Prag im Winter…Teil 1

…hat man die Stadt für sich „alleine“? So ein bisschen hatten wir die Hoffnung , als wir vorletzten Mittwoch in Prag ankamen. Aber das war ein Trugschluss, es war sooo voll! (Aber nicht sooooooo voll wie im Frühjahr, Sommer und Herbst, wie uns die Vermieterin unserer Ferienwohnung bestätigte).

Wenn das Baden in der Masse von Touristen ein Spaß für Sie ist und Ihnen ein kakophonisches Umfeld dank japanischer, chinesischer, russischer, italienischer und deutscher Reisegruppen nichts ausmacht, können Sie gerne weiterlesen, müssen aber nicht, denn ich gebe in den nächsten Tagen Tipps, wie der Urlaub in Prag trotzdem gelingt. Wir entwickelten Strategien, den Touristengruppen aus dem Weg zu gehen und das gelang ziemlich gut.

Tipp 1: Die Epizentren der Touristengruppen sind die Karlsbrücke, der Altstätter Ring mit anliegenden Seitenstraßen und der Hradschin. Besuchen Sie Ring und Brücke am besten noch vor dem Frühstück oder frühstücken Sie früh. Gegen 8.30 Uhr wird es hell. Geschäfte sind dann natürlich noch nicht auf, aber das macht nichts, da sich hier ein weiteres Epizentrum befindet, nämlich das der Souvenirläden. Glas,Marionetten, Schmuck und Hanf-und Absinthschnäpse sind die Schlager, kann man früh morgens drauf verzichten. Den Hradschin sollten Sie ab 15 Uhr besuchen, da der Dom nur bis 15.30 Uhr geöffnet ist. Ist noch ziemlich voll, aber von da aus kann man weiter hoch zum Strahov Kloster gehen. Dort warten auf Sie u.a. zwei alte Bibliotheken aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit Buchschätzen und einer kleinen naturkundlichen Sammlung.

Hier ist es fast leer. Gegen 18 Uhr kommen Sie dann auf dem Rückweg ins Pragzentrum durch das goldene Gässchen, wo Sie zu dieser Uhrzeit keinen Eintritt mehr bezahlen müssen.

Tipp 2: Museen: Auf dem Hradschin gibt es mehrere Museen, u.a. Ausstellungsorte der Nationalgalerie. Wenn Sie schon einmal oben sind, nutzen Sie die beginnende Dunkelheit ab 16.30Uhr für Museumsbesuche. Die meisten Museen haben bis 18 Uhr geöffnet. Wir waren, wie schon am Sonntag erzählt, im Wallensteinschen Reitstall, um die Kupka-Ausstellung zu sehen und besuchten noch ein Biermuseum in der Altstadt. Das Thema Bier ist in Tschechien wichtig, die Einwohner des Landes konsumieren angeblich pro Jahr die höchste Literzahl auf der Welt. In dem Museum war es ebenfalls leer und wir konnten in Ruhe Einiges über die Geschichte und Herstellung des Bieres lernen. Zum Abschluss gab es dann in einem gemütlichen Kellergewölbe eine Bierverkostung. 

Linksunten der Stammbaum des Bieres

Sollten Sie die Absicht haben, jüdische Museen zu besuchen, denken Sie daran, dass diese samstags geschlossen sind und informieren Sie sich vorher, welche man einzeln oder welche man nur mit einem Kombiticket besuchen kann. (Dies gilt übrigens auch für den alten jüdischen Friedhof, den man nur noch im Rahmen einer Führung betreten darf.) Auch einige Spezialmuseen sind nicht frei zugänglich, man muss sich vorher anmelden.

Fortsetzung folgt morgen.

I.H.ist schuld-Auflösung des Kunsträtsels

Gestern wollte ich von Ihnen wissen, welcher Künstler welches Bild gemalt hat.

