Gartenerde ohne Torf- geht doch!

Ich gebe zu, dass ich mir beim Einsatz von Gartenerde bisher zu wenige Gedanken gemacht habe. Aber ein Zeitungsartikel führte mir ein Problem deutlich vor Augen. Achten Sie beim Kauf von Gartenerde darauf, dass diese ohne Torf ist? Bitte tun Sie es, denn der abgebaute Torf ist für immer weg und damit auch der Moor-Lebensraum für diverse Pflanzen und Tiere. Deutsche Moore gibt es immer weniger…

Hier geht es zu einer Liste von Firmen, die u.a. torffreie Gartenerde anbieten, z.B. Rewe, Plus, Hornbach, Obi oder toom und es werden ausführlich die Auswirkungen des Torfabbaus beschrieben.

https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/naturschutz/naturschutz_einkaufsfuehrer_torffreie_erden.pdf

Haben die Museumsbetreiber einen Vertrag mit einem Optiker?

Letzten Freitag hatte ich ein paar Stunden frei und wollte mich im Garten austoben. Das Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Da ich nun aber schon ganz auf Garten eingestellt war, entschloss ich mich, nach Benrath zu fahren und mir das „Museum für europäische Gartenkunst“ anzusehen. 

Das Museum ist im linken Seitenflügel des Schlosses untergebracht, (Eintrittskarten gibt es nur im rechten Schlossflügel! 6 Euro). Ich war die einzige Besucherin und fing frohgemut im ersten Raum an, mir Ausstellungsstücke und Zitate zum Thema Paradies anzusehen, bzw. zu lesen. Noch ahnte ich nicht, dass ich ab dem zweiten Raum eine Taschenlampe hätte mitbringen sollen. Die Fensterläden waren geschlossen, nur kleine Strahler leuchteten weitere Exponate aus. Waren diese so wertvoll, dass sie kein Regen-Tageslicht vertrugen? Ich gab schnell auf, die kleinen Beschriftungstafeln auch lesen zu wollen, denn meine Augen waren mir wichtiger. So machte ich einen unbefriedigenden Schnelldurchlauf durch die Geschichte der Gartenkunst (diese hörte allerdings auch schon mit dem englischen Landschaftsgarten auf) und ging in die obere Etage. Hier wurden mit Nummern verschiedene Rundwege angezeigt, ob die Rundwege verschiedene Themen beinhalten, konnte ich nicht ausfindig machen. So streunerte ich von einem Raum zum anderen, der rote Faden war „Alles was noch zum Thema Garten gehört“, wie z.B. bedruckte Stoffe mit Blumenmotiven, Duftproben (die z.T. schon altersbedingt ihren Duft verloren hatten), Gemüseanbau, Samen sammeln und vieles mehr. Hier war die Ausleuchtung besser und ich verbrachte etwas mehr Zeit. Aber auch nicht viel, denn die Lautstärken mehrerer Videoinstallation schallten durch alle Räume und waren nervig. 

Ich ging recht frustriert zum Ausgang zurück und wollte die beiden Herren, die zuvor an der Kasse gesessen hatten, auf das mangelnde Licht ansprechen. Jetzt war die Kasse verwaist…

Einen Hinweis bekam ich ein bisschen später, als ich mich spontan noch mit einem Bekannten und dessen Frau in Benrath traf. Als ich ihnen von meinem Besuch erzählte war die erste Reaktion: „Ach, da hatten die mal wieder keine Lust, die Fensterläden aufzumachen…“. Der Bekannte ist im Förderverein der Benrather Schlossmuseen (es gibt noch ein Naturkundemuseum) und berichtete über unerfreuliche Zustände, die ihn auch zum Austritt aus dem Verein veranlassen.

Sooo schade! Wenn Sie nach Benrath kommen, halten Sie sich an den Park, vielleicht auch noch ans Schloss, aber heben Sie sich Ihre Museumslust für andere Museen auf.

