Heute in einer Woche ist Heiligabend. Wo werden die letzten Weihnachtseinkäufe gemacht? Hoffentlich nicht im Internet…Mein sonntäglicher Fotogruß appeliert deshalb an das Heimatgefühl- buy local und danach ein Abstecher zu dem Traditionsimbiss.

Wer nicht neugierig bleibt, wird nur noch älter (Marianne Frauchiger)
Heute in einer Woche ist Heiligabend. Wo werden die letzten Weihnachtseinkäufe gemacht? Hoffentlich nicht im Internet…Mein sonntäglicher Fotogruß appeliert deshalb an das Heimatgefühl- buy local und danach ein Abstecher zu dem Traditionsimbiss.

2020 stellte ich Ihnen zwei Bücher von Georges Perec vor, der in seinen Büchern den Alltag sezierte. Diese las ich jetzt noch einmal und angeregt durch die Lektüre, kam es zu dieser Sammlung.
Ist es zuhause langweilig? Nein, wenn man bedenkt, was dort alles passiert. Hier über 100 Mikroereignisse, dei denen in Ihrem Kopf u.U. ein kleiner Film abläuft, egal, ob Sie alleine oder zu mehreren Personen in einem Haushalt leben:
Einen Aufkleber von einem Glas abknibbeln
Altpapier sammeln
Die Anrichte mit Möbelpolitur einreiben
Den Anrufbeantworter abhören
Den Backofen vorwärmen
Das Badewasser einlassen
Eine Banane zermatschen
Die Bastelsachen wegräumen
Die Betten frisch beziehen
Ein Bild aufhängen
Eine Birne in einer Lampe auswechseln
Einen Bleistift spitzen
Den Briefkasten inspizieren
Die Brille suchen
Die Blumen gießen
Eine Brausetablette in Wasser auflösen
Das Bügeleisen mit Wasser auffüllen
Um die Chipstüte herumschleichen
Sich von alten Computergeräten trennen
Einen Coupon ausschneiden
Die Dachluke schließen
Dokumente abheften
Eine Kuscheldecke zusammenlegen
Unter der Dusche singen
Ein Ei aufschlagen
Eine Einkaufsliste schreiben
Eiskugeln in Schälchen portionieren
Einen Faden durch ein Nadelöhr friemeln
Ein Fotoalbum ansehen
Formulare ausfüllen
Die Fensterrahmen streichen
Den Fernseher programmieren
Die Fernbedienung strapazieren
Einen Fleck ausreiben
Ein Fitzelchen eines gewaschenen Tempos aus der Hosentasche puhlen
Eine Flasche entkorken
Die Gardinen aufhängen
Ein Geburtstagsgeschenk einpacken
Die Geldkassette verstecken
Die Geschirrspülmaschine ausräumen
Die Gelatine auflösen
Das Handy aufladen
Die Hände eincremen
Die Handtasche aufräumen
Löcher in einen nicht leicht zu öffnenden Glasdeckel einstechen
Ein Hemd bügeln
Die Hände am Heizlüfter wärmen
Ein Hustenbonbon lutschen
Den Käse reiben
Die Kaffeemaschine entkalken
Den Kalender umblättern
Den Kellerboden schrubben
Eine Kerze anzünden und auspusten
Kissen aufschütteln
Kirschen entkernen
Kleiderschrank entmisten
Einen Knopf annähen
Den angebrannten Kochtopf auskratzen
Küchenmesser schärfen
Den Kühlschrank abtauen
Die Kugelschreibermine erneuern
Den Knoblauch pressen
Das Laptop aufklappen
Auf eine Leiter steigen
Das Licht anmachen
Linsen einweichen
Einen Lottozettel ausfüllen
Den Pömpel benutzen
Das Milchkochen beaufsichtigen
Abgelaufene Medikamente entsorgen
Die Mohrrüben raspeln
Eine Mücke im Schlafzimmer aufspüren
Den Weihnachtsbaum schmücken
Den Mülleimer auswaschen
Die Nachbarn durch das Fenster beobachten
Nippesfigürchen abstauben
Eine Orange schälen
Die Quicheform innen mit Butter bestreichen
Eine Patience legen
Dem Paketdienstfahrer ein Trinkgeld geben
Papierrolle in der Küche abreißen
Ein Post-it zur Erinnerung an die Haustür innen anpappen
Eine Putzpause einlegen
Mit einer Pfanne scheppern
Die letzte Praline aus der Schachtel stibitzen
Ein Stück Pflaster abschneiden
Das Radio einschalten
Mit dem Zeigefinger die Staubschicht auf Regalbrettern überprüfen
Die Reiseunterlagen zusammensuchen
Verschüttete Reiskörner auffegen
Rätsel in der Zeitung lösen
Rechnungen bezahlen
Dem Regen zuhören, der auf das Dachfenster fällt
Den Rollladen herunterlassen
Die Sahne schlagen
Angelaufenes Silberbesteck polieren
Eine zerbrochene Schale kleben
Die Schallplatten neu sortieren
Die Schuhe wienern
Eine Spieluhr aufziehen
Sich auf das Sofa setzen und…Entscheiden Sie selbst!
Eine Spinne mit einem Glas an die frische Luft befördern
Den Spiegel abreiben
Den Staub oben von den Bücherschnitten wegwedeln
Den Stromzähler ablesen
Auf einen Stuhl klettern
Eine Tasse ausspülen
Den Tee ziehen lassen
Einen Teig kneten
Den Tisch abwischen
Duftspray in der Toilette verteilen
Den Topf mit Kuchenteigresten genussvoll auslecken
Unerwartet eine Tafel Schokolade in einer Schublade entdecken
Einen Telefonanruf annehmen
Den Teppich saugen
Eine quietschende Tür ölen
Die Uhr umstellen
Uhukleber an den Fingern abribbeln
Eine empfindliche Vase abtrocknen
Der Vergrößerungsspiegel anstarren und seufzen
Den Vorratsschrank auswischen
Die Wäsche waschen
Das Waschbeckenstöpsel eindrücken
Den Wecker ausstellen
Weihnachtsdekoration anbringen
Das Wohnzimmer tapezieren
Wollmäuse entfernen
Die Zahncremetube ausdrücken
Die Zimmer lüften
Vorletzte Woche besuchte ich in der Duisburger Volkshochschule einen Vortrag zum Thema Schlagfertigkeit. Herr Jürgen Strauß, beruflich u.a. als Mitarbeitercoach tätig, leitete den Kurs.
Der erste Teil des Vortrags widmete sich äußeren Faktoren, die wichtig sind, um einem unangenehmen Gegenüber Paroli zu bieten. Brust raus, gerade Haltung, feste Stimme und Augenkontakt sind schon die halbe Miete, um sich Respekt zu verschaffen. Beim Augenkontakt verriet er uns den Trick, seinem Gegenüber nicht direkt in die Augen zu sehen, sondern die eigenen Augen auf die Nasenwurzel zwischen den anderen Augen zu richten. So kann man länger jemanden intensiv ansehen, was für die zweite Person unangenehm ist. Sie wird höchstwahrscheinlich wegsehen und das ist der erste „Sieg“.

