Stoffliches

Jetzt beginnt wieder die Zeit der Stoffmärkte. Vorletzten Freitag war ich erneut in Bochum. Von diesem Markt berichtete ich schon einmal vor zwei Jahren (siehe unten) und wusste deshalb, dass es dort auch einen Stand mit japanischen Stoffen gab. In diese hatte ich mich damals sofort verliebt aber keine gekauft, da ich noch keine konkreten Pläne hatte, was ich überhaupt nähen wollte. Das war jetzt anders, denn seit ich den Nähkurs besuche, begleitet mich auch dieses Buch.

Hier schreibe ich alles zum Thema Nähen auf, sei es das im Kurs Gelernte, Tipps von anderen Teilnehmerinnen oder aus Büchern oder eben auch Ideen, was ich alles nähen möchte. Neben den Bezeichnungen Hose, Kleid, Bluse usw. stehen dann direkt auch immer die benötigten Stoffmengen und auch die Stoffarten, die sich für das einzelne Projekt eignen.

Was die japanischen Stoffe angeht, so war am Freitag der Stand nicht da und ich war ein bisschen frustriert, was sich dann in sogenannten Frustkäufen äußerte.

Passen zu keinem meiner geplanten Nähprojekte, aber ganz ohne etwas Stoffliches wollte ich aus Bochum nicht weg.

Wieder zuhause, nahm ich mir ein paar Nähbücher vor, die ich mir irgendwann einmal zugelegt oder jetzt aus der Bücherei ausgeliehen hatte, um für die gekauften Stoffe passende Schnittmuster zu finden.

Ich wurde nicht fündig, aber die investierte Zeit war trotzdem nicht umsonst. Hier vier Kurzbesprechungen der Nähbücher:

Ich habe noch kein Nähbuch gefunden, das alle Themen beinhaltet und diese so erklärt, dass man es als Anfänger auch versteht. Aber der Titel oben links kommt dem schon recht nahe. Von der Grundausstatung über Stoffarten und deren möglichen Anwendungsgebiete, der Auflistung aller Saumvarianten, Abnähermöglichkeiten oder Nähstichmustern findet man sehr viele Fragen zum Thema Nähen beantwortet und dank vieler Bilder versteht man auch die Anleitungen recht gut.

Oben rechts sehen Sie ein Buch, das Ihnen aus der Klemme hilft und das nicht nur, wenn der Knopf ab ist, sondern z.B. auch bei Löchen im Stoff, zu eng gewordenen Hosen, offenen Säumen oder eingeklemmten Reißverschlüssen.

Links unten wird das Nähen von Basics gelehrt, aber nicht mit Schnittmustern, sondern anhand von jeweils ca. 20 Bildern. Dazu werden zu jedem Basic noch zig verschiedene Variationsmöglichkeiten vorgestellt. Diese gehören z.T. schon etwas einem älteren Modegeschmack an, aber da kann man ja auch selber noch kreativ werden.( Was ich momentan allerdings nicht bin, aber da kann das Buch ja nichts für)

Im letzten Buch fand ich die besten Erklärungen für alle Grundbegriffe beim Nähen und gute Tipps für das Kopieren von Lieblingsstücken. Es werden aber auch konkrete Nähprojekte vorgestellt, deren Anleitungen fand ich allerdings eher mäßig.

Morgen und übermorgen wird mal wieder die Kategorie „Fotostunden“ gefüttert.

Auf ins Getümmel!

Am letzten Samstag war ich auf dem holländischen Stoffmarkt in Bochum. Wie ich ja vor einiger Zeit mal erwähnt habe, möchte ich auch meinen Spaß am Nähen erneuern und da kam dieser Markt gerade richtig. 140 Stände, verteilt auf zwei Straßen, überforderten mich, denn es war sehr voll. Ich sah mir das Angebot von ca. 50 Ständen an und war dann schon glücklich mit meinen Einkäufen. Es war gut, dass ich konkret für bestimmte Nähideen Stoffe suchte, so konnte ich einige Stände links liegen lassen.

Es gibt diverse Spezialstände, z.B. für japanische Stoffe (traumhaft!), Knöpfe oder nur diverse Jeans- oder Patchworkstoffen. Natürlich gab es auch Schnäppchenstände, doch hier war hauen und stechen angesagt und da war mir nicht nach. Ansonsten war die Stimmung an den Ständen sehr nett, man konnte auch mal eine Fachfrage stellen und bekam gute Tipps.

Der nächste Stoffmarkt im Ruhrgebiet findet in Oberhausen am 29.4. statt. Hier noch einige Informationen:https://www.rund-ums-naehen.de/stoffmarkt-holland-termine-2017

 

Begegnung mit einem Tausendsassa

Den Schauspieler Ulrich Tukur nahm ich zum ersten Mal vor zwei Jahren bei einem Tatortkrimi wahr. Bin ansonsten kein großer Tatort-Fan, aber diesen Tatort fand ich gut. Danach sah ich einen Spielfilm mit Tukur, in dem er einen erfolglosen Headhunter spielt und las dann letztes Jahr sein Buch “Die Spieluhr”. Eine etwas skurile Geschichte, die aber durchaus ihren Reiz hatte. Letzte Woche nun hatte ich das sehr große Vergnügen, Ulrich Tukur als Musiker und Schauspieler auf der Bühne zu erleben. Er trat mit seiner Band “Die Rhythmus Boys” in Bochum auf und es war ein sehr vergnüglicher Abend. Gespielt wurden Lieder von Porter, Gershwin, Miller & Co, also alles Lieder aus den 20er bis 40er Jahren und bei den vier Musikern ging so richtig “die Post ab”. Tukur erzählte noch ein bisschen aus dem Leben der Komponisten, aber nicht “trocken”, sondern sehr witzig und da konnte man sein Schauspielertalent einmal mehr bewundern. Seine Mitstreiter waren sich dann auch nicht zu schade, ein paar Slapstick-Einlagen zu bieten, die Grinsen oder Tränenlachen hervorriefen.

Sollten Tukur und seine Rhythmus Boys mal wieder ins Ruhrgebiet kommen (vorläufig erst einmal nicht mehr, treiben sich jetzt mehr im süddeutschen Raum herum), und Sie Lust auf Swing, Jazz und Spaß haben, gönnen Sie sich Eintrittskarten. Oder sofort die CD “Misbehave!”. Wenn ich sie höre, tänzele ich durch die Küche, Wohnzimmer….

Und damit Sie auch sehen können, von was ich schreibe, hier zwei Musiknummern aus ihrem aktuellen Programm:

 

 

Historischer Jahrmarkt in Bochum-da gibt es Hingucker

Letztes Jahr besuchten wir zum ersten Mal in der Jahrhunderthalle in Bochum den historischen Jahrmarkt mit alten Karussels, einem Flohzirkus und anderen Sensationen. Eine schöne Atmosphäre, die das Kind in einem staunen ließ. Zu etwas ganz Besonderem wurde diese Veranstaltung aber durch das Treffen der Steampunker. Man machte als Besucher eine Zeitreise in das viktorianische England und in die Welt des Jules Verne-der Fotoapparat stand nicht mehr still, da alle Steampunker sich auch gerne fotografieren ließen. Zudem gab es Verkaufsstände mit sehr skurilen Sachen, die man auch bewundern konnte.

Der nächste Jahrmarkt findet am 11.Februar 2017 statt und Eintrittskarten sind jetzt schon erhältlich. Eine Karte kostet 20 Euro- lohnen sich, denn man kann dann auch überall umsonst mitfahren. 

Hier gibt es weitere Informationen:

http://www.jahrhunderthalle-bochum.de/de/events/termin/id/1031/3-steampunk-jahrmarkt