Hat Ötzi gemordet?

Gletschertote

Lenz Koppelstätter: Der Tote am Gletscher Kiepenheuer&Witsch 9,99

Wer den Polizisten Grauner und Saltapepe vorausgesagt hätte, dass die Mumie „Ötzi“, die seit 20 Jahren im Bozener Museum ausgestellt ist, in einen Mord verwickelt wird, der hätte von den beiden nur genervtes Augendrehen als Antwort bekommen. Doch wird auf einem Gletscher in einem abgelegenen Tal kurz vor Weihnachten eine Leiche gefunden, ermordet durch eine Pfeilspitze, die Ötzi vor 5000 Jahren gehörte. Das Ermittlerteam muss sich durch einen Sumpf von Dorfmachenschaften und auch Bozener Hautevolee-Dünkel kämpfen, bis es eine erste heiße Spur findet. Da spielen dann Ötzis Vergangenheit und viel Geld eine große Rolle.
Mit Südtirol als „Krimigebiet“ und den beiden Polizisten, deren sehr unterschiedliche Temperamente für Schmunzler beim Lesen sorgen, beginnt eine vielversprechende neue Krimiserie.

Werde jeden Tag belohnt

Jeden Tag eine Freude

Stiefmütterchen

In den letzten Jahren habe ich es nie auf die Reihe bekommen, meine Blumen ab März einmal/Woche zu düngen. Habe es entweder vergessen oder war einfach zu faul. Dieses Jahr bin ich besser und es gab bisher jede Woche extra Nahrung. Die zwei Fotos oben zeigen, wie ich belohnt werde. Primelchen und Stiefmütterchen habe ich seit Anfang Februar und ich erfreue mich jeden Tag an ihnen. Wie gut, einen kleinen inneren Schweinehund besiegt zu haben.

 

 

Rheinhausen ist rosa…

Momentan zeigt sich Rheinhausen von einer sehr schönen Seite. Überall blühen die Kirschbäume und ich kann mich gar nicht satt sehen.

Kirschblütenzeit

Es gibt ein sehr schönes Gedicht von Rainer Maria Rilke, das in den nächsten Tagen „aktuell“ wird, nämlich dann, wenn die Blüten vom Wind auf den Boden herab geweht werden. Hier ist es:

Rainer Maria Rilke: Du mußt das Leben nicht verstehen

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

Foto aus dem letzten Jahr, im Garten aufgenommen
Foto aus dem letzten Jahr, im Garten aufgenommen

 

 

 

 

Vorsicht Monster?

Nach dem Besuch einer Ausstellung mit Bildern von Hieronymus Bosch ( s. auch meinen Eintrag unter „Kleine Fluchten“) stand ich wohl noch unter dem Einfluss des Gesehenen. So kamen dann am Sonntag folgende zwei Fotos zu stande:

Monster Labellum Monster Pelvis

Ich habe im Spülbecken der Küche schwarze Acrylfarbe aus einem Pinsel gewaschen. Es ergaben sich tolle Muster und zwei von ihnen habe ich fotografiert und dann sah ich plötzlich Waschbeckenmonster! In Wikipedia fand ich dann auch die beiden Gattungen. Sind sehr selten und tauchen zumeist dann auf, wenn im Spülbecken vorher Reiswasser ausgeschüttet wurde.

Ein Wochenende mit . . . . . . . Hieronymus Bosch

Am Samstag waren wir in s’Hertogenbosch, um uns anläßlich des 500. Todestages die Hieronymus Bosch Ausstellung anzusehen. Vorher hatte ich dieses Buch gelesen, was gut war, denn die Texte des Audioguides waren recht knapp.

image

Die Ausstellung war sehr voll, aber mit etwas Geduld konnte man an jedes Bild herantreten und sich in den Details verlieren, über die Farbenpracht staunen und ins Grübeln geraten.

image image

Sich mit diesem Maler zu beschäftigen, ist äußerst spannend und ich kann das nur wärmstens empfehlen. Er hat viele andere Künstler beeinflusst und seine Bildaussagen sind z.T. sehr aktuell. Man weiß kaum etwas über seine Person, aber was feststeht ist, dass er in seiner Heimatstadt s’Hertogenbosch keine anderen großen Maler als Konkurrenz hatte und deshalb „sein eigenes Ding“gemacht hat. Das war so innovativ, dass dann die ersten Malaufträge kamen. Und weil er gut „vernetzt“ war, wurden es mehr Aufträge, und er wurde sehr wohlhabend.

Wir besuchten anschließend noch die Kathedrale vor Ort, einer der größten in den Niederlanden. Hier gab es weitere Details zu entdecken.

image  Hertogenbosch

s’Hertogenbosch ist eine sehr quirlige Stadt mit vielen schönen Geschäften und Cafés. Samstags ist Markt…Man fährt nur ca. 1 1/2 Stunden von Duisburg aus, ein Ausflug lohnt sich. Wir besuchen die Stadt bestimmt noch einmal, denn uns fehlen noch eine schöne Bootsfahrt und zwei andere interessante Museen.

Schokowindbeutel, eine Spezialität der Stadt
Schokowindbeutel, eine Spezialität der Stadt
Der engagierte Strumpfvetkäufer
Der engagierte Strumpfverkäufer

Am Sonntag war ich zwar etwas müde, aber immer noch beseelt von den Eindrücken der Ausstellung. Wie sich das ausgewirkt hat, erzähle ich in dem Blogbeitrag: Vorsicht Monster?

 

 

 

 

 

 

Nur eine Rose als Stütze

Rosenhand

Diese Foto habe ich gestern aufgenommen und mir kam direkt der Titel eines Gedichtes von Hilde Domin in den Sinn:

Ich richte mir ein Zimmer ein in der Luft
unter den Akrobaten und Vögeln:
mein Bett auf dem Trapez des Gefühls
wie ein Nest im Wind
auf der äußersten Spitze des Zweigs.

