Monde und Jahre vergehen, aber…

…ein schöner Moment leuchtet das Leben hindurch. (Zitat von Franz Grillparzer).

Und deshalb nach längerer Zeit mal wieder drei besondere Momente:

…wenn man Muskelkater vom Lachen bekommt

…wenn man ein verknotetes Mobile entwirrt und es plötzlich wieder anfängt, sich in der Luft zu drehen

…wenn man von einer fremden Person plötzlich aus Dankbarkeit umarmt wird

 

 

 

 

 

Das geheime Leben in Museen

In dieser Jahreszeit gehen Sie vielleicht öfter ins Museum? Dann sollten Sie diesen Roman lesen:

MuseumHartmut Lange: Im Museum Diogenes Verlag 9,90€

Der Autor nimmt den Leser mit in das Deutsche Historische Museum in Berlin. Schon im ersten Kapitel geschieht Merkwürdiges: Eine Angestellte verschwindet spurlos, hinterlässt aber in einer Ausstellungsvitrine ihren Pullover. Und auch die folgenden Geschichten ziehen den Leser in ihren Bann: Besucher finden nicht mehr aus dem Museum heraus, Verstorbene tauchen auf und geistern durch die Räume. Lange schreibt und Michael Ende und Franz Kafka schauen manchmal über die Schulter. Doch es geht auch um die Fragen, ob über 8000 Museumsexponate es überhaupt schaffen, die Erinnerung an Menschen aus fernen Epochen aufrecht zu erhalten. Oder was können Ausstellungsstücke für das Schicksal eines Besuchers bedeuten?

Die Lektüre des Buches bereichert jeden Museumsbesuch!

Raucht jetzt gleich der Kopf?- Buch zu gewinnen!

Zum Abschluss meiner „Musikwoche“ biete ich noch ein bisschen Gehirnjogging an.

Gehirnjogging

Wer findet in diesem Silbensalat fünf Menschen, deren Leben durch Musik geprägt war oder ist? Die Auflösung gibt es am nächsten Sonntag! Die ersten fünf Teilnehmer, die mir an linda.broszeit@gmx.de die richtige Lösung schicken, bekommen von mir das Buch „Aus Liebe zum Buch“ von Ann Patchett  geschenkt. Der Rechtsweg ist dabei ausgeschlossen.

Und hier sind die Silben:

MANN-VI-FRED-CAM-NIE-CLA-AN-WOLF-NO-DIE-SCHU-VAL-DECK-RY-MER-TO-GANG-DI-KU-NIO-PI-EN-RA

Ich wünsche allen viel Spaß beim Rätseln! Wer seine Lösung an mich verschickt: Bitte nicht Namen und Adresse vergessen!

Geige-die Zweite

Als Ergänzung zu meinem gestrigen Beitrag noch ein schönes Geigenfundstück:

 

 

 

Die klassische Musik als Lebensthema

Geigenbuch

Peter Brem spielte über 40 Jahre die erste Geige bei den Berliner Philharmonikern. Er ist ein Vollblutmusiker, denn nebenbei war er noch lange Jahre Geschäftsführer einer Firma, die sich um die Vermarktung des Orchesters kümmerte und er machte noch als Hobby im Brandes-Quartett mit, das auch eine gewisse Berühmtheit erlangte. So kann er viel erzählen und auch aus dem Nähkästchen plaudern. Dies tut er bescheiden und freundlich, er ist immer bodenständig geblieben. Besonders gefallen haben mir die Kapitel, in dem er von den verschiedenen Begegnungen mit weltberühmten Dirigenten (z.B. Karajan, Bernstein oder Rattle) erzählt oder er uns hinter die Kulissen eines Orchesters blicken lässt. Sehr interessant fand ich auch seine Schilderungen, wie das Orchester versucht,  besonders die jüngere Bevölkerung anzusprechen und wie es mit der Zukunft der klassischen Musik aussieht. Hier geht er ausführlich auf das Projekt „Digital Concert Hall“ein, bei dem weltweit bereits 26000 Musikliebhaber ein bezahltes Abonnement haben, um live via Bildschirm an Aufführungen des Orchesters teilnehmen zu können.

