Stöckelschuh versus Pumps

Im letzten Monat machte ich mich für die Beibehaltung des alten Wortes „Zipperlein“ stark, heute lege ich Ihnen den „Stöckelschuh“ ans Herz. Ich finde, dass Stöckelschuh viel charmanter klingt im Vergleich zu „Pumps“. Zur Vertiefung wiederum ein kleiner Reim:

In einem Traum hatte ich ein Rendezvous
mit einer bunten Kuh
und einem blauen Känguru.
Die Kuh trug ein rotes Dessous
und zwei Paar goldene Stöckelschuh,
das Känguru duftete nach grünem Apfelshampoo
und lief ein bisschen Schlittschuh dazu.
Juhu, noch ein Emu, das war wirklich der Clou,
denn das roch sehr lecker nach Tiramisu.
Ich wachte auf und machte die Augen schnell wieder zu,
denn auf meinem Bett saßen
ein Uhu und ein Kakadu, beide hatten im Schnabel-
jeweils einen goldenen Stöckelschuh.

Federlesen im Winter

Bücher mit passendem Equipment im Winter zu lesen ist eine feine Sache, aber ich wollte meinen Horizont erweitern, was das Lesen angeht und wählte dazu dieses Buch aus.

Die Autorin ist gebürtige Duisburgerin und erzählt, wie sie zusammen mit ihren Eltern im Meidericher Stadtpark und am linken Niederrhein die ersten Vögel kennengelernt hat. Ihre Eltern wanderten sehr gerne, das Töchterchen nicht, also mussten sie sich etwas ausdenken, dass die Tochter ablenkt. Bald war das Buch „Was fliegt denn da?“ ihr Lieblingsbuch und begleitete sie auf ihrem Lebensweg.

Johanna Romberg ist inzwischen eine Vogelexpertin, doch sie ist nicht wie viele andere ausschließlich auf der Jagd nach seltenen Vogelarten, sondern hat sich nach über 50 Jahren ihre kindliche Freude erhalten, morgens in ihrem Garten „normale“ Vögel begrüßen zu dürfen. So schreibt sie sehr sympathisch z.B. über ihre eher unübliche Liebe zu Tauben, ihren Favoriten, den Goldhähnchen oder Heckenbraunellen. Nebenbei vermittelt sie viel Wissenswertes über die Möglichkeiten, Vogelarten zu bestimmen. Es gibt aber auch Kapitel in diesem Buch, die einem aufs Gemüt gehen können, nämlich dann, wenn sie aufzeigt, wie gefährdet die einheimische Vogelwelt ist, sei es durch die Agrarwirtschaft, Windräder oder auch Versiegelungen von Häusern oder monotonen Gärten.

Ich finde es oft schade, dass ich meine Begeisterung für ein Buch nicht in die Worte fassen kann, die den Funken auf Leser überspringen lässt. Natürlich kann ich „toll“, „einzigartig“ oder „ein Muss“ schreiben, aber das ist alles so abgegriffen. Ein Versuch: Bei diesem Buch merkte ich, wie mir für meine verbleibende Lebenszeit eine Tür aufgestoßen wurde für eine Tätigkeit, die inneren Frieden und Freude bringt und mich immer wieder anstößt, mich mit geschärften „Vogelsinnen“ auf den Weg zu machen. Das hört sich jetzt vielleicht pathetisch an, aber es ist so.

Um mit dem Vögelbeobachten anzufangen, ist der Winter eine gute Zeit, denn das Verdecken durch Blätter fällt weg und wer qualitativ gutes Vogelfutter anbietet, wird mit häufigen Besuchen belohnt.

Letztes Jahr wurden meine Meisenknödel nur widerwillig angenommen. Vielleicht war das bei Ihnen auch so? Deshalb dieser Tipp: Ich habe letzte Woche anscheinend sehr leckere Meisenknödel gekauft ( vom Futterhof aus Linz -keine bezahlte Werbung). Die beiden Knödelhalter sind immer umkämpft, aber nicht nur von Blau-und Kohlmeisen. Eine „Gang“ Schwanzmeisen findet sich zweimal am Tag ein, Sperlinge sind sehr interessiert und auch zwei Buntspechte lassen es sich bekommen…

Als ich am Donnerstag diesen Beitrag schrieb, erschien in der Zeitung ein Artikel, dessen letzte Sätze wunderbar passten:

Ich habe noch ein Vogelthema, aber der Beitrag wird zu lang. Also dann bis morgen!

Letzte Sommermomente und mehr

Nach langer Zeit mal wieder eine kleine Sammlung von besonderen Momenten.

Ich gehe am 14.November in eine Bäckerei und sehe auf einem Nuss-Marzipan-Teilchen eine Wespe. Jetzt ist sie kein unbeliebter Gast mehr sondern erfreuliche Sommererinnerung.

Stehe mit meinem Auto alleine an einer Ampel, die gerade auf rot umgesprungen ist. Es ist Mittagszeit, die Sonne scheint. An der Fußgängerampel steht ein Postbote mit seinem Fahrrad. Er sieht abgekämpft aus. Plötzlich Lärm, über uns fliegt ein großer Schwarm Spatzen hinweg. Der Postbote guckt nach oben und ein Lächeln erscheint auf seinem Gesicht. Er verfolgt die Vögel und vergisst dabei, dass er auf die grüne Ampel wartet. Als die Spatzen nicht mehr zu sehen sind guckt er zu seiner Ampel, die gerade wieder auf rot springt. Für einen Moment hat er die Zeit und alles herum vergessen und er lacht über sich.

Zwei kritische Momente:

Jemand kauft Bio-Petersilie, entsorgt aber den Plastiktopf im Wald…


Ich sitze in einem Restaurant, das zu einer Kette gehört, die dem Journalismus sehr verbunden ist. Das Speiseangebot ist eine Mischung zwischen Fast Food und ein bisschen gesünder. Während ich auf das Essen warte, sehe ich mich um. In dem Raum hängen in allen vier Ecken oben an der Decke große Bildschirme. Man sieht viermal das selbe Programm: „Planet der Dicken“ eine Dokumentation über Diäten und übergewichtige Menschen. Was würde dazu wohl ein Betriebsberater dem Manager dieser Restaurantkette sagen?

Sankt Martin Singen: Es klingelt an der Haustür, ich öffne. Zwei junge Männer strahlen mich an. Beide jeweils sind „in Begleitung“ eines Buggys, an dem eine Laterne befestigt ist. In den beiden Buggies sitzen zwei kleine Jungen, ca. 2 1/2 Jahre alt. Einer kämpft gegen die Müdigkeit an, der andere mampft einen Schokoriegel. Die Väter beginnen mit

Kleine Vogelkunde Ostafrikas

Ich lese sehr selten ein Buch zum zweiten Mal, aber in den letzten Tagen war mir nach einem Buch fürs Gemüt und ich las dieses Buch erneut:

Rose, Anfang 60 und Vogelkundlerin, macht jeden Dienstag zusammen mit anderen Vogelliebhabern eine kleine Exkursion rund um Nairobi. Zu dieser Gruppe gehört auch der Pensionär Mr.Malik, den die Vögel allerdings nur zweitrangig interessieren. Er ist in Rose verliebt, aber seine Bescheidenheit und Höflichkeit verbieten es, sich Rose zu offenbaren. Die Situation ändert sich, als Harry Khan in der Gruppe auftaucht. Mit Goldkettchen behangen, großspurig, macht er Rose sofort Avancen und das passt Mr.Malik überhaupt nicht. Khan merkt das und schlägt Malik eine Wette vor: Wer in einer Woche die meisten Vogelarten Kenias sieht und auflistet, darf Rose zu einem Tanzball ausführen. Malik nimmt die Wette an. Seine Aussichten zu gewinnen, werden jedoch von Tag zu Tag schlechter, da er sich an die Regeln der Wette hält, während Khan diese kaltschnäuzig ignoriert. Doch dann bekommt Malik plötzlich Hilfe von einem kleinen Jungen und der Wettausgang ist wieder offen. Wird Malik mit Rose am Ende doch noch tanzen können?
Eine herzerwärmender Roman, mit feinem Humor geschrieben, bei dem man sogar ein bisschen Fernweh nach Kenia mit seiner faszinierenden Vogelwelt bekommt.

Dies ist der zweite Band mit den Figuren Rose und Mr. Malik. Das stört nicht, aber ich werde mir jetzt noch Band 1 zulegen, in dem es um die Tierwelt Kenias geht. Dann habe ich ein Gemütsbuch für den „Notfall“.

Sie kommen wieder zurück

Die ersten Zugvögel waren letzte Woche schon zu sehen und zu hören. Das brachte mich auf die Idee, im Wochenendrätsel dieses Ereignis zu würdigen. Kennen Sie sich mit unserer Vogelwelt aus? Ich möchte gerne wissen, welche Vogelnamen bei folgender Bildtafel fehlen:

Morgen Abend zeige ich Ihnen die Tafel mit der kompletten Beschriftung.

Habe unsere Spatzen „verpfiffen“

Gestern nahm ich zum ersten Mal an der Vogelzählung vom NABU teil. Eine Stunde lang den Garten mit den zwei Futterstellen und den alten Bäumen beobachten und Vögel zählen. War gar nicht so einfach. Eine Stunde nichts machen, nur gucken und nichts passiert. (Und im Rücken wartet die Bügelwäsche-soll ich aufgeben? Nein, so schnell nicht). Dann fällt plötzlich unser Spatzenclan ein, Chaos am Futterplatz. Waren es fünf, waren es sechs Vögel? Die Strichliste ist nicht mehr jungfräulich. Es nähert sich eine Elster und schwupp sind alle Spatzen weg. Ein Auto fährt vorbei, nichts für die Elster, sie türmt und wieder ist der Garten leer. Minuten vergehen, kein Tier zum Zählen da. Höre ich da Buchfinken? Jaaa, zwei kommen zu der unteren Futterstelle angehüpft. Inzwischen sitzt eine dicke Taube in einem Baum und gemächlich kommt unser Dauergast „Herr Fasan“den Gartenweg entlang…

Nach einer Stunde standen auf der Liste 6 Spatzen, 2 Blaumeisen, eine Kohlmeise, drei Elstern, zwei Krähen, zwei Tauben, drei Buchfinken, eine Amsel, ein Rotkehlchen und drei Fasane ( die beiden Damen wollten nicht mit aufs Foto). 

Ich zolle ab sofort allen Tierfotografen und Tierfilmen noch höheren Respekt. Ich habe nur eine Stunde beobachtet, sie beobachten geduldig Tage, Wochen, Monate. Dazu bin ich nicht zu geboren.

Auf der Homepage des NABUS kann man schnell seine Zahlen eintragen und melden. Die Zählung begann am Freitag und endete gestern, wenn man die Seite zwischendurch besucht, wird man über den letzten Stand informiert und lernt auch noch Einiges nebenbei, so z.B. warum es momentan relativ wenige Meisen in unseren Gärten gibt, dafür aber mehr Spatzen.

https://www.nabu.de/news/2019/01/25699.html

Morgen gibt es einen Musikbeitrag. Den Anstoß dazu bekam ich auf eine ganz besondere Weise.

Spät, aber nicht zu spät

Mir war die ganze Zeit nicht danach, Plätzchen zu backen. Aber jetzt bekam ich doch noch eine Anwandlung, allerdings für unsere Gartenbewohner.

Das wollte ich immer schon einmal ausprobieren und es ist wirklich nicht schwer. Man nimmt

und lässt es in einem Topf schmelzen. Am besten beim Topf direkt stehen bleiben, denn das Schmelzen geht fix. Das Fett soll nicht kochen, also direkt vom Herd nehmen, wenn es flüssig ist. Ich habe pro Packung zwei Handvoll einer Mischung aus Körnern, Haferflocken und Rosinen hineingetan und dann alles gut umgerührt. Dazu kommt noch ein Schuss Speiseöl, damit sich die Paste nachher besser aus den Förmchen drücken lässt. Die Mischung lässt man dann abkühlen. (Draußen auf der Terrasse dauerte es ca. eine Stunde). Wenn die Mischung dickflüssig geworden ist, füllt man sie mit einem Löffel in die Förmchen und steckt oben einen Zahnstocher hinein, um später ein Band anbringen zu können.

Danach alles wieder auf die Terrasse bringen und weiter abkühlen lassen. Ist die Mischung hart geworden, kann man sie aus den Förmchen herausnehemen. (Dazu einmal das Förmchen jeweils umdrehen und an dessen Rändern zuerst drücken). Band durchziehen und fertig sind die Weihnachtsleckerli für die Piepmätze im Garten. Ob sie ihnen auch schmecken, das wird sich in den nächsten Tagen noch zeigen. Fortsetzung folgt.

Ich leite jetzt schon einmal langsam die internetfreie Weihnachtszeit ein. Melde mich am Montag wieder. 

Französischstunde Nr. 14 Der Vogel – l‘oiseau

Heute mal die Kombi „ Meine Werkstatt“ und „Musik“ und „Französischstunde“. Inspiriert von den Amseln, die seit einigen Tagen hier bei uns morgens schon ab und zu singen und damit erheblich den „Grau-und Kälte-Blues“ in den letzten Wochen verminderten, habe ich mich bei meinen Karten mal intensiv mit dem Thema Vögel befasst. Hier ein paar Beispiele:

Weitere  Bilder finden Sie  oben in der Menüleiste unter libroart.de

Dieses Lied hat mich während meines Französischunterrichts in der Schulzeit begleitet. Ich mochte und mag es noch sehr. Das Französisch ist nicht allzu schwer.

 

Eine sinngemäße (!) Übersetzung- Der Refrain 
Machen Sie es wie der Vogel
Er sieht saubere Luft und frisches Wasser,  
er jagd und fischt ein bisschen und nichts hindert ihn daran, immer wieder hoch in die Lüfte zu steigen.

In den Zwischentexten geht es um Angst vor Krieg, Angst verrückt zu werden in dieser lauten und brutalen Welt, dass es keine Liebe mehr gibt und ob man sich wehren soll. Die Ich-Person ist resigniert und glaubt, alles sei verloren.