Amsterdam oder Rotterdam?

Kurz vor Weihnachten gebe ich Ihnen wie schon in den letzten beiden Jahren einen Tipp für eine Städtetour.

Seit einigen Jahren debattieren Niederländer und Touristen, welche Stadt, Amsterdam oder Rotterdam, die attraktivere sei. Dazu gibt es sogar schon Tassen-Statements:

Gesehen in Rotterdam…

Wir wählten dieses Jahr Rotterdam, denn die Touristenfluten in Amsterdam waren ja in den letzten Monaten mehrmals Thema in den Zeitungen. Außerdem ist Amsterdam viel „Altes Holland“, das man auch in anderen Städten sehen kann.

Noch vor ca. 40 Jahren hatte Rotterdam einen denkbar schlechten Ruf, inzwischen ist es die Stadt, die für Experimentierlust und Innovationen steht. Das zeigt sich in der Architektur und im Alltagsleben und davon bekamen wir selbst an einem Wochenende Einiges mit.

Zuerst besuchten wir die Kubushäuser. In einem der 38 Häuser ist ein kleines Museum eingerichtet, so dass man auch einen Eindruck bekommt, wie es innen aussieht. Jedes Haus hat eine Wohnfläche von 100qm, die sich über drei Etagen verteilen.

Schräg gegenüber wurde 2014 die imposante Markthalle eröffnet. Hier kann man eine kulinarische Weltreise unternehmen. Auf mehreren Etagen gibt es Verkaufsstände und kleine Restaurants.

Wer noch mehr architektonische Zukunft sehen möchte, der stromert durch die anliegenden Straßen mit vielen Einkaufsmöglichkeiten

oder geht über die in der Nähe liegende Erasmusbrücke.

An vielen Stellen Rotterdams präsentieren sich Gebäude der berühmtesten Architekten. Da wir nur ein paar Stunden Zeit hatten, überquerten wir nicht die Maas, sondern gingen in den Museumspark.

Ein noch nicht fertiger Neubau des Boijmans Van Beuningen Museums. Die Skyline von Rotterdam spiegelt sich in der Fassade.

Wir wollten uns eine Ausstellung in der Rotterdamer Kunsthalle ansehen. Thema: Alternativen zur legeren Bekleidung während der Weihnachtstage…

Dieses Plakat weist schon auf die Tatsache hin, dass die Ausstellung ab April in München zu sehen ist.

Morgen zeige ich Ihnen ein paar Fotos von dieser Ausstellung, die Modelle werde ich alles im nächsten Jahr „nachnähen“ ?

Plauschfreudiger Weihnachtsmarkt

Am Samstag bot ich am Stand der AWO BBZ auf dem Weihnachtsmarkt des Seniorenzentrums Lene Reklat in Rheinhausen meine Papierperlenketten und Briefkarten an.

Der Markt war gut besucht und das Interesse an den Papierperlen war groß. Ich wurde fast schon ein bisschen gelöchert mit Fragen zur Herstellung oder der Wasserdichtheit. Noch mehr Interesse weckten allerdings diese Bilder von Frau Ilse Heines:

Wie macht man denn sowas? Die kann man ja drehen, wie man will, man hat immer ein neues Bild! Die besten beiden Sprüche: Platz für Kunst ist in der kleinsten Hütte und noch besser: Tiny Art for Tiny Houses….Der Stand animierte jedenfalls zum gemütlichen Plauschen.

Ich hatte aber auch Gelegenheit, unseren Nachbarstand zu beobachten, an dem u.a. Kosmetika verkauft wurde. Die Inhaberin verstand es bestens, ältere Damen davon zu überzeugen, sich ein bisschen schminken zu lassen, d.h. Augenringe, Fältchen und geplatzte Äderchen abdecken, ein bisschen Rouge auftragen und ein Hauch von Lippenstift aufzulegen. Das Ergebnis war bei fast allen Gesichtern wirklich verblüffend und besonders schön zu beobachten war es, wie sich das wohlbefinden der Geschminkten sichtbar verbesserte.

Ich bin ja keine so große Sichschminkende, aber das gab mir doch zu denken…

Fleischersatzprodukte

Seit ca. einem Jahr greife ich auch mal zu den sogenannten Fleischersatzprodukten. Mit wachsender Begeisterung, denn der Fleischsalat oder das Cordon Bleu von „ Rügenwalder Mühle“ (Keine bezahlte Werbung) sind einfach lecker. Jetzt entdeckte ich dieses Video auf You Tube

Das finde ich genial, denn es geht hier nicht um ethische Aspekte, sondern rein um wirtschaftliche. Und es räumt mit der Aussage auf, ( die man in den letzten Wochen leider wieder vermehrt in den Zeitungen lesen kann) dass man als einzelne Person kaum etwas gegen die Klimakrise tun kann. Jeder kann durch sein Verhalten als Verbraucher dazu beitragen, dass die Industrie etwas für die Umwelt tut, denn die Industrie will Geld verdienen!

Falls Sie dieses Thema nicht interessiert, möchte ich Sie aber trotzdem ermutigen, sich andere Videos von „Wahn & Sinn“ anzusehen. Die Filme werden von der GLS Bank produziert. (Keine bezahlte Werbung). Jeden Mittwoch erscheint einer zu einem Wirtschaftsthema. Leicht erklärt und auf den Punkt gebracht. Und dauern nicht länger als eine Kaffeepause. Hier ein anderes Beispiel:

Eine Bluse zum Wundern

Wie finden Sie meine neue Bluse? War ruckzuck genäht.

Bei dieser Art von Strickjacken ziehe ich meistens darunter ein T-Shirt an, eine passende Kette dazu, fertig. Aber im Winter ist mir das am Hals ein bisschen zu frisch. Schal herumwickeln ist mir dann in Räumen öfter zu warm oder er ist zu dick, Bluse unterziehen ist auch nicht optimal, da der Hals dann nicht richtig bedeckt ist und es unter der Jacke wurschtelig wird. Also nähte ich mir diese „Schein-Bluse“.

Sie besteht aus diesen Teilen und hat sich beim Tragen über dem T-Shirt schon sehr bewährt.

Bei Held-Stoffe in Krefeld-Bockum gibt es drei Stoffreste zum Preis von zwei Resten. (Keine bezahlte Werbung). Demnächst liegen dann noch zwei weitere „Blusen“ in der Schublade.

Ein Abend mit Meret Becker

Am Donnerstag verbrachten wir in Düsseldorf einen Abend mit Meret Becker. Sie trat mit ihrer Band Tiny Teeth im Capitol Theater auf und zeigte ihre „Le Grand Ordinaire“ Show. Auf You Tube gibt es einen Videoausschnitt der Show, der die Qualität dieses Auftritts allerdings nur unzureichend zeigt, deshalb habe ich drei Lieder ausgewählt, die die Vielfältigkeit von Merets Gesang zumindest andeuten. Ich bin restlos begeistert, denn hier macht eine Frau „Ihr Ding“, hat viel Spaß und schert sich nicht um den Mainstream.

Sie beflügelte mich an dem Abend so sehr, dass ich auf der Rückfahrt nach Hause vom Beifahrersitz aus Regenfotos machte. Und dann kam mir noch die Idee, diese als Doppelbelichtung mit anderen Motiven zusammenzufügen. Das kam dabei heraus:

Dieses Lied passt zu Regentropfen
Man sieht sich! Oder liest sich?

Der schönste „Vogelgesang“ von Gomera

Ich bleibe noch ein bisschen bei dem Thema Vögel und stelle Ihnen heute den „Silbo Gomera“ vor. Aber vielleicht will ich Sie auch nur ein bisschen auf den Arm nehmen?

Hier ein Link zu dem Thema Silbo Gomera, wenn Sie vielleicht neugierig geworden sind:

https://de.wikipedia.org/wiki/El_Silbo

Schönes Herumgeschweife in Duisburg

Letztlich besuchte ich mal wieder Ruhrort mit meiner Kamera. Für eine Bekannte war es die erste Fotoexpedition in diesem Stadtteil, ich schweifte mit ihr herum und war einmal mehr erstaunt, was ich in Ruhrort noch alles entdeckt habe.

Links ein wunderbares altes Backsteingebäude von 1901, heute eine Schule, rechts ein für Ruhrort standesgemäßes „Seefahrerhaus“.




Die Friedrich-Ebert-Brücke ist immer wieder ein lohnendes Fotomotiv

Ich hatte aber auch Lust, die Fotos weiter zu bearbeiten und da kam dann Schrilles oder ein bisschen Verwunschenes bzw. Märchenhaftes heraus.

Durch das Fenster in einen Barber-Shop hinein fotografiert. Ich vermute allerdings, dass in der Jack-Daniels-Flasche Wasser ist und nicht Whisky als Duft für Bärte versprüht wird.

Kunst in einer Galerie oder eine reparierte Schaufensterscheibe?
Ein verwunschener Garten?

Ich träumte von Poseidon…

Ein schöner Nachmittag geht zu Ende…

Letzte Sommermomente und mehr

Nach langer Zeit mal wieder eine kleine Sammlung von besonderen Momenten.

Ich gehe am 14.November in eine Bäckerei und sehe auf einem Nuss-Marzipan-Teilchen eine Wespe. Jetzt ist sie kein unbeliebter Gast mehr, sondern erfreuliche Sommererinnerung.

Stehe mit meinem Auto alleine an einer Ampel, die gerade auf rot umgesprungen ist. Es ist Mittagszeit, die Sonne scheint. An der Fußgängerampel steht ein Postbote mit seinem Fahrrad. Er sieht abgekämpft aus. Plötzlich Lärm, über uns fliegt ein großer Schwarm Spatzen hinweg. Der Postbote guckt nach oben und ein Lächeln erscheint auf seinem Gesicht. Er verfolgt die Vögel und vergisst dabei, dass er auf die grüne Ampel wartet. Als die Spatzen nicht mehr zu sehen sind guckt er zu seiner Ampel, die gerade wieder auf rot springt. Für einen Moment hat er die Zeit und alles herum vergessen und er lacht über sich.

Zwei kritische Momente:

Jemand kauft Bio-Petersilie, entsorgt aber den Plastiktopf im Wald…


Ich sitze in einem Restaurant, das zu einer Kette gehört, die dem Journalismus sehr verbunden ist. Das Speiseangebot ist eine Mischung zwischen Fast Food und ein bisschen gesünder. Während ich auf das Essen warte, sehe ich mich um. In dem Raum hängen in allen vier Ecken oben an der Decke große Bildschirme. Man sieht viermal das selbe Programm: „Planet der Dicken“ eine Dokumentation über Diäten und übergewichtige Menschen. Was würde dazu wohl ein Betriebsberater dem Manager dieser Restaurantkette sagen?

Sankt Martin Singen: Es klingelt an der Haustür, ich öffne. Zwei junge Männer strahlen mich an. Beide jeweils sind „in Begleitung“ eines Buggys, an dem eine Laterne befestigt ist. In den beiden Buggies sitzen zwei kleine Jungen, ca. 2 1/2 Jahre alt. Einer kämpft gegen die Müdigkeit an, der andere mampft einen Schokoriegel. Die Väter beginnen, „Ich geh mit meiner Laterne“ zu schmettern und freuen sich „wie Bolle“ über Kinderschokolade und Clementinen.