Ich kaufe mir eine Decke aus der zartesten Wolle
der sanftgescheitelten Schafe die
im Mondlicht
wie schimmernde Wolken
über die feste Erde ziehen.

Ich schließe die Augen und hülle mich ein
in das Vlies der verläßlichen Tiere.
Ich will den Sand unter den kleinen Hufen spüren
und das Klicken des Riegels hören,
der die Stalltür am Abend schließt.

Aber ich liege in Vogelfedern, hoch ins Leere gewiegt.
Mir schwindelt. Ich schlafe nicht ein.
Meine Hand
greift nach einem Halt und findet
nur eine Rose als Stütze.

Ist das nicht schön?

 

 

Ein geschichtlicher Roman, der einem zum Forschen animiert

Euphoria

Lily King Euphoria C.H.Beck 19,95
Neuguinea in den 30er Jahren: Das Ehepaar Nell und Fen, beide Völkerkundler, erforschen dort Lebensgewohnheiten mehrerer Stämme. Bei der Suche nach einem neuen Stamm lernen Sie den Ethnologen Andrew kennen. Er führt sie zu dem Stamm der „Tam“, bei dem die Frauen dominant sind und außergewöhnliche Rituale pflegen. Während Nell den Alltag der Frauen empirisch erforscht, versucht Fen ein Stammesangehöriger zu werden. Alte Probleme des Ehepaars tauchen dabei wieder auf. Nell findet jetzt allerdings in Andrew einen Seelenverwandten, während Fen versucht, durch eine größenwahnsinnige Tat zu Ruhm zu kommen. Damit stürzt er alle ins Unglück.
Ein vielschichtiger Roman, bei dem z.T. das Leben der umstrittenen Wissenschaftlerin Margaret Mead als Vorlage diente. Das Buch macht Lust, sich intensiver mit Mead und der Geschichte de Völkerkunde zu beschäftigen.

Es lebe Baba Dunja!

image Was würde ich darum geben, in  25 Jahren eine so starke Persönlichkeit wie Baba Dunja  zu sein…Sie ist über 80, als sie nach Tschernobyl in ihr Häuschen mit Garten zurückkehrt und sich um alle Warnungen nicht schert. Ihr und mit ihr noch einigen anderen Rückkehrern geht es dort gut, es wird gelacht, gestritten, geliebt, ach ja, und ein Mord geschieht auch, eben alles wie im „richtigen Leben“. Baba Dunja beklagt sich nie, hat ein großes Gerechtigkeitsgefühl und ein noch größeres Herz. Wie man heute so schön sagt: Sie ist einfach nur cool. Christine Westermann liebt dieses Buch, aber ob sie auch das Hörbuch genossen hat? Dann hätte sie bei ihrer Besprechung bestimmt noch mehr gelobt und gejubelt. Gesprochen wird es von Sophie Rois, die in diesem Jahr für dieses Hörbuch mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet wurde. Höre ich bestimmt bald noch einmal.

Man müsste sich trennen können…

Aufbewahren oder wegwerfen?
Aufbewahren oder wegwerfen?

Gestern Abend habe ich versucht, bei meinen Hobbysachen etwas aufzuräumen, bzw. auszumisten. Immer wieder habe ich Bilder in jeglicher Form (s.o.), die nach dem Bauchgefühl noch nicht fertig sind oder wo etwas fehlt. Oder ich denke, dass man da noch einmal etwas anderes mit machen könnte. Also hebe ich auf. Nach Monaten immer noch keine neuen Ideen zu den alten Sachen. Wegwerfen? Oder noch länger aufbewahren? Haben Sie ähnliche „Probleme“ und wie gehen Sie damit um? Vielleicht wäre es ja mal eine Idee, man packt alles ( auch Materialien, die man nicht mehr braucht) in eine Kiste, trifft sich zum Kaffee und tauscht einfach mal. Ein ander Blickwinkel hilft u.U.

Eine Dosis Niederrhein

Ich hatte in Rheinberg zu tun und konnte nach dem Termin noch ein bisschen Zeit freischaufeln für eine kleine Radtour.(Rad fährt bei mir in dem Sommermonaten hinten im Berlingo immer mit und der Fotoapparat ist sowieso dabei).

Kurz vor den Rheinberger Solvay-Werken geht rechts die Werftstr. ab. Die fuhr ich durch, vorbei an Ossenberg, bis die Straße sich gabelte. Da ich zum Rhein wollte, fuhr ich rechts, kam aber nicht sehr weit, da das Gelände am Rhein einer Firma gehört. Also zurück nach links. Hier fährt man auf dem alten Damm entlang vorbei an einem alten Rheinarm- wunderschön! So sah ich meinen ersten Storch in diesem Jahr, meine erste Schwalbe, eine Blumenwiese, die toll duftete und viel Landschaft.

Ein kleiner Appetitmacher auf die Tour
Ein kleiner Appetitmacher auf die Tour

Zwei Bänke wurden in meine Sammlung „Lieblingsbänke“ aufgenommen. Sehen vielleicht nicht so doll aus, aber die Aussichten waren schön.

Nicht das Fernglas vergessen, es gibt unzählige Vögel zu beobachten
Nicht das Fernglas vergessen, es gibt unzählige Vögel zu beobachten

 

Nichts als Gegend?
Nichts als Gegend?

Zurück fuhr ich dann über Niederwallach und Borth und gönnte mir in Rheinberg auf dem Marktplatz als Abschluss ein Eis.( Zeit mit kurzen Bankpausen, Fotografieren und Eisessen 2 Stunden).