Testen Sie Ihr Apfelwissen!

Passend zum Apfel-Thema befasst sich das Wochenende mit Apfelfragen.

Bekanntes Drama, in dem ein Apfel eine wichtige Rolle spielt

Hinter welchem Namen versteckt sich keine Apfelsorte? Rheinische Schafsnase – Baldwin – Geflammter Kardinal – Barbaras Bunter – Discovery – Undine – Sondergleichen von Hubbardston

Was haben die Beatles mit dem Apfel zu tun?

Wie heißen die entsprechenden Apfel-Redewendungen: Jemanden verspotten – Kinder ähneln den Eltern – Etwas Unangenehmes tun müssen – ein Schnäppchen machen

Name des Malers , der meinte, dass der dargestellte Apfel kein Apfel sei

 

Morgen Abend kommt die Auflösung und ich stelle Ihnen das Buch vor, aus dem ich das Wissen habe.

 

Handy aufladen und dabei abnehmen

Im Bahnhof von Metz entdeckte ich mehrere Tische, an denen junge Männer saßen und sich unterhielten oder auf ihre Handys starten. Irgendwie bewegten sie sich komisch dabei und ich sah genauer hin. Ihre Füße standen auf Pedalen…sie führen Rad und…haben damit ihre Handys wieder aufgeladen.

Wie wäre das für den Duisburger Bahnhof, um sich sinnvoll die Wartezeiten zu vertreiben? Oder solche Tische in Schulen installieren– Fettleibigkeit von Kindern und Jugendlichen, da war doch was? 

135 x eine Geschichte neu erzählt

Dieses Buch erschien in Frankreich zum ersten Mal 1947, in den 70er Jahren dann in Deutschland. Jetzt wurde es erneut übersetzt und die beiden Autoren wurden dafür mit dem Straelener Übersetzerpreis 2017 ausgezeichnet. Das ist verdient!

Worum geht es? Die Geschichte ist kurz erzählt. Die erzählende Person, man weiß nicht ob Mann oder Frau, sitzt in Paris in einem Bus und beobachtet zwei Männer, die eine Auseinandersetzung haben. Ein jüngerer Mann mit einem auffälligen Hut beschuldigt einen anderen Mann, ihn immer anzurempeln, sobald andere Fahrgäste ein- oder aussteigen. Bevor der Streit eskaliert findet der junge Mann allerdings einen Sitzplatz und Ruhe kehrt ein. Witzigerweise sieht die Erzählperson den jungen Mann zwei Stunden später wieder, als er mit einem Freund zusammensteht, der ihn darauf aufmerksam macht, dass ein Knopf an seinem Überzieher fehlt.

Das ist die ganze Geschichte. Und diese wird vom Autor Queneau auf 135 verschiedene Arten erzählt. Als Schauerroman, in Form einer Wahrscheinlichkeitsrechnung, als Ballade, auf bayrisch, unter olfaktorische Aspekten- suchen Sie sich etwas aus!

Das Buch genießt man am besten häppchenweise. 5 – 10 Varianten am Tag. Wem beim Lesen generell auch die Sprache wichtig ist, der hat mit diesem Buch eine Schatzkiste, die viel Spaß macht.

 

Unbefriedigendes Gartenjahr

Wie war Ihr Gartenjahr? Hoffentlich besser als meins! Ich war am Ende gefrustet, denn alles in allem hat in unserem kleinen Garten nicht viel geblüht. Ab Juni war bereits die Luft raus und meine Motivation, im Garten etwas zu tun, ging zum Schluss gegen Null. Das hat mich sehr geärgert, denn im Garten zu busseln liebe ich eigentlich sehr. So kam dann glücklicherweise vor 2 Wochen ein Tag, in dem ich trotzig wurde und der Gartenunlust den Kampf ansagte.

Unser Garten ist im Laufe der letzten Jahre immer mehr verschattet und da musste ich erst einmal handeln. Innerhalb von drei Stunden waren die Hälfte aller Sträucher radikal heruntergeschnitten. (Liebe Magniolie, verzeihst Du mir? Ich weiß jetzt, dass du das gar nicht magst, aber dann hättest du dich mit deinen Blüten auch mal ein bisschen mehr anstrengen können!). Pflanzen, die sich vor einigen Jahren selbst ausgesät und inzwischen Höhen von über einem Meter erreicht hatten, wurden ausgegraben. Waldmeister ist schön, aber nicht als Plantage, auch hier war ich gnadenlos, zumal der Waldmeister z.T. eine verhängnisvolle Allianz mit Efeu eingegangen war. Große Stauden? Entweder in die Löcher der ausgegrabenen Pflanzen umgesetzt oder verschenkt.

Der Garten sieht jetzt eher danach aus, als sei eine Windrose durchgegangen, aber für mich fühlt er sich befreit an, man bzw. ich kann wieder durchatmen.

