Noch ein Törchen

Am Dienstag war ich mal wieder in Kevelaer, um im dortigen Niederrheinischen Museum eine Sonderausstellung anzusehen.

Da diese Ausstellung noch bis zum 16. Januar zu sehen ist, empfehle ich sie Ihnen heute. Leider durfte man im Museum nicht fotografieren, so dass ich mit Hilfe von Fotos von Pixabay ein bisschen Ausstellungsatmosphäre in diesen Beitrag zaubern möchte.

Bekannt ist, dass der erste Adventskalender 1908 in Deutschland angeboten wurde. Noch nicht mit den üblichen Törchen, sondern es gab ein Blatt mit 24 Bildern, dazu wurde ein zweites Blatt gelegt, auf dem zu jedem Tag eine kleine Geschichte stand. 1920 wurde dann der Törchen-Adventskalender erfunden. In der Ausstellung sieht man mehrerer Reproduktionen dieser ersten Kalender. Diese und auch die Kalender der nachfolgenden Jahrzehnte sind künstlerisch sehr schön und unterschiedlich gestaltet. Die meisten stammen aus deutscher Produktion, aber es sind auch ein Kalender aus den Wiener Werkstätten zu sehen oder auch aus England und den USA, wohin diese Idee schon bald exportiert wurde.

Ab den 70er Jahren, spätestens in den 80er Jahren, wurde der Adventskalender zu einem Massenprodukt. Die Gestaltung richtete sich häufiger nach den Verbrauchern und deren Sehnen nach heiler Welt und Glitzer.

Ich war mit einer Bekannten in der Ausstellung und ganz schnell erzählten wir uns Kindheitserinnerungen an die Vorweihnachtszeit und an die Weihnachtstage. Das war schön, denn an Vieles hatte ich jahrelang nicht mehr gedacht.

Die Sammlung der Adventskalender stammt zum größten Teil von der Spielzeugsammlerin Juliane Metzger. Da Frau Metzger sich 1977 entschloss, ihre Schätze abzugeben, bekam das Museum in Kevelaer auch eine erstaunliche Sammlung von alten Spielzeugen. Diese Sammlerstücke sieht man in der Dauerausstellung und auch sie lohnt ein Besuch. (Beitrag siehe unten).

Vorsorglich verabschiede ich mich für dieses Jahr von Ihnen, da ich noch nicht weiß, ob ich zwischen den Feiertagen etwas im Blog veröffentliche. Ich wünsche Ihnen ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr. Auch 2022 freue ich mich darauf, wieder Beiträge für Sie zu schreiben und hoffe, Sie weiterhin ein bisschen vom grauen Alltag ablenken zu können.

Bleiben Sie gesund- bis bald!

Dank einer Leserin

Die Liebe zur Heimatstadt Duisburg fällt manchmal schwer, doch dann bin ich auch wieder dankbar, dass ich hier wohne. Dafür verantwortlich ist u.a. die Duisburger Zentralbibliothek. Sie hat vor einigen Monaten einen neuen Online Auftritt bekommen. Zuhause auf dem Sofa sitzen,eine Tasse Kaffee steht bereit, sich online in den Regalen der Bücherei tummeln, Bücher entdecken und bestellen und schließlich in der Büchereifiliale vor Ort abholen, das ist für mich Freizeitgenuss. Das I-Tüpfelchen ist dann noch die Möglichkeit, sich Bücher via Fernleihe kommen zu lassen. Titel, die nicht im Bestand der Duisburger Bibliothek sind, aber in irgendeiner anderen vernetzten Bibliothek in Deutschland stehen, werden dort angefordert. Das habe ich schon mehrmals in Anspruch genommen. (Kostet pro Buch 3 Euro und man braucht pro Buch eine TAN-Nummer. Von diesen Nummern bekommt man von einer Mitarbeiterin zuvor via Mail mehrere mitgeteilt. Meine Bücher kamen z.B. aus Köln, Bielefeld oder der Bayerischen Staatsbibliothek in München in die Rheinhauser Bezirksbibliothek. Die meisten Bücher durfte ich für vier Wochen mit nach Hause nehmen, drei teure Kunstbildbände konnte ich mir vor Ort in Ruhe ansehen. Diese Stunden in der Bibliothek genieße ich ebenfalls. Der Service der Fernleihe ist deshalb so toll, weil ich schon lange vergriffene Bücher finde,

Ein Bildband aus dem Jahr 2003 über die Installationen und Bilder der amerikanischen Künstlerin Judy Pfaff

teure Bücher mir vorher ansehe, bevor ich sie mir kaufe

54,99 Euro für 290 Seiten- da ist ein Anlesen des Buches nicht das Schlechteste

oder Titel von kleinen Verlagen, die in Buchhandlungen nur sehr selten vorrätig sind, lesen kann.

