Wer nicht neugierig bleibt, wird nur noch älter (Marianne Frauchiger)
Kategorie: Es gibt Momente…
Es gibt Momente, in denen ich mich besonders freue, staune, schmunzle, erleichtert oder dankbar bin. Die Summe dieser Momente wiegen ärgerliche Zeiten auf, man muss sie nur wahrnehmen und sich ab und zu bewusst machen.
Nach vielen Monaten ist es mal wieder soweit: Ich erzähle Ihnen von besonderen Momenten.
Nr. 1 : Nur ein kurzer Moment, bei dem sie bitte Ihr Vorstellungsvermögen aktivieren: Ein schöner sonniger Tag. Ich gehe zwischen zwei goldenen Weizenfeldern spazieren, als es plötzlich hinter mir wild zu klingeln beginnt. Schnell mache ich Platz und es überholt mich ein kleiner Junge, wild strampelnd auf seinem Kinderfahrrad. Er ist so zwischen sechs und acht Jahre alt. Gehetzt ruft er ein „Danke!“. Das war schon etwas Besonderes, aber ich war von diesem Moment verzaubert, weil dieser kleine Junge einen Judoanzug mit einem roten Gürtel trug und wohl eiligst zu seiner Trainingsstunde musste…Einfach nur sehr niedlich!
Auf einer Erft-Radtour, über die ich noch berichten werde, kam ich u.a. auch durch Grefrath. Ein öder Stadtteil von Frechen, doch beim näheren Hinsehen entdeckte ich Details mit Kopfschüttel- und Schmunzelpotential.
Ah, ein Blumenparadies für Hummeln & Co, wie zu lesen ist:
Direkt gegenüber ein Haus mit Trockenwiese davor- Welten begegnen sich….nicht.
So ein Beethoven-Statement über einer kleinen Eingangstür zeugt von einer wahren Leidenschaft.
Direkt daneben dieser Garten:
Was für Bilduntertitel fallen Ihnen ein? Auf die Schnelle: Ich habe das Abstandsgebot so satt. Etwas differenzierter: Nur weil sein Fenster einen Rollladen hat, hält er sich wohl für etwas Besseres! Oder: Typisch, der dicke Weiße muss sich auf dem Foto mal wieder vordrängeln!
Und für das Heimeliggefühl in Grefrath sorgt:
Schnell bin ich weitergefahren und habe Grefrath verlassen.
Nach Frechen radelte ich, um mir das Museum „Keramion“ anzusehen. Ich war ziemlich ausgelaugt, da ich bis dahin keine Pause gemacht hatte, mein Wunsch nach einem schnuckeligen Café erfüllte sich auf dem Weg nicht. So war die Sehnsucht nach einer Tasse Kaffee dementsprechend groß. In dem Museum gab es weder ein Café, noch einen Kaffeeautomaten. Meine Stimmung sank weiter, doch dann hörte ich von der Dame an der Museumskasse:“ Ich sehe mal nach, ob ich Ihnen einen Kaffee aufbrühen kann.“ Es war die beste Tasse Kaffee seit langer Zeit, zumal das Museum sich als eine Museumsperle präsentierte, die ich für mich ganz alleine hatte. Was für ein Moment!
Ich wollte immer schon einmal ein Tag-Tagebuch als Blogbeitrag schreiben, um zu gucken, was für schöne Momente trotz grauem und kalten Wetters und der C-Endlosschleife an einem Tag möglich sind. Vorgestern war es soweit:
8.30 Uhr: Ein Dompfaffpaar im Garten! Nach so langer Abwesenheit freue ich mich sehr.
9.40 Uhr: Mit der Hand über meinen Lavendel in der Küche gewuschelt.
An der Hand riechen, Augen zu: Ich sitze auf dem Marktplatz von Biot, sehe den Boulespielern zu und trinke einen Pernod. Augen auf. Draußen hat es gerade wieder geschneit. Na und?
