Woche der Demenz (Demenz im Alltag Nr.4)

Für eine Woche wird das Thema Demenz bundesweit mit vielen besonderen Veranstaltungen und Vorträgen der Öffentlichkeit näher gebracht. Ein bisschen möchte ich dazu beitragen.

In Duisburg gibt es viele Stellen, die Ansprechpartner für dieses Thema sind. Hier nur eine kleine Auswahl an Informationsmaterial, das in meiner neuen Arbeitsstelle, der Rheinhauser AWO BBZ auf der Friedrich-Ebert-Str. ausliegt und das sich jeder holen kann.

Zurück zu einem Thema

Vor ca. 1 1/2 Jahren schrieb ich einige Beiträge zum Thema Demenz. Hintergrund war die Pflege meiner Mutter und die Erfahrungen, die ich bis dahin gemacht hatte.

Meine neue Arbeitsstelle bringt es mit sich, dass ich mich nun u.a. auch mit diesem Thema erneut beschäftigen werde. Jetzt aus einem anderen Blickwinkel, da ich nun pflegenden Angehörigen helfen möchte, wichtige Informationen nicht zu verpassen oder Anregungen zu geben, wie man als Pflegende(r) den Alltag meistern kann ohne selbst dabei krank zu werden.

Ich habe deshalb eine neue Kategorie eingerichtet, in der sich die alten und neuen Beiträge befinden, sie heißt Pflegealltag.

Diese Zeitung lernte ich jetzt erst kennen. Sie gibt es seit 2016 4x pro Jahr.

Die potentiellen Käufer sind die ca. 4,8 Millionen pflegenden Angehörigen. Ein besonderes Anliegen der Herausgeber ist es, die Angehörigen auch mental bei ihrem schwierigen Alltag zu unterstützen und z.B. Tipps für das eigene Wohlbefinden zu geben, Adressen aufzulisten, wo man sich Hilfe holen kann oder Erfahrungsberichte Betroffener zu veröffentlichen. Es gibt diverse Checklisten, wie man unbekannte Aufgaben bei der Pflege am besten löst und auch Produktvorstellungen, die das Leben der zu pflegenden Person erleichtern. Rechtliche Neuerungen, die es ja häufiger gibt, werden ausführlich erklärt.

Das Heft hat über 100 Seiten und kostet 4,50 Euro. Der Anteil an Werbeanzeigen ist erfreulich niedrig.

Ich kenne bisher nur dieses Heft und von ihm war ich angetan. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass sich bei der Lektüre mehrere Hefte die Themen irgendwann wiederholen, ein längeres Abonnement würde ich deshalb nicht nehmen. Am Ende des Magazins steht das nächste Erscheinungsdatum. Dann einfach sich das neue Heft ansehen und entscheiden, ob es Neues bietet.

Anleitung zum Querdenken

Heute verbinde ich mal eine Buchbesprechung mit einer Quizfrage.

Dieses Buch stellt Ihnen in 50 Kapiteln Menschen vor, die ein Problem hatten und es lösten oder das Problem nicht aus der Welt schaffen konnten, beim Nachdenken aber auf eine Idee zur Beseitigung eines anderen Problems gekommen sind. Man wird beim Lesen bestens unterhalten und am Ende einer jeden Begebenheit wird dem Leser/ der Leserin gezeigt, was man aus der Geschichte für sein eigenes Leben lernen kann. Diese „Lehrsätze zum Erhalt von Superkräften“ sind sehr kreativ und stellen übliche Denkmuster auf den Kopf. Sehr schön unterstützt wird der Text von einer ausgefallenen Illustration.

Ich liebe diese Geschichten und würde Ihnen am liebsten alle sofort erzählen. Im Alltag, wenn ich z.B. Postits, Rollkoffer oder Alice Cooper im Fernsehen sehe, muss ich jetzt innerlich immer ein bisschen schmunzeln.