Dieses Buch erschien 2018 im Golkonda Verlag

Ich freue mich schon auf das neue Jahr, denn längst habe ich noch nicht alle Serviceangebote der Duisburger Bibliothek ausprobiert. Ich weiß, dass ich immer freundliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fragen kann, wenn ich etwas nicht verstehe und fühle mich immer gut aufgehoben.

Deshalb mal der Dank einer Leserin.

Die Varus Nerv Bekanntschaft

Vor ca. drei Monaten lernte ich den Varus Nerv kennen. Hatte ich zuvor noch nie von ihm gehört, wurde er in verschiedenen Medien kurz hintereinander mehrmals erwähnt und ich wurde aufmerksam. Besonders beeindruckte mich eine Sendung, in dem Lars Lienhard zeigte, wie Sportler durch gezieltes Training eben dieses Nervenstrangs vermeintliche Schwächen in ihrer Sportart ausgleichen konnten. Ich entdeckte, dass Lienhard auch mehrere Bücher geschrieben hat und lieh mir diese beiden in der Bücherei aus:

Nun, was ist überhaupt der Vagus Nerv? Bevor ich laienhaften Blödsinn schreibe, zitiere ich den Leipziger Apotheker Ulrich Tepe, der sich auf seiner Internetseite u.a. auch mit dem Varus Nerv beschäftigt:
„Der Vagusnerv ist eine regulierende Schaltstelle zwischen dem Gehirn und den Organen. Als zehnter Gehirnnerv verläuft er vom Hirnstamm im Kopf über Hals und Brust bis zum Bauchraum. Auf seinem Weg verzweigt er sich. Er läuft unter anderem zum Herzen, zu Nieren, Leber, Milz und zu den Verdauungsorganen – und von dort wieder zurück zum Gehirn.“
Ich füge hinzu: Der Varus Nerv sagt dem Gehirn, was im Körper nicht stimmt, damit das Gehirn aktiv die Störung ausgleichen kann. Ist der Varus Nerv nun selbst nicht in Ordnung, bekommt das Gehirn unzureichende oder gar keine Informationen und der Selbstheilungsprozess stockt oder fällt aus.

Ich bin im Jahr 2020 zweimal auf meine linke Schulter gefallen. Glücklicherweise war nichts gebrochen, aber weder Physiotherapie noch Akupunktur konnten die Schmerzen und die Unbeweglichkeit des Halses ganz beseitigen. Einer der Schwerpunkte bei den in den Büchern beschriebenen Übungen sind Lektionen für Nacken und Schultern und so war ich sehr motiviert, diese auszuprobieren. Ein anderer Schwerpunkt liegt bei Übungen für die Augen und auch auf diesem Gebiet war mein Interesse geweckt.
In beiden Büchern werden nach einer theoretischen Einführung die Lektionen mit vielen Bildern sehr detailliert beschrieben. Im linken Buch sind diverse Übungen allerdings nur zusammen mit einer zweiten Person oder/ und verschiedenen Hilfsmitteln möglich, so dass mir das rechte Buch besser gefiel, hier kann man sich bei den Lektionen alleine und ohne große Vorbereitung austoben. 40 Ideen für verschiedene Bewegungsabläufe stehen zur Auswahl. Ich entschied mich, 15 Übungen täglich zu absolvieren und zu gucken, welche Wirkungen sich einstellen. Sehr sympathisch finde ich dabei, dass man einige Übungen im Liegen machen kann. Wenn man morgens noch keine Lust hat, aus dem warmen Bett zu kriechen, hat man einen guten Grund, noch etwa liegen zu bleiben…

Nach sechs Wochen habe ich folgenden Eindruck:
Ich kann meinen Hals wieder besser drehen. Dies merke ich besonders beim Autofahren, wenn ich nach links oder rechts gucken muss.
Meine Körperhaltung ist gerader, meine Schultern sacken nicht mehr so sehr nach vorne und ich stehe fester mit beiden Füßen auf dem Boden. Vor sechs Wochen wackelte ich noch sehr, als ich mich jeweils auf ein Bein stellte, jetzt ist das kein Thema mehr.
Das Augentraining macht mich morgens munter und hat außerdem mein Klavierspiel verbessert. Das Notenlesen geht merklich besser, was mich auch sehr beflügelt, mit den Übungen weiterzumachen und Schritt für Schritt noch ein paar neue Übungen mit einzubauen.