10.05 Uhr: Endlich mal den Trinkalarm ausprobieren. Ein Geschenk einer Bekannten, weil ich immer zu wenig trinke. Das Geschenk hatte ich zu gut weggeräumt, jetzt aber wiedergefunden…. Alle 20 Minuten leuchtet der Untersetzer, der am Laptop angeschlossen ist, blau auf und gibt Töne von sich, die erst wieder aufhören, wenn man getrunken hat. Es funktioniert.
11 Uhr bis 11.30 Uhr. Regenpause ausgenutzt und zum Briefkasten gegangen. Dabei kurzen Abstecher zum Bücherschrank, wieder ein bisschen Beute gemacht:
Das Buch links soll laut Terry Pratchett das komischste Buch seit 500000 Jahren sein, das Cover des mittleren Buches von 1958 fand ich schön und die Geschichten wollte ich immer schon einmal lesen. Beim rechten Buch machte mich der Autor neugierig. Von ihm habe ich schon zwei Bücher gelesen, er schreibt düster, aber teilweise auch witzig, man muss in Stimmung für seine Bücher sein. Aber vielleicht bin ich das ja demnächst einmal.
12.40 Uhr: Habe noch einen Rest leckerer Bärlauchsuppe im Kühlschrank, genau richtig bei dem kalten Wetter. Hier das Rezept von „Camouflage 165“ auf Chefkoch.de:
Die Zwiebel schälen und würfeln, die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Die Zwiebel in einer Pfanne mit der Butter anschwitzen, bis sie goldgelb ist. Mit der Brühe aufgießen und Kartoffeln sowie Bärlauch beifügen, dabei vier Blätter Bärlauch für die Garnitur zurückbehalten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und langsam köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Dann die Suppe mit einem Pürierstab mixen und zum Schluss die Sahne unterrühren. Nochmals kurz aufkochen lassen und heiß, mit dem Bärlauch garniert, servieren.
14.50 Uhr: Französische Teepause mit Lieblingskeks.
15.20 bis 16.50 Uhr: Gebügelt mit amüsantem Hörbuch als Begleitung.
Besprechung folgt nächste Woche!
Ab 17.15 Uhr: Neue Postkarten geklebt. diese z. B. ist tagesaktuell:
Steigende Bildungsdefizite
22.10 Uhr: Noch ein bisschen lesen…Solche Lektüre macht mir bewusst, wie dankbar ich sein kann, ein Buchmensch zu sein.
Das war die heutige schöne Momente- Ausbeute. Ich bin zufrieden.
Ich versuche, mich möglichst nicht aufzuregen. So sage ich mir bei manchen Situationen, dass man an Ereignissen oftmals nichts ändern kann oder frage mich, ob ich in der Situation klüger gehandelt hätte. Auch meine ich, dass Menschen normalerweise Fehler nicht extra machen, es fehlt dann eben an Wissen oder die momentane Gefühlslage führte zu einem Fehler. Sich ärgern schadet nur der Gesundheit.
Am Wochenende habe ich mich aufgeregt und tue es noch immer. Auslöser waren zwei Zeitungsartikel. Hier der kürzere zur Einstimmung:
Deutsche Bank verteilt Boni in Rekordhöhe
FRANKFURT | (rtr) Nach dem ersten Jahresgewinn seit sechs Jahren erhält der Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing eine Gehaltserhöhung und die Mitarbeiter mehr Bonus. Sewings Gesamtvergütung legte 2020 um fast die Hälfte auf 7,4 Millionen Euro zu, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Die Boni für alle Mitarbeiter stiegen trotz eines Abbaus von Tausenden Stellen um 29 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Insgesamt bezahlte die Deutsche Bank ihren Vorständen 50 Millionen Euro nach 36 Millionen Euro im Jahr zuvor. Allerdings erhöhte sich die Zahl der Vorstände im Jahresdurchschnitt auf zehn von acht Mitgliedern.