Die meisten von uns denken beim Thema Schlagfertigkeit meistens an verpasste Möglichkeiten, eine geistreiche Antwort auf eine Provokation zu geben, oft fällt einem eine gute Antwort erst fünf Minuten später ein. Dass die Antwort geistreich sein muss, ist ein allgemeiner Denkfehler und diesen Fehler versuchte Herr Strauß uns im zweiten Teil seines Vortrags abzugewöhnen.
Er verteilte an die Kursteilnehmer ein Blatt mit ca. 50 gängigen unverschämten Sätzen und ein Blatt mit 15 Antwortmöglichkeiten. In Zweiergruppen trainierten wir, auf einen provozierenden Satz schnell eine passende Antwort zu finden. Schnell deswegen, da man nach einer Beleidigung selbst erst einmal eine Schrecksekunde erlebt, die einen lähmt. Dann muss man, ohne groß überlegen zu müssen, eine passende Erwiderung parat haben.
Es funktionierte! Ein paar Beispiele, wie man seinem Gegenüber den Wind aus den Segeln nimmt:
„Sie sehen immer so schmuddelig aus!“ – „Ich passe mich nur der Umgebung an!“
„ Ihr Kollege ist viel gebildeter!“ – „ Bitte definieren Sie, was Sie unter Bildung verstehen!“
„Na, wieder die Nacht durchgemacht? Du hast ganz schöne Augenringe!“ – „Leidest du darunter?“
„Man weiß ja, dass Frauen ab 30 abbauen.“ – „Ich mag Ihre Witze!“ oder „Ist Ihr Denkapparat ausgeschaltet?“
Dieses Training machte Spaß und wir lachten viel. Am Ende der 1 1/2 Stunden hatten die meisten von uns fünf individuelle Abwehrtechniken gefunden, die sie sich gut merken konnten und die der eigenen Mentalität entsprachen. Mehr braucht man nicht, um ca. 80 % aller dummen Sprüche zu begegnen.
Aus der Bücherei hatte ich mir nach dem Kurs noch zwei Bücher ausgeliehen, um den Vortrag lesend noch einmal Revue passieren zu lassen.