Außerdem entdeckte ich hocherfreut Blätter vom Lungenkraut an einer Stelle, wo ich im Frühjahr eine Pflanze nicht eingegraben hatte und auch der Fingerhut war nicht verschwunden, sondern hatte einfach nicht genug Licht unter dem Fliederstrauch bekommen, um Blüten zu tragen.

Um im neuen Jahr schon erste Resultate sehen zu können, vergrub ich Krokuss- und Narzissenzwiebeln. Die Krokussart Blue Pearl soll bienenfreundlich sein, bei den Narzissen Tête-à-Tête las ich, dass sie sehr widerstandsfähig sind. Das müssen sie bei dem ausgelaugten Gartenboden sein. Aber auch das wird sich ändern…

Ich lese mich gerade in die „Wissenschaft des Kompostierens“ ein und ein Thermokomposter ist bereits angeschafft.

Kann jemand von meinen Lesern und Leserinnen mir vielleicht eigene Erfahrungstipps geben, damit ich möglichst bald mit meinem ersten eigenen Kompost die Gartenerde verbessern kann? Ich habe z.B. in einem Buch gelesen, dass man Kartoffelschalen nicht zugeben soll, weil diese den Prozess verlangsamen- stimmt das?

Wer vielleicht selbst auch schon mit dem Gedanken gespielt hat, sich einen Komposthaufen anzulegen: Ich werde hier in den nächsten Monaten berichten, ob das Projekt erfolgreich ist.

Ja, natürlich spielen Bücher z.Zt. auch eine große Rolle, um Ideen sammeln. Im Kopf entsteht gerade mein Blumenparadies. Nicht die schlechteste Beschäftigung für die Wintermonate…Deshalb wird es auch mal die ein oder andere Buchbesprechung zu einem Gartenbuch geben.

Dieser Bildband war mein erstes Buch zum Gartenlustauffrischen. Der Autor ist der Besitzer der Gärtnerei in Hilden, über die ich schon geschrieben habe. Da der Gärtnerei ja auch ein Park angeschlossen ist, weiß er gut über die Probleme von Schatten- oder sehr trockenen Gärten zu schreiben und Pflanzenlösungen anzubieten. 

Das ist mein eigenes Gartentagebuch, in dem ich schöne Momente festhalte und mich an Erfolge und Misserfolge erinnere. Es gibt noch einige leere Seiten, das Thema Garten ist wieder spannend geworden.

 

Arbeitend leben und kämpfend sterben (Lyonwoche Nr. 5)

Die Überschrift dieses Beitrags war die Devise der ca. 30000 Männer und Frauen, die im 19. Jahrhundert in den Seidenwebereien des Lyonner Stadtteils La Croix–Rousseau gearbeitet haben. Erst wurde der mechanische Webstuhl von Joseph–Maria Jacquard erfunden, dann kam um ca. 1950 der elektrische Webstuhl und 1990 schloss die letzte Seidenweberei in Lyon. Heute werden nur noch zwei Webereien privat unterhalten, um das Kulturerbe nicht völlig aussterben zu lassen. (Die Stadt Lyon fühlt sich diesem Erbe anscheinend wenig verpflichtet, denn eins der größten Stoffmuseen der Welt wird man demnächst schließen, ein Trauerspiel, denn die verbliebenenen Ausstellungsstücke waren atemberaubend).

Nun aber zu den beiden Werkstätten, die wir besuchten. In der ersten Werkstatt wurden und werden auch noch auf besondere Anfrage in alter Manier Litzen aus Goldfäden gewebt. Für Uniformen, Abendkleider, Lampenschirme u.a.. Als der alte Webstuhl von der Führerin angeschaltet wurde, gab es großes Getöse und man konnte sich ein bisschen vorstellen, wie laut es in diesem Arbeiterviertel früher war.

Die zweite kleine Werkstatt hatte zwei Webstühle und oberhalb der Werkstatt war, wie früher üblich, gleich auch der Wohnraum. 

Nach den Besichtigungen erkundeten wir noch ein bisschen den Stadtteil.

Er erinnert ein bisschen an Notting Hill nur (noch nicht) so schickimicki, fast noch ein bisschen dörflich. Die Traboules spielen da bestimmt eine Rolle. Es sind zig überdachte Durchgänge, durch die früher die Seidenballen transportiert und dadurch nicht nass wurden. Ja und die Lage des Stadtteils ist auch besonders: Wer dort wohnt, thront über der restlichen Stadt Lyon, hat Abstand und lebt vielleicht etwas gelassener.

Dieses Buch steht schon lange in meinem Buchregal. Ich habe es mir vor ein paar Jahren gekauft, als ich mir in Augsburg ( auch so eine Stadt, die viel öfter besucht werden sollte!) auch eine alte Stofffabrik angesehen habe. Damals hatte ich keine Zeit, das Buch zu lesen, jetzt aber kam seine Stunde. Prächtige Bilder, hauptsächlich von Stoffen, aber auch von anderen Gebrauchsgegenständen aus vielen Ländern der Erde. Welche Rolle spielen geschichtliche Ereignisse beim Entwerfen von Mustern? Wie und warum ändert sich der Geschmack? Welche „modernen“ Muster haben schon eine grpße Vergangenheit? Welche Entdeckungen von Materialien beeinflussten die Entwicklung von Mustern?