Ich bin selbst gar nicht betroffen, weder bin ich Kundin der Bank noch Aktionärin. Aber das Verhalten dieser Bank empört mich, selbst wenn es im Prinzip rechtens ist. Unverfroren, dreist, skrupellos- suchen Sie sich ein Adjektiv aus, um die Vorgänge zu beschreiben. Ob die Aktionäre bei der nächsten Vollversammlung den Vorstand abstrafen? Ich befürchte nicht, dass hieße ja, dass die „kleinen Aktionäre“ geschlossen den Mund aufmachen und aktiv werden müssten. Und die großen Aktionäre, eine chinesische und eine amerikanische Firma, sowie das Königshaus von Katar? Ich glaube, dass sich in der Vorstandsbesetzung nichts ändert.
Hier noch ein Postkarte von mir zu diesem Thema:
Der Vorstand der Deutschen Bank besteht aus neun Männern und einer Frau
Noch eine andere Ergänzung: Zum 1. Oktober 2020 erhöhte die Deutsche Bank ihre Gebühren „großzügig“.
Der zweite Artikel aus der Rheinischen Post vom Samstag:
Hohe Boni lassen Gewinn schrumpfen
Die Deutsche Bank hat ihren Geschäftsbericht vorgelegt. Der weist Bonuszahlungen und Stellenabbau aus, aber kaum Dividende.VON MISCHA EHRHARDT
FRANKFURT | Es sieht nach einer noblen Geste aus: Der Vorstand der Deutschen Bank verzichtet im vergangenen Geschäftsjahr wegen der Corona-Krise auf Teile seiner Boni. Dennoch sind es rund 1,9 Milliarden Euro, die die Beschäftigten inklusive Vorstand an variabler Vergütung bekommen haben. Das geht aus dem Geschäfts- und Vergütungsbericht hervor, den das Bankhaus am Freitag veröffentlicht hat.
Gegenüber dem Vorjahr sind die Boni-Ausschüttungen bei der Deutschen Bank somit um fast 30 Prozent gestiegen. Zugutehalten kann man dem Geldhaus, dass es im Krisenjahr 2020 immerhin den ersten Gewinn seit 2014 ausgewiesen hat. Allerdings war dieser recht bescheiden: Das den Aktionären zurechenbare Konzernergebnis lag bei gerade einmal 113 Millionen Euro. „Auf Basis des Gewinns, der den Aktionären zuzurechnen ist, und 1,9 Milliarden Euro Boni sieht man, dass da etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Die Erfolgsboni sind viel zu hoch“, sagte Dieter Hein unserer Zeitung. Er ist Bankenexperte im bankenunabhängigen Analystenhaus Fairesearch und stellt fest: „Die Eigentümer haben eigentlich auch einen Anspruch auf Dividende, doch da sah es sehr mau aus.“
Die hohen Bonuszahlungen dürften auch die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank kritisch sehen. Denn die haben während der Krise die Banken des Euroraums zu maximaler Zurückhaltung bei Dividenden und Boni aufgefordert. In einem Brief am Jahresende hatte Chefaufseher Andrea Enria die Banken aufgefordert, zu überprüfen, inwieweit sie die variablen Vergütungen begrenzen könnten.
„Wir achten darauf – und wir sind uns natürlich der allgemeinen Lage bewusst“, sagte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing anlässlich der Vorlage der Geschäftszahlen der Bank im Februar. „Auf der anderen Seite sind wir in einem globalen Wettbewerb und werden natürlich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch wettbewerbsgerecht entlohnen.“ Zudem rechtfertigt die Bank die Bonuszahlungen mit den „deutlich besseren Finanzergebnissen und den erreichten Zielen“ im vergangenen Jahr. Dazu gehört ein eiserner Sparkurs, der laut Vergütungsbericht im vergangenen Jahr die Beschäftigtenzahl um rund 3000 minimiert hat. Arbeiteten Ende 2019 noch knapp 88.000 Beschäftigte in dem Kreditinstitut, waren es Ende 2020 nur noch rund 85.000.
