Meine Lieblingswörter: Fast, nie, geschafft, immer,nur

Eigentlich gibt es ja immer nur eine Buchbesprechung pro Woche, doch muss ich diese Regel heute brechen. Vorgestern bekam ich vom Diogenes Verlag ein Leseexemplar dieses Titels zugeschickt:

Das war eine große Freude, denn ich hatte letztes Jahr auf ARTE eine Dokumentation über den deutschen Illustrator Christoph Niemann gesehen und war von seiner Arbeit hingerissen. Er arbeitet u.a für den berühmten “New  Yorker“ und andere bekannte Magazine. Sein Markenzeichen sind Bilder, in denen mit ganz wenigen Strichen punktgenau eine Aussage gemacht wird. 

So auch in diesem Buch. Die Bedeutungen „normaler“ Substantive, Verben, Adjektive werde durch eine Illustration erklärt, aber auch die von „Holterdipolter“, „Brimborium“ oder „Karacho“. Gegensätzliche Wörter sind gegenübergestellt und einige Teekesselchen, also Wörter mit doppelter Bedeutung, nimmt sich Niemann auch vor.

Ich habe mir noch nicht alle der 300 Bilder angeguckt, weil ich mir noch ein bisschen Spaß aufheben wollte. Aber das kann ich auf jeden Fall jetzt schon sagen: Ihre Kinder und /oder Enkel oder Ihre Gäste auf einer Party werden genausoviel Vergnügen an dem Buch haben wie Sie selbst. Viele der Bilder sind fast kleine Bildergeschichten und wenn man kleinere Kinder auffordert, das Bild zu beschreiben, fördert das den Wortschatz sehr.

Man kann aber auch z.B. aus jeder Seite ein Bilderrätsel machen, in dem man das Wort erst einmal abdeckt und versucht herauszubekommen, was mit der Illustration gemeint ist. Oder man gibt das Wort vor und jeder muss versuchen, es mit einer Zeichnung darzustellen. Oder man sucht weitere Teekesselchen oder man denkt sich, angeregt durch das Buch, andere Wörter zum Illustrieren aus oder man blättert immer wieder durch und versucht herauszufinden, welches die eigenen Lieblingswörter sind-siehe oben, Stand 25.5.18.

 

Gestatten, Suermondt!

Heute möchte ich Ihnen diesen Herren vorstellen.

Er heißt Barthold Siermondt und lebte von 1818 bis 1887. Für Duisburg spielte er eine nicht unwichtige Rolle:

Doch deshalb schreibe ich heute nicht über ihn. Er war nebenbei ein großer Kunstsammler und hatte, wie es damals in Mode war, auch eine „Wunderkammer“, in der er Raritäten und Kuriositäten zur Schau stellte. Wer meinen Blog öfter liest, weiß, dass mich solche Wunderkammern magisch anziehen und so fuhren mein Mann und ich am Sonntag nach Aachen, wo es ein Suermondt-Ludwig-Museum gibt.

Das Gebäude des Museums ist prächtig, besonders die Decken zogen die Blicke immer wieder nach oben.  In der Wunderkammer kam ich mir mal wieder wie ein kleines Mädchen vor, dass sich zur Weihnachtszeit am Schaufenster die Nase plattgedrückt hat. Nur waren es hier Vitrinen, die Feines, Skuriles, aber auch Absonderliches zeigten. Hier ein ganz kleiner Einblick:

Für mich hätte sich diese Fahrt schon wegen der Wunderkammer gelohnt, doch sie war nur  das „Vorspiel“. Suermondt sammelte auch Antiphonarblätter. Hier die Definition dazu:

Ein eigener Raum war dieser Sammlung gewidmet, wunderschön oder?

Ich musste an die Henschel-Ausstellung in Kevelaer denken, über die ich vorletzte Woche geschrieben habe. Ob Henschel sich auch von diesen filigran gemalten Blättern hat inspirieren lassen?

Das war Gang Nr. 2 im Suermondt-Menu. Der Hauptgang besteht aus mehreren Räumen mit Zeichnungen und Gemälden von Malern aus Schulen berühmter Künstler. Aber man kann z.B. auch einen „echten“ Rembrandt, Rubens, Cranach oder Holbein entdecken.

Ihnen fehlen noch Gobelins, Tonwaren aus der Antike oder religiöse Skulpturen? Auch auf diesen Gebieten sammelte Suermondt:

Mein Mann und ich brauchten nach dieser umfangreichen Besichtigung erst einmal einen Pause und ruhten uns in einem Café hinter dem Elisenbrunnen aus. Diese Ausstellung hatte mehr als andere Ausstellungen zuvor diverse Fragen aufgeworfen. Warum hatte Suermondt z.B. einen großen Teil seiner Sammlung plötzlich nach Berlin verkauft? War sein Berater Bode der Bode, nach dem auch das Bode-Museum auf der Berlin Museumsinsel benannt wurde? Wer war Judith Leyster, die einzige Malerin in der Ausstellung? Einmal mehr war ich zuhause glücklich, im Zeitalter von Wikipedia leben zu dürfen, denn hier gab es Antworten und dadurch letztendlich neue Anregungen für weitere Ausflüge.

Nochmal zurück zum Museum. Normalerweise werden ca. 100 Werke aus der Sammlung Suermondts gezeigt, doch noch bis zum 17.6. kann man zusätzlich ca. 80 Gemälde und Zeichnungen bewundern, die sonst eigentlich in Berlin hängen.

 

Erdmännchen sind Katzen?

Dass Erdmännchen zur Familie der Katzen gehören ist eine erstaunliche Tatsache, die man in dieser Ausstellung lernt:

Bereits in einem früheren Beitrag hatte ich Ihnen den Besuch des Niederrheinischen Museums für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer empfohlen, bietet dieses Museum doch eine tolle permanente Ausstellung mit altem Kinderspielzeug und Keramik. Momentan lohnt es sich allerdings wegen der Sonderausstellungen noch mehr, dorthin zu fahren.

Die Katzenausstellung stellt Katzentypen vor, von denen ich bisher noch nie  hörte und man liest erstaunliche Dinge über unsere Stubentiger und ihre Vorfahren. In Vitrinen werden ausgefallene Katzenfiguren gezeigt oder alte Kinderspiele, die die Katze als Motiv haben. An einer Wand finden sich viele Filmplakate, auf denen der Titel oder das Bild einen Bezug zu Katzen haben. Kurz gesagt: Eine Katzenausstellung, in der nichts für die Katz ist, im Gegenteil, alles ist für die Katz. Die Ausstellung läuft noch bis zum 1. Juli 2018.

Sollten Sie allerdings an diesem Wochenende Zeit haben, nach Kevelaer zu fahren, dann tun Sie es.

Noch läuft eine Ausstellung mit Werken von Heinz Henschel, einem Künstler, dessen Arbeiten 50 Jahre unentdeckt blieben und die jetzt zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt werden. Über die Bilder wurde in einer Fernsehreportage im WDR gesagt, sie seien „ ein künstlerisches Universum mit ungeahntem Ausmaß“. Stimmt! Ob Aquarelle, Radierungen oder Bleistiftzeichnungen, Henschel ist ungeheuer präzise und die meisten Bilder sind so detailreich, dass man beim Kauf der Eintrittskarte eine Lupe geliehen bekommt, um alles auf den Bildern entdecken zu könnnen. Da verstecken sich z.B. Köpfe in anderen Köpfen, plötzlich entdeckt man Vögel oder andere Tiere.

Über den Künstler weiß man nur wenig, denn er hat sehr zurückgezogen gelebt. Geboren wurde er 1938 in Polen, 2016 starb er in Mönchengladbach. Er verdiente sich sein Geld zum Leben als Dreher, Schlosser oder Feinmechaniker und widmete sich ansonsten als Autodidakt ganz seiner Kunst. Ca. 850 Werke gibt es von ihm, die in den nächsten Jahren hoffentlich noch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Weitere Bilder werden auf dieser Internetseite gezeigt:

http://heinzhenschel.de/

 

Glück ist nicht gleich Glück (Demenz im Alltag Nr. 3)

Bei dem monatlichen Treffen von pflegenden Angehörigen bekamen wir die Aufgabe, jeden Tag in ein kleines Buch zumindest einen Moment aufzuschreiben, in dem wir trotz aller Belastung durch die Pflege so etwas wie ein Glücksgefühl hatten oder zumindest Zufriedenheit oder Freude verspürten. Das habe ich gemacht und dabei wurde mir erstmals sehr deutlich bewusst, wieviele Möglichkeiten es gibt, sich täglich selbst ein bisschen Freude zu bereiten. Hier meine elf gefundenen „Glückskategorien“:

Glück durch

eigene Dankbarkeit für „Selbstverständliches“
liebe Mitmenschen
schöne Erinnerungen
draußen in der Natur sein
den inneren Schweinehund überwinden
etwas lernen und dann können
überraschende Geschenke
Musik hören oder ein Buch lesen
Hilfe leisten für andere Menschen oder Tiere
etwas Leckeres essen oder trinken
sich ein bisschen Zeit für ein Hobby nehmen

 

Haben Sie noch andere Kategorien?

Ein Archiv, das das Internet archiviert

Dies ist mein wöchentliche Musikbeitrag. Mein Mann entdeckte o.g. Archiv durch Zufall. Dort gibt es u.a. ca. 70000 Musikstücke, die von alten Schallplatten mit „originalem Knistern“ aufgenommen wurden. Hier ein Beispiel:

https://archive.org/details/78_you-are-my-sunshine_paul-ric…sticker-rice-brothers-gang_gbia0000125a

Was für eine Fundgrube für Musikliebhaber! Aber es gibt noch viel mehr…Hier eine kurze Beschreibung:

The Internet Archive, a 501(c)(3) non-profit, is building a digital library of Internet sites and other cultural artifacts in digital form. Like a paper library, we provide free access to researchers, historians, scholars, the print disabled, and the general public. Our mission is to provide Universal Access to All Knowledge.

We began in 1996 by archiving the Internet itself, a medium that was just beginning to grow in use. Like newspapers, the content published on the web was ephemeral – but unlike newspapers, no one was saving it. Today we have 20+ years of web history accessible through the Wayback Machine and we work with 450+ library and other partners through our Archive-It program to identify important web pages.

As our web archive grew, so did our commitment to providing digital versions of other published works. Today our archive contains:

Anyone with a free account can upload media to the Internet Archive. We work with thousands of partners globally to save copies of their work into special collections.

Was für Datenmengen- mich gruselt es ein wenig…

 

Lösung des Schmuckstück-Rätsels

Gestern wollte ich von Ihnen wissen, wer diese Schmuckstücke fabriziert hat. Ich nannte Ihnen sieben Namen…

Auflösung der Frage Nr. 1: Dali ist bei dieser Schmuckauswahl nicht vertreten

Auflösung der Frage Nr. 2: Nr. 1= Robert Rauschenberg, Nr. 2= Max Ernst, Nr. 3= Niki de Saint Phalle, Nr. 4= Picasso, Nr. 5= George Braque, Nr.6= Hans Arp

Die Ausstellung in Paris  läuft noch bis zum 15.7.2018.

Rätsel-Schmuckstück

Ich hatte das große Vergnügen, vorletzte Woche eine Freundin für einen Tag nach Paris begleiten zu dürfen. Dort läuft z.Zt. in dem MAD Musée eine Schmuckausstellung mit Exponaten vieler bekannter Künstler. Beim Bewundern kam mir die Idee zu diesem Quiz. Es sind sechs Schmuckstücke, ich nenne Ihnen sieben Künstler. Welcher Künstler ist bei dieser Auswahl nicht vertreten? Das ist die Frage Nr. 1. Frage Nr. 2: Können Sie die Namen der Künstler den einzelnen Schmuckstücken zuordnen?

Die Künstlernamen lauten: George Braque- Picasso- Max Ernst- Niki de Saint Phalle- Robert Rauschenberg- Dali- Hans Arp

Morgen Abend gibt es die schmucke Auflösung zu diesem Rätsel.

BH-C/O-THF in Berlin

Hinter den Abkürzungen versteckt sich ein Teil unseres Besichtigungsprogramm am vorletzten Wochenende in Berlin. Vielleicht ist auch etwas für Ihren nächsten Berlinaufenthalt dabei?

BH= Das Bikinihaus in Berlin oder auch nur Bikini Berlin genannt. Wer gerne ausgefallene Kleidung kauft, seltene Marken sucht, schönen Kleinkram liebt, Kunstausstellungen besucht oder beim Essen auch mal gerne etwas Neues probiert, der ist im Bikini richtig. Ein ausgefallenes Einkaufszentrum, in dem mir am besten die Boxen gefallen, die von kleinen Unternehmen zeitlich begrenzt gemietet werden können, um ihre außergewöhnlichen Produkte zu verkaufen. Das Bikini Berlin liegt zwischen am Berliner Zoo. (Von der Dachterasse hat man einen schönen Blick in den Zoo).

Bilder und Infos zu Bikini Berlin unter: https://www.bikiniberlin.de/de/home/

C/O= C/O Berlin  im Berliner Amerika Haus, ein tolles Fotomuseum. Noch bis zum 1.Juli läuft dort eine Ausstellung zum hundertjährigen Geburtstag von Irving Penn. Irving Penn ist bekannt geworden mit seinen Porträts (z.B. von Picasso oder Marlene Dietrich), seiner Modefotografie, seinen Stillleben oder auch Bildern von Zigarettenkippen. Ein wirkliches Muss für alle, die gerne fotografieren! 

Die Ausstellung war sehr gut besucht, hier hatte ich kurz die Gelegenheit, ein paar Fotos ohne Betrachter zu fotografieren
Dieses Bild nenne ich „Öffnungen“- links ein Teil des Ausstellungsplakates, das draußen hing, davor ein Baum

Wer mehr über C/O wissen möchte: https://de.wikipedia.org/wiki/C/O_Berlin

THF= Flughafen Tempelhof. 2008 stillgelegt, um den Bau des neuen Flughafens zu rechtfertigen (die meist verbreitete Erklärung in Berlin), ist der Flughafen z.Zt. das größte Denkmal der Welt. Von Hitler in Auftrag gegeben, um den geplanten Flugverkehr der „Welthauptstadt“ Berlin von 80000 Passagieren auf 6 Millionen hochschrauben zu können, wurde hier ein gigantischer Flughafen errichtet.

Die heutige Nutzung der stillgelegten 9000 Räume, dem Vorfeld vor den Gebäuden oder der Landebahnen ist vielfältig. Büros, Filmkulisse, Messen, Konzerte-hier nur einige Baeianten. Es werden auch Führungen angeboten, um Wissenswertes und Geschichtliches über die früheren Abfertigungshallen zu erfahren oder um verborgene Orte auf dem Gelände zu entdecken. Letztere Führung machten wir mit. Einige Themen, die bei der Führung angesprochen wurden: Der Flughafen als Airbase der amerikanischen Besatzung (Foto 1+2), ein Konzentrationlager auf dem Flughafen, auf das heute nur noch eine kleine Gedenktafel hinweist, ein geheimes Bildarchiv (zuletzt niedergebrannt)mit tausenden von Luftbildern aus ganz Europa (Google Earth ist also nichts Neues) (Foto 7+8), Luftschutzbunker und ihre Luftversorgung (Foto 4+5),der Bau von 2000 Stuka-Flugzeugen unterhalb des Flughafens.(Foto 6- Tunnel mit Eisenbahnschienen, die unter den Flughafen führten).

Dazu ein paar passende Bilder:

Foto 3: Blaues Licht= Tageslichtschcht für die 5. Etage unter dem Flughafen

Foto 9: Tempelhof war der erste Flughafen der Welt mit einer eigenen Gepäckhalle.

Keine Abkürzung hat der Wannsee, wo wir in einem Biergarten die Sonne genossen. Urlaubsstimmung leicht gemacht.

Am Abend waren wir in der Berliner Philharmonie und lernten den zukünftigen Chefdirigenten Kirill Petrenko kennen. U.a. wurde das Stück „Le Peri“ von Paul Fukas aufgeführt. Das möchte ich Ihnen morgen vorstellen.

Es wurde mal wieder Zeit….

 zu besuchen..

Eigentlich hatte ich mich wegen der Ausstellung „Erdäpfelzeit“ aufgemacht, denn von der Künstlerin Barbara Schroeder 365 x das Thema Kartoffel behandelt zu sehen, machte mich neugierig. Doch ich wurde enttäuscht, zuviele Wiederholungen der Motive wurden gezeigt. Auch die zweite Ausstellung mit dem Titel „Die zweite Haut“ war zwar interessant, fand aber nicht meine uneingeschränkte Begeisterung. Hier die Beschreibung und ein paar Fotos:

Wer gerne über Ausstellungen diskutiert, ist gut bedient. (Geht noch bis zum 27.5.).

Was meine Laune erhellte war die neue Konzeption des Museums. Ich kannte es von früher nur mit der 4000er Hängung (=4000 Bilder wurden dicht an dicht präsentiert und erschlugen mich bei meinen beiden damaligen Besuchen). Jetzt werden 400 Werke gezeigt, immer noch genug, aber alle Räume sind „luftig“. Auch gibt es jetzt Werke unter dem Motto „Die Juniorakademie“ von Kindern und Jugendlichen zu sehen, die im Schloss angefertigt wurden. Manche fand ich richtig gut!

Der Garten von Moyland mit seinen Skulpturen ist immer einen Besuch wert. Ich hatte meinen Fotoapparat vergessen und nur mein Handy dabei, aber so ganz ohne Fotografieren ging es dann doch nicht. Wasserspiegelungen, eine Skulptur aus vielen Perspektiven oder das Thema „Frauen in Moyland“ lachten mich geradezu an. 

Ich sah mir bewusst nicht alles an, um beim nächsten Besuch neue Fotomotive zu entdecken. Also wundern Sie sich nicht, wenn Sie bald wieder etwas über Moyland auf dieser Seite lesen…

Zum Schluss noch eine Anmerkung: Wenn Sie Moyland besuchen und etwas Gutes tun wollen, dann gehen Sie in die Schlossgärtnerei von Moyland. Ich habe noch nie eine Gärtnerei in einem so schlechten Zustand gesehen. Kaufen Sie dort ein paar Blumen für Garten oder Balkon und retten Sie sie vor dem Vertrocknen!

Ein Ausflug nach Bergisch Gladbach mit Überraschung

Bergisch Gladbach, was verbinden Sie mit dieser Stadt? Wenn es nicht so viel ist, dann sind wir schon zu zweit. Aber da ich in den letzten Monaten zu mehreren Gelegenheiten immer wieder auf diese Stadt gestoßen bin, bzw. auf sein Museum in der Villa Zanders, machten wir am letzten Sonntag einen Ausflug dorthin.

Es war der letzte Tag einer Ausstellung mit Bildern und Installationen der Künstlerin Mary Baumeister. Sie war u.a. Freundin von Joseph Beuys oder John Cage und das machte mich neugierig. Die Ausstellung war sehr gut besucht und wir sahen nicht alle Bilder, da geführte Gruppen die z.T. kleinen Räume der Villa komplett ausfüllten.  Aber hier wenigstens ein paar Eindrücke:

https://in-gl.de/2017/11/16/villa-zanders-stellt-mary-bauermeister-in-den-fokus/

Wir waren beide sehr angetan und beglückwünschten uns schon in diesem Moment, uns auf den Weg gemacht zu haben. In der zweiten Etage wurde eine weitere Ausstellung gezeigt mit Bildern von Reinhold Koehler. Er hat sich der „Décollage“ gewidmet. Hier die Innenseite eines Flyers. (Diese Ausstellung läuft noch bis zum 22.4.18).

Draußen war das Wetter sehr freundlich und wir bummelten durch die Innenstadt. Sie erinnerte mich ein bisschen an Wuppertal, wo Schönes auf Hässliches trifft. Finde ich fürs Fotografieren reizvoll, allerdings wollte mein Fotoauge an diesem Tag nur Schönes sehen.

Da es erst 16 Uhr war, entschieden wir uns, noch zur Papiermühle „Alte Dombach“ zu fahren und hier wartete eine Überraschung auf uns. Es ist ein geniales Museum, das das Thema Papier in über 20 Räumen allumfassend behandelt. Da mir dieses Thema ja nahe ist, hatten wir in der Vergangenheit schon einige Papiermuseen besucht (z.B. Düren oder Basel) und ich habe Vergleichsmöglichkeiten. Nicht eine, nicht zwei Stunden, planen Sie mindestens einen halben Tag für diesen Besuch ein, wenn Sie auch noch gerne spazieren gehen, Kaffee trinken, sich in einem Museumsshop gerne tummeln oder alte Industrieanlagen reizvolle Fotomotive für Sie sind. Wird alles geboten.

Ja und auch hier taucht der Name Zanders auf. Was Krupp für Essen ist, ist Zanders für Bergisch Gladbach. Hinter Zanders steckt eine große Papierfabrik mit abwechslungsreicher Geschichte. https://de.wikipedia.org/wiki/Zanders_Papierfabrik

 

Wem diese Anregungen noch nicht reichen: Es gibt beispielsweise in Bergisch Gladbach noch ein Kindergarten-Museum oder einen Lyrikpfad an dem Flüsschen Strunde, der bis zur Burg Zweifel und der Quelle der Strunde führt. Und fürs leibliche Wohlergehen eine „Bergische Kaffeetafel“…