Unfreiwillige Erfahrung

Mein Mann und ich besuchen ab und zu auch klassische Konzerte. In der Vergangenheit berichtete ich auch schon über einige, doch vorgestern erlebten wir ein Konzert, das mich wohl so schnell nicht wieder loslässt.

Wir gingen in ein Klavierkonzert in der Düsseldorfer Tonhalle mit Daniil Trifonov und dem London Philharmonic Orchestra. Karten hatten wir für die dritte Reihe ergattert, als wir ankamen, war allerdings aus der dritten Reihe die erste geworden, da das Orchester außergewöhnlich groß war und man die ersten beiden Reihen deshalb entfernt hatte.

 Einige Karteninhaber waren gar nicht erfreut und verlangten andere Plätze. Mein Platz war direkt vor dem Pianisten, also, dachte ich mir, guckst du ihm mal ganz nah bei der Arbeit quasi über die Schulter.

Meine Sicht auf die Bühne

Das Konzert begann mit Tschaikovskys Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23. Unsere Befürchtungen, dass die Akustik auf diesen Plätzen schlechter sei, waren unbegründet. Die Sicht auf das Orchester war eingeschränkt, was besonders beim zweiten Stück (Der Kuss der Fee von Strawinsky) schade war, Bläser, Flötisten und Cellisten spielen bei dieser Komposition eine wichtige Rolle. (Dafür hatten wir eine interessante Sicht auf das Schuhwerk der Musiker, aus den Fotos hätte man eine nette Collage machen können- aber ich schweife ab…). 

Daniil Trifonov spielte grandios, wie nicht anders zu erwarten war, doch ich  konnte mich nicht richtig an der Musik erfreuen, beobachtete ich doch eher unfreiwillig seine Mimik beim Spielen. Die berühmte Pianistin Martha Argerich hat über den Anschlag Trifonovs gesagt: „Hinzu kommt sein Anschlag – er hat Zartheit und auch das dämonische Element. Ich habe so etwas noch nie gehört.“ Das ist vielleicht auch eine ungefähre Beschreibung seiner vielen Gesichtsausdrücke während des Spielens. Ich musste immer wieder wegsehen, weil ich das Gefühl hatte, seine Privatshäre zu verletzen, ja, fast eine Voyeuristin zu sein. 

Das hatte ich am Anfang des Abends nicht erwartet und ich möchte so einen Platz nicht ein zweites Mal haben. Es gibt Momente…

Wer einen kleinen Einblick in die Virtuosität Daniil Trifonovs bekommen möchte, hier ein ca. 15 minütiges Video:

 

 

 

Abschiedslied

Lieber Schnee!

Wir durften in diesem Winter Deine Reinheit und Stille einige Male genießen. Doch wenn man etwas Schönes zu oft sieht, verliert es an Anziehungskraft. Deshalb ziehe jetzt weiter, der Frühling klopft auch schon an. Im nächsten Winter werden wir Dich wieder willkommen heißen und uns über schöne Spaziergänge freuen.

Hier ein Abschiedslied, für Dich und für uns!

 

Pflichtlektüre für mich

Die Lösung des gestrigen Rätsels:

Dieses Buch sahen Sie bereits in meinem Beitrag über das Rheinhauser Café „Herzchen & Liebchen“. Ich hatte es dabei, als ich das Café zum ersten Mal besuchte und alleine war.