Am letzten Wochenende hatte ich bereits ein Kunsträtsel, bei dem ich Sie etwas auf das Glatteis geführt habe. Das gefiel meiner Leserin I.H. so gut, dass sie mich aufforderte, noch mehr solcher Rätsel zu stellen. Ich „gehorchte“ und so fällt die Antwort auf die jetzige Frage sehr kurz aus: Alle Bilder stammen von einem Maler! Es ist 

Sein Bild, das ihn eigentlich hätte so berühmt machen müssen wie Matisse, Picasso oder Mondrian ist das in der Mitte. Nach dem Stand der neusten kunstgeschichtlichen Forschungen ist es das erste abstrakte Bild, das in einer öffentlichen Ausstellung gezeigt wurde und gilt deshalb als bahnbrechend. Aber Kupka war ein Maler mit sehr eigenen Ansichten und hasste es, für sich die Werbetrommel zu schlagen. Er verdiente lange seinen Lebensunterhalt als Illustrator und malte seine Bilder im stillen Kämmerlein. So ist auch bei einigen anderen Bildern nicht sicher, welcher Maler zuerst die Idee hatte, Kupka oder Matisse, Kupka oder Kandinsky. Kupka entwickelte seinen Malstil immer weiter und hatte seine eigene Kunsttheorie, die schließlich bei solchen Bildern endeten. Sie erinnern an keinen anderen Maler, sie sind echte „Kupkas“.

Seine Werke wurden in diesem Jahr bereits in Paris gezeigt, sind jetzt bis Februar in Prag ausgestellt. 

Wir haben durch eine Sendung auf ARTE den Maler Kupka kennengelernt und wollten seine Bilder unbedingt live sehen. So verbrachten wir vorletzte Woche einige Tage in Prag. Ab morgen erzähle ich ein bisschen über diesen Aufenthalt und gebe konkrete Tipps, was man in Prag tun und was man lassen sollte.

 

Igor Levit- mein „Klavierheld“

Am Samstag waren wir in der Düsseldorfer Tonhalle in einem Klavierkonzert mit Igor Levit. Es war das erste Mal, dass wir ihn live sahen. Auf dem Programm standen Teile aus seinem neuen Album, u.a. Stücke von Bach, Wagner und Meyerbeer, die von Brahms, Liszt und Busoni bearbeitet worden sind. Levit begann mit Ciaccona aus der Patita d-Moll für Violine solo von Bach, bearbeitete von Brahms als  Klavierstück nur für die linke Hand. Ich war hin und weg. Diese Begeisterung setzte sich bei mir durchgehend fort, das Konzert hatte etwas Magisches. Das drückte sich auch darin aus, dass andere Zuhörer zu husten vergaßen und es eine fühlbare Konzentration im Saal gab. Mit dem Trailer ( s.u.) versucht Levit, die Neugierde auf sein Album zu wecken. Wenn Sie ein Weihnachtsgeschenk für jemanden suchen, der klassische Musik und insbesondere Klaviermusik liebt, dann lege ich Ihnen die CD sehr ans Herz.

Wir sind große Daniil Trifonow Fans. Auf YouTube gibt es einen Clip, in dem er ebenfalls das Stück für die linke Hand spielt. Welch ein Unterschied zu Levit! Mein Mann brachte es auf den Punkt : Für Trifonow ist das Klavier ein Instrument und er ist der perfekte Techniker (ich ergänze: mit viel russischer Seele), Levit und Klavier sind zwei Teile, die sich komplettieren.(Ich: Levit spielt intellektuell und erinnerte mich teilweise an das Spiel vom Jazz Pianisten Keith Jarrett).

Was für ein Musikabend, was für schöne Aussichten, weitere Einspielungen von Levit für sich noch entdecken zu können.

Achtung: Der morgige Beitrag erscheint nicht wie üblich schon nachts, sondern erst um ca. 9 Uhr, da ich ihn erst morgen früh beenden kann.

Tierliebhaber sind wasserfest-eine kleine Nachbereitung

Vorgestern verkaufte ich meine Kartenunikate zum ersten Mal im Moerser Tierheim auf dem dortigen Tierweihnachtsfest. Um 13 Uhr sollte es losgehen. Die Stimmung der Teilnehmer war morgens beim Aufbauen schon toll, wenngleich das schreckliche Regenwetter auch einige Sorgenfalten erzeugte. Doch das war unnötig, denn das Fest wurde von vielen Tierliebhabern und ihren Vierbeinern trotz des Regens besucht.

