Momente, wenn ein Stein vom Herzen fällt

…wenn es kein gebrochener Fuß, sondern nur ein verstauter ist

…wenn man den Schlüssel doch noch wiederfindet

…wenn man denkt, man hätte den 70sten Geburtstag einer Tante vergessen und dann  feststellt, dass man sich im Monat vertan hat und der Geburtstag  erst 4 Wochen später ist

Wenn Düsseldorf und Köln sich im Karneval einig sind…

…dann muss es was Ernstes und Wichtiges sein. Auf beiden Rosenmontagszügen gab es jeweils einen Wagen zum Thema Bienensterben. Fand ich beachtlich. Aber vor ein paar Wochen las ich auch, dass bei der Gestaltung von Gärten jetzt immer häufiger Steinlandschaften entstehen, um nicht zu sagen Steinwüsten. Hier geht es zu einer Seite vom NABU mit Fotos von „Gärten des Grauens“

http://garten/naturschutz-im-garten/23829.html

Das freut doch das Bienenherz!

In meiner nächsten Umgebung gibt es auch einige dieser sterilen Gruseligkeiten.

Fast klinisch rein

Ich glaube, wenn ich zukünftig an so einem Garten vorbeikomme, hinterlasse ich einen Zettel mit einem Text: Wir finden Ihren Garten potthässlich- Die Bienenvölker aus Duisburg. (Ist noch nicht pfiffig genug, da muss ich noch dran pfeilen- oder hat jemand einen Vorschlag?)

P.S. Falls ich jetzt einem Gartenbesitzer auf den Schlips getreten bin, macht nichts, vielleicht besinnen Sie sich ja und gestalten Ihren Garten bienenfreundlich um. Dann berate ich Sie gerne bei der Pflanzenauswahl!

Es gibt im Internet auch diverse Seiten über bienenfreundliche Pflanzen wie z.B. diese vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft:

http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Bienenlexikon.pdf?__blob=publicationFile

Ein Buch zur Einstimmung, aber nicht das beste

Dieses Jahr ist eine der beiden Kulturhauptstädte Europas die niederländische Stadt Leeuwarden. Hier wurde Mata Hari geboren und noch bis Anfang April gedenkt die Stadt mit einer großen Ausstellung dieser berühmten Frau.

Im  Buch von Coelho erzählt Mata Hari ihr Leben in Briefform. Sie, Margarethe Zelle ist ihr Geburtsname, weiß schon als Jugendliche, dass sie nicht nach Leeuwarden gehört und heiratet mit 18 Jahren den 21 Jahre älteren Offizier Rudolph MacLeod. Mit ihm geht sie nach Niederländisch-Ostindien. Nur kurz ist die Ehe glücklich, dann hat MacLeod diverse Geliebte und wird zu Margarethe gewalttätig. Eine Tochter wird geboren. Margarethe flieht, lässt ihre Tochter zurück und beginnt als Mata Hari in Paris eine Karriere als Tänzerin und Prostituierte. Viele Jahre lang verfallen ihr die mächtigsten Männer und sie hat enormen Einfluss. Dann fängt ihr Stern zu sinken an. Sie hat hohe Schulden und fährt nach Berlin, wo man ihr anbietet, dass sie während des ersten Weltkriegs für Deutschland als Spionin arbeiten soll. Sie akzeptiert,  geht danach aber unverzüglich zur französischen Botschaft, um sich als Doppelagentin anzubieten. Mata Hari ist dieser Aufgabe jedoch nicht gewachsen, verstrickt sich in Widersprüchen und wird schließlich von den Franzosen zum Tode verurteilt.

Ich hatte mir vorgenommen, kein drittes Buch von Paulo Coelho zu lesen, da sein mit esoterischen Sequenzen und platten Lebensweisheiten angereicherter Schreibstil mir in zwei Büchern nicht gefallen hatte. Aber bei einem Roman über eine historische Figur konnte  das ja nicht so schlimm werden…Doch, er macht es auch in diesem Roman. Deshalb mein Tipp: Wenn Sie ein Buch über Mata Hari lesen möchten und das lohnt sich auf alle Fälle, dann nehmen sie lieber ein anderes, es gibt genug Literatur über sie.

Bilden Sie sich in Ihrem Humor weiter

Wenn Sie heute am Rosenmontag nicht in komischer Stimmung sind, aber trotzdem Ihre Mundwinkel etwas nach oben bewegen möchten, so nehmen Sie sich 15-30 Minuten Zeit und machen Sie ein Experiment.

Vor ca. 2 Wochen stand dieser Artikel in der WAZ mit der die Redaktion versucht, die wohl kleinste Lesergruppe der Zeitung, die 15-25 Jährigen,abzuholen. 