Ich verrate Ihnen, was es mit dem einarmigen Judo-Champion im Titel auf sich hat. Aber versuchen Sie zuerst, selbst die Lösung des Rätsels zu finden- das ist meine Gehirnjogging-Aufgabe fürs Wochenende.

Ein kleiner Junge verliert bei einem Unfall seinen linken Arm. Die Mutter schickt ihn daraufhin in eine Judoschule, wo sich ein Lehrer seiner annimmt. Er zeigt dem Jungen nur einen speziellen Wurf und lässt ihn diese Technik immer wieder üben. Das Resultat: Der Junge gewinnt die Meisterschaft, obwohl alle anderen Judoka zwei Arme haben. Warum hat er gewonnen?

Morgen Abend gibt es die passende Erklärung dazu.

Übrigens: Heute und morgen wird es schneien. Ich beweise es Ihnen am Montag.

1960-1979

Vorletzten Donnerstag besuchten meine Freundin und ich eine Ausstellung über die 60er und 70er Jahre in Kevelaer, genauer gesagt im Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte. Wir machten dort eine 45 minütige Führung mit, anschließend gab es als besonderes Zückerchen Kuchen, gebacken nach Rezepten aus einem Schulkochbuch von 1964 und eine Tasse Kaffee.

Es war ein großer Spaß, diese Zeitreise anzutreten, denn Erinnerungen sprudelten nur so hoch und man kam schnell mit anderen Museumsbesuchern ins Gespräch. Besonders nett fand ich die mehrmals gehörte Bemerkung von jüngeren Frauen: „Ist das krass!“

Frau Peters, die Museumspädagogin, erzählte uns von ihrem persönlichen Blick auf die 70er Jahre, den sie als in den 80ern Geborene bei der Vorbereitung zu der Ausstellung bekommen hat. Ihr wurde dabei klar, dass in den 70er Jahren vieles begonnen hat, was heute noch unseren Alltag prägt oder uns selbst beschäftigt. Das hatte ich bisher noch nie so gesehen. Ein Beispiel:

Die Ausstellung läuft noch bis zum 22. April. Ob man nun diese Zeit schon miterlebt hat oder seinen Kindern mal etwas erzählen möchte, diese Ausstellung empfehle ich Ihnen wärmstens.

Und das Beste noch zum Schluss: Dank der Ausstellung habe ich direkt ein neues Ausflugsziel gefunden. Die Ausstellungsstücke stammen aus der Sammlung von Frau Dr. Corinna Wodarz. Sie ist die Kuratorin der Ausstellung in Kevelaer, besitzt aber auch ein eigenes Museum in Höxter. Bevor ich darüber viele Worte verliere, hier der Link zu diesem Museum:

http://www.höxter-museum.de

Wenn man sich dieses Museum ansieht, etwas an der Weser radelt und das Weltkulturerbe Schloss Corvey besucht, hat man schöne Pläne für ein langes Wochenende.

Morgen gibt es zu diesem Thema noch einen passenden musikalischen Blogbeitrag-Thema: Ja, damals in der Disko…

Wie sage ich es meinen Lesern und Leserinnen?

Die letzte Woche verbrachte ich an der Ostsee= Zeit zum Erholen und auch zum Nachdenken.

Mein Leben hat sich in den letzten zwei Monaten sehr verändert und ich muss gestehen, dass es mir immer schwerer fällt, täglich einen Blogeintrag zu schreiben. Ich zwang mich aber in den letzten Wochen dazu, denn die positiven mündlichen Rückmeldungen oder die lobenden Mails und Kommentare waren Ansporn, aber auch eine gewisse Verpflichtung, meinen täglichen  Beitrag „abzuliefern“. Spaß machte es mir nicht mehr, aber ich hoffte noch, dass es nur vorrübergehend sei. Inzwischen bin ich zu der Auffassung gelangt, dass in den nächsten Monaten bei mir noch weitere Veränderungen anstehen und dass das Schreiben für den Blog nicht mehr den Stellenwert für mich haben kann wie in den letzten 2 Jahren.

So werde ich ab dieser Woche nicht mehr täglich schreiben, sondern nur noch dann, wenn ich genügend Zeit und Muße habe.

 Bleiben Sie mir trotzdem gewogen? Ich würde mich wirklich freuen!

Damit die Umstellung nicht ganz so hart ist, gibt es morgen aber erst noch einmal eine Buchbesprechung und dann sehen wir weiter.

 

 

 

Zwei Buchbesprechungen für ein Buch

Heute biete ich Ihnen für dieses Buch

eine vernunftsgesteuerte und eine gefühlsbetonte Buchbesprechung an. Das sagt die Vernunft:

Auf 154 Seiten findet man in diesem Buch 27 kurze Geschichten. Der schweizer Autor gibt Alltagsbeobachtungen wieder, macht sich Gedanken über Phänomene der Zeit oder widmet sich der Sprache, besonders gerne Wörtern, die in Vergessenheit geraten sind. Sein Schreibstil ist in der Einfachheit elegant, er bietet sprachliche Bilder, die verblüffen und dabei sehr treffend sind. Kurzgeschichten sind in Deutschland leider nicht sehr beliebt, dieses Buch ist ein Grund mehr, sein Leserepertoire um Kurzgeschichtensammlungen zu erweitern.

Und nun die gefühlsbetonte Buchbesprechung:

Vor einigen Jahren bekam ich eine Pralinenschachtel geschenkt mit von Hand geformten Pralinen-Unikaten. Am ersten Tag aß ich zwei Pralinen, sie waren eine Schokoladen-Erleuchtung. In den Tagen darauf umkreiste ich die Schachtel immer wieder. Zwar wollte ich gerne wieder eine Praline genießen, doch dann wäre es ja direkt auch eine weniger und eigentlich wollte ich für immer und ewig so einen Vorrat an himmlischen Süßigkeiten  haben. Natürlich wurde ich dann doch schwach und irgendwann war das Vergnügen zuende.

An diese Pralinenschachtel musste ich denken, als ich die ersten Kurzgeschichten gelesen hatte. Hier war ein Mensch, der meine Gedanken  ausdrückte, ja, der wohl in diversen Momenten mein Seelenverwandter wäre, eben fast ein Freund. Und so schlich ich auch um dieses Buch herum, denn die Kurzgeschichten taten mir gut, waren kostbar und ich wollte nicht ans Ende des Buches gelangen.

Auch hier konnte ich letztendlich nicht widerstehen und habe das Buch ausgelesen. Es bekommt nun einen Platz neben meinen anderen Buchlieblingen.  Viel Staub wird sich im Schnitt nicht ansammeln, ab und zu werde ich mich mit einem Freund via Kurzgeschichte treffen.

 

 

Es gibt Momente…

Heute beginne ich mal mit einem Spruch von Goethe:

“Ich habe gefunden, daß alle wirklich klugen Menschen darauf kommen und bestehen, daß der Moment alles ist.”

Hier vier kleine Beispiele:

Man freut sich, wenn man einen Glückscent auf der Straße findet

Wenn eine Zimmerpflanze, die jahrelang “nur grün” war, plötzlich blüht

Zimmerpflanze

 

Es tut gut, wenn man abends nach der Arbeit die neuen Schuhe ausziehen darf…

Schuhecollage

 

Man nach Jahren plötzlich bei einem Waldspaziergang wieder einen Kuckuck rufen hört.

Von meiner Leserin Mila Rohde:

Ein besonderer Moment ist es, wenn im Winter zum ersten Mal die Sonne das Gesicht wieder wärmt
Die Nase juckt und man endlich nießen kann
Der Hefeteig für einen Kuchen schön aufgeht

Von meiner Leserin Chantal Görkens:

Wenn ein Schmetterling auf meiner Hand landet
Ich nach Jahren mal wieder ein Lied höre, das in einen früheren Urlaub sehr angesagt war
Kaffeeduft am Morgen
Mich jemand an der Kasse im Supermarkt vorlässt, weil ich nur ein Teil bezahlen muss