Segnung der Tiere

Mein Stand sah etwas anders aus, als ich es auf der Generalprobe zuhause geplant hatte, da die örtlichen Begebenheiten im neuen Hundehaus nicht ganz so waren wie gedacht. Aber das Interesse an den Karten war trotzdem da und ich konnte am Ende 130 Euro spenden.

Über einige Kommentare freute ich mich besonders, wie sinngemäß „Warum machen Sie so viele unterschiedliche Karten, da kann man sich ja gar nicht entscheiden“, über „ Mit Ihren Karten könnte ich meine Wände tapezieren“ bis hin zu „ Ihre Weihnachtskarten mit den Sternen verschicke ich zum Geburtstag und schreibe, dass ein Glücksstern über das neue Lebensjahr wachen soll.“

Mein Stand/ Erste Kundin an meinem Stand/ Stand meiner Nachbarin

Ich hatte eine sehr nette Standnachbarin, die schöne Filzsachen anbot, traf alte Bekannte wieder, wurde mit Kaffee und Kuchen verwöhnt und bekam durch Gespräche Buchtipps und Ideen für Städteführungen.

Ich glaube, dass es für Besucher und  Veranstalter eine runde Sache war und alle nächstes Jahr gerne wiederkommen, um die liebevolle und heitere Atmosphäre zu genießen.

Morgen wird es noch einmal musikalisch, weil ich Ihnen unbedingt von einem Konzert erzählen möchte.

P.S. Wer es nicht zum Tierheim schaffte, aber gerne meine Weihnachtskarten mal live sehen möchte, kann ab Samstag in der Mayerschen Bücherinsel in Rheinhausen nachfragen.

Wenn einem der Schalk im Nacken sitzt…

…da kann einem dann schon mal so ein Blogbeitrag wie der von gestern passieren. Ich entschuldige mich ganz lieb und stelle Ihnen den Künstler „V“ jetzt vor, dessen Bilder ich gestern gezeigt habe.

Hier fotografierte ich seine „Werke“:

V bedeutet Verwitterung, die Bildmotive habe ich in dem gelben Streifen entdeckt

Sind Sie mir böse? Wenn Sie grollen, können Sie mich morgen persönlich zwischen 13 und 17 Uhr ausschimpfen. Darüber würde ich mich sehr freuen, denn dann bin ich im Moerser Tierheim und verkaufe meine Karten-Unikate mit Weihnachtsmotiven, Tierfotos und anderen Collagen. Deshalb gibt es morgen auch keinen Beitrag, am Montag fordere ich Sie zum Tanzen auf.

Sonnige Bilder

Am letzten Wochenende habe ich einen Künstler aus Rumeln-Kaldenhausen kennengelernt, dessen Bilder mir sehr gefallen. Da er viel mit der Farbe Gelb arbeitet, finde ich diese Kunstwerke für die graue Jahreszeit erheiternd. Wie finden Sie seine Bilder?

  Tanzschule
Sportunterricht

 

3D-Brillen Mannequin
Verkaufsoffener Sonntag

Der Künstler möchte anonym bleiben und nennt sich einfach nur „V“. Aber vielleicht überlegt er sich das ja noch einmal, dann stelle ich Ihnen „V“ gerne vor.

Morgen geht es weiter, aber nicht mit einem Rätsel.

Mal wieder ein Französisch-Lerntipp, aber nicht nur für Französisch- Französischstunde Nr. 17

http://www.freerice.com

Unter dieser Adresse findet man seit über 10 Jahren ein ganz besonderes Quizspiel. Hier der Eintrag von Wikipedia:

Freerice ist eine gemeinnützige Webseite, deren Nutzer durch Beantwortung von Multiple-Choice-Fragen Reiskörner für Hungerndespenden können. Sie finanziert sich und ihre Spenden über Werbung und der Reis wird vom World Food Programme (WFP) der Vereinten Nationen an Bedürftige verteilt.

