Als ich kürzlich bei einem Spaziergang diese Kästchen sah, erinnerte ich mich plötzlich nach Jahrzehnten auch wieder an Gummitwist. Haben Sie das auch gespielt? Ich sage nur: Fuß-Knie-Oberschenkel-Hüfte-Hals…
Autor: linda
Das Hüls hinter dem Hülser Berg
Den Hülser Berg kennen viele von uns als Ausflugsziel, ich wollte aber wissen, was hinter Hüls steckt und machte letzte Woche eine kleine Fahrradtour in diesen Krefelder Stadtteil. Hinzu fuhr ich über Traar (Rather Str.) und Nieper Str., wo ich an zwei interessanten Gärtnereien vorbei kam. Diese werde ich bestimmt noch einmal mit dem Auto besuchen. Die letzten 4 km ( von insgesamt 15 von Rheinhausenmitte aus) fuhr ich auf der Straße Steeger Dyk. Schöner Radweg, u.a. vorbei an einer Wildblumenwiese.


Ich empfehle sehr, zwischendurch mal rechts oder links in andere Dyks abzubiegen. Die meisten sind Sackgassen und ein bisschen reingefahren, hat man den Niederrhein ganz für sich alleine und kann wunderbar ein Picknick machen oder einfach mal alle Viere von sich strecken. 
Hüls war für einen Freitagmorgen in der Ferienzeit sehr betriebsam. Man kommt über die Krefelder Str. in den kleinen Altstadtkern hinein und hier erwarten einen Cafes und Kneipen, um eine Pause zu machen. Bestimmt wird das Stadtbild von der Kirche St. Cyrakius, aber es gibt auch schöne alte Häuser, z.T. aus dem 16. Jahrhundert und Reste zweier alter Klöster. Etwas abseits vom Marktplatz gelegen findet man eine restaurierte Burgruine aus dem 15. Jahrhundert.


Man kann sich beim Bummel durch Hüls also an Altem erfreuen, aber auch an Einzelhandelsbesonderheiten. Es gibt z.B. eine Kunstgalerie, Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge, eine Goldschmiede oder eine alte Drogerie. ( zum 1.2.16 geschlossen, aber man sieht noch die alten Regale).


Und dann machte ich in einem Schaufenster wieder einen „Fund“, der noch Thema unter „Es gibt Momente“ sein wird…
Die Rückfahrt ging dann über den Hülser Berg Richtung Kapellen und Elfrather See. Dort begrüßte ich dann „meine Freunde“, jedes Mal, wenn ich vorbei komme, muss ich einfach ein oder mehrere Fotos machen.

Durch den Schlenker über den Hülser Berg wurden es ca. 40 km, aber durch Guck-,Liege-und Kaffeepausen waren diese sehr gemütlich.
Ein Lieblingsbuch zum Wochenanfang

Mark Watson: Ich könnte am Samstag, Heyne Verlag, 8,99 €
Der Australier Chris bricht, nachdem ihm ein großes Unglück passiert ist, alle Brücken ab und zieht nach England. Er nennt sich Xavier und wird Moderator einer Radiosendung, in der er Anrufern, die Probleme haben, gute Ratschläge gibt. Privat kämpft er damit, seine schlimmen Erinnerungen zu verdrängen. Er hält sich aus allem heraus und führt ein recht monotones Leben. Das ändert sich, als er die resolute Pippa trifft. Erst als Putzfrau, später als Freundin, zeigt sie Xavier, wie er sich einmischen soll, um anderen Menschen zu helfen. Vorbei ist es mit seiner Ruhe, doch Xavier lebt auf.
Jede noch so „unbedeutende“ Handlung einer Person kann sich auf das Leben anderer Menschen auswirken. In diesem Roman beweist der Autor dies virtuos und bietet damit viel Stoff zum Nachdenken. Eins der wenigen Bücher, das ich schon zum zweiten Mal gelesen habe.
Waren Sie schon auf der Duckomenta?
Sie lesen richtig, ich meine nicht die Dokumenta in Kassel, sondern
Vorletztes Wochenende war ich nach ca. 20 Jahren mal wieder im Neandertal und besuchte das Museum. Hatte schon wieder viel über den Neandertaler vergessen und frischte mein Wissen gerne auf.

Besonders gefiel mir aber auch der Bezug zu heute, wie wir uns weiter entwickeln,bzw. wie wir es eben nicht mehr tun, da es seit ca. 100 Jahren durch medizinische Fortschritte keine Auslese mehr gibt und welche Folgen das hat.

Ja, und dann hängen da mittendrin Duckkunstwerke! Die Ausstellung war vorher u.a. in den Kunsthallen von Wien und Rotterdam und jetzt darf man sie im Neanderthalmuseum bestaunen. Teilweise sind die Bilder und Installationen so witzig, da die Erklärungen zu den Kunstwerken auch sehr entenorientiert sind.

Erwachsene und Kinder haben beide viel Spaß in diesem Museum. Ist was für schlechtes Wetter, es sei denn, man möchte auch noch auf den schönen Wegen rund um das Museum spazieren gehen oder wandern. Wenn man zum Wildtiergehege geht, liegt dahinter noch das schöne und urige Cafe „op-dem-kamp“.
Kriminell, so ein Flughafen

Mehrere Reinigungsfrauen, die auf dem Frankfurter Flughafen die Flugzeuge nach der Landung säubern, sollen im großen Stil Drogen schmuggeln. Eine Kommissarin nimmt eine neue Identität an und es gelingt, sie in die Frauengruppe einzuschleusen. Schon bald gewinnt sie das Vertrauen der Kolleginnen und wird ebenfalls Drogenkurierin. Als sie jedoch an die Hintermänner herankommen will, beginnt sie einen schweren Fehler, denn nicht alles ist so, wie es scheint.
Dieser Krimi macht die Zeit, die Sie zukünftig auf Flughäfen verbringen, wertvoller, denn Sie lernen, hinter die Fassaden zu blicken. Für Nichtflieger: Die Figur der Kommissarin, die an dem Identitätswechsel fast zerbricht, ist keine der üblichen Powerpolizistinnen. Damit wird der Krimi noch empfehlenswerter.
Das Buch kostet 9,99 Euro.
Borretsch-viel zu wenig beachtet

Mich macht es immer glücklich, wenn meine Gartenblumen viele Besucher haben. Der Borretsch ist bei Bienen und Hummeln sehr beliebt, aber ich sehe ihn nur ab und zu in Bauerngärten. Dabei bietet uns Menschen diese Pflanze auch sehr viel. Hier ein Auszug aus Wikipedia:
Die Blätter des Borretschs werden in Salaten gegessen oder in Suppen gekocht. Aus den etwa drei Millimeter großen, dunklen Samen wird Borretschsamenöl gewonnen. Borretsch ist ein Bestandteil der Grünen Soße, die im Raum Frankfurt am Main (als Frankfurter Grüne Soße), in Mittelhessen und im Raum Kassel nach unterschiedlichen Rezepten als typisches Gericht der hessischen Regionalküche zubereitet wird. Borretsch wird dort auf regionalen Wochenmärkten, aber auch beim Lebensmittelhandel verkauft.
Blüten und Blätter haben einen gurkenähnlichen, erfrischenden Geschmack. Sie eignen sich sehr gut zum Aromatisieren von kalten Getränken. Feingehackt benutzt man die jungen Blätter als Würze für Obstsalate und Gemüse.
Die blauen Blüten sind essbar (sie enthalten deutlich weniger Alkaloide als die Blätter), haben einen süßlichen Geschmack und werden gerne als Salatdekoration verwendet. Essig lässt die Farbe der Blüten in rot umschlagen. Die Blüten können kandiert werden und so Süßspeisen dekorieren. Die Blüten werden dazu mit Eischnee bestrichen, mit Puderzucker bestreut und anschließend getrocknet. In getrockneter Form finden die Blüten im Iran vor allem als Tee Verwendung (Gole Gāw Zabun). Der Tee wird bei Husten und Erkältung eingenommen und gilt als nervenberuhigend.
Die Pflanze ist einjährig und kann sehr leicht aus Samen gezogen werden. Die starken Regenfälle haben den Pflanzen bisher nichts anhaben können.

