Wenn Düsseldorf und Köln sich im Karneval einig sind…

…dann muss es was Ernstes und Wichtiges sein. Auf beiden Rosenmontagszügen gab es jeweils einen Wagen zum Thema Bienensterben. Fand ich beachtlich. Aber vor ein paar Wochen las ich auch, dass bei der Gestaltung von Gärten jetzt immer häufiger Steinlandschaften entstehen, um nicht zu sagen Steinwüsten. Hier geht es zu einer Seite vom NABU mit Fotos von „Gärten des Grauens“

http://garten/naturschutz-im-garten/23829.html

Das freut doch das Bienenherz!

In meiner nächsten Umgebung gibt es auch einige dieser sterilen Gruseligkeiten.

Fast klinisch rein

Ich glaube, wenn ich zukünftig an so einem Garten vorbeikomme, hinterlasse ich einen Zettel mit einem Text: Wir finden Ihren Garten potthässlich- Die Bienenvölker aus Duisburg. (Ist noch nicht pfiffig genug, da muss ich noch dran pfeilen- oder hat jemand einen Vorschlag?)

P.S. Falls ich jetzt einem Gartenbesitzer auf den Schlips getreten bin, macht nichts, vielleicht besinnen Sie sich ja und gestalten Ihren Garten bienenfreundlich um. Dann berate ich Sie gerne bei der Pflanzenauswahl!

Es gibt im Internet auch diverse Seiten über bienenfreundliche Pflanzen wie z.B. diese vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft:

http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Bienenlexikon.pdf?__blob=publicationFile

Weihnachtkugeln- nicht nur für Tannenbäume

Letzte Woche erwähnte ich in einem anderen Beitrag meinen „Kampf“ mit dem Fischreiher, der z.Zt. unseren Miniteich mit seinen 8 Goldfischen sehr attraktiv findet. Da ich nicht immer auf der Lauer liege, befragte ich das Internet, wie man Reiher abschrecken kann. Es gibt natürlich technische Vorrichtungen, eine Reiher-Skulptur soll auch helfen, oder den Teich in der richtigen Höhe mit Draht umspannen war ein weiterer Tipp. Aber das ist mir momentan alles zu aufwendig und so „dekorierte“ ich unseren Teich mit alten Weihnachtskugeln. Angeblich soll Blinkendes den Reiher sehr irritieren und irgendwann gibt er entnervt auf. Bin gespannt…

Bienen in Duisburg?

 

Man beachte, dass mein  Beitrag von 2017 ist…

Thema bienenfreundlicher Garten: 

Zuerst habe ich mich über diesen Zeitungsartikel ein bisschen aufgeregt, doch dann dachte ich: Besser spät als nie, Duisburg entdeckt das Thema Bienen.

2009 habe ich schon mit dem Leiter des Duisburger Grünflächenamtes darüber diskutiert, Verkehrsinseln in Wildblumenwiesen umzuwandeln. Damals wurde das Thema kurzerhand abgewiegelt, indem man argumentierte, dass sich auf den Verkehrsinseln Ratten versammeln und viele Bürger solche ungepflegten Flächen ablehnen würden. Meine Gegenargumente, dass Duisburger Ratten und Bürger dann anscheinend anders reagieren als Mitbürger und Ratten im Breisgau (wo es damals schon diverse Wiesenblumeninseln gab) quittierte man mit Achselzucken, auch das Argument, dass Wiesenblumen kostengünstiger seien, war damals trotz leerer Kassen nichts wert.

Wer selbst etwas in seinem Garten für Bienen und Insekten tun und nicht auf Politiker warten  möchte, für den habe ich eine Empfehlung. Es gibt in Stade eine Gärtnerei, die sich auf bienen-und insektenfreundliche Pflanzen spezialisiert hat. Ich habe dort schon zweimal etwas bestellt. Die Lieferung kam sehr schnell, die Pflanzen waren sehr gut verpackt und in sehr gutem Zustand.

http://www.immengarten-jaesch.de/

Thema Komposter:

Die erste Schicht im meinem Komposter ist nun ca. 20 Tage alt. Ich hatte sie mit tooms-Kompostbeschleuniger bestreut und dann die Tonne nicht wieder geöffnet. Gestern machte ich erstmals den Komposter wieder auf und war sehr erfreut, dass sich schon merkbar Wärme entwickelt hat. Da tut sich also etwas…Meine neuen Zugaben waren jetzt neben Blättern Kaffeesatz und Kaminasche. Mal sehen, ob es beim nächsten Öffnen noch wärmer geworden ist.