Da ich mir immer wieder vornehme, mich auch für die Welt junger Leute zu interessieren, sah ich mir auf YouTube einige Clips dieser fünf erwähnten Stars an.  Tun Sie es auch, man lernt viel über die Altersgruppe und über sich selbst und ein Schmunzler fällt ab und zu auch ab. Meine Meinung zu den fünf lustigen Menschen:

Erinnerungen an Anke Engelke werden wach-ich bin schon soooo alt, ich verstehe es nicht und kann darüber nicht lachen-würden die Texte von einer anderen Person gesprochen, könnte ich länger zuhören-möchtegernkritisch-daskannstdubesser…

Welche meiner Meinungen zu welcher Person gehört, verrate ich nicht. Bilden Sie sich erst einmal Ihr eigenes Urteil. Wenn Sie dann immer noch an meiner Meinung interessiert sind, schreibe ich es Ihnen.

Das ist der richtige Hotelname- Italien Nr. 14

Die richtige Antwort lautet „Kursaal Hotel“. Ca. 1873 wurde das erste Hotel in Rimini eröffnet und trug diesen Namen. Dieses Hotel existiert heute nicht mehr.

 

Jetzt verabschiede ich mich entgültig von Italien. Morgen geht es mit Duisburger Leben weiter. Keine Sorge, wird auch wieder abwechslungsreich.

Tschüss!

Hotelnamen gesucht-Italien Nr. 13

Die Entfernung zwischen Rimini und Riccione beträgt, fährt man am Meer entlang, 13 Kilometer. An dieser Straße stehen zig Hotels. Vier dieser Hotels haben aber den selben Namen. Welcher Name könnte da sein?

1. Kursaal-Hotel

2. Schwarzwald-Hotel

3. Wittelsbacher Hotel

Morgen Abend nenne ich das Kind, bzw. das Hotel beim Namen.

 

Das Grand Hotel von Rimini- zwei Leseempfehlungen- Italien Nr. 11

Der berühmte italienische Regisseur Frederico Fellini  wurde in Rimini geboren. Immer, wenn er in seine Heimatstadt zurückkam, übernachtete er im Grand Hotel und in seinem Film „Amarcord“ spielt es sogar eine Rolle. Dieses Hotel kennen Sie schon vom Anfang meiner Italienbeiträge, hier noch einige Eindrücke:

Diese Art von Übernachtung ist eigentlich nicht „unsere Liga“, doch fand mein Mann bei DERTOURS ein Angebot, bei dem wir nicht widerstehen konnten. Im Winter versuchen die Hotels eben mit allen Mitteln, die Zahl der Zimmerbelegungen zu erhöhen und dann kann man schon einmal Glück haben.

So nahm ich mir dieses Buch mit, denn vor dem Hotel gibt es noch einen Fellini Park und es gab sogar mal ein kleines Fellini-Museum.

Fellini gibt in diesem Buch Kommentare zu seinen berühmten Filmen ab, er macht sich Gedanken über das Filmemachen und Filmkritiker. Aber auch Themen wie z.B. Kindererziehung, Feminismus, Jugendkultur oder Humor  werden behandelt. Wie „frisch“ manchmal seine Meinungen sind, hat mich überrascht, denn die Passagen aus Interviews stammen z.T. aus den 50er und 60er Jahren. Herr Fellini war ein kluger, sympathischer und abgeklärter Mann, so meine Meinung nach der Lektüre dieses Buches. Ich kenne bisher erst zwei Filme von ihm, werde mir aber sicherlich im Laufe der Zeit noch andere ansehen.

Mein zweiter Lesestoff war dieser Titel: 

Berlin, Frühling 1929: Theresa, Sekretärin und Übersetzerin in der Radiofabrik Bogner, wird von ihrem Chef nach Italien geschickt, um dort ansässige Firmen für Bogners innovative Radiotechnologie zu interessieren. Sie fährt zusammen mit den beiden Kindern von Bogner, die lieber auf Partys gehen, anstatt sich in der Firma zu engagieren.  Alle drei steigen im Grand Hotel in Rimini ab und lassen es sich zusammen mit anderen Reichen und Schönen gut gehen. Pflichtbewusst versucht Theresa aber auch, den Auftrag ihres Chefs zu erfüllen, doch werden ihr die Papiere und Anschauungsmodelle direkt gestohlen. Es wird sehr dramatisch, denn Theresa traut sich nicht, die Tat zu melden und verdächtigt jeden, sogar Massimilliano, einen italienischen Dokter, den sie kennengelernt und in den sie sich verliebt hat. Im Herbst, am Ende der Saison ist nichts mehr so, wie es zu Beginn war: Tote sind zu beklagen, Gäste der Grand Hotels sind wegen der Wirtschafkrise ruiniert, die Kinder von Bogner flüchten in die USA, Theresa kehrt nicht nach Berlin zu ihrem Verlobten zurück…