Kritik hagelte es deswegen auch von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. „Es passt überhaupt nicht zusammen, dass für die Spitzenverdiener der Deutschen Bank wie die Investmentbanker die Vergütung erhöht wird, während es für die Beschäftigten, die am unteren Ende des Gehaltsgefüges stehen, fast nichts geben soll“, sagte Verdi-Vertreter Jan Duscheck, der auch für die Gewerkschaft im Aufsichtsrat der Bank sitzt.
Laut Vergütungsbericht ist die Summe der Fixgehälter bei der Deutschen Bank leicht zurückgegangen – das lässt sich auf die reduzierte Beschäftigtenzahl zurückführen. Die Bonuszahlungen dagegen sind um 30 Prozent in die Höhe geschnellt. Beachtlich dabei ist, dass unter dem Strich die Vergütungszahlungen in der Bank leicht gestiegen sind – obwohl 3000 Beschäftigte weniger auf den Gehaltslisten stehen.
Hohe Bonuszahlungen – auch in schlechten Zeiten – sind bei der Deutschen Bank kein Novum. So lagen die variablen Gehaltsanteile laut Vergütungsbericht in den vergangenen zehn Jahren insgesamt bei mehr als 23 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum allerdings hat die Bank insgesamt Verluste in Höhe von rund neun Milliarden Euro geschrieben, hat Bankenexperte Dieter Hein errechnet. „Da kann man eigentlich auch nicht argumentieren, dass man die wichtigen und profitablen Mitarbeiter halten muss. Ganz offensichtlich gibt es die, in der Summe, nicht“, erläutert er und betont: „Die Mitarbeiter, und speziell die Investmentbanker, plündern seit Jahrzehnten die Bank. Und das geht auch an die Substanz. Hätte man in den vergangenen zehn Jahren diese Boni nicht gezahlt, dann hätte die Bank über diesen Zeitraum keinen Verlust, sondern einen Gewinn ausgewiesen. Und so sollte es eigentlich auch sein“.
Der zehnköpfige Vorstand der Deutschen Bank schließlich erhielt im vergangenen Jahr 50 Millionen Euro an Vergütung. Wegen der Krisenfolgen sei diese Summe gegenüber der ursprünglichen Planung um 4,6 Millionen Euro reduziert worden, heißt es. Damit habe der Vorstand seine Gesamtvergütung um ein Zwölftel gekürzt. Allerdings scheint das zu verkraften zu sein. Denn im Jahr zuvor lag die Vorstandsvergütung insgesamt lediglich bei 36 Millionen Euro. Für das Corona-Jahr handelt es sich also – trotz der noblen Geste – um eine Steigerung von fast 40 Prozent.
Zu diesem Thema haben sich berühmte Menschen geäußert. Wer sagte was?
-Am liebsten erinnern sich Frauen an die Männer, mit denen sie lachen konnten. -Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann. – Von den Schlechten verlacht zu werden ist fast ein Lob. -Witze kann man nur dann aus dem Ärmel schütteln, wenn man sie vorher hineingesteckt hat. -Der Humor ist der Regenschirm der Weisen
Zur Auswahl stehen fünf richtige und fünf falsche Namen: Anton Tschechow, Carolin Kebekus, Jürgen von der Lippe, Christian Morgenstern, Erasmus von Rotterdam, Senta Berger, Rudi Carell, Erich Kästner, Marlene Dietrich, Aristoteles
Alles ist diesem Jahr durcheinander gewirbelt, doch der Weihnachtsstern bleibt… Unbeschwert sein- das ist mein herzlich gemeinter Wunsch für Sie und Ihre Familie für die Weihnachtstage ⭐️?⭐️ Haben Sie eine schöne Zeit!