Wie Sie am Untertitel des rechten Buches sehen, helfen die Übungen auch noch bei anderen Gesundheitsproblemen. Man nennt den Varus Nerv auch den „Ruhe-und Erholungsnerv“- vielleicht sind ja einige Übungen auch gut bei Weihnachtsplanungsstress?



Entdecke….Mein Herta Müller Projekt

Im Oktober stellte ich Ihnen kurz ein Collagebuch der Autorin Herta Müller vor. Herta Müller hat ca. 100000 Wörtern aus verschiedenen Druckerzeugnissen ausgeschnitten und danach die Wörter zu neuen Sätzen zusammengesetzt. Ich versuchte mich in ihrer Wortschnipselcollagenkunst- es machte mir sehr viel Spaß, so dass ich jetzt ein weiteres Buch las:

Auch dieses Buch ist wieder eine Fundgrube für surreale Aussagen, tiefgründige Beobachtungen oder witzige Sätze. Ich wollte es auch noch einmal versuchen, schlug allerdings einen anderen Weg als Frau Müller ein. Anstatt aus Tausenden von Wörtern Sätze zu bilden, beschränkte ich meine Wortauswahl pro Satz aus Überschriftwörtern nur eines Magazins der Süddeutschen Zeitung. Ich hatte noch einige ungelesene Exemplare dieses Magazins und entdeckte beim ersten Durchblättern, dass in jeder Zeitung eine Anzeige geschaltet war, die mit dem Wort „Entdecke“ begann. Das wurde für mich zum roten Faden und hier sehen Sie eine Auswahl meiner Ausbeute von Wortschnipselkompositionen:

Mich erinnert diese Beschäftigung ein bisschen ans Puzzlelegen. Beim Puzzlen gibt es das Glücksgefühl, wenn man ein lang gesuchtes Teil endlich gefunden hat und dieses Glücksgefühl erlebte ich immer dann, wenn mein Bauchgefühl mir sagte, das ist genau das Wort, das an der Stelle passt. Unterbewusstsein lässt grüßen?




Vom Wellenbrecher zu den Hasenöhrchen

Ende letzter Woche wurde in den Medien das Wort des Jahres 2021 verkündet. Es heißt „Wellenbrecher“. Wer diese Meldung mit Interesse verfolgt hat, für den ist dieses Buch eine lohnende Lektüre:

Wir benutzen täglich unsere deutsche Sprache und nehmen sie als selbstverständlich hin. Aber es gibt viele Facetten im Deutschen und diese komprimiert in einem Buch nachzulesen, das fand ich sehr interessant.

Natürlich gibt es in dem Buch auch eine Liste der Wörter des Jahres (auch für Österreich und die Schweiz, hier entdeckt man überraschende Unterschiede) und eine Aufstellung der Unwörter des Jahres. Kleines Rätsel: In welchem Jahr war „Umweltauto“ das Wort des Jahres? (Das Wort des Jahres wird regelmäßig seit 1977 gewählt).
Es gibt noch andere Tabellen mit besonderen Wörtern, wie z.B. aus der Sprache der Seemänner, der Drucker oder aus dem Jargon der Gauner. Unter dem „Fontane-Code“ hat man 5oo der längsten Substantive aufgeführt, die der Autor für seine Romane einzigartig aus mehreren Wörtern zusammengesetzt hat, wie z.B. „Ausschmückungsgegenstand“ oder „Reinheitswiederherstellung“. Damit macht er unserem Literaturgott Goethe ganz schön Konkurrenz. Haben „Normaldeutsche“ einen aktiven Wortschatz von ca. 12000 bis 15000 Wörtern, soll Herr Goethe sich aus ca. 90000 Wörtern bedient haben. (Experten schätzen die Zahl der deutschen Wörter auf mindestens 300000). Aber Goethes Wortgewandtheit hat ihn nicht davor geschützt, dass andere Autoren seine Werke gnadenlos zerrissen haben. Auch das ist in diesem Buch nachzulesen.
Besonders gefallen mir auch Landkarten, auf denen man nachlesen kann, wie ein Gegenstand im deutschsprachigen Raum eine unterschiedliche Bezeichnung bekommen hat. Da sage ich nur: „Es leben die deutschen Dialekte!“
Über z.T. sehr lustigen Namen von Weinbergen, Orten oder Friseursalons (Glückssträhne, Vielhaarmonie), Zungenbrecher, Teekesselchen, paradoxe Wörter (Gefrierbrand, Miniriesenrad), ja sogar über Grabinschriften kann man sich in diesem Schmöker amüsieren. Und das i-Tüpfelchen: Die Gestaltung des Buches ist eine Augenweide:

Mein Beitrag gibt Ihnen nur einen kleinen Einblick in den Buchinhalt. Wie schön und abwechslungsreich die deutsche Sprache ist, hat mir das Buch noch einmal wunderbar vor Augen geführt. Dass ich das ernst meine, beweist meine zweite Buchanschaffung:

Noch mehr Wortschönheiten, doch dieses Mal detailliert erklärt, welchen Ursprung jedes Wort hat, wo und und wann es gesprochen wurde, welche anderen Wörter zu diesem Wort gehören:

Beide Bücher sind im „Verlag das kulturelle Gedächtnis erschienen“, der 2016 gegründet wurde und 2021 zum „Verlag des Jahres“ gewählt wurde. Mich beeindrucken die bisher erschienen Titel und die Verlagsphilosophie, hier nachzulesen:http://daskulturellegedaechtnis.de/teilhabe/

Ach ja, im Titel meines Beitrags kommt das Wort „Hasenöhrchen“ vor. Ich habe diesen Begriff im Wunderkammerbuch entdeckt. Auf dieser Seite finden Sie diverse Hasenöhrchen…Ich verrate Ihnen am Samstag, was es mit den Hasenöhrchen auf sich hat und wann „Umweltauto“ das „Wort des Jahres“ war.

Beton trifft Flohmarkt

2017 erzählte ich Ihnen von meinem Besuch auf der Hombroicher Raketenstation während der Kirschblütenzeit (siehe unten „ Ich kann auch Japan ohne Kyoto“). Nun bekam ich einen Eindruck des Geländes an einem Herbstnachmittag:

Grund des Besuches war die Ausstellung des Künstlers Daniel Spoerri. Dass das Museum der Langen Foundation ausgesucht wurde, um Spoerris Werke zu zeigen, empfand ich als Glücksgriff. Der Museumsarchitekt Tadao Ado ordnet in seinen Gebäuden Beton und Glas minimalistisch an.

So wirken die Assemblagen und Skulpturen von Spoerri perfekt, nichts lenkt ab:

Links: Sammlerstücke aus Afrika, kombiniert mit Objekten, erinnern an Fetische. Rechts Flohmarktfunde werden zu Assemblagen – es gibt so viel zu entdecken….
Spoerri kaufte auch Haushaltssammlungen auf. Hier Skulpturen aus alten Küchengeräten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist seine „Eat-Art“ mit seinen Esstisch-Tableaus. Freunde waren bei ihm zuhause, man trank, aß und feierte, als die Freunde gegangen waren, konservierte Spoerri die Tische oder das benutzte Porzellan.

Mit altem Geschirr komponierte er Tische, die wie 3D Bilder aussehen. (Links Mitte und unten). Nimmt man diese Tische genau unter die Lupe, entdeckt man zig Fotomotive. Ich sammelte z.B. diese Ansichten:

Oben eine Fotocollage mit angetrockneten Tassen, darunter ein bearbeitetes Foto

Die Ausstellung läuft noch bis zum 13. März 2022. Sollten Sie die Ausstellung besuchen, versäumen Sie es nicht, diese kostenlose Kunstzeitung mitzunehmen. Man erfährt nicht nur viel über Daniel Spoerri, sondern bekommt auch Anregungen, selbst Assemblagen zu entwerfen.

Gedichte für Kinder und für mich!

Seit geraume Zeit lese ich mit Vergnügen Gedichte, die eigentlich für Kinder bestimmt sind. Die Texte machen mich heiter, bringen mir Kindheitserinnerungen zurück und erzeugen in mir manchmal mit ihrer oftmals überbordenden Phantasie eine Laune, selbst ein paar Zeilen zu schreiben.
Die wunderschönen und teilweise sehr lustigen Illustrationen der Bücher verstärken beim Lesen diese positiven Gefühle. Drei Titel möchte ich Ihnen deshalb vorstellen:

Ich wusste bis vor kurzem nicht, dass der Autor der „Schatzinsel“ auch Gedichte geschrieben hat. Momente seiner Kindheit sind teilweise auch meine Momente.
Josef Guggenmos schreibt für Kinder, seine Gedichte und Haikus halten aber oftmals auch ein Augenzwinkern für Erwachsene parat.
Dieses Buch ist eine Fundgrube! Viele namhafte Autoren und Autorinnen haben hier den schönsten Quatsch gedichtet- sehr inspirierend!
Soll ich Ihnen verraten, was sieben kecke Schnirkelschnecken tun?