Der Titel machte das Buch für mich zur Pflichtlektüre, denn hier schreibt eine Frau, die sich dasselbe Ziel gesetzt hat wie ich. Und so fand ich beim Lesen viele Situationen, die mich an mein tägliches Üben am Klavier erinnerten, das Hochgefühl bei Erfolgen, die Zweifel, die Schwierigkeiten mit Fingern und Gedächtnis. Doch ist das Klavierthema eigentlich nur ein roter Faden, das Buch ist ein „Hohelied auf das Lernen“. Die Autorin ( sie ist ca. siebzig, als die das Buch schreibt), erinnert sich an ihr Leben und an vieles, das sie erlernt hat. Sei es Handwerkliches, sei es das Aneignen von Wissen, das Erlernen des Umgangs mit anderen Menschen oder mit seinen eigenen Gefühlen. Lernen, sich auf äußere Umstände einzustellen (z.B. Leben im Zweiten Weltkrieg, Scheidung der Eltern nach Rückkehr des Vaters aus dem Krieg) ist ein weiterer Aspekt und das Verhältnis zu ihren getrennten Eltern und zu ihrem Großvater behandelt sie ausführlich.

 Die Themen sind sehr schön verwoben, dazu kommt noch das sympathische Verhältnis der Autorin zu ihrem Garten und zur Natur. Das Buch hat mir gut gefallen.

Erinnern Sie sich noch?

Dies ist ein Rätsel für alle, die meinen Blog in den letzten 14 Tagen ausführlich gelesen haben. In einem anderen Beitrag kam dieses Buch bereits schon einmal vor.

Wissen Sie noch in welchem? Hier drei Themen zur Auswahl (Titel der Blogeinträge).

herzchen & liebchen

Die Perlenecke

Ich sitze hier 4 Uhr nachts…

Morgen Abend kommt die Auflösung und damit verbunden eine Besprechung zu dem Buch.

 

Französischstunde Nr. 14 Der Vogel – l‘oiseau

Heute mal die Kombi „ Meine Werkstatt“ und „Musik“ und „Französischstunde“. Inspiriert von den Amseln, die seit einigen Tagen hier bei uns morgens schon ab und zu singen und damit erheblich den „Grau-und Kälte-Blues“ in den letzten Wochen verminderten, habe ich mich bei meinen Karten mal intensiv mit dem Thema Vögel befasst. Hier ein paar Beispiele:

Weitere  Bilder finden Sie  oben in der Menüleiste unter libroart.de

Dieses Lied hat mich während meines Französischunterrichts in der Schulzeit begleitet. Ich mochte und mag es noch sehr. Das Französisch ist nicht allzu schwer.

 

Eine sinngemäße (!) Übersetzung- Der Refrain 
Machen Sie es wie der Vogel
Er sieht saubere Luft und frisches Wasser,  
er jagd und fischt ein bisschen und nichts hindert ihn daran, immer wieder hoch in die Lüfte zu steigen.

In den Zwischentexten geht es um Angst vor Krieg, Angst verrückt zu werden in dieser lauten und brutalen Welt, dass es keine Liebe mehr gibt und ob man sich wehren soll. Die Ich-Person ist resigniert und glaubt, alles sei verloren.

 

 

Was haben Tom Jones, Chris Rea und Gilbert Bécaud gemeinsam?

Jeder der drei berühmten Sänger widmete einer besonderen Frau ein Lied und jedes dieser Lieder wurde sehr bekannt. Ich möchte nun heute von Ihnen wissen, wie die drei Frauen heißen. Hier die Buchstaben, die Sie für die Lösung brauchen, falls es Ihnen spontan nicht einfällt.

L-E-H-A-D-I-L

P-O-S-E-J-I-H-E-N

A-H-E-N-I-L-A-T

Morgen Abend zeige ich Ihnen drei Musikvideos und Sie können direkt mitsingen oder sich an vergangene Zeiten erinnern…

Gut beschirmt am Strand- Italien Nr. 6

Das Wirrwarr des gestrigen Fotorätsels gehörte zu diversen Sonnenschirmen, die im Winter jetzt Pause haben.

Um Ihnen noch ein bisschen Sommer zu bieten, hier ein Musikclip eines Liedes, das mich in den 80er Jahren während zweier Sizilienurlaube begleitet hat und das ich jetzt in Rimini wieder hörte!

Keinen Wirrwarr, sondern prachtvoll sortierte Steine biete ich Ihnen morgen mit den berühmten Mosaiken von Ravenna.