Am Samstag stellte ich meinen kleinen Weihnachtsvorfreudetisch vor. Ich bekam für diesen Beitrag einigen Zuspruch per Mail, deshalb zeige ich Ihnen auch noch den zweiten Tisch.
Er ist in den letzten Tagen immer voller geworden, denn auch hier sammle ich alles, was mir über die Feiertage Freude bereiten wird. Das sind nicht nur das Geschenkeauspacken und Weihnachtspostlesen, Bücher fürs Sofa liegen natürlich auch bereit. Sie sehen auf dem Foto ein 1000 Teile Puzzle, mit denen wir uns einige Abende vergnügen werden. Dahinter eine Weihnachtsplatte, die neue LP von Chilli Gonzales. Sich hinsetzen, in Ruhe hören, dazu vielleicht ein paar leckere Weihnachtsplätzchen (Keksdosen links und rechts) mit einer Tasse Kaffee oder einem Glas Glühwein (siehe Flasche) schnabulieren, ist das eine schöne Aussicht? Last and least ein paar DVDs , wenn unsere Augen keine Puzzlesteine mehr sehen oder Buchseiten lesen können.
Ganz links liegt neben der Keksdose eine meiner Lieblingspostkarten. Abgebildet ist ein lächelnder (!) Engel, der die Besucher am Eingang der Kathedrale in Reims begrüßt.
Als wir im Hunsrück Urlaub machten, kannten wir diese Sendung noch nicht, doch war unsere Begegnung mit dem Glan ein Highlight für mich.
Seit Jahren gab es einen Running Gag zwischen meinem Mann und mir: Ich wünschte mir schon so lange, einen Eisvogel in natura zu sehen und bei jedem Fluss, in dessen Nähe wir kamen, brachte ich meinen Spruch an:„Ich finde, dass das hier ein typischer Eisvogel-Fluss ist!“ Mein Mann nahm mich dementsprechend nicht wirklich ernst, als ich meinen Spruch dieses Mal aufsagte. Und dann sah ich ein schillerndes Blau….
Dieses Foto habe ich nicht selbst gemacht, es wurde mir von Herrn Takashi Yanagisawa zur Verfügung gestellt
Auch mein Mann konnte sich gar nicht von dem Anblick lösen. Erst sonnte der Vogel sich, dann tauchte er, ordentliches Federputzen folgte…wunderschön! So wird der Glan in meinem Herz für Flüsse immer einen ganz besonderen Platz einnehmen. Dass ich damit nicht alleine bin, sieht und hört man auch in der Fernsehdokumentation. Menschen aus ganz unterschiedlichen Regionen hat es an den Glan verschlagen, um hier etwas Neues auszuprobieren oder einfach so zu leben, wie man immer schon wollte. Schöne Lebensgeschichten findet man hier. An den Glan kamen wir bei einem Spaziergang durch Meisenheim. Durch dieses Städtchen weht noch mittelalterliche Geschichte, denn es wurden nur wenige Gebäude zerstört. Wer in die Stadtgeschichte eintauchen möchte, sollte mindestens einen halben Tag einplanen.
Die evangelische Schloßkirche mit einer Orgel aus dem 18. Jahrhundert der Brüder Stumm. (Rechts oben). Sehr empfehlenswert ist das „Café Meisentörtchen“ mit köstlichem Kuchen. (Mitte). In Meisenheim fielen mir diverse originelle Blumenbepflanzungen auf.(Unten rechts).
Eigentlich wollte ich mit dem Glan-Beitrag die Hunsrück-Reihe enden lassen. Doch es gibt noch ein P.S., weil ich mich unwohl fühle, wenn ich nicht noch kurz auf dieses Hunsrücker Kleinod eingehe:
Einfach nur schnuckelig…
Alles Wissenswerte zu diesem besonderen Ort können Sie hier lesen:
Ich habe es ja schon gesagt: „Hunsrücker packen es an!“
Übermorgen gibt es wieder ein Rätsel, das Thema verrate ich Ihnen heute schon: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!
