach langer Zeit mal wieder ein Lieblingsbank-Foto.
Seit 2019 gibt es diesen Zugang zum Nierssee.


Dieser Spaziergang bot viele Fotomotive, dank der Skulpturen,

der alten Naturzeugen

und dank des vielen Wassers, in dem man schöne Spiegelungen entdecken konnte.

So oder….
so…?

Fast am Ende des Spaziergangs hielt der Neersener Kleingartenverein eine Überraschung für uns bereit. Eigentlich sehen wir uns Kleingärten gerne an, aber hier verzichteten wir darauf. Selbst vom Außenzaun der Anlage sah man, dass mehrere Gärten bereits in ach so praktische Schotterwüsten umgewandelt waren. Der Geist eines Kleingartenvereins ad absurdum geführt…


Wir verbrachten eine halben Tag in Neersen und tankten dabei unsere Batterien wieder auf. Man kann sich auf den Niederrhein verlassen!

Ich sehe den Niederrhein schwarz-weiß (Fleuthkuhlen2)

Während der Radtour im Fleuthkuhlengebiet kam ich auch an typischen Niederrheinmotiven vorbei, die ich schon so oft fotografiert habe. Aber ich kann einfach nicht anders und muss dann wieder auf den Auslöser drücken. Diese Fotos habe ich jetzt mal in schwarz-weiß Bilder umgewandelt, was ich auch sehr reizvoll finde.

Auch die Fleuthkuhlen „haben was“ in schwarzweiß.

In Aengenesch gibt es eine kleine Kirche. Sie war geschlossen, doch vom seitlich gelegenen offenen Gebetsraum kann man auch in das Innere sehen. Schöne Fenster und ein für die kleine Kirche imposanter Holzaltar sind zu entdecken.

Ganz in der Nähe steht die Turmruine von Haus Langendonk, sie ist eine meiner niederrheinischen Lieblingsmotive, weil sie zu jeder Jahreszeit anders wirkt und mich auch ein bisschen an Schottland erinnert.

Aber kommen wir zu Farbbildern zurück. Die Lösung meines Vogelquiz steht ja noch aus.

Oben links sehen Sie einen Mäusebussard, daneben einen Star, darunter ein Kleiber.. Unten links geht es mit einem Fink weiter, in der Mitte sieht Sie keck ein Zaunkönig an und rechts sitzt eine Feldlerche. Ihr Gesang gehört für mich auch zum Niederrhein:

Und hier ein neues Rätsel, bei denen ich aber Ihren Rat brauche. Ich bin an diesem Baum vorbei gefahren- gibt es Bunkerbäume?

Wer weiß mehr darüber?

Bis Samstag!