IQ, EQ- und wie hoch ist Ihr KIQ = Künstlicher Intelligenz Quotient?

Der KIQ ist die Fähigkeit des Menschen, mit Hilfe von künstlicher Intelligenz sein Arbeitsleben und sein Privatleben zu gestalten und diese Fähigkeit wird in unserer heutigen Welt immer wichtiger.
Über Künstliche Intelligenz lesen wir z.Zt. jeden Tag in der Zeitung, mal Gutes, mal Schlechtes. Öfter höre ich: „Das will ich nicht, das brauche ich nicht!“ oder „Das ist nur eine Modeerscheinung!“ In China und Indien lernen bereits heute Kinder in der Schule den Umgang mit KI- ob Modeerscheinung da die richtige Einschätzung ist?
Ich wollte wissen, wohin die KI-Reise geht und welche Verbesserungen für mein Leben möglich sind und las dieses Buch:

Die beiden Autoren erklären kurz, was unter KI verstanden wird und geben einen Überblick, wie sich die KI seit dem 30.11.2022 entwickelt hat- an diesem Tag wurde die erste KI „Chat GPT“ für die Öffentlichkeit freigeschaltet. „Atemberaubend“ fasst den Werdegang in einem Wort zusammen. Das Buch zeigt die Bereiche auf, in denen bereits heute KI eingesetzt wird und welche Anwendungen zukünftig möglich sind. Auf die Gefahren und Probleme durch KI wird ebenso eingegangen.
Das Hauptanliegen des Buches ist allerdings, auf spielerische Weise den KIQ des Lesers/ der Leserin Schritt für Schritt zu erhöhen.

Schritt 1 ist ein Bild, das man sich immer wieder vor Augen führen sollte: Der Mensch lenkt und entscheidet, wohin die Reise geht, die KI unterstützt ihn dabei.

Foto einer Flusslandschaft mit einem Tandem, vorne sitze ich, dahinter die KI in Darstellung eines Roboters, der mir Antrieb gibt.

Schritt 2: Für mich persönlich der wichtigste Tipp: Ein kleines Heftchen parat legen, um Fragen aufzuschreiben, die man im Alltag gerne beantwortet hätte und zu notieren, welche Fragestellungen die befriedigendsten Antwortergebnisse brachten. Das habe ich gemacht und fand es bei meiner bewussten Selbstbeobachtung erstaunlich, wie viele Fragen tagsüber kurz in meinem Kopf aufploppen, aber bisher nie beantwortet wurden.

Schritt 3: Diese notierten Fragen der KI stellen. Und hier beginnt das Training, denn je detailierter die Fragen sind, desto präziser sind die Antworten. Das Buch bietet Aufgaben an, um ein Gefühl für gutes „Prompten“ ( =Fragen stellen, Arbeitsanweisungen geben), zu bekommen.

Ich habe das Buch durchgearbeitet und gelernt:
– Ja, man muss das Fragestellen tatsächlich üben und dabei Erfahrungen sammeln.
– Es blieb nicht bei der Beantwortung von Fragen, sondern langsam habe ich auch zusammen mit der KI für mich völlig Neues entwickelt. Ein Beispiel: Einen auf meine Wünsche zugeschnittenen 3-Monate-Übungsplan zum Thema Jazzpiano, bei dem die KI zum Sparringspartner wurde. Die KI fragt immer weiter, bis man durch die eigenen Antworten selbst das beste Ergebnis für sich erzielt hat.
– Man darf sein Gehirn nicht abschalten und alles kritiklos übernehmen. Die Plausibilität zu hinterfragen, ist oberstes Gebot. KIs neigen zum „Halluzinieren“, sprich, sie antworten ohne echtes Wissen, um überhaupt eine Antworten präsentieren zu können.