Während unseres Urlaubs im Hunsrück kamen wir natürlich auch nicht an dem Thema Wein vorbei. Zum ersten Mal probierte ich einen „Blanc et Noir“, einen Weißwein, der wie ein Rotwein mundet. Eine Neuentdeckung war für mich auch die „Faberrebe“. Der Wein gilt zwar als trocken, doch nicht im Sinne von staubtrocken, sondern süffig trocken.
Eine Art Jagdfieber packte mich, als ich in der ersten Straußenwirtschaft auf einer Weinkarte zwei Beschreibungen von Weinen entdeckte, an die ich sofort ein Kreativsternchen verteilte: “Aromenpingpong- charmant GEREIFT“ “Eine Sonate für die Seele und die Kehle“
Animiert von diesen beiden verbalen Lustmachern auf Wein suchte ich ab sofort weitere weinsprachliche Schätze und wurde auch fündig. Hier meine besten:
“KULTVERDÄCHTIG, ohne Allüren“ Die Zunge im Rebensaft planscht Ein Hohepriester unter den Roten Sublime Tropfen höhlen den Gaumen Der Rote Simpel-cooler Typ WIRBELWIND, pure Lust am Leben Ein Geschmacksknospenstreichler par excellence Ein roter Wonneproppen Strotzt vor Kraft, mit viel WUMMS Eine Kusshand aus dem Weinhimmel Druckvoll, geradliniger Fluss
Fluss….einen besseren Übergang gibt es nicht zu meinem nächsten Blogbeitrag am Freitag, in dem ich über den Glanfluss schreibe.
Noch Stille bei den Vögeln, ein paar Sterne blinken mich an. In einer Siedlung legen die Bewegungsmelder eine Extraschicht für mich ein. Hinter einem hellen Fenster sitzt ein Mann an einem Küchentisch und starrt auf den Bildschirm seines Laptops. Ihm scheint warm zu sein, in meiner Augenhöhe hat er nichts an. Eine Amsel meldet sich, aber sie erhält noch keine Antwort. Auf der Hauptstraße knattert eine Vespa vorbei und hinterlässt ihren typischen Benzingeruch. Ciao Napoli! Auf dem Rückweg kommt mir eine Frau entgegen. Meinen Morgengruß erwidert sie nicht, aber ihr dreibeiniger Hund schaut mich herzig an. Leere Busse haben es eilig und verzichten auf Geschwindigkeitsbegrenzungen. Fast wieder zuhause, kreuzt ein Jogger meinen Weg. Er telefoniert. Um 10 Uhr wird er sich mit Uwe im Konferenzraum treffen. Der Tag hat begonnen.
Die frische Morgenluft ist die erste Dusche an diesem Tag. Gehe los und störe zwei Amseln, die sich schon angeregt über ihre Träume unterhalten. Stille. Ein paar Schritte weiter sitzt ein stattlicher Hase und sieht mich an. Soll er weglaufen? Er bleibt sitzen. Stille, wäre da nicht das Geknirsche unter den Schuhen, wenn man auf einem Feldweg läuft. Eine alte gebrechliche Frau kommt aus einem Bauernhaus und holt die Tageszeitung aus dem Briefkasten, lächelnd wünscht sie einen guten Morgen. Ein paar Gänse fliegen am Himmel- gen Süden? Ein Baby weint hinter einem halbhochgezogenen Rolladen, fast wird es überstimmt von Spatzen, deren Geschilpe im Hinterhof widerhallt. Stille, bis eine Taube auf einem Schornstein zu gurren anfängt, einer Alternative zu einem Wecker, wenn das Schlafzimmer in der Nähe ist. Stille. Betörender Duft von Lindenblüten- ich bleibe stehen und genieße den Sommer. Fast schon wieder Zuhause, lacht mich die erste reife Brombeere an. Sie ist süß.
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