Damit dies kein Bericht ist, der miese Stimmung verursacht, hier noch ein Foto von Ron, dem Gartenzwerg. Ron ist ein Mann, der als Gartenzwerg in einer englischen Kleinstadt lebt und nie (!) seine Zipfelmütze abnimmt. Ich liebe die Engländer…

 

 

Mal so richtig was fürs Herz (Woche des Mondes Nr. 5)

Ich habe gegrübelt, welches Mondbuch ich Ihnen vorstellen könnte. Vor Jahrzehnten habe ich mal von Paul Auster “ Der Mond über Manhattan“ gelesen, es war ein tolles Buch, aber an den Inhalt kann ich mich nur noch vage erinnern und von einer anderen Internetseite abschreiben, das will ich nicht. Dann las ich noch eine Sammlung von Mondmärchen, die waren nett, aber auch nicht mehr. Deshalb spanne ich den Bogen zu diesem Buch- auch sehr schön abends bei Mondschein zu lesen und wohlig zu seufzen…

 

Der Schriftsteller Anthony Perdews verliert den Talisman seiner Verlobten Therese an dem Tag, als Therese tot vor einem Bäcker zusammenbricht. Dies ist über 40 Jahre her, doch Anthony hat diesen Schicksalsschlag nie überwunden. Er beginnt, verlorene Dinge von der Straße mit nach Hause zu nehmen und die Besitzer per Anzeige zu suchen. Zumeist erfolglos, so dass sich in seinem Haus vieles angesammelt hat. Anthony stirbt und in seinem Testament bittet er Laura, seine Haushälterin und Sekretärin, die Suche fortzuführen. Laura entspricht dem Wunsch gerne, denn nach einer sehr unglücklichen Ehe hatte Anthony ihr wieder einen Lebenssinn gegeben und er vererbt ihr sein schönes Haus und sein ganzes Vermögen. Zusammen mit Freddy, dem Hausgärtner und Sunshine, einem jungen Mädchen mit Downsyndrom, die viel Einfühlungsvermögen bei den Fundstücken und den dahinter stehenden Geschichten beweist, schafft es Laura schließlich sogar, den verlorenen Talisman wieder zu finden und damit Therese, die sich nach Anthonys Tod als Hausgeist aufführt, zu besänftigen.

Die Idee der Geschichte ist mal etwas Neues. Es gibt drei Liebesgeschichten und noch ein paar andere mehr, denn in die laufende Handlung sind ein paar Geschichten der Fundstücke eingestreut und diese Geschichten decken die ganze Bandbreite von lustig bis tottraurig ab. Ein Buch, gegen Alltagsgrau und Traurigkeit.

Recycling

Diese Art, Plastikflaschen umzugestalten, entdeckte ich letztes Jahr bei einem Spaziergang in einem Küchenfenster. Man hatte einen Minikräutergarten angelegt und ich fand die Idee witzig. So bastelte ich mir auch ein paar „Hängetöpfe“ und säte vor ca. 3 Wochen in ihnen Kapuzinerkresse und Wicken aus. Beide Pflanzen können an den Bindfäden schön entlang ranken und ich plane, die Flaschen im Garten an den Plätzen aufhängen, wo es noch ein bisschen bunter sein darf. Wenn die ersten Blüten kommen, zeige ich Ihnen das Ergebnis.

Aussaattage

Diesen Beitrag wollte ich eigentlich schon vor 2 Wochen posten, aber es kam immer wieder etwas dazwischen. So kann ich aber am Ende jetzt schon Ergebnisse zeigen…

Jedes Jahr nehme ich mir vor, keine Blumen auszusäen, da letztendlich doch immer welche übrig bleiben. Doch weil meine kleine Pflanzentauschbörse ganz gut anläuft, bin ich wieder schwach geworden…

Aus der Fernsehsendung „Querbeet“ vom Bay. Rundfunk habe ich den Tipp berherzigt und die Töpfe nicht wie bisher komplett mit Aussaaterde gefüllt, sondern nur das obere Drittel. Unten kommt normale Erde für Gartenpflanzen hinein. 

Mal sehen, was die Samen davon halten.

Ergebnis nach 2 Wochen, die Töpfe standen auf einem Fensterbrett auf der Ostseite:

 

So konnte ich dann auch das Angebot bei meiner kleinen Pflanzentauschbörse erweitern. (Siehe bei den Kategorien).

Ich habe noch weitere Blumen ausgesät, allerdings in ganz anderen Töpfen. Wie diese aussehen und was ich damit vorhabe, erzähle ich nächste Woche.

Selten, aber es kommt vor

In meinem Bücherleben habe ich schon viele Bücher gelesen, die ich toll fand und die teilweise immer noch wichtig für mich sind. Sehr selten kam es aber bisher vor, dass ich beim Lesen den Eindruck gewann, dass der Autor/die Autorin eines Buches eine Art Seelenverwandschaft mit mir hat. Nun habe ich einen dritten Autoren gefunden…

Meir Shalev schreibt nicht nur über seinen Wildgarten mit seinen Entdeckungen, Versuchen, Lieblingsblumen, Tierbekanntschaften, traurigen und lustigen Momenten, sondern er spannt immer wieder Bögen zu anderen Themen, wie beispielsweise zur hebräischen Sprache, der in Israel vertretenen Religionen oder zu der aktuellen politischen Lage. Er reflektiert Episoden in seinem Leben und nimmt sich dabei auch manchmal nicht ganz ernst. So ist dies nicht das einhundertachtundfünfzigste Gartentagebuch auf dem Büchermarkt, sondern es ist mehr. (Nicht zu vergessen die zauberhaften Illustrationen im Buch, die zu eine besonderen Stimmung beitragen).

Seine Liebe zur und Demut vor der Natur, seine Neugierde, seine feinen Antennen, auch in kleinsten Dingen etwas Besonderes zu sehen und zu beobachten, machen mir Herrn Shalev sehr sympathisch. Und das alles bietet er in einem Schreibstil, bei dem immer wieder feiner Humor und auch Ironie aufblitzt.

Meir Shalev hat bereits diverse hochgelobte Romane, Kinder- und Sachbücher geschrieben. Ich bekenne, ich habe bisher noch kein anderes Buch von ihm gelesen, werde das jetzt aber nachholen und freue mich darauf „wie Bolle“.

Ich kann auch Japan ohne Kyoto

Heute nehme ich Sie mit zur

Eine Bekannte von mir kennt sich dort gut aus und meinte, dass wir uns zur Kirschblütenzeit dort treffen sollten. Sie hatte ja so recht:

Die Raketenstation war bis 1990 im Dienste der Nato, dann wurde sie aufgegeben. 1994 kaufte sie der Gründer der Insel Hombroich und beschloss dort ein Areal für Künstler und Wissenschaftler zu gestalten und dabei alte Anlagen mit zu integrieren. So werden auf dem Gelände viele Gebäude privat genutzt, aber man kann dort spazieren gehen und staunen. 

Wir fingen beim Museum an, der Langen Foundation, wo u.a. immer wieder Stücke der Sammlung des Ehepaars Langen gezeigt werden. Dieses hat sich auf alte japanische Kunst spezialisiert und so werden momentan in dem Museum über zwei Etagen hinweg alte Schriftrollen und Paravants aus den 16. bis 19. Jahrhundert gezeigt. Das passte wunderbar zu dem Kirschbäumen vor dem Museum! Hier ein paar Eindrücke:

Leider war das Café auf dem Gelände wegen Krankheit geschlossen, so machten wir direkt mit dem Spaziergang auf dem Gelände weiter. Immer wieder faszinierten mich dabei architektonische Durchblicke, futuristische Entwürfe, Schattenspiele und auch die Weitblicke. Da die Raketenstation auf einem Hügel liegt und das angrenzende Gelände unverbaut ist, hatte man ein „Gefühl des Durchatmens“, wenn man am Horizont ganz klein den Düsseldorfer Fernsehturm erkennen konnte.