In der Arbeitswelt ist es in fast allen Sparten unerlässlich, sich mit den Möglichkeiten der KI auseinander zu setzen, um nicht in Kürze auf einem Abstellgleis zu landen. Dabei sollte man bedenken, dass durch KI die Arbeit auch wieder mehr Spaß machen kann, wenn man langweilige Arbeiten delegiert oder plötzlich neue Ideen für seinen Bereich bekommt.
Als Privatmensch weiter am „KI-Ball“ zu bleiben, trainiert mich für die Zukunft, wenn fremde Menschen mir ihre KI – Antworten/Fake News vorsetzen wollen. Ich hoffe, gewappnet und kritischer zu sein.
Die Gedanken, dass ich zukünftig ein Werkzeug an der Hand habe, das mir jederzeit meine Fragen in Sekundenschnelle erklärt, mit dem ich Probleme im Alltag besser lösen kann oder meine Kreativität große Unterstützung bekommt, empfinde ich als positiv.
Die KI erweitert meinen Horizont und deshalb werde ich sie auf mein Tandem öfter mal aufsteigen lassen.

Welche KI bevorzuge ich?

Wenn Sie googeln, wird Ihnen seit ein paar Monaten direkt am Anfang eine KI-Antwort präsentiert. Da ich den Umgang mit Benutzerdaten bei Google ablehne, kommt diese Nutzung nicht für mich in Frage.
Auch beim amerikanischen Chat GPT ist der Umgang mit Daten ein weites Feld, wie inzwischen hinreichend bekannt ist und ich habe inzwischen kein gutes Gefühl mehr bei der Benutzung von Chat GPT.

Die beiden Buchautoren sprechen sich für Perplexity aus, einer KI aus den USA, die in Privathand ist und auf Datenschutz achtet. Was mir daran nicht so gefällt, ist die Teilhaberschaft von Jeff Bezos, dem Inhaber von Amazon.
Eine zweite Empfehlung ist „Lumo“, eine KI aus der Schweiz, ins Leben gerufen von Wissenschaftlern des CERN Instituts ( u.a. Erfinder des World Wide Web). Bei ihnen hat die Privatsphäre der Benutzer oberste Priorität.
Vergleiche ich diese beiden KIs mit Autos, so spreche ich von einem BMW SUV und einem VW Caddy. Die „Pferdestärken“, bzw. Möglichkeiten von Perplexity sind beeindruckend und man wird von ihnen in das Weltall des Wissens katapultiert. Bei einigen Versuchen hat mich das teilweise überfordert und ich fand die Begrenztheit von Lumo für meine Zwecke völlig ausreichend. Sobald Lumo etwas nicht oder nicht genau weiß, wird darauf hingewiesen. Für mich ist das ein Pluspunkt.
Beide Anwendungen gibt es in einer kostenlosen Version und in einer Pro-Version. Nach einem Zwei-Wochentest, habe ich für 96 Euro/Jahr die Lumo-Pro Version abonniert.

Wem das Buch über den KIQ nicht weit genug geht bezüglich derzeitige Möglichkeiten, Zukunftsvisionen und Einordnung der Gefahren, dem empfehle ich dieses Buch. Es ist von 2025, also noch relativ aktuell. Es bietet viele Einsatz-Anregungen und Argumente, warum der Mensch von KI nicht abgeschafft werden wird. Der Schreibstil ist wie bei allen „Dummies“-Büchern locker und humorvoll.



Der Text dieses Beitrages wurde nicht von einer KI geschrieben. Das Tandemfoto habe ich mit der KI meiner Foto-App „Picsart“ erstellt.



Künstliche Intelligenz in meinem Blog

Seit gestern habe ich das erste Plugin (Text to Speech) installiert, bei dem künstliche Intelligenz hinzugezogen wird. Sie sehen oben den grünen Balken? Ab sofort können Sie sich jeden Text auch vorlesen lassen. Das ist noch nicht perfekt, aber ein Anfang.
Für mich bedeutet dies, den Stil meiner Texte zukünftig etwas anpassen zu müssen und beispielsweise die Fotos etwas zu beschreiben. Das mache ich aber alles ohne KI.

Als ich letztes Jahr zum ersten Mal mit KI in Berührung kam, rauchte mir der Kopf. Ich musste mich irgendwie abreagieren und bastelte mit Garageband ein Lied:

Ein Musikclip über ChatGPT

Ich kann nicht beurteilen, was alles noch mit KI auf uns zukommen wird, aber ich versuche, gegenüber diesem Thema offen zu sein.

Fräulein vom Amt trifft den Cyberbot (Weserbergland Nr. 3)

1977 bekam Heinz Nixdorf zum 25jährigen Bestehen seiner Computerfirma ein paar alte Büromaschinen geschenkt. Dieses Geschenk ist dafür verantwortlich, dass man seit 1996 in Paderborn das größte Computermuseum der Welt (Stand 2018) besuchen kann.
Die alten Büromaschinen reichten Herrn Nixdorf nicht, er hatte den Anspruch, dass sein „Heinz Nixdorf Museums Forum“ die Geschichte des Schreibens, Lesens und Rechnens zugänglich macht. So sind die ältesten Ausstellungsstücke 5000 Jahre alt!

Oben Kerbhölzer, die das Sprichwort begründeten

Herr Gutenberg und seine Druckkunst wird gewürdigt und viele alte Maschinen schlagen einen Bogen zur Neuzeit.

Wie arbeitete das Fräulein vom Amt? Wie kamen Telefonverbindungen zustande? Keine Frage bleibt unbeantwortet.


Die letzten 60 Jahre bekommen eine Extraetage, denn man braucht Platz für die ersten großen Computer und den Sammlungen von Taschenrechnern, Handys oder Mäusen.

Das Museum ist auf dem aktuellen Stand, was die Entwicklung von KI und anderen möglichen Einsätzen von Chips & Co angeht.

Es gibt sehr viele Displays, an denen Erwachsene und Kinder selbst etwas ausprobieren können. So ist das Museum für Familien auch ein tolles Ausflugsziel.
Ich ließ mich beispielsweise auf Alice ein. Alice ist ein gelangweilter Computer und man wird aufgefordert, sich mit Alice zu unterhalten. So machte ich erst etwas Small Talk und die Erwiderungen von Alice waren angenehmes Geplauder. Dann stellte ich Alice allerdings die Frage, ob sie wüsste, wann ich mit einem Raumschiff zum Mond fliegen könnte. Darauf die Antwort von Alice: „Die Vergangenheit liegt nah bei der Zukunft“. Ach, ist sie klug!

Eine neue Farbpalette für Ihre Fotos

Kennen Sie die Palette App, bzw. die Seite www.palette.fm? Auf dieser Seite kann man Schwarzweißfotos kolorieren lassen. Den Tipp bekam ich von meinem Blogleser Frank Gniffke und ich möche mich an dieser Selle dafür noch einmal bedanken. Ein sehr schöner Zeitvertreib!
Die Anwendung ist kostenlos, sofern man die Bilder nur koloriert. 20 verschiedene Möglichkeiten sind vorgegeben, man muss das Foto nur hochladen.

Zuerst probierte ich es mit einem wirklich alten Foto.

Oben rechts ist das Originalfoto

Möchte man die Fotos lieber dezenter einfärben, ist das auch möglich:

Unten ein sw-Infrarotbild, das eingefärbt wurde.

Bei aktuellen Fotos kommt es meiner Meinung nach sehr auf das Motiv an, um ein gelungenes Ausneumachalt-Bild hinzubekommen. Sind die aktuellen Fotos bunt, muss man sie erst in schwarzweiße Fotos umwandeln, um den alten Charme als Resultat zu erreichen. Natürlich kann man auch farbige Fotos einfärben, bei den Ergebnissen war ich aber immer enttäuscht.

Diese Fotos habe ich nach dem Einfärben noch mit der Distressed FX App bearbeitet. Oben links eine Madonna in einem Hinterhof in Warschau, oben rechts ein Platz in Izmir, unten rechts einer der letzten alten Metroeingänge in Paris.

Das Palette-Programm bietet noch zwei weitere Funktionen an. Das Bild kann beschrieben werden, nach den Stichwörtern sucht die KI dann die passende Einfärbung aus. Oder man wählt die Überraschungstaste, dann wird es zumeist knallig.

Eine Plastik von Henry Moore