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Wer nicht neugierig bleibt, wird nur noch älter (Marianne Frauchiger)
Es gibt im Garten immer so viel zu entdecken und zu tun! Es ist zwar nur ein 200qm großer Halbschattengarten, da ich aber seit drei Jahren versuche, ihn möglichst bienen- und vogelfreundlich zu gestalten, bleibt es immer spannend. Was geht, was geht nicht? Ergänzt werden die Beiträge über andere Gärten oder Blumen, die mir besonders gefallen

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…wünscht Ihnen ein schönes Wochenende!
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Vorgestern zeigte ich Ihnen vier Fotos und wollte wissen, was auf ihnen zu sehen ist. Es sind Samen in Fruchtständen.
Letzte Woche schwärmte ich schon von einem Buch aus dem Elisabeth Sandmann Verlag, auch dieses Buch ist in dem Verlag erschienen.

Dank ca. 200 grandioser Fotos wurde ich in eine Welt entführt, die ich bisher nur am Rande wahrgenommen habe. Im Garten freue ich mich z.B. jedes Jahr an den Samenständen von Akelei oder Klatschmohn, aber dank der Abbildungen in diesem Buch wurde mir erstmalig richtig bewusst, mit welchem unterschiedlichen Erscheinungsbild Pflanzen ihre Nachfolge regeln. Wie genial diese „Architektur“ der Fruchtstände ist, wird im zweiten Teil des Buches erklärt. Sie sind so konstruiert, dass die Samen beispielsweise über den Wind weitergetragen werden, sich im Fell von Tieren festhaken, die Fruchtstände eine Ausstattung haben, um im Meerwasser lange zu überleben oder durch große Spannung mit lautem Knall durch die Luft fliegen. (wie z.B. der Fruchtstand des Sandbüchsenbaumes, den man als Titelbild für das Buch ausgewählt hat).

Welchen Nutzen für Menschen haben die Bäume, Sträucher, Lianen oder Bodendecker, von denen die gezeigten Fruchtstände stammen? Ob man Möbel oder Boote baut, Körbe flechtet, Zahnpasta herstellt oder Teile als Arzneimittel nimmt (links oben der Fruchthülse des Skorpionschwanzes, einem Bodendecker, des bei Bissen des Skorpions helfen soll), jede Pflanze ist schützenswert. Das schreibe ich bewusst, denn wie man aus dem Buch auch erfährt, sind diverse Bäume durch Raubbau vom Aussterben bedroht.
Obwohl der Bildband ist nicht mehr lieferbar und auch antiquarisch kaum zu bekommen ist – ich habe ihn per Fernleihe für 2 Wochen ausgeliehen- habe ich das Buch besprochen. Das Thema „Genau hingucken“ liegt mir am Herzen und ich wollte versuchen, Ihnen ein bisschen von dem Zauber und Faszination zu vermitteln, den ein Buch gerade in der heutigen Zeit ausstrahlen kann.
Diese Komposition von John Cage höre ich besonders gerne im Winter , wenn ich nach draußen in den Garten sehe und es regnet, schneit oder windig ist. Das Stück lässt mich einen Moment lang alles um mich herum vergessen. Der Garten wird zu einer Traumwelt.
Behalten Sie diese Musik im Kopf, denn am Freitag bespreche ich ein Buch, das bestens zu dem Stück passt. (Es ist kein Gartenbuch!)
Auch 2022 beginne ich mit einem Gartenthema. Kündigte ich noch im letzten Beitrag von 2021 an, im neuen Jahr als Gemüseeinstieg es mal mit Radieschen in meinem Garten zu probieren, so schmiede ich jetzt schon ganz andere Pläne. Als Vegetarierin, die gerne Musik hört und spielt und vielleicht auch mal ein bisschen unkonventionell denkt, ließ mich diese Musikgruppe gestern schmunzeln, als ich sie auf YouTube entdeckte. Eine Karottenflöte aus dem eigenen Garten, das wäre lustig…
Gestern verbrachte ich auch ein bisschen Zeit im Garten, begleitet von mehreren Bienen und einer Hummel. Und das am 1.1. …Ich buddelte noch
50 Blumenzwiebeln ein, die ich im Herbst vergessen hatte. Zum Jahresanfang also direkt ein Experiment: Ob die Zwiebeln dieses Jahr noch blühen werden? Wenn ja, wäre das praktisch, denn ich konnte noch Lücken zwischen den Schneeglöckchen füllen, deren Spitzen man schon gut sehen kann.