 

Von der Raketenstation kann man zur Insel Hombroich laufen und kommt an einem Skulpturenmuseum (bis Ende April geschlossen) und weiteren Gebäuden vorbei.

Ich gebe zu, dieses Bild ist bearbeitet, aber es drückt für mich die etwas unwirkliche Stimmung des Geländes aus.

Es war ein sehr schöner Vormittag und mein Interesse an der Kultur des alten Japans wurde neu belebt. Deshalb gibt es morgen erst einmal wieder ein paar Haikus und übermorgen werde ich dann ein paar Worte über die Insel Hombroich verlieren, aber mehr Fotos zeigen- für alle, die noch nicht da waren, als Appetitmacher und für diejenigen, die sie schon kennen als Anregung, der Insel doch mal wieder einen Besuch abzustatten.

 

Verbandsschläuche für Garten und Balkon

Bei einer Freundin sah ich diese Kissen.

Sie hat sie aus Verbandsschläuche selbst gemacht und ich finde die Kissen für den Balkonstuhl oder die Gartenbank- oder Liege sehr pfiffig. Sie sind schön weich und man kann die Schläuche in seine Lieblingsfarben einfärben.

Hier gibt es weitere Infos, wie man sie macht:

http://ilse-heines.de/2017/02/27/knotenkissen-aus-

Zwei auf einen Streich + leckere Marmelade

Am 14. September letzten Jahres berichtete ich Ihnen unter dem Motto „Ein bisschen Toskana gleich um die Ecke“ von der Gärtnerei Janke in Hilden. Ich war damals hin und weg und nahm mir vor, diese Gärtnerei mindestens 1x /Jahreszeit zu besuchen. Vorletzte Woche war es soweit und ich machte mich zusammen mit einer Bekannten auf nach Hilden. Da wir zu früh ankamen (Keine Staus… -Öffnungszeit 10 Uhr), fuhren wir noch ein bisschen in der Gegend herum und entdeckten dabei 500 m weiter auf der Straße eine zweite Gärtnerei (Gärtnerei Wächter). Sie hatte schon geöffnet, so sahen wir uns um und stießen beglückt auf ein umfangreiches Angebot an Kräutern. Sehr gute Qualität, vernünftige Preise und es waren ganz außergewöhnliche Pflanzen dabei, deren Namen wie beide noch nie gehört hatten. Auch das andere Pflanzenangebot war umfang-und abwechslungsreich, so dass wir einen Teil unseres Blumenbudgets hier schon unerwartet ausgaben.

Doch jetzt erst einmal ein paar Fotos von der zweiten Gärtnerei. Die Gärtnerei zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass ihr ein Park angeschlossen ist. So sieht er z.Zt. aus:

Man findet an den Wegen zig verschiedene Arten von Christrosen, Narzissen und anderen Frühblühern. Besonders fielen uns auch die stehengebliebenen Samenstände auf, die durch ihre Strukturen fast wie Skulpturen aussahen. In der Sonne dort spazieren zu gehen und danach noch einen Kaffee zu trinken war erneut wie ein paar Stunden Urlaub. Natürlich kauften wir auch hier noch ein paar Pflanzen, man findet besondere Stauden, aber auch ausgefallene Schnittblumen (z.B. seltene Tulpenschönheiten). Und das i-Tüpfelchen sind dann noch die selbst produzierten Marmeladen mit dicken Fruchtstücken und wenig Zucker (vergleicht man sie mit anderen Marmelade-Produkten). Soooo lecker!

Ich werde wohl im Mai/Juni wieder nach Hilden fahren, um mir dann z.B. die mit Clematis umrankten Pappeln anzusehen und… Marmelade zu kaufen. Der Park wird dann schon ein bisschen mehr so aussehen:

Und weil ich dann schon mal da bin, besuche ich die Gärtnerei Wächter natürlich auch. Zwei auf einen Streich…