Der Inhalt des linken Buches kommt dem Vortrag recht nahe, allerdings beschreibt es fast nur Szenen aus dem Berufsleben. Das rechte Buch beginnt mit einem Übungsteil, in dem schnelles und kreatives Denken trainiert wird. Anschließend werden 100 Situationen im Privat-und Berufsleben geschildert. Bei jeder Szene bietet die Autorin mehrere Reaktionsmöglichkeiten. Die verschiedenen Varianten fand ich lesenswert, jedoch waren es mir zu viele Möglichkeiten.
Einen Kurs zu besuchen, halte ich für die bessere Methode, denn das verbale Üben mit anderen Personen hat einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Lesen im stillen Kämmerlein.
Fotofundstück auf dem Duisburger Sonnenwall:

Heute bespreche ich ein Bilderbuch, das ich beim Lesen direkt ins Herz geschlossen habe.

Erzählt wird eine Woche aus dem Leben eines Geräuschehändlers. Er hat einen kleinen Laden in einem unscheinbaren Haus. Am Montag ist eine Straßenlaterne eine Kundin von ihm. Auf ihrer Straße ist es es nachts zu ruhig und sie braucht ein paar Geräusche, um wach zu bleiben und hell zu leuchten. Kein Problem für den Geräuschehändler. Er mixt ihr eine Geräuschkulisse aus einer Prise Kinderlachen, eine Messerspitze Martinshorn und Bremsengequietsche und eine Portion Lieder, die man aus Autoradios hört. Dienstags hilft er einem Zirkusdirektor aus der Patsche. Die Musikkapelle ist ausgefallen und er braucht schnell eine Stimmungskanone. Im Laufe der Woche kommen noch ein Gespenst, das noch mehr Gruselatmosphäre ausstrahlen möchte, einem Trauerkloß verkauft er Geräusche von Kichererbsen, so dass dieser wieder zu lachen beginnt und einer Reisekrähe verhilft er zu Reisebegleitern, in dem er bei anderen Krähen mit Geräuschen aus Afrika die Lust aufs Verreisen weckt. Schließlich kann er am Samstag einem Regenwurm für eine mega hippe Regenparty 87 verschiedene Regengeräusche anbieten.
Und am Sonntag? Da hat der Geräuschehändler frei und fährt ans Meer, um seinen Vorrat an Möwengeschrei und Meeresrauschen wieder aufzufüllen. Doch dann passiert etwas Unerwartetes und am Ende hängt ein Schild in der Ladentür „Komme bald wieder!“
Man kann dieses Bilderbuch Kindern ab 4 Jahren vorlesen oder Selbstlesern ab der 2. Klasse schenken oder man kauft es sich selbst und bekommt gute Laune, wenn man es sieht.
Sie sehen vier alte dtv Taschenbücher. Vier von über 6300 verschiedene Illustrationen, die der Künstler Celestino Piatti erschaffen hat. Viele davon für den dtv Verlag ab Anfang der 60er Jahre bis hin in die 90er Jahre.

Wir hatten das Glück, im November durch Zufall eine Ausstellung mit Bildern von Piatti besuchen zu können und das kam so:
Wir waren mal wieder in Hamburg. Bei einer Quizshow, die wir kurz zuvor gesehen hatten, ging es u.a. um die Stadt Buxtehude und es wurde bei der Auflösung zu der Frage ein schönes Foto von der Stadt gezeigt. Da wir noch nie Buxtehude waren, legten wir auf der Rückfahrt zum Kaffeetrinken einen Zwischenstop ein.