Morgens nicht vergessen!

Dieses Schild entdeckte ich letzte Woche in einem Dekoladen. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Mal finde ich es lächerlich (Wer hängt so ein Schild auf, dessen Wortwahl mich an Schulton erinnert?), mal macht es mich etwas traurig (anscheinend gibt es Familien, die so eine Erinnerung brauchen), mal frustriert es mich (ist selbst das GutenMorgen-Sagen heutzutage nicht mehr selbstverständlich? Nein, ist es nicht, wie mich meine Erfahrung mit Benimmregeln in meiner Buchhandlung lehrt). Und dann sind da noch die Fragen, warum es im Vintagestyle angefertigt wurde ( Vielleicht weil der Morgengruß so altmodisch ist?) und warum für das „Guten Morgen“ die Farbe grün genommen wurde (weil grün die Farbe der Hoffnung ist?) Es gibt Momente…
Bin ich zu schnell zu begeistern?
Am letzten Freitag war ich im botanischen Garten in Krefeld. Allen, denen ich davon bisher erzählt habe, wussten nicht, dass Krefeld so einen Garten hat. Beim Erzählen merkte ich, dass es aus mir heraussprudelte, denn ich finde die Entdeckung dieses Gartens für mich genial. Er liegt beim Krefelder Zoo, also Fahrzeit von Rheinhausen aus nur ca. 15 Minuten. Wer manchmal wie ich Sehnsucht nach einem englischen Garten hat, kann hier ein bisschen auftanken, denn neben diversen Themengärten bietet der Schönwasserpark, in dem der botanische Garten eingebettet ist, Durchblicke, die an englische Gärten erinnern. Darüber hinaus gibt eine Anzahl erstaunlicher Bäume (z.B. Urmammutbaum) zu bewundern, man bekommt Ideen für den eigenen Garten und Leutegucken geht auch. ( z.B. eine Thai Chi Gruppe oder ein Fotografen mit einem Nacktmodell nutzten die Schönheit der Natur.)
Aber jetzt erst einmal ein paar Bilder:

Als tolles Extra gibt es z.Zt. für Shakespearefreunde das Thema „Pflanzen in den Werken von Shakespeare“ und man bekommt passend Textauszüge serviert.

Aber der Garten hat noch andere Events zu bieten. Mehr Informationen findet man hier: https://www.krefeld.de/de/gruenflaechen/veranstaltungen-im-botanischen-garten-2014
Kaffee und Kuchen werden leider nur sonntags bei gutem Wetter angeboten, aber wer Kinder oder Enkel hat, der findet noch einen Spielplatz, der ganz in der Nähe liegt.
Ich bin ohne Pause zwei Stunden lustgewandelt und habe gestaunt und die Natur genossen. Kann sein, dass manche Besucher nur mit den Schultern zucken, aber ich bin einfach begeistert von diesem Park mit seinem besonderen Garten.
Libellen im Garten

Zu Libellen im Garten habe ich ein ganz besonderes Verhältnis. Ich freue mich immer sehr, wenn ich eine sehe und kann sie stundenlang beobachten. Die kleinen Libellen haben für mich etwas Märchenhaftes, Verzauberndes, wenn sie über dem Wasser schweben und dann plötzlich und ganz schnell wegfliegen. Aber es gibt auch ein Rätsel: Seit über 20 Jahren taucht im August eine sehr große grüne Libelle auf. Ich vermute, dass es eine große Königslibelle ist. Sie fliegt durch die offene Terrassentür ins Hausinnere und dort muss man sie retten. Das gelingt immer. Ich würde ja sagen „Bis zum nächsten Jahr!“, aber diese Libellen werden nur bis zu 2 Monate alt. Wieso kommt dann jedes Jahr fast zur gleichen Zeit immer wieder eine neue Libelle und fliegt zielsicher ins Haus?
Einmal eine Kirsche sein…

Läuft einem da nicht das Wasser im Munde zusammen?
Oder auch bei den „Rivalen“:
