Litauen/Lettland-Reise- der letzte Tag in Riga

Zum Ende unserer Reise besuchten wir die lettische Hauptstadt Riga. Wie im letzten Bericht schon erwähnt, kann man von Jūrmala aus sehr günstig mit den Zug dorthin fahren. Das taten wir dann auch und um es vorweg zu sagen: Riga hat uns nicht so gut gefallen. Das lag evtl. daran, dass wir noch die Eindrücke von Vilnius (und von einer anderen Reise auch die von Tallin ) im Kopf hatten und verglichen und Riga dabei wegen ihrer lauten und hektisch Großstadtatmosphäre schlechter wegkam, es könnte aber auch sein, dass uns besonders die Altstadt an das überlaufende und überteuerte Prag im November erinnerte.

Es empfing uns ein ziemlich deprimierender Bahnhof. Er steht auf einer imaginären Grenze zwischen Altstadt und Ostblock-Gebäuden. Diesen Teil besuchten wir zuerst.

Im Uhrzeigersinn: Oben rechts am Bahnh0f, dann einige Hallen des Großmarktes, unten links die Akademie der Wissenschaften, darüber ein Plastikblumenstand

Der Großmarkt begeisterte uns nicht so sehr wie die Autoren unseres Reiseführers und so wechselten wir auf die Altstadtseite.

Es gibt viele prächtige Gebäude, alle picobello restauriert, aber zwischendurch ernüchtert immer mal wieder ein Betonklotz. Schon jetzt waren viele Reisegruppen unterwegs und Abfertigungsrestaurants für Touristen gab es diverse. Ruhe, um u.a. auch die deutsche Geschichtsträchtigkeit dieses Ortes zu würdigen, fanden wir nicht. Eintritt für den Dom wird genommen, wäre ok, wenn vor der einzigen Kasse nicht eine ellenlange Schlange gestanden hätte. Gefallen hat uns der Grüngürtel, der fast einen Halbkreis um die Altstadt macht. Da konnte man von den Menschenmassen durchatmen.

Riga ist aber nicht nur wegen seiner Altstadt berühmt, sondern auch für seine Neustadt mit über 800 Jugendstilhäusern.

Schon der Hammer oder? Vielleicht hätten wir hier zuerst hingehen sollen? Die Touristen verteilen sich mehr und wir entdeckten auch einige pfiffige Restaurants und Geschäfte. Was uns hier, wie übrigens auf unserer ganzen Reise positiv auffiel: Weder die historischen Gebäude noch Schilder, Skulpturen oder Automaten waren mit Graffitis besprüht. Es gibt Graffitis, aber meistens nur an baufälligen Gebäuden.

Um der Großstadt etwas zu entfliehen fuhren wir noch nach Kipsala, einem Viertel, in dem noch eine Reihe alter Holzhäuser stehen, die jetzt peu à peu restauriert werden.

Samstags findet ein Markt statt mit Kunsthandwerk und regionalen Lebensmitteln. Die Atmosphäre erinnerte uns an den Krefelder Flachsmarkt oder an einen englischen Wochenmarkt. Das lag nicht nur an der angebotenen Ware, sondern auch an den Menschen, die hier verkauften oder flanierten. Sie waren locker und entspannt, ja man entdeckte auch öfter mal ein Lächeln.

Sie stolpern über den letzten Satz? Wieso betone ich Lockersein und registriere das Lächeln? Nun, das kam auf der Reise nicht häufig vor. Wir erlebten sowohl die Bewohner von Litauen als auch die von Lettland als mehrheitlich verschlossene, desinteressierte oder sogar unfreundliche Menschen. Die Gründe dafür liegen wohl in der leidvollen Geschichte beider Länder, aber für die Urlaubsstimmung zweier Menschen aus dem Rheinland war das suboptimal.

Ich habe darüber schon mit verschiedenen Leuten gesprochen, die andere Erfahrungen gemacht haben. Nur waren diese entweder mit einer organisierten Reisetruppe unterwegs oder kannten Familien vor Ort. An Sprachproblemen lag es übrigens nicht, denn man kommt mit Englisch überall weiter.

Bei einem zweiten Urlaub, das können wir uns durchaus vorstellen, würden wir uns deshalb eine Ferienwohnung mieten, um unabhängiger von der Laune anderer Leute zu sein.

Morgen geht es in meinem Beitrag um etwas Prozentiges.

Litauen/Lettland-Reise Nr.3-Vilnius

Ich stehe vor der Kathedrale mit separatem Glockenturm

Wenn man in Vilnius ankommt, fallen zuerst die sehr modernen Gebäude in der Neustadt auf, die einen Vergleich mit denen von Rotterdam nicht scheuen müssen. Gerne wäre ich hier auch durch die Straßenschluchten gezogen, tolle Architekturfotomotive hätte es viele gegeben. Aber wir waren nur einen Tag in der litauischen Hauptstadt und so blieben wir in der Altstadt, die zum UNESCO Kulturerbe gehört.

Über 50 katholische und orthodoxe Kirchen aus verschiedenen Jahrhunderten sind das erste Besichtigungsthema. Wir sahen uns einige an. Natürlich ist jede eine Schatzkammer: Prunk, Prunk,Prunk! Die Kirchen waren gut besucht, kaum von Touristen, sondern von Anwohnern. Sei es, dass Kommunion gefeiert wurde, ein Chor sang, ein junges Mädchen herzzerreißend Gitarre spielte oder man eben kurz zum Gebet in die Kirche ging. Sehr beeindruckend, abgesehen von der Tatsache, dass Bettler vor den Kirchen nicht beachtet wurden. (Diesen Satz musste ich loswerden, wer mich kennt, weiß warum).

Hier spielte das Mädchen mit der Gitarre

So fühlte ich mich dann auch wohler in

Uzopio ist eine unabhängige Republik mit eigener Verfassung und Botschaftern innerhalb der Altstadt von Vilnius. Am Ende dieses Beitrags habe ich einen Auszug aus Wikipedia zu dieser Republik angehängt für alle, die mehr darüber wissen möchten.

Die Verfassung der Republik hat 42 Leitsätze und ist an dieser Mauer in 23 Sprachen angeschlagen.

Wenn man durch die Altstadt streift, findet man immer wieder lauschige Ecken oder wird von der Pracht profaner Bauten überrascht.

Oben links ein Restaurant, das wir empfehlen können, unten links das Parlamentsgebäude.

Wir haben vieles Schönes aber auch Unschönes ( sprich trostlose Ostblockarchitektur, direkt hinter der Altstadt) nicht gesehen. Vilnius ist eine spannende Stadt, die man mehrere Tage lang erlaufen sollte.

Morgen geht es weiter mit einer Fahrt an die Ostsee.

Und hier noch ein paar Sätze über Uzupio:


In der Straße Paupio Gatve findet man bisher 23 Übersetzungen der Verfassung in den Landessprachen der Botschafter wie z. B. Russisch, Französisch oder Rumänisch und in weiteren Sprachen wie Esperanto. Zur feierlichen Enthüllung der Verfassung werden bedeutende Staatsvertreter eingeladen. Am 27. Mai 2017 wurden Übersetzungen der Verfassung in Hindi und Sanskrit im Beisein u. a. des indischen Außenministers M. J. Akbar und des indischen Botschafters enthüllt.[3]

Für die Münchener Botschaft von Užupis haben der Außenminister Thomas Chepaitis, der Botschafter H. E. Max Haarich und der KI-Experte Alex Waldmann gemeinsam einen zusätzlichen Artikel formuliert: „Any artificial Intelligence has the right to believe in a good will of humanity.“ Somit hat Užupis die weltweit erste Verfassung, in der Künstliche Intelligenz erwähnt wird.

Die Unabhängigkeit wird alljährlich am 1. April gefeiert. An diesem Tag hält Užupis Wahlen und Umzüge ab, ernennt Botschafter und verleiht Auszeichnungen. Außerdem gibt es nur an diesem Tag eine eigene Währung und Grenzkontrollen. Am 1. April 2002 wurde auf dem Hauptplatz des Viertels ein Denkmal enthüllt, das zu einem neuen Symbol von Užupis geworden ist. Die Skulptur stellt einen Engel dar, der Trompete spielend die Erneuerung und die künstlerische Freiheit des Stadtteils symbolisiert. Seither wird Užupis auch „Engelsrepublik“ genannt und wird ein immer beliebteres Reiseziel unter Touristen.[4]

Botschaften der Republik Užupis

Die Republik Užupis wird weltweit durch über 200 Botschafter und Ehrenbürger wie den Dalai Lama vertreten.[5] Zum Botschafter werden meist Künstler, Kreative oder Kulturschaffende ernannt. Sie fördern den kulturellen Austausch zwischen der Republik Užupis und ihrem Empfangsstaat im Sinne der Freiheit der Kunst. Es gibt Botschafter für bestimmte Länder und größere Städte, aber auch für andere inspirierende Dinge wie Pusteblumen oder das Flöten auf der Straße. Die Botschafter der Republik Užupis erhalten eine Lehrberechtigung an der virtuellen Universität von Užupis.

Städtehopping an der Lahn

Das Gebiet der Lahn bietet wirklich viel. Neben dem Radfahren hält es auch für Wanderer viele schöne Wanderstrecken bereit und mehrere Lahnstädte sind wirklich sehenswert.

Eine Wanderstrecke führt zur Burg Braunfels. (Hin-und zurück ca. 25 km).

Abgesehen vom Aufstieg zur Burg ist die Wanderung leicht hügelig. Man geht durch schöne Buchen- oder Mischwälder und dann wird es wieder „luftig“  und man läuft über Felder, vorbei an Streuobstwiesen oder Blumen-Schönheiten. Feine Aussichten gibt es natürlich auch.

Auf der Burg Braunfels kann man an einer Führung teilnehmen, die allerdings nur in einige Räume einen Blick zulässt, da die Burg Privatbesitz ist. Aber ein gutes Café wartet und wenn man draußen sitzt, wird man mit Lavendelduft verwöhnt.

Wir haben auch ein kleines Städtehopping gemacht und sind durch Weilburg, Marburg und Limburg gebummelt.

Weilburg wird beherrscht vom imposanten Schloss. Von außen kommt es edel daher, auch innen soll es sehr schön sein. Uns haben die alten Bäume im Park am meisten beeindruckt.

Marburg besteht aus Neu- und Oberstadt. Die Oberstadt ist auch gleichzeitig die Altstadt, sehr verwinkelt, malerisch, pittoresque, geschichtsträchtig- fallen Ihnen noch ähnliche Eigenschaften ein? Marburg ist es!

Wie schon gesagt, wir bummelten nur durch die Städte und sahen uns nichts ausgiebig an. Beim Bummeln kamen wir in Marburg allerdings an sehr vielen Fachgeschäften vorbei, die einen erneuten Besuch mit mehr Zeit auch schon lohnenswert machen. Allen voran steht dieser Laden:

Eine Schatzkiste für Papierfans. Leider machte die Inhaberin gerade zu, als ich in den Laden wollte. Man sieht sie im Vordergrund, sie ist 87 Jahre alt…

Wie oft sind sie auf der Autobahn schon an Limburg vorbeigefahren? Man sieht kurz den Dom und schon ist die Stadt wieder aus dem Sinn. Viel zu schade! Limburg war Hopping-Stadt Nr. 3. 

Leider fing es zu regen an, deshalb gibt es nicht mehr Bilder. Auch hier wäre ein zweiter Besuch  nicht verkehrt. 

Morgen stelle ich Ihnen einen außergewöhnlichen Künstler vor.

 

 

Mal die Karl May-Brille ablegen (Ostseetipp Nr.1)

Wie vor einigen Tagen schon angekündigt, möchte ich Ihnen für Ihren nächsten Ostseeurlaub drei Städtebesuche schmackhaft machen und fange mit Bad Segeberg an.

Wer an diese Stadt denkt hat meistens das vor dem inneren Auge:

 Wen das nicht interessiert, der hakt Bad Segeberg dann schnell ab. Das ist aber ein Fehler! Bad Segeberg bietet Einiges. Ich fange mit den Dingen an, die wir nicht gesehen haben. Da ist z.B. ein großer See mit einer schönen Promenade zum Spazierengehen. Auf Museumsliebhaber wartet das Heimatmuseum oder die Villa Otto Flath, die Kirche St. Marien soll innen ebenfalls besuchenswert sein, war aber während unseres Aufenthalts geschlossen.

Wir fuhren nach Bad Segeberg wegen eines ARTE-Fernsehbeitrags über Noctalis, einem Museum, das keine Frage offen lässt, wenn es um Fledermäuse geht.

Rechts oben die Einflugschneise in die Höhle. Hier ist ein Lichtschrankenzähler eingebaut, so dass man die Zahl der Fledermäuse ermitteln kann.

Darüberhinaus besteht die Möglichkeit, in einem Vivadium Fledermäuse zu beobachten und eine Höhlenführung mitzumachen. In dieser Höhle überwinterten letztes Jahr 31000 Fledermäuse. Dann darf niemand die Höhle betreten, aber jetzt im Sommer sind fast alle Fledermäuse ausgeflogen und bei der Führung erfährt man noch einmal viel Wissenswertes. Und wenn man Glück hat, begrüßt einen Foxi Flatterinchen, ein zahmer australischer Flughund, der von seiner Mutter verstoßen wurde und jetzt eine Ersatzmama hat. Allerdings konnte sie ihm das Fliegen nicht beibringen und so ist er auch draußen sehr anhänglich.

Die Diskussion über das Bienensterben kann auf Fledermäuse ausgeweitet werden. Auch ihre Zahl sinkt beängstigend aus denselben oder ähnlichen Gründen, die den Bienen und anderen Insekten das Überleben schwer machen.

Das  Noctalismuseum liegt am Rande der Altstadt von Bad Segeberg. Hier lohnt sich ein kleiner Spaziergang.

Pfiffig fand ich die kleinen Wieseninseln auf der Fußgängerzone. (Siehe oben links). Diese waren z.T. schön dekoriert, bepflanzt oder es wurde ein Thema demonstriert. (Siehe oben rechts). Die ansonsten etwas langweilige Fußgängerzone wurde dadurch interessanter und grüner.

Das war Städtetipp Nr. 1. Übrigens ist das Fledermausmuseum auch bestens für Kinder geeignet, Vieles wird für Kinder sehr spielerisch erklärt.

Übermorgen nehme ich Sie mit nach Ratzeburg, wo die Altstadt auf einer Insel liegt.

Ein Fußballtag- Teil 2

Es ist schon viel über das 2015 eröffnete Deutsche Fußballmuseum in Dortmund geschrieben worden und bestimmt haben Sie auch schon etwas darüber gelesen. Deshalb möchte ich es nur als Ausflugstipp in Erinnerung bringen und Ihnen einige Eindrücke vermitteln.

Ich bin kein so großer Fußballfan, aber den Besuch des Museums fand ich sehr interessant und abwechslungsreich und der höhere Eintritt ist akzeptabel. Man sieht viele Erinnerungsstücke, wie z.B. Sepp Herbergers Notizbuch oder Lehmanns Zettel beim Spiel Deutschland gegen Argentinien.

Die Geschichte des Männerfußballs und des Frauenfußballs wird erzählt, viele kleine Filme über historische Fußballszenen werden gezeigt.

Und natürlich kommen einzelne Fußballmannschaften auch nicht zu kurz…

Man, und das machte Kindern besonderen Spaß, kann sich in einer Kanine als Fernsehreporter, der ein Fußballspiel kommentiert, versuchen, natürlich ist auch ein Feld zum Fußballspielen vorhanden. Direkt neben dem Bus der Nationalmannschaft.

Das Thema Hooligans wird ebensowenig ausgespart, wie DFB-oder FIFA- Skandale und man bekommt momentan noch einen Ausblick auf die Fußball-WM in Rußland. 

Um es kurz zu sagen: In diesem Museum finden Sie fast alle Antworten auf die Fragen, die Sie immer schon mal loswerden wollten. Verhungern muss übrigens keiner, denn es gibt ein gutes Restaurant mit ziemlich schönem Ausblick und eine Art Snackbar. Und wer dann noch Geld loswerden möchte, kann sich im Souvenirshop austoben.

Fertig, oder in Fußballsprache gesagt: Die 90 Minuten sind rum.

Aber für alle, denen das zuviel Fußball war, hier noch die versprochene Alternative: Machen Sie einen Spaziergang durch die Hattinger Altstadt. Nur etwas mehr als 30 Kilometer von Dortmund entfernt, war sie unser Nachmittagsziel. Fast 150 Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 19 Jahrhundert säumen verwinkelte Gassen und lauschige Plätze.

Schlendern, fotografieren, ein kleines Museum besuchen, Schaufenster gucken, etwas Leckeres essen, hier kann man es sich gut gehen lassen.

 

Rimini Teil- 2 Italien Nr. 9

Vielleicht wundern Sie sich, dass ich noch einmal auf Rimini zurückkomme, aber diese Stadt besteht aus der Seefront und einer 2 km vom Meer entfernten Altstadt.

Der römische Triumphbogen, den Sie hier unten sehen, ist der älteste Italiens und wurde 27 v. Chr. erbaut. Ebenso die mehrbogige Brücke, sie ist sogar noch älter und wurde vom Kaiser Tiberius vollendet. An dem Fluss Marecchia oder im Fischerviertel Borgo San Giuliano kann man wunderbar spazieren gehen, wie auch im Hafen von Rimini (siehe mittleres Bild). In der Altstadt sind mehrere Palazzi aus der Renaissancezeit zu bewundern, in denen es teilweise auch moderne oder historische Kunstausstellungen gibt. Die obligatorischen Plätze für einen Marktbummel und/oder zum Kaffeetrinken und Leutegucken gibt es auch.

Rimini bietet also mehr als nur Strandleben. Würden wir hier noch einmal Urlaub machen? Auf jeden Fall, denn es gibt in Rimini und in der näheren Umgebung noch so viele andere sehenswerte Ziele, abgesehen mal von der Tatsache, dass der Apennin ja ganz nah ist und man dort auch toll wandern kann.

Bis zum Wochenende gibt noch drei italienische „Absacker“: einen literarischen, einen musikalischen und das Wochenendrätsel hat auch noch einmal etwas mit Rimini zu tun. Ciao!

Lyon- zu unrecht ein seltenes Reiseziel (Lyonwoche Nr.1)

Letzte Woche beschrieb ich Ihnen unsere Stopps in Metz und Nancy auf der Fahrt nach Lyon, diese Woche möchte ich anfangen, Sie ein bisschen mit Lyon bekannt machen.

Als zweitgrößte Stadt Frankreichs wird Lyon immer wieder mit Paris verglichen. Das hake ich hiermit schnell ab:

Kirche: Lyons Kirchen-Wahrzeichen „Notre-Dame de erinnert innen und auch außen an der Pariser Sacré-Coeur. Direkt unterhalb liegt allerdings kein Montmartre, sondern ein Park, durch den man zur Lyonner Altstadt kommt.

Friedhöfe: Lyons Friedhöfe sind einfacher, es gibt keine Prominenten-Pilgerstätten. So sind weniger außergewöhnliche Skulpturen zu entdecken.

Metro: Das Netz der Lyoner Metro ist nicht ganz so gut ausgebaut wie das der Pariser, aber…die Wagen sind alle sehr modern und fahren viel schneller, man muss sich eigentlich gar nicht hinsetzen.

Das war es aus meiner Sicht, denn es gibt viel mehr über die Besonderheiten von Lyon zu berichten und das werde ich in den nächsten Wochen in losen Abständen tun.

Fangen wir mit der Altstadt von Lyon an.

Die Altstadt von Lyon könnte auch die von einer süditalienischen Stadt sein, dank der Architektur und ihrem Flair. Ist zwar recht touristisch, aber durch die Straßen zu bummeln, macht trotzdem viel Spaß und es gibt dort auch einige interessante Museen, auf die ich aber auch noch in anderen Beiträgen zu sprechen komme.

Lyon liegt an zwei Flüssen (Saône und Rhône)

und ganz in der Nähe der Altstadt findet an einem der Ufer am Sonntagmorgen ein Kunstmarkt statt. Viel zu gucken, sowohl Kunst, als auch Leute. Am gegenüberliegenden Ufer kann man an Bouquinisten vorbeischlendern oder sich ins Marktgetümmel stürzen.

Und dann setzt man sich in einem Café in die Sonne und macht Urlaub…Bis morgen!

 

 

 

 

 

Nix für Etepeteteleute

Wenn Sie ein bisschen etepetete sind und barsche Witze in Ihren Ohren nichts zu suchen haben, dann müssen Sie folgenden Beitrag über eine Führung in der Düsseldorfer Altstadt nicht weiterlesen.

Wenn Sie aber z.B. wissen wollen
-woher die Begriffe Pumpernickel, Schäl Sick oder Fisimatenten kommen
-wie ein Altnazi die Düsseldorfer Altstadt verschandelt hat
-warum es zwischen Kölnern und Düsseldorfer öfter krieselt
-wieso Jakobe, Adele und Johanna für Düsseldorf so wichtig waren
– weshalb ein Konzertsaal nur bis 18 Uhr genutzt werden darf

-und das sind nur ein paar Themen, die auf der dreistündigen Altstadttour angesprochen wurden- dann sollten Sie sich Herrn Manes Meckenstock anvertrauen. Seit acht Generationen leben die Meckenstocks in Düsseldorf,  er weiß also, von was und von wem er erzählt.

 Die Gruppe (ca. 20 Interessierte) hat viel gelacht und ganz viel über Düsseldorf erfahren. Warum war ein Schwiegersohn aus Oberkassel früher ein „No Go“? Was hat die weiße Frau von Persil mit dem Schlossturm zu tun? Weshalb ist z.B. der Kirchturm von St.Lambertus schief? Wer hat es zu verantworten, dass es in der Altstadt Arkaden gibt und warum heißt das abgebildete Fass „Heidelberger Fass?

Wir hätten Herrn Meckenstock noch stundenlang weiter zuhören können…

Ich möchte mich auf diesem Weg bei ihm bedanken, denn er hat mir ein „weites Feld“ eröffnet. Düsseldorf ist eine spannende Stadt, die nur 15 Minuten von meinem Zuhause entfernt liegt und ich habe dadurch für die Zukunft noch viel zu „erforschen“. Die etwas unlockere Haltung mancher Düsseldorfer nehme ich dabei gerne in Kauf.

Dass ich keinen Quatsch schreibe möchte ich mit diesem Buch beweisen. Ich bestellte es mir direkt nach der Führung bei einem Antiquariat. Jakobe von Baden-Baden, eine Frau, die sich in Düsseldorf im 16.Jahrhundert(!) z.B. sehr für Religionsfreiheit eingesetzt hat…

Ach ja, hier noch mehr Infos zu der Altstadtführung:

http://www.manesmeckenstock.de/index.php/dorfschoenheiten

 

 

 

Das Hüls hinter dem Hülser Berg

Den Hülser Berg kennen viele von uns als Ausflugsziel, ich wollte aber wissen, was hinter Hüls steckt und machte letzte Woche eine kleine Fahrradtour in diesen Krefelder Stadtteil. Hinzu fuhr ich über Traar (Rather Str.) und Nieper Str., wo ich an zwei interessanten Gärtnereien vorbei kam. Diese werde ich bestimmt noch einmal mit dem Auto besuchen. Die letzten 4 km ( von insgesamt 15 von Rheinhausenmitte aus) fuhr ich auf der Straße Steeger Dyk. Schöner Radweg, u.a. vorbei an einer Wildblumenwiese.

Blumenwiese

image  image

Ich empfehle sehr, zwischendurch mal rechts oder links in andere Dyks abzubiegen. Die meisten sind Sackgassen und ein bisschen reingefahren, hat man den Niederrhein ganz für sich alleine und kann wunderbar ein Picknick machen oder einfach mal alle Viere von sich strecken.                     image

Hüls war für einen Freitagmorgen in der Ferienzeit sehr betriebsam. Man kommt über die Krefelder Str. in den kleinen Altstadtkern hinein und hier erwarten einen Cafes und Kneipen, um eine Pause zu machen. Bestimmt wird das Stadtbild von der Kirche St. Cyrakius, aber es gibt auch schöne alte Häuser, z.T. aus dem 16. Jahrhundert und Reste zweier alter Klöster. Etwas abseits vom Marktplatz gelegen findet man eine restaurierte Burgruine aus dem 15. Jahrhundert.

image image imageimage

Man kann sich beim Bummel durch Hüls also an Altem erfreuen, aber auch  an Einzelhandelsbesonderheiten. Es gibt z.B. eine Kunstgalerie, Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge, eine Goldschmiede oder eine alte Drogerie. ( zum 1.2.16 geschlossen, aber man sieht noch die alten Regale).

Kunstgalerie

image

Und dann machte ich in einem Schaufenster wieder einen „Fund“, der noch Thema unter „Es gibt Momente“ sein wird…

Die Rückfahrt ging dann über den Hülser Berg Richtung Kapellen und Elfrather See. Dort begrüßte ich dann „meine Freunde“, jedes Mal, wenn ich vorbei komme, muss ich einfach ein oder mehrere Fotos machen.

image image

Durch den Schlenker über den Hülser Berg wurden es ca. 40 km, aber durch Guck-,Liege-und Kaffeepausen waren diese sehr gemütlich.