Dieses Buch über altes Gärtnerwissen habe ich mir in der Bücherei ausgeliehen. Es bietet wirklich sehr viele Tipps, allerdings war für mich Vieles nicht anwendbar, da es bei uns im Garten weder Obst noch Gemüse gibt. Auch ist das Gärtnern nach den Prinzipien von R. Steiner oder nach den Mondphasen mir eher fremd. Aber einige Pflanzenpartnerschaften kannte ich z.B. noch nicht und was ich mir für das nächste Jahr ganz oben auf die Fahne schreibe ist das Gießen am frühen Morgen. Trägt u.a. dazu bei, dass sich Schnecken weniger wohlfühlen. (Dieses Jahr an einem Abend 58 Schnecken eingesammelt und am nächsten Abend kam die Verwandschaft…).

P.S. 4.Dezember 2024: Ich habe keine Geranien mehr in meinem Garten. Diese und auch Petunien sind für Insekten tote Pflanzen und auch die Aufzucht ist umweltschädigend.

Unbefriedigendes Gartenjahr

Wie war Ihr Gartenjahr? Hoffentlich besser als meins! Ich war am Ende gefrustet, denn alles in allem hat in unserem kleinen Garten nicht viel geblüht. Ab Juni war bereits die Luft raus und meine Motivation, im Garten etwas zu tun, ging zum Schluss gegen Null. Das hat mich sehr geärgert, denn im Garten zu busseln liebe ich eigentlich sehr. So kam dann glücklicherweise vor 2 Wochen ein Tag, in dem ich trotzig wurde und der Gartenunlust den Kampf ansagte.

Unser Garten ist im Laufe der letzten Jahre immer mehr verschattet und da musste ich erst einmal handeln. Innerhalb von drei Stunden waren die Hälfte aller Sträucher radikal heruntergeschnitten. (Liebe Magniolie, verzeihst Du mir? Ich weiß jetzt, dass du das gar nicht magst, aber dann hättest du dich mit deinen Blüten auch mal ein bisschen mehr anstrengen können!). Pflanzen, die sich vor einigen Jahren selbst ausgesät und inzwischen Höhen von über einem Meter erreicht hatten, wurden ausgegraben. Waldmeister ist schön, aber nicht als Plantage, auch hier war ich gnadenlos, zumal der Waldmeister z.T. eine verhängnisvolle Allianz mit Efeu eingegangen war. Große Stauden? Entweder in die Löcher der ausgegrabenen Pflanzen umgesetzt oder verschenkt.

Der Garten sieht jetzt eher danach aus, als sei eine Windrose durchgegangen, aber für mich fühlt er sich befreit an, man bzw. ich kann wieder durchatmen.

Außerdem entdeckte ich hocherfreut Blätter vom Lungenkraut an einer Stelle, wo ich im Frühjahr eine Pflanze nicht eingegraben hatte und auch der Fingerhut war nicht verschwunden, sondern hatte einfach nicht genug Licht unter dem Fliederstrauch bekommen, um Blüten zu tragen.

Um im neuen Jahr schon erste Resultate sehen zu können, vergrub ich Krokuss- und Narzissenzwiebeln. Die Krokussart Blue Pearl soll bienenfreundlich sein, bei den Narzissen Tête-à-Tête las ich, dass sie sehr widerstandsfähig sind. Das müssen sie bei dem ausgelaugten Gartenboden sein. Aber auch das wird sich ändern…

Ich lese mich gerade in die „Wissenschaft des Kompostierens“ ein und ein Thermokomposter ist bereits angeschafft.

Kann jemand von meinen Lesern und Leserinnen mir vielleicht eigene Erfahrungstipps geben, damit ich möglichst bald mit meinem ersten eigenen Kompost die Gartenerde verbessern kann? Ich habe z.B. in einem Buch gelesen, dass man Kartoffelschalen nicht zugeben soll, weil diese den Prozess verlangsamen- stimmt das?

Wer vielleicht selbst auch schon mit dem Gedanken gespielt hat, sich einen Komposthaufen anzulegen: Ich werde hier in den nächsten Monaten berichten, ob das Projekt erfolgreich ist.

Ja, natürlich spielen Bücher z.Zt. auch eine große Rolle, um Ideen sammeln. Im Kopf entsteht gerade mein Blumenparadies. Nicht die schlechteste Beschäftigung für die Wintermonate…Deshalb wird es auch mal die ein oder andere Buchbesprechung zu einem Gartenbuch geben.

Dieser Bildband war mein erstes Buch zum Gartenlustauffrischen. Der Autor ist der Besitzer der Gärtnerei in Hilden, über die ich schon geschrieben habe. Da der Gärtnerei ja auch ein Park angeschlossen ist, weiß er gut über die Probleme von Schatten- oder sehr trockenen Gärten zu schreiben und Pflanzenlösungen anzubieten. 

Das ist mein eigenes Gartentagebuch, in dem ich schöne Momente festhalte und mich an Erfolge und Misserfolge erinnere. Es gibt noch einige leere Seiten, das Thema Garten ist wieder spannend geworden.

 

Mein Liebling im Garten

Schon lange gab es von mir keine neuen Nachrichten aus dem Garten. Heute stelle ich Ihnen meine Lieblingspflanze in diesem Jahr vor.

Es ist die Agastache, auch Duftnessel genannt. Sie duftet ein bisschen nach einer Mischung aus Pfefferminze und Anis und dank ihr hatte ich viele Gartenbesucher: Bienen, Schmetterlinge und nachts viele kleine weiße Falter, die wie Blüten auf der lila Blüten aussahen. Die Pflanze steht bei mir im Halbschatten, sie bekommt ca. 3 Stunden Mittagssonne.  Weitere Pluspunkte: Ihre Blätter zeigen an, wann sie gegossen werden muss und man kann die Blätter auch zum Würzen nehmen. 

Doppellebewesen in Rheinhausen

Vorletzte Woche nahm ich an einer Führung von der Duisburger VHS teil, deren Inhalt so spannend war, dass man gut einen Krimi schreiben könnte. Oder einen Science Fiction Roman. Oder eine Piratengeschichte. Es ging u.a um Parmelia sulcata, Xanthoria parietina oder Hypogymnia physodes und hier fing alles an:

Der Parkplatz vor dem Toepperhallenbad

Die Teilnehmer der Führung gruppierten sich in 2 Stunden um 2 Bäume und hörten Herrn Dr. Randoph Kricke zu, der über diese Doppellebewesen referierte:

Ja, es handelt sich um Flechten. Warum Doppelwesen? Außen sieht man die Flechte, einen Pilz, innen lebt eine Alge. Eine fast immer perfekte Symbiose, denn die Flechte schützt die Alge vor Angreifern wie z.B. Schnecken, dafür muss die Alge aber auch Schutzgeld in Form von Zucker an die Flechte abgeben. Manche Flechten übertreiben es allerdings mit ihren Zuckerforderungen und dann türmt die Alge, sofern genügend Stickstoff vorhanden ist.

Weltweit gibt es ca. 25000 Flechtenarten, in NRW ca. 200, im Ruhrgebiet z.Zt. ca. 50. Dies war im 19. Jahrhundert schon einmal besser (ca. 250 Arten), während der Hochzeit des Kohlebergbaus fand man im Ruhrgebiet nur noch 5 Arten.

Die Flechten sind somit ein Indikator für die Luftqualität, aber zeigen auch noch andere Qualitätsmerkmale für eine intakte Umwelt an. Außerdem schützen sie Bäume oder Steine und sollten deshalb auch im Garten nicht entfernt werden.

Alle Teilnehmer waren sich nach zwei Stunden darüber einig, dass Flechten ein sehr spannendes Thema sind und man in eine fremde Welt eintaucht, sieht man sich Flechten einmal genauer an und beschäftigt sich mit ihnen. Deshalb schreibe ich an dieser Stelle auch nicht mehr und empfehle Ihnen lieber, mal eine Führung mitzumachen. Oder falls Sie jetzt schon Interesse haben und Flechten entdecken möchten: Der archäologische Park in Xanten ist fast schon ein Eldorado, da beim Bau der verschiedenen Parkteile verschiedene Arten von Steinen benutzt wurden und sich deshalb viele verschiedene Flechten (die z.T. sogar auf der Roten Liste stehen) hier wohl fühlen.

 

Gartenerde ohne Torf- geht doch!

Ich gebe zu, dass ich mir beim Einsatz von Gartenerde bisher zu wenige Gedanken gemacht habe. Aber ein Zeitungsartikel führte mir ein Problem deutlich vor Augen. Achten Sie beim Kauf von Gartenerde darauf, dass diese ohne Torf ist? Bitte tun Sie es, denn der abgebaute Torf ist für immer weg und damit auch der Moor-Lebensraum für diverse Pflanzen und Tiere. Deutsche Moore gibt es immer weniger…

Hier geht es zu einer Liste von Firmen, die u.a. torffreie Gartenerde anbieten, z.B. Rewe, Plus, Hornbach, Obi oder toom und es werden ausführlich die Auswirkungen des Torfabbaus beschrieben.

https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/naturschutz/naturschutz_einkaufsfuehrer_torffreie_erden.pdf

Haben die Museumsbetreiber einen Vertrag mit einem Optiker?

Letzten Freitag hatte ich ein paar Stunden frei und wollte mich im Garten austoben. Das Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Da ich nun aber schon ganz auf Garten eingestellt war, entschloss ich mich, nach Benrath zu fahren und mir das „Museum für europäische Gartenkunst“ anzusehen. 

Das Museum ist im linken Seitenflügel des Schlosses untergebracht, (Eintrittskarten gibt es nur im rechten Schlossflügel! 6 Euro). Ich war die einzige Besucherin und fing frohgemut im ersten Raum an, mir Ausstellungsstücke und Zitate zum Thema Paradies anzusehen, bzw. zu lesen. Noch ahnte ich nicht, dass ich ab dem zweiten Raum eine Taschenlampe hätte mitbringen sollen. Die Fensterläden waren geschlossen, nur kleine Strahler leuchteten weitere Exponate aus. Waren diese so wertvoll, dass sie kein Regen-Tageslicht vertrugen? Ich gab schnell auf, die kleinen Beschriftungstafeln auch lesen zu wollen, denn meine Augen waren mir wichtiger. So machte ich einen unbefriedigenden Schnelldurchlauf durch die Geschichte der Gartenkunst (diese hörte allerdings auch schon mit dem englischen Landschaftsgarten auf) und ging in die obere Etage. Hier wurden mit Nummern verschiedene Rundwege angezeigt, ob die Rundwege verschiedene Themen beinhalten, konnte ich nicht ausfindig machen. So streunerte ich von einem Raum zum anderen, der rote Faden war „Alles was noch zum Thema Garten gehört“, wie z.B. bedruckte Stoffe mit Blumenmotiven, Duftproben (die z.T. schon altersbedingt ihren Duft verloren hatten), Gemüseanbau, Samen sammeln und vieles mehr. Hier war die Ausleuchtung besser und ich verbrachte etwas mehr Zeit. Aber auch nicht viel, denn die Lautstärken mehrerer Videoinstallation schallten durch alle Räume und waren nervig. 

Ich ging recht frustriert zum Ausgang zurück und wollte die beiden Herren, die zuvor an der Kasse gesessen hatten, auf das mangelnde Licht ansprechen. Jetzt war die Kasse verwaist…

Einen Hinweis bekam ich ein bisschen später, als ich mich spontan noch mit einem Bekannten und dessen Frau in Benrath traf. Als ich ihnen von meinem Besuch erzählte war die erste Reaktion: „Ach, da hatten die mal wieder keine Lust, die Fensterläden aufzumachen…“. Der Bekannte ist im Förderverein der Benrather Schlossmuseen (es gibt noch ein Naturkundemuseum) und berichtete über unerfreuliche Zustände, die ihn auch zum Austritt aus dem Verein veranlassen.

Sooo schade! Wenn Sie nach Benrath kommen, halten Sie sich an den Park, vielleicht auch noch ans Schloss, aber heben Sie sich Ihre Museumslust für andere Museen auf.

Damit dies kein Bericht ist, der miese Stimmung verursacht, hier noch ein Foto von Ron, dem Gartenzwerg. Ron ist ein Mann, der als Gartenzwerg in einer englischen Kleinstadt lebt und nie (!) seine Zipfelmütze abnimmt. Ich liebe die Engländer…