Grüße von der Garageband (1)

Im Dezember habe ich angefangen, mich ein bisschen mit „Garageband“ zu beschäftigen. Das ist ein Programm der Firma Apple für den Mac, das IPhone und das IPad, mit dem man Musik aufnehmen und arrangieren kann.Ich wollte es mal ausprobieren, um meine eigenen Klavierstücke ein bisschen aufzupeppen.
Erstes Fazit: Achtung Suchtgefahr! Es mach sehr viel Spaß und ich habe schon mehrmals dabei die Zeit vergessen. Vielleicht ein neues Hobby?
Mein erster Schritt: Ich habe das Handbuch zu Garageband im Internet gelesen und dabei direkt verschiedene Schritte ausprobiert. Da muss ich Apple loben: Das Handbuch ist wirklich so geschrieben, dass selbst Unbedarfte wie ich es verstehen können. (Hatte es früher schon mal mit den Programmen „Music Maker“ und „Audacity“ probiert und war gescheitert). Zur Verfestigung meines frisch erworbenen Wissens belegte ich danach einen dreistündigen Online Kurs bei der Kölner Volkshochschule. Hier lernte ich aber auch noch Neues hinzu. Der Referent, Herr Balzer, erklärte gut und war sehr engagiert, um jede Frage der Zuhörer zu beantworten. (Wer an diesem Kurs teilnehmen möchte oder an Kursen zu anderen IT Themen interessiert ist, hier eine Übersicht der Kurse von Herrn Balzer: https://vhs-koeln.de/Suche?cmxelementid=web4e15b88472a73&seite=&s=balzer&mf_objekt=Homepage&f=&p

Danach sah ich mir noch diverse Videos auf YouTube an. Hier kann ich besonders die Tutorials von „Maxmachtmusik“ empfehlen.

Dies war dann mein erster Versuch, ein Lied zu komponieren. Es trägt den Titel „Nemti“ nach einer ägyptischen Gottheit, über die ich zuvor etwas gelesen hatte. Nemti heißt „Der Reisende“ und wurde oftmals als Vogel dargestellt. Er war gemäß dem ägyptischen Totenglauben der Fährmann des Jenseits, der die Verstorbenen gegen ein kleines Entgelt in seiner „Nachtbarke“ über den Jenseitsfluss übersetzte. Bitte links den Pfeil anklicken:

Für alle, die schon mit Garageband arbeiten: Ich habe folgende vorgegebenen Sounds von Garageband übernommen: Stargazer für Keyboard, Cinematic für Geiger, Bongos, Saxophon, Lead Vocals mit meiner Stimme verfremdet mit Hall und Dreamy, dito bei dem Gesang meines Kanarienvogels Tweety. Bei dem Einsatz von Synthezisern wählte ich Mystic Groove und Modern 808.

Garageband bietet wirklich sehr viele Möglichkeiten, ein Lied zu komponieren. Ich komme mir vor wie in einem Supermarkt, in dem ich vor einem ellenlangen Regal stehe, in dem nur verschiedene Haarshampoos stehen. Welches soll ich nehmen? Deshalb ist es wichtig, sich vorher ein paar Gedanken zu dem Lied zu machen. Welche Stimmung soll es vermitteln? Ist es ein langsames oder schnelles Lied? Wenn ich einen Text habe, welche vorgegebenen Loops passen dazu? Je mehr man vorab über ein Lied nachdenkt, desto eher wird man die passenden Instrumente und vorgegebenen Takte für das eigene Lied finden.

Learning by Doing, das ist hier das Hauptmotto, also eingfach mal anfangen!


Ein Vogel sucht bei uns Asyl

Wir saßen gestern Abend zu viert im Garten, um uns herum waren Feuerwerk und Böllerschüsse zu hören. Plötzlich landete eine Elster auf unserem Tisch. Sie sah uns alle an, dass sie verwirrt war und Angst hatte, war nicht zu übersehen. Zuerst flog sie auf die Schulter meines Mannes, dann zurück auf den Tisch. Als mein Mann ihr seine Hand hinhielt, stieg sie auf die Hand und wanderte zur Schulter.

Sie blieb eine Weile dort sitzen, danach flog sie auf die Pergola.

So besonders der Moment war, so traurig war er auch. Können wir das Thema Feuerwerk und Knaller zu Silvester nicht noch einmal neu überdenken?

Ein Roman wie eine Oper

Wir, die Lesenden, spielen Mäuschen im B-Klasse Theater in Neustadt/ Hessen. Petra Morsbach entwickelt ihre Geschichte, in dem sie in ihrem Roman von vier Aufführungen (Tristan und Isolde, Figaro, Fidelio und die Fledermaus) und deren Vorbereitungen erzählt.
Hauptpersonen sind Jan, ein Korrepititor, der meint, der bessere Dirigent zu sein und an der Unfähigkeit der Solisten oft verzweifelt und Babs, die Abendspielleiterin, die versucht dem Wahnsinn am Theater philosophisch zu begegnen.
Mit den beiden lernen wir die „wichtigen“ Leute wie den eiskalten Dirigenten und den geizigen Generaldirektor kennen, das Orchester, den aufmüpfigen Chor, alle, die für die Technik und Ausstattung im Haus zuständig sind und die „Niemande“, sprich die Statisten und Balletttänzer.
Es wird geliebt und gehasst, gefachsimpelt, intrigiert, gefeiert- hier am Theater findet das wahre Leben statt. Aber dies erfährt noch eine Steigerung durch gefürchtete Zeitungskritiker, den Gastsolisten und Regisseure, alle exaltierte Persönlichkeiten.
Petra Morsbach weiß, worüber sie schreibt. Sie hat in verschiedenen Städten am Theater gearbeitet und dabei viele Erfahrungen und Beobachtungen sammeln können, wie es vor und hinter der Bühne zugeht. Sie hat eine Oper in Buchform geschrieben- lesenswert, auch für alle, die nicht in die Oper lieben!