Das Grand Hotel wird in diesem Buch lebendig und der Werdegang Riminis als Badeort wird erzählt. Aber auch italienische Geschichte ist für die Handlung wichtig:  1929 ist Mussolini schon an der Macht, seine in Schwarz Uniformierten tauchen überall auf. Die italienische Bevölkerung ist gespalten zwischen Bewunderung und Angst. Jeder steht unter Verdacht, heimlich Kommunist zu sein und mit Kommunisten machen Mussolinis Schergen kurzen Prozess. 

Spannende, eher leichte Unterhaltung-für Rimini-Urlauberinnen ist dieses Buch perfekt, ansonsten muss man es aber nicht unbedingt lesen.

Ich kann mich immer noch nicht von Italien trennen, deshalb morgen zum Abschied noch ein bisschen „Teutonengrillmusik“.

 

Rimini Teil- 2 Italien Nr. 9

Vielleicht wundern Sie sich, dass ich noch einmal auf Rimini zurückkomme, aber diese Stadt besteht aus der Seefront und einer 2 km vom Meer entfernten Altstadt.

Der römische Triumphbogen, den Sie hier unten sehen, ist der älteste Italiens und wurde 27 v. Chr. erbaut. Ebenso die mehrbogige Brücke, sie ist sogar noch älter und wurde vom Kaiser Tiberius vollendet. An dem Fluss Marecchia oder im Fischerviertel Borgo San Giuliano kann man wunderbar spazieren gehen, wie auch im Hafen von Rimini (siehe mittleres Bild). In der Altstadt sind mehrere Palazzi aus der Renaissancezeit zu bewundern, in denen es teilweise auch moderne oder historische Kunstausstellungen gibt. Die obligatorischen Plätze für einen Marktbummel und/oder zum Kaffeetrinken und Leutegucken gibt es auch.

Rimini bietet also mehr als nur Strandleben. Würden wir hier noch einmal Urlaub machen? Auf jeden Fall, denn es gibt in Rimini und in der näheren Umgebung noch so viele andere sehenswerte Ziele, abgesehen mal von der Tatsache, dass der Apennin ja ganz nah ist und man dort auch toll wandern kann.

Bis zum Wochenende gibt noch drei italienische „Absacker“: einen literarischen, einen musikalischen und das Wochenendrätsel hat auch noch einmal etwas mit Rimini zu tun. Ciao!

Nicht mein Lieblingsfriedhof- Italien Nr. 8

Am Tag unseres Rückfluges von Bologna aus hatten wir noch Zeit. Da wir Bologna schon kannten, folgten wir einem „Geheimtipp“ des Reiseführers und besuchten den Cimitero Monumentale della Certosa di Bologna, wo  z.B. schon Dickens, Lord Byron oder Stendahl bereits gestaunt haben. 

Wer ein bisschen meine Geschichte kennt weiß, dass ich für Friedhöfe schon immer Interesse gezeigt und in der Bücherinsel auch mal eine Fotoausstellung organisiert habe. Damals sah ich mir viele Friedhöfe an und entdeckte und lernte viel. 

Und doch konnte dieser Friedhof mich noch sehr überraschen. Er befindet sich auf dem Gelände der Kartause des San Girolamo di Casara aus dem 14. Jahrhundert mit zig langen Klostergängen und Hallen. Die Kartause wurde im 17. Jahrhundert aufgegeben und 1801 wurde der Friedhof dort eröffnet.

Für Fotografen, die gerne auf Friedhöfen ihre Motive suchen, ist dieser Ort wahrlich einzigartig. Italienische Steinmetzkunst wurde hier zigfach zelebriert, ob alle Figuren schön sind, muss jeder selbst entscheiden.

Fast alles an diesem Friedhof ist bombastisch, besonders die Grabmale diverser einflussreicher italienischer Familien oder italienischer Berühmtheiten.

Mich stößt dies ab, aber das ist ein anderes Thema.

Natürlich gibt es auch ungezählte Gräber von „kleinen Leuten“, wie sie in Südeuropa typisch sind. 

Ich möchte meine „Italienische Woche“ nicht mit der Besichtigung eines Friedhofs beenden. Deshalb komme ich morgen noch einmal aus gutem Grund auf Rimini zurück.