Sieben kecke Schnirkelschnecken
saßen einst auf einem Stecken,
machten dort auf ihrem Sitze
kecke Schnirkelschneckenwitze!

Von Josef Guggenmos- siehe oben…

Eindrücke aus Graz- Österreichtour Nr. 7

War Linz 2009 europäische Kulturhauptstadt, konnte sich Graz bereits 2003 mit diesem Titel schmücken. Aus dieser Zeit stammt noch diese Insel auf dem Fluss „Mur“.

Auf der Murinsel gibt es ein Café und einen kleinen Laden mit ausgewählten innovativen Geschenkideen aus handwerklichen Betrieben der Steiermark.

Ebenfalls seit 2003 „wohnt“ in Graz „The Friendly Alien“.

Was die „Denkschmiede Steiermark“ in den letzten Jahren auf den Weg gebracht hat, konnten wir in einer faszinierenden Ausstellung in diesem Museum bestaunen. Auf diese Ausstellung komme ich noch einmal in einem späteren Beitrag zurück..

Die Altstadt von Graz gehört zum Weltkulturerbe. Dank diverser Häuser aus der Renaissance haben einige Straßen fast italienisches Flair. Meine Blicke wanderten unstetig immer wieder von unten nach oben und wieder zurück. Oben: Die schönen Häuser, unten die schönen Geschäfte:

Mein Lieblingsladen war „Samen Köller“, rechts oben sehen Sie eine Teilansicht. Neben besonderen Blumensamen und Zwiebeln gab es auch eine Vielzahl von schönen Dingen, die das Garten-oder Naturherz erfreute.
Das rechte untere Bild zeigt einen Teil des Treppenhauses von dem aus dem 19. Jahrhundert stammenden und frisch restaurierten Kaufhaus „Kastner & Öhler“. Edles Ambiente, schöne (zumeist sehr volle) Dachterrasse mit Café. Links daneben das Schaufenster eines Ladens für Tannenbaumdekoration. Der Friseursalon links auf dem Foto steht stellvertretend für das Lendviertel. Graz ist die erste österreichische Stadt, die den UNESCO Titel „City of Design“ verliehen bekommen hat und im Lend- und Griesviertel trifft man auf überraschende Läden, (die ich nicht fotografierte, weil es in Strömen geregnet hat).

Ja und mittendrin dann der Schloßberg mit dem Wahrzeichen von Graz:

Wie in Linz kamen wir auch in Graz in den Genuss einer steilen Bergbahnfahrt.

Auf dem Schlossberg kann man einige Zeit mit der Besichtigung geschichtsträchtiger Orte verbringen oder einfach nur die Aussicht genießen und in einem Gartenlokal es sich gutgehen lassen.

Wir waren nur einen Tag in Graz, ich kann aber bedenkenlos sagen, dass Graz für ein langes Wochenende ein „heißer Tipp“ist.

Das ist das Ende der Österreichtour. Mit dem Auto fuhren wir zurück, in den Koffern viele schöne Erinnerungen.

Entgooglen Sie sich

Heute früh wurde in den Nachrichten verkündet, dass Brasilien in diesem Jahr bisher 13000 Quadratkilometer Urwald am Amazonas abgeholzt hat. Das ist eine neue Rekordzahl…

Foto von Pixabay

Die Information, dass Bäume helfen, den CO2 Ausstoß abzumildern, sollte inzwischen den meisten Menschen schon einmal begegnet sein.
Jeder kann beim Pflanzen von Bäumen mithelfen, wenn er eine Gewohnheit ablegt und nicht mehr Google benutzt. Ich habe schon früher einmal in einem anderen Artikel auf die Suchmaschine „Ecosia“ hingewiesen, deren Betreiber für ca . 45 Suchanfragen eines Nutzers einen Baum pflanzt. Ohne es groß zu merken, habe ich seit Benutzung von Ecosia inzwischen 93 Bäume gepflanzt. Google vermisse ich nicht und freue mich einfach nur, ein bisschen gegensteuern zu können.
Wer Ecosia einmal ausprobieren möchte: https://www.ecosia.org/?c=de