Laut WFP reichen 20.000 Reiskörner aus, um einen Erwachsenen für einen Tag zu ernähren.[1] In den ersten elf Monaten seit ihrer Inbetriebnahme am 7. Oktober 2007 wurden über die Seite mehr als 43 Milliarden Reiskörner gespendet,[2] also etwa 2.150.000 Tagesrationen. Bis Anfang Februar 2008 wurden seitens des Webseiten-Betreibers 213.000 US-Dollar an das WFP überreicht und erste von diesen Geldern bezahlte Reis-Lieferungen sind in Bangladesch verteilt worden.[3]

Spielregeln

Besucher der Webseite bekommen z.B. eine Englischvokabel sowie vier Definitionen dafür angezeigt. Wählen sie die richtige davon aus, so spendet Freerice 10 Reiskörner an das WFP. Dann wird die nächste Vokabel präsentiert. Das Spielende bestimmt der Nutzer. Der Besucher kann auch einen anderen Aufgabenbereich wählen, darunter:

  • Humanities: berühmte Gemälde (der Besucher bekommt ein Gemälde angezeigt und muss wählen, wer es gemalt hat), Literatur, berühmte Zitate, Welthunger
  • Mathematik: Einmaleins, Grundwissen
  • Sprachenlernen: Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Lateinisch
  • Chemie: chemische Symbole
  • Englisch: Grammatik
  • Geografie: Hauptstädte, Identifizieren von Ländern auf der Karte
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  • Lerneffekt
  • Die Schwierigkeit der Vokabeln wird auf einer Skala von 1 (sehr einfach) bis 60 gemessen und ständig anhand der eingehenden Antworten aller Nutzer aktualisiert. Die ersten vier Antworten jedes Spiels werden zur Bestimmung einer auf den Benutzer abgestimmten Schwierigkeitsstufe verwendet. Von der fünften Frage an wird die Schwierigkeitsstufe nach jeweils drei aufeinanderfolgenden richtigen Antworten um 1 erhöht, bei jeder falschen Antwort um 1 erniedrigt. Durch dieses System wird ein individuelles Lernen möglich. Zusätzlich trägt zum Lernerfolg bei, dass das Zielwort als Audiodatei angehört werden kann.
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  • Auszeichnung: Die Website wurde von Yahoo als „Find of the Year“ 2007 in der Kategorie Wohltätigkeit ausgezeichnet.

 

Das Abfragen von 10 Vokabeln oder anderen Wissensfragen dauert 3-5 Minuten, kann man z.B. gut in einer Fernseh-Werbepause machen.

Morgen wird es sonnig.

Schöne Momente-auch im November

Noch ein Haiku-„Nachschlag“ vom letzten Spaziergang:
 
Himmelsgeräusche
Vögel fliegen gen Westen.
Welches Land als Ziel?
 

Sonnenuntergang

nachmittags um fünf Uhr-
der Winter klopft an
 

 
Die Schattenspiele
von Blättern in der Sonne-
Naturkino!
 
Einen anderen schönen Moment hatte ich noch heute Nacht. Am nächsten Sonntag verkaufe ich ja meine Karten-Unikate bei der Weihnachtsfeier im Moerser Tierheim. Könnte deshalb nicht schlafen, denn mir gingen 1000 Dinge durch den Kopf. Wie präsentiere ich die Karten, was darf ich nicht vergessen? Kurzentschlossen stand ich auf und stellte die Markttische auf, quasi als Generalprobe. Das war das Ergebnis:
 
 
Danach konnte ich wieder einschlafen. Eine Liste mit allen Dingen zum Mitnehmen war auch fertig und  ich habe jetzt noch ein bisschen Zeit, mir noch Verbesserungen auszudenken. Freue mich schon auf Sonntag.
 
 
Morgen habe ich mal wieder einen Lerntipp für Französisch ( oder für andere Lerngebiete!)