Neugierig geworden? Hier geht es zu der digitalen Konzerthalle:

https://www.digitalconcerthall.com/de/concert/23463

 

Die chinesische Antwort auf Rammstein

…oder anders formuliert: Rammstein eher eine Band, die zum 5-Uhr-Tee aufspielt? Oder noch anders formuliert: Nichts für schwache Ohren. (Sie erinnern sich? Vor einigen Wochen kündigte ich Ihnen schon so eine Musikband an, damals war ich aber nicht so aufgelegt, also verzichtete ich darauf). Gestern war ich allerdings sehr stinkig und dann kann ich mich mit dieser Musik abreagieren.

Hier ein Textauszug zu der chinesischen Musikgruppe „Voodoo KungFu“ aus einem asiatischen Musiklexikons:

This band has a pretty lengthy history in China of being a metal band that went into all sorts of different ethnic sounds to create something super original. The main singer/founder of the band then went to the US and is residing there and restarted the band over there along with help from pretty awesome producers.

Bitte besonders nett sein!

Heute ist der „Welt-Nettigkeitstag“. Wo wurde er erfunden? In Japan- wen wundert es. Und was mache ich dann heute an einem Sonntag, wo ich eigentlich schon viel Couch-Lesezeit eingeplant hatte?

Schreibe mal zwei Briefe an alte Kolleginnen, anstatt mich mit Mails zu melden. Und grüße auf meinem Spaziergang fremde Menschen besonders freundlich- aber vielleicht irritiere ich sie nur dadurch??

Exzellente Heimatkunde

Das Wort Heimatkunde hört sich vielleicht etwas verstaubt an, aber es trifft es am besten….

Mein Lieblingsstadtteil von Duisburg ist Ruhrort. Wegen der Lage, seiner Architektur, der Kaffke-Krimis, die dort spielen und auch z.T. wegen der Menschen, die dort leben.

img_6908

Als ich letztes Jahr dort eine Führung mitmachte, im Binnenschiffahrtsmuseum war und Torten im „Café  Kurz“ probierte, nahm meine Zuneigung zu Ruhrort noch zu.

Karlsplatz

Nachdem ich nun aber am Mittwoch dort im Rahmen einer VHS Veranstaltung das Haniel Museum besuchte, haben es die anderen Stadtteile noch schwerer.

haniel

Hier hat Duisburg einen Schatz zu bieten! Man erfährt natürlich sehr viel über die Familie Haniel und das allein ist schon spannend, denn im 18. Jahrhundert hat z.B. eine Frau bereits die Geschäfte geführt und die Weichen für den späteren Erfolg der Firma gestellt. Wie die Familie bis heute auf wirtschaftliche Umschwünge geschickt reagiert und damit die Firma erfolgreich am Markt bestehen lässt, das ist eine Lehrstunde in Betriebswirtschaft. Darüber hinaus lernt man aber auch sehr viel über die Geschichte Ruhrorts und damit verbunden über das Werden Duisburgs und des Ruhrgebiets.

Die Führung wurde von einer bei Haniel beschäftigten Historikerin durchgeführt und hätte 1 1/2 Stunden dauern sollen. Es wurden 2 1/4 Stunden daraus und wir hätten der Dame noch länger zuhören können. Beim Erkunden der drei Stockwerke bekommt man nämlich auch noch einen sehr guten Eindruck darüber, wie eine Familie ab Biedermeier aufwärts dort gelebt und gearbeitet hat.

Ich vermute, dass nur wenige Duisburger bisher dieses Museum besucht haben, da es keine offiziellen Öffnungszeiten hat. Aber es gibt neben den VHS-Führungen auch weitere von Haniel selbst angebotene Führungen, die Termine dieser sind einfach telefonisch zu erfragen. Darüber hinaus kann man auch selbst mit einem Audioguide durch das Museum gehen, man muss sich dann vorher nur telefonisch anmelden. Hier gibt es die passenden Infos:

https://www.haniel.de/unternehmen/geschichte/haniel-museum/

In den nächsten Monaten ist das Wetter ja eher schlechter. Wenn Sie nur ein bisschen „Ruhrpottler“ sind, dann besuchen Sie dieses Museum und machen Sie bei Regen eine Zeitreise.