Woher ist Ihnen Buxtehude geläufig? Vielleicht durch das Märchen „Der Hase und der Igel“, das in Buxtehude spielt?

Durch den Jugendbuchpreis „Buxtehuder Bullen“ oder durch den Buxtehuder Kleinkunst-Igel, den u.a. schon Dieter Nuhr, Ina Müller oder Django Asül gewonnen haben, ist die Stadt ebenfalls bekannt.
Das kulturelle Leben in der kleinen Stadt ist sehr abwechslungsreich und so wundert es nicht, dass es auch Ausstellungen mit bekannten Künstlern gibt.
Zurück zu Herrn Piatti. Seine Ausstellung kann man sich noch bis zum 25. Februar ansehen. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt bei Piattis Illustrationen für Kinderbücher. Dabei tauchen Eulen besonders gerne auf…

Hier geht es zur Seite des Museums:
Wer sich sein kindliches Gemüt bewahrt hat, der könnte auch noch bis zum 7. Januar in die Welt der Sesamstraße eintauchen. Zum 50jährigen Museum zeigt das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe mit Schwerpunkt „Deutsche Sesamstraße“ Originalpuppen und Fotos aus den Sendungen, spielt die bekannten Lieder ab und gewährt einen Blick hinter die Kulissen der Sesamstraße. Es ist eine Ausstellung zum Mitmachen, eigentlich für Kinder gedacht, aber ich beobachtete, wie auch viele Erwachsene mit lächelnden Gesichtern wieder zu Kindern wurden.


Letzten Monat besprach ich ein Buch über Pfützen. Dank des Wetters in den letzten Tagen findet man z.Zt. viele interessante Motive. Mein Duisburger Sonntagsgruß kommt von einer Baustelle.

Am Dienstag kündigte ich Ihnen in meinem Beitrag über eine Tagestour nach Luxemburg bereits einige Konzertempfehlungen an.
Zum zweiten Mal war in der Luxemburger Philharmonie der Schauspieler John Malkovich zu Gast. Er las Kritiken vor, die jeweils nach der Uraufführung der Musikstücke berühmter Komponisten veröffentlicht wurden. So hörten wir beispielsweise Verrisse und Verhöhnungen über Beethovens, Debussy, Mozart u.a. Das Orchester der Philharmonie unter der humorvollen Leitung von Aleksey Igudesman sorgte für den Musikgenuss und spielte die angesprochenen Stücke. Hier der offizielle Trailer der Konzertreihe:
In der Düsseldorfer Tonhalle waren vier grandiose Jazzmusiker zu Gast und rissen die Zuhörer von den Stühlen, als sie ihr neues Album „4 Wheel Drive II“ vorstellten:
Sie mögen lieber Hard Rock? Da hätte ich eine italienische Musikgruppe für Sie, sie trat vor kurzem in der Hertener Schwarzkaue auf, einem interessanten Konzertort:


Hier geht es zu ihrer Musik:
Strange Kind Of Women – The only female tribute to Deep Purple
Im Duisburger Landschaftspark kann man Konzerte besuchen, das Sommerkino oder auch verschiedene Märke. Tauchen und bouldern sind dort sportliche Aktivitäten und verschiedene Führungen über das Gelände werden angeboten. Dass man mit einem alten Stahlwerkgelände aber auch ganz anders verfahren kann, das sieht man in der Stadt Esch in Luxemburg. Vor zwanzig Jahren wurde auf dem ca. 650 ha großen Gelände zwischen Hochöfen und Minen die neue luxemburgische Universität gegründet. In den achtziger Jahren lag die Stahlindustrie in Esch am Boden und Teile der Anlage wurden aufgegeben und so trifft heute hochmoderne Architektur auf bauliche Zeitzeugen.

Wir machten ein zweistündigen Spaziergang über das Gelände und besuchten dabei auch die ehemalige Möllerei.

Direkt daneben steht die Unibibliothek, schräg gegenüber finden sich Wohngebäude für Studenten und ein großes Einkaufszentrum. Die Mensa , mehrere Cafés und Restaurants, sowie eine Konzerthalle für 6500 Besucher runden das Angebot ab.
Informationen über dieses Ausflugsziel finden Sie hier:
https://www.minetttour.lu/de/detaillierte-tour/tour/hochofen
Nach der Besichtigung fuhren wir in die Hauptstadt. Sie besteht aus einer Altstadt und einem hochmodernen Teil. Hier wollten wir abends die Philharmonie besuchen.

Tickets für Konzerte (und z.Zt. auch der Preis für Benzin) sind in Luxemburg um Einiges günstiger als in Deutschland, so dass ein Ausflug in Kombination mit einem Konzertbesuch nicht die schlechteste Idee war.

Am Freitag stelle ich Ihnen drei Konzerte vor, von denen wir eins in dieser Philharmonie hörten.
In Krefeld gibt es im Fichtenhainer Gewerbegebiet ein auf der Welt einzigartiges Museum, das Deutsche Messing Museum, kurz DMM genannt. Gezeigt werden über 800 Exponate westeuropäischer Messingkunst aus fünf Jahrunderten.
Wir nahmen an einer knapp zweistündigen Führung teil, die von Herrn Knud Schöber, dem Direktor und Kurator des Museums, geleitet wurde.
Im ersten Ausstellungsraum wurden in mehreren Vitrinen anhand von einigen Objekten die zwanzig verschiedenen Gebiete vorgestellt, in denen Messing in früheren Zeiten zur Anwendung kam, wie z.B. im technischen, chemischen und medizinischen Bereich, in der Küche oder bei Schreibtischutensilien.

Das Museum hat sich auf die Bereiche Hausrat und Objekte der gehobenen Tischkultur spezialisiert und in den weiteren Räumen werden diese Themen mit weiteren Ausstellungsstücken prächtig dokumentiert.
Herr Schöber erzählte spannend und lockerte die Führung mit kleinen Quizfragen auf, bei denen die Teilnehmer versuchen sollten, den Zweck der Gegenstände zu erraten. Hier zwei Beispiele:

Die Auflösung findet sich am Ende des Beitrags.
Neben den Räumen der permanenten Ausstellung gibt es z.Zt. eine Sonderausstellung über den niederländischen Künstlers Johannes Cornelis Stoffels. Hier fand ich seine Entwürfe für neue Objekte besonders interessant.

Im letzten Teil der Führung durften wir einen Blick hinter die Kulissen werfen. Im Erdgeschoss sahen wir mehrere Arbeitsplätze von wissenschaftlichen Mitarbeitern, die Neuerwerbungen des Museums fotografieren, dokumentieren, säubern und archivieren. Hier befindet sich auch das Depot des Museums, in dem u.a. auch die Objekte der sechs Wanderausstellungen untergebracht sind, wenn sie nicht gerade auf Wanderschaft sind und in anderen Museen präsentiert werden. Die Wanderausstellungen des DMMs wurden deutschlandweit in der Vergangenheit bereits über 30 Mal erfolgreich in renommierten Museen gezeigt.

Mein Mann und ich waren ohne große Erwartungen zu der Führung gekommen und waren nach zwei Stunden „geflashed“. Nicht nur, weil es so schön golden glänzte, sondern weil uns die Geschichten rund um die einzelnen Gegenstände überrascht haben. Wie im Laufe der Jahrhunderte menschlicher Erfindergeist und Kreativität einzelne Objekte immer weiter verbessert haben, das war faszinierend. In diesem Museum sieht man Dinge, die inzwischen „ausgestorben“ sind, auch das hatten wir nicht erwartet.
War Messing in früheren Zeiten die „Tupperware“, findet man heutzutage Messingobjekte immer seltener. Das ist schade, denn die Wandelbarkeit dieses Metalls ist beachtlich. Umso erfreulicher ist es, dass das Krefelder Museum Messing wieder mehr in unser Bewusstsein bringt und ein Stück Geschichte für uns sichtbar macht und bewahrt.
Hier die Auflösung der kleinen Rätsel:

In das kleine Kästchen links, genannt Salzmeste, schüttete man sein kostbares Salz und hängte es beim Kamin auf. Die Wärme sorgte dafür, dass das Salz trocken blieb.
Rechts: Der Doofpot! Das Wort stammt aus dem Niederländischen und bezeichnet einen Eimer, in dem Holz zu Holzkohle gedampft wurde.
Mehr Informationen zu dem Museum finden Sie hier: