Auf der Fahrt durch Schottland und in den Tweedläden auf Harris begegneten mir viele Tartanmuster. Ich las ein bisschen über die Entstehung der Muster und nach welchen Regeln sie komponiert werden. Jedes Muster erzählt auch eine Geschichte und so habe ich versucht, drei Urlaubseindrücke in Tartanmustern auszudrücken.
Auf den Orkneyinseln gibt es den „Creative Trail“.
Dieses Schild findet man überall auf den Inseln und es zeigt an, wo es ein Atelier, ein außergewöhnliches Geschäft oder eine Galerie gibt. Diese sollte man unbedingt tun, denn die Vielfalt der künstlerischen Tätigkeiten ist erstaunlich. Man kann frische Ideen entdecken, die in den grauen und rauhen Monaten des Insellebens entwickelt wurden. Stromness, die zweitgrößte Stadt auf den Orkneyinseln, bietet diesbezüglich eine besonders großes Angebot.
Links die Hauptstraße von Stromness, rechts oben ein großer Laden mit Produkten aus Afrika, darunter das Atelier von Alison Moore, die u.a. Fotos von Algen auf Taschen und andere Dinge druckt, darunter eine Werkstatt, die Dinge mit alten Papieren beklebt oder alte Buchseiten neu bedruckt.
Diese Fülle an Werkstätten und Galerien findet man auch auf den Äußeren Hebriden. Hier gibt aber ein Hauptthema und das ist das Weben des berühmten Tweedstoffes. Wir besuchten auf Harris die kleinste Spinnerei mit fünf Mitarbeitern. Sie beliefert fünf Haushalte, in denen der Stoff gewebt wird, danach bekommt die Spinnerei die fertigen Stoffe zurück und verkauft sie an Schneidereien, bzw. Modehäuser weiter.
Im Blackhouse Village Museum kann man sich in einem Film und auch in natura ansehen, wie ein Webstuhl eingerichtet werden muss, bevor man mit dem Weben beginnt. Ein Herr führte dies vor.
Mehrere Geschäfte bieten Kleidung aus Harris Tweedstoff an, wie auch Wohnaccessoires oder Büroartikel. Jedes Teil zeigt mit diesem Schild an, das es von Harris stammt.
Ich komme noch einmal zurück auf das Entdecken. Auf Lewis und Harris gibt es auch eine Reihe von speziellen Läden. Auch hier sollte man anhalten und einen Blick hinenwerfen, wer weiß, was man findet…
Rechts unten fand ich in dem Korb alte „Bobbins“, auf denen früher das Garn zum Weben aufgespult wurde.
Auf unserer Rückreise von Schottland übernachteten wir auch in Manchester. Ich war skeptisch, denn bei den Vorbereitungen fand ich keinen Zugang zu der Stadt. So fuhren wir von unserem Hotel (Holiday Inn East) mit dem Bus in die Innenstadt ( ca. 15 Minuten) und stiegen am Picadelly Place aus. Es war später Nachmittag und unglaublich wuselig zwischen den Wolkenkratzern, den alten Fabrikgebäuden und in den öffentlichen Parks. (Oder kam es mir nur so vor nach stillen Tagen auf den Hebriden??) Wir gingen zuerst zur Kathedrale, einem Ort der Stille…
Innen konnten wir uns nur kurz umschauen, da gerade eine Messe begann.
Aber zufällig traf ich auf einen Engel 2.0…
Ganz in der Nähe der Kathedrale befindet sich ein Stückchen Altstadt von Manchester, wo es viele „Afterwork-Meetings“ gab.
Wir schlugen uns weiter durch Richtung Chinatown und so langsam beschlich mich das Gefühl, in Klein-New York zu sein. Die Mischung von alter und neuer Architektur, die teilweise eher düsteren Gassen, die Viertel, die für verschiedene Lebensformen stehen und schließlich die Bewohner von Manchester, deren Vielschichtigkeit auffällig war. Hier ein paar Fotobeweise:
Manchester bietet noch mehr: Zwei neue Viertel, die direkt am Wasser liegen, das alternative Northern Quartier, tolle Museen, drei alte Bibliotheken, das Arndale Shoppingcenter und das Thema Fußball nicht zu vergessen. Manchester ist prädestiniert für ein langes Wochenende. Touristengruppen wie in London und Edinburgh haben wir nicht gesehen, die Mancunians scheinen noch unter sich zu sein.
Anfang Juni fuhren wir nach Schottland und England und machten dort eine Rundreise.
Unsere Tour begann in Newcastle (Wir nahmen die Nachtfähre von Ijmuiden in der Nähe von Amsterdam). Von dort aus ging es über Edinburgh in den Norden nach Thurso, von da aus auf die Orkneyinseln. Wieder zurück in Thurso, fuhren wir gen Westen über die Nordroute nach Ullapool, wo wir mit der Fähre auf die Äußeren Hebriden übersetzten. Zurück in den Süden machten wir Pausen in Morecambe, Blackpool, Manchester, Milton Keynes, Windsor und Rye, bevor wir die Fähre von Dover nach Dünkirchen nahmen, um nach Hause zu fahren. Ich werde nicht, wie bei früheren Reisen nach dem Reiseverlauf berichten, sondern schreibe zu verschiedenen Themen.
Insgesamt sind wir ca. 3500 km gefahren und übernachteten hauptsächlich in B&Bs oder Hotels. Die Preise der Zimmer bewegten sich zwischen 60 (Morecambe) und 160 Euro(Orkneyinseln), eine gemütliche Ferienwohnung auf den Hebriden kostete 110 Euro/Nacht. Wir fuhren mit einem VW Caddy Benziner, die Benzinpreise bewegten sich zwischen 1,70 und 1, 80 Euro/Liter.
Man braucht einen Reisepass, um nach Großbritannien einzureisen. Die Abfertigung an der Grenze war zügig. Das Thema Verkehr muss angesprochen werden. Der Linksverkehr machte uns keine Probleme, bei den zig Kreisverkehren haben wir manchmal eine Ehrenrunde gedreht, weil die Ausschilderung nicht immer eindeutig war. LKW Fahrer dürfen hier schneller fahren als in Deutschland, das merkt man…Was wir als heikel empfanden, waren Radfahrer auf den beiden Inselgruppen. Die Straßen sind dort oft nur einspurig und haben Ausweichbuchten. Die Landschaften sind hügelig und der Straßenverlauf ist deswegen wellig und kurvig, so dass man häufig als Auto-oder Wohnmobilfahrer nicht weiß, wie die Straße hinter dem Hügel weiter verläuft. Hinter den Hügeln standen immer wieder plötzlich Radfahrer auf der Straße (nicht in der Ausweichbucht), um sich vom Straßenanstieg auszuruhen. Dies passierte uns dann auch noch mehrmals mit Schafen auf der Straße. Unsere Autobremse hatte viel zu tun. Will heißen: Man muss sehr defensiv fahren, quasi wie auf rohen Eiern und die Zeit, die man für eine Strecke einplant, sollte großzügig bemessen sein. Mehr genießen kann man seine Fahrten in Südengland (Kent, East Sussex), wenn man auf breiteren Landstraßen durch grüne Tunnel oder zwischen hohen Hecken fährt, immer wieder unterbrochen von schönen Aussichten.
Um Ihnen ein bisschen Lust auf die weiteren Reisebeschreibungen zu machen, hier ein paar erste Eindrücke:
Auf der Orkney Mainland Insel das Brough of Birsay Lighthouse
Nachts um 1 Uhr in Thurso- es wurde nur kurz richtig dunkel
Einmal in einem Loch schwimmen…
Vögel beobachten- fast ein Muss….
Für die Kreativen wird auch gesorgt!
Der Strand von Seilebost auf der Insel Harris
Let‘s have fun in Blackpool!
Ein Besuch auf Windsor Castle
Übermorgen stelle ich Ihnen als ersten Beitrag „New York für Anfänger“ vor!
Der Sänger Jarvis Cocker (Jahrgang 1963) der britischen Musikgruppe „Pulp“ beschließt, den übervollen Dachboden seines Elternhauses auszumisten. Was er auf dem Dachboden findet, nennt Cocker „Selbstausgrabung“, denn Erinnerungen an seine Musikerkarriere und die Ära von Margret Thatcher werden freigelegt. Jarvis Cocker hat über diese Dachbodenfunde ein Buch geschrieben:
Schon mit Anfang der Pubertät weiß Cocker, dass er eine Band gründen und berühmt werden will und erstellt ganz professionell einen „Masterplan“. Dazu gehören die einzelnen Schritte wie beispielsweise einen besonderen Kleidungsstil ( nicht zu punkig, aber auch nicht zu brav) entwerfen, Bandmitglieder finden, Songs schreiben (am besten ein Mix aus Punk und Barry White), Bühnen-, Radio-,und Fernsehauftritte organisieren, die Gründung eines eigenen Labels, um unabhängig von den kapitalistischen Großlabels zu werden. Ja, Jarvis ist ein Linker, der in Sheffield lebt, in der Stadt, die von den Maßnahmen Margret Thatchers in den 80er Jahren am schlimmsten betroffen ist. Der Masterplan erfüllt sich Schritt für Schritt, aber alles ist sehr mühsam und dauert lange, es gibt immer wieder Rückschläge und nach der Schule muss Cocker von Arbeitslosenhilfe leben. Er gibt seinen Traum nicht auf, bis er kurz vor einem sehr wichtigen Konzert aus einem Fenster fällt und schwer verletzt wird. Mehrere Monate verbringt er in Krankenhäusern und es wird ihm klar, dass er aus Sheffield raus muss und sich dem tatsächlichen Leben stellen muss. Er beginnt 1988 ein Kunst & Design Studium in London und hier endet das Buch. Was dann in den 90er Jahren mit Pulp geschah, das ist eine andere Geschichte.
Leider habe ich es nicht geschafft, in meiner Buchbesprechung den Witz und die Selbstironie von Jarvis Cocker mit einzubauen. So möchte ich jetzt explizit darauf hinweisen. Cockers Zeitreise mit seinen Gedanken zu Popmusik und dem Erwachsenwerden sind sehr vergnüglich zu lesen. Und ich muss noch ein Video zeigen, in dem ich in dem Buch blättere. Die Dachbodenfunde werden nämlich dokumentiert und dazu gibt es noch Erinnerungsfotos und Popkunst.
Und es gibt auch noch eine Playlist zum Buch https://ffm.to/goodpopbadpop Welche Lieder haben Jarvis Cocker geprägt, welche waren die ersten Songs von Pulp? Über 3 Sunden Musik zum Entdecken.
Massimo hat vor 15 Jahren die kleine Kaffeebar von seinem Vater geerbt. Im römischen Stadtteil Trastevere ist er für seinen guten Espresso bekannt und einige, zumeist männliche, Kunden kommen täglich, um sich eine kleine Pause zu gönnen und dabei zu tratschen. Massimo liebt seine Arbeit als Barista und die ruhige Beständigkeit seines Lebens als Junggeselle. Das ändert sich, als eines Tages eine junge Frau in die Bar kommt und zur Erheiterung der Kunden in gebrochenem Italienisch einen Tee bestellt. Als sie merkt, dass man sich über sie lustig macht, verlässt sie erbost die Bar. Dieser kurze Moment reicht, dass Massimo in den nächsten Tagen und Wochen nur noch an die Teetrinkerin denkt. Ihre Wege kreuzen sich aber noch mehrmals, denn Geneviève, die in Paris lebt, ist die Erbin der Wohnung über Massimos Bar, in der die alte Maria, die Seele des ganzen Viertels, vor Kurzem gestorben ist. Mit Espresso inkl. Nutella schafft es Massimo schließlich, dass er und Geneviève sich näher kommen und in Massimos Gedankenwelt sind in der Ferne bald die Hochzeitsglocken zu hören. Doch dann findet Geneviève einen Käufer für die Wohnung. Sie würde gerne in Rom bleiben, muss aber nach Paris zurück und wird nicht zurückkehren. Den Grund dafür nennt sie Massimo nicht. Die Tage des Baristas werden daraufhin freudlos und grau. Wie gut, dass es einen Freund gibt, der ihm den Kopf wäscht und ihn drängt, Geneviève in Paris zu besuchen.? ? Um die Liebesgeschichte herum entwickeln sich Kaffeeduft und Baratmosphäre, die für mich das Buch lesenswert machten. Am Ende des Buches gibt es ein Lexikon der verschiedener Kaffeezubereitungen, kennen Sie 16 Varianten?
Ich bin Ihnen noch einen Beitrag zum Thema „Rückreise von den Oberitalienischen Seen“ schuldig. Et voilà:
Zum Mittagessen machten wir einen Stop in Vaduz in Liechtenstein. Das Wetter war nicht so toll, aber wir fanden diese Minihauptstadt einfach charmant.
Oben links: Das Landtagsgebäude, daneben das Credo der Liechtensteiner Unten links: Das Regierungsgebäude, daneben das Rathaus mit einer Skulptur von Nag Arnoldi „Drei Pferde“.
Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass man ein langes Wochenende in Liechtenstein verbringen kann. Hier eine Übersichtskarte- Kultur und Natur ( inkl. einem schönen Spaziergang am Rhein)- alles da!
Unten ein Foto des Schlossmodells. Das Schloss kann nicht besichtigt werden, da hier das amtierende Fürstenpaar lebt.
Wir übernachteten im knapp 100 km entfernten Konstanz. Das Wetter war nun richtig schlecht und der Rundgang durch Konstanz fiel deshalb kürzer aus.
Oben: Das „Imperia „ Standbild im Konstanzer Hafen Unten: Der umstrittene Lenk-Brunnen, Mitte ein gemütlicher Weinkeller in der Niederburg, rechts zwei Beispiele der schön bemalten Häuser in Konstanz
Am nächsten Tag war Petrus wieder unser Freund und wir fuhren mit der Autofähre nach Merseburg, um uns in Unteruhldingen die Pfahlhäuser im Bodensee anzusehen.
Die Anlage gehört zum UNESCO Kulturerbe. Das bezieht sich aber nicht auf die Häuser, hier ist das älteste vor ca. 100 Jahren gebaut worden, sondern auf die Fundstücke, die in einem angegliederten Museum ausgestellt sind. In der Mitte, links: Das linke Gebilde ist ca. 3700 Jahre alter eingebrannter Brei in einem Topf. Rechts:Schmuck mit einem Alter zwischen 3000 und 5700 Jahre.
Mittags ging es zurück nach Duisburg mit einer Kaffeepause in Speyer. Wir kannten beide noch nicht den Dom- Imposant!
Links unten: Die Stimmung in der Krypta war eine ganz besondere, denn hier sind neben Bischöfen deutsche Könige und Kaiser begraben.
Vom Dom aus ist man schnell in der Altstadt von Speyer- gefiel uns auch ausgesprochen gut.
Was habe ich während des Urlaubs gelesen? Nicht viel, aber eine Empfehlung habe ich noch für Sie. Was Leichtes mit viel Amore und noch mehr Espresso. Kommt am Montag.
In diesem Video lernen Sie kurz den Autor dieses Buches kennen:
In 14 Kapiteln schreibt Krabbenhöft über sein Leben und was es ihn gelehrt hat. Er heiratete jung, das Paar bekam eine Tochter. Dann entdeckte er die Liebe zu einem Mann, die Ehe wird geschieden, die Tochter entscheidet sich, bei ihrem Vater zu bleiben. In den 80er Jahren ist er in Berlin Mitbegründer des Vereins „Schwule Väter“. Durch verschiedene Zeitungsartikel, z.B. in „Viva“ oder dem „Spiegel“ wird er immer bekannter, in den 90er bekommen er, seine Ex-Frau und seine Tochter eine Einladung zu der Talkshow „Bios Bahnhof“. Dieser Auftritt macht ihn deutschlandweit berühmt und in den folgenden Jahren tritt er noch häufiger im Fernsehen auf. In Berlin wird er zur „Marke“ dank seiner Liebe zum Tanzen in Clubs. Dieses außergewöhnliche Leben wird immer wieder begleitet von tiefen Abstürzen und Depressionen. Sein Engagement für die Rechte Homosexueller lassen ihn als einen starken Mann erscheinen, doch er ist voller Selbstzweifel. In einer depressiven Phase zieht er sich für zwei Jahre in ein kleines Häuschen an einem See zurück und lebt wie ein Einsiedler. In diesen Monaten findet er nach und nach heraus, was für ihn und sein restliches Leben wichtig ist und genießt von da an jeden Tag. “Sei du selbst“ ist seine Kernbotschaft, aber er gibt noch viele weitere Einsichten weiter, wie beispielsweise die Tatsache, dass man die Schuld nicht immer bei anderen suchen sollte. Veränderungen hat man selbst in der Hand, wenn man es wirklich will! Was er auch herausgefunden hat: Wenn Kopf und Körper Pausen und Stille brauchen, sollte man sich diese zugestehen und auf die üblichen Leistungserwartungen der anderen an die eigene Person pfeifen.
Krabbenhöfts Weisheiten werden auch in zig anderen Büchern zum Thema „Durchblick im Leben“ empfohlen. Doch in seinem, im Plauderton geschriebenen, Buch liest sich dies, kombiniert mit seiner Lebensgeschichte, nicht abgedroschen, es ist authentisch. Es eignet sich deshalb gut, sein eigenes Wissen um die wichtigsten Lebensregeln noch einmal aufzufrischen, bzw. zu verfestigen.
Im Mai wurde ich von drei älteren Spaziergängern, die am Ex-Brombeerfeld vorbeigingen, darauf angesprochen, dass das doch alles ziemlich ungepflegt aussehe. Meine Hinweise auf Unterstützung für Insekten schienen nicht sehr überzeugend. Ich habe jetzt einige Fotos mit Tafeln von der Landesgartenschau kopiert und werde diese beim nächsten Mal parat haben, wenn es jemanden wieder zu ungepflegt aussieht.
Hier ein paar Ungepflegtheiten:
Oben links: Gemeine Pechnelke, darunter Wiesen-Lieschgras und Nachtviole Oben rechts: Blut-Klee, darunter Wiesen-Pippau
Fotos von Besuchern der Ungepflegtheiten:
Dazu zwischendurch ein Tipp: Noch bis zum 23.7.2023 wird in der Arte-Mediathek der Film „Mein Garten, reich an Bienen“ gezeigt. Während der Corona Pandemie beginnt der britische Tierfilmer Martin Dohrn sich für Bienen zu interessieren. Er hat einen kleinen naturbelassenen Stadtgarten mitten in Bristol, in denen er im Laufe der folgenden Monate über 60 verschiedene Bienenarten entdeckt und mit Spezialobjektiven filmt. Seine Bilder sind eine glatte 20 auf der Skala zwischen 1 und 10-toll!
In unserem Garten, der an dem Ex-Brombeerfeld angrenzt, setzte ich dem Ganzen noch die Krone aus. Wir haben ein neues Gartenhäuschen und sein Dach wurde begrünt.
Kurze Infos zu dem Gartenhaus, falls jemand so etwas sucht: Eine Sonderanfertigung der holländischen Firma „Woodpro“ wegen der Maße, des Daches und dem Einbau von 2 Türen. Bearbeitung des Auftrags dauerte ca. 2 Wochen. Das Haus wurde in Einzelteilen geliefert und musste von uns zusammengebaut werden. Das Holz ist nur vorbehandelt und muss innerhalb eines Jahres gestrichen werden. Wir diskutieren gerade noch über die Farbe: Schwedischrot? Himmelblau? Englishgreen oder sonnengelb? Haben Sie eine Meinung dazu?
Zuerst wollten wir fertige Dachbegrünungsplatten installieren, diese hatten allerdings ein viel zu hohes Gewicht- die Traglast des Dachs muss unbedingt beachtet werden. Gegen die Platten sprach letztendlich auch, dass sie nur aus Sedum Pflanzen bestanden. Diese blühen im Jahr nur kurz, bringen der Insektenwelt also nicht viel Nutzen. Wir bestellten bei dachbegrünung.org ein Vlies, das Wasser aufsaugt und spezielles Erdsubstrat, das auf den Vlies verteilt wurde. So standen 6 cm Erdboden zur Verfügung. Die Internetfirma bietet auch Minipflanzen an, hier wählte ich Salbei, Thymian, marokkanische Kamille, Mauerpfeffer und Felsennelke aus. Aus den Garten kamen noch Ableger von Storchenschnabel kriechenden Günsel und Glockenblume dazu. Ausgesät habe ich Ringelblumen, Borretsch und kalifornischen Mohn, einige Schneeglöckenzwiebeln buddelte ich auch noch ein.
Ich verließ das Dach mit der großen Neugierde, wie sich alles entwickeln wird. Resümee nach 4 Wochen: Die Wasserschale wird sehr gut angenommen, ja und es ist schon ein bisschen grüner:
Besonders die Glockenblumen, der Mauerpfeffer und die Kamille scheinen sich wohl zu fühlen. Ausgesäte Ringelblumen und Borretsch sind ca. 5 cm groß. Ich habe jetzt noch Veilchen und vorgezogene Kapuzinerkresse hinzugefügt.
Erwähnen möchte ich noch die angeschlossene Wassertonne, die überflüssiges Wasser vom Dach auffängt. Nach dem vielen Regen im Mai war sie voll und jetzt ist sie schon fast wieder leer, dank diverser voller Gießkannen.
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