Nun kommt doch noch ein Beitrag im alten Jahr…Aber das Thema Garten bringt Vorfreude auf das neue Jahr und mit diesem Buch bekommen Sie eine geballte Ladung Vorfreude!

Die Autorin, Jahrgang 1960, kauft sich zusammen mit Foxterrier Fiete ein kleines Häuschen an der Ostsee mit einem ca. 500qm großen Garten. Sie, die Hamburger Großstadtpflanze, und Garten? Im dritten Jahr schreibt sie ein Tagebuch über ihre Erfahrungen und diese sind, dank einer ordentlichen Portion Humor, wunderbar zu lesen.
Im Januar/Februar werden Kataloge gewälzt und bestellt, als gäbe es kein Morgen mehr. Die Aussaatphase verwandelt ihr knapp 50 qm großes Häuschen in ein, ja was eigentlich? Sagen wir mal, in ein Hindernisparcours, denn überall stehen Aussaatschalen und improvisierte Minigewächshäuser aus durchsichtigen Vogelfuttereimern. Selbst die Duschwanne ist besetzt mit einer Pilzaufzuchtsstation.
Das Tagebuch stammt aus dem Jahr 2018, einem der heißesten Jahre. Doch der Frühling lässt davon nichts erahnen, denn es ist z.T. noch bitterkalt und die Geduld der Autorin wird auf harte Proben gestellt. Sie hat in ihrem Garten auch diverse Hochbeete gebaut und will dort endlich eigenes Gemüse und Obst anpflanzen und ernten! Wie gut, dass sie sich mit Gleichgesinnten austauschen oder Gartenpodcasts hören kann und sie hat ja auch noch Monty, in den sie unsterblich verliebt ist. Monty ist der Moderator der BBC Sendung „Gardeners’ World“ und seine entspannte Haltung zu seinen Fehlern im eigenen Garten ist für sie ein Vorbild. (Wer ihn mal kennenlernen möchte: https://youtu.be/3v5Ioyyypoc Ein „Winterspecial“ 2021/2022 in 3 Teilen kann man sich auf YouTube ansehen)
Der Sommer kommt dann doch noch gewaltig daher und man weiß gar nicht, was man zuerst im Garten tun soll. Der Tag der ersten Ernte: Eigene Radieschen- noch nie hat etwas so gut geschmeckt! Abgesehen von dem Besuch der Londoner Chelsea Flower Show und einer dienstlichen Reise auf der MS Europa, auf der sie das Gartenthema ebenfalls begleitet, verlässt sie ihren Garten nur selten, höchstens mal, um sich auf einem Pflanzenmarkt zu „bilden“.
Ab September startet die Autorin im Garten noch einmal neu durch, 650 Blumenzwiebeln werden gepflanzt, die Terrasse wird neu gepflastert, zwei Bäume werden ersetzt durch Sträucher. Ja und dann ist das Jahr auch schon vorbei. Jetzt still zu halten, fällt schwer und Winnemuth lässt das Jahr Revue passieren. Viel Neues hat sie gelernt und sie ist stolz, eine Selbstversorgerin geworden zu sein. Aber auch menschlich merkt sie, dass sich etwas geändert hat. Sie ist milder und geduldiger geworden und das Großstadtleben wird ihr immer fremder.
Am Ende des Buches freue ich mich wie die Autorin auch auf das neue Gartenjahr. Obwohl ich eine überzeugte Blumengärtnerin bin, kribbelt es mir in den Fingern, es auch mal mit ein bisschen Gemüse zu probieren. Ich habe einige mir unbekannte Gartenblumen kennengelernt, die ich vielleicht irgendwo ergattern werde und ich fand einige Kniffe für meine eigene Gartenarbeit.
Alles steht jetzt in meinem Gartennotizbuch und Frau Winnemuths Ohren werden öfter klingeln, wenn ich an sie und ihre Tipps denke.

Doppelt hält besser: Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Auf dem Weg nach Wien besuchten wir „Die Garten Tulln“ (Kein Schreibfehler). 2008 als Teil einer Landesgartenschau eröffnet, war es die erste Anlage Europas, die ausschließlich naturnahe Schaugärten zeigte.
Da wir Anfang Oktober die Gartenschau besuchten, konnte man nicht mehr die volle Blumenpracht der ca. 70 Schaugärten bewundern, aber an manchen Stellen sorgten noch Herbstblumen für Farbenfreude.

Neben Gartenideen für die Stadt, gab es auch Gärten, die geografische Besonderheiten mit berücksichtigten ( z.B. Garten als Moorlandschaft, ein Garten an den Hängen eines Weinbauers oder in der Nähe eines Strandes.). Ich nahm einige Tipps mit, wie ich meinen Garten noch tierfreundlichen gestalten kann.

Nicht weit von Tulln entfernt liegt auch die Burg Kreuzenstein. Ich hatte gelesen, dass diese Burg dank ihrer perfekten mittelalterlichen „Ausstrahlung“ schon oft als Filmkulisse gedient hat und quasi das „Schloss Neuschwanstein“ Österreichs sei. Und in der Tat, der erste Eindruck war sehr imposant.

Während einer Führung hörten wir dann allerdings zu unserem großen Erstaunen, dass diese Burg ein Puzzle sei. Johann Nepomuk Graf Wilczek, vermögender Polarforscher, hatte ein Gelände gekauft, auf dem die Ruinen einer mittelalterlichen Burg aus dem 12. Jahrhundert stand. Danach scheute er keine Mühen, in ganz Europa Teile von Burgen zu erwerben und daraus sein Idealbild einer perfekten mittelalterlichen Burg zusammenzusetzen.
Leider durfte man innen nicht fotografieren, aber Wilceks Perfektionismus setzte sich auch dort fort. In ca. 70 Räumen sammelte er alles (ca. 11000 Exponate sollen es sein), was zum Mittelalter einen Bezug hatte. Am meisten beeindruckte mich die Sammlung der Ritterrüstungen, ich hätte nicht gedacht, dass es so viele unterschiedliche Ausführungen gibt…

Neben der Burg befindet sich eine Greifvogelstation, in der auch Veranstaltungen stattfinden. Wir besuchten eine Flugschau und waren wirklich beeindruckt. Die Vögel fliegen hier nicht nur von rechts nach links wie oftmals in anderen Vorführungen, sondern die Adlerwarte befand sich oben auf einem Bergplateau und die Vögel flogen hinab Richtung Tal, bevor sie wieder hochstiegen und vor den Zuschauern landeten.

Am späten Nachmittag fuhren wir dann nach Wien hinein, wo wir zweimal in dem Bezirk Josefstadt übernachteten. Der Titel des nächsten Beitrags lautet “Wien für Spezialisten“ und kommt voraussichtlich am Freitag.
Der zweite Berlinaufenthalt führte uns zuerst nach Dahlem. Hier wollte ich eigentlich die Königliche Gartenakademie besuchen, die aber ausgerechnet an diesem Tag aus innerbetrieblichen Gründen geschlossen war. So besuchten wir die in der Nähe liegenden Botanischen Gärten.

In verschiedenen Gewächshäusern und auf einem großen Areal mit Bepflanzungen aus allen Teilen der Erde kann man den ganzen Tag verbringen. Wir blieben nicht so lange, da im ganzen Park Vorbereitungen für ein Lichterfest getroffen wurden und viele Handwerker laut herumwuselten. Außerdem war es schwül und da versprach ein Aufenthalt an einem See Abkühlung.
Wir fuhren zum Wannsee, um uns das Haus und den Garten des Künstlers Max Liebermann anzusehen. Das Haus liegt direkt am See und man hat von der Terrasse des Cafés aus einen schönen Blick.

Der Garten besteht aus zwei Teilen, einem Bauerngarten und einem kleinen Park.

Im Haus gibt es kaum noch originale Einrichtungsstücke, neben Bildern von Liebermann werden in Sonderausstellungen noch andere Künstler präsentiert. In unserem Fall waren es Bilder der Fotografin Gerty Simon, die besonders während der Weimarer Republik für ihre Porträts bekannt war und u.a. auch Max Liebermann fotografiert hat. Aus dieser Ausstellung habe ich dieses „Fundstück“ mitgebracht, einen Zeitungstext von 1928.

Unsere Tour endete damit. In der Nähe der Max Liebermann Villa liegt auch das Haus der Wannsee Konferenz, doch sich diesem Thema noch anzunehmen, dazu fehlte mir an diesem heilen Gartentag die Kraft.
Der Havellandurlaub ist nun fast vorbei. Nächste Woche gibt es noch ein paar Minitipps, danach geht es in den Norden nach Bremen.
Im Juni war ich am Tag der offenen Gartenpforte unterwegs (siehe Beitrag unten rechts). Heute möchte ich Ihnen die Ideen vorstellen, die ich bei den Gartenbesuchen mitgenommen habe.
Bei einer Sitzecke, die nur ein bisschen Morgensonne abbekommt, haben sich in den letzten Jahren keine Pflanzen wirklich wohl gefühlt. Sie taten ihr Bestes , aber in anderen sonnigeren Gärten sah ich immer, wie viel Sonne meinen Pflanzen eigentlich brauchten, um prächtig auszusehen. Jetzt aber bin ich auf einem guten Weg. Im Garten von Mutter und Tochter Imig gab es eine ähnliche Stelle und hier entfalteten Funkien in Töpfen ihre ganze Pracht. Schnell zur Erinnerung dort fotografiert und dies im Garten umgesetzt. Meine kleine Funkienecke, ein Anfang.

Kahle Beetstellen im Sommer kann man nur bedingt mit neuen Blumen kaschieren. Schalen mit Bodendeckern zu bepflanzen und diese dann an den besagten Stellen zu platzieren fand ich pfiffig und so habe ich nun diese vier Schalen:

Auch lernte ich neue Pflanzen kennen, bzw. wurde ich daran erinnert, sie doch endlich in meinem Garten auch einmal auszuprobieren.

Noch einmal zurück zu den Damen Imig: Ganz bezaubernd fand ich die kleinen Blumensträuße auf ihren Gartentischen. Sie inspirierten mich dazu, Blüten von Stauden und Sträuchern, welche ich zurückschneiden musste, ebenfalls noch ein paar Tage in einer Vase zu behalten. Hier ein paar Beispiele:

In den besichtigten Gärten gab es auch oftmals die Möglichkeit, sich Bücher anzusehen. Ein Tipp brachte mich zu diesem Bildband, den ich nun ebenfalls wärmstens empfehlen kann. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass Christel Krautwig eine gärtnerische Seelenverwandte ist.

Sie fragen sich immer noch, warum die Überschrift dieses Beitrages Entenschnabelgarten lautet?
Am Sonntag war eine Bekannte bei uns zuhause, die unseren kleinen Garten noch nie im Sommer gesehen hat. Sie war angetan von der Vielzahl der Pflanzen und fragte mich, wie viele verschiedene Arten man entdecken könne. Darauf wusste ich keine Antwort, doch die Frage ließ mir keine Ruhe. Ich begann, eine Liste zu schreiben. Dies ging zuerst recht schnell, doch dann merkte ich, dass ich bei einer Reihe von Pflanzen den Namen gar nicht wusste oder vergessen hatte. So schnappte ich mir meine Gartenbücher, um fehlende Namen ausfindig zu machen. Dabei entdeckte ich dann auch, dass eine Blume, der ich bisher immer den Namen „Flamingoblume“ gegeben hatte, eigentlich „Entenschnabelfelberich“ heißt. Sie blüht im Garten z.Zt. an mehreren Stellen und Insekten freuen sich sehr darüber.

