1998 wurde der Nordirlandkonflikt („The Troubles“) beendet und das friedliche Zusammenleben zwischen katholischen und evangelischen Gläubigen/ Befürwortern der Vereinigung Irlands und Anhängern des englischen Königshauses im Karfreitagsabkommen von Belfast besiegelt und festgelegt.
Etwa 3400 Menschen wurden in der Zeit von 1969 bis 1998 getötet und über 30000 Menschen verletzt. In Belfast erinnern in den Vierteln Ballymurphy und Shankill, die damaligen Zentren der Auseinandersetzungen, Wandbilder, sogenannte „Murals“, an diese Zeit. Diese Murals findet man an Häusern und an einer langen Mauer, die damals die katholische Bombay Street von dem evangelischen Cupar Way trennte.
Bobby Sands (links oben) ist einer der irischen Helden. 1977 kam er wegen Waffenbesitz ins Gefängnis. Wegen ungleicher Behandlung traten er und seine Mitgefangenen 1981 in den Hungerstreik. In dieser Zeit wurden Wahlen abgehalten. Bobby Sands ließ sich aufstellen und gewann. Aber er konnte nicht mehr nach London ins Parlament, da er nach 66 Tagen Hungerstreik starb. Das Wandgemälde sieht man am Hauptquartier der irischen Partei Sinn-Féin.
Die Murals sind eine der Hauptattraktionen der Touristen. In den letzten Jahren sind andere Themen hinzugekommen, wobei Pro-Palästina-Bilder einen Schwerpunkt bilden.
Die sogenannte Friedensmauer ist 14 Meter hoch und 21 Kilometer lang. Heute verewigen sich dort Graffitikünstler oder Touristen. In den Straßen finden sich auch frühere Straßenkontrollpunkte, deren Tore , die sogenannten Peace Gates, heute noch abends geschlossen werden. An mehreren Stellen gibt es zudem besondere Gedenkstätten.
„Black Taxis“ fahren Touristen durch die Straßen und die Fahrer erzählen detailreich von dieser Zeit. Zeigen auch Einschusslöcher, singen zwischendurch ein irisches Lied oder erzählen stolz, dass sie Bobby Sands persönlich gekannt haben. Uns war die Fahrt mit einem Black Taxi ( 2 Stunden ca. 180 Euro) zu teuer, jedoch hörten wir an einigen Stellen mit, die Organe der Fahrer waren kräftig.
Diese Viertel kamen mir persönlich etwas unwirklich vor. Für mich ist es ein bisschen vergleichbar mit den heutigen Straßen rund um die Berliner Mauer. Man liest als Tourist die Schilder, sieht Fotos und Mauerreste und nimmt die abgeschlossene Geschichte zur Kenntnis.
Aber ist auch in Nordirland die Geschichte abgeschlossen? Wir bekamen Zweifel, als wir die Bindestrich-Stadt besuchten. Davon mehr im nächsten Beitrag.
Wir fuhren an einem Samstag zum ersten Mal nach Belfast. Als wir in der Innenstadt ankamen, erwartete uns Partystimmung. Unser erstes Ziel war der St. George Market, eine Markthalle aus dem 18. Jahrhundert, die in ganz Großbritannien zur schönsten Markthalle gewählt wurde.
Geöffnet von Freitag bis Sonntag, bietet dieser Markt nicht nur Lebensmittel an, sondern man findet auch Stände mit Kunsthandwerk, besonderer Kleidung oder Büchern. Es gibt Ecken mit Bistrocafés und der Einkaufsbummel wird mit uriger irischer Livemusik begleitet. Nach Manchester hatte ich hier zum zweiten Mal den Eindruck, dass die Luft in der Halle einen ganz eigenen- angenehmen- Duft hatte.
St. George Market liegt nicht weit weg vom Belfaster Rathaus. Vor ihm fand ein Volksfest statt und in benachbarten Pubs war mittags auch schon „viel Stimmung“.
Das Rathaus überraschte uns innen mit viel Pomp, schönen und aktuellen Glasfenstern und einer übersichtlichen Ausstellung zur Geschichte Nordirlands.
Links unten: Ein Glasfenster zum Thema Queerness- ich kann mir das in keinem deutschen Rathaus vorstellen. Auf dem rechten Fenster ist unten zu lesen: Nicht als Katholik oder Protestant, nicht als Nationalist oder Königstreuer, aber als Belfaster Arbeiter stehen wir zusammen.
Der zweite Teil unserer Besichtigung führte uns in das Universitätsviertel von Belfast.
Die Queen‘s University, die ihren Lehrbetrieb 1845 aufnahm. Man kann den Campus und einige Gebäude besuchen, wenn nicht, wie bei uns , eine interne Veranstaltung stattfindet.
Nebenan befinden sich auch der Botanische Garten und das Ulster-Museum.
Das Gewächshaus und der Rosengarten sind die beiden größten Attraktionen des botanischen Gartens.
Auch beim Ulster Museum konnte sich Belfast über eine Auszeichnung freuen. Nicht wegen des äußeren Erscheinungsbildes…Der erste Bau aus dem 19. Jahrhundert wurde in den 70er Jahren und Anfang 2000 erweitert. Die neuen Teile im Baustil „Brutalismus“ ernteten viel Kritik. Aber die Dauerausstellung des Museums gilt als eine der besten in Großbritannien.
In der Kunstabteilung werden vorwiegend Werke von nordirischen Künstlern gezeigt und man sah schöne Stimmungsbilder aus vergangenen und heutigen Zeiten.
Fotocollage: Oben links: Der Pastor verlässt die Insel, darunter zwei typische Landschaftsbilder. Daneben oben ein Landsmann, gemalt 1928, darunter ein Selbstporträt von William Butler Yeats, dem wohl bekanntesten irischen Lyrikers, der 1923 den Nobelpreis für Literatur bekam. Hier eins seiner beliebtesten Gedichte:
Wenn du alt bist
Wenn du alt bist, grau und müde, Und schläfrig am Kamin sitzt, Nimm dieses Buch heraus und lies, Und erinnerst dich an die sanften Augen, Und an ihren Schatten, tief im Wald, Wie viele sie liebten, mit ihrem flüchtigen Charme, Einen Liebhaber, der ihre Schönheit liebte, Und er liebte sie aus keinem anderen Grund. Aber einer, der sich jetzt vor dir verbirgt, Unter einem Berg von Sternen.
In dem Museum gibt es auch eine tolle Keramikabteilung und bei den Themen Natur, Technik und Geschichte werden den Besuchern neue Sichtweisen präsentiert.
Fotocollage links: Das Thema Keramik und Glas, rechts das Thema Natur. Hier widmet sich das Museum ausschließlich ausgestorbenen Tieren und dem Aufzeigen, wie schlecht oder auch gut es heute Tieren auf der Erde geht. Unten rechts ein Beispiel: Man sieht eine Gruppe der „Great Awk“, die zu den Pinguinen gehörte und Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet wurden.
Die größten Einkaufsstraßen befinden sich in der Nähe des Rathauses und zeichneten sich nicht durch Einfallsreichtum in Gestaltung oder Auswahl der Geschäfte aus. So machten wir noch einen kleinen Abstecher in die Linen Hall Library.
Diese Bibliothek wurde 1788 gegründet und ist heute dafür bekannt, dass sie die letzte Leihbibliothek Nordirlands ist. Daneben besitzt sie 350000 Poster und andere Dokumente aus dem Nordirlandkonflikt, den sogenannten „Troubles“, die sie in Wechselausstellungen zeigt. (Unten links).
Mit den „Troubles“ werden ich mich im nächsten nordirischen Beitrag beschäftigen. Erst einmal gibt es diese Woche aber noch einen Tipp für einen Ausflug.
Ca. eine Stunde dauert die Autofahrt von Belfast auf die Ards Halbinsel. Raus aus der Stadt, hin zu wunderschöner Landschaft und einem atemberaubenden Garten!
Fotocollage: Blühende Azaleen an vielen Stellen. Links unten: Es fehlten nicht die romantischen Bogengänge. Mitte: An vielen Orten überraschten Tierfiguren aus Beton, hier beispielsweise zwei ausgestorbene Dodos. Rechts: Anstatt Buchs rote Berberitze als Beeteinfassung auszuwählen, das gefiel mir besonders gut.
Der Garten gehört zum Mount Stewart House, das heute vom National Trust unterhalten wird. Diese vier Fotos zeigen nur einen kleinen Teil der großen Gartenanlage mit verschiedenen Themen. Wer mehr über dieses Anwesen lesen möchte, dem empfehle ich diesen Beitrag:
Wir besichtigten auch das Haus. Es wurde im 18. Jahrhundert erbaut und seine heutige Einrichtung verdankt es Edith Vane-Tempest-Stewart, die es geschmackvoll für ihre hochkarätigen Gäste in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts einrichtete.
Fotocollage: Oben das Haupthaus, links darunter ein besonderer Raum, um Duftpotpourris herzustellen. Rechts: Der beeindruckende Treppenaufgang, unten: Hier machte man es sich mit Champagner und Canapés gemütlich.
Wir fuhren einmal rund um die Halbinsel an der Küste entlang und legten immer wieder kleine Pausen ein, um die Landschaft zu genießen.
Für uns ganz alleine hatten wir die Ruine der Grey Abbey. Der Wind heulte ein bisschen durch das Gemäuer, das war schon eine besondere Stimmung…
Bei der Geschichte der „Grauen Abtei“ begegneten wir wieder Affreca, die wir als Gattin von König John schon in Carrick kennengelernt hatten. Sie gründete 1193 diese Abtei als Dank dafür, dass ihr Mann bei einem Sturm auf See überlebte. Danach überließ sie den Zisterziensermönchen die Anlage, diese gaben sie dann 1541 auf. Spätere Renovierungsarbeiten schlugen fehl und so übernahmen Krähen und Raben die Abtei.
Als Abschluss des Tages machten wir noch einen Strandspaziergang.
Dankbar für diesen schönen Tag hatten wir genug Kraft getankt, um uns am nächsten Tag zum ersten Mal in das Getümmel von Belfast zu stürzen!
Bevor ich mit meinen Reiseberichten beginne, möchte ich zwei Dinge vorab erwähnen. Wenn Sie mit einer Reise nach Nordirland oder Südwales liebäugeln und sehr an Ihrer Internetverbindung hängen, sollten Sie sich seelisch darauf vorbereiten, dass Sie oft keine oder eine nur sehr instabile Verbindung haben. Ich habe irgendwann akzeptiert, dass ich nicht mal eben gucken konnte, wann ein Museum geöffnet ist oder bis wann eine Fähre übersetzt. Man muss es nehmen wie es ist. Wir sind mit unserem Caddy auf die beiden Insel gefahren. Ein Festlandauto mit der Fahrerseite links bedeutet, dass man als Mitfahrer aktiv mitfahren muss, denn als Fahrer sieht man öfter nicht den Gegenverkehr. Da heißt es dann: Frei, frei, frei, stop- Auto! Besonders auf solchen Straßen:
Und solche Straßen sind wir viel gefahren, um Landschaften zu bewundern, die nicht mit Bussen zugestellt waren. Das heißt dann aber auch, dass Sie nicht zu penibel sein dürfen, wenn es um Ihr Auto geht. Sie können an Büschen, Böschungen oder kleinen Mauern vorbei schrammen, abgesehen mal von den Autos, die Ihnen auf solchen Straßen entgegenkommen. Die meisten Fahrer waren sehr vorsichtig und nur wenige hatten es eilig oder waren selbst blind.
Als Unterkunft in Nordirland hatten wir eine Ferienwohnung in Carrickfergus gemietet, knapp 20 km von Belfast entfernt. Von hier aus machten wir verschiedene Fahrten ins Land und nach Belfast.
Vielleicht ist Ihnen dieser Name schon einmal begegnet? Es gibt ein bekanntes Lied, das viele Musiker in ihr Repertoire aufgenommen haben.
Bekannt ist die Stadt auch durch die normannische Burg aus dem 12. Jahrhundert. Diese gilt als eine der best erhaltenen Burgen Großbritanniens und wir statteten ihr einen Besuch ab.
Fotocollage oben links: Festtafel, dann König und Königin, unten rechts: Eine Ritterin der 21. Jahrhunderts als Ausdruck des nordirischen Feminismus.
In der Burg werden Szenen aus dem normannischen Alltagsleben dargestellt. Dabei werden einige Puppen eingesetzt. Zu zeigen, wie König John auf der Toilette sitzt und seine Frau Affreca schmachtend in die Ferne sieht, ist für mich ein Indiz für den speziellen englischen Humor. Die Innenstadt von Carrickfergus ( oder auch nur Carrick genannt) ist eher trist, ein kleines Museum versucht, mit Kultur die Stadt etwas zu beleben.
Bei der Suche nach Urlaubslektüre entdeckte ich durch Zufall einen Krimi, der 1981 in Carrick spielt, also in einer Zeit, in der die Kämpfe in Nordirland noch tobten und in Belfast und anderen Städten der Ausnahmezustand herrscht. Bombenattentate, Hungerstreiks, Ausgangssperren, das war damals der Alltag.
Der junge Polizist Sean Duffy geht nach Beendigung seiner Ausbildung nach Carrick, weil er hofft, dass diese Stelle als Sprungbrett in die nahe Hauptstadt Belfast dient. Seine Entscheidung wiegt im Laufe der Geschichte immer schwerer, denn er ist Katholik und Carrick ist fast rein protestantisch. Zu seinen Kollegen und Nachbarn hat er zumeist ein gutes Verhältnis, doch bei den Ermittlungen in zwei Mordfällen kommt er Geheimnissen mächtiger Männern aus beiden politischen Lagern gefährlich nah und man versucht, ihn zu töten. Dieser Krimi war spannend zu lesen und ich bekam eine erste Ahnung, was vor dem Friedensabkommen vor 27 Jahren in Nordirland im Detail passiert ist. Das Thema Nordirlandkonflikt wird uns permanent auf unserer Reise begleiten.
Wir verbrachten im Mai knapp zwei Wochen in Nordirland und Südwales. In den nächsten Wochen werde ich in unregelmäßigen Abständen darüber berichten. Welche Themen werde ich ansprechen? Hier eine visualisierte Auswahl:
Fauna und Flora
Museumsbesuche
Das Wetter
Altes Gemäuer
Fundsachen (Rechts ein elektronischer Klingelbeutel in der Kirche von Holywood)Geschichte, die noch lange nicht zu Ende istLandschaften zum Genießen
Da wir in Liverpool nur ein paar Stunden Zeit hatten, setzten wir uns in einen Bus und machten eine Tour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Das Hauptthema der Stadt „The Beatles“ ließen wir dabei außen vor, denn dies wäre eine zusätzliche Rundfahrt gewesen. Unsere Busfahrt dauerte ohne Aus- und Wiedereinsteigen ca. 50 Minuten und startete am Royal Albert Dock. In alten restaurierten Hafengebäuden aus dem 19. Jahrhundert befinden sich neben Restaurants und Geschäften mehrere Museen wie beispielsweise das über die Beatles, ein Museum über die Sklaverei, durch die Liverpool u.a. reich wurde oder auch ein Ableger der Londoner Tate Gallery.
Drei Fotos vom Royal Albert Dock
Liverpool liegt an dem Fluss Mersey. Er war der Start für viele Menschen, die nach Amerika auswanderten. Aus dieser Zeit stammen viele der beeindruckenden Häuser, die heute mit modernen Gebäuden die Skyline von Liverpool bilden.
Fotocollage, die mehrere alte Gebäude zeigt. Das rot-weiße “Albion“ Gebäude gehörte der Reederei White Star, zu der die Titanic gehörte. Zum Thema Titanic werde ich später noch mehr schreiben, wenn ich über Belfast berichte.
Unseren ersten Halt machten wir im „Kulturviertel“, wo sich in Nachbarschaft die St. George Hall für Veranstaltungen, die Walker Art Gallery und die städtische Bibliothek befinden. Die Bibliothek kann man sich ohne Eintritt ansehen.
Fotocollage mit zwei Fotos der drei Hauptgebäude des Kulturviertels. Die St.George Hall und auch andere Gebäude in Liverpool dienten schon mehrmals als Kulisse für Filmaufnahmen, wie z.B.bei Harry Potter under der Fernsehserie „Peaky Blinders“
Der alte Teil der Bibliothek ( 2 Fotos links) wurde durch einen modernen ergänzt, rechts sieht man die neue Eingangshalle.
In dem katholisch geprägten Liverpool steht in Sichtweite die anglikanische Kathedrale der römisch-katholische Metropolitan Cathedral gegenüber. Es ist lohnenswert, beide zu besuchen.
Links zwei Fotos der neugotischen Kathedrale, die zu den größten Kirchen in Großbritannien gehört. Innen hat man Teile für einen Souvenirshop und für ein Café abgeteilt, das war gewöhnungsbedürftig. Rechts die katholische Kirche, die 1969 eingeweiht wurde und dank ausgefallener Holz- und Glaskonstruktionen eine besondere Atmosphäre hat.
Auf dem Weg zur protestantischen Kathedrale fährt man durch die Hope Street, die als Luxusstraße mit edlen Restaurants, der Philharmonie und zwei Theatern in den Reiseführern gelistet ist.
Die Kofferinstallation ist das Wahrzeichen der Hope Street. Die Koffer sind Symbole der Migration-damals und heute und einige Koffer wurden von bekannten Bewohnen Liverpools gespendet. Auch die Beatles beteiligten sich daran.
Nicht weit entfernt liegt Chinatown. Das Viertel gibt es seit 1940 und ist damit das älteste chinesische Quartier in Europa. Allerdings enttäuschte es uns, denn im Zentrum waren viele Geschäfte geschlossen oder es waren nur noch Restaurants vorhanden. In der Nähe befindet sich aber noch die Boldstreet, die als beste Einkaufsstraße Liverpools gilt und auch in deren Seitengassen kann man besondere Geschäfte entdecken. (Uns fehlte dazu leider die Zeit).
Fotocollage: Unten Mitte: Eine Werbung mit Jürgen Klopp, der einige Jahre beim FC Liverpool sehr erfolgreicher Fußballtrainer war und immer noch sehr beliebt ist. Rechts ein chinesischer Parkautomat.
Liverpool hat uns positiv überrascht und es ist leicht, hier und im Umland mehrere Tage zu verbringen. Wir übernachteten im Hotel „62“, das in einem alten Bankgebäude vor einigen Jahren eingerichtet wurde und einen besonderen Charme hat. Es befindet nahe beim Hafen auf der Castlestreet, in der die meisten Gebäude unter Denkmalschutz stehen.
Fotocollage mit Ansichten des Hotels
Tschüss Liverpool!
Die Skyline von Liverpool mit alten und sehr modernen Gebäuden.
Von Liverpool ging abends um 22.30 Uhr unsere Fähre nach Belfast. Da viele Geschäfte und Museen zwischen 17 und 18 Uhr schließen, fuhren wir nach Newbrighton ans Meer. Es war Montagabend und der Ort war ziemlich ausgestorben. Ich denke, dass am Wochenende und an Feiertagen die Liverpooler hier einen Miniurlaub verbringen. Es gibt ein bisschen Strand, diverse Playing Grounds und billige Schnellrestaurants.
Hier lernte ich einen Bankfriedhof kennen. An der Strandpromenade standen viele Sitzbänke, von denen die Mehrzahl als Gedenkorte für Verstorbene gestaltet sind. Könnten Sie sich auf so einen Bank setzen?
Nächste Woche gebe ich Ihnen einen visuellen Überblick über unseren Aufenthalt in Nordirland.
Im letzten Beitrag beschrieb ich meinen Eindruck, dass das Northern Quarter in Manchester immer mehr Wolkenkratzern weichen muss und kündigte an, neben dem Wegfall von Lebensraum der LSBTQ Gemeinde und der Zerstörung altehrwürdiger Backsteinbauten weitere Verluste aufzuzeigen, die zu spüren sind, wenn dieses Viertel verschwinden sollte.
Lässt man sich durch die Straßen des Northern Quarters treiben, entdeckt man große Street Art an Häuserwänden und
und kleine Kunstwerke…
und ich selbst wurde auch inspiriert:
Sonnenuntergang an der Promenade
No Answer
Wenn dieses Viertel verschwindet, geht auch viel Kreativität verloren.
Aber auch besondere Treffpunkte müssen dann schließen, wie beispielsweise dieser Food Market in einer alten Halle.
Es gibt im Northern Quartier viele Spezialgeschäfte. In den Reiseführern wird u.a. das Afflecks erwähnt, ein mehrstöckiges Geschäft, in dem es ausgefallene Kleidung und Geschenkartikel gibt. Persönlich mehr beeindruckt hat mich dieser Laden:
Ein riesiger Handarbeits- und Bastelladen mit mehreren Etagen
Eine andere Anlaufstelle ist das Kunsthandwerkzentrum. In ca. 25 Ateliers kann man den Künstlern bei der Arbeit zusehen und schöne Dinge entdecken. Das ist auch ein Anziehungspunkt für Touristen und das Kunsthandwerk bringt neue Ideen in die Stadt.
Ja und dann ist da noch der Duft dieses Viertels. Ihn habe ich noch in keiner anderen Stadt wahrgenommen und in anderen Stadtteilen von Manchester merkte man ihn nur manchmal schwach. Ich habe im Internet recherchiert und diese Erklärung gefunden:
Die vielen alten Gebäude tragen den Geruch der Industrie noch in sich, kein Wunder also, dass das Northern Quarter auch in dieser Hinsicht einzigartig ist.
Manchester war auf unserem Weg nach Nordirland nur ein Zwischenstopp. Vom nahen Liverpool aus fuhr am späten Abend die Fähre nach Belfast, so dass wir vorher noch Zeit hatten, Liverpool ein bisschen zu erkunden. Davon mehr am Donnerstag.
Am Wochenende gewann JJ für Österreich den European Song Contest mit seinem Lied „Wasted Love“. Der junge Mann stellte sein Können als Countertenor unter Beweis und alle waren und sind noch aus dem Häuschen.
Als ich das Lied hörte, dachte ich sofort an Klaus Nomi, der ebenfalls mit seiner Countertenorstimme eine gewisse Berühmtheit erlangte. Allerdings bereits Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre. Für die damalige Zeit war er wie ein Wesen vom anderen Stern, wie aus seiner Biografie hervorgeht.
Geboren im Allgäu, lebte er während seiner Kindheit und Jugend zusammen mit seiner Mutter im Ruhrgebiet. Er zeichnete und sang gerne und wollte Opernsänger werden. Allerdings unterstützen seine Lehrer ihn nicht bei seinem Wunsch, sich als Countertenor zu spezialisieren und er brach deshalb die Ausbildung ab. Mit Aushilfsjobs und ersten kurzen Auftritten verdiente er sich seinen Lebensunterhalt, dann ging er nach Berlin. Dort entdeckte ihn David Bowie, der ihn für die Einspielung eines Songs als Backroundsänger engagierte. Nomis Hoffnung auf eine weitere Zusammenarbeit zerschlugen sich und er beschloss, nach New York weiterzuziehen. Auch hier kämpfte er sich durch, sang Operntitel und Rocklieder und wurde schließlich in den New Yorker Clubs Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre mit seiner außergewöhnlichen Stimme berühmt. Er bewegte sich im Dunstkreis von Keith Haring oder Andy Warhol und war unterwegs in der Schwulenszene New Yorks. In Japan wurde er eine Berühmtheit und auch in Europa hatte er mehrere Auftritte, so in Deutschland bei Thomas Gottschalk. Bei ihm sang er dieses Lied.
Kurze Zeit später starb Klaus Nomi an Aids und war damit einer der ersten prominenten Aidsopfer Anfang der 80er Jahre.
Die Möglichkeit, in der Öffentlichkeit schwul zu sein, war damals in New York nur an wenigen Plätzen möglich. Dies beschreibt Olivia Laing in ihrem Buch „Die Stadt der Einsamkeit“ ausführlich. (Siehe unten Link zur Besprechung). Es waren u.a Plätze am Hafen, alte Piers und Häuser, in deren Winkel sich Männer trafen. Diese Beschreibungen hatte ich noch im Kopf, als ich jetzt in Manchester war und das Northern Quarter durchstreifte. In Manchester gibt es weiter südlicher ein spezielles Gay Village, aber im Norden ist die LSBTQ Szene präsent. Sieht man es mit dem Architekturblick, entdeckt man viele Backsteinschönheiten:
Diese Backsteingebäude verschwinden aber immer mehr und werden von Wolkenkratzern verdrängt, wie man oben auf zwei Fotos gut erkennen kann.
Denn es sieht im Northern Quarter auch so aus:
Wie gut, endlich keine Schmuddelecken mehr? Vor 40 Jahren wurden in New York mit dem Abriss der alten Vierten die Menschen vertrieben und in Manchester passiert Ähnliches. Was geht außer dem Lebensort noch verloren, wenn solche Straßenzüge verschwinden? Das zeige ich in meinem nächsten Beitrag.
Wir besuchten vorletzte Woche Rotterdam, um einen Abend der Darts Premier League mitzuerleben. Nachdem wir Ende 2024 in London bei der Darts WM im Ally Pally waren, wollten wir uns nun eine Art „Bundesliga-Wettstreit“ ansehen. In der Ahoy Halle in Rotterdam waren 16000 Tickets für die Veranstaltung verkauft worden, im Ally Pally finden etwas mehr als 3000 Fans einen Platz. So war es im Alley Pally fast heimelig und dank der Altehrwürdigkeit des Veranstaltungsortes konnten wir hier noch ein bisschen den Charme früherer Darts-Wettkämpfe erleben. Im Ahoy waren es moderne „Brot und Spiele“ fürs Volk, das in diesem Fall hauptsächlich aus Männern bestand. Das Bier floss in Strömen, es wurde gegrölt und lautstarke Pfiffe wurden nach Ab- oder Zuneigung bei einem männlichen und zwei weiblichen Kommentatoren verteilt. Aber eins nach dem anderen. Natürlich war auch bei dieser Veranstaltung Verkleidung fast Pflicht. Je schräger, desto besser.
Wir hatten im Ahoy die Gelegenheit, die z.Zt. vier besten Dartsspieler der Welt und weitere vier sehr gute Spieler live zu erleben. Sieben kommen dieses Jahr aus Großbritannien, einer aus den Niederlanden und bei ihm tobte natürlich die Halle. Dumm nur, dass er in der ersten Runde ausschied.
Oben links sieht man Luke Littler, der Weltmeister von 2024. Im Uhrzeigersinn geht es dann weiter mit den Plätzen 2-8, die Namen sieht man auf der Anzeigetafel oben rechts. Rechts unten der lokale Star Michael van Gerwen.
Wie läuft eine Begegnung zwischen zwei Dartspielern ab? Hier ein paar Eindrücke:
Im Uhrzeigersinn: Oben links: Nacheinander laufen die beiden Spieler ein, jeder hat sein eigenes Einlauflied. (Beispiel siehe weiter unten). Auf dem Weg zur Bühne werden noch ein paar Autogramme gegeben, auf der Bühne selbst erfreuen sich die Spieler zuerst daran, wenn der ganze Saal sein Lied mitsingt. Nach ein paar Würfen zum Aufwärmen geht es dann los und wer zuerst sechsmal 501 Punkte erreicht hat, ist der Sieger des Durchgangs. In Rotterdam wurden zuerst vier Durchgänge gespielt, dann zwei und schließlich das Finale. Der Sieger erhält 10000 Euro, die anderen gehen leer aus.
Was die einzelnen Durchgänge angeht, so wurden wir nicht enttäuscht. Alle waren fast immer spannend. Unter den acht Spielern gibt es vier Davids und vier Goliaths und bei den einzelnen Paarungen gab es dadurch immer einen Liebling, den man unterstützte. Wer mehr über die Premier League wissen möchte: https://de.wikipedia.org/wiki/Premier_League_Darts_2025
In unserem Freundeskreis können einige nicht viel mit Darts anfangen „Da wirft man ja nur auf so eine Scheibe, das ist doch langweilig!“ hören wir ab und zu.
Langweilig? Ja, das kann passieren, wenn beide Spieler keinen guten Tag haben oder sie in ihrem Können auf dem gleichen Level sind. Dass Darts aber auch pure Emotion ist, möchte ich mit Hilfe von Nathan Aspinall, meinem Lieblingsspieler, zeigen. Da leidet und fiebert man als Zuschauer mit!
Nathan Aspinall gilt z.Zt. als der größte Kämpfer unter den Spielern. Er hatte und hat gesundheitliche Probleme mit dem Wurfarm und leidete an Dartitis, einer psychischen Erkrankung, die schon zu Panikattacken auf der Bühne, sowie zu Depressionen führte, wie er offen zugibt. Aufgeben ist für ihn aber keine Option.
Von ihm habe ich auch das Einlauflied aufgenommen. Es hat passenderweise für sich „Mr. Brideside“ von der Gruppe „The Killers“ aus dem Jahr 2003 ausgewählt. Bitte anklicken:
Leider wurde es gegen Ende der Veranstaltung unangenehm, denn diverse alkoholisierte Besucher meinten, andere Zuschauer mit Bier duschen oder herumstänkern zu müssen. Das war sehr schade, im Londoner Ally Pally gab es solche Szenen nicht.
Kommen wir zur Kunst:
Wir waren schon morgens nach Rotterdam gefahren, um uns das Depot des Boijmans van Beuningen Museums anzusehen.
Auf den vier Fotos bekommt man einen Eindruck der Wirkung auf die Umgebung, die die an den Depotwänden befestigten ca.1600 Glaspaneele haben
Die erste Stunde in dem Gebäude war eher unerfreulich. Das Personal hätte netter sein können. Obwohl es richtig kalt war, musste jeder seine Jacke ausziehen und in Schränke packen, deren Schließmechanismus den meisten Besuchern erst einmal ein Rätsel war. Wir fuhren in den obersten Stock, um auf die Aussichtsplattform zu gehen. Ausgefallen, sehr stylish.
75 Birken auf dem Dach schaffen fast eine Gartenatmösphäre
Hier befand sich auch ein Restaurant, wo man schon Geduld mitbringen musste, bevor man seine hochpreisigen Häppchen serviert bekam.
Nach der kleinen Stärkung stiegen wir hinab und die ersten Räume waren kurzfristig geschlossen, zwei Ausstellungen blieben uns also verborgen. 20 Euro Eintritt pro Person kam uns nicht mehr ganz so korrekt vor und wir grummelt so vor uns hin. Aber dann… Von Etage zu Etage freundete ich mich mehr mit diesem Konzept an, denn es gab viel zu entdecken:
Im ganzen Treppenhaus gab es neben großen Kunstwerken in Hüfthöhe Ausstellungsvitrinen- speziell für Kinder! Oder man nahm von einer Etage zur anderen einen der besonderen Übergänge, wie links zu sehen ist. Links oben, der durchscheinende Fußboden. Oder man fuhr im Fahrstuhl, der so groß war, dass ein ca. 3 Meter großer Warenkran hineinpasste.
Man kam an diversen Depoträumen vorbei, in die man hineinsehen konnte. Im Depot befinden sich ca. 70000 Exponate. Während einer Führung darf man sich in den Räumen auch umsehen.
Sehr interessant fand ich auch die Möglichkeit, Einblicke in verschiedene Ateliers zu bekommen. Hier sieht man oben links ein Atelier von jungen Bildhauern, darunter und rechts werden Bilder restauriert.
In mehreren kleinen Räumen waren dann doch noch Ausstellungen von Künstlern zu sehen.
Der Besuch hat Spaß gemacht, das muss ich dann doch sagen!
Steht man in Dubai oben auf einer Aussichtsplattform, dann sieht man, dass der größte Teil Dubais aus Ein- oder Zweifamilienhäusern, Moscheen, Grünanlagen oder aus Wüste besteht. Das verwundert zuerst ein bisschen, denn bei Dubai denkt man ja doch eher nur an eine Skyline von Wolkenkratzern. In einem dieser „niedrigen“ Stadtteile befindet sich die Altstadt. Sie wird geteilt durch den Creek, einer Wasserstraße. Für mich einer der schönsten Gegenden von Dubai, alleine schon der Tatsache geschuldet, dass hier immer ein frisches Lüftchen weht.
Collage aus fünf Fotos mit Bildern vom Creek und der Altstadt
Im Altstadtteil oben ist schon viel renoviert worden, bzw. wurden alte Häuser abgerissen und Gebäude im alten Stil hochgezogen. Hier befinden sich viele Geschäfte für Touristen und deren Busse haben ihre eigenen Parkplätze.
Die vier Fotos zeigen die prächtigen Farben von Gewürzen, Abendkleidung oder Blumenketten. Auch Töpfereiwaren konnte man erwerben.
Souvenir mit Wüstensand für einen MSV Fan? Kein Problem in Dubai!
Auf der anderen Seite des Creeks ist es ursprünglicher und in den kleinen verwinkelten Gassen kauft auch noch die einheimische Bevölkerung ein.
Foto von einer alten Soukgasse, jeder Laden wird abends mit Holzläden geschlossen.
Diese „Souks“ sind nach verschiedenen Themen geordnet, wie beispielsweise der „Textilsouk“, „Küchensouk“ oder „Goldsouk“ und Handeln ist erwünscht. Man kann hier Stunden verbringen, stöbern oder sich an den Creek setzen und Leute beobachten.
Den sandigen Teil Dubais wollten wir auch erleben und so nahmen wir an einer Tour teil, auf der uns besonders die Natur in der Wüste erklärt wurde.
Collage aus drei Fotos : In der Wüste gibt es Antilopen, Gazellen, viele Vögel und Eidechsen. Glücklicherweise wurde dieser Teil der Wüste zu einem Naturschutzgebiet erklärt, in dem nur auf streng limitierten Wegen gefahren und geguckt werden darf.
Der Sonnenuntergang in der Wüste. Später sahen wir noch einen klaren Sternenhimmel, an dem Jupiter und Mars und das Sternenbild „Der Fuhrmann“ gut zu sehen waren. Hier lernte ich als Ahnungslose die App „Stellarium“ kennen. Auch die kostenlose Version bietet schon viele Informationen.
Als es dunkel war, besuchten wir eine Wüstenhotelanlage, wo es auch noch einiges zu entdecken gab.
Oben links: Wer möchte eine Henna-Verschönerung? Sie hielt ca. 10 Tage. Daneben: Köstlicher Chai Tee wartete auf uns und frisches Chubz Brot. Links gab es eine musikalische Trommeleinlage, links unten und großes Bild: Ein kleiner Eindruck von der reichverzierten und wüstentauglichen Einrichtung
Am Anfang der Reise schrieb ich, dass ich eigentlich gar keine Lust hatte, mir Dubai ein zweites Mal anzusehen. Zu sehr hatte ich nur die Shopping-Bilder im Kopf. Jetzt hätte ich nichts gegen einen dritten Besuch. Die Menschen waren überall sehr freundlich und aufgeschlossen und ich würde gerne live miterleben, wie sich dort die Zukunft gestaltet. Wieder zuhause, haben mich mehrere Menschen gefragt, ob man als Frau auch alleine nach Dubai reisen könnte. Ich hätte keine Probleme damit, denn neben der Freundlichkeit gibt es wohl auch noch einen hohen Sicherheitsstandard. Wie uns mehrfach erzählt wurde, schließt man z.B. die Autos in Dubai nicht ab, es wird nichts gestohlen.
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