Passend zu der Meldung aus Brasilien wurden in der heutigen Zeitung die Bürger aufgerufen, bei einer Umfrage zum Thema Klimawandel in Duisburg teilzunehmen. Kann nicht schaden, mal seine Meinung zu der Klimakompetenz der Duisburger Politiker zu schreiben. Hier geht es zur Umfrage:

 www.duisburg.de/klimabefragung 

Das ist der Zeitungsartikel aus der heutigen Rheinischen Post:

Stadt befragt Bürger zum Klimawandel

FOTO: BLOSSEYIn Duisburg kommt es immer wieder zu Hochwasser.

Die Duisburger sind zur Teilnahme an einer Umfrage aufgerufen. Dabei geht es auch um Hitzeereignisse und Starkregen.

DUISBURG | (RPN) Bei dem Starkregen und den folgenenden Überschwemmungen vor vier Monaten kam Duisburg deutlich glimpflicher davon als weite Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Aber auch im Stadtgebiet häufen sich nach Erkenntnissen der Experten die Anzeichen und Folgen des Klimawandels: Hitzeereignisse nehmen zu, Starkregen tritt öfter auf, und in Trockenphasen sinkt der Rheinpegel auf Niedrigstände.

Um sich auf die Folgen besser vorbereiten zu können, führt die Stadt Duisburg nun eine Bürgerbefragung durch. Fragen darin unter anderem: Wie sehen Sie den Klimawandel, wie gefährdet sehen Sie Duisburg und sich selbst? Welche Bereiche der Stadt sind besonders anfällig, wo muss etwas getan werden? Wo müssen wir bei der Anpassung an den Klimawandel in Duisburg besonders auf Fragen der sozialen Gerechtigkeit achten? Wie soll die Balance zwischen Selbstschutz und städtischem Handeln aussehen? Die Beantwortung der Fragen dauert nach Einschätzung der Stadtverwaltung etwa zehn Minuten.

„Es ist wichtig, dass sich möglichst viele Duisburgerinnen und Duisburger an der Umfrage beteiligen, damit auf die Sichtweisen und Bedürfnisse eingegangen werden kann“, erklärte Stadtsprecherin Susanne Stölting.

Eine Teilnahme ist unter www.duisburg.de/klimabefragung möglich. Außerdem findet zu dem Thema am Donnerstag, 25. November, von 17 bis 18 Uhr eine Online-Bürgersprechstunde statt. Interessenten können sich unter klimaschutz@stadt-duisburg.de anmelden und bekommen dann den Link zur Teilnahme zugeschickt.

Ausflug zum Seewerk

In Moers/Kapellen liegt der Silbersee. Hier habe ich schwimmen gelernt und meine Eltern und Großeltern fuhren in den 60er Jahren gerne zum Kaffeetrinken in das dazugehörende Ausflugslokal. Irgendwann war das Lokal geschlossen und der Silbersee wurde für mich zu einer Kindheitserinnerung.

Und dann sahen mein Mann und ich vor ca. 2 Wochen zufällig im Fernsehen „Westart“ mit einem Bericht über das Seewerk am Silbersee. Seit 2009 sollte es quasi vor unserer Nase einen Skulpturenpark, Museumsräume und Werkstätten geben? Wir konnten es nicht glauben, dass wir das nicht mitbekommen hatten.
Am Sonntag besuchten wir das Gelände und waren beeindruckt. Hier ein paar Impressionen:

Auf dem Außengelände kann man auf Entdeckertour gehen
Der Künstler ANATOL arbeitete hier bis zu seinem Tod 2019 und es gibt auf dem Gelände einen Erinnerungsraum und ein kleines Museum
Dieses Werk von Manuel Franke hat es mir besonders angetan und meine Fotoexperimente haben gerade erst angefangen…

Am jetzigen Wochenende kann man zum letzten Mal ohne Voranmeldung das Seewerk besuchen. Mehr Informationen über diesen niederrheinischen Kunst-Hotspot gibt es hier: https://das-seewerk.de/

Wir waren anschließend im nahe gelegenen Bauernhofcafé „Café Frieda“ in Moers-Holderberg. http://www.cafe-frieda-moers.de/Aktuelles/. Sehr leckerer Kuchen!

Ein Tipp für einen abwechslungsreichen Sonntagnachmittag.