Man hat ein Geschichtsbuch in der Hand und eine Schatzkiste für kreative Ideen. Kostet knapp 40 Euro, das ist aber eine gute Investition.

 

Die Auflösung des Bilderrätsels (Lyonwoche 4 3/4)

Willkommen in der Bekleidungsindustrie. Da diese in Lyon und seinem Umland lange eine große Rolle spielte, wählte ich dieses Foto aus, um einen schönen Übergang zu meinem morgigen Bericht über den Besuch zweier „Stoff“-Orte hinzubekommen.

Dies ist eine Hechelmaschine. Die Hechel ist ein kammartiges, aus spitzen Drähten gefertigtes landwirtschaftliches Gerät, durch das Flachs- und Hanffasern zum Reinigen (Hecheln) gezogen werden. Das Wort leitet sich vom selben Wortstamm wie der Haken ab, was auf die zum Kämmen der Fasern angebrachten Haken hindeutet[1]. Moderne Faseraufschlussmaschinen bauen ebenfalls auf den traditionellen Prozessen auf, verwenden jedoch mechanische Aufschlussstrecken, in denen das Brechen, Schwingen und Hecheln in entsprechenden Arbeitsschritten mechanisch umgesetzt wird. (Erklärung von Wikipedia).

Das Hechelmaschine-Bild nahm ich im Dorfmuseum von Pérouges auf. Pérouges steht auf der Liste der schönsten Dörfer in Frankreich und liegt nicht weit von Lyon entfernt. Besonders gerne werden hier 3-Musketiere-Filme gedreht.

Morgen besuchen Sie mit mir die letzten beiden Lyonner Web-Werkstätten.

Lyonwoche Nr 4 1/2- Das Rätsel zum Wochenende

Heute zeige ich Ihnen mal wieder ein Gerät und möchte wissen, was es ist. Im weitesten Sinne hat es viel mit der Geschichte von Lyon zu tun. Die Auflösung kommt wieder morgen Abend, gleichzeitig stelle ich Ihnen noch kurz ein schnuckeliges Dörfchen in der Nähe von Lyon vor.

Perlen als Vase

Eine Bekannte von mir erinnerte mich an eine Idee, die bei mir im Kopf irgendwann auch schon mal herumwaberte, dann aber wieder verschütt gegangen war: Meine Papierperlen auch für meine Briefkartengestaltung zu verwenden. Dies sind die ersten Versuche, noch ziemlich brave, aber die wilderen Ideen müssen sich erst noch entwickeln:

PS 1: Von einer meiner Ketten aus Papier, die ich als Auftragsarbeit angefertigt hatte, habe ich übrigens letzte Woche eine Rückmeldung bekommen: Die Kundin hatte vergessen, sie unter der Dusche abzunehmen…Na und? Nichts passiert. Perlen sind Perlen geblieben, das Blattgold ist nicht mit dem Wasser weggespült worden.

PS 2: Ich habe auf Instagram unter libroart-deutschland eine kleine Fotogalerie angefangen mit anderen Kartenmotiven, momentan hauptsächlich zu Weihnachten. http://instagram.com/libroart_deutschland

 

Drei Wochen auf einer Leuchtturminsel

Der Autor, Reisender und Journalist, verbringt drei Wochen auf einer unbenannten kleinen Insel vor der ligurischen Küste. Das Besondere an der Insel: Sie hat einen Leuchtturm mit zwei Wärtern. Sie empfangen ihn freundlich, lassen ihn aber sonst ziemlich unbehelligt, da sie sich neben dem Wachen mit dem Fischfang befassen, um sich noch etwas dazuzuverdienen. So streift Rumiz  über die Insel, besucht den einäugen Esel, beobachtet die Möwen und den Horizont und lässt seine Gedanken schweifen. An diesen Gedanken lässt der Autor uns teilhaben und er weiß viel über den Mittelmeerraum zu erzählen. Wir werden auf eine geschichtliche Reise mitgenommen, erfahren viel über die verschiedenen Winde des Meeres, lesen von den heutigen Arbeitsbedingungen der Fischer oder werden ebenso melancholisch wie Rumiz, wenn er nachdenkt über das Untergehen der alten Mitelmeerwelt, wie wir sie heute noch z.T. zumindest erahnen. So verschwinden z.B. die Leuchttürme in Zeiten des GPS, der Mittelmeerraum verliert jede Mystik, wird zum reinen Wirtschaftsraum.

Rumiz öffnet sich dem Leser aber auch, wenn es um Gedanken zu seiner eigenen Person geht. Er ist voller Neugierde, hat auf seinen zahlreichen anderen Reisen schon viel erlebt und möchte doch noch so Vieles sehen und entdecken. Doch das Leben ist kurz, nur was machen die meisten Menschen daraus?

Es steckt so viel in diesem schmalen Buch, ich werde es sicherlich noch einmal lesen.