Béziers war unser zweites Ausflugsziel, ca. eine halbe Stunde von Agde entfernt. Es war Montag, also waren die zwei Kunst-Museen geschlossen und leider auch die alte Markthalle. Aber da war erst einmal die Lage der Stadt, die uns schon sehr gut gefiel.
Üppige Häuser aus der Belle Époque-Zeit beeindruckten,
aber direkt daneben kann man sich auch in Gassen wie diese verlieren:
Einfach mal flanieren und gucken, was man sonst noch so entdeckt, das war die Devise. Mir fiel irgendwann dabei auf, dass es viele alte Werbeschilder in Béziers gibt. Hier einige Beispiele:
Auch über römisches Gemäuer stolpern ist möglich und dazu natürlich dann auch über die dazugehörigen Katzen.
Sehr schön waren auch verschönerte Hauswände
und letztendlich die Nähe zum Canal du Midi, dessen Erbauer in Béziers geboren wurde.
Wir haben mehrere Stunden in Béziers verbracht, Flanieren mit Kaffeepäuschen. Sehr schön!
Morgen stelle ich Ihnen meine erste Ferienlektüre vor, hat nichts mit Frankreich zu tun, eher allgemein mit Urlaub, denn zu diesem Buch brauchte ich Muße.
Mein Mann und ich waren Anfang Oktober für eine Woche in Südfrankreich in einer Gegend, in die sich deutsche Touristen noch nicht so häufig verirren, vergleicht man die Besucherzahlen mit denen der Provence oder der Côte d‘ Azur. Deshalb schreibe ich ein paar Beiträge, vielleicht ist ja die ein oder andere Urlaubsidee für Sie dabei.
Unser Standort war Cap d‘Adge am Meer, ein Ferienort in der Region Roussillon zwischen Montpellier und Narbonne, der am Reißbrett entstanden ist. Im Sommer ist dort Rambazamba, in der Nebensaison ist es steril, still, die Bürgersteige sind hochgeklappt. Was mich an diesem Teil der Stadt Adge erfreute, waren neben unserem Ferienhaus der lange und feine Sandstrand und die in die Jahre gekommenen Vergnügungsparks. Um den morbiden Charme zu unterstreichen, habe ich mit etwas Fotobearbeitung nachgeholfen.
Neben der Cap-Ferienstadt gibt es noch Grau d’Adge, früher ein Fischerdorf, jetzt ebenfalls eine Touristensiedlung, aber eher aus den 50er-70er Jahren und deshalb hat sie mehr Charme. Hier fließt der Fluss Hérault ins Meer und die beiden Leuchttürme sind die Wahrzeichen.
Man kann am Strand spazieren gehen oder auch am Fluss entlang, begleitet von vielen Möwen.
Und dann ist da noch die eigentliche Stadt Agde, die 500 v.Chr. eine bedeutende Hafenstadt war, dann aber wegen zunehmender Versandung in Vergessenheit geriet. Gegründet wurde sie einst von seefahrenden Griechen und auf diese Wurzeln ist die Stadt sehr stolz.
Die Altstadt ist sehr verwinkelt und erinnert manchmal mit der wehenden Wäsche vor den Fenstern eher an eine süditalienische Stadt. Das kommt nicht von ungefähr, denn nach den Griechen kamen glücklose italienische Fischer, die hofften, hier bessere Fänge zu machen. Die Stadt liegt ebenfalls am Hérault und auch hier kann man wie in der Altstadt schön spazieren gehen oder auch gut essen.
Rechts unten ist das Ufer des Héraults. Links schwimmen Restaurants und Cafés auf dem Wasser
Sympathisch sind mehrere kleine Plätze und fast 30 Kunstgalerien und Werkstätten. Es gibt ein schönes Museum zur Geschichte von Agde und einen „Espace Molière“. Hier wurden während unseres Aufenthalts Bilder von einheimischen Künstlern gezeigt, und es fand eine Ausstellung zum Thema „The Terrible Jungle“ statt mit ganz unterschiedlichen Exponaten wie Schmuck, Bildern oder Skulpturen.
Agde ist keine reiche Stadt, hat keine touristischen Highlights, aber die Stimmung an einem Sonntagnachmittag war sehr angenehm und entspannt. Genau richtig für einen Urlaubstag.
Ach ja, ich muss noch meine Überschrift erklären: Das Gebiet von Agde entstand durch einen Vulkanausbruch und so nennt sich Agde auch die „schwarze Perle“.
Morgen erzähle ich von Béziers, eine Stadt mit Widersprüchen.
So nennt sich ein Pariser Museum, das in dem ehemaligen Wohnhaus des holländischen Malers Ary Scheffer beherbergt ist. Es liegt auf dem Montmartre versteckt hinter hohen Mauern.
Was stellen Sie sich unter diesem Museum vor? Ich hatte vor meinem inneren Auge Fotos von sich anschmachtenden Paaren, Spitzentaschentücher, die sie bewusst fallen ließ oder Fläschchen mit Riechsalz und Spitzenfächer. Falsch gedacht.
Ausgestellt waren hauptsächlich Bilder damals bekannter Menschen, gemalt vom Hausherren und anderen Künstlern und Andenken an die längste Besucherin des Hauses, die Schriftstellerin George Sand.
Oben rechts eine Teilansicht des Raumes, in dem die Salontreffen abgehalten wurden, rechts unten eine Haarlocke der Schriftstellerin
Georg Sand war nicht wie andere Salongastgeberinnen die große Organisatorin und so traf es sich gut, dass Ary Scheffer das Einladen der damaligen Elite in sein Haus übernahm und die Schriftstellerin dann die Vorzüge eines Salons ausnutzen konnte. So trafen dann Berühmtheiten wie beispielsweise Dickens, Delacroix, Chopin oder Rossini mit ihr zusammen.
Wenn man an dem Leben von George Sand, aber auch an der Geschichte Frankreichs und dem dortigen Alltagsleben im 19.Jahrhundert interessiert ist, lohnt es sich, die Erinnerungen von George Sand zu lesen.
Möchten Sie einmal einen Roman von ihr lesen, dann kann ich Ihnen diesen Titel empfehlen.
Eine leichte und heitere Geschichte, in dem ein Mann und eine Frau, Freunde aus Kindertagen, sich sehr schwer damit tun, sich ihre Liebe einzugestehen. Mal salopp gesagt: Die Geschichte von Harry und Sally in der Salonsprache des 19.Jahrhunderts.
Noch eine kurze Bemerkung zum Museum: Es ist wie eine Zeitkapsel im heutigen Paris. Magnifique! Sollten Sie einen Besuch erwägen, beachten Sie nur bitte, dass der Eintritt freiwillig gezahlt wird und im Café zwei Tassen Kaffee und zwei Törtchen 25 Euro kosten.
Morgen habe ich ein Quiz für alle, die noch wissen, was LPs sind.
Das Gebiet der Lahn bietet wirklich viel. Neben dem Radfahren hält es auch für Wanderer viele schöne Wanderstrecken bereit und mehrere Lahnstädte sind wirklich sehenswert.
Eine Wanderstrecke führt zur Burg Braunfels. (Hin-und zurück ca. 25 km).
Abgesehen vom Aufstieg zur Burg ist die Wanderung leicht hügelig. Man geht durch schöne Buchen- oder Mischwälder und dann wird es wieder „luftig“ und man läuft über Felder, vorbei an Streuobstwiesen oder Blumen-Schönheiten. Feine Aussichten gibt es natürlich auch.
Auf der Burg Braunfels kann man an einer Führung teilnehmen, die allerdings nur in einige Räume einen Blick zulässt, da die Burg Privatbesitz ist. Aber ein gutes Café wartet und wenn man draußen sitzt, wird man mit Lavendelduft verwöhnt.
Wir haben auch ein kleines Städtehopping gemacht und sind durch Weilburg, Marburg und Limburg gebummelt.
Weilburg wird beherrscht vom imposanten Schloss. Von außen kommt es edel daher, auch innen soll es sehr schön sein. Uns haben die alten Bäume im Park am meisten beeindruckt.
Marburg besteht aus Neu- und Oberstadt. Die Oberstadt ist auch gleichzeitig die Altstadt, sehr verwinkelt, malerisch, pittoresque, geschichtsträchtig- fallen Ihnen noch ähnliche Eigenschaften ein? Marburg ist es!
Wie schon gesagt, wir bummelten nur durch die Städte und sahen uns nichts ausgiebig an. Beim Bummeln kamen wir in Marburg allerdings an sehr vielen Fachgeschäften vorbei, die einen erneuten Besuch mit mehr Zeit auch schon lohnenswert machen. Allen voran steht dieser Laden:
Eine Schatzkiste für Papierfans. Leider machte die Inhaberin gerade zu, als ich in den Laden wollte. Man sieht sie im Vordergrund, sie ist 87 Jahre alt…
Wie oft sind sie auf der Autobahn schon an Limburg vorbeigefahren? Man sieht kurz den Dom und schon ist die Stadt wieder aus dem Sinn. Viel zu schade! Limburg war Hopping-Stadt Nr. 3.
Leider fing es zu regen an, deshalb gibt es nicht mehr Bilder. Auch hier wäre ein zweiter Besuch nicht verkehrt.
Morgen stelle ich Ihnen einen außergewöhnlichen Künstler vor.
Mitte September verbrachten mein Mann und ich zusammen mit Freunden ein langes Wochenende an der Lahn. Glücklicherweise nicht zum Fahrradfahren, denn es wimmelte auf den Radwegen nur so von durchgestylten Hobby-Rennrad-Fahrern. Wir waren „einfach nur so“ da.
Gewohnt haben wir in Wetzlar, das an der Lahn recht mittig liegt, um auch gut in andere Lahnstädte zu kommen. Für uns war Wetzlar ein ziemlich unbeschriebenes Blatt, nur vor Jahren hatten wir mal eine Dokumentation über die Firma Leica gesehen und wussten, dass diese in Wetzlar ihr Hauptwerk hat. Und so ist Leica mit den Firmengebäuden im Stadtbild auch fast omnipräsent.
Nur in den engen Gässchen der hübschen Altstadt sieht man nichts, aber auch hier wird auf Wetzlars Tradition zur Optikforschung hingewiesen. (Die Firma Zeiss ist übrigens auch ansässig).
Es gibt neben einem Leica-Museum in Wetzlar einen Optiklehrpfad mit vielen Stationen, an denen man viel Überraschendes lernen oder beispielsweise aber auch seine Augensehkraft testen kann.
Pfade sind in Wetzlar beliebt. Man kann auf einem Bergwerkspfad spazieren gehen (Hier wurde in früherer Zeit Eisen abgebaut) oder auf dem Goethepfad lustwandeln. Letzteres haben wir getan. Goethe lebte eine Zeit lang in Wetzlar und wurde hier zu seinem „Die Leiden des jungen Werther“ angeregt. Man sieht Goethes Wohnhaus, das Haus Lottes (Figur aus Werther) und der Lieblingswanderweg des Meisters ist ausgeschildert. Sehr schön, auch bei nicht so tollem Wetter. Man hat weite Aussichten und kommt an diversen Streuobstwiesen vorbei. Äpfel, viele verschiedene Sorten, noch und nöcher. Und als neuzeitliche Zugabe gibt es sehr moderne Architektur neben Scheunen und 50er Jahre Häuschen.
Man kann in Wetzlar sehr gut essen ( u.a. auch hessische Spezialitäten), und an der Lahn fanden wir schnell unseren ersten Lieblingsplatz. Ein reines Weinlokal mit einem sehr guten Weinangebot.
Würden mein Mann und unsere Freunde in Wetzlar wohnen, wäre dies ihr zweiter Lieblingsplatz.
Wir sahen in Wetzlar vier Raucherkneipen und dieser Treff war einer davon. Wie uns die Wirtin erzählte, konnten sich vor zwei Jahren die Kneipen entscheiden, ob sie auf warme Küche verzichten und reine Raucherkneipen werden wollten. Sie entschied sich für die Raucher und hat seitdem gut zu tun. Ein alter Wurlitzer steht in der Ecke, es wird Skat gespielt, das Bier schmeckt, man kennt sich. Selbst als Nichtraucherin fühlte ich mich wohl.
Pause!
Morgen erzähle ich von einer schönen Wanderung und mache Stippvisiten in Städte der Umgebung.
Gestern erwähnte ich den Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein, der letzte Woche wegen seiner Flüchtlingspolitik einen Preis von den Vereinten Nationen verliehen bekam. Dies passt zu Altena, denn hier gab es auch die erste Jugendherberge der Welt! Wikipedia schreibt dazu:
Jugendherbergen entstanden ab Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge der Jugendbewegung als Unterkünfte für junge Menschen, Jugendgruppen und Schulklassen. Am 26. August 1909 hatte Richard Schirrmann, ein Lehrer an der heutigen Richard-Schirrmann-Schule in Altena, erstmals die Vision einer Jugendherberge.[1] Die Idee wurde von ihm in seiner Schule 1911 realisiert.[2] Dieses Provisorium wurde 1912 durch eine Jugendherberge auf der Burg Altena oberhalb der Stadt ersetzt, die heute als Teil des Museums der Burg Altena im Original zu besichtigen ist.[3] Daneben besteht auch heute auf der Burg Altena eine Jugendherberge. 1911 gab es bereits 17 Jugendherbergen, 1921 etwa 1300 und 1928 rund 2200. Sie hatten häufig große Schlafsäle und wenige kleinere Zimmer für die Betreuer.
Wir besichtigten die Burg, die aber nicht nur Einblicke in das frühe Jugendherbergsleben gibt, sondern auch ein umfangreiches Heimatmuseum hat, dessen Räume einen ganzen Burgflügel einnehmen. Man sollte Zeit mitbringen…Ein Raum war für mich eine wahre Fundgrube für zukünftige Quizfragen…
Tipp 1: Wenn Sie bei einem Ausflug die Burg besichtigen und Sie danach sich mit Essen stärken möchten, gehen Sie nicht in das Burgrestaurant. Das Beste dort ist die Aussicht von der Terrasse aus, aber die Organisation von Bedienung und Küche ist sehr verbesserungswürdig und anscheinend schmeckt das Essen auch nicht so toll. (Wir haben gar kein Essen bekommen, aber an Nachbartischen sahen wir, dass mehrere Teller noch halbvoll wieder zurück gingen).
Tipp 2: Wenn Sie auf die Idee kommen sollten, an einer der nahegelegenen Talsperren Kaffee trinken zu wollen, suchen Sie sich ein anderes Café-Ziel. Wir klapperten drei Talsperren ab, alle boten schöne Spazierwege an, aber keine Möglichkeit zur Einkehr.
Tipp 3: Momentan begleitet mich dieses Hörbuch beim Bügeln.
Es ist die Geschichte einer Familie in Altena, die vom Drahtgeschäft lebt. Der Roman beginnt mit der Währungsreform und endet 1989. Von den 17 Stunden des Hörbuches habe ich bisher drei gehört und es gefällt mir gut. Es ist nicht nur eine Familiegeschichte, sondern auch eine Reise in die Nachkriegszeit.
Als Abschluss des Altena „Kapitels“ wird die morgige Aufgabe für die grauen Zellen etwas mit unserem Ausflug zu tun haben.
Letzte Woche noch war von der kleinen Stadt mit ca. 17000 Einwohnern in allen Medien zu lesen und zu hören, denn dem Bürgermeister von Altena wurde für sein Engagement bei der Aufnahme von Flüchtlingen von den Vereinten Nationen der Nansen-Flüchtlingspreis verliehen.
Wir waren Anfang September dort, denn in Altena sind mehrere Firmen ansässig, die sich der Drahtherstellung widmen. Es gibt ein Drahtmuseum und das
wollten wir uns ansehen. Obwohl mein Mann beruflich mit der Branche zu tun hat, war mir selbst bis dahin nicht so klar, wie sehr wir in unserem Leben von Draht abhängig sind. In dem Museum gibt es mehrere Räume zum Thema Draht im Alltag. Hier ein paar Beispiele:
Auf dem großen Bild sieht man eine Supraleiter
Es wird auch auf die Anfänge der Drahtherstellung eingegangen und wie sich diese im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.
Sehr gut gefiel mir der Raum mit Kunstwerken aus Draht. Obwohl nur einige Ausstellungsstücke zu sehen sind, zeigen auch diese, wie vielfältig man Draht einsetzen kann.
Wir bummelten nach dem Museumsbesuch ein bisschen durch die Fußgängerzone und tranken einen Kaffee- das Thema Draht ist auch hier allgegenwärtig…
Bäume aus Drahtseilen
Leerstehende Ladenkokale gibt es natürlich auch hier, dazwischen aber auch Zeitzeugen vom Wohlhaben der Drahtfirmen.
Altena hat noch eine zweite Sehenswürdigkeit. Es gibt dort eine Burg mit der ersten……? Wer weiß es? zu besichtigen und davon erzähle ich morgen.
Wie soll ich das beschreiben? Stellen Sie sich vor, Sie stünden in einer alten leeren Fabrikhalle. Es ist dunkel und plötzlich beginnt ein Film. Aber nicht nur vor Ihrer Nase, sondern ebenso an der Decke, dem Boden, den Seitenwänden. Der erste Film zeigt Bilder von Gustav Klimt, der zweite Bilder von Hundertwasser. Sie befinden sich in einem Rausch von Farben untermalt mit Musik. Am besten sitzt man, denn wenn man umhergeht, was auch möglich ist, kann einem u.U. schummrig werden. Und der dritte Film? Schwarzweiss- technisch, futuristisch, kalt.
In der Nähe der Bastille wurde am 13. April dieses Jahres das Atelier des Lumières eröffnet. 140 Videoprojektoren und eine räumliche Beschallungsanlage auf 3300 qm ermöglichen diese besondere Sinneserfahrung:
Herr Klimt:
Herr Hunderwasser:
Utopia:
Eine innovative Idee, die auch gut als Besuchermagnet nach Duisburg passen würde…
Nur ein Hinweis: Wenn Sie in Paris das Atelier besuchen möchten, tun Sie es nicht mit kleinen Kindern. Einige anwesende reagierten verängstigt und fingen zu weinen an. Ab Schulalter sollte es gehen.
Morgen mache ich eine Pause und dann gibt es zum Abschluss ein kleines Parisquiz am Wochenende.
Für jede der beiden Gehirnhälften biete ich Ihnen heute eine Museumsempfehlung.
Sehr gut gefallen hat uns das Pariser Rodin-Museum, das in den alten Atelierräumen des Künstlers untergebracht ist. Es hat einen schönen Park, in dem man von Skulptur zu Skulptur laufen und sich in einem Café stärken kann.
Die einst umstrittende Figur von Balzac, die Rodin nach viel Kritik nur noch in seinem eigenen Garten aufstellte.Zwei Denker…
Das Gebäude
hat viele Räume, besonders gefielen mir die leicht blinden großen Spiegel, in denen sich weitere Büsten und Gestalten geheimnisvoll spiegelten.
Ein kleiner Raum ist Gemälden von van Gogh vorbehalten, ein anderer den Figuren von Camille Claudel, Rodins Schülerin, Geliebte und spätere Feindin. (Tipp: „Camille Claudel“- Ca. 3 Stunden langer Film).
Ich gehe nicht weiter auf die Skulpturen von Rodin und Claudel ein, da ich mich der uneingeschränkten Begeisterung vieler Kunstliebhaber nicht vorbehaltlos anschließen kann.
Deshalb fand ich, was die Ausstellungsstücke angeht, das Museum „Arts et Métiers“ fast besser. Hier kann man alte technische Instrumente aus allen wissenschaftlichen Gebieten bewundern.
Da hängt das Foucausche Pendel, mit dem Monsieur F. geübt hat, hier steht das Modell, nach dem letztendlich die amerikanische Freiheitsstatue gegossen wurde.
Und schließlich trifft man auch auf die roboterartigen Puppen, die ich gestern im Rahmen einer Buchbesprechung erwähnte.
Selbst, wenn einem das technische Verständnis fehlt, was bei mir oft der Fall war, konnte mich die Schönheit und der Erfindungsreichtum der Geräte begeistern.
Ein Teil des Museums ist in einer alten Abtei untergebracht. Ein besonderer Rahmen für ein besonderes Museum, dem man viel Zeit widmen kann.
Dieses Buch kaufte ich mir bei meinem letzten Paris-Aufenthalt. Es ist ein kleiner Bildband. Der Autor und Fotograf hat Motive ausgewählt und gesammelt, die für Paris ganz typisch sind. Da kann man z.B. die unterschiedlichen Metroschilder bewundern, phantasievolle Türklopfer, verschiedene Bankdesigns. Ich fand das sehr inspirierend und hatte mir in den Kopf gesetzt, auch Motive zu sammeln, die in dem Buch noch nicht abgebildet sind. Hier meine Sammlungen:
Vor Pariser Fenstern befinden sich sehr oft kleine Gitter.
Diese haben sehr unterschiedliche Muster:
Viele Läden haben, wenn sie geschlossen sind, Rolläden vor den Schaufenstern. Oft sind die Rolläden Freiflächen für Graffiti, aber es gibt auch welche, die bewusst gestaltet wurden.
In dem Buch gibt es jeweils eine Auswahl an alten Briefkästen und Lampen. Mir fielen diese gelben Briefkästen auf:
Meine Lampensammlung ist eine wilde Mischung, aber jede erinnert mich an einen bestimmten Ort in Paris.
Und zu guter Letzt noch ein bisschen Grün: Es gibt in Paris unzählige kleine Parks. Wir haben uns einige dieses Mal bewusst angesehen, es sind wirklich kleine Oasen.
Nun gibt es eine kleine Paris-Pause, nächsten Montag geht es weiter. Schönes Wochenende!
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