Ich vervollständige meine Pflanzenliste immer noch und staune zunehmend. Stand 21.7. tummeln sich auf knapp 200 qm Gartenfläche 98 Bäume, Sträucher und Blumen ( keine Einjährigen). Nimmt man noch die verschiedenen Sorten einer Art dazu, z.B. den Storchenschnabel mit sechs verschiedenen Variationen, dann sind es 123. Noch ein Schippchen draufgelegt: Kommen die Winter- und Frühjahrsblüher dazu, sind es 136. Bin ich ein Gartenmessie?
„All You Can Eat“- dieser Ausdruck kam mir in der letzten Woche in meinem Garten zweimal in den Sinn. Das erste Mal war es beim Beobachten von Bienen, Hummeln & Co, als diese sich bei dem Blütenangebot von Salbei, Cosmeen und Glockenblumen gar nicht entscheiden konnten, wohin sie zuerst fliegen sollten. Ähnlich wie Menschen an einem Buffet.

Dieser Anblick erfreute mich schon sehr, doch an anderer Stelle war das Angebot anscheinend ebenfalls sehr beliebt.

Rote Spornblume, Schwarzer Lauch und ein blauer Ceanothus Strauch
Das zweite „All You Can Eat“ ging mir bei diesem Anblick durch den Kopf:

Das war mal eine Funkie, die in einer Nacht zur Leibspeise dieser Gartenbewohnerin wurde:

Mich hätte der Anblick der abgefressenen Funkie noch bis vor Kurzem in negative Wallung gebracht, doch jetzt machte ich mit der Schnecke einen kurzen Spaziergang zu einem Feld und verabschiedete mich von ihr mit ein paar wohlmeinenden Worten. Ich hatte dieses Buch gelesen:

Die Autorin des Buches litt über viele Jahre hinweg an einer sehr schweren Viruserkrankung, wodurch es ihr zeitweise nicht möglich war, sich zu bewegen oder lautere Geräusche wie Musik zu ertragen. Von einer Pflegerin zweimal am Tag versorgt, lag sie nur im Bett, sah und dachte. Eines Tages bringt ihr eine Freundin einen Blumentopf mit, in dem eine kleine Waldschnecke lebt. Die Autorin macht die Freundin darauf aufmerksam, doch die Freundin verabschiedet sich nur lächelnd und geht.
Bailey fängt an, die Schnecke zu beobachten und immer mehr ist sie von deren Verhalten fasziniert. Es passiert, dass sie die so langsam verstreichende Zeit, ihre Krankheit und ihre oftmals hoffnungslose Lage vergisst. Die Schnecke zieht in ein komfortables Terrarium um und in guten Zeiten, in denen Bailey ein Buch halten und umblättern kann, beginnt sie Fachliteratur über Schnecken zu lesen, was ihre Bewunderung für diese Lebewesen noch mehr wachsen lässt. Sie hat eine Weggefährtin gefunden, die in ihrer Langsamkeit dem Lebensrhythmus Baileys entspricht. Die Schnecke spendet ihr Trost und das Beobachten gibt ihr einen Lebenssinn.
Auch ich war von dem in diesem Buch vermittelten Wissen über Schnecken sehr beeindruckt. Das „System Schnecke“ mit der Langsamkeit, mit den besonderen Sinnesorganen, der Behausung, mit dem Schleim und der Art der Fortpflanzung hat größere Überlebenschancen als das „System Mensch“ und verlangt Respekt und Anerkennung.
Das Buch ist aber auch wegen der Gedanken der Autorin zu ihrer Krankheit lesenswert. Gezwungenermaßen fokussiert sie ihren Blick auf wirklich Wichtiges im Leben und das sollte jeder Mensch auch ohne große Krankheit ab und zu einmal tun.