Noch ein Rhododendron-„Nachschlag“

Wem mein gestriger Tipp für die Rhododendron-Blüte noch nicht reicht, hier noch ein zweiter Hinweis:

In Krefeld-Traar gibt es den Heilmannshof. Die meisten kennen ihn entweder wegen seines Hofladens oder wegen der Gärtnerei, aber die wenigsten wissen, dass man während der Öffnungszeiten des Ladens auch den Park besuchen darf. Mitten in diesem Park liegt eine der Nieper Kuhlen.

Nördlich davon ist der Park wilder, südlich erinnert er noch an einen alten Schlosspark. Überall blühen Rhododendron und es gibt eine schöne Blue Bell Wiese.

Aber der Park hat noch mehr zu bieten. Man hat die Chance, Eisvögel zu beobachten! Wenn Sie einen Besuch planen, bringen Sie nur Geduld mit. (Und vielleicht eine Thermoskanne Kaffee und Kuchen).

Einer der beiden Plätze, von denen man die Chance hat, den Eisvogel gut zu sehen

Außerdem ist eine Stelle im Park noch auf anderer Weise magisch.

Im Gutshof steht ein Informationsschild, auf dem die Wege im Park eingezeichnet sind. Schauen Sie sich das Bild an, denn man kann um den See nicht herum gehen.

Nach dem Parkspaziergang stattete ich dem Hofladen einen Besuch ab. Hier gibt es u.a. auch alte Apfelsorten und ich probiere immer mal wieder gerne eine neue aus.

Und die Käsetheke ist ein „Muss“. Ingwer-Pfefferkäse, den „Wilden Bernd“ oder den österlichen Möhrrübenkäse kann ich nur empfehlen. Dieser Laden würde auch gut zu einer der „Deutschen Käsestraßen“ passen…Sie kennen die „Deutschen Käsestraßen“ nicht? Um ehrlich zu sein, waren mir bisher auch nur die deutsche Weinstraße, Märchenstraße oder Straße der Alleen bekannt, aber es gibt die Käsestraßen tatsächlich. Morgen mehr darüber.

Wer mehr über den Heilmannshof wissen möchte:http://www.heilmannshof.de/

 

 

 

Waren Sie schon einmal in der Stadt des Mispelstreuselkuchens?

Ich spreche von der Stadt Viersen, der Sie einmal einen Besuch abstatten sollten. Das tat ich Ende März, denn schon lange wollte ich mir den Viersener Skulpturenpark ansehen. In und um einen kleinen Park herum stehen 12 außergewöhnliche Kunstwerke von weltberühmten Bildhauern. Hier kann man sich beim Fotografieren wahrlich austoben.

 

Skulptur „Outfit“

 

Aber nicht nur hier:

Viersen bietet alte interessante Architektur, weitere schöne Grünanlagen und diverse Feste. So z.B. im Juni das alle zwei Jahre stattfindende „Viersen blüht“, bei dem aus Blumen sagenhafte Skulpturen gezeigt werden, Deutschlands größten Kinder- und Jugendflohmarkt, die Billiard WM, eine Bierbörse oder am Aschermittwoch in dem Stadtteil Dülken den Schöppenmarkt, einen der größten Krammärkte Deutschlands.

P.S. Nr. 1 – Und Sie finden in Viersen noch einen fast intakten Einzelhandel

PS. Nr. 2 – Die Mispel ist ein Motiv im Viersener Stadtwappen. Falls Sie keinen Kuchen mögen: Es gäbe auch Mispellikör, Mispelpralinen…

PS. Nr. 3 – Verbinden Sie bei einem Ausflug doch einmal die Besichtigung des Skulpturenparks mit dem Fest „Viersen blüht“- Hier weitere Infos:

https://www.viersen.de/de/inhalt/viersen-blueht-8611118/

 

Mal wieder ein bisschen Kunst…

 

…zum Welttag des Baumes ( ich weiß, vorgestern hatte ich den Welttag des Buches auf dem Bildschirm, aber beide gehören ja auch gewissermaßen zusammen)

„Mal wieder ein bisschen Kunst…“ weiterlesen

Sehen Sie Ihren Kaffeebecher mit anderen Augen

Der Autor wird Ihnen evtl. bekannt sein, denn vor einigen Jahren schrieb er den Bestseller „Der Hase mit den Bernsteinaugen“. (Wer es nicht kennt: Ein faszinierendes Buch über eine Sammlung von Netsuken, die de Waal vererbt bekommen hat und deren Geschichte und damit auch die Geschichte seiner jüdischen Vorfahren er aufspürt).

In dem Buch „Die weiße Straße“ widmet er sich nun seinem Lebensinhalt, dem Porzellan. De Waal ist Töpfermeister und war eine Zeitlang Professor für Keramik an der University of Westminster. Er wollte immer schon der Geschichte des Porzellans nachgehen und dies ist das Thems des Buches. De Waal reist deshalb nach China, Frankreich, Deutschland, England und in die USA. In China will er die Anfänge des Porzellans erkunden und diese liegen in der Stadt Jingdezhen. Kenntnis darüber hat man durch das Tagebuch des Jesuitenpaters Père dˋ Entrecolles, der mehrere Jahrzehnte dort lebte. 

In Deutschland kommt de Waal nach Dresden und nach Meißen und erzählt von dem alles sammelnden König August, der, egal was es kostet, eigenes Porzellan haben will. Zwei Männer, Tschirnhaus und Böttger, sind für ihn die Alchemisten. Das „Trial and Error“ der beiden wird von de Waal eindrucksvoll beschrieben.

In England ist es ein Apotheker, der die erste Versuche unternimmt, Porzellan herzustellen. Hier fällt dann auch zum ersten Mal der Name Wedgewood, der aber noch eine ganz andere Aufgabe bei der Verbreitung des Porzellans hat. Bei der Suche nach Rohmaterial für die Herstellung von Porzellan reiste man auch nach Amerika und kommt in ein Gebiet, in dem Indianer schon lange zuvor porzellanähnliche Schalen hergestellt haben…

Kennen Sie das Gefühl, dass Sie glücklich sind, ein Buch immer griffbereit zu haben, weil die Lektüre Ihnen so viel bietet und zukünftig noch bieten wird? „Die weiße Straße“ ist so ein Buch für mich. Meine kurze Beschreibung kann nicht den Gedankenreichtum wiederspiegeln, den man in diesem Buch findet. Der Autor ist ein viel belesener Mann, der manchmal auch abschweift und auch immer wieder Einblicke in sein schwieriges Leben als Künstler gibt. Und dann sind da auch noch die Schilderungen über die unglaubliche Besessenheit der Menschen, die an der Herstellung von Porzellan beteiligt waren. Zu was ist der Mensch im positiven Sinne fähig?

 

Duisburger Löcher- Auflösung Fotorätsel

 Diese beiden Löcher gehören zu einem Brunnen, der auf der Brunnenmeile in Duisburg steht. Der Titel des Brunnens ist „Schiffsmasken“ und er ist von Thomas Virnich gestaltet worden.

Ich fotografiere Skulpturen sehr gerne, im Laufe der nächsten Woche gebe ich deshalb auch einen Ausflugtipp zu „fotografischen Leckerbissen“ dieser Art.

Jetzt kachelt es- Besuch in Kevelaer Teil 2

 

Erst einmal die offizielle Beschreibung der Ausstellung, gelesen auf der Internetseite des Museums:
In der Zeit vom 26. Februar bis zum 17. April vermittelt das Niederrheinische Museum in Kevelaer seinen Besuchern in einer Kabinettausstellung den „Zauber alter Fliesen“, eine Ausstellung, dem die wertvolle Fliesensammlung des Ehepaar Posten zugrunde liegt.

Die Herstellung glasierter Fliesenkeramik bagann schon im alten Orient. Niederländische Fliesen, zunächst noch stark durch maurisch-iberische Einflüsse geprägt, lassen sich erstmals im 16. Jahrhundert nachweisen und werden je nach Intensität der Bauperioden als Objekte der Wohnkultur häufig in hohen Stückzahlen durch Manufakturen vertrieben.

Die ungeheure Motivvielfalt, dekorative Wirkung und Qualität machten Fliesen zu einem beliebten Sammelgut und kulturhistorischen Kostbarkeiten, wobei vor allem die aus mehreren Fliesen bestehenden Fliesenbilder das besondere Interesse mancher Sammler fanden.

 

Ich hätte diesen Blogeintrag auch mit “ Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ betiteln können. Viele der gezeigten Fliesen haben Motive aus der Mythologie oder stellen Szenen aus einem Buch da, das in Holland weit verbreitet war. Es hat den Titel „Alle de wercken van Jacob Cats“und gibt Anleitungen zum moralischen Verhalten. 

Irritierend aus heutiger Sicht: Berufe wurden ebenfalls dargestellt, so z. B. auch der Beruf des Henkers. (Man stelle sich eine heutige Küchenbekachelung vor mit Berufen wie z.B…. denken Sie selbst an für Sie unsympathische Berufe). Ganz aktuell: Es gibt seit dem 16. Jahrhundert Kacheln, die bereits vor dem Rauchen warnen.

Es gibt zu der Ausstellung einen Katalog, den ich mir dummerweise erst nach der Besichtigung gekauft habe. Er bietet viele übersichtliche Hintergrundinformation zu einzelnen Kacheln, diese hätte ich gerne schon beim Ansehen gehabt.

Die Kacheln strahlten einen besonderen Zauber und Verletzlichkeit aus, vielleicht wegen den kleinen Beschädigungen und auch z.T. verblassten Farben. Ich freue mich, dass ich sie mir habe ansehen dürfen.

Eine zweite Museumsüberraschung- Besuch in Kevelaer Teil 1

Ja, eigentlich wollte ich mir auf meiner ersten Niederrheintour nur „mal eben kurz“ die Ausstellung „Vom Zauber alter Fliesen“ im Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer ansehen und dann hauptsächlich mit dem Rad Richtung holländische Grenze fahren. Aber das Museum machte mir einen Strich durch die Rechnung, denn es war, wie das letzte Woche beschriebene Museum in Münster eine große, sehr schöne Überraschung und das Rad blieb im Auto. Es gab in dem Museum so viel zu entdecken, dass ich meinen Bericht aufteile. Die holländischen Fliesen kommen morgen dran, heute erst einmal ein paar Eindrücke vom Präsenzbestand des Museums.

Das Museum liegt mitten in Kevelaer (Straße „Am Museum“, parken am besten auf dem Parkplatz „Ladenstraße“). Der Eintritt ist mit 3 Euro für alle Ausstellungen sehr zivil. Kommt man in den ersten Ausstellungsraum, wird man in seine Kindheit katapultiert: Altes Spielzeug, Puppenhäuser, die Einrichtung einer alten Schulklasse und ein Tante Emma Laden erwarten den Besucher und man kann schon unendlich viel betrachten. 

Die Welt der Käthe Delhey aus Emmerich. Von diesen Displays gibt es ca. zwanzig.

Geht man in den nächsten Raum, erwarten einen „alte Handwerkskünste“, wie z.B. die Glasmacherei, die Stickerei ( für all die Bischofsgewände) oder der Holzschuhmacher.

Auch im dritten Raum kam ich ins Schwärmen. Hier gibt es eine beeindruckende Sammlung von Steingut, Fayencen, Porzellan oder niederrheinischer Pottbäckerei. Besonders angetan war ich von der Dekoration des Alltagsporzellans aus der Weimarer Republik

 + der niederrheinischen Irdenware aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Natürlich darf in einem Volkskundemuseum in Kevelaer das Sakrale nicht fehlen. Hier müssen die umfangreiche Sammlung an Rosenkränzen und die ausgefallenen Marienstatuen erwähnt werden.

Z.Zt. kam man darüber hinaus sich noch eine Grafikausstellung zum Thema „eine Wallfahrt nach Kevelaer“ von Heinrich Heine betrachten.

Ich habe mir längst nicht alle Vitrinen und Räume angesehen, da ich ja eigentlich nur die Fliesenausstellung besuchen wollte. So brach ich meinen Besuch irgendwann ab. Da mein Mann das Museum auch nicht kennt, werde ich bestimmt noch einmal wiederkommen.

Das war in sehr großer Kürze Teil 1. Morgen zeige ich dann ein paar Beispiele aus der Fliesensammlung und erzähle ein bisschen dazu.

Er hätte nicht joggen müssen

Mein Mann und ich waren am vorletzten Wochenende in Münster, um uns die Henry Moore Ausstellung im LWL-Museum für Kunst und Kultur anzusehen.

Wir kannten dieses Museum noch nicht und wollten um 14 Uhr eine Führung mitmachen. Man muss dann um Punkt 13 Uhr da sein, um einen Platz zu ergattern. (Internetreservierung ist nicht vorgesehen). Wir waren 13.20 Uhr da, Pech gehabt, Führung für uns kein Thema mehr. Also sahen wir uns die Ausstellung auf eigene Faust an. Sie zeigt Kunstwerke von Henry Moore in Korrelation zu Werken von anderen Künstlern (z.B. Picasso, Hartung, Beuys, Arp oder Giacometti), die von Moore beeinflusst wurden oder seine Ideen weiter entwickelt haben.

Wir kannten schon einige der imposanten Skulpturen von Henry Moore aus anderen Städten und waren von ihnen immer wieder fasziniert. Bei dieser Ausstellung wurden fast nur die kleinen Arbeitsmodelle für die großen Figuren gezeigt (verständlicherweise), aber diese „Urkraft“ seiner Skulpturen war jetzt nicht zu spüren. Deshalb waren für mich die ebenfalls gezeigten Zeichnungen und Vorstudien zu den Skulpturen noch interessanter, aber alles in allem fanden wir die Ausstellung etwas blutleer.

Da wir nun aber schon einmal in dem Museum waren, besuchten wir auch noch die anderen Stockwerke und waren einfach nur „baff“. Hatten wir uns auf Henry Moore mit Hilfe von Büchern schon etwas vorbereitet, so wussten wir von dem Museum gar nichts und kamen aus dem Staunen ob der Qualität der dargebotenen Kunstwerke und der Größe und der Architektur des Museums nicht mehr heraus.

Ich zähle hier jetzt nichts von den Kunstwerken auf, gleich gibt es passende Links. Nach 2 1/2 Stunden waren wir nicht mehr aufnahmefähig und hatten längst nicht alles gesehen. Lapidar meinte mein Mann: „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich heute früh nicht joggen müssen…“.

Obwohl wir noch Zeit gehabt hätten, um in Münster ein bisschen zu bummeln, waren wir zu kaputt und sind nach Hause gefahren. Aber wir werden wiederkommen mit frischem Kopf und viel Neugierde.

Die Henry Moore Ausstellung läuft noch bis zum 19.3.2017.

Dieser Bildband gefiel mir von allen angesehenen am besten, da der Fotograf nicht nur die Skulpturen zeigt, sondern auch Bilder mit Naturmotiven, die den Bildhauer beeinflusst haben.

Hier noch ein Link zu einer Ausstellungskritik aus der ZEIT mit einem, wie ich finde, interessanten Ansatz, als was man heute die Werke von Moore betrachten kann.

http://www.zeit.de/2016/48/henry-moore-muenster-skulpturen-ausstellung

Und wenn Sie sich jetzt vielleicht einen Museumsbesuch vornehmen, dann sind Sie hier richtig:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/LWL-Museum_für_Kunst_und_Kultur

 

Da war doch was im September…

Im September kündigte ich hier in meinem Blog an, Ihnen auch einmal zu beschreiben, wie ich zu meinen Encaustic Bildern komme. Seitdem hatte ich aber entweder keine Zeit oder war lustlos. Doch das hat nun ein Ende und ich löse heute mein Versprechen ein!

Das Endprodukt, das Einige von Ihnen ja vielleicht auch schon in natura kennen, sieht so aus:

Wachskarten

Jede Briefkarte ist ein Unikat und ab nächster Woche werden die Karten in der Mayerschen Bücherinsel in Duisburg-Rheinhausen angeboten.  

Hier nun aber die versprochene kurze Beschreibung, wie ich bei diesen Wachsbildern vorgehe:

WACHSKOLLAGE

Oben links sieht man Blanko – Memorykarten. Diese bemale, beklebe oder bestempele ich. (Beispiel oben rechts). Danach erhitze ich weißen oder gelben Wachs (gekauft oder Stumpenreste von Kerzen). Ist der Wachs flüssig, bemale ich die Karte mit Wachs. (Rechts unten). Ist der Wachs nicht gleichmäßig verteilt, nehme ich einen Föhn und erhitze den Wachs auf der Karte noch einmal und tupfe überflüssigen Wachs ab. Ist der Wachs getrocknet, kann man die Karte noch zusätzlich bemalen.

Um diese 50 Bilder fertig zu stellen, brauche ich ca. 10 – 12 Stunden.

Encaustic Bilder

Wie Sie sehen, sind die Hintergründe sehr unterschiedlich. Ich habe eine ziemlich große Papiersammlung, stelle aber auch immer wieder eigene Hintergründe her. Darüber schreibe ich dann demnächst, dauert aber nicht wieder mehrere Monate…

Zum Abschluss möchte ich Ihnen jetzt noch einen anderen Blog ans Herz legen. Auch hier geht es u.a. um Encaustic, aber mit einer ganz anderen Vorgehensweise:

http://ilse-heines.de

Viel